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ein bißchen musiktheorie und all das andere zeug

Posts tagged with "musiktheorie"

boomwhackers®

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boomwhackers® sind eine sehr schöne erfindung, von der ich schon lange weiß, die mich aber erst in den letzten monaten zu interessieren begann. es handelt sich um (mehr oder weniger exakt) auf die töne der chromatischen tonleiter gestimmte plastikröhren, die es in verschiedenen sets und mit diversem, teils essentiellem (oktavkappen!), teils unnötigem (alles andere!) zubehör zu kaufen gibt und die man praktisch überall, vorzugsweise an den härteren stellen des eigenen körpers, anhauen kann, um ihnen töne zu entlocken.

boomwhackers® haftet ein bißchen die aura der pseudocoolen und verkrampft alternativen musikerziehung an, und das nicht zu unrecht. wenn man sich die website anschaut, bekommt man leicht das gefühl, es handle sich um technisch nicht sonderlich aufregende (hey, es sind farbige plastikröhrln!), geldbeschaffungstechnisch aber höchst flexible und erfolgreiche produkte. der markt ist tatsächlich voll mit (qualitativ) billigen und einem gewissen musikalischen anspruch unzumutbaren, aber (finanziell) teuren arrangements, songbooks und sonstigen zusatzmaterialien.

was mich dennoch bewogen hat, mir eine grundlegende ausstattung an boomwhackers® (zwei diatonische sets, die chromatische erweiterung, die erweiterung in die höhe und je ein diatonisches und chromatisches bassset sowie eine packung oktavkappen) zuzulegen, ist ihre versteckte, aber tatsächlich vorhandene coolness und ihre vielseitigkeit.

boomwhackers® kann man einerseits jedem in die hand geben, und jeder bringt irgendwas brauchbares raus, ohne angst zu haben, daß sie bei normalem gebrauch kaputtgehen. andererseits sind boomwhackers® aber auch halbwegs ernstzunehmende musikinstrumente, die man einigermaßen beherrschen muß, um wirklich schöne töne rauszukriegen. sie reagieren sehr sensibel auf die richtige haltung, schlagposition und - kraft, und sind daher nicht nur geeignet, die drei wichtigsten aspekte der musik (rhyhtmus, melodie und harmonie) zu vermitteln, sondern animieren auch zum exakten und kontrollierten spielen.

wenn man sich das durchliest, müßte man annehmen, daß boomwhackers® in jeder schule zu finden sind (sie kosten sicher weniger als andere orff-instrumente und sind wesentlich spannender und vielseitiger einsätzbar), tatsächlich ist dem aber nicht mal ansatzweise so. vorletzte woche, als ich einige meiner ehemaligen studienkollegInnen und weitere sehr nette musiklehrerInnen bei einer lustigen veranstaltung im stadtschulrat treffen durfte, konnte ich mich davon überzeugen, daß jeder schon mal von boomwhackers® gehört hat und sie aus offizieller sicht auch zum empfehlenswerten unterrichtsmaterial gehören, daß aber praktisch keine schule sie besitzt.

ich habe meine jedenfalls ein bißchen für meine zwecke selektiert und den relevanten teil (vier pentatonische 6ergruppen) in die schule mitgenommen. sie sind ganz gut angekommen, selbst die ewigen nörgler finden etwas cooles daran, und ihre laserschwertartigkeit hat mir den beinamen 'darth vader' eingebracht (so ein zufall, könnten jetzt meine coachinglehrgangskollegInnen sagen). obwohl der allgemeine kanon eher dahin geht, die boomwhackers® zum gemeinsamen musizieren aus mehr oder weniger uninteressant und kostenungünstig aufbereitetem notenmaterial zu verwenden, setze ich sie bisher fast ausschließlich für gruppenimprovisationen, intervallspiele und erste schritte richtung komposition ein.

das erschöpft ihren gebrauchsspektrum aber bei weitem nicht. nebst bisher nicht sonderlich konkreten gedanken, wie ich sie zb. in kommunikations- und gruppendynamiktrainings verwenden könnte (dazu gibt es vermutlich auch einiges an teurer und unbrauchbarer literatur), sind sie natürlich auch zum tatsächlich ernstzunehmenden musizieren einsetzbar. zwar ist die mikrophonierung nicht ganz einfach, und man kann mit müh und not höchstens vier boomwhackers® gleichzeitig in den händen halten, aber für bestimmte zwecke sind sie durchaus angebracht. beispielsweise gab es beim letzten pflichttermin, bei dem ich musikalisch so schon recht vielseitig tätig war, die gelegenheit, bei der letzten zugabe zwei nette menschen aus dem publikum (die ironischerweise schon vorher, zum teil vermutlich ohne ihr wissen, eine große rolle fürs konzert gespielt haben) aktiv einzubinden, indem sie den grundrhythmus des songs boomwhacker®n durften. und bei diversen zukünftigen unplugged-auftritten werde ich sicher wege finden, die boomwhackers® zum einsatz zu bringen.

ein sehr schöner kommunikativer aspekt kommt natürlich noch hinzu. die boomwhackers® sind knallbunt und (bis auf die ganz hohen) deutlich sichtbar, sofern man sie nicht extra irgendwo einwickelt. als ich sie das erste mal öffentlich transportieren mußte, habe ich selbiges zwar kurz erwogen, mich aber dann ihrer und damit auch meiner auffälligkeit gestellt, und das war auch gut so, denn die resonanz bleibt nicht aus. lehrerkollegInnen fragen mich im lehrerzimmer, was das eigentlich sei und was man damit anstellen könne, schülerinnen der 4C schreien durch die S-bahn-station rennweg: "der herr professof bárány! heute dürfen wir uns wieder schlagen!", und fremde sprechen mich in diversen öffentlichen verkehrsmitteln schüchtern an, ob boomwhackers® denn so eine art didgeridoo sind.

ohne werbung machen zu wollen: falls jemand zufällig musik unterrichtet, aktiv und gerne auch ein bißchen spontan musiziert, kommunikations- und gruppendynamiktrainings abhält oder einfach nur frauen in der straßenbahn kennenlernen möchte, kann ruhig ein bißchen geld in boomwhackers® investieren. sollte sich jemand mal ein bißchen mit ihnen auseinander- oder mit mir diesbezüglich zusammensetzen wollen, bitte einfach melden.

making the video

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so, nach fast einem jahr nun irgendwie zurück zum anfang. immerhin war dieser blog ursprünglich dazu gedacht, die musiktheorie ein bißchen durchsichtiger zu machen. ob das geklappt hat, müßten schon meine leser sagen, ich habe jedenfalls nicht das gefühl, daß sich hier wahnsinnig viele einen tieferen einblick in die geheimnisse der musiktheorie verschafft haben.

da ich aber beruflich (und berufunglich) unter anderem mit der vermittlung von musiktheorie zu tun habe, höre ich nicht auf, mir neue mittel und wege dazu auszudenken. und vor kurzem habe ich mir gedacht, daß ich mit einfachen, kurzen und knappen lehrvideos auf youtube auch ein paar leute erreichen könnte. also habe ich mal die ersten zwei folgen zusammengeschustert und stelle sie hier zur diskussion frei.




man beachte die hohe graphische und animationsqualität nebst hervorragendem ton natürlich. leider hat sich das kuhlophon im produktionsprozeß als ungeeignet erwiesen, aber stattdessen konnte ich das von meinen nachbarn zu meinem geburtstag erhaltene glockenspiel als instrument verpflichten.

nachdem ich schon erste beschwerden erhalten habe, daß ich mich (zumindest in der ersten lektion) total schlaftablettig artikuliere, möchte ich in absehbarer zeit nach der rückkehr aus zentralasien eine neue, verbesserte und eventuell von meiner wesentlich besseren hälfte gesprochene version dieser ersten beiden lektionen online stellen. dafür brauche ich aber alle verbesserungsvorschläge, die ihr mir bis dahin machen könnt. also bitte einfach und schonungslos drauf loskritisieren und -fragen. ok?

für besonders enthusiastische musikliebhaber gibt es wieder ein rätsel (ich tippe auf die germanistin als gewinnerin, aber mal sehen). welche musikstücke hört ihr während des intros von lektion 1? es sind leider auch sehr viele im mischmasch, die man nicht raushört, aber einige sind zeitweise sehr prominent erkennbar.

zoologie, glückshormone und fotos

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korallen und affen haben grundsätzlich nicht viel gemeinsam. zwar gehören beide zu den eumetazoa (den gewebetieren), während aber affen bilateria, also bilateralsymmetrisch gebaute zweiseitentiere mit allen konsequenzen wie vorder- und hinterende, mund usw. sind, gehören korallen zu den coelenterata, den radiärsymmetrisch gebauten hohltieren mit einem diffusen nervennetz, ohne atmung und blutkreislauf und mit lediglich zwei zellschichten (epi- und gastrodermis).

korallen leben ausschließlich im meer, affen an land. beide bevorzugen den tropischen gürtel, aber die spezielle affenart, um die es hier geht, lebt untypischerweise in der arktis. korallen machen lyrischen und hin und wieder country-angehauchten folkrock, während die arktischen affen mit ihrem von der ersten hälfte des son-clave geprägten drive (rein rhytmisch ungefähr wie coldplay auf ecstasy) so richtig abrocken.

gestern jedenfalls waren vertreter beider tiergruppen (der sich anbietende begriff spezies wäre in diesem fall im hinblick auf die korallen durchaus falsch) in der arena anzutreffen, was mich in leicht nachvollziehbare glückszustände versetzt hat. den ganzen tag bin ich auf einer kleinen wolke von glückshormonen (ob endorphin oder serotonin, vermag ich nicht zu sagen) geschwebt, wovon mich nicht mal monrose und avril (derweil muß ich ja noch klingeltöne machen) und zwei mariahilferstraßenweite stromausfälle abbringen konnten.

die korallen und die arktischen affen auf einem haufen, das ist ungefähr wie ein kindergeburtstag mit ronald mcdonald und elfriede jelinek, wie ein sechser mit zusatzzahl im lotto, wie ein simultaner sieg gegen kasparow und die brasilianische fußballnationalmannschaft oder wie illés am sziget und die beatles eine woche später auf rhodos. das schlägt sogar johnossi und mando diao, wenngleich nur knapp und sicher nicht wegen mando diao. da sind wir uns hoffentlich alle einig.

ich war gut vorbereitet, ich habe mir schon die letzten zwei wochen vornehmlich die beiden bands reingezogen, denn der mitsing- oder zumindest -summfaktor ist mir bei konzerten sehr wichtig. bei den korallen war es nicht ganz leicht, alle lieder im vorhinein zu kennen, weil sie ja angeblich im august eine neue platte rausbringen, aber ich hab mein bestes getan, micht im vorfeld zu informieren. das gehört ja zur verantwortung eines mündigen konzertgehers.

diesmal wären wir rechtzeitig da gewesen, aber die leute, die wir getroffen haben, haben mich beschwichtigt, daß die korallen eh nicht püntlich um 8 anfangen würden. gegen zehn vor hab ich dann doch ein bißchen gedrängt, reinzugehen, und so haben wir nur die ersten zwei lieder verpaßt. der rest war aber sehr schön, gute songauswahl, wenn auch etwas kurz. gerade mal eine dreiviertel stunde. dabei hätten sie schon noch ein paar sehr fetzige lieder gehabt! aber gut, war sehr schön.

die korallen und der mischturm
dann brach die lange zeit des wartens an, in der umgebaut wurde. ein mann mit großer ausdehnung in allen drei dimensionen hat den bass gestimmt, einer im blauen t-shirt mußte auf jeder musikerposition für die richtige einstellung der spots probestehen bzw. -sitzen, einer hat die gitarren gestimmt und sich dabei ein bißchen weggejammt. das war insgesamt nicht so aufregend, dafür aber viel zu lang. die musikuntermalung war durchgehend anspruchslos, nur als columbia von oasis gespielt wurde, wurde es plötzlich still, als würde die menge ahnen, daß da was großes passiert. die meisten waren aber vermutlich zu jung, um es zu kennen. ist ja auch schon 13 jahre her.
das sollte eine kunstvolle collage werden, ist aber aus lichttechnischen gründen nicht vollendet worden. das ist eine undeutlich erkennbare dixi traubenzuckerpackung mit erdbeergeschmack (der traubenzucker, nicht die packung), das zweite bild sollte dann ein klo sein. das konzept kann man auch so nachvollziehen und würdigen.
noch eine kurze anmerkung zur vorherrschenden bekleidung. ich halte es für einigermaßen phantasielos, zu einem konzert mit dem passenden t-shirt zu gehen. natürlich hat es was, drückt eine gewisse begeisterung und loyalität aus, aber es ist eben phantasielos und unindividuell. es sei denn, das t-shirt trägt die natürlich auch naheliegende, dennoch auf einer metaebene wiederum sehr postmoderne aufschrift "who the f*** are the arctic monkeys?". t-shirts anderer bands finde ich, sofern sie nicht gerade von der experience sind, auch nicht so super. naja. ist ja nur meine private meinung.
ein offensichtlicher kooks-fan mit kooks-frisur und kooks-shirt.
dann betraten die affen die bühne und ließen ein feuerwerk los, optisch wie akustisch, daß es nur so gekracht hat. die lichtshow war genial, obwohl ich nicht so auf lichtshows stehe, minimalistisch und gleichzeitig brutal, passend und sehr exakt. sie haben nicht ganz alles von beiden alben gespielt, aber so das meiste. dafür gab es leider keine zugabe. naja, was solls. geil wars trotzdem.

die lichtshow, impressionen
als krönender abschluß fuhren wir noch in der u3 mit diversen exfreundinnen von zwei drittel meiner brüder, das hat man auch nicht alle tage. insgesamt also ein durchaus gelungener abend. und das wetter war auch perfekt, danke wetter!

muh!

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ich habe es! das kuh-, oder sollte ich sagen muhlophon, das k6081, das bunte multifunktionsinstrument der nächsten generation!

eigentlich war es gar nicht so schwer. im selben geschäft, in dem mein brüderchen am samstag geschaut hat, habe ich auch geschaut, und dann bei der information gefragt (hat er auch gefragt? man weiß es nicht), woraufhin mir die nette dame es aus dem lager geholt hat. sie war leicht verdutzt, als ich sie nach einer stimmgabel gefragt habe, denn schließlich mußte ich ja testen, ob es auch wirklich in C-dur gestimmt ist, aber dann habe ich es mit hilfe meiner klingeltöne (tja, es schadet nicht, wenn man weiß, in welcher tonart sie sind, nicht wahr?) verifiziert.

es ist leider gar nicht so selbstverständlich, daß tierische kinderxylophone richtig gestimmt sind, denn das winniethepoohlophon von bontempi in einem anderen spielzeuggeschäft (das war noch vorher, nicht daß jemand glaubt, ich hätte an einem heißen tag wie heute nichts besseres zu tun, als nach dem kauf eines kuhlophons weiterhin spielzeugläden zu besuchen) war das nicht. interessanterweise war es in C-lydisch (es leben die kirchentonarten!), sprich mit fis statt f, womit alle auf der rückseite der verpackung angeführten lieder inklusive farbiger analphabetennotation für den hugo waren, weil sie natürlich für C-dur gedacht gewesen wären. gut, bontempi ist ja ein synonym für lo-fi-pseudoinstrumente, aber manches von ihnen hat auch hand und fuß. so hat zb. die caro am freitag auf einem bontempi-keyboard die schrecklichen ruby-geräusche und die wundersamen orgelklänge gezaubert.

ich kann auf dem kuhlophon (an diesem punkt merke ich, daß ich einen namen dafür bräuchte, irgendwas kurzes, prägnantes, was die zoologischen und musikalischen begebenheiten hinreichend reflektiert. vorschläge?) inzwischen nicht nur die relevanten teile von intelligent falling (gut, so wahnsinnig einfach ist das main riff auch nicht, das muß ich noch ein bißchen üben), sondern auch das allseits bekannte und beliebte gebimmel aus mister sandman (nein, nicht das von metallica) und außerdem das nervige geklimpere aus 1000 miles von vanessa carlton (wer sich nicht erinnert, müßte 2002 gewesen sein). damit dürften die muskalischen möglichkeiten auch mehr oder weniger ausgeschöpft sein.

tja, wenn wir schon wieder gar nicht mehr bei klingeltönen sind, kann ich auch noch anmerken, daß ich irgendwann in naher zukunft gekündigt werde, weil wir die polyphone klingeltonproduktion auflassen. somit kann es passieren, daß ich, der ich im moment noch zwei jobs habe, noch vor meinem nahenden geburtstag (zur erinnerung: große geschenke!) für eine weile ganz ohne job dastehen werde. na wenigstens hab ich dann mal wieder zeit, mich ein wenig auszuschlafen. ist schon mühsam, wenn man selbst am wochenende nach einer durchzechten nacht um 7 aufwacht, damit man ja nicht zu spät kommt zur gangaufsicht...

so sachen halt

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jetzt wollte ich eigentlich ganz was anderes schreiben, nämlich etwas über noten (schulnoten... die anderen hatten wir ja schon), aber ich bin zu dem entschluß gekommen, daß das keine so gute idee ist. es ist zwar eine interessante problematik, und ich hätte viel dazu zu sagen, aber ich glaube, meine position erlaubt es mir nicht, öffentlich allzu konkret über die verschiedenen stühle, zwischen denen ich sitze, zu schreiben. und unkonkret ist wiederum uninteressant. jedenfalls wäre es ein gutes thema für meine schüler, die gern bloggen würden, denen aber die themen ausgegangen sind (*hustjulian*). also noten. brauchen wir sie oder nicht, wie macht man es fair und gerecht, was gilt es zu beachten. 400 wörter bitte mindestens.

jetzt kommt eine frage an meine brüder (ein billiger trick, um sie auch wieder ein bißchen einzubinden, aber ernst gemeint): was meint ihr, ist es sinnvoll, einem haufen durchgeknallter 14-15-jähriger zu stecken, daß der groß- und einzigartige edwin prohaska am 25. juni im luftbad spielt? bei freiem eintritt auch noch, glaube ich? sind die reif für sowas? was meint ihr? ihr kennt zwar meine schüler nicht, aber ihr kennt IHN.

ich hab jetzt mal probeweise meinen gesamten musik-ordner auf shuffle geschaltet. ich hab ja da ganz interessante sachen... laut playlist sind es 6896 items, wobei da sicher einiges doppelt drin ist (dafür habe ich auch in anderen ordnern und auf anderen pcs noch andere musik). klingt nicht unbedingt nach so wahnsinnig viel (doch, tut es eigentlich schon!), aber es ist mehr, als ich laut last.fm seit dem 16. mai 2006 angehört habe. gut, da ist wiederum einiges nicht verzeichnet worden, weil keine tags oder so. wenn man aber bedenkt, daß ich in dieser zeit einzelne lieder bis zu 43mal gehört habe, kann man errechnen, daß manche wiederum noch ungehört sind. das meiste bisher ungehörte habe ich übrigens... von wem wohl, von meinen beiden musikverrückten brüdern. die kennen schon komische sachen.

ich habe mir diese woche außerdem die beiden hochgelobten neuerscheinungen von sir paul und lady tori zu gemüte geführt. nun ja. beide haben interessante momente, aber so richtig vom hocker reißen sie mich auch nicht. sir paul klingt einfach wie ein alter rocker, der durchaus gute ideen mit zu viel arrangement und wenig druck ein bißchen zu sehr verwässert. und tori amos, naja, ich war einfach neugierig. irgendwie sind singerin/songwriterinnen nicht so meins, nicht mal wenn sie stellenweise recht bluesig rüberkommen. aber das ist ja eigentlich jetzt auch nicht sooo weltbewegend...

morgen nach einer dreistündigen probe im t-on mehr über making the band, aber heute wars schon recht gschmeidig. ich freu mich schon seeeehr! schulband rulez!

einmal um den blog

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so, das waren jetzt 25 tage ohne blogeintrag, und das ohne besondere gründe. ist ja nicht so als wäre nichts passiert in der zwischenzeit, aber irgendwie hat es sich nie ergeben. dafür versuche ich jetzt, gleich mehrere themen unterzubringen. bin ich nicht nett?

fangen wir mit dem an, was eh schon alle wissen. wir, the ingeborg bachmann experience, hatten zwei erfolgreiche konzerte, wobei das erste im tunnel eher publikumstechnisch, das zweite im andino eher musikalisch erfolgreich war. soll nicht heißen, daß beim ersten die musik schlecht und beim zweiten das publikum fad gewesen wäre, aber ich hoffe, daß wir bei den nächsten konzerten eine mischung aus dem ersten, sehr zahlreichen publikum und der zweiten künstlerischen leistung hinbekommen. die gelegenheit naht, eh schon wissen, 17. april im planet music, und ich reite wirklich nur deswegen darauf rum, weil wir vorverkaufskarten vorverkaufen müssen. wer eine mag, bitte melden!

jetzt zeig ich mal einen eleganten themenwechsel. im andino wurde von einer künstlerkollegin beanstandet, ich hätte zu oft meine brille zurechtgerückt. meine neue brille wohlgemerkt. na, hab ich das nicht sauber hingekriegt? jedenfalls habe ich heute im zuge eines besuchs beim optiker meines vertrauens, bei dem es um eine lockere schraube ging, dafür gesorgt, daß sie nicht ganz so oft runterrutscht. das hält erfahrungsgemäß 1-2 tage.

zur neuen brille ist noch folgendes zu sagen. ich hatte ja jetzt sehr lang (zu lang) meine alte, das müßten so um die dreieinhalb jahre gewesen sein. das ist insofern doof, weil meine augen blöderweise immer besser werden, die brille daher schon lange zu stark war und ich zudem viel am computer sitze, was die augen sehr anstrengt. sie werden also besser, strengen sich aber mehr an. paradox, nicht wahr?

ich hab meine augen mit der neuen brille jedenfalls bewußt unterkorrigieren lassen. das heißt, ich sehe nicht immer alles ganz scharf, aber das ist ungemein entspannend. man muß ja nicht immer alles scharf sehen. außerdem sehe ich mit beiden augen gleichzeitig natürlich viel besser als mit jeweils beiden einzeln.

wir haben uns mal so ein buch gekauft, mit dessen hilfe man seine brille innerhalb kürzester zeit wieder unnötig machen können soll. haut natürlich so nicht hin, enthält aber einige interessante ansätze und gedanken. zum beispiel glaube ich in übereinstimmung mit dem buch, daß unterkorrigieren den augen grundsätzlich gut, sprich entspannend für die augen ist. das problem ist ja, daß man als kurzsichtiger eine brille bekommt, die auch auf 100 m scharfe bilder liefern soll, man aber in den seltensten fällen so weit sieht. besonders in der stadt ist es ja äußerst schwer, 100 m weit zu schauen. meistens schaut man auf ein buch oder einen bildschirm, höchstens mal einen halben meter weit, oder auf die unmittelbare umgebung. dafür braucht man jedenfalls nicht die volle sehstärke. das vielleicht nur als impuls für all jene in meinem verwandten- und bekanntenkreis, deren augen immer schwächer und deren brillen immer stärker werden.

jedenfalls hab ich laut refraktionistin (refraktiometristin?) der unschlagbar billigen, aber unsagbar deutschen optikerkette auch einen astigmatismus (das muß das gegenteil dessen sein, was jesus hatte) auf beiden augen. im buch steht, daß das entgegen der lehrmeinung nix angeborenes und unveränderbares ist, sondern eher aus verspannungen der augenmuskulatur resultiert, und daß man ihn mit geeignetem training innerhalb von tagen wegbekommt. letzteres kann ich nicht bestätigen, ersteres klingt aber schlüssig, weil ich erstens noch nie irgendwo anders einen astigmatismus gemessen bekommen habe und zweitens weiß, daß ich erst seit ich im neuen büro (ok, so neu auch nicht mehr, bald 3 jahre) arbeite und aus ikeatechnischen gründen zu nah am bildschirm sitze, das problem mit den augen (insbesondere dem linken) habe, das sich nun als astigmatismus identifiziert hat.

die neue brille hab ich jetzt extra ohne astigmatismuskorrektur machen lassen. weiß nicht, ob das hilft, aber ich lasse es mal darauf ankommen. daraus folgt allerdings, daß ich paradoxerweise auf größere entfernungen schärfer sehe als auf mittlere, weil sich offensichtlich das doppelbild auf die mittleren entfernungen stärker störend auswirkt. ist mir ehrlich gesagt so gut wie egal, ich sehe genug und immer besser. die bereits erwähnte refraktionistin wollte das natürlich nicht gelten lassen, also habe ich die neue brille doch nicht bei den teutonen, sondern bei der perle aller optikerketten (29% rabatt! und bald sogar 30%!) machen lassen.

so, das war jetzt ein langer und uninteressanter ausfulg in die augenheilkunde, daher zu etwas viel wichtigerem. da meine schuhbänder schon wieder gerissen sind, hab ich nicht nur neue gekauft, sondern mich auch zu einer neuen schnürung inspirieren lassen. ich habe mich hier ausgiebigst informiert und mich für die doppelhelixbindung entschieden, was mich jetzt vielleicht in schwierigkeiten bringt, weil sie patentiert ist. ich als zivilrevoluzzer lasse es mal drauf ankommen. jedenfalls habe ich gerade als ich diese informative und absolut empfehlenswerte seite zwecks verlinkung wieder aufgerufen habe, entdeckt, daß ich meine schuhe vermutlich mein ganzes leben lang falsch gebunden habe! ich werde die verbesserungsvorschläge ausprobieren und hier von meinen erfolgen berichten. ist doch schön, wenn man in meinem alter noch was dazulernen kann...

was war da noch... ach so, das wetter. ist euch vielleicht auch schon aufgefallen, es ist echt häßlich geworden. blöderweise hatte ich keine zeit mehr, die letztes jahr angedachte idee des schneevolksbegehrens (es sollte gesetzlich verboten werden, daß es mitte märz in den niederungen noch schneit, und schneechaos sollte mit mindestens 6 jahren freiheitsstrafe bestraft werden) in die tat umzusetzen, aber ich habe mein politisches programm um einen weiteren punkt aufgemotzt: wir sollten eine große mauer um österreich bauen, die den wind abhält. gut, oder? ich bin sicher, 60-70% aller vorzeigeösterreicher würden beide ideen unterstützen. der rest sind ja nur irgendwelche liberalen ökospinner, denen schnee und wind wichtiger sind als österreich.

wenn wir schon bei politik sind... irgendwie frage ich mich, was in diesem land so abgeht. und wir schimpfen über die amis, weil sie angeblich kurzsichtig und dumm sind? österreich sollte mal im eigenen vorgarten kehren. aber hauptsache wir lassen es zu, daß wir in zukunft noch ein jahr länger verarscht werden. ich glaube, ich werde irgendwann meine idee mit der partei, die keine eigenen interessen, sondern das wählervotum vertritt, verwirklichen. juristische hinweise dazu nehme ich gern entgegen (und bitte auch gleich zur schuhbandlpatentfrage). bedenken habe ich keine, weil ich daran glaube, daß die mehrheit (demokratie hat ja was mit mehrheit zu tun, auch wenn ich immer wieder von überzeugten demokraten höre, daß sie sich eigentlich einer echten mehrheitsentscheidung nicht stellen wollen würden und deswegen diese pervertierte pseudodemokratie vorziehen) im grunde das selbe will wie ich: in ruhe und frieden mit wenig einschränkungen und vielen möglichkeiten zu leben, sich zu bilden und zu verwirklichen.

apropos wenig einschränkungen und viele möglichkeiten. ich habe, neugierig wie ich bin, in der schule etwas ausprobiert. nennt sich im mittelschullehrerfachjargon zwar offenes lernen, ist es aber wissenschaftlich gesehen nicht, sondern nur eine methode des offenen lernens, nämlich so lernstationen. sprich die schüler dürfen ablauf, tempo und im endeffekt sogar erfolg bzw. ertrag des lernens selbst bestimmen; ich hingegen bin für das material, das setting und weitere hilfestellungen zuständig. war eine interessante erfahrung, oder inzwischen sogar eineinhalb, und ich werde das ganze mit kleinen änderungen auch in anderen klassen noch durchziehen. ich will das hier nicht im detail durchbesprechen, und es liegt sicher auch daran, daß ich noch nicht besonders viel erfahrung mit solchen dingen habe, aber es ist jedenfalls interessant zu beobachten, daß eine gruppe von jungen, intelligenten, aufgeschlossenen menschen den vogel der freiheit lieber in einen käfig sperrt, anstatt ihn fliegen zu lassen, einfach weil sie es so gewohnt sind.

so, nur kurz rekapitulieren, ob wir alles erledigt hätten... experience, brille, schuhbandln, wetter, politik, schule... naja, im notfall schreib ich einfach bald wieder. schadet ja nicht.

lieder runterhören

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nach langer zeit mal wieder ein post in zusammenhang mit dem ursprünglich vorgesehen hauptthema dieses ganzen blogs. es soll ja keiner sagen, daß ich nicht meinem bildungsauftrag nachkomme!

nehmen wir an, der dreizehnjährige hubert aus wien 21 (nickname anarchydevil24), seines zeichens punkrocker der vierten generation, möchte unbedingt ein lied auf seiner gitarre spielen können, findet auf den einschlägigen internetseiten keine fehlerfreien transkriptionen. was tun?

ich habs ja leicht, weil ich beruflich damit zu habe, aber ich sag euch gleich: es ist bei weitem nicht so schwer wie es manche annehmen. daher möchte ich jeden ermutigen, es zu versuchen. manche lieder sind leichter, manche schwerer, aber man kann alles runterhören.

beginnen wir mal damit, daß man grob die tonart des liedes feststellen sollte. dazu empfiehlt es sich, sein instrument bei der hand zu haben, weil es sonst nicht wirklich geht. man läßt einfach das lied spielen und versucht, die grundtöne zu finden. die tonart des liedes ist meistens am anfang und am ende einigermaßen prominent vorhanden, und normalerweise beginnt und endet eine strophe auch mit der haupttonart (nicht immer, aber man kann ja mal mit dieser hypothese arbeiten).

nach und nach sucht man dann einfach alle grundtöne zusammen. die basslinie ist dabei ein guter anhaltspunkt, aber sie spielt nicht nur die grundtöne. trotzdem hört man, ob der ton, den man gerade auf seinem instument spielt, der grundton ist oder nicht. im zweifelsfall empfehle ich, den ton, der um eine quint tiefer liegt, auch auszuprobieren. normalerweise macht es irgendwann klick und es paßt.

das ist natürlich etwas, was auch komplett ohne musiktheorie geht: ausprobieren, bis es hinhaut. es geht allerdings um einiges schneller, wenn man die intervalle, die der grundton macht, halbwegs einschätzen kann. dann findet man nämlich den grundton des nächsten taktes wesentlich leichter. nach und nach sollte man bestimmte akkordverbindungen einfach erkennen lernen.

jetzt kommt der aufwendigere teil: zu jedem grundton muß man den passenden akkord finden. in 99% aller fälle ist er dur oder moll (evtl. als septakkord), sehr selten vermindert, fast nie übermäßig, und manchmal ein sextakkord (das bedeutet, der gefundene ton ist eigentlich gar nicht der grundton, sondern die terz, wie zb. in G/h).

auch hier kann man mit bloßem hören auskommen, aber es schadet auch wieder nicht, wenn man weiß, welche stufen in der jeweiligen tonart eher dur oder eher moll sein sollten. natürlich gibt es kaum ein lied (naja, alles von CCR, aber sonst nicht so viele), wo das komplett konsequent durchgezogen wird, denn sehr oft werden mollstufen zu dur alteriert (tatsächlich gibt es lieder, die zur gänze mit dur-akkorden auskommen), und hin und wieder wird auch aus dur moll (das klingt dann immer ein bißchen nach beatles oder oasis).

es kommt außerdem vor, daß die basslinie wandert, die harmonie aber gleich bleibt. das erkennt man meistens daran, daß der bass stufe für stufe abwärts wandert, die harmonie aber... eben gleich bleibt. sperrt doch einfach die lauscher auf!

so kommt man also schritt für schritt an das harmonische grundgerüst eines liedes. das reicht in den meisten fällen schon, um es nachzuspielen. wenn nicht, weil zb. irgendwelche wichtigen riffs oder licks vorhanden sind, dann hört man die eben ton für ton runter. das geht natürlich leichter, wenn man schon die jeweilige harmonie kennt, weil man damit auch den tonvorrat beschränkt.

es gibt einen schmutzigen trick für zu schnelle riffs: verlangsamt den jeweiligen ausschnitt in einem beliebigen wave-editor. dann hat man plötzlich viel mehr zeit, die schnellen tonfolgen zu identifizieren. wenn das programm mit dem verlangsamen auch immer transponiert, dann empfehle ich eine oktav (halbes tempo), weil man dann nicht erst transponieren muß. wenn das jeweilige riff schon eher tief ist, wird das nicht gut gehen, und generell verwischt ein solches verlangsamen die musik ein bißchen, sodaß es nicht immer ganz leicht ist, das riff wirklich herauszuhören, aber man kann es ja mal probieren.

so, jetzt müßtet ihr also in der lage sein, ein beliebiges lied runterzuhören. wer möchte, kann das als hausübung machen und hier posten, mal sehen obs dann wirklich stimmt.

wem es nur darum geht, irgendwelche lieder nachzuspielen, hab ich einen tipp: transponieren! wenn man den tonumfang der meisten bekannten sänger mit dem eigenen vergleicht, schauts normalerweise für einen selbst nicht so gut aus, und die künstler nützen das schamlos aus, indem sie tonlagen wählen, die für einen normalsterblichen utopisch sind. damit geht allerdings oft hand in hand, daß sie auch in wirklich doofen tonarten spielen. wenn man also transponiert, dann erleichtert man sich sowohl das singen als auch das spielen. zwei klappen mit einer fliege sozusagen. keine sau interessiert es, in welcher tonart ihr ein lied nachspielt, um es dann auf youtube euren freunden zu zeigen. und ich behaupte mal ganz keck, daß die tonartencharakteristik dabei auch ziemlich wurscht ist.

so, das war nicht mal wahnsinnig lang, und ihr habt was fürs leben gelernt. ich hoffe nur, daß die musikindustrie nicht auch bald die verklagt, die lieder runterhören. der nächste schritt wäre dann, alle zu verklagen, die musik hören. aber das ist ja eine andere geschichte...

ferien

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nach den weltbewegenden einträgen der letzten wochen diesmal was langweiliges: ich habe ferien. das bedeutet, daß ich nur die 20 stunden arbeite, die ich vorher schon gearbeitet habe, aber nicht in die schule muß. und das ist in punkto lebensqualität schon einiges.

ich weiß eh, lehrer haben es total gut, weil dauernd ferien und sowieso den halben tag frei und alles, aber so einfach ist das nicht. erstens hört die schule ja nicht um 13:40 auf (bzw. die für die 4A freitags um 13:50), sondern geht im kopf weiter. man denkt drüber nach, was man das nächste mal besser und überhaupt was man in den nächsten stunden machen könnte, wie der eine typ in der dritten reihe nun wirklich heißt oder einfach mal über den sinn des lebens.

was aber noch stärker wiegt, ist, daß man als lehrer die paar stunden, die man täglich in der schule verbringt, komplett auf zack sein muß. da kann man nicht später zurückrufen oder mal eine kleine kaffeepause machen, wenn es der stundenplan nicht erlaubt, und entscheidungen müssen auch sofort getroffen werden. klar hat man in einem anderen beruf auch solche situationen, aber eben nicht durchgehend. wer nicht glaubt, daß das anstrengend ist, soll es mal ausprobieren.

ferien sind jedenfalls was feines. im kopf ist trotzdem schule, ich plane die nächsten wochen schon mal vor, zumindest grob, aber zum teil auch relativ detailliert. man kann ja auch ohne das alte haus von rocky docky interessanten musikunterricht machen. die beiden fünften spielen schon fleißig bass zum singen, bald auch schlagzeug, die 6A kann schon total gut mit pentatonischen stabspielen improvisieren, die erste und die zweiten sind ziemlich fix in musiktheorie.

die 5A war letztens im computerraum und hat sich seiten wie last.fm und pandora angeschaut, nach den ferien reden wir dann darüber, was das ganze soll und wie man als künstler und als konsument von sowas profitiert. mal sehen, was da kommt, manche waren eher damit beschäftigt, die fotos auf der experience-homepage zu bewundern ("herr professor, wer ist der fesche blonde da?").

apropos experience. wir haben einen gig an land gezogen, bei dem wir supporten. am 1.3. im tunnel. genaue infos folgen noch per mail. wir freuen uns jedenfalls riesig. und jetzt sollten wir bald zu proben anfangen.

wer übrigens gern mit musik herumexperimentiert, sollte das hier ausprobieren. ich hab ein paar solche und ähnliche links gesammelt und möchte sie auch im unterricht einsetzen. wer auch nur etwas entfernt ähnliches kennt, bitte melden!

mir fällt nix ein

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keine sorge, mich gibt es noch. mir fällt nur im moment nix wahnsinnig aufregendes ein, was ich schreiben könnte. nicht daß die bisherigen sachen so wahnsinnig aufregend gewesen wären, aber manches war mir ein anliegen und manches andere ist durchaus positiv aufgenommen worden.

aber jetzt... musiktheorie liest eh keiner, über die schule mag ich jetzt auch nix schreiben, politik sollten wir lieber unkommentiert lassen... von der experience gibt es im moment auch keine news, und essenstechnisch hat das neue jahr bis auf einen büffelburger im café rundfunk auch noch nicht viel geboten. damit wären eigentlich alle interessanten themen ding... uninteressant.

wir könnten ja mal wieder was interaktives machen, das kommt immer am besten an. ob der integrationstest, die formanalyse oder die lustigen vor- und nachsätze im post über vorsätze, jedenfalls hab ich offensichtlich genug leser. man muß sie nur irgendwie dazu animieren, ihren senf hierzulassen (apropos, gibt es in norwegen irgendwelche senfspezialitäten? obwohl es ja jetzt eh schon wurscht ist [an dieser stelle erwarte ich dezenten applaus]).

ach ja, das wetter vor 15 jahren ist wirklich ein geniales buch. also selbst im vergleich mit den brenner-romanen. ob wolf haas blogs liest? vermutlich hat er besseres zu tun. naja, ihr offensichtlich nicht ;-)

[ob ich es mal schaffe, einen post zu schreiben, der kürzer ist, als die glaubwürdig dazugehörigen tags? wer mir mathematisch das gegenteil beweisen kann, möge dies bitte tun, bevor ich mich anstrenge]

neujahrsvorsätze

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andere leute stecken ihre haare hoch, ich (bitte alle späße, in denen der ausdruck "in ermangelung" vorkommt, verkneifen) lieber meine ziele. ich hab nämlich vor, meinen lieben schülerInnen nicht weniger als saugeilen musikunterricht zu bieten.

natürlich muß das ganze lehrplankonform erfolgen, aber das läßt sich bewerkstelligen. einerseits sind die lehrpläne (unterstufe - oberstufe) ja etwas schwammig, andererseits sind da sachen drin, die sicherlich keiner von euch in der mittelschule gelernt hat. also besteht da ein gewisser spielraum.

grundsätzlich ist mir sehr wichtig, mit dem zu arbeiten bzw. von dem auszugehen, was da ist. und im falle von musik ist das das, womit die schülerInnen tagtäglich zu tun haben: die musik auf ihren iPods (ja, die meisten haben einen. das werden wir eh noch diskutieren müssen) und im radio, die daten und fakten, die sie aus dem internetz und vermutlich aus diversen jugendmagazinen kennen, das bißchen was, was sie im klavierunterricht und so aufgeschnappt haben, also eh einiges. wenn musikunterricht nicht funktioniert (und das ist angeblich häufiger der fall), dann deswegen, weil der lehrer auf all dies keine rücksicht und/oder keinen bezug nimmt. selbst schuld.

gleichzeitig gibt es vieles, was man im unterricht durchnehmen sollte, weil allgemeinbildung und so. für mich ist in diesem zusammenhang wichtig, daß es sich dabei nicht um punktuelle daten handelt (der klassiker sind aus dem zusammenhang gerissene jahreszahlen. wer weiß schon, wann beethoven geboren wurde? ungefähr genügt, und wenn man es genau braucht, schaut man nach), sondern um einen groben überblick, an dem man dann die einzelnen details aufhängen kann. und ich finde, einen groben überblick kann man schon relativ schnell bekommen.

das bringt mich schon zu meinen beiden kranken ideen, die ich mal antesten werde. das erste ist "musikgeschichte in einer stunde". natürlich kann man in 50 minuten (gut, eine schulstunde sollte man eher nur auf 30 planen) kein vollständiges bild der musikgeschichte malen, aber andererseits geht das auch in 2 monaten nicht. man kann aber die entwicklung aufzeigen, die wichtigsten epochen (mittelalter, renaissance, barock, klassik, romantik und 20. jhdt.) kurz skizzieren, viele hörbeispiele anspielen und so einen groben, aber ausbaufähigen überblick herstellen, der über punktuelle inhalte, wie sie zu meiner zeit im musikunterricht üblich waren, nicht zu bekommen ist.

in der folge kann ich dann einzelne hörrätsel bringen, die die schülerInnen einer epoche oder vielleicht sogar einem komponisten zuordnen müssen. das erlaubt weiterführende fragen, zb. woran man überhaupt erkannt hat, worum es sich handeln könnte... in meinen augen ist es wichtiger, auch unbekanntere musik ungefähr einordnen zu können, als alle 17 themeneinsätze in einer einzigen bach-fuge oder jeden ton des ersten satzes der kleinen nachtmusik zu kennen (die ironie des schicksals ist, daß kaum einer die anderen sätze kennt. das bringt mich auf eine idee... siehe rätsel weiter unten). wenn also meine schülerInnen am ende des schuljahres (und im idealfall noch in 1-2 jahren) purcell als barockmusik identifizieren können, bin ich damit meines erachtens weiter, als viele musiklehrer in 8 jahren. und außerdem kann man dann werkbetrachtungen, gattungs- und formenlehre und derlei an musikrezeption gebundenes zeug auch wieder schön in einen kontext setzen.

die zweite kranke idee ist "musiktheorie in einer stunde". nachdem wir alle wohl ansätze der musiktheorie in der schule gelernt und wieder vergessen haben, sehe ich da keinen besonderen leistungsdruck. auch da ist mir lieber, die schülerInnen lernen weniger, aber dafür so, daß sie das konzept dahinter verstehen. und ich glaube, in einer stunde geht sich folgendes aus: die töne, die intervalle (grob, ohne die feinheiten), die versetzungszeichen, dur- und natürliche molltonleiter, dur- und molldreiklänge. und paßt schon. niemand muß den quintenzirkel auswendig lernen, wenn er weiß, wie er die töne von F#-dur findet (übrigens halte ich songs in F# major für einen durchaus interessanten albumtitel. ob ich die experience dazu überreden kann, unsere zweite platte so zu nennen? die erste sollte natürlich greatest hits 1965-68 heißen).

das sind die beiden projekte, die mich wirklich reizen. mag sein, daß sie in die hose gehen und nach der einen stunde nix hängenbleibt, aber erstens glaub ich das nicht und zweitens wäre das dann vom ertrag her wohl eine normale unterrichtsstunde. hauptsache wir haben spaß.

was mich weiters beschäftigt, sind praktische dinge wie DJing, tontechnik-basics, algorithmisches komponieren (wozu hab ich meine diplomarbeit darüber geschrieben, wenn ich das nicht umsetze?), grundlagen der liedbegleitung (jeder mensch sollte mal schlagzeug und bass spielen dürfen, bitte die menschenrechte dahingehend erweitern), diskussionen über musikkonsum (iPod, Ö3, last.fm, ...), gegenseitige horizonterweiterung und sowas. zusätzlich zu den referaten, die die schülerInnen halten müssen, eh schon volles programm.

das einzige problem ist, daß gerade die oben genannten praktischen anwendungen ohne praktische anwendung nicht so viel hergeben. also zb. DJing ist nur halb so interessant (nein, eigentlich fast gänzlich uninteressant), wenn man nicht die gelegenheit bekommt, mal ein bißchen beatmatching zu probieren oder den crossfader hin- und herzuziehen. aber wie ermöglicht man das in einer klasse von 31 schülerInnen? besonders wenn die schule klarerweise nicht über solches material verfügt und ich daher einiges ausborgen müßte?

na ja, ich werde mir schon was überlegen. jedenfalls hab ich mir da einiges vorgenommen. viel glück, kann ich da nur sagen. von hals- und beinbruch gar nicht erst zu sprechen.

so, kommen wir mal zum versprochenen rätsel. hier sind vier musikstücke (in schirchem MIDI-format), die sich allesamt in unmittelbarer nachbarschaft von seeeeeeehr bekannten sätzen mehrsätziger werke befinden, also direkt vor oder nach stücken, die sicherlich ausnahmslos jeder von euch kennt. und trotzdem kennt ihr diese vier ziemlich sicher nicht oder nur in einzelfällen. wer den komponisten errät, ist schon mal gut, wer das werk auch noch rausfindet, ist ein streber.

eins zwei drei vier

so, bitte, los gehts.