Skip navigation.

Fredo's Blog

Humanities, Social Sciences and Free Software

Posts tagged with "Typography"

[Update] XeTeX: Bitte mit Gummi

, , , ...

Nur auf die Schnelle ein kurzer Post:

Heute habe ich endlich erste Schritte mit XeTeX gewagt. Irgendwie ist man ja pdfTeX gewohnt, und schon allein aufgrund der vielen verfügbaren Anleitungen hält sich das wohl noch einige Zeit. Aber XeTeX ist schon einen Blick wert: Vor allem die Verwendung der System-Schriften macht es wesentlich komfortabler, beliebige Schriften zu verwenden, als mit pdfTeX. Und die echte Unicode-Unterstützung ist Gold wert.

Nur benutze ich gerne rubber zum Kompilieren von LaTeX-Dokumenten. Dies unterstützt XeTeX jedoch noch nicht. Die Lösung ist jedoch recht einfach. Man erstellt einfach eine Datei »xetex.py« im Verzeichnis »/usr/share/rubber/rubber/rules/latex/«. In diese kopiert man folgenden Text:

# This file is part of Rubber and thus covered by the GPL
# (c) Emmanuel Beffara, 2002--2006
# (c) Frederik Elwert, 2009
"""
XeLaTeX support for Rubber.

"""

import rubber

class Module (rubber.rules.latex.Module):
        def __init__ (self, doc, dict):
                doc.vars["program"] = "xelatex"
                doc.vars["engine"] = "XeTeX"
                doc.prods = [doc.src_base + ".pdf"]
Nun kann man mit folgendem Befehl XeTeX-Dokumente übersetzen:
rubber -m xetex datei.tex
Bei einem ersten Test hat es problemlos geklappt, hoffen wir also mal das Beste.

Update:

Wie towolf netter Weise bemerkt hat, reicht auch eine Angabe im Kopf der LaTeX-Datei:

% rubber: set program xelatex

Das ist natürlich sehr praktisch, dieses Feature kannte ich noch gar nicht. Danke für den Hinweis!

Wie kommt die Garamond ins LaTeX?

, , ,

Vor ein paar Tagen fragte mich mein Chef, wie man eigentlich die Garamond in LaTeX verwenden kann. TeXLive liefert eine garamond.sty mit, aber die scheint nicht zu funktionieren.

Die Garamond ist wirklich eine schöne, wenn auch sehr klassische Brotschrift. Gerade für den Textsatz in Büchern macht sie eine Menge her. Wäre also gut, sie auch in LaTeX verwenden zu können. Also habe ich mich mal etwas auf die Suche gemacht. Es ist etwas umständlicher, als ich erwartet hätte, aber wenn man erst mal weiß, wie...

Read more...

Warum Word der Untergang des Abendlandes ist

Persönlich halte ich Typographie für eine schöne Sache. Ich lese lieber ein gut gesetztes Buch, als ein schlecht gesetzes. Vielleicht kommt es gerade duch die Beschäftigung mit LATEX, dass ich heute mehr auf Details achte als früher.

Gerade im wissenschaftlichen Bereich ist dabei etwas interessantes zu beobachten: Lange gab es ziemlich gravierende Unterschiede in der Druckqualität wissenschaftlicher Texte: Während eine Vielzahl von Dissertationen einem reproduzierten Schreibmaschinenmanuskript gleichkam, wurden einige für wertvoll erachtete Bücher von den Verlagen sorgfältig gesetzt.

Dieser Unterschied verschwindet zunehmend. Schon Magister- und Diplomarbeiten stehen mit modernen Textverarbeitungsprogrammen ganz passable Möglichkeiten offen. Gleichzeitig finden sich auch Professoren immer häufiger in der Rolle, selbst für das Layout ihrer Bücher verantwortlich zu sein. Also werden die Werke so gedruckt, wie sie (in den meisten Fällen) Word ausspuckt.

Was ist nun daran (abgesehen vom Mehraufwand für die Autoren) verwerflich? Nun ja, eigentlich nichts. Zwar ist das Layout, das Word ohne aufwändige Nachbearbeitung verwendet, einigermaßen hässlich (und wieder ein Grund, das jemandem anzuvertrauen, der sich damit auskennt – wie LATEX). Aber Word schmuggelt auch falsche Zeichen in den Text, wenn man nicht aufpasst.

Read more...

December 2009
M T W T F S S
November 2009January 2010
1 2 3 4 5 6
7 8 9 10 11 12 13
14 15 16 17 18 19 20
21 22 23 24 25 26 27
28 29 30 31