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ein bißchen musiktheorie und all das andere zeug

May 2009

( Monthly archive )

hüdlihü und die uncoolnessblase

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vor einer weile, schätzungsweise in den 70ern, gab es in salzburg einen offizier namens wutschnik (-ig, -igg, whatever). so lautet zumindest die legende, die ich von der ex meines zaubernden schwagers (nix mehr mit in spe) gehört habe. und aus irgendeinem grund, der mir mitsamt des rests der legende entfallen ist, soll man, wenn jemand niest, statt "gesundheit" eben "wutschnik" sagen. so ohne pointe ist das nicht sehr lustig, aber man kann es ja trotzdem tun. was meine nunmehr offiziell besser hälfte (nicht offiziell besser, aber offiziell hälfte) und ich seit jahren praktizieren, leider ohne besondere ansteckungsergebnisse.

so ist es mit memen. sie können sich verbreiten, müssen aber nicht. besonders wenn ich an der sache beteiligt bin, sind meme eher lahm. was wir schon daran sehen können, daß nicht nur niemand außer uns in absehbarer zeit wutschnik sagen wird, sondern auch daß hüdlihü trotz dieses posts keine besondere verbreitung erfahren wird.

gestern auf der heimfahrt von podersdorf durfte ich einer jungen dame im zug zuhören, die ihren freundinnen ziemlich laut erklärt hat, daß hüdlihü ein von ihr erfundenes wort für die runde schachtel von eckerlkäse ist. für mich war eckerlkäse auch ein neues wort, aber es ist eigentlich ein sehr gutes wort für etwas, wofür ich sonst keinen namen kannte ["Gehandelt wird Schmelzkäse häufig in Form kleiner dreieckiger Scheibensegmente (streichfähig) in Alufolie", so wikipedia deutlich weniger effizient]. jedenfalls sagte sie, sie hätte hüdlihü schon allen erasmus-studenten in schweden eingetrichtert, und daß es jetzt die heilige pflicht ihrer freundinnen sei, das mem auch hierzulande zu verbreiten.

meine heilige pflicht ist es nicht, aber mein vergnügen (wird eh nix helfen). jedenfalls gibt es zur zeit zu hüdlihü nur einen google-treffer, bei dem es um alles andere als eckerlkäse geht, und nicht mal eine studivz-gruppe, was man von erasmus-studenten durchaus erwarten könnte. das heißt, ab morgen bin ich der erste google-treffer. yeah!

was leider an der coolness des mems nichts ändern wird. wie schon oben ausgeführt, bin ich ein absoluter coolness-killer. nicht nur was meme angeht, leider. zum beispiel ist studivz uncool geworden, nachdem ich mich angemeldet habe, und facebook steht (leider, denn es ist im gegensatz zu anderen networking-sites eine wirklich elegante, durchdachte, funktionierende und praktische sache) in kürze das gleiche bevor. ich bin sicher, sogar pflichttermin würde sofort einen drummer und einen bassisten finden, wenn ich aufhören würde (wir suchen schon seit einem guten jahr, ganz nebenbei).

coolness killen funktioniert sogar live. neulich in podersdorf (15 € eintritt, damit man 5,50 für ein "hühnerkebab", sprich fladenbrot mit gebratenen hendlstücken, die noch nie einen spieß gesehen haben, und currysauce, die am nächsten tag durchfall erzeugt, zahlen darf) ging so eine schöne uncoolnessblase mit mir durch die menge. wobei sich mir die coolness von so einer veranstaltung auch nicht ganz erschließt, besonders wenn die wuzzeltische absolut unter jeder kritik sind.

das schöne an der uncoolnessblase ist, daß man selbst sowie jeder, der sich darin befindet, die geschehnisse um einen herum total uncool finden darf. so fanden wir zb. thomas d. ein bißchen uncool (oder einfach nur nicht cool genug), und aloha from hell sogar so uncool, daß bodi und ich die ganze zeit das gleiche nirvana-lied zu ihren eher mäßig unterschiedlichen songs singen mußten. wir fanden es auch uncool, daß sabine bauchweh hatte. und im nachhinein finde ich äußerst uncool, daß ich julchen dort nicht gesehen habe und daß bei ihr zur selben zeit eingebrochen wurde.

eigentlich wäre hüdlihü ja ein schönes wort für die uncoolnessblase, wenn es nicht schon eine andere bedeutung hätte. und runde eckerlkäseschachteln haben bis auf die form wenig mit der uncoolnessblase gemein. zumindest bisher... wer weiß, vielleicht wird eckerlkäse ja jetzt uncool...?