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Sunday, 6. September 2009, 15:16:40
katzeklo, spieltheorie, experience, wunschzettel
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heute ist ein kindheitstraum in erfüllung gegangen. kindheitstraum sei hiermit etwas flexibler als sonst definiert, nach dem motto "es ist nie zu spät für eine erfüllte kindheit", und außerdem sei hiermit gleich am anfang festgehalten, daß manche träume besser träume bleiben sollten.
das ganze fing nicht erst an, als mein norwegischer bruder letztens aus schweden gefacebookt und damit indirekt angeboten hat, mir was mirzunehmen. meine faszination für grausliches essen ist hoffentlich allseits bekannt, und so überrascht es kaum jemanden, daß ich mir
surströmming (bitte zuerst studieren und erst dann weiterlesen) gewünscht habe. und wer wenn nicht gergô ist auch manns genug, solche indirekten angebote auch in die tat umzusetzen, selbst wenn das auf dem flug explosionsgefahr bedeuten sollte.
die zutaten für ein surströmmings-fest: surströmming, gekochte kartoffeln, rote zwiebel, sauerrahm, svenskt tunnbröd, milch und viel wasserwir haben uns heute bestens ausgerüstet auf der donauinsel getroffen, ich sage lieber nicht genau wo, um einer eventuellen strafverfolgung zu entgehen. trotz eines zeitgerechten und ausnehmend einladend formulierten aufrufs bei facebook kam nur bodi, der alte schwede, dazu, und er auch mit einer fast einstündigen verspätung. da war fast schon der ganze spaß vorbei.
gergô hat die dose in einem eimer wasser geöffnet, was dann blubberbläschen und gestank produziert hat. beides hielt sich in grenzen, wobei der geruch qualitativ durchaus penetrant war, eine mischung aus verwesung und fisch zum quadrat. wir konnten auf jeden fall erahnen, wie es ohne wasser gerochen hätte.
die blubberbläschen. das wasser war vorher kristallklar, die trübheit ist direkt proportional zur wurzel des gestanks.nachdem die dose ausgeblubbert war, haben wir sie ganz aufgemacht und in einem frischen eimer wasser fertigstinken lassen, danach die fische entnommen und wieder in einem frischen eimer wasser ein bißchen ausgelüftet und dann noch unter fließendem wasser abgewaschen.
die fische selber haben recht unschuldig wie jeder andere tote hering ausgeschaut, und ich habe schon die hoffnung gehegt, daß der geschmack doch recht interessant sein könnte. bei
hákarl etwa ist es ja so, daß man, wenn man den ammoniakgeruch ignoriert, mit einem durchaus spannenden geschmackserlebnis nach reifem käse belohnt wird. muß auch nicht jedem schmecken, aber ich habs gemocht.
leider hält sich surströmming nicht an diese einfache regel und schmeckt auch abseits des geruchs eher penetrant, sauer, verwest und extrem salzig. selbst mit viel beiwerk haben wir uns eher zwingen müssen, um ihn runterzukriegen. bodi hat überhaupt gekniffen und hat sich rein vegetarisch ernährt.
ein festmahl. wenn man nicht wüßte, was es ist, möchte man fast mitessen...der wunderbare geruch, den wir zu diesem zeitpunkt kaum noch wahrnahmen, hat auch freunde gefunden: ungefähr alle fliegen und wespen der donauinsel haben sich auf unseren tellern und um den eimer herum (die dümmeren unter ihnen gleich im eimer) versammelt. wir haben ihnen nahegelegt, sich nach schweden zu verabschieden, aber wie ich glaube erfolglos.
nachdem wir satt waren (recht bald also), haben wir alle reste umwelt- und mitmenschengerecht entsorgt und alles, was mit dem fisch oder mit etwas, was mit dem fisch in berührung gekommen ist, in berührung gekommen ist, schön mit seife ab-, aus- und einfach nur so gewaschen. und nach ein paar kilo schwedischer schokolade und diversen kaugummis war das erlebnis rückwirkend eigentlich total witzig.
heute abend gibt es dann matjesfilets mit sardellenpaste und eine ungarische fischsuppe, und fischstäbchen oder diese wunderbar öligen makrelen vom billa habe ich auch schon lang nicht gegessen. und sollte jemand bald in japan sein, ich würde mich über
funazushi freuen.
was ich aus dem heutigen tag gelernt habe:
a) man muß die ferien ordentlich verabschieden, wenn man sich schon nicht auf die schule freut.
b) manches klingt nicht nur grauslich, sondern ist es auch.
c) die schweden sind ein spinnertes volk (darüber kann man sicher diskutieren).
d) facebookmenschen sind feig und unspontan.
Monday, 11. May 2009, 19:48:23
experience, wunschzettel, vorzeichen, da ist der wurm drin
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vor einer weile, schätzungsweise in den 70ern, gab es in salzburg einen offizier namens wutschnik (-ig, -igg, whatever). so lautet zumindest die legende, die ich von der ex meines zaubernden schwagers (nix mehr mit in spe) gehört habe. und aus irgendeinem grund, der mir mitsamt des rests der legende entfallen ist, soll man, wenn jemand niest, statt "gesundheit" eben "wutschnik" sagen. so ohne pointe ist das nicht sehr lustig, aber man kann es ja trotzdem tun. was meine nunmehr offiziell besser hälfte (nicht offiziell besser, aber offiziell hälfte) und ich seit jahren praktizieren, leider ohne besondere ansteckungsergebnisse.
so ist es mit memen. sie können sich verbreiten, müssen aber nicht. besonders wenn ich an der sache beteiligt bin, sind meme eher lahm. was wir schon daran sehen können, daß nicht nur niemand außer uns in absehbarer zeit wutschnik sagen wird, sondern auch daß hüdlihü trotz dieses posts keine besondere verbreitung erfahren wird.
gestern auf der heimfahrt von podersdorf durfte ich einer jungen dame im zug zuhören, die ihren freundinnen ziemlich laut erklärt hat, daß hüdlihü ein von ihr erfundenes wort für die runde schachtel von eckerlkäse ist. für mich war eckerlkäse auch ein neues wort, aber es ist eigentlich ein sehr gutes wort für etwas, wofür ich sonst keinen namen kannte ["Gehandelt wird Schmelzkäse häufig in Form kleiner dreieckiger Scheibensegmente (streichfähig) in Alufolie", so wikipedia deutlich weniger effizient]. jedenfalls sagte sie, sie hätte hüdlihü schon allen erasmus-studenten in schweden eingetrichtert, und daß es jetzt die heilige pflicht ihrer freundinnen sei, das mem auch hierzulande zu verbreiten.
meine heilige pflicht ist es nicht, aber mein vergnügen (wird eh nix helfen). jedenfalls gibt es zur zeit zu hüdlihü nur einen google-treffer, bei dem es um alles andere als eckerlkäse geht, und nicht mal eine studivz-gruppe, was man von erasmus-studenten durchaus erwarten könnte. das heißt, ab morgen bin ich der erste google-treffer. yeah!
was leider an der coolness des mems nichts ändern wird. wie schon oben ausgeführt, bin ich ein absoluter coolness-killer. nicht nur was meme angeht, leider. zum beispiel ist studivz uncool geworden, nachdem ich mich angemeldet habe, und facebook steht (leider, denn es ist im gegensatz zu anderen networking-sites eine wirklich elegante, durchdachte, funktionierende und praktische sache) in kürze das gleiche bevor. ich bin sicher, sogar pflichttermin würde sofort einen drummer und einen bassisten finden, wenn ich aufhören würde (wir suchen schon seit einem guten jahr, ganz nebenbei).
coolness killen funktioniert sogar live. neulich in podersdorf (15 € eintritt, damit man 5,50 für ein "hühnerkebab", sprich fladenbrot mit gebratenen hendlstücken, die noch nie einen spieß gesehen haben, und currysauce, die am nächsten tag durchfall erzeugt, zahlen darf) ging so eine schöne uncoolnessblase mit mir durch die menge. wobei sich mir die coolness von so einer veranstaltung auch nicht ganz erschließt, besonders wenn die wuzzeltische absolut unter jeder kritik sind.
das schöne an der uncoolnessblase ist, daß man selbst sowie jeder, der sich darin befindet, die geschehnisse um einen herum total uncool finden darf. so fanden wir zb. thomas d. ein bißchen uncool (oder einfach nur nicht cool genug), und aloha from hell sogar so uncool, daß bodi und ich die ganze zeit das gleiche nirvana-lied zu ihren eher mäßig unterschiedlichen songs singen mußten. wir fanden es auch uncool, daß sabine bauchweh hatte. und im nachhinein finde ich äußerst uncool, daß ich julchen dort nicht gesehen habe und daß bei ihr zur selben zeit eingebrochen wurde.
eigentlich wäre hüdlihü ja ein schönes wort für die uncoolnessblase, wenn es nicht schon eine andere bedeutung hätte. und runde eckerlkäseschachteln haben bis auf die form wenig mit der uncoolnessblase gemein. zumindest bisher... wer weiß, vielleicht wird eckerlkäse ja jetzt uncool...?
Wednesday, 31. December 2008, 17:30:46
experience, dominante, wunschzettel, dilemma
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aus dem sommerloch ist ein ausgewachsenes herbstloch geworden, teils weil ich keine lust/zeit zum schreiben hatte, teils weil mir manche themen an einem tag sehr, am nächsten aber nur noch mäßig schreibwürdig erschienen sind (und das schreiben immer auf diesen nächsten tag gefallen ist). rechtzeitig zum jahresende melde ich mich aber zurück, und zwar ganz ohne silvesterbezug
1.
theoretisch habe ich mir vorgenommen, die ersten paar tage des neuen jahres, in denen ich eine sturmfreie bude gehabt hätte (gefühlsmäßig ist diese konstruktion genau verkehrt, ich würde zuerst die hypothetische zukunft und dann erst die vergangenheit, in der selbige geplant war, ausdrücken wollen, aber das funktioniert nicht), mit fleißigem blogschreiben zu verbringen, aber das ist jetzt ins wasser gefallen, denn erstens bin ich zeitweise selbst nicht da und zweitens die restliche zeit nicht sturmfrei, was ja durchaus auch gewisse vorteile hat (die ohne zweifel überwiegen, nur wenn man sich schon mal auf eine sturmfreie woche gefreut hat und so, aber das ist eine andere geschichte).
weihnachten haben wir jedenfalls in berlin verbracht, und das hat zwar auf den ersten blick nix mit der überschrift zu tun, wird aber nach dem lesen dieses eintrages ganz fest und untrennbar damit verbunden sein, wie auch alles andere, worum es hier gehen wird, bis auf die sturmfreie bude, die SMS-flut und solche randerscheinungen. also berlin. wir haben anna und arnold besucht, die jetzt dort wohnen, haben aber im gegensatz zu unseren bisherigen, deutlich kürzeren und aktiveren berlin-aufenthalten quasi nicht viel gemacht außer scrubs geschaut, diverse bilderbuchcafés und ethnisch geprägte lokale zwecks nahrungsmittelkonsumation besucht, gekocht, gegessen und das nach einigen partien gar nicht so nicht lustige nicht-lustig-spiel gespielt.
berlin ist ja irgendwie tückisch, einerseits kann man so gut wie alles geschriebene verstehen (es sieht aus wie deutsch), andererseits versteht man dann fast nix gesprochenes (es klingt nicht wie deutsch). und so zum essen gehen und so ist es eine echt coole stadt, aber zum leben, na ich weiß nicht. wäre nix für mich. andererseits habe ich vermutlich einfach ein bißchen schiß vor einer richtigen großstadt.
na jedenfalls haben wir dort auch die weihnachtsgeschenke überreicht und ausgepackt, und nebst anderen schönen dingen (ich freue mich schon auf den casual friday! wobei das jetzt nur die insider checken werden) habe ich von meiner besseren hälfte den dritten teil der herr-lehmann-trilogie (eigentlich den zweiten, denn der dritte ist sozusagen der erste. oder so. prequels sind sowieso eine eigenartige sache, weil man nicht mehr unvoreingenommen an einen charakter herangehen kann, den man von später kennt, aber ihre zählung ist noch um einiges verwirrender.) bekommen.
ohne jetzt auf das buch besonders einzugehen (es ist genauso toll wie die anderen teile, und läßt durchaus noch raum für weitere teile zwischen diesem dritten/zweiten und dem ersten/dritten, soweit ich dies von der mitte des buches aus beurteilen kann), muß man festhalten, daß es sehr unwahrscheinlich ist, daß in einer eventuellen verfilmung wieder christian ulmen die hauptrolle spielt. schade, denn er war, soweit ich das ungesehen beurteilen kann, eine gute besetzung für den herrn lehmann in der verfilmung des ersten/dritten teils der trilogie. ich hab ihn schon lang nicht mehr gesehen, aber ich vermute, er sieht nicht mehr aus wie der herr lehmann mit 19, damit ist es also hinfällig. dabei wäre es durchaus interessant, den dritten/zweiten teil verfilmt zu sehen, er ist im wesentlichen ein wahnsinnig witziges und geniales kammerspiel (im gegensatz zur epischen weite des zweiten/ersten).
was wir in berlin noch gemacht haben, hat wiederum mit dem christian ulmen zu tun. da sehen wir schon, alles ist mit allem untrennbar verbunden, man muß diese verbindungen nur sehen. vor jahren, als der ulmen damals beim harald schmidt war (ich nehme an, er war durchaus öfter bei ihm, aber das wird mit an sicherheit grenzender wahrscheinlichkeit jene gelegenheit gewesen sein, bei der er den herrn lehmann promotet hat. harald schmidt hab ich auch schon lang nicht gesehen, aber das nur am rande, das hat jetzt mit nix wirklich was zu tun.), hat er ihm seine nasendusche vorgeführt.
wir nasenduschen auch seit einer weile, nicht wegen dem ulmen, sondern wegen der nase (und regelmäßig erst angeregt durch die amira, die keinen berlinbezug vorweisen kann, außer daß sie dort noch nie war, was für eine deutsche ja durchaus schon ein bißchen außergewöhnlich ist, aber einen silvesterbezug, weil sie den jahreswechsel gerade bei uns verbracht und bei dieser gelegenheit meinen blogeintrag wohlwollend zur kenntnis genommen und um diese ergänzung hier gebeten hat), ist aber echt gut. wenn das warme, salzige wasser durch ein nasenloch eindringt, die nebenhöhlen flutet, den dreck rausspült und dann durch das andere nasenloch wieder herauskommt, dann ist das ein eigenartiges, aber durchaus positives gefühl (man könnte es ohne weiteres mit anderen eigenartigen, aber durchaus positiven körpergefühlen vergleichen, dann müßte man allerdings das werk einer anderen aus dem deutschen musikfernsehen bekannten persönlichkeit bemühen). wer es nicht glaubt, soll es selbst mal probieren. ich weiß nicht, ob der harald schmidt es damals geglaubt hat, der ulmen schien jedenfalls sehr begeistert zu sein, und das nicht ohne grund.
zum nasenduschen braucht man neben warmem wasser eine nasendusche (einmalinvestition) und salz. früher haben wir bei bedarf, zb. bei schnupfen (eigentlich nur bei schnupfen, aber egal), die salzlösung, die wir vorher zum inhalieren verwendet haben, nachher durch eine definitiv originelle konstruktion meiner besseren hälfte aus einem trichter und einem aquariumputzschlauch durch unsere nasen rinnen lassen (das klingt jetzt so nach gemeinschaftsprojekt, tatsächlich haben wir das abwechselnd gemacht, je nach bedarf eben). dann haben wir eine professionelle nasendusche in der apotheke erstanden und kiloweise nasenspülsalz bei einer nicht näher genannten drogeriemarktkette gekauft.
nasenspülsalz ist laut verpackung je nach marke koch- oder meersalz, ist aber hygienisch verpackt und auf das volumen gängiger nasenduschen abgestimmt (außerdem vermutlich irgendwie speziell gemahlen oder so, damit es sich besser auflöst, was es aber gar nicht so tut), also durchaus nicht ganz trivial selbst herstellbar. es ist, ebenfalls laut verpackung, besonders in der schnupfen- und pollenflugzeit zu empfehlen. leider hat besagte nicht näher genannte drogeriemarktkette selbiges mitten in der schnupfenzeit kommentarlos aus dem sortiment gestrichen. zwar gibt es natürlich auch einige andere möglichkeiten, zum beispiel in der apotheke oder, wie wir in berlin beim schlecker entdeckt haben (ja, schlecker gibt es in wien auch, aber da waren wir noch nie, ihr schon? na eben.), beim schlecker, aber viel teurer und in viel kleineren packungsgrößen.
zum glück hat die nicht näher genannte drogeriemarktkette in deutschland das produkt nicht mitten in der schnupfenzeit aus dem sortiment gestrichen, also konnten wir uns mit einem großeinkauf für die nächsten wochen eindecken. das darf hier durchaus als appell verstanden werden, einen eventuellen deutschlandaufenthalt mit einem einkauf bei der nicht näher genannten drogeriemarktkette zu verbinden und uns was schönes mitzubringen. es sei denn, jemand kennt eine in wien verfügbare und kostengünstige alternative (sollte jemand koch- oder meersalz abwiegen und portionsweise zu je 2,25 gramm in hygienisch vertretbare säckchen abfüllen wollen, sind wir auch nicht abgeneigt).
berlin ist also immer für etwas gut, auch wenn die stadt, wie oben ausgeführt, von meinem persönlichen standpunkt aus irgendwie tückisch ist. und der herr lehmann ist auch für einiges gut. und nasenduschen auch. und wie angekündigt, ist alles mit allem fest und untrennbar verbunden, und das wäre auch schon ein gutes schlußwort, wenn nicht noch die fußnoten kämen, es sei denn, man hat sie schon vorher gelesen.
1 na gut, ganz ohne gehts nicht: die mobilfunkindustrie muß
2 sich angesichts der SMS-flut zu weihnachten, silvester usw. nicht vor der wirtschaftskrise
3 fürchten. mich nervt das, euch auch? wenigstens hab ich einen richtig coolen sms-ton
4.
2 eigentlich stand hier zuerst "braucht", aber dann war ich mir doch unsicher, ob brauchen mit oder ohne "zu" zu gebrauchen ist.
3 kommt in einem blogeintrag in den nächsten tagen zu wort.
4 hier klicken
Tuesday, 13. November 2007, 19:59:41
katzeklo, experience, da ist der wurm drin, integrieren
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hallo erstmal. ich weiß nicht, ob ihr es wußtet, aber wir haben seit nunmehr über zwei wochen zwei kätzchen. bilder und so gibt es dort, wo es bilder und so über solche dinge gibt.
inzwischen haben sie sich ganz gut eingelebt, und wir haben uns auch an die veränderten lebensbedingungen angepaßt. die wohnung lebt auch noch, die wenigen gefahrenzonen (weniger für die kätzchen, mehr für die wohnung) haben wir entschärft bzw. hinter normalerweise verschlossensn türen... ähm... verschlossen.
wir waren auch schon ein paarmal bei der tierärztin um die ecke. ein paarmal deswegen, weil csilla, die schwarze katze (seit sie hier herumrennt, hab ich dauernd pech. echt gemein.) zwar gesund ist und nur zwecks katzengrippeimpfung und milbenpräparat dort war, bei szüri, der kleinen grauen, aber der verdacht auf bronchitis, asthma und ähnlich arge dinge bestand. sie atmet nämlich laut hörbar, als hätte sie sonstwas in den atemwegen. sie bekam antibiotika und cortison, wir haben sogar die lunge geröntgt, aber es ist noch immer da. gestern, bei der vierten untersuchung, hielt die ärztin ihr die nase zu, worauf das geräusch weg war. ok, das überrascht euch jetzt vielleicht weniger, aber es war auch dann noch weg, als sie schon durch den mund geatmet hat. daraus schließen wir: es ist nix mit der lunge. und das ist die gute nachricht.
die schlechte ist, daß wir eben nicht genau wissen, was es ist, aber vielleicht gehts auch so weg. nach 10 tagen antibiotika und cortison sollte alles abgetötet sein, aber es kann auch eine fehlbildung sein oder was auch immer. würde viel kosten, es herauszufinden, und nicht unbedingt viel bringen. also warten wir jetzt mal ab.
grundsätzlich wirkt sie nicht krank, sie spielt viel, besonders gern mit csilla, weniger mit uns. sie ist ein bißchen schüchtern, manchmal verbringt sie den halben tag unter der couch, aber der laserpointer läßt sie dann wieder zu einem richtigen raubtier werden. wir sind also zuversichtlich, daß sie uns nicht einfach mal so von den latschen kippt, sondern auch mit lauter atmung ihren spaß hat.
csilla ist überhaupt eine hauskatze, wie sie im buche steht. sie kommt dauernd schmusen (tatsächlich läßt sie sich manchmal kaum abwimmeln), oder sie spielt mit allem möglichen zeug, das heumliegt. besonders gern hat sie den bimmelball und den bunten, der schlechtere klang-, aber bessere flugeigenschaften hat. aber klopapierrollen und dergleichen tun es auch.
für uns liegen die größten änderungen einerseits darin, daß wir jetzt dinge wie essen, taschen, zeitungen usw. nicht mehr offen herumliegen lassen sollten (beim essen passen wir auf, bei zeitungen lassen wir es darauf ankommen), und daß man sich immer was anziehen muß. also barfuß ist nicht, weil man sonst dauernd katzenstreu an den nackten sohlen picken hat, und der rest empfiehlt sich, egal wie heiß (was derweil zum glück noch nicht so ein problem war), denn so ein bein kann leicht mal mit einem kratzbaum verwechselt werden.
aus diesem grunde habe ich nun extra zwei paar jeans in gebrauch: die hausjeans, die zerkratzt und dreckig werden dürfen, und die ausgehjeans, die unseren allergikerfreunden zuliebe in einem hermetisch abgeriegelten reinraum aufbewahrt werden. sollte trotzdem jemand niesen, bin ich nicht schuld.
profane dinge wie katzeklo putzen behalt ich jetzt lieber für mich, das ist eine erfahrung, sie jeder selbst machen sollte. interessierte dürfen sich gern melden. und wer einfach mal streicheln kommen will, auch. und bitte nicht vom strengen geruch hinter der eingangstür vertreiben lassen...
Monday, 17. September 2007, 16:48:49
experience, montag, kunst, da ist der wurm drin
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tja, immer das gleiche... da läßt man sich so lang zeit mit dem schreiben, und wenn man dann doch etwas aufregendes zum schreiben hat, dann bezieht es sich auf das zuletzt geschriebene. und wie so oft, muß man das zuletzt geschriebene revidieren.
es geht um den speck. nicht um den, der beim elixia weniger werden soll (ich arbeite dran... so viel, wie ich in letzter zeit trinke, hat sich mein wasserhaushalt sicher erheblich gesteigert, und damit ist das körperfett inklusive dem ganzen rest zwingend weniger geworden. ich trinke einfach so lang, bin ich nur noch 10% speck hab. aber darum gehts ja hier wie gesagt nicht), sondern um den beim lila mobilfunkanbieter. gut, so richtig arg ist der speck bisher nicht in erscheinung getreten, da ja die letzten sieben jahre bis auf das eine monat, in dem ich erstens in deutschland herumhandyfoniert und zweitens die lustige gewinnspielhotline im fernsehen mehrmals angerufen habe und damit über die grenze gekommen bin, liebenswürdigerweise die firma meine rechnungen bezahlt hat (danke firma!). aber gute nummer ist teuer, und daher will ich meine mitnehmen, und das war eine einigermaßen durchwachsene (speck-metapher!) angelegenheit.
ich habe ja darüber berichtet, daß die sympatische azubine in dem mehrfach besetzten t-mobile-shop undsoweiter ehschowissn, jedenfalls ging ich nach knapp zwei wochen wieder dorthin, weil ich bis dahin nichts erhalten habe. der diesmal nicht ganz so sympatische männliche angestellte (diesmal mußte ich lange warten, aber hey, es war ja auch vormittag) hat im computer nachgesehen und mir gesagt, die sache sei in bearbeitung und müßte eigentlich schon abgeschickt worden sein, aber er veranlaßt, daß es nochmal gesendet wird. innerhalb von drei-vier tagen ehschowissn.
nachdem bis heute (das ist schon wieder 6 tage her) nix angekommen ist, ging ich einfach mit allen unterlagen in das mobilshop meines vertrauens in der neubaugasse, wo man theoretisch verträge und wertkarten aller betreiber bekommen kann (bis auf yess, gibts nur beim hofer). praktisch reden sie einem 3 aus (also nicht drei betreiber, sondern 3). nun ja, die haben gesagt, das ist alles kein problem, mach ma. ich brauche nur mein kundenkennwort. welches ich nicht hatte.
also ging ich (man darf ruhig anfangen zu zählen) wieder hinaus und zwei häuser weiter in mein ehemaliges büro, um erstens den schlüssel zurückzugeben, zweitens natürlich mit meinen kollegen zu plaudern, drittens mich von frau dorfinger, der netten büronachbarin (wer kennt es nicht, das lied von shirley bassey über frau dooor-finger) zu verabschieden und mir ihre neuesten werke (sie macht ziemlich geniale so... hmm, bilder ist das falsche wort. jedenfalls verkauft sie ihre designs jetzt auch an möbel-, stoff- und sonstige hersteller; wer interesse hat, möge sich an mich wenden, ich bekomme 25% provision, aber das nur am rande) anzuschauen und viertens mein kundenkennwort herauszufinden. was ich auch alles tat.
dann ging ich zurück in das sympatische geschäft mit meinem kundenkennwort, und die beiden herren haben mal alles in die wege geleitet. man muß ja nur eine äußerst unproblematische NÜF-anfrage machen, die dauert zwei minuten, und dann halt den neuen vertrag abschließen. also alles easy. dauert halt ein paar minuten. und ich hab mir gedacht, in den paar minuten erledige ich mal die anderen dinge, die ich zu erledigen hatte.
ich mußte erstens meinen lenkdrachen (er braucht übrigens einen namen. lenkdrachennamenfindungscontest!), der am samstag die jungfernflugversuche nicht überlebt hat, wiederbeleben lassen müssen. war ein leichter eingriff, nur das zumachen ist etwas schwierig, weil man die stange durch die richtigen ösen und laschen schieben muß. das geheimnis der genickbruchvermeidung bei lenkdrachen ist ja, wie ich heute nebenbei erfahren habe, daß man, wenn man eh schon mit ca. lichtgeschwindigkeit richtung boden rast, die leinen locker- bis komplett losläßt. wenn man nämlich anzieht, wie wir (ich hab ihn ja nicht kaputtgemacht, nicht daß jemand glaubt!) es immer getan haben, hauts ihn nämlich ziemlich ordentlich auf die pappn. aber jetzt lebt er wieder und wird bei günstiger windsituation baldigst wieder abheben wollen.
dann mußte ich mir zweitens neue jeans kaufen und drittens das erste weihnachtsgeschenk dieses jahres (hahaaa!!! der kluge mann baut vor, wie ich seit der dritten klasse weiß, wilhelm tell war doch für etwas gut). und dann fühlte ich mich schon bereit, ins shop zurückzukehren und das mim handy unter dach und fach zu bringen.
so einfach, wie die sache ist, ist sie allerdings natürlich nicht. bei t-mobile lag ja bereits eine NÜF-anfrage vor (die, die ich schon zweimal im t-mo-shop initialisieren ließ), was wiederum weitere NÜF-anfragen blockiert hat. alles kein problem, sagte der shopbetreiber, wenn ich bei t-mo anrufe und mir die unterlagen gleich dorthin in den shop faxen lasse. also rief ich an... etwa fünf minuten später hat das handy von selbst das warten aufgegeben und aufgelegt. also rief ich nochmal an... diesmal kam ich nach etwa zwei minuten an eine sehr ungut aufgelegte dame, die nach abfrage all meiner daten (hmm, ich denke zurück an diese episode vor etwa 7-8 jahren, als ich mir was beim chinesen bestellen wollte und ich am telefon sofort mit meinem namen begrüßt wurde. aber mobilfunkbetreiberhotlines sehen meine daten nicht, wenn ich anrufe? nicht mal die nummer???) bestätigt hat, daß die NÜF-anfrage läuft und es sich nur noch um tage und so. nein, faxen geht natürlich nicht. also blieb noch die letzte möglichkeit: NÜF-anfrage stornieren. und da so ein storno auch wieder eine weile braucht, ging ich zwischendurch sushi essen.
dabei habe ich mir nicht nur die zunge verbrannt (danke misosuppe!) und misoyaki (in misosauce marinierte und dann gebratene butterfischstückchen) gegessen, sondern auch eine wundervolle nachricht in meinem glüxkex gefunden: ich würde bald neue unternehmungen... unternehmen (die wortwahl war irgendwie anders). gut, das wußte ich schon immer, nur das bald kam nie, aber inzwischen sind wir wirklich fast so weit. denn, für alle die das noch nicht wissen, ich mach mich selbständig und biete ab sofort
seminare für schüler und studenten (jeweils mit Innen) an. wer sich anmelden möchte, nur zu, und wer nur die anmeldung (danke bodi!) testen möchte, möge dies erkennbar dummymäßig tun, damit ich die testdaten nachher wieder löschen kann. ein kurzer anruf bei meiner zukünftigen steuerberaterin hat bestätigt, daß ich mir in diesem jahr definitiv keine gedanken wegen steuer, sozialversicherung oder so schnickschnack machen muß, also los gehts.
danach, und jetzt wird die geschichte endlich spannend, ging ich zum vierten mal durch die tür des handyladens, fest entschlossen, diesmal nicht ohne erfolg wieder rauszugehen. und siehe da, eine schnelle NÜF-anfrage, ein paar schnelle unterschriften unter nicht genau durchgelesene dokumente, ein paar schnelle transaktionen, und schon bin ich im besitz eines dritten handys. im moment wäre ich also unter one, t-mobile und telering erreichbar, aber da es ja darum geht, daß ich in zukunft nur noch meine t-mo-nummer verwenden will, geb ich euch die anderen nicht. in etwa einer woche wird die nummer sowieso auf telering rübergeNÜFt, die alte t-mo-simkarte inklusive handy drumherum muß ich ja an meine exfirma zurückgeben, und am one-handy ruft inzwischen eh fast keiner mehr an, da lasse ich die wertkarte einfach mal auslaufen (ja, ich mach sie vorher schon leer, keine angst).
ich bin wieder bei nokia geblieben, 6230i, eine legende, zwar schon etwas älter, aber noch immer konkurrenzfähig, und ohne viel brimborium. mal schauen. schaut jedenfalls besser aus als das orange-weiße w200i, das mit einem ähnlichen preis-leistungs-verhältnis ins rennen ging. und das beste ist, ich kann das ding neben infrarot und bluetooth auch mittels MMC-karte mit musik beladen und mit dem dazugekauften adapter auch in der schule zum vorspielen von MP3s verwenden, womit sich die notwendigkeit eines players erübrigt. gut, das hätten die meisten handys gekonnt, aber die hätten zum teil auch nochmal 149 € und sowas gekostet. also ich glaub, mein nokia und ich werden ganz glücklich miteinander.
der langen rede kurzer sinn, ich hab keine neue nummer, und das ist die hauptsache. wer mich also in zukunft anruft, wird von einer sympatischen stimme, die "telering" in den hörer haucht, begrüßt. na wenn das kein grund ist, mich anzurufen.
Thursday, 30. August 2007, 22:35:11
biologie, kein tag wie jeder andere, essen, geldbörse
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die wunderbare welt der millennium-city... da könnte man doch echt einen universum-vierteiler drüber drehen. und ich wollte auch schon immer mal drüber schreiben, aber heute bietet es sich mal wirklich an, denn ich habe heute geschlagene 10 stunden in diesen heilgen hallen verbracht und mich dabei wirklich amüsiert, und zwar nicht in erster linie über das publikum, wie sonst.
aber schön der reihe nach. ich habe mich im elixia eingeschrieben, denn in meinem alter muß man auch was dafür tun, daß man nicht nach seinem alter ausschaut. heute hatte ich meinen fitnesscheck, bei dem mein "bodyage" auf 28 bestimmt wurde. tja, da staunt ihr, was? ich hätte allerdings auch 19 erreichen können, wenn ich in einigen bereichen bessere werte hätte, und daran soll ich jetzt arbeiten. aber bis ich die 19 erreiche, bin ich schon mindestens 23. oder so.
mein körperfettanteil beträgt sage und schreibe 18,1% und befindet sich dabei im als "optimal" ausgewiesenen bereich (14,1-19,0). der computer empfiehlt dennoch, den wert auf unter 14,1 zu senken (minus 2 jahre bodyage!), wobei sich da für mich die frage stellt, inwiefern es gut ist, den optimalen bereich zu verlassen. laut der netten trainerin ist das halt "besser als optimal, man könnte auch sagen ideal!", also wieso nicht. ideal ist natürlich viel besser als optimal, auch wenn der bereich eigentlich "niedrig" heißt, aber das klingt schon wieder so wertend, so negativ, dabei ist der name einfach nur objektiv, denn das ist wirklich niedrig. aber eben ideal. man lernt nie aus.
(auch wenn ich damit copyrights verletze: "Halten Sie ihren Körperfettwert im Optimal Bereich (sic!) und Sie beugen der Entstehung vieler ernsthafter gesundheitlicher Probleme vor. Wenn es Ihnen gelingt, Ihre Körperzusammensetzung von 18,1% in einen Bereich von weniger als 14,1% zu verbessern, ändern Sie Ihr BodyAge um 2 Jahre." - 2 jahre oder der entstehung vieler ernsthafter gesundheitlicher probleme vorbeugen? das ist hier die frage. sollte ich jemals als strich in der landschaft durch selbige wandeln, bitte wenigstens "happy bodybirthday" singen.)
mein gesamtwasserhaushalt beträgt 59,9% und ist damit gerade noch niedrig, auch wenn mich der computer nachträglich auf 60% aufgerundet und damit als mittel eingestuft hat. dabei ist eh in allem, was ich trinke, auch etwas wasser drin... na wie auch immer. hirnmasse, knochen, haut, innere organe, muskel- und raviolianteil wurden nicht gemessen, rein rechnerisch machen diese dinge aber 22% meines körpers aus. fett abbauen ist also auch schon deswegen wichtig, weil ich ja mehr platz fürs wasser haben sollte, und sonst würde das wohl auf kosten des meines erachtens nicht ganz unwichtigen rests gehen. also werde ich meine stelzen und whopper in zukunft nur noch als suppe konsumieren (zumindest bis danone den ersten kebabdrink auf den markt wirft). prost!
der rest war weniger aufregend, meine aerobe fitness ist mittel, aber nur um einen ml/kg/min (achtung, uneindeutiger doppelbruch!) unter gut (und damit weit über "na ja"). bizepskraft dafür exzellent für meine altersgruppe, tja. ideal wäre laut angabe "gut" gewesen, da soll sich noch einer auskennen. und jetzt hab ich ein schönes trainingsprogramm zusammengestellt bekommen und dann bei der durchführung festgestellt, daß mein größter feind die fehlende motivation ist, da geht man was voller tatendrang an, und nach einer halben stunde will man eigentlich nur noch nach hause (legendär in diesem zusammenhang meine antwort auf die frage auf dem medizinischen formblatt: "gibt es andere gründe [neben diversen herzgschichten und so, die ich mit "nein" beantworten mußte], die dagegen sprechen, ein fitnessprogramm zu beginnen?" - "zählt faulheit?"). naja, es war dann so ein goldener mittelweg zwischen konsequenz und nachgeben, also nicht mal ein grund, unstolz auf mich zu sein.
danach ging ich wie geplant sushi essen, in der milli (so nennen wir insider liebevoll die millennium city) gibt es ja running sushi, und der laden gehört dem vater von einem schüler aus meiner lieblingssechsten. und während ich noch (es war 16:56) überlegt habe, ob der bis 17 uhr geltende mittagstarif dann gilt, wenn man bis 17 uhr zu essen beginnt, oder aber wenn man bis 17 uhr bezahlt, winkten (wanken? wunken?) mir schon vier fröhliche sacrécoeuristInnen einladend zu. nachdem ich die frage des tarifs schnell mit dem kellner geklärt habe (wer um 17 uhr bestellt hat, kann bis 18 uhr nach mittagstarif essen), setzte ich mich auch zu ihnen und ging ihnen ein bißchen auf die nerven (sie haben mich echt vermißt). daß wir den toni kennen, hat leider nichts genützt, da sein vater nicht da war, aber die qualität des essens war auf jeden fall um einiges besser als vor ein paar jahren, als ich das letzte mal dort war. und da ich mit meiner elixia-off-peak-mitgliedschaft den club bis 17 uhr verlassen haben muß, werde ich besagten mittagstarif wohl in zukunft auch öfter in anspruch nehmen (selbst wenn man bedenkt, daß man um das gleiche geld einen großen eimer kentuckyfriedchickendings oder 3-4 whopperartige kaufen kann. running sushi ist gesünder und klingt schon nach sport).
der nächste programmpunkt ist ähnlich überraschend spontan aufgewertet worden. ich hab mir ja ursprünglich überlegt, auszunützen, daß a) frauchen mal nicht da ist, b) es einige filme im kino gibt, die ich anschauen würde und sie nicht (sowas gibt es umgekehrt ja nur in der theorie) und c) der frühe donnerstagabend unwiderstehlich dazu einlädt, um 5 € für VOR-jahreskartenbesitzer (ich bin sogar VOR-vorjahreskartenbesitzer. aber das nur der vollständigkeit halber.) zwei oder mehr filme hintereinander anzuschauen. drei wären ja mal eine gewisse herausforderung, und ich seh schon, daß mich jemand darüber aufklären wird, wie illegal und unmoralisch das ist, und genau deswegen. das programm hat nicht so mitgespielt, aber zwei lagen durchaus optimal (fast ideal, definitiv besser als "na ja"). und zu alledem treffe ich auch noch meine liebe nachbarin, die auch mal einen strohverwitweten abend und lust auf kino hatte. ich habe sie ganz schnell zu den beiden filmen und dem damit verbundenen nervenkitzel überreden können.
bevor der erste film begann, ging ich noch schnell zum t-mobile-shop, um nach einem tagelangen hin und her mit einer vollmacht von sms.at ausgestattet meine rufnummernmitnahme zu einem anderen anbieter in die wege zu leiten. was die kompetenten und für genau sowas zuständigen leute in der t-mo-zentrale offenbar in einer knappen woche nicht geschafft haben, gelang einer sehr sympatischen azubine in knapp 4 minuten. daher und auch sonst kompliment an den shop, im gegensatz zu den ganzen anderen handynetzbetreiberbetriebenen shops waren hier nicht nur mehr als kleinergleich 1 leute anwesend, um den kunden (KUNDEN!) sofort (SOFORT!) bedienen zu können, sondern auch noch kompetent und nett. schade eigentlich, daß ich den betreiber wechsle, aber mit den tarifen rechnet es sich leider echt nicht.
der aktuelle stand der dinge ist übrigens, daß ich meine nummer wahrscheinlich zu telering mit- und dort irgendeinen billigen tarif und ein gratishandy, mit dem ich auch halbwegs gscheit MP3s abspielen kann, nehme. zwei klappen mit einer fliege sozusagen. mücken erwischt man ja angeblich nicht. das mit dem neuen handy wird auch langsam zeit, denn seit einigen tagen schaltet sich mein auch nicht mehr taufrisches 3510 immer wieder spontan ab (das problem hatte ich früher auch schon mal mit einem anderen gerät selben typs, das hat sich aber durch einen akkutausch wieder behoben. jetzt hab ich den damals neu gekauften nachbauakku auch schon drin, hüft aber nix.), oder aber auch unspontan, aber konsequent beim mailboxabhören, weswegen ich nicht weiß, wer mir heute draufgesprochen hat. julchen, warst du das?
so, dann also kino. nach langem hin und her haben wir uns auf cola und rumkugeln geeinigt und hatten damit quasi cuba libre mit schokolade (das nächste mal peilen wir einen long island ice tea an). die beiden filme waren zwei fortsetzungen, deren jeweilige prequel wir allerdings beide nicht gesehen haben. was vermutlich nicht so ein verlust war.
der erste film war fanta4 mit dem silver surfer (ich muß da immer an den silver checker sri-oh-wan denken, aber vermutlich kann sich hier niemand mehr an montevideo erinnern), und wer ihn noch nicht gesehen hat, sollte dabei bleiben. schwachsinn gepaart mit schlechter schauspielkunst ist ja normalerweise kultig, aber eben nicht immer. leider. der erste teil wird jetzt nicht so wahnsinnig anders gewesen sein.
dann gab es im selben saal eine halbe stunde später noch 28 weeks later, was wiederum schon sein geld wert war (hoppla, der war ja gratis. naja, verbuchen wir es halt umgekehrt). wahnsinnig schöne hubschrauberszene, da rollen die köpfe wie nur was. düstere stimmung, wacklige handcamera und ein zombig-bombiges nicht-so-happy-end (achtung, spoiler. hoppla, zu spät.). kein pflichtfilm, aber kann man lassen. der erste teil wird jetzt nicht so wahnsinnig viel anders gewesen sein.
als chill-out haben wir uns noch kurz im food-court hingesetzt, wobei ich erfolgreich der versuchung, die von einigen meiner lieblingslokale ausging, widerstand, und haben uns vom herrn nachbarn mit dem mercedes abholen lassen. der krönende abschluß für einen gelungenen tag. danke milli!
Sunday, 8. July 2007, 23:46:42
wunschzettel, spieltheorie, essen, sonntag
...
ja ja, ich gebs ja zu. so als quasi arbeitsloser klingeltonproduzent und lehrer mit ferien hat man es wirklich schwer. heute zum beispiel, obwohl sonntag, voll der streß. aber voll. um nicht zu sagen ur voll.
zuerst gab es picknickstreß. ist ja an sich schon schwer genug, wenn man weiß, daß gleich zwei picknicks auf einen zukommen, eins um 11 und das zweite um 17 uhr. und zu beiden soll man auch noch unterschiedliche sachen mitnehmen. hätte man da nicht zwei picknickdecken, die legendäre picknickkugel und die neue, größere kühltasche von tchibo/eduscho, wäre das ganze durchaus problembehaftet. so aber ging sich beides super aus.
eine kleine schwierigkeit für die tagesplanung hat die spontane einladung zu einem heuteabendlichen spieletestabend bedeutet. im wesentlichen eine ähnliche runde wie letztens, nur daß es diesmal das von vier medieninformatikstudenten entwickelte spiel
and yet it moves zu testen gab. ein wirklich originelles konzept, hat nicht umsonst beim independent games festival lorbeeren eingeheimst. kann man auf der homepage runterladen und ausprobieren, lohnt sich.
wer grad nicht testen durfte (ging nur auf zwei laptops gleichzeitig und war mit einem vollständigen durchspielen der ersten 4 levels und ausgiebigem feedback verbunden), hat natürlich wieder wii gespielt. ja, tennis auch, aber diesmal haben wir noch andere aufregende sachen ausprobiert. unter anderem haben wir... nein, das kann ich eigentlich nicht schreiben. es war höchst unpädagogisch. aber es hat viel spaß gemacht. viel mehr als irgendwelche ballerspiele auf irgendwelchen anderen konsolen. ich sage nur: wer falsch singt, sollte sich in acht nehmen...!
Tuesday, 19. June 2007, 21:14:16
vorzeichen, freitag, konsonanz, spieltheorie
...
auf vielfachen wunsch...
am samstag waren wir im t-on und haben drei stunden mit richtig fettem equipment geprobt. es ging nicht alles so gut wie ich es mir gewünscht hätte, aber die mitwirkenden haben zumindest mal mitbekommen, wie es klingen könnte, wenn alles zusammenpaßt, und daß sie teilweise noch ordentlich was dafür leisten müssen.
morgen gibt es ein paar einzelproben, das bringt für die problematischen stellen sicher mehr als wenn die ganze band dabei ist und sich langweilt, und dann werden wir noch sehen, wann wir alles zusammensetzen können.
ich habe leider keine ahnung, wie die bühne und die technik ausschauen werden und wann (bzw. ob) wir uns vor unserem auftritt damit auseinandersetzen können, aber es wird schon alles passen. ich habe einen mehrstufigen notfallplan im kopf, der aber nicht in kraft treten müssen wird.
ich weiß nicht, wie das bei bisherigen gartenfesten war, aber ich habe das gefühl, daß viele jetzt schon sehr neugierig sind. gut, das sind schüler, die eine woche vor den ferien am freitag nachmittag vielleicht auch dann nicht freiwillig in der schule bleiben, wenn sie eigentlich neugierig sind, aber wir werden es ja sehen.
ich meine jedenfalls, daß die ursprünglich doch eher zusammengewürfelte truppe zu einer band zusammenwächst, und alle, die dabei sind, hängen sich auch (mehr oder weniger) voll rein. selbst wenn ein teil in die hose geht, werden andere teile super klappen, und es wird für alle beteiligten ein tolles erlebnis. und jetzt geh ich schlafen, ich hab echt den ganzen tag gearbeitet, kevin.
ps: warum können kebabverkäufer nicht richtig dürüm falten?
Thursday, 7. June 2007, 17:44:32
experience, vorzeichen, da ist der wurm drin, essen
...
das wird jetzt schnell gehen, weil wir mit den nachbarn auf der terrasse grillen und ich daher nicht stundenlang hier sitzen kann.
gestern war der erste auftritt der experience seit dem
letzten, und das war so ziemlich genau das gegenteil. also keine geile bühne, keine zwei techniker (nicht mal einer) und eigentlich auch keine nennenswerte technik. wir hatten immerhin einen teppich, vier mikros (zwei davon für mich, das war ein ganz neues erlebnis) und drei verstärker, aber wir konnten die dinger nicht alle zueinander mischen. es hat trotzdem ganz gut geklappt, spaß gemacht und den leuten gefallen.
die leute waren übrigens von
medico, einer sehr netten und sinnvollen truppe. wer sich also für medizinische entwicklungszusammenarbeit interessiert, sollte den namen im kopf behalten. und sie haben uns versprochen, auch bei zukünftigen festln auf uns zurückzukommen, und wir spielen sehr gern für sie.
ähnlich lo-fi war heute ein besuch im stadionbad, das eine sehr nette 70er-atmosphäre verströmt. außer die leute, die sind zwar von heute, aber auch lo-fi. komische sache.
das wars auch schon fürs erste, und morgen, wenn ich dazukomme, verrate ich der welt meine heute ausgedachten (lo-fi) lösungen aller klima- und gewichtsprobleme. na wenn das nix ist...
Monday, 23. April 2007, 16:38:54
montag, essen, kunst, kein tag wie jeder andere
hmm... obwohl ich musicals eigentlich schrecklich finde, habe ich in der jüngsten vergangenheit gleich zwei live gesehen. ich weiß gar nicht, ob ich schon jemals zuvor ein musical live gesehen habe, wahrscheinlich nicht, zumindest hab ich es wohl erfolgreich verdrängt. ich meine, hair und JCS sind ja nicht uncool, aber grad die zwei, die ich gesehen habe, sind eher schwach.
hmm... trotzdem haben mir beide aufführungen gefallen. gut, ich hatte zu beiden einen persönlichen bezug, bei SOM war es die apollonia aus der 2E, bei les mis am samstag eine meiner nichten in spe (ich habe einige), aber das allein sollte noch nicht ausschlaggebend sein. ich würde ja auch nicht mitschunkeln, wenn meine brüder beim musikantenstadl aufträten... es waren einfach zwei beherzte und interessante produktionen, und das macht offensichtlich auch die billige, beliebige und billige musik (hab ich schon erwähnt, daß ich musicals schrecklich finde?) wett.
hmm... musicals sind wirklich eine plage. man kann ja offiziell nichts dagegen sagen, weil sie immerhin junge menschen zum musiktheater bringen können, aber zu welchem preis? es muß ja nicht immer wort-ton-verhältnis, leitmotiv und sonstiger schnickschnack sein, aber irgendwie finde ich es extrem billig (hab ich schon erwähnt, daß ich musicals schrecklich finde?), wenn zb. bei SOM von volksliedern die rede und trotzdem irgendeine nicht mal pseudoösterreichische schnulze zu hören ist. pfui!
hmm... andererseits bin ich ja auch nicht gerade ein opernfan. und musicals setzen ja nur den trend von belcanto-opern und operetten fort: billige schnulzen für die massen. und wenn die ausführenden bei der sache sind (und das waren sie in diesen fällen), dann muß man sie dafür doppelt bewundern. und dann kann mir selbst etwas, was mir nicht gefällt, gefallen.
hmm... definitiv gefallen hat es mir, mit einer anderen nichte in spe (ich hab einige) take five mit spinett und altblockflöte zu spielen. das hatte was. so ein spinett ist sowieso geil, und laut schwager in spe (auch davon gibt es einige) auf ebay gar nicht mal so teuer. eine gute investition für all jene, die gern blues in mitteltöniger stimmung spielen wollen.
hmm... jetzt wird die anapher langsam nervig, aber jetz muß ich sie schon konsequent durchziehen, oder?
hmm... was ich übrigens noch erwähnen wollte... diese doppelhelixschnürung war offenbar doch nicht das gelbe vom ei, nach wenigen wochen ist mir wieder ein schuhbandl gerissen. kann natürlich auch damit zusammenhängen, daß es beim delka billige und minderwertige schuhbandln gibt (oder war es beim humanic? ach, bevor ich hier eine klage wegen verleumdung am hals hab, denunziere ich lieber alle schuhgeschäfte. es könnte also auch stiefelkönig, top schuh, deichmann, mehr fallen mir nicht ein, gewesen sein). grundsätzlich verteilt sich der zug viel besser, was an sich zu einer verringerten materialbelastung führen müßte, aber die strukturelle integrität des schuhbandls hat trotzdem nach einer weile schlapp gemacht. enttäuschend...
hmm... ich habe heute bei einem gemeinsamen schachtelwirtbesuch von meiner juniortüte- bzw. happy-meal-essenden kollegin ein supercooles hupding bekommen. es macht "hup hup, bitte gehen sie aus dem weg" oder sowas. ich überlege noch, wie ich das im unterricht einsetzen kann. wird sicher ein großer erfolg. das war kurz bevor wir auch noch gemeinsam zum bortolotti gegangen sind, um dort einen teil des gutscheins, den wir von der frau nachbarin, die unser firmenklo benutzen durfte (lange geschichte), bekommen haben, einzulösen. es gibt echt kranke eissorten... mozart, cookies, rocher... schmecken aber gut. zu meiner zeit gab es ja nur braun und weiß, und niemand wollte so genau wissen, was da drin ist.
hmm... eh scho aus.
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