making the band: the sequel
Wednesday, 24. June 2009, 23:51:44
STUPЯOF wurde vor einem guten jahr mit dem ziel schulball (ende april) gegründet, und ich hielt es von anfang an für keine wahnsinnig gute idee. schüler nehmen gerne und geben etwas weniger gerne, und selbst wenn sich einer von drei wirklich reinhaut, ist es noch nicht selbstverständlich, daß er unseren mindestens ebenso hohen einsatz würdigt. das knappe jahr haben wir auch wirklich gebraucht, um uns a) auf vier lieder zu einigen, die allen genehm waren, b) alle paar monate mal einen probentermin zu finden, der allen genehm war und c) all das, was zwischen den proben in vergessenheit geraten ist, wieder aufzufrischen. das spontane fernbleiben von proben von schülerseite war zwar nichts, womit man nicht hätte rechnen können, aber wir haben nicht damit gerechnet.
der auftritt war dennoch ganz cool und ein großer erfolg. hätten die jungs ihre karten danach brauchbar gespielt und zumindest einen hauch von dankbarkeit für unseren einsatz (wir haben auch unsere freizeit dafür geopfert. und wir waren ausnahmslos bei jeder probe anwesend) gezeigt, hätte es wohl auch weitergehen können. so aber hatten wir schon wenige tage nach dem ball keine lust darauf.
praktischerweise kam sogar von höchster stelle so viel lob, daß der erwachsene teil der band (PЯOF sozusagen) beschlossen hat, weiterzumachen. ebenso praktischerweise hatten wir einen potentiellen schlagzeuger, der schon seit einem jahr in den startlöchern scharrte, nämlich unseren lieben herrn prof. michi "das katapult" schneyder, der die idee einer reinen lehrerband unpraktischerweise wenige tage nach der gründung von STUPЯOF und damit fürs erste das nachsehen hatte.
die band war noch nicht mal gegründet und schon gar nicht getestet (daß michi schlagzeug spielt, wußten wir bis dahin nur aus seinen eigenen aussagen, und wir wissen alle, daß das noch nix bedeuten muß), als der auftrittstermin schon fixiert war: das gartenfest. die namensfindung erfolgte ebenso spontan und unter druck, und zu meiner verteidigung muß ich sagen, daß ich maturavorbereitung hatte und daher nur per sms vom ergebnis informiert worden war: hör[by]spiel. es gibt bessere namen. aber auch schlechtere.
um die sache spannend zu halten, haben wir uns dann noch ein wenig zeit gelassen. ich habe zwar mit michi eine kurze proberunde gespielt und ihn für gut genug befunden, aber das richtige proben hat noch auf sich warten lassen. dafür haben wir uns zu viert recht schnell und unkompliziert auf sieben lieder geeinigt (von denen wir schlußendlich nur eins nicht spielen) und dann zwecks koordination eine geheime facebook-gruppe gegründet (bezeichnenderweise hat sie sechs mitglieder und damit genau um eins weniger als die offene und seit über zwei jahren existente experience-gruppe. pflichttermin hat 113). und dann, bereits vorletzte woche, also zwei wochen vor dem auftritt, haben wir zu proben begonnen.
es ging alles ganz gut, bis auf leichte technische schwierigkeiten (der bass mit dem schulbassverstärker wummert immer, zumindest nach aussage von herrn prof. thorwartl. die bereits im vorfeld durch allzu exzessives weihnachtsoratoriumhören arg belasteten boxen haben sich mit dem e-schlagzeug nicht ganz vertragen und ihre elastischen teile durch den raum gespuckt. das von mir um 30 € erstandene schulmikro hat das viermal so teure SM-58 von frau prof. "roaring" eder locker in die tasche gesteckt.) und temposchwankungen, die wir aber von STUPЯOF schon mehr als gewohnt waren. um das ganze noch fetter zu machen, haben wir meine zwei lieben lehrerzimmertischnachbarinnen als background vocals dazugeholt.
wir haben dann die letzte woche quasi durchgeprobt (mittwoch, donnerstag, freitag und sonntag!) und uns soweit zusammengespielt, daß ich überzeugt bin, der auftritt wird den vom schulball in den schatten stellen (außerdem sind diesmal auch die unterstufen dabei, also potentiell wirklich viel publikum). die lieder sind alle cool, knackig arrangiert und fetzig, die band rockt, die sängerinnen singen... was will man mehr.
außerdem spiele ich nicht nur zum ersten mal leadgitarre, sondern auch noch die einzige, was ich mir früher nicht so richtig vorstellen konnte. kein klavier, kein akkordeon, nix, ich bin das einzige akkordinstrument. und ich muß sagen, die billige rote strat-kopie aus der schule kommt erstaunlich fett, ich werde meine teure gibson-kopie nur als ersatz für den notfall mitnehmen. für nichtgitarristen mag das wurscht sein, musiker vom fach werden das aber zu würdigen wissen.
jetzt ist halt die frage, was passiert, wenn am freitag schlechtes wetter ist. am freitag ist nämlich schlechtes wetter. das heißt wohl, daß das gartenfest ein festsaalfest wird. zum glück entfallen dann zumindest das mühsame lehrer-schüler-gemischt-völkerballspiel nach den katholischen regeln (ja, sowas gibt es!) und das vermutlich ziemlich anstrengende lehrer-gegen-schüler-fußballspiel nach sonst irgendwelchen konservativen spezialregeln (begrüßung mit "sport frei!" usw.), bei denen der männliche teil von hör[by]spiel eingespannt ist. damit steigen die chancen, daß wir uns nix brechen, was einem bandauftritt irgendwie wenig entgegenkommen würde.
und dann ist die soundcheckfrage noch überhaupt nicht geklärt, weil aufgrund des schlechten wetters morgen kein am vortag des gartenfests üblicher soundcheck stattfinden wird. wir kommen also vor dem auftritt auf die bühne und müssen erstmal alles hinstellen und aufbauen und abmischen. vor zwei jahren hat das eine gute halbe stunde gedauert, wobei der arme soundmensch auch ziemlich überfordert war, weil ich ihm im vorfeld nur viermal gesagt habe, was wir wo brauchen werden. theoretisch gibt es diesmal ja eine halbe stunde pause vor uns, praktisch hat sich aber der zeitplan vom gartenfest noch nie auch nur ansatzweise an den zeitplan gehalten. also mal sehen.
ich bin jedenfalls guter dinge, und außerdem ist das schöne am gemeinsam musizieren, daß man, selbst wenn man es beim auftritt versemmelt, im vorfeld idealerweise bereits einige richtig geile proben hatte. auch das hatten wir bei STUPЯOF nicht wirklich und bei hör[by]spiel schon ein paarmal. wir sind einfach besser. und viel spontaner. und egal wie es kommt, wir werden nächstes jahr weitermachen (vielleicht diskutieren wir den namen nochmal?). sport frei!












