Literaturverwaltung im Netz
Monday, May 24, 2010 12:09:28 PM
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Der Nutzen von Literaturverwaltungsprogrammen hat sich so langsam herumgesprochen. Nicht jeder nutzt wirklich so ein Programm, der Einstieg ist oft aufwändig, und so eine Literaturdatenbank will dann auch kontinuierlich gepflegt werden. Aber wer zum x-ten Mal seine Literaturliste Stück für Stück an die Vorgaben des jeweiligen Verlages oder Herausgebers anpasst, der wird die Idee durchaus nachvollziehen können: Literatur einmal in allgemeiner Form zentral abzulegen, und dann je nach Bedarf fertig formatiert ausgeben zu lassen.
Wissenschaft lebt aber gerade vom Austausch. So nett es auch ist, wenn man sich selbst die Arbeit etwas leichter machen kann, so attraktiv wäre es jedoch auch, dies mit anderen zu Teilen. Trägt man gemeinsam Literatur zu einem Thema zusammen, entdeckt die Einzelne vermutlich Texte, die sie alleine übersehen hätte. Und Neuerscheinungen, die von einem Beteiligten eingetragen werden, können von allen anderen zur Kenntnis genommen werden. Auch rein praktisch nimmt es einem natürlich etwas Arbeit ab, wenn man nur einen Teil der Literatur selbst in die Datenbank einpflegen muss.
Ein Literaturverwaltungsprogramm, dass sich diesem Zweck verschrieben hat, ist Zotero. Zotero wird maßgeblich am Center for History and New Media der George Mason University entwickelt. Anders als kommerziell entwickelte Software steht es der Allgemeinheit kostenfrei und ohne Einschränkungen zur Verfügung. Zotero nutzt „die Cloud“ (was der neumodische Begriff für Daten im Netz ist) für zwei Dinge: Zum einen kann man, ein Benutzerkonto bei Zotero vorausgesetzt, seine eigene Literatursammlung online ablegen. Das ermöglicht, die Daten zwischen mehreren Computern, etwa dem Bürorechner, dem PC zu Hause und einem Laptop, synchron zu halten.
Zum anderen kann man Gruppen anlegen, in denen man gemeinsam auf Literaturangaben zugreifen kann. Diese Gruppen kann man nicht-öffentlich machen, etwa für den internen Austausch einer Arbeitsgruppe. Oder man legt öffentliche Gruppen an, wenn man etwa eine thematische Literatursammlung für die Beiträge anderer Wissenschaftler öffnen will. Am CERES nutzen wir Zotero für verschiedene Aufgaben. So zum Beispiel in der Nachwuchsforschergruppe „Religion vernetzt“, um Literatur zu den Themen der Gruppe – Religion, Migration und soziale Netzwerke – zu sammeln. Sei es die Literaturangabe eines gemeinsam besprochenen Textes, oder der Literaturhinweis, auf den man die anderen aufmerksam machen will, all dies lässt sich hier zusammentragen. Die Gruppe ist für Außenstehende einsehbar, nur eigene Einträge können sie nicht einstellen.
Es lässt sich aber auch gut vorstellen, etwa eine Gruppe zum Thema „islamische Organisationen im Europa der Gegenwart“ oder „interreligiöser Austausch in der Formationsphase des Buddhismus“ einzurichten und für Beiträge zu öffnen. So könnten sich Gruppen von Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen, die zu ähnlichen Themen arbeiten, zusammenfinden und eine gemeinsame Literatursammlung aufbauen.
Wie auch immer man webbasierte Literaturverwaltungsprogramme nutzen will, sie zeigen in jedem Fall, dass sich Ideen aus der Welt des Social Web jenseits von Blogs und Microblogs auch für genuin wissenschaftliche Zwecke fruchtbar machen lassen.
Der Nutzen von Literaturverwaltungsprogrammen hat sich so langsam herumgesprochen. Nicht jeder nutzt wirklich so ein Programm, der Einstieg ist oft aufwändig, und so eine Literaturdatenbank will dann auch kontinuierlich gepflegt werden. Aber wer zum x-ten Mal seine Literaturliste Stück für Stück an die Vorgaben des jeweiligen Verlages oder Herausgebers anpasst, der wird die Idee durchaus nachvollziehen können: Literatur einmal in allgemeiner Form zentral abzulegen, und dann je nach Bedarf fertig formatiert ausgeben zu lassen.
Wissenschaft lebt aber gerade vom Austausch. So nett es auch ist, wenn man sich selbst die Arbeit etwas leichter machen kann, so attraktiv wäre es jedoch auch, dies mit anderen zu Teilen. Trägt man gemeinsam Literatur zu einem Thema zusammen, entdeckt die Einzelne vermutlich Texte, die sie alleine übersehen hätte. Und Neuerscheinungen, die von einem Beteiligten eingetragen werden, können von allen anderen zur Kenntnis genommen werden. Auch rein praktisch nimmt es einem natürlich etwas Arbeit ab, wenn man nur einen Teil der Literatur selbst in die Datenbank einpflegen muss.
Ein Literaturverwaltungsprogramm, dass sich diesem Zweck verschrieben hat, ist Zotero. Zotero wird maßgeblich am Center for History and New Media der George Mason University entwickelt. Anders als kommerziell entwickelte Software steht es der Allgemeinheit kostenfrei und ohne Einschränkungen zur Verfügung. Zotero nutzt „die Cloud“ (was der neumodische Begriff für Daten im Netz ist) für zwei Dinge: Zum einen kann man, ein Benutzerkonto bei Zotero vorausgesetzt, seine eigene Literatursammlung online ablegen. Das ermöglicht, die Daten zwischen mehreren Computern, etwa dem Bürorechner, dem PC zu Hause und einem Laptop, synchron zu halten.
Zum anderen kann man Gruppen anlegen, in denen man gemeinsam auf Literaturangaben zugreifen kann. Diese Gruppen kann man nicht-öffentlich machen, etwa für den internen Austausch einer Arbeitsgruppe. Oder man legt öffentliche Gruppen an, wenn man etwa eine thematische Literatursammlung für die Beiträge anderer Wissenschaftler öffnen will. Am CERES nutzen wir Zotero für verschiedene Aufgaben. So zum Beispiel in der Nachwuchsforschergruppe „Religion vernetzt“, um Literatur zu den Themen der Gruppe – Religion, Migration und soziale Netzwerke – zu sammeln. Sei es die Literaturangabe eines gemeinsam besprochenen Textes, oder der Literaturhinweis, auf den man die anderen aufmerksam machen will, all dies lässt sich hier zusammentragen. Die Gruppe ist für Außenstehende einsehbar, nur eigene Einträge können sie nicht einstellen.
Es lässt sich aber auch gut vorstellen, etwa eine Gruppe zum Thema „islamische Organisationen im Europa der Gegenwart“ oder „interreligiöser Austausch in der Formationsphase des Buddhismus“ einzurichten und für Beiträge zu öffnen. So könnten sich Gruppen von Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen, die zu ähnlichen Themen arbeiten, zusammenfinden und eine gemeinsame Literatursammlung aufbauen.
Wie auch immer man webbasierte Literaturverwaltungsprogramme nutzen will, sie zeigen in jedem Fall, dass sich Ideen aus der Welt des Social Web jenseits von Blogs und Microblogs auch für genuin wissenschaftliche Zwecke fruchtbar machen lassen.







