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ein bißchen musiktheorie und all das andere zeug

(ich bin) drachentöter

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wie man weiß, wenn man meinen namen kennt, bin ich nach dem berühmten heiligen aus der christlichen drachentöterlegende benannt. zeitgenössischen künstlern sei hiermit nahegelegt, in zukunft mich als vorlage für ihre diesbezüglichen illustrationen zu nehmen.

das kam so. nachdem ich bereits vor einigen jahren ausgiebigen kontakt mit einem anderen berühmten drachentöter, nämlich jörgi, in form einer kleinen oper (siehe meine bunte homepage, da gibt es auch hörproben) gepflegt habe, wurde ich in letzter zeit selbst zu einem solchen. was man dazu braucht, ist in erster linie ein drache.

zu meinem 30er letzten sommer habe ich einen solchen bekommen, nämlichen einen der gattung draco gubernatus, auch lenkdrachen genannt. und zwar ein angeblich handzahmes exemplar für anfänger. na wers glaubt.

mit dem drachenfliegen ist das so eine sache. erstens braucht man zeit dafür, dann guten wind, dann zeit, um den guten wind zu nützen, gutes wetter, guten wind natürlich, und etwas zeit auch noch. hat man aber nicht alle tage. das heißt im klartext, daß es sich seit juni genau zweimal ausgegangen ist, ihn steigen zu lassen.

beim ersten mal waren wir zu viele köche, die den brei verderben wollten, und außerdem war wohl irgendwas der genannten zutaten doch suboptimal (ich tippe auf den wind), weil der drache kaum einige sekunden in der luft, dafür aber sehr viel zeit am boden verbracht hat. das allein wäre noch nicht so das problem gewesen, sondern eher die art der landung, die aufgrund ihrer heftigkeit durchaus empfindliche physische schäden an meinem geburtstagsgeschenk hervorgerufen hat. im klartext habe ich ihn tags drauf zur reperatur bringen müssen. na wenigstens hab ich ihn nicht selbst in den sand gesetzt.

jetzt kommt ein kurzer exkurs, indem ich erwähne, wie nett, entgegenkommend, freundlich und sympatisch der nette herr im einschlägigen fachgeschäft im generali center ist, und meinen lesern nahelege, nicht nur drachen-, sondern auch alle möglichen jongliersachen dort zu kaufen, bevor der exkurs auch schon wieder vorbei ist.

wir haben dem drachen viel zeit gelassen, seine wunden zu lecken und seine frisch operierten gestänge wieder zusammenwachsen zu lassen, aber heute war es wieder soweit. wind, wetter und zeit haben gepaßt, also ging es auf die donauinsel. dortselbst fanden wir nicht wenige gleichgesinnte vor, offenbar waren sie wohl auch unserer meinung von wegen wind, wetter und zeit. nicht nur die schiere anzahl, auch ihr können hat uns beeindruckt, und wir haben gehofft, uns nicht allzusehr zu blamieren. tja, wenn das so einfach wäre.

zunächst kam er klassischerweise kaum ein paar meter hoch, bevor er schon wieder runter wolle, aber nach der nachträglichen justierung fast aller notwendigen gestänge und seile ging es dann auf einmal doch. und plötzlich flog er hoch über meinem kopf, von rechts bedrängt von einem großen fetten weichdrachen (kein gestänge weit und breit), links von einem rudel (herde? schwarm? rotte? schule?) kleinerer drachen allerlei arten. aber er flog. ich habe es sogar geschafft, die grundlegenden manöver (liegende acht und sowas) anzudeuten, aber die meiste zeit hab ich ihn einfach fliegen lassen. bis er dann... bzw. bis ich dann... naja.

das geheimnis ist, daß man die schnur anzieht, wenn man will, daß der drache höher steigt, aber wenn er das nicht tut, sondern unaufhaltsam gen erde rauscht, muß man ganz ganz fest nachlassen. nun ja, nachdem er nach einem mißlungenen manöver ebendies tat, habe ich versucht, ebendies zu tun, nur eben nicht fest genug. das ergebnis ist, daß er sich diesmal nicht die einfach zu reparierenden rippen, sondern irgendein gelenk gebrochen hat. wenigstens war er gut 5 minuten in der luft, länger als das letzte mal insgesamt bei etlichen flugversuchen. ein gutes gefühl also...

nun ja, in den nächsten tagen werde ich wieder den freundlichen netten drachenexperten aufsuchen und meinen drachen (da fällt mir ein, er hat noch gar keinen namen... vielleicht deshalb...? na wie auch immer, ihr kennt das prozedere ja schon: namenssuchwettbewerb!!!) reparieren lassen. gleichzeitig werde ich mal in erfahrung bringen, wieviel so ein weichling ohne gestänge kostet, denn wo keine gestänge, da kann auch nix brechen (meine ich jedenfalls als laie). dann lerne ich mit dem mal gscheit fliegen, und erst dann mute ich meinem drachen wieder sowas zu. ist das nicht total lieb von mir?

die macht der worte/sie werden so schnell erwachsen

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das wird jetzt ein doppelposting, auch wenn man üblicherweise etwas anderes darunter versteht. also zwei themen, wie die zwei nicht wirklich zusammenhängenden titel schon anklingen lassen. natürlich könnte ich zwei einträge machen, aber vielleicht ergibt sich ja beim schreiben einer dieser flutschigen übergänge. und wenn nicht, dann halt nicht. wir wollen ja die erwartungen nicht zu hoch schrauben.

das erste thema ist das therapeutische schreiben. nachdem ich ja immer wieder vor dem problem stehe, daß ich gern ein lied für die experience schreiben möchte, mir aber nichts einfällt, hab ich irgendwann begonnen, mir dinge von der seele zu schreiben, wenn auch einigermaßen verschlüsselt. so ahnt zum beispiel kaum jemand, daß fade out nicht nur ein lied über verlorene liebe ist (ein thema, zu dem ich zum glück kaum eigene erfahrung besitze und daher auf mutmaßungen angewiesen bin), sondern auch über den tinnitus (wobei vieles im lied in anbetracht dieses neu erworbenen wissens plötzlich einen sinn ergeben dürfte - ich höre euch schon "aaah!" rufen).

man muß dazu sagen, daß ich als musiker und damit doch einigermaßen hörzentrierter mensch kaum etwas im leben mehr befürchte als einen potentiellen bleibenden tinnitus. in unseren kreisen ist es ja durchaus nicht unüblich, einen zu bekommen, und es gibt ja auch einige legendäre fälle lebenslanger ohrengeräusche. beethoven hatte einen (da könnte man jetzt einwenden: na wenigstens hat er irgendwas gehört), und smetana hat es auch ziemlich arg getroffen: laut englischer wikipedia war es bei ihm die erste umkehrung von As-Dur in einer sehr hohen lage (wie heißen die töne, chris?).

da einerseits meine körperhaltung und andererseits der besuch lauter proben und veranstaltungen einen tinnitus durchaus begünstigt, war meine befürchtung auch nicht ganz unbegründet. und es gab tatsächlich eine zeit, wo ich nach jeder probe und nach jedem konzert ein lautes pfeifen in den ohren hatte, und das gut 24 stunden lang, manchmal auch länger. bis ich eben die idee zu fade out hatte.

der menschliche körper verfügt über ungeahnte selbstheilungskräfte, man muß sie nur zu aktivieren wissen. auch die schulmedizin tut in vielen fällen nix anderes, als durch die einnahme von placebos den geist in richtung selbstheilung zu unterstützen. grundsätzlich funktioniert das ja auch so, daß man sich sagt, dieses und jenes soll vom körper wieder repariert werden (gut, mit einem abgetrennten arm wird es nicht so schnell gehen). und häufig, wie das mit zielvorgaben nun mal so ist, muß man das vorhaben auch für sich selbst irgendwie verbindlich machen, indem man es sich zum beispiel aufschreibt. und das habe ich ja auch, wenngleich künstlerisch verpackt, gemacht.

seither hatte ich kaum einen nennenswerten tinnitus mehr. gut, nach einer lauten probe pfeift mein ohr noch immer, aber bei weitem nicht mehr so lang, meistens ist es schon vor oder spätestens nach der nachtruhe wieder vorbei. gestern zum beispiel waren wir (experience und pflichttermin gemeinsam) wirklich laut, und wenige stunden später war kein tinnitus mehr zu hören. ich gebe zu, daß ich mit der zeit auch einige andere methoden zum abschwächen des tinnitus entdeckt oder erfunden habe (mir hilft zum beispiel, wenn ich mich nach vorne runterhängen und dadurch das blut richtung kopf und ohren fließen lasse), aber ich sehe diese nur als ergänzung zur wirkung von fade out.

als das thema mit den augen immer prominenter wurde, lag es also auf der hand, auch darüber ein lied zu schreiben. nachdem ich letzten sommer in kirgisistan versucht habe, die meiste zeit ohne brille auszukommen, und dann von einer bösen augenentzündung zurückgeworfen wurde (danke refobacin! bzw. danke hannes fürs refobacin mitnehmen!), schrieb ich im bus zwischen karakol und diesem badeort sitzend bob in wenigen stunden im kopf. auch hier weiß niemand, daß es eigentlich um meine augen geht (obwohl der text dahingehend schon einigermaßen eindeutig ist). natürlich muß man meine jüngere biographie schon ausgiebig studieren, um alle anspielungen (inklusive titel) zu verstehen, die es zu verstehen gibt (manches schreibe ich nur der reime willen).

jetzt kann man einwenden, bob wäre insofern kontraproduktiv, weil es den ist-zustand festschreibt und damit ein für alle mal einer lösung entgegenwirkt. nun ja, das stimmt auch, allerdings hat bob bisher nur eine strophe, die ich einfach zweimal singe. inzwischen wäre es an der zeit (auch, aber nicht nur angesichts des morgigen doppelkonzerts), auch eine zweite zu schreiben, die auf eine lösung hinarbeitet. und nachdem ich mir fest vorgenommen habe, das thema augen in absehbarer zeit tatsächlich zu einem befriedigenden abschluß zu bringen, wird ebendiese zweite strophe der schriftliche vertrag mit mir selbst sein, der mich dabei unterstützt.

aber man kann sich nicht nur körperliche leiden (als nächstes kommen lieder über haarausfall und innere hämorrhoiden 2. grades) von der seele schreiben. ich als systemisch und konstruktivistisch geschulter mensch glaube fest daran, daß man, um eine situation zu ändern, gar nicht die situation selbst angreifen , sondern nur etwas symbolisches tun muß, eben etwa ein lied schreiben. sollte also jemand von der 6B das gefühl haben, sich in don't cha (step on my blue suede shoes) (ja, ich stehe auf geklaute titel und solche mit klammer, siehe auch she's so heavy (i want you)) irgendwie wiederzuerkennen, dann ist das eine gute sache. und wenn nicht, ist das systemisch gesehen auch egal.

tja, leider hat sich kein fluschiger übergang ergeben, daher einfach so zum zweiten thema. unsere kätzchen waren in den letzten tagen rollig, seit heute ist es wieder ganz vorbei. wir waren uns ja vorher nicht so richtig sicher, woran man das merkt, aber es war dann doch einigermaßen eindeutig. sie haben nicht nur laut gemaunzt, was sie üblicherweise nicht, aber manchmal eben doch tun, sondern man hat es in erster linie an ihren sonstigen aktivitäten gesehen.

rollige katzen wälzen sich laut internetz am boden rum. gut, das ist insofern keine große hilfe, als daß sich szüri so auch recht gern herumwälzt. wenn sie allerdings die ganze zeit halb in der hocke herumgehen und sich beim geringsten zeichen möglicher interaktion ganz flach auf den boden drücken, die einschlägigen körperteile in die höhe strecken und lauthals nach penetration betteln, dann ist das schon etwas anderes als bloßes herumwälzen.

wir waren uns leider nicht ganz sicher, wie das für sie ist, wenn man sie während dieser zeit ausgiebig streichelt und ihnen die hochgestreckten einschlägigen körperteile massiert. es hat jetzt nicht so gewirkt, als wäre es wahnsinnig unangenehm gewesen, aber die große erlösung kann es auch nicht bewirkt haben. vielleicht kann uns ja hier eine der unzähligen tierärztinnen aus unserem freundeskreis spekulationen oder auch wissenschaftliche fakten liefern. sofern das für die zukunft überhaupt noch relevant ist.

es ist ja so, daß man katzen üblicherweise kastrieren soll, was sich nicht nur positiv auf die rolligkeit (die verschwindet dann nämlich) auswirkt, sondern auch sonst diversen krankheiten vorbeugen kann. daher werden wir das in nächster zeit mal in angriff nehmen müssen, wenn wir fertig ausdiskutiert haben, daß wir keinen (katzen)nachwuchs wollen. über eine der oben genannten unzähligen werden wir voraussichtlich eine spezialistin kontaktieren, die solche operationen direkt im haus durchführt. ich sehe schon die blutigen innereien am küchentisch liegen... vielleicht sollte ich doch einfach nur ein lied drüber schreiben?

boomwhackers®

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boomwhackers® sind eine sehr schöne erfindung, von der ich schon lange weiß, die mich aber erst in den letzten monaten zu interessieren begann. es handelt sich um (mehr oder weniger exakt) auf die töne der chromatischen tonleiter gestimmte plastikröhren, die es in verschiedenen sets und mit diversem, teils essentiellem (oktavkappen!), teils unnötigem (alles andere!) zubehör zu kaufen gibt und die man praktisch überall, vorzugsweise an den härteren stellen des eigenen körpers, anhauen kann, um ihnen töne zu entlocken.

boomwhackers® haftet ein bißchen die aura der pseudocoolen und verkrampft alternativen musikerziehung an, und das nicht zu unrecht. wenn man sich die website anschaut, bekommt man leicht das gefühl, es handle sich um technisch nicht sonderlich aufregende (hey, es sind farbige plastikröhrln!), geldbeschaffungstechnisch aber höchst flexible und erfolgreiche produkte. der markt ist tatsächlich voll mit (qualitativ) billigen und einem gewissen musikalischen anspruch unzumutbaren, aber (finanziell) teuren arrangements, songbooks und sonstigen zusatzmaterialien.

was mich dennoch bewogen hat, mir eine grundlegende ausstattung an boomwhackers® (zwei diatonische sets, die chromatische erweiterung, die erweiterung in die höhe und je ein diatonisches und chromatisches bassset sowie eine packung oktavkappen) zuzulegen, ist ihre versteckte, aber tatsächlich vorhandene coolness und ihre vielseitigkeit.

boomwhackers® kann man einerseits jedem in die hand geben, und jeder bringt irgendwas brauchbares raus, ohne angst zu haben, daß sie bei normalem gebrauch kaputtgehen. andererseits sind boomwhackers® aber auch halbwegs ernstzunehmende musikinstrumente, die man einigermaßen beherrschen muß, um wirklich schöne töne rauszukriegen. sie reagieren sehr sensibel auf die richtige haltung, schlagposition und - kraft, und sind daher nicht nur geeignet, die drei wichtigsten aspekte der musik (rhyhtmus, melodie und harmonie) zu vermitteln, sondern animieren auch zum exakten und kontrollierten spielen.

wenn man sich das durchliest, müßte man annehmen, daß boomwhackers® in jeder schule zu finden sind (sie kosten sicher weniger als andere orff-instrumente und sind wesentlich spannender und vielseitiger einsätzbar), tatsächlich ist dem aber nicht mal ansatzweise so. vorletzte woche, als ich einige meiner ehemaligen studienkollegInnen und weitere sehr nette musiklehrerInnen bei einer lustigen veranstaltung im stadtschulrat treffen durfte, konnte ich mich davon überzeugen, daß jeder schon mal von boomwhackers® gehört hat und sie aus offizieller sicht auch zum empfehlenswerten unterrichtsmaterial gehören, daß aber praktisch keine schule sie besitzt.

ich habe meine jedenfalls ein bißchen für meine zwecke selektiert und den relevanten teil (vier pentatonische 6ergruppen) in die schule mitgenommen. sie sind ganz gut angekommen, selbst die ewigen nörgler finden etwas cooles daran, und ihre laserschwertartigkeit hat mir den beinamen 'darth vader' eingebracht (so ein zufall, könnten jetzt meine coachinglehrgangskollegInnen sagen). obwohl der allgemeine kanon eher dahin geht, die boomwhackers® zum gemeinsamen musizieren aus mehr oder weniger uninteressant und kostenungünstig aufbereitetem notenmaterial zu verwenden, setze ich sie bisher fast ausschließlich für gruppenimprovisationen, intervallspiele und erste schritte richtung komposition ein.

das erschöpft ihren gebrauchsspektrum aber bei weitem nicht. nebst bisher nicht sonderlich konkreten gedanken, wie ich sie zb. in kommunikations- und gruppendynamiktrainings verwenden könnte (dazu gibt es vermutlich auch einiges an teurer und unbrauchbarer literatur), sind sie natürlich auch zum tatsächlich ernstzunehmenden musizieren einsetzbar. zwar ist die mikrophonierung nicht ganz einfach, und man kann mit müh und not höchstens vier boomwhackers® gleichzeitig in den händen halten, aber für bestimmte zwecke sind sie durchaus angebracht. beispielsweise gab es beim letzten pflichttermin, bei dem ich musikalisch so schon recht vielseitig tätig war, die gelegenheit, bei der letzten zugabe zwei nette menschen aus dem publikum (die ironischerweise schon vorher, zum teil vermutlich ohne ihr wissen, eine große rolle fürs konzert gespielt haben) aktiv einzubinden, indem sie den grundrhythmus des songs boomwhacker®n durften. und bei diversen zukünftigen unplugged-auftritten werde ich sicher wege finden, die boomwhackers® zum einsatz zu bringen.

ein sehr schöner kommunikativer aspekt kommt natürlich noch hinzu. die boomwhackers® sind knallbunt und (bis auf die ganz hohen) deutlich sichtbar, sofern man sie nicht extra irgendwo einwickelt. als ich sie das erste mal öffentlich transportieren mußte, habe ich selbiges zwar kurz erwogen, mich aber dann ihrer und damit auch meiner auffälligkeit gestellt, und das war auch gut so, denn die resonanz bleibt nicht aus. lehrerkollegInnen fragen mich im lehrerzimmer, was das eigentlich sei und was man damit anstellen könne, schülerinnen der 4C schreien durch die S-bahn-station rennweg: "der herr professof bárány! heute dürfen wir uns wieder schlagen!", und fremde sprechen mich in diversen öffentlichen verkehrsmitteln schüchtern an, ob boomwhackers® denn so eine art didgeridoo sind.

ohne werbung machen zu wollen: falls jemand zufällig musik unterrichtet, aktiv und gerne auch ein bißchen spontan musiziert, kommunikations- und gruppendynamiktrainings abhält oder einfach nur frauen in der straßenbahn kennenlernen möchte, kann ruhig ein bißchen geld in boomwhackers® investieren. sollte sich jemand mal ein bißchen mit ihnen auseinander- oder mit mir diesbezüglich zusammensetzen wollen, bitte einfach melden.

(i've got the) durchblick

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ja ja, ich weiß eh, es hat mal wieder lang gedauert. es ist ja nicht so, daß ich das, was ich hier schreibe, nicht schon früher hätte schreiben wollen oder können, aber irgendwie ist es sich nie gut ausgegangen, und so weltbewegend tagesaktuell ist es ja auch nicht.

wie es einigen bereits aufgefallen ist, trage ich meine brille im wesentlichen nicht mehr. die einzige wirkliche ausnahme bildet die bildungseinrichtung, aus weiter unten angeführten gründen, und sonst halt wenn ich in einem buchgeschäft etwas konkretes suche oder so. aber sonst nicht.

der grund dafür ist, daß einerseits, wie bereits vor längerem festgehalten, meine augen in den letzten jahren besser geworden sind, und andererseits die tatsache, daß ich es tatsächlich, wie ebendort auch schon angesprochen, entspannender finde, nicht alles scharf zu sehen. eine gewisse sehnsucht danach ist schon vorhanden, aber die wirkt eher als motivation für die augen, noch besser zu werden, denn für meine hände, meine brille auf meine nase zu setzen.

inzwischen haben wir sogar zwei so anti-brillen-bücher, wobei ich wohlgemerkt nicht derjenige bin, der sie kauft (hmm, na gut, rein technisch gesehen bin das schon ich gewesen, ich gebs ja zu) und liest, sondern meine bessere hälfte. sprich, sie kauft (läßt kaufen) und liest, und meine augen werden besser. irgendwie fair, finde ich (sie nicht).

das zweite buch ist im gegensatz zum ersten, wenn ich richtig verstanden habe (ich habs ja nicht gelesen), kein herkömmlicher ratgeber, sondern, zumindest im ersten teil, ein motivationsbuch. es enthält vermutlich sowas wie eine leserbeschimpfung, die dazu dienen soll, sich zu motivieren, seine brille überhaupt erst loswerden zu wollen. es ist jedenfalls so eine anekdote von einem gelähmten könig drin, den kein arzt der welt heilen kann, bis ein heiler ihn dann auf hier nicht näher zu erörternde art und weise mißhandelt und mit seinem geld hinausmarschiert, was den könig wiederum dazu bringt, ihm nachzukriechen und im zuge dessen seine lähmung zu besiegen. klingt jetzt ein bißchen sarkastisch, ist aber glaube ich tatsächlich ein interessantes und empfehlenswertes anti-brillen-buch. vielleicht werde ich es sogar mal lesen.

es ist jedenfalls wirklich so, daß es mir kaum noch auffällt, daß ich nicht scharf sehe (außer ich sehe grad nicht scharf... also außer es fällt mir grad auf... ach, ihr wißt schon was ich meine). inzwischen spiele ich sogar frisbee ohne brille, und bisher hat sich niemand ob der mangelnden qualität meiner langen pässe aufgeregt (jedenfalls nicht mehr als sonst). lesen geht sowieso schon lang ohne brille, computerbildschirm auch, straßenschilder kann ich auch lesen, oft sogar von dere anderen straßenseite... wozu also noch eine brille?

das einzige, was nicht gut geht, sind kleine, weiter entfernte buchstaben, was zb. beim einkaufen schon manchmal schwierig ist, und gesichter. ich erkenne menschen ohne brille (also ich ohne brille, nicht die menschen, außer die, die eh keine tragen) je nach lichtsituation erst so auf 5-10 m entfernung am gesicht, was zum beispiel bei lauter blaueschuluniformtragenden gleichaussehenden schülern ein problem wäre. deswegen ist die schule der einzige ort, wo ich durchgehend meine brille trage.

gut, jetzt könnte man sich fragen, wenn ich eh weiß, wer wo sitzt, muß ich die kinder ja dann nicht jedes mal aufs neue erkennen. stimmt schon, aber das ist ja nicht alles, worum es geht. wenn man jemanden bewußt beobachtet und die zeichen zu deuten weiß, kann man einiges davon erkennen, was gerade in dieser person vor sich geht, wofür sie gerade empfänglich ist und wofür nicht, und so weiter. in trainer- und coachinglehrgängen lernt man sowas, und obwohl ich ehrlich gesagt nicht immer extra drauf achte, wurde mir sogar schon unterstellt, ich könne gedanken lesen (dabei hab ich einfach mal was akustisch mitbekommen, was nicht für meine ohren bestimmt war, und es ein anderesmal geschickt eingebracht. billiger trick, genau wie der mit den fünf gegenständen, aber manche fallen auf sowas gern rein).

wie auch immer, für mich als potentiell erfolgreichen pädagogen ist es sehr wichtig, genau zu sehen, was meine schüler so für anzeichen zeigen, bevor ich pauschal und ignorant drüberfahre - man muß ja nicht jedem entgegenkommen, der mir auch nicht entgegenkommen will. wer mir aber gern entgegenkommt, kann hoffentlich bestätigen, daß ich ganz gut auf ihn eingehen kann, was wie gesagt auch mit den oben erwähnten sichtbaren kommunikationselementen zusammenhängt.

es wird also noch ein bißchen dauern, bis ich in der schule auch ohne brille auskomme (wie schnell sich meine augen verbessern, kann ich schwer sagen, mit der im frühling bewußt unterkorrigierenden brille seh ich jedenfalls inzwischen komplett scharf. wenn ich nicht eben meine brille loswerden wollen würde, müßte ich mir direkt noch eine schwächere zulegen.), aber das eilt ja auch nicht. nach mehreren stunde brilletragen bekomme ich zwar in letzter zeit hin und wieder kopfschmerzen, allerdings könnte daran die 5A auch nicht gerade unschuldig sein.

das experience-konzert am mittwoch habe ich auch ohne brille bestritten, von der bühne aus sieht man ja eh nicht wahnsinnig viel, und die setliste hab ich grad so lesen können. der effekt, unter leuten und trotzdem nicht derjenige zu sein, der andere zuerst erkennt, ist übrigens auch recht entspannend. es nimmt einem die verantwortung, sich an jeden zu erinnern, an den man sich erinnert (und das vielleicht gar nicht möchte - wobei ich davon alle leser dieses blogs ausnehmen möchte). sollte sich jemand mal übersehen fühlen, hab ich ihn tatsächlich übersehen, aber nicht aus persönlichen, sondern rein aus optometrischen gründen.

und jetzt freue ich mich auf zwei wochen ohne brille... wer mich trotzdem mit brille erwischt, darf mich ruhig auf einen punsch einladen. frohe weihnachten!

machet die ohren weit

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es ist ende november, überall blinken weihnachtslichter, der christkindlmarkt hat seine nicht existenten pforten längst geöffnet, der konsumrausch hat begonnen - und ich muß, obwohl das mit dem thema dieses postings nicht wirklich was zu tun hat, feststellen, daß dieses jahr das alljährlich indifferente herbst-feeling ausgeblieben ist. mag zu einem großen teil mit den beiden süßen kätzchen zusammenhängen, die um mich rumwuseln, und zum anderen natürlich auch damit, daß ich einen job habe, der solche blues-gefühle gar nicht erst aufkommen läßt (dafür aber andere... woke up this morning... da gäbe es viel stoff).

ja, es geht diesmal um die schule und damit einhergehend mit einer stimmung, die in der heutigen zeit zwar nicht zu kurz kommt (die länge ist ja offiziell festgelegt), sondern von den meisten total ignoriert wird. für uns berufskatholiken ist der advent ja eigentlich die zeit des erwartens, des sich öffnens, des in sich gehens und des sich einlassens auf das warten, das öffnen und das in sich gehen. was sich ja, wenn man jetzt das rege treiben auf der straße so anschaut, offenbar nicht wirklich herumgesprochen hat.

da es unsere heilige pflicht ist, nachfolgenden generationen den respekt gegenüber und den umgang mit dem advent vorzuleben und zu vermitteln, gibt es eine reihe von schulischen veranstaltungen diesbezüglich. die beiden, die mich persönlich tangieren, sind das adventsingen am kommenden freitag und das adventkonzert am dienstag drauf. beim adventsingen muß ich nur im legendären lehrerchor mitsingen, für das konzert ist aber meine aktive mitgestaltung gefragt.

wenn man die wahl zwischen einigen arbeitsfreudigen klassen, die man nur einmal die woche sieht, und einer arbeitsunwilligen, die man zweimal quälen darf, hat, würde sich der gesunde menschenverstand für option eins entscheiden. in ermangelung desselben habe ich mich für zweiteres entschieden, für meine liebe 5A. und ich bin überzeugt, daß diese wahl nicht nur aus pädagogischen, sondern auch aus künstlerischen gründen eine gute war. wenn nicht, pech gehabt.

die 5A hat sich in diesem schuljahr bisher mit der musik des 20. jhdts und dem thema improvisation befaßt (wenn wir von all der zeit und energie absehen, die sie investiert hat, um sich gegen diana zu wehren und im gegenzug all meine bemühungen, ihnen die wahl eigener wunschlieder zu ermöglichen, zunichte zu machen), und das kam mir insofern gelegen, weil ich mit folgenden prämissen in die vorbereitung fürs adventkonzert gegangen bin: a) gesungen wird eh beim adventsingen, und das kann die 5A sowieso nicht, also wird nicht gesungen; und b) ich will, daß alle teilnehmen und aktiv mitgestalten können, obwohl die meisten schon schwierigkeiten haben, eine triangel einmal anzuschlagen und dann 7 sekunden klingen zu lassen.

das heißt, ich habe etwas konzipiert, das aus kollektiver improvisation mit ganz einfachen spielregeln (ja, richtig, eine heißt: einen ton anschlagen und 7 sekunden klingen lassen. wenn das die beurteilungsgrundlage für dieses schuljahr wäre, wäre die halbe klasse durchgefallen), instrumentaler demontage und collage zweier adventlieder, elementen von minimal music und cageschem gedankengut und idealerweise einer portion kommunikation, die das ganze zusammenhalten soll, besteht. klingt komplizierter als es ist, außer den fünf mehr oder weniger freiwilligen instrumentalisten, die wissen (sollten), was sie tun (sollten), hat niemand eine verantwortung oder auch nur entscheidungsmöglichkeiten, die darüber hinausgehen, wann man den einen ton, den man in reichweite hat, anschlagen soll.

wir haben ja noch eineinhalb wochen und damit drei stunden zeit, daher will ich nicht den teufel an die wand malen (wäre in einer katholischen privatschule auch eher ungeschickt, außer vielleicht im religionsunterricht an die tafel), aber bis jetzt versagt die liebe 5A auf der ganzen linie. nicht daß sie die klangstäbe nicht treffen, daran liegt es nicht. sie treffen sie zumeist sogar mit dem richtigen teil des schlegels und erzeugen dabei durchaus annehmbare klänge. das problem ist einerseits das einhalten der spielregeln, was man auf unfähigkeit, unwilligkeit, konzentrationsmangel oder eine mehr oder minder gesunde mischung aus allen dreien zurückführen könnte, und andererseits das aufeinander hören. ist ja auch schwer, wenn 20 schüler versuchen sollen, einen halbwegs kontinuierlichen, sich allmählich und sanft verändernden klangteppich zu erzeugen, ein dreißigsekündiges loch wahrzunehmen und etwas dagegen zu tun (hey, du mußt nur auf das ding vor dir draufhauen. vorhin hast du es in 3 sekunden 18-mal geschafft...!). das sind dinge, die zu verlangen in einem elitegymnasium offenbar eine zumutung ist.

ich bin durchaus der meinung, daß die 5A diese immensen schwierigkeiten dennoch meistern wird. das ergebnis wäre dann der oben beschriebene klangteppich, der im mittelteil einem insistierend-klopfenden rhythmus weicht und anschließend wieder zurückkehrt, und über dem zunächst die bereits erwähnte demontage und zum schluß hoffentlich eine wiedererkennbare ankunft bekannter adventmelodien erfolgt. so in meinem hirn ist das eine total schöne sache, die ich im programm instrumentale meditation nennen werde.

die alternative ist, daß die 5A auftritt, sich komplett blamiert, und es aber keiner der anwesenden merkt. es ist schwer, bei einem solch offenen werk die richtigkeit der ausführung festzustellen, wenn man die vorgaben nicht genau kennt, und ich habe in meiner unendlichen weitsicht die möglichkeiten so eingeschränkt, daß im schlimmsten fall immer noch etwas rauskommt, was ich intendiert habe. der einzig wirkliche unterschied ist also, ob die 5A das gefühl hat, etwas schönes oder etwas kaputtes zu produzieren. natürlich wirkt es anders, wenn alle wissen, daß das, was sie tun, hand und fuß hat, aber es macht spaß, sie bis kurz vorher im glauben zu lassen, daß sie sich blamieren werden. vielleicht gibt es ihnen ja einen ruck. ich glaube es nicht, aber ich lasse mich gern überraschen.

wer die 5A damit unter druck setzen möchte, ist herzlich eingeladen, ich habe jedenfalls schon einige lehrerInnenkollegInnen dazu angestiftet. in den verbleibenden drei stunden werden wir daran arbeiten, erstens mal zu kapieren, was wir da überhaupt tun, und das zweitens auch umzusetzen. und es wird gut, so oder so, zumindest wenn man gut so definiert, wie ich: etwas, was keiner der zuhörer erwartet hat bzw. hören wollte, was sie bzw. ihn aber zum zuhören, sich einlassen, in sich gehen, sich öffnen und sowas bringen kann. ich erwarte vom publikum also mindestens genausoviel wie von der 5A, nur daß es das vorher nicht weiß. wir werden ja sehen, wer meinen ansprüchen genügt...

sollte das jemand aus der 5A lesen und sich denken, ich mache mich über ihn bzw. sie lustig: nein, du gehörst natürlich zu den wenigen, die jetzt schon dazu beitragen, daß hin und wieder etwas geniales aufblitzt. danke! ich wüßte nicht, was ich ohne schülerInnen wie dich tu sollte! du bist der/die beste! yeah!

katzeklo

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hallo erstmal. ich weiß nicht, ob ihr es wußtet, aber wir haben seit nunmehr über zwei wochen zwei kätzchen. bilder und so gibt es dort, wo es bilder und so über solche dinge gibt.

inzwischen haben sie sich ganz gut eingelebt, und wir haben uns auch an die veränderten lebensbedingungen angepaßt. die wohnung lebt auch noch, die wenigen gefahrenzonen (weniger für die kätzchen, mehr für die wohnung) haben wir entschärft bzw. hinter normalerweise verschlossensn türen... ähm... verschlossen.

wir waren auch schon ein paarmal bei der tierärztin um die ecke. ein paarmal deswegen, weil csilla, die schwarze katze (seit sie hier herumrennt, hab ich dauernd pech. echt gemein.) zwar gesund ist und nur zwecks katzengrippeimpfung und milbenpräparat dort war, bei szüri, der kleinen grauen, aber der verdacht auf bronchitis, asthma und ähnlich arge dinge bestand. sie atmet nämlich laut hörbar, als hätte sie sonstwas in den atemwegen. sie bekam antibiotika und cortison, wir haben sogar die lunge geröntgt, aber es ist noch immer da. gestern, bei der vierten untersuchung, hielt die ärztin ihr die nase zu, worauf das geräusch weg war. ok, das überrascht euch jetzt vielleicht weniger, aber es war auch dann noch weg, als sie schon durch den mund geatmet hat. daraus schließen wir: es ist nix mit der lunge. und das ist die gute nachricht.

die schlechte ist, daß wir eben nicht genau wissen, was es ist, aber vielleicht gehts auch so weg. nach 10 tagen antibiotika und cortison sollte alles abgetötet sein, aber es kann auch eine fehlbildung sein oder was auch immer. würde viel kosten, es herauszufinden, und nicht unbedingt viel bringen. also warten wir jetzt mal ab.

grundsätzlich wirkt sie nicht krank, sie spielt viel, besonders gern mit csilla, weniger mit uns. sie ist ein bißchen schüchtern, manchmal verbringt sie den halben tag unter der couch, aber der laserpointer läßt sie dann wieder zu einem richtigen raubtier werden. wir sind also zuversichtlich, daß sie uns nicht einfach mal so von den latschen kippt, sondern auch mit lauter atmung ihren spaß hat.

csilla ist überhaupt eine hauskatze, wie sie im buche steht. sie kommt dauernd schmusen (tatsächlich läßt sie sich manchmal kaum abwimmeln), oder sie spielt mit allem möglichen zeug, das heumliegt. besonders gern hat sie den bimmelball und den bunten, der schlechtere klang-, aber bessere flugeigenschaften hat. aber klopapierrollen und dergleichen tun es auch.

für uns liegen die größten änderungen einerseits darin, daß wir jetzt dinge wie essen, taschen, zeitungen usw. nicht mehr offen herumliegen lassen sollten (beim essen passen wir auf, bei zeitungen lassen wir es darauf ankommen), und daß man sich immer was anziehen muß. also barfuß ist nicht, weil man sonst dauernd katzenstreu an den nackten sohlen picken hat, und der rest empfiehlt sich, egal wie heiß (was derweil zum glück noch nicht so ein problem war), denn so ein bein kann leicht mal mit einem kratzbaum verwechselt werden.

aus diesem grunde habe ich nun extra zwei paar jeans in gebrauch: die hausjeans, die zerkratzt und dreckig werden dürfen, und die ausgehjeans, die unseren allergikerfreunden zuliebe in einem hermetisch abgeriegelten reinraum aufbewahrt werden. sollte trotzdem jemand niesen, bin ich nicht schuld.

profane dinge wie katzeklo putzen behalt ich jetzt lieber für mich, das ist eine erfahrung, sie jeder selbst machen sollte. interessierte dürfen sich gern melden. und wer einfach mal streicheln kommen will, auch. und bitte nicht vom strengen geruch hinter der eingangstür vertreiben lassen...

gaso gaso gaso gaso (-meter)

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nach einer langen pause, die nicht durch ereignislosigkeit oder mangelnde kreativität, sondern durch ein nachhaltig unerfreuliches ereignis motviert war, geht es weiter. und es geht, wie zu erwarten war, um musik.

in der herbstferien hat man als lehrer auch zeit für konzerte. bevor man selbst eins spielt (ich sag nur pflichttermin!), geht man am besten gleich in zwei. und weil maxïmo park und die kaiser chiefs grad in wien waren, fiel die wahl auch nicht schwer.

maxïmo park gab es am nationalfeiertag im gasometer. man erzählt ja vom gasometer, daß der ton dort so schlecht ist, daß sogar eingefleischte bloc-party-fans das konzert im mai frühzeitig verlassen haben, weil es einfach nur zach war. andererseits hab ich zum beispiel mando diao und die white stripes (gut, bei zweiteren gibt es zugegeben nicht so viel zu mischen) wirklich gut. das heißt, riskieren wir es.

nun ja, das konzert im april im WUK war in allen belangen besser. damals waren sie echt superknackig gemischt, voll geil drauf, und es war mein erstes mal. keine weiteren fragen, euer ehren. das konzert im gaso war hingegen... sagen wir durchwachsen.

daß die rumschubsidioten gerade bei einer intellektuellen band wie maxïmo park anwesend sind, ist an sich schon nervig, vor allem weil ich sie sowieso immer und überall anziehe - wenn irgendwo rumgeschubst wird, egal ob bei den ärzten am sziget oder bei mando diao am novarock, passiert das direkt vor und/oder neben mir oder überhaupt gleich um mich herum. normalerweise reicht auch ein platzwechsel auch nicht aus, um der sache ein ende zu bereiten, denn entweder fühlen sich die schubser bemüßigt, auch ihren platz zu wechseln, oder die bis dahin total braven leute am neuen platz fangen wild zu schubsen an. vielleicht hab ich ja was an mir, was sie dazu bringt...?

dazu kam, daß die mischung am anfang tatsächlich unter aller sau war. bei einem opener wie the coast is always changing geht das gerade noch in ordnung, bei a fortnight's time, das, wie man sich bei last.fm leicht überzeugen kann, zu meinen absoluten favoriten gehört, ist es aber einfach nur unverzeihlich. wenn man da nur bass und schlagzeug hört, entgehen einem einerseits die herrlich exaltierten keyboard-riffs und andererseits die subtilen taktwechsel. es war an sich schon eine schande, das lied gleich als zweites zu verbraten, aber dann auch noch so... da war ich richtig enttäuscht.

nachher ist es dann etwas besser geworden, nach und nach hat man alle instrumente gehört, mal mehr, mal weniger. offenbar ist im gaso tatsächlich öfter mal ein richtig unfähiger mensch am werk, oder ist die anlage so komisch, daß die bandeigenen mischer nichts damit anfangen können? wäre echt mal interessant, es herauszufinden. wenn man aber nicht mal beim intro von books from boxes die töne sauber hört (sondern oft nur irgendwelche ober- oder untertöne), dann ist da was definitiv nicht in ordnung.

die stimmung war grundsätzlich trotzdem gut, ein bißchen geschubse und schlechter sound können der genialität von maxïmo park zwar einiges anhaben, aber nicht so viel, daß man keinen spaß haben könnte. mir hats also alles in allem gefallen, und hätte das konzert im april die latte nicht so hoch gelegt, wäre ich vielleicht sogar zufrieden gewesen. und wenn sie auch noch nosebleed und now i'm all over the shop gespielt hätten (zweiteres haben sie mir schon im april vorenthalten! böser fehler!), hätte ich sogar mehr als zufrieden sein können...

die vorband (the research) war übrigens einigermaßen interessant, zwei frauen und ein mann, wobei das gegröhle von dem typen immer wieder von den engelsgleichen stimmchen der beiden mädels unterbrochen wurde. hatte schon was, aber nix, was mich vom hocker gerissen hätte. fazit: nicht unbedingt rausgeschmissenes geld, aber am preis-leistungs-verhältnis müßte man noch arbeiten.

an halloween gab es dann die chiefs, ursprünglich in der stadthalle, aber auch in den gasometer verlegt, dafür gleich mit zwei vorbands. und da muß ich schamlos gestehen, auch wenn die chiefs musikalisch nicht ganz so niveauvoll unterwegs sind wie die maxïmos, machen sie tadellos fetzige musik, die voll mitreißt und bei der man auch mitsingen kann, auch ohne den text zu können. also nichts wie hin.

ich muß überhaupt sagen, daß mir beim extremst genialen line-up vom vorjahresfrequency (we are scientists, arctic monkeys, kaiser chiefs, mando diao und franz ferdinand, kaum unterbrochen von uninteressanten acts) eigentlich vom fetzfaktor her die chiefs und ff am besten gefallen haben, denn sie bringen ihre auf konserve manchmal etwas zahme mucke nicht nur sehr tanzbar, sondern auch wesentlich rockiger auf die bühne. man mag also über die chiefs sagen, was man will, ich habe nicht lang überlegt, ob ich hingehen soll.

die erste vorband waren sechs junge isländer namens jakobínarína, und wenn ich jung sage, dann meine ich jung. sie haben recht gefetzt, der sänger konnte wirklich gut deutsch (und hat sich den obligatorischen witz des abends gespart), die lieder waren sehr nett und die instrumentalisten ziemlich gut. der gitarrist sah jetzt nicht aus wie der klassische rockgitarrist, sondern eher wie der dicke, den man am schulhof verprügelt, aber er hatte eine lederjacke an, und der schlagzeuger hat sich richtig schön in sein instrument eingegraben. einziger kritikpunkt, der ist aber groß: offenbar gibt es auf island, oder zumindest in hafnarfjörður, eine sehr eigenartige frisurenmode. wenn jemand ausschaut, als hätte ihm ein friseur aus den 40er jahren (eine politische gesinnung mag ich ihm hier und jetzt nicht unterstellen) einen schnitt der 80er verpassen wollen, dann ist das schon etwas brutal. wenn die halbe band so ausschaut, macht man lieber die augen zu. aber gut, es geht um die musik, und die war sehr gut.

die zweite vorband, the silversun pickups aus L.A., waren vom sound her eher ein bißchen richtung editors (siehe auch uninteressante acts beim vorjahresfrequency), also laut, voll, flächig und undifferenziert, haben aber auch einigermaßen gefetzt. die frisuren waren auch ok. der sänger konnte sich ein "hello wien" nicht verkneifen, und der schlagzeuger hatte was von einem orangutan. sein kürbisfarben dekoriertes set war auch ein bißchen orangutankäfigmäßig, mit ebenerdigen toms (über die obere zarge der bass drum ist nur ein tom nennenswert hinausgeragt, die anderen hat man gar nicht gesehen, obwohl sie zweifellos vorhanden waren) und dafür einem ganz ganz ganz hoch aufgehängten crash. entweder hat ein roadie mist gebaut, oder das gehört zum stil. der drummer war offenbar ein auf einem rechtshänderset gelernter linkshänder (offenbar bedeutet: wenn man sich auskennt, sieht man das, haha!), dessen gesicht hin und wieder rhyhtmisch aus seiner mähne (weniger slash, eher daniel salzner) aufgetaucht ist, und seine schlagtechnik hatte was von tohuwabohu, der arm ging nach jedem schlag auf die snare ganz hoch rauf, auch wenn er nicht gerade auf das becken hauen mußte. vergleichen mit einem normalen schlagzeuger hat er also sicher mindestens doppelt so viele kilometer zurückgelegt. das alles soll keine kritik sein, nur der versuch einer objektiven beschreibung. hat mir gefallen, ich hätte ihm stundenlang zuschauen können, auch bei deutlich mieserer musik.

dann kamen die chiefs. sie waren als monster, dämonen und hexer verkleidet, was einerseits billig, andererseits wirkungsvoll war. sie haben sich im laufe des konzerts allmählich von dieser kostümierung befreit, vermutlich war es heiß. die mischung war (wie auch bei den beiden vorbands) durchaus gelungen, wobei das bei der terrassendynamik der chiefs sicher auch einfacher ist als bei subtileren arrangements anderer bands. und ja, man kann sagen, was man will, aber vom mitgröhlfaktor her sind die chiefs gaaanz gaaanz weit vorne. ich sag nur: na na na na naaa...

alles in allem also ein wirklich gelungener musikalischer abend, der mir mein zuvor verloren geglaubtes vertrauen in den gasometer als veranstaltungsort zurückgegeben hat. mal sehen, wie das wird, wenn das planet music auch in den gaso umzieht und wir eventuell mal dort auftreten können... ich glaube, das könnte schon relativ geil werden. und bis dahin... wer zu bloc party geht, ist sowieso selbst schuld, gaso rules. außer bei a fortnight's time...

pflichttermin

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NÜF NÜF! (weg mit dem speck)

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tja, immer das gleiche... da läßt man sich so lang zeit mit dem schreiben, und wenn man dann doch etwas aufregendes zum schreiben hat, dann bezieht es sich auf das zuletzt geschriebene. und wie so oft, muß man das zuletzt geschriebene revidieren.

es geht um den speck. nicht um den, der beim elixia weniger werden soll (ich arbeite dran... so viel, wie ich in letzter zeit trinke, hat sich mein wasserhaushalt sicher erheblich gesteigert, und damit ist das körperfett inklusive dem ganzen rest zwingend weniger geworden. ich trinke einfach so lang, bin ich nur noch 10% speck hab. aber darum gehts ja hier wie gesagt nicht), sondern um den beim lila mobilfunkanbieter. gut, so richtig arg ist der speck bisher nicht in erscheinung getreten, da ja die letzten sieben jahre bis auf das eine monat, in dem ich erstens in deutschland herumhandyfoniert und zweitens die lustige gewinnspielhotline im fernsehen mehrmals angerufen habe und damit über die grenze gekommen bin, liebenswürdigerweise die firma meine rechnungen bezahlt hat (danke firma!). aber gute nummer ist teuer, und daher will ich meine mitnehmen, und das war eine einigermaßen durchwachsene (speck-metapher!) angelegenheit.

ich habe ja darüber berichtet, daß die sympatische azubine in dem mehrfach besetzten t-mobile-shop undsoweiter ehschowissn, jedenfalls ging ich nach knapp zwei wochen wieder dorthin, weil ich bis dahin nichts erhalten habe. der diesmal nicht ganz so sympatische männliche angestellte (diesmal mußte ich lange warten, aber hey, es war ja auch vormittag) hat im computer nachgesehen und mir gesagt, die sache sei in bearbeitung und müßte eigentlich schon abgeschickt worden sein, aber er veranlaßt, daß es nochmal gesendet wird. innerhalb von drei-vier tagen ehschowissn.

nachdem bis heute (das ist schon wieder 6 tage her) nix angekommen ist, ging ich einfach mit allen unterlagen in das mobilshop meines vertrauens in der neubaugasse, wo man theoretisch verträge und wertkarten aller betreiber bekommen kann (bis auf yess, gibts nur beim hofer). praktisch reden sie einem 3 aus (also nicht drei betreiber, sondern 3). nun ja, die haben gesagt, das ist alles kein problem, mach ma. ich brauche nur mein kundenkennwort. welches ich nicht hatte.

also ging ich (man darf ruhig anfangen zu zählen) wieder hinaus und zwei häuser weiter in mein ehemaliges büro, um erstens den schlüssel zurückzugeben, zweitens natürlich mit meinen kollegen zu plaudern, drittens mich von frau dorfinger, der netten büronachbarin (wer kennt es nicht, das lied von shirley bassey über frau dooor-finger) zu verabschieden und mir ihre neuesten werke (sie macht ziemlich geniale so... hmm, bilder ist das falsche wort. jedenfalls verkauft sie ihre designs jetzt auch an möbel-, stoff- und sonstige hersteller; wer interesse hat, möge sich an mich wenden, ich bekomme 25% provision, aber das nur am rande) anzuschauen und viertens mein kundenkennwort herauszufinden. was ich auch alles tat.

dann ging ich zurück in das sympatische geschäft mit meinem kundenkennwort, und die beiden herren haben mal alles in die wege geleitet. man muß ja nur eine äußerst unproblematische NÜF-anfrage machen, die dauert zwei minuten, und dann halt den neuen vertrag abschließen. also alles easy. dauert halt ein paar minuten. und ich hab mir gedacht, in den paar minuten erledige ich mal die anderen dinge, die ich zu erledigen hatte.

ich mußte erstens meinen lenkdrachen (er braucht übrigens einen namen. lenkdrachennamenfindungscontest!), der am samstag die jungfernflugversuche nicht überlebt hat, wiederbeleben lassen müssen. war ein leichter eingriff, nur das zumachen ist etwas schwierig, weil man die stange durch die richtigen ösen und laschen schieben muß. das geheimnis der genickbruchvermeidung bei lenkdrachen ist ja, wie ich heute nebenbei erfahren habe, daß man, wenn man eh schon mit ca. lichtgeschwindigkeit richtung boden rast, die leinen locker- bis komplett losläßt. wenn man nämlich anzieht, wie wir (ich hab ihn ja nicht kaputtgemacht, nicht daß jemand glaubt!) es immer getan haben, hauts ihn nämlich ziemlich ordentlich auf die pappn. aber jetzt lebt er wieder und wird bei günstiger windsituation baldigst wieder abheben wollen.

dann mußte ich mir zweitens neue jeans kaufen und drittens das erste weihnachtsgeschenk dieses jahres (hahaaa!!! der kluge mann baut vor, wie ich seit der dritten klasse weiß, wilhelm tell war doch für etwas gut). und dann fühlte ich mich schon bereit, ins shop zurückzukehren und das mim handy unter dach und fach zu bringen.

so einfach, wie die sache ist, ist sie allerdings natürlich nicht. bei t-mobile lag ja bereits eine NÜF-anfrage vor (die, die ich schon zweimal im t-mo-shop initialisieren ließ), was wiederum weitere NÜF-anfragen blockiert hat. alles kein problem, sagte der shopbetreiber, wenn ich bei t-mo anrufe und mir die unterlagen gleich dorthin in den shop faxen lasse. also rief ich an... etwa fünf minuten später hat das handy von selbst das warten aufgegeben und aufgelegt. also rief ich nochmal an... diesmal kam ich nach etwa zwei minuten an eine sehr ungut aufgelegte dame, die nach abfrage all meiner daten (hmm, ich denke zurück an diese episode vor etwa 7-8 jahren, als ich mir was beim chinesen bestellen wollte und ich am telefon sofort mit meinem namen begrüßt wurde. aber mobilfunkbetreiberhotlines sehen meine daten nicht, wenn ich anrufe? nicht mal die nummer???) bestätigt hat, daß die NÜF-anfrage läuft und es sich nur noch um tage und so. nein, faxen geht natürlich nicht. also blieb noch die letzte möglichkeit: NÜF-anfrage stornieren. und da so ein storno auch wieder eine weile braucht, ging ich zwischendurch sushi essen.

dabei habe ich mir nicht nur die zunge verbrannt (danke misosuppe!) und misoyaki (in misosauce marinierte und dann gebratene butterfischstückchen) gegessen, sondern auch eine wundervolle nachricht in meinem glüxkex gefunden: ich würde bald neue unternehmungen... unternehmen (die wortwahl war irgendwie anders). gut, das wußte ich schon immer, nur das bald kam nie, aber inzwischen sind wir wirklich fast so weit. denn, für alle die das noch nicht wissen, ich mach mich selbständig und biete ab sofort seminare für schüler und studenten (jeweils mit Innen) an. wer sich anmelden möchte, nur zu, und wer nur die anmeldung (danke bodi!) testen möchte, möge dies erkennbar dummymäßig tun, damit ich die testdaten nachher wieder löschen kann. ein kurzer anruf bei meiner zukünftigen steuerberaterin hat bestätigt, daß ich mir in diesem jahr definitiv keine gedanken wegen steuer, sozialversicherung oder so schnickschnack machen muß, also los gehts.

danach, und jetzt wird die geschichte endlich spannend, ging ich zum vierten mal durch die tür des handyladens, fest entschlossen, diesmal nicht ohne erfolg wieder rauszugehen. und siehe da, eine schnelle NÜF-anfrage, ein paar schnelle unterschriften unter nicht genau durchgelesene dokumente, ein paar schnelle transaktionen, und schon bin ich im besitz eines dritten handys. im moment wäre ich also unter one, t-mobile und telering erreichbar, aber da es ja darum geht, daß ich in zukunft nur noch meine t-mo-nummer verwenden will, geb ich euch die anderen nicht. in etwa einer woche wird die nummer sowieso auf telering rübergeNÜFt, die alte t-mo-simkarte inklusive handy drumherum muß ich ja an meine exfirma zurückgeben, und am one-handy ruft inzwischen eh fast keiner mehr an, da lasse ich die wertkarte einfach mal auslaufen (ja, ich mach sie vorher schon leer, keine angst).

ich bin wieder bei nokia geblieben, 6230i, eine legende, zwar schon etwas älter, aber noch immer konkurrenzfähig, und ohne viel brimborium. mal schauen. schaut jedenfalls besser aus als das orange-weiße w200i, das mit einem ähnlichen preis-leistungs-verhältnis ins rennen ging. und das beste ist, ich kann das ding neben infrarot und bluetooth auch mittels MMC-karte mit musik beladen und mit dem dazugekauften adapter auch in der schule zum vorspielen von MP3s verwenden, womit sich die notwendigkeit eines players erübrigt. gut, das hätten die meisten handys gekonnt, aber die hätten zum teil auch nochmal 149 € und sowas gekostet. also ich glaub, mein nokia und ich werden ganz glücklich miteinander.

der langen rede kurzer sinn, ich hab keine neue nummer, und das ist die hauptsache. wer mich also in zukunft anruft, wird von einer sympatischen stimme, die "telering" in den hörer haucht, begrüßt. na wenn das kein grund ist, mich anzurufen.

at the mall

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die wunderbare welt der millennium-city... da könnte man doch echt einen universum-vierteiler drüber drehen. und ich wollte auch schon immer mal drüber schreiben, aber heute bietet es sich mal wirklich an, denn ich habe heute geschlagene 10 stunden in diesen heilgen hallen verbracht und mich dabei wirklich amüsiert, und zwar nicht in erster linie über das publikum, wie sonst.

aber schön der reihe nach. ich habe mich im elixia eingeschrieben, denn in meinem alter muß man auch was dafür tun, daß man nicht nach seinem alter ausschaut. heute hatte ich meinen fitnesscheck, bei dem mein "bodyage" auf 28 bestimmt wurde. tja, da staunt ihr, was? ich hätte allerdings auch 19 erreichen können, wenn ich in einigen bereichen bessere werte hätte, und daran soll ich jetzt arbeiten. aber bis ich die 19 erreiche, bin ich schon mindestens 23. oder so.

mein körperfettanteil beträgt sage und schreibe 18,1% und befindet sich dabei im als "optimal" ausgewiesenen bereich (14,1-19,0). der computer empfiehlt dennoch, den wert auf unter 14,1 zu senken (minus 2 jahre bodyage!), wobei sich da für mich die frage stellt, inwiefern es gut ist, den optimalen bereich zu verlassen. laut der netten trainerin ist das halt "besser als optimal, man könnte auch sagen ideal!", also wieso nicht. ideal ist natürlich viel besser als optimal, auch wenn der bereich eigentlich "niedrig" heißt, aber das klingt schon wieder so wertend, so negativ, dabei ist der name einfach nur objektiv, denn das ist wirklich niedrig. aber eben ideal. man lernt nie aus.

(auch wenn ich damit copyrights verletze: "Halten Sie ihren Körperfettwert im Optimal Bereich (sic!) und Sie beugen der Entstehung vieler ernsthafter gesundheitlicher Probleme vor. Wenn es Ihnen gelingt, Ihre Körperzusammensetzung von 18,1% in einen Bereich von weniger als 14,1% zu verbessern, ändern Sie Ihr BodyAge um 2 Jahre." - 2 jahre oder der entstehung vieler ernsthafter gesundheitlicher probleme vorbeugen? das ist hier die frage. sollte ich jemals als strich in der landschaft durch selbige wandeln, bitte wenigstens "happy bodybirthday" singen.)

mein gesamtwasserhaushalt beträgt 59,9% und ist damit gerade noch niedrig, auch wenn mich der computer nachträglich auf 60% aufgerundet und damit als mittel eingestuft hat. dabei ist eh in allem, was ich trinke, auch etwas wasser drin... na wie auch immer. hirnmasse, knochen, haut, innere organe, muskel- und raviolianteil wurden nicht gemessen, rein rechnerisch machen diese dinge aber 22% meines körpers aus. fett abbauen ist also auch schon deswegen wichtig, weil ich ja mehr platz fürs wasser haben sollte, und sonst würde das wohl auf kosten des meines erachtens nicht ganz unwichtigen rests gehen. also werde ich meine stelzen und whopper in zukunft nur noch als suppe konsumieren (zumindest bis danone den ersten kebabdrink auf den markt wirft). prost!

der rest war weniger aufregend, meine aerobe fitness ist mittel, aber nur um einen ml/kg/min (achtung, uneindeutiger doppelbruch!) unter gut (und damit weit über "na ja"). bizepskraft dafür exzellent für meine altersgruppe, tja. ideal wäre laut angabe "gut" gewesen, da soll sich noch einer auskennen. und jetzt hab ich ein schönes trainingsprogramm zusammengestellt bekommen und dann bei der durchführung festgestellt, daß mein größter feind die fehlende motivation ist, da geht man was voller tatendrang an, und nach einer halben stunde will man eigentlich nur noch nach hause (legendär in diesem zusammenhang meine antwort auf die frage auf dem medizinischen formblatt: "gibt es andere gründe [neben diversen herzgschichten und so, die ich mit "nein" beantworten mußte], die dagegen sprechen, ein fitnessprogramm zu beginnen?" - "zählt faulheit?"). naja, es war dann so ein goldener mittelweg zwischen konsequenz und nachgeben, also nicht mal ein grund, unstolz auf mich zu sein.

danach ging ich wie geplant sushi essen, in der milli (so nennen wir insider liebevoll die millennium city) gibt es ja running sushi, und der laden gehört dem vater von einem schüler aus meiner lieblingssechsten. und während ich noch (es war 16:56) überlegt habe, ob der bis 17 uhr geltende mittagstarif dann gilt, wenn man bis 17 uhr zu essen beginnt, oder aber wenn man bis 17 uhr bezahlt, winkten (wanken? wunken?) mir schon vier fröhliche sacrécoeuristInnen einladend zu. nachdem ich die frage des tarifs schnell mit dem kellner geklärt habe (wer um 17 uhr bestellt hat, kann bis 18 uhr nach mittagstarif essen), setzte ich mich auch zu ihnen und ging ihnen ein bißchen auf die nerven (sie haben mich echt vermißt). daß wir den toni kennen, hat leider nichts genützt, da sein vater nicht da war, aber die qualität des essens war auf jeden fall um einiges besser als vor ein paar jahren, als ich das letzte mal dort war. und da ich mit meiner elixia-off-peak-mitgliedschaft den club bis 17 uhr verlassen haben muß, werde ich besagten mittagstarif wohl in zukunft auch öfter in anspruch nehmen (selbst wenn man bedenkt, daß man um das gleiche geld einen großen eimer kentuckyfriedchickendings oder 3-4 whopperartige kaufen kann. running sushi ist gesünder und klingt schon nach sport).

der nächste programmpunkt ist ähnlich überraschend spontan aufgewertet worden. ich hab mir ja ursprünglich überlegt, auszunützen, daß a) frauchen mal nicht da ist, b) es einige filme im kino gibt, die ich anschauen würde und sie nicht (sowas gibt es umgekehrt ja nur in der theorie) und c) der frühe donnerstagabend unwiderstehlich dazu einlädt, um 5 € für VOR-jahreskartenbesitzer (ich bin sogar VOR-vorjahreskartenbesitzer. aber das nur der vollständigkeit halber.) zwei oder mehr filme hintereinander anzuschauen. drei wären ja mal eine gewisse herausforderung, und ich seh schon, daß mich jemand darüber aufklären wird, wie illegal und unmoralisch das ist, und genau deswegen. das programm hat nicht so mitgespielt, aber zwei lagen durchaus optimal (fast ideal, definitiv besser als "na ja"). und zu alledem treffe ich auch noch meine liebe nachbarin, die auch mal einen strohverwitweten abend und lust auf kino hatte. ich habe sie ganz schnell zu den beiden filmen und dem damit verbundenen nervenkitzel überreden können.

bevor der erste film begann, ging ich noch schnell zum t-mobile-shop, um nach einem tagelangen hin und her mit einer vollmacht von sms.at ausgestattet meine rufnummernmitnahme zu einem anderen anbieter in die wege zu leiten. was die kompetenten und für genau sowas zuständigen leute in der t-mo-zentrale offenbar in einer knappen woche nicht geschafft haben, gelang einer sehr sympatischen azubine in knapp 4 minuten. daher und auch sonst kompliment an den shop, im gegensatz zu den ganzen anderen handynetzbetreiberbetriebenen shops waren hier nicht nur mehr als kleinergleich 1 leute anwesend, um den kunden (KUNDEN!) sofort (SOFORT!) bedienen zu können, sondern auch noch kompetent und nett. schade eigentlich, daß ich den betreiber wechsle, aber mit den tarifen rechnet es sich leider echt nicht.

der aktuelle stand der dinge ist übrigens, daß ich meine nummer wahrscheinlich zu telering mit- und dort irgendeinen billigen tarif und ein gratishandy, mit dem ich auch halbwegs gscheit MP3s abspielen kann, nehme. zwei klappen mit einer fliege sozusagen. mücken erwischt man ja angeblich nicht. das mit dem neuen handy wird auch langsam zeit, denn seit einigen tagen schaltet sich mein auch nicht mehr taufrisches 3510 immer wieder spontan ab (das problem hatte ich früher auch schon mal mit einem anderen gerät selben typs, das hat sich aber durch einen akkutausch wieder behoben. jetzt hab ich den damals neu gekauften nachbauakku auch schon drin, hüft aber nix.), oder aber auch unspontan, aber konsequent beim mailboxabhören, weswegen ich nicht weiß, wer mir heute draufgesprochen hat. julchen, warst du das?

so, dann also kino. nach langem hin und her haben wir uns auf cola und rumkugeln geeinigt und hatten damit quasi cuba libre mit schokolade (das nächste mal peilen wir einen long island ice tea an). die beiden filme waren zwei fortsetzungen, deren jeweilige prequel wir allerdings beide nicht gesehen haben. was vermutlich nicht so ein verlust war.

der erste film war fanta4 mit dem silver surfer (ich muß da immer an den silver checker sri-oh-wan denken, aber vermutlich kann sich hier niemand mehr an montevideo erinnern), und wer ihn noch nicht gesehen hat, sollte dabei bleiben. schwachsinn gepaart mit schlechter schauspielkunst ist ja normalerweise kultig, aber eben nicht immer. leider. der erste teil wird jetzt nicht so wahnsinnig anders gewesen sein.

dann gab es im selben saal eine halbe stunde später noch 28 weeks later, was wiederum schon sein geld wert war (hoppla, der war ja gratis. naja, verbuchen wir es halt umgekehrt). wahnsinnig schöne hubschrauberszene, da rollen die köpfe wie nur was. düstere stimmung, wacklige handcamera und ein zombig-bombiges nicht-so-happy-end (achtung, spoiler. hoppla, zu spät.). kein pflichtfilm, aber kann man lassen. der erste teil wird jetzt nicht so wahnsinnig viel anders gewesen sein.

als chill-out haben wir uns noch kurz im food-court hingesetzt, wobei ich erfolgreich der versuchung, die von einigen meiner lieblingslokale ausging, widerstand, und haben uns vom herrn nachbarn mit dem mercedes abholen lassen. der krönende abschluß für einen gelungenen tag. danke milli!