Fredo's Blog

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Was ist eigentlich Jabber?

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Zeroathome berichtet heute über den Stand der Dinge beim Jabber-Projekt. Dort ist auch erwähnt, dass eine „möglichst kurze, prägnante Beschreibung des Prinzips Jabber“ noch fehlt. Ich habe einmal einen Versuch gestartet, auch für nicht-technikaffine möglichst prägnant zu erklären, was Jabber ist und was es auszeichnet. Kritik ist ausdrücklich erwünscht. Der Text selbst steht unter der CC-By-SA-Lizenz, kann also gerne in anderen Projekten verwendet werden.

Was ist Jabber?

Jabber ist ein System für Instant Messaging – also für Chats zwischen Freunden und Bekannten. Das Prinzip kennt man vielleicht von ICQ, MSN oder ähnlichen. Im Gegensatz zu diesen ist es aber flexibler: Es ist unabhängig von einem einzelnen Anbieter und man kann es mit verschiedenen Chat-Programmen benutzen.

Jabber kurz erklärt

Die Grundidee bei Jabber – wie beim Instant Messaging allgemein – ist eine Freundesliste. Dort trägt man Freunde, Bekannte, Kollegen oder Familienmitgleider ein. Fortan kann man sehen, wann diese Freunde online sind, und dann mit ihnen chatten, also Textnachrichten austauschen.

Jabber kann aber auch noch mehr. Dateien austauschen, mit mehreren Freunden gleichzeitig chatten, Gespräche und Video-Gespräche führen, ja sogar die gemeinsame Arbeit an Bildern oder Dokumenten ist mit Jabber möglich.

Besonderheiten von Jabber

Was unterscheidet Jabber dann von anderen IM-Systemen? Jabber ist zunächst einmal kein Programm – im Gegensatz zu etwa dem ICQ-Programm – sondern nur ein Protokoll, also ein allgemeines Prinzip, wie Instant Messaging funktionieren soll. Formell hört es auf den Namen XMPP. Das heißt, man muss keinen bestimmten Anbieter und kein bestimmtes Programm benutzen, sondern kann frei nach seinen Vorlieben wählen.

Das lässt sich mit E-Mail vergleichen: E-Mail ist nicht an einen Anbieter oder ein Programm gebunden. Man kann seine E-Mail-Adresse etwa bei T-Online, web.de oder seinem Telefonanbeiter haben. Als Programm kann man Thunderbird, Outlook, einen Web-Mail-Dienst oder viele andere nutzen. Nur das Prinzip, wie E-Mail funktioniert, ist festgelegt.

Jabber-Adressen sind deswegen ähnlich wie E-Mail-Adressen aufgebaut, nach dem Muster hans.franz@mein-anbieter.de. Und viele E-Mail-Anbieter sind auch gleichzeitig Jabber-Anbieter – oft kann man sogar eine Adresse für beides benutzen, z.B. bei Web.de, GMX oder Google.

Einfach loslegen

Um Jabber zu benutzen, braucht man also ein Benutzerkonto bei einem Jabber-Anbieter und ein Chat-Programm, das mit Jabber funktioniert. Den ersten Schritt kann man sich sogar sparen, wenn man schon ein E-Mail-Konto hat, das auch als Jabber-Konto funktioniert. Um die Qual der Wahl zu lindern, bietet das Jabber-Projekt eine Sammlung an einfachen Anleitungen, um direkt loslegen zu können.

Und dann braucht man noch Freunde, die ebenfalls ein Jabber-Konto haben. Und schon kann der erste Jabber-Chat losgehen …

Creative Commons License
Was ist Jabber? von Frederik Elwert steht unter einer Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Deutschland Lizenz.

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Comments

Anonymous Wednesday, February 10, 2010 7:38:01 PM

heubi writes: Sehr schöne Erklärung, mir fällt nichts ein was man hätte besser schreiben können. :-)

Anonymous Thursday, February 11, 2010 12:02:14 PM

zero writes: Damit bist du auf jeden Fall schonmal zum Recall eingeladen ;) Nein, mal im Ernst, schöne Zusammenfassung! Werd aber heut abend nochmal genauer reinlesen, weil irgendwas gibts bestimmt zum meckern ;)

Anonymous Thursday, February 11, 2010 7:56:23 PM

Anonymous writes: bei 1&1 kann man die e-mail-addresse auch als jabber-addresse nutzen

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