Opera als Netbook-Browser
Friday, April 8, 2011 7:05:28 PM
Eigentlich nutze ich überall Opera als Webbrowser. Auf meinem Netbook habe ich aber bislang Chromium eingesetzt. Der Browser ist sehr schlank, die Oberfläche sparsam, so dass man viel Platz für die eigentlichen Inhalte hat – und der Browser gilt als sehr schnell. Gerade auf einem Netbook mit begrenztem Platz und begrenzten Ressourcen vorteilhafte Eigenschaften.
Irgendwie bin ich aber mit Chromium doch nicht warm geworden. Das Design spricht mich persönlich irgendwie nicht an, aber vor allem hat mich ausgerechnet die Geschwindigkeit gestört: Während Chromium in Benchmarks seine Geschwindigkeit voll ausspielt, hat mich vor allem die Wartesekunde beim Aufruf jeder Seite gestört. Das Surfen fühlte sich einfach träge an.
Also doch wieder zurück zu Opera. Aber im Vergleich zu Chromium fällt dann doch auf, dass Opera vergleichsweise verschwenderisch mit dem Platz umgeht. Aber mit ein paar Tricks und Kniffen kann man Opera zu einem recht gediegenen Netbook-Browser machen. Kernzutat: Erweiterungen, die Opera seit Version 11 unterstützt. War man früher bei Opera der Meinung, dass Extensions nur Defizite des Kernbrowsers kompensieren, hat man in Oslo seine Meinung jüngst offenbar geändert. Ich halte das Argument zwar immer noch für zutreffend, aber immerhin kann man mit Extensions einige Änderungen im Browser ausprobieren, ohne dass sie gleich im Kern implementiert werden.
Erster Schritt: Statusleiste weg. Chromium hat es vorgemacht, Firefox ist nachgezogen, Opera kann man es (zumindest rudimentär) beibringen. Die Popup-Statusbar zeigt ein kleines Overlay mit der Zieladresse in der linken unteren Ecke, wenn man mit dem Mauszeiger über einem Link ist. Da Opera-Erweiterungen selbst keine Einstellungen des Kern-Browsers ändern können, ist man selbst dafür verantwortlich, die alte Statusleiste in Rente zu schicken. Das geht über Erscheinungsbild (Umschalt+F12) → Symbolleisten → Statusleiste deaktivieren.
Aber man kann noch einen Schritt weiter gehen. Um auch horizontal noch etwas Platz zu gewinnen, kann man auch die Scrollbalken ersetzen. Da ich ohnehin immer über die Scrollleiste am Touchpad (oder die Leertaste) scrolle, kann ich auch gut darauf verzichten. Über Einstellungen → Erweitert → Browser → Bildlaufleisten zeigen deaktivieren kann man die Platzfresserchen loswerden. Um trotzdem noch einen visuellen Eindruck von der Position auf der Seite zu bekommen, bietet sich die Erweiterung Slim ScrollBar an. Das Ganze erinnert etwas an die Ideen hinter Ubuntus Overlay Scrollbars.
Unter Ubuntu kriegt man mit dem Ambiance-Theme auch noch optisch den richtigen Dreh. So fügt sich Opera schön in das Unity-Netbook-Design ein:
Und noch als Tipp zum Schluss: Opera nutzt bisher noch nicht GNOMEs neuen Mechanismus zur Registrierung in den „Bevorzugten Anwendungen“. Wer Opera unter Ubuntu 11.04 „Natty Narwhal“ zum Standardbrowser machen will, muss also noch etwas tricksen. Diese zwei Schritte führen zum Ziel:
Nun taucht Opera auch im Einstellungsdialog zu den „Bevorzugten Anwendungen“ auf.
Irgendwie bin ich aber mit Chromium doch nicht warm geworden. Das Design spricht mich persönlich irgendwie nicht an, aber vor allem hat mich ausgerechnet die Geschwindigkeit gestört: Während Chromium in Benchmarks seine Geschwindigkeit voll ausspielt, hat mich vor allem die Wartesekunde beim Aufruf jeder Seite gestört. Das Surfen fühlte sich einfach träge an.
Also doch wieder zurück zu Opera. Aber im Vergleich zu Chromium fällt dann doch auf, dass Opera vergleichsweise verschwenderisch mit dem Platz umgeht. Aber mit ein paar Tricks und Kniffen kann man Opera zu einem recht gediegenen Netbook-Browser machen. Kernzutat: Erweiterungen, die Opera seit Version 11 unterstützt. War man früher bei Opera der Meinung, dass Extensions nur Defizite des Kernbrowsers kompensieren, hat man in Oslo seine Meinung jüngst offenbar geändert. Ich halte das Argument zwar immer noch für zutreffend, aber immerhin kann man mit Extensions einige Änderungen im Browser ausprobieren, ohne dass sie gleich im Kern implementiert werden.
Erster Schritt: Statusleiste weg. Chromium hat es vorgemacht, Firefox ist nachgezogen, Opera kann man es (zumindest rudimentär) beibringen. Die Popup-Statusbar zeigt ein kleines Overlay mit der Zieladresse in der linken unteren Ecke, wenn man mit dem Mauszeiger über einem Link ist. Da Opera-Erweiterungen selbst keine Einstellungen des Kern-Browsers ändern können, ist man selbst dafür verantwortlich, die alte Statusleiste in Rente zu schicken. Das geht über Erscheinungsbild (Umschalt+F12) → Symbolleisten → Statusleiste deaktivieren.
Aber man kann noch einen Schritt weiter gehen. Um auch horizontal noch etwas Platz zu gewinnen, kann man auch die Scrollbalken ersetzen. Da ich ohnehin immer über die Scrollleiste am Touchpad (oder die Leertaste) scrolle, kann ich auch gut darauf verzichten. Über Einstellungen → Erweitert → Browser → Bildlaufleisten zeigen deaktivieren kann man die Platzfresserchen loswerden. Um trotzdem noch einen visuellen Eindruck von der Position auf der Seite zu bekommen, bietet sich die Erweiterung Slim ScrollBar an. Das Ganze erinnert etwas an die Ideen hinter Ubuntus Overlay Scrollbars.
Unter Ubuntu kriegt man mit dem Ambiance-Theme auch noch optisch den richtigen Dreh. So fügt sich Opera schön in das Unity-Netbook-Design ein:
Und noch als Tipp zum Schluss: Opera nutzt bisher noch nicht GNOMEs neuen Mechanismus zur Registrierung in den „Bevorzugten Anwendungen“. Wer Opera unter Ubuntu 11.04 „Natty Narwhal“ zum Standardbrowser machen will, muss also noch etwas tricksen. Diese zwei Schritte führen zum Ziel:
- Die Datei /usr/share/applications/opera-browser.desktop bearbeiten und dem Eintrag „MimeType” folgendes hinzufügen: „;x-scheme-handler/http;x-scheme-handler/https“.
- Folgenden Befehl ausführen: „sudo update-desktop-database /usr/share/applications“
Nun taucht Opera auch im Einstellungsdialog zu den „Bevorzugten Anwendungen“ auf.







