Zu OpenSource beitragen
Monday, July 21, 2008 11:07:57 AM
Es gibt viele Möglichkeiten, zu OpenSource beizutragen. Dabei sind mir rückblickend ein paar richtige Highlights eingefallen, bei denen ich das Gefühl hatte, wirklich etwas beizusteuern.
Etwas ziemlich wichtiges, was oft vergessen wird, wenn es um Beiträge zu OpenSource geht, ist der Support. Ein erster Beitrag zu OpenSource kann es schon sein, in einem Forum jemand anderem zu helfen. Auch schon ein sehr nettes Gefühl, wenn man das erste Mal nicht eine Frage stellt, sondern eine beantwortet.
An meinen ersten Bug-Report erinnere ich mich gar nicht mehr richtig. Aber auch das ist natürlich eine gute Möglichkeit, sich an der Entwicklung von OpenSource-Projekten zu beteiligen. Ich habe mir mittlerweile angewöhnt, bei einem Problem, das offensichtlich nicht an meiner fehlerhaften Bedienung liegt, einen Bugreport zu schreiben. Manchmal kann es etwas lästig sein, sich für jeden Bugtracker wieder einen Account besorgen zu müssen. Eine gute Anlaufstelle für Ubuntu-Benutzer ist daher immer Launchpad. Dort kann man für verschiedene Programme aus Ubuntu Bugreports erstellen. Wobei ein Upstream-Report meist der direktere und bessere Weg ist.
Sehr gut erinnere ich mich noch an meinen ersten Feature-Request, der dann tatsächlich implementiert wurde: Bug 334030 – Set resolution when exporting graph as png Es ist echt ein tolles Gefühl, wenn man weiß, dass tausende von Menschen etwas benutzen, das man selbst angestoßen hat:

Wenn man sogar ein bisschen programmieren kann, gibt es natürlich noch mehr Möglichkeiten, beizutragen. Dabei ist mir aufgefallen, dass es offensichtlich einfacher ist, ein eigenes Projekt ins Leben zu rufen, als zu einem bestehenden beizutragen. Schon das erste Programm, das ich überhaupt geschrieben habe, habe ich gleich als OpenSource-Projekt auf Launchpad veröffentlicht: GetMyPics. Wie die meisten Projekte, die ich ins Leben gerufen habe, ist es irgendwann eingeschlafen. Sei es, weil es einfach überflüssig geworden ist (wie in diesem Fall), oder weil ich irgendwann entweder keine Zeit oder kein Interesse mehr hatte.
Um so schöner, wenn man dann merkt, dass ein Projekt doch eine gewisse, wenn auch begrenzte, Zielgruppe anspricht. So ist es mir bei Genesis gegangen. Gestartet hat es als ganz einfache Erleichterung für mich, weil ich syncevolution nicht immer von der Kommandozeile aus starten wollte. Als ich dann gemerkt habe, dass auch andere es benutzen, ist meine Motivation noch einmal deutlich gestiegen, daran weiterzuarbeiten. Und mittlerweile bin ich ganz zufrieden mit dem Ergebnis.
Eine ganz andere Erfahrung ist es aber, wenn man dann tatsächlich einmal Code zu einem anderen Projekt beisteuert. Da ich nur von Python behaupten könnte, zumindest ein bisschen Ahnung zu haben, ist der Kreis der Projekte, zu denen ich beitragen könnte, ohnehin schon eingeschränkt. Und dann ist das Einarbeiten in den Code eines fremden Programms auch nicht immer ganz einfach. Um so schön, als ich dann doch einmal die kleine, aber nette Verbesserung an einem anderen Projekt vornehmen konnte, die im Rahmen meiner Möglichkeiten lag: [ 2016655 ] Replace GtkFileSelection by GtkFileChooserDialog
Oft sind es Kleinigkeiten, aber man kann doch das Gefühl kriegen, selbst ein Stück zum Erfolg von OpenSource beizutragen...








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