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ein bißchen musiktheorie und all das andere zeug

meine stimme, das singen und ich...

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seit einiger zeit gehe ich wieder auf die uni, wenn auch nur in ein seminar, das die uni gütigerweise für studenten und lehrer gemeinsam anbietet, unter anderem damit beide gruppen von den erfahrungen der anderen profitieren können. das ganze heißt sehnsucht:singen (man beachte die hippe schreib:weise) und geht eigentlich genau um das.

der grundtenor (hmm, das war zufall, aber man sieht, das hier ist eine sehr gute gelegenheit für allerlei gesangsmetaphern) des seminars ist, daß man schülern unmittelbare musikalische erlebnisse bescheren soll, was am unaufwendigsten mittels singen geht. ich muß sagen, dem kann ich einiges abgewinnen, und ich bin in vorletzter zeit leider etwas von diesen unmittelbaren erlebnissen weggekommen, was ich in letzter zeit wiederum nachzuholen versuche.

seminarbegleitend sollen wir stichworte sammeln, was sich während der zeit zum thema "meine stimme, das singen und ich..." tut, weil wir wahrscheinlich in der letzten einheit mit unseren erkenntnissen arbeiten werden. ich schlage natürlich gern zwei fliegen mit einer klappe, wenn es leicht geht, und diesmal geht es leicht: blog und sammeln.

irgendwie war ich in den letzten jahren etwas gesangsfaul, zwar nicht in meinen bands, aber sowas wie chorsingen hat mich wenig interessiert, und im unterricht hab ich singen selten bis nie einfach um des singens willen eingesetzt, sondern eben fast ausschließlich zur erkenntnisgewinnung oder wissensvermittlung (ja, auch das geht). chorsingen interessiert mich zwar immer noch nicht besonders, aber die lust am singen bzw. am ausprobieren mit der stimme ist durchaus zurückgekommen, und auch das singen um des singens willen hat jetzt einen festen platz in vielen stunden. eigentlich ist es sogar eine relativ billige und einfache methode, (vor- und nachbereitungs)zeit zu sparen, so gesehen erfülle ich schon heute die ministerialen vorgaben.

am wochenende nach dem ersten seminar hab ich an einem obertongesangsworkshop teilgenommen, den eine ehemalige studienkollegin gänzlich ohne esoterischen hintergrund gehalten hat (dafür ist auch was weitergegangen, was man von eso-obertongesangsworkshops angeblich nicht behaupten kann). das hat in verbindung mit dem seminar auf der uni einiges in mir ausgelöst bzw. klar werden lassen. die wichtigste erkenntnis beim obertonsingen ist: vor dem klingen kommt das hören. am anfang hört man nämlich gar nicht, was man da tut, und nicht weil man es noch nicht kann, sondern weil man nicht gewohnt ist, darauf zu hören. die obertöne sind ja immer da, wir nehmen sie nur nicht isoliert wahr, sondern hören sie nur als klangfarbe. man braucht einen guten halbtag, bis man ungefähr erahnt, was man da überhaupt produziert. und das hören braucht es aber, um die obertöne dann halbwegs klar isolieren und steuern zu können.

praktischerweise ging es dann in der zweiten seminareinheit auch ums hören bzw. um stille, und wir haben ein paar sehr schöne übungen dazu gemacht, die ich sogar erfolgreich in meinem unterricht reproduzieren konnte (was sonst nicht unbedingt der fall ist. also das reproduzieren schon, das erfolgreich nicht unbedingt). jetzt mache ich in einigen klassen regelmäßig zuhörübungen, und das trägt schon erste früchte. wobei damit definitiv nicht gemeint ist, irgendwelche intervalle oder formen zu hören (das mache ich auch immer wieder, aber das ist eher kapitel erkenntnisgewinnung), sondern einfach zuhören als elementare und heute sehr selten gewordene erfahrung mit unterschiedlichen anleitungen und aufgabenstellungen.

im bezug auf meine stimme hat sich nicht so viel getan, außer daß ich jetzt auch ein bißchen obertonsingen kann und mich autodidaktisch auch am untertonsingen versuche. beides wirkt sich glaube ich auch auf die stimme aus, aber noch mehr auf die wahrnehmung, und die ist glaube ich deutlich sensibler geworden, und zwar in viele richtungen. richtig cool ist zb., daß man, wenn die akustik halbwegs stimmt und man gerade durch stundenlanges obertonsingen sensibilisiert worden ist, in der eigenen sprechstimme die obertöne hört, die je nach vokal schön die obertonreihe rauf- und runtersausen. als hätte man einen vogel (bezogen aufs zwitschern natürlich, nicht auf irgendwas anderes).

im seminar müssen wir auch eine vokale mutprobe für uns ausdenken und uns ihr stellen. meine ist, mal mit einer expertengruppe vokal zu arbeiten. praktischerweise reicht mir schon die expertenheit der gruppe im seminar, da sitzen ja recht versierte musikstudenten und auch ein paar musiklehrer drin, also vom niveau her ist das so ungefähr das höchste, womit zu arbeiten ich je die gelegenheit hatte. das ist für mich durchaus eine mutprobe, denn abgesehen von 2-3 ensembleleitungsstunden anno dazumal habe ich noch nie was vergleichbares mit profis gemacht, und das war auch nicht vergleichbar.

ich habe mich, nachdem ich schon das vorletzte mal meine mutprobe bekanntgegeben habe, schon darauf eingestellt, beim letzten mal spontan was machen zu müssen, aber ich habe nur den auftrag bekommen, das nächste oder übernächste mal spontan was zu machen. jetzt weiß ich nicht ganz, was.

einerseits würde ich gern ein bißchen was anderes machen, als was wir sonst so tun (nämlich singen), zum beispiel sowas wie beatboxen, andererseits wäre das zwar eine vokale betätigung, aber keine mutprobe, denn auf dem gebiet bin ich der gruppe vermutlich (von eventuellen ausnahmen abgesehen) ein wenig voraus. wäre natürlich billig, meine mutprobe ohne mutprobe hinter mich bringen zu wollen, also nein, so nicht. stattdessen denke ich mir jeden tag irgendwas neues aus oder krame was aus meinem gedächtnis hervor, kleine kanons und sowas, und aus diversen gründen fallen sie doch immer durch, und ich muß mir was neues ausdenken oder aus meinem gedächtnis hervorkramen. kreativer zwang sozusagen. ganz schrecklich. das hilft nur ein kräftiges OooMmm...

petras gastkommentar über lehrermehrstundenkommunikationsproblem

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