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ein bißchen musiktheorie und all das andere zeug

die macht der worte/sie werden so schnell erwachsen

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das wird jetzt ein doppelposting, auch wenn man üblicherweise etwas anderes darunter versteht. also zwei themen, wie die zwei nicht wirklich zusammenhängenden titel schon anklingen lassen. natürlich könnte ich zwei einträge machen, aber vielleicht ergibt sich ja beim schreiben einer dieser flutschigen übergänge. und wenn nicht, dann halt nicht. wir wollen ja die erwartungen nicht zu hoch schrauben.

das erste thema ist das therapeutische schreiben. nachdem ich ja immer wieder vor dem problem stehe, daß ich gern ein lied für die experience schreiben möchte, mir aber nichts einfällt, hab ich irgendwann begonnen, mir dinge von der seele zu schreiben, wenn auch einigermaßen verschlüsselt. so ahnt zum beispiel kaum jemand, daß fade out nicht nur ein lied über verlorene liebe ist (ein thema, zu dem ich zum glück kaum eigene erfahrung besitze und daher auf mutmaßungen angewiesen bin), sondern auch über den tinnitus (wobei vieles im lied in anbetracht dieses neu erworbenen wissens plötzlich einen sinn ergeben dürfte - ich höre euch schon "aaah!" rufen).

man muß dazu sagen, daß ich als musiker und damit doch einigermaßen hörzentrierter mensch kaum etwas im leben mehr befürchte als einen potentiellen bleibenden tinnitus. in unseren kreisen ist es ja durchaus nicht unüblich, einen zu bekommen, und es gibt ja auch einige legendäre fälle lebenslanger ohrengeräusche. beethoven hatte einen (da könnte man jetzt einwenden: na wenigstens hat er irgendwas gehört), und smetana hat es auch ziemlich arg getroffen: laut englischer wikipedia war es bei ihm die erste umkehrung von As-Dur in einer sehr hohen lage (wie heißen die töne, chris?).

da einerseits meine körperhaltung und andererseits der besuch lauter proben und veranstaltungen einen tinnitus durchaus begünstigt, war meine befürchtung auch nicht ganz unbegründet. und es gab tatsächlich eine zeit, wo ich nach jeder probe und nach jedem konzert ein lautes pfeifen in den ohren hatte, und das gut 24 stunden lang, manchmal auch länger. bis ich eben die idee zu fade out hatte.

der menschliche körper verfügt über ungeahnte selbstheilungskräfte, man muß sie nur zu aktivieren wissen. auch die schulmedizin tut in vielen fällen nix anderes, als durch die einnahme von placebos den geist in richtung selbstheilung zu unterstützen. grundsätzlich funktioniert das ja auch so, daß man sich sagt, dieses und jenes soll vom körper wieder repariert werden (gut, mit einem abgetrennten arm wird es nicht so schnell gehen). und häufig, wie das mit zielvorgaben nun mal so ist, muß man das vorhaben auch für sich selbst irgendwie verbindlich machen, indem man es sich zum beispiel aufschreibt. und das habe ich ja auch, wenngleich künstlerisch verpackt, gemacht.

seither hatte ich kaum einen nennenswerten tinnitus mehr. gut, nach einer lauten probe pfeift mein ohr noch immer, aber bei weitem nicht mehr so lang, meistens ist es schon vor oder spätestens nach der nachtruhe wieder vorbei. gestern zum beispiel waren wir (experience und pflichttermin gemeinsam) wirklich laut, und wenige stunden später war kein tinnitus mehr zu hören. ich gebe zu, daß ich mit der zeit auch einige andere methoden zum abschwächen des tinnitus entdeckt oder erfunden habe (mir hilft zum beispiel, wenn ich mich nach vorne runterhängen und dadurch das blut richtung kopf und ohren fließen lasse), aber ich sehe diese nur als ergänzung zur wirkung von fade out.

als das thema mit den augen immer prominenter wurde, lag es also auf der hand, auch darüber ein lied zu schreiben. nachdem ich letzten sommer in kirgisistan versucht habe, die meiste zeit ohne brille auszukommen, und dann von einer bösen augenentzündung zurückgeworfen wurde (danke refobacin! bzw. danke hannes fürs refobacin mitnehmen!), schrieb ich im bus zwischen karakol und diesem badeort sitzend bob in wenigen stunden im kopf. auch hier weiß niemand, daß es eigentlich um meine augen geht (obwohl der text dahingehend schon einigermaßen eindeutig ist). natürlich muß man meine jüngere biographie schon ausgiebig studieren, um alle anspielungen (inklusive titel) zu verstehen, die es zu verstehen gibt (manches schreibe ich nur der reime willen).

jetzt kann man einwenden, bob wäre insofern kontraproduktiv, weil es den ist-zustand festschreibt und damit ein für alle mal einer lösung entgegenwirkt. nun ja, das stimmt auch, allerdings hat bob bisher nur eine strophe, die ich einfach zweimal singe. inzwischen wäre es an der zeit (auch, aber nicht nur angesichts des morgigen doppelkonzerts), auch eine zweite zu schreiben, die auf eine lösung hinarbeitet. und nachdem ich mir fest vorgenommen habe, das thema augen in absehbarer zeit tatsächlich zu einem befriedigenden abschluß zu bringen, wird ebendiese zweite strophe der schriftliche vertrag mit mir selbst sein, der mich dabei unterstützt.

aber man kann sich nicht nur körperliche leiden (als nächstes kommen lieder über haarausfall und innere hämorrhoiden 2. grades) von der seele schreiben. ich als systemisch und konstruktivistisch geschulter mensch glaube fest daran, daß man, um eine situation zu ändern, gar nicht die situation selbst angreifen , sondern nur etwas symbolisches tun muß, eben etwa ein lied schreiben. sollte also jemand von der 6B das gefühl haben, sich in don't cha (step on my blue suede shoes) (ja, ich stehe auf geklaute titel und solche mit klammer, siehe auch she's so heavy (i want you)) irgendwie wiederzuerkennen, dann ist das eine gute sache. und wenn nicht, ist das systemisch gesehen auch egal.

tja, leider hat sich kein fluschiger übergang ergeben, daher einfach so zum zweiten thema. unsere kätzchen waren in den letzten tagen rollig, seit heute ist es wieder ganz vorbei. wir waren uns ja vorher nicht so richtig sicher, woran man das merkt, aber es war dann doch einigermaßen eindeutig. sie haben nicht nur laut gemaunzt, was sie üblicherweise nicht, aber manchmal eben doch tun, sondern man hat es in erster linie an ihren sonstigen aktivitäten gesehen.

rollige katzen wälzen sich laut internetz am boden rum. gut, das ist insofern keine große hilfe, als daß sich szüri so auch recht gern herumwälzt. wenn sie allerdings die ganze zeit halb in der hocke herumgehen und sich beim geringsten zeichen möglicher interaktion ganz flach auf den boden drücken, die einschlägigen körperteile in die höhe strecken und lauthals nach penetration betteln, dann ist das schon etwas anderes als bloßes herumwälzen.

wir waren uns leider nicht ganz sicher, wie das für sie ist, wenn man sie während dieser zeit ausgiebig streichelt und ihnen die hochgestreckten einschlägigen körperteile massiert. es hat jetzt nicht so gewirkt, als wäre es wahnsinnig unangenehm gewesen, aber die große erlösung kann es auch nicht bewirkt haben. vielleicht kann uns ja hier eine der unzähligen tierärztinnen aus unserem freundeskreis spekulationen oder auch wissenschaftliche fakten liefern. sofern das für die zukunft überhaupt noch relevant ist.

es ist ja so, daß man katzen üblicherweise kastrieren soll, was sich nicht nur positiv auf die rolligkeit (die verschwindet dann nämlich) auswirkt, sondern auch sonst diversen krankheiten vorbeugen kann. daher werden wir das in nächster zeit mal in angriff nehmen müssen, wenn wir fertig ausdiskutiert haben, daß wir keinen (katzen)nachwuchs wollen. über eine der oben genannten unzähligen werden wir voraussichtlich eine spezialistin kontaktieren, die solche operationen direkt im haus durchführt. ich sehe schon die blutigen innereien am küchentisch liegen... vielleicht sollte ich doch einfach nur ein lied drüber schreiben?

boomwhackers®(ich bin) drachentöter

Comments

chris 17. February 2008, 13:07

c-dis-as

gyuri 17. February 2008, 13:41

oje, setzen, nichtgenügend... es lebe die enharmonische verwechslung!

wolltet ihr gestern nicht kommen?

chris 17. February 2008, 21:09

meingot, dann halt c-es-as -.- jez richtig?

gyuri 17. February 2008, 22:30

beim zweiten versuch kann es jeder...

chris 18. February 2008, 18:36

seins ned so kleinlich, klingt ja immerhin gleich

gyuri 18. February 2008, 18:51

danke kevin ;-)

chris 18. February 2008, 21:02

memmen ihr^^

gyuri 19. February 2008, 17:25

so ists recht, mach ihn nur fertig. heute hat er mich gefragt, was tonartparallelen sind... omg rofl mfkcae usw.

gergo 19. February 2008, 19:10

wenn wir fertig ausdiskutiert haben, daß wir keinen (katzen)nachwuchs wollen


Ein Wurf besteht laut Wikipedia aus durchschnittlich zwei bis drei Katzen, manchmal mehr. Das macht bei eurer gegenwärtigen Ausstattung (bei der noch ein Kater fehlt, aber den kann man vielleicht mieten) ca. fünf zusätzliche Kätzchen. Würdet ihr die haben wollen? Sieben Katzen insgesamt? Oder ist eine ich-lasse-meine-Katzen-bumsen-und-verschenke-das-Ergebnis-Aktion vorgesehen?

chris 19. February 2008, 20:34

kevin, was sind paralleltonarten? ohne nachzuschauen

gyuri 19. February 2008, 22:25

wir würden uns schon ein paar behalten, wenn wir wirklich nachwuchs wollen, aber es schaut eh nicht danach aus. "wir" meinen nur, daß csillas gene eigentlich zu super sind, um nicht weitergegeben zu werden... oder was sagst du?

gergo 20. February 2008, 11:16

Ich find Szüri eigentlich viel putziger. Und generell gibt es eher zu viel als zu wenig süße Katzen beim Tierschutzverein... Man wird wohl auch eine andere langhaarige ohne eingedepschte Nase finden.

Die Tierärztin meines Vertrauens meint übrigens, Kastration zuhaus wär keine gute Idee. Sie hat zwar selber schon Katzen in Wohnzimmern kastriert, aber das waren Streuner, bei denen das Risiko gewissermaßen geringer ist. Wenn was nicht wie geplant klappt und sie länger in Narkose liegen müssen, hat man in der Ordi eher die Notfallausrüstung zur Hand als zuhause. Aber vielleicht ist die Spezialistin ja gut ausgerüstet. Vorteile liegen dennoch nicht wirklich auf der Hand.

gyuri 20. February 2008, 22:39

csilla hat keine eingedepschte nase! dafür du bald, wenn du weiter so über sie redest! frechheit!

nachdem szüri sich nicht so einfach einsammeln läßt, seit sie regelmäßig zum tierarzt mußte, ist es so rum doch etwas streßfreier. und die spezialistin kann auch am wochenende. und sie ist günstiger. und spezialistin.

gergo 20. February 2008, 23:12

Ich sag ja, daß sie keine eingedepschte Nase hat. Das ist keine Selbstverständlichkeit, besonders bei längerhaarigen Katzen, aber auch nicht einzigartig.

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