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ein bißchen musiktheorie und all das andere zeug

Posts tagged with "spieltheorie"

surströmming

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heute ist ein kindheitstraum in erfüllung gegangen. kindheitstraum sei hiermit etwas flexibler als sonst definiert, nach dem motto "es ist nie zu spät für eine erfüllte kindheit", und außerdem sei hiermit gleich am anfang festgehalten, daß manche träume besser träume bleiben sollten.

das ganze fing nicht erst an, als mein norwegischer bruder letztens aus schweden gefacebookt und damit indirekt angeboten hat, mir was mirzunehmen. meine faszination für grausliches essen ist hoffentlich allseits bekannt, und so überrascht es kaum jemanden, daß ich mir surströmming (bitte zuerst studieren und erst dann weiterlesen) gewünscht habe. und wer wenn nicht gergô ist auch manns genug, solche indirekten angebote auch in die tat umzusetzen, selbst wenn das auf dem flug explosionsgefahr bedeuten sollte.

die zutaten für ein surströmmings-fest: surströmming, gekochte kartoffeln, rote zwiebel, sauerrahm, svenskt tunnbröd, milch und viel wasser

wir haben uns heute bestens ausgerüstet auf der donauinsel getroffen, ich sage lieber nicht genau wo, um einer eventuellen strafverfolgung zu entgehen. trotz eines zeitgerechten und ausnehmend einladend formulierten aufrufs bei facebook kam nur bodi, der alte schwede, dazu, und er auch mit einer fast einstündigen verspätung. da war fast schon der ganze spaß vorbei.

gergô hat die dose in einem eimer wasser geöffnet, was dann blubberbläschen und gestank produziert hat. beides hielt sich in grenzen, wobei der geruch qualitativ durchaus penetrant war, eine mischung aus verwesung und fisch zum quadrat. wir konnten auf jeden fall erahnen, wie es ohne wasser gerochen hätte.

die blubberbläschen. das wasser war vorher kristallklar, die trübheit ist direkt proportional zur wurzel des gestanks.

nachdem die dose ausgeblubbert war, haben wir sie ganz aufgemacht und in einem frischen eimer wasser fertigstinken lassen, danach die fische entnommen und wieder in einem frischen eimer wasser ein bißchen ausgelüftet und dann noch unter fließendem wasser abgewaschen.

die fische selber haben recht unschuldig wie jeder andere tote hering ausgeschaut, und ich habe schon die hoffnung gehegt, daß der geschmack doch recht interessant sein könnte. bei hákarl etwa ist es ja so, daß man, wenn man den ammoniakgeruch ignoriert, mit einem durchaus spannenden geschmackserlebnis nach reifem käse belohnt wird. muß auch nicht jedem schmecken, aber ich habs gemocht.

leider hält sich surströmming nicht an diese einfache regel und schmeckt auch abseits des geruchs eher penetrant, sauer, verwest und extrem salzig. selbst mit viel beiwerk haben wir uns eher zwingen müssen, um ihn runterzukriegen. bodi hat überhaupt gekniffen und hat sich rein vegetarisch ernährt.

ein festmahl. wenn man nicht wüßte, was es ist, möchte man fast mitessen...

der wunderbare geruch, den wir zu diesem zeitpunkt kaum noch wahrnahmen, hat auch freunde gefunden: ungefähr alle fliegen und wespen der donauinsel haben sich auf unseren tellern und um den eimer herum (die dümmeren unter ihnen gleich im eimer) versammelt. wir haben ihnen nahegelegt, sich nach schweden zu verabschieden, aber wie ich glaube erfolglos.

nachdem wir satt waren (recht bald also), haben wir alle reste umwelt- und mitmenschengerecht entsorgt und alles, was mit dem fisch oder mit etwas, was mit dem fisch in berührung gekommen ist, in berührung gekommen ist, schön mit seife ab-, aus- und einfach nur so gewaschen. und nach ein paar kilo schwedischer schokolade und diversen kaugummis war das erlebnis rückwirkend eigentlich total witzig.

heute abend gibt es dann matjesfilets mit sardellenpaste und eine ungarische fischsuppe, und fischstäbchen oder diese wunderbar öligen makrelen vom billa habe ich auch schon lang nicht gegessen. und sollte jemand bald in japan sein, ich würde mich über funazushi freuen.

was ich aus dem heutigen tag gelernt habe:
a) man muß die ferien ordentlich verabschieden, wenn man sich schon nicht auf die schule freut.
b) manches klingt nicht nur grauslich, sondern ist es auch.
c) die schweden sind ein spinnertes volk (darüber kann man sicher diskutieren).
d) facebookmenschen sind feig und unspontan.

making the band: the sequel

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ein mann muß tun, was ein mann tun muß. und da die experience in ermangelung ausreichender motivation darnieder liegt (an der zeit kann es nicht liegen, ich war auch mal student), pflichttermin in ermangelung einer rhythmusgruppe ausg'steckt is' und die vielversprechende lehrer-schüler-band STUPЯOF in ermangelung von respekt und dankbarkeit seitens der schüler seitens der lehrer nicht fortgeführt wurde, jucken die finger.

STUPЯOF wurde vor einem guten jahr mit dem ziel schulball (ende april) gegründet, und ich hielt es von anfang an für keine wahnsinnig gute idee. schüler nehmen gerne und geben etwas weniger gerne, und selbst wenn sich einer von drei wirklich reinhaut, ist es noch nicht selbstverständlich, daß er unseren mindestens ebenso hohen einsatz würdigt. das knappe jahr haben wir auch wirklich gebraucht, um uns a) auf vier lieder zu einigen, die allen genehm waren, b) alle paar monate mal einen probentermin zu finden, der allen genehm war und c) all das, was zwischen den proben in vergessenheit geraten ist, wieder aufzufrischen. das spontane fernbleiben von proben von schülerseite war zwar nichts, womit man nicht hätte rechnen können, aber wir haben nicht damit gerechnet.

der auftritt war dennoch ganz cool und ein großer erfolg. hätten die jungs ihre karten danach brauchbar gespielt und zumindest einen hauch von dankbarkeit für unseren einsatz (wir haben auch unsere freizeit dafür geopfert. und wir waren ausnahmslos bei jeder probe anwesend) gezeigt, hätte es wohl auch weitergehen können. so aber hatten wir schon wenige tage nach dem ball keine lust darauf.

praktischerweise kam sogar von höchster stelle so viel lob, daß der erwachsene teil der band (PЯOF sozusagen) beschlossen hat, weiterzumachen. ebenso praktischerweise hatten wir einen potentiellen schlagzeuger, der schon seit einem jahr in den startlöchern scharrte, nämlich unseren lieben herrn prof. michi "das katapult" schneyder, der die idee einer reinen lehrerband unpraktischerweise wenige tage nach der gründung von STUPЯOF und damit fürs erste das nachsehen hatte.

die band war noch nicht mal gegründet und schon gar nicht getestet (daß michi schlagzeug spielt, wußten wir bis dahin nur aus seinen eigenen aussagen, und wir wissen alle, daß das noch nix bedeuten muß), als der auftrittstermin schon fixiert war: das gartenfest. die namensfindung erfolgte ebenso spontan und unter druck, und zu meiner verteidigung muß ich sagen, daß ich maturavorbereitung hatte und daher nur per sms vom ergebnis informiert worden war: hör[by]spiel. es gibt bessere namen. aber auch schlechtere.

um die sache spannend zu halten, haben wir uns dann noch ein wenig zeit gelassen. ich habe zwar mit michi eine kurze proberunde gespielt und ihn für gut genug befunden, aber das richtige proben hat noch auf sich warten lassen. dafür haben wir uns zu viert recht schnell und unkompliziert auf sieben lieder geeinigt (von denen wir schlußendlich nur eins nicht spielen) und dann zwecks koordination eine geheime facebook-gruppe gegründet (bezeichnenderweise hat sie sechs mitglieder und damit genau um eins weniger als die offene und seit über zwei jahren existente experience-gruppe. pflichttermin hat 113). und dann, bereits vorletzte woche, also zwei wochen vor dem auftritt, haben wir zu proben begonnen.

es ging alles ganz gut, bis auf leichte technische schwierigkeiten (der bass mit dem schulbassverstärker wummert immer, zumindest nach aussage von herrn prof. thorwartl. die bereits im vorfeld durch allzu exzessives weihnachtsoratoriumhören arg belasteten boxen haben sich mit dem e-schlagzeug nicht ganz vertragen und ihre elastischen teile durch den raum gespuckt. das von mir um 30 € erstandene schulmikro hat das viermal so teure SM-58 von frau prof. "roaring" eder locker in die tasche gesteckt.) und temposchwankungen, die wir aber von STUPЯOF schon mehr als gewohnt waren. um das ganze noch fetter zu machen, haben wir meine zwei lieben lehrerzimmertischnachbarinnen als background vocals dazugeholt.

wir haben dann die letzte woche quasi durchgeprobt (mittwoch, donnerstag, freitag und sonntag!) und uns soweit zusammengespielt, daß ich überzeugt bin, der auftritt wird den vom schulball in den schatten stellen (außerdem sind diesmal auch die unterstufen dabei, also potentiell wirklich viel publikum). die lieder sind alle cool, knackig arrangiert und fetzig, die band rockt, die sängerinnen singen... was will man mehr.

außerdem spiele ich nicht nur zum ersten mal leadgitarre, sondern auch noch die einzige, was ich mir früher nicht so richtig vorstellen konnte. kein klavier, kein akkordeon, nix, ich bin das einzige akkordinstrument. und ich muß sagen, die billige rote strat-kopie aus der schule kommt erstaunlich fett, ich werde meine teure gibson-kopie nur als ersatz für den notfall mitnehmen. für nichtgitarristen mag das wurscht sein, musiker vom fach werden das aber zu würdigen wissen.

jetzt ist halt die frage, was passiert, wenn am freitag schlechtes wetter ist. am freitag ist nämlich schlechtes wetter. das heißt wohl, daß das gartenfest ein festsaalfest wird. zum glück entfallen dann zumindest das mühsame lehrer-schüler-gemischt-völkerballspiel nach den katholischen regeln (ja, sowas gibt es!) und das vermutlich ziemlich anstrengende lehrer-gegen-schüler-fußballspiel nach sonst irgendwelchen konservativen spezialregeln (begrüßung mit "sport frei!" usw.), bei denen der männliche teil von hör[by]spiel eingespannt ist. damit steigen die chancen, daß wir uns nix brechen, was einem bandauftritt irgendwie wenig entgegenkommen würde.

und dann ist die soundcheckfrage noch überhaupt nicht geklärt, weil aufgrund des schlechten wetters morgen kein am vortag des gartenfests üblicher soundcheck stattfinden wird. wir kommen also vor dem auftritt auf die bühne und müssen erstmal alles hinstellen und aufbauen und abmischen. vor zwei jahren hat das eine gute halbe stunde gedauert, wobei der arme soundmensch auch ziemlich überfordert war, weil ich ihm im vorfeld nur viermal gesagt habe, was wir wo brauchen werden. theoretisch gibt es diesmal ja eine halbe stunde pause vor uns, praktisch hat sich aber der zeitplan vom gartenfest noch nie auch nur ansatzweise an den zeitplan gehalten. also mal sehen.

ich bin jedenfalls guter dinge, und außerdem ist das schöne am gemeinsam musizieren, daß man, selbst wenn man es beim auftritt versemmelt, im vorfeld idealerweise bereits einige richtig geile proben hatte. auch das hatten wir bei STUPЯOF nicht wirklich und bei hör[by]spiel schon ein paarmal. wir sind einfach besser. und viel spontaner. und egal wie es kommt, wir werden nächstes jahr weitermachen (vielleicht diskutieren wir den namen nochmal?). sport frei!

maturus 3

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dreizehn jahre ist es bei mir schon her, und ich bin noch immer nicht reif (außer für die ferien, das immer, außer natürlich in den ferien selbst. aber so ab dem ersten schultag). damals vor dreizehn jahren haben wir bei der maturafeier meine selbstkomponierte maturakantate gesungen, was sehr cool war, und das obwohl sie auch selbstgetextet war. irgendwo gibt es sogar noch ein legendäres video davon, haben wir zumindest vor drei jahren fürs maturatreffen ausgegraben, aber nachdem sich alle gesehen und für wahnsinnig uncool befunden haben (hey, das waren die 90er), ist es vermutlich irgendwo in der versenkung verschwunden.

der phänomenale (und etwas zu schwierige) schlußchor hatte am anfang den text "maturus 3 heißt reif, erwachsen", um dann mit einem durch den ganzen quintenzirkel mäandernden polyphonen "wir sind nicht reif" fortzufahren und zu enden. ich war damals jedenfalls sehr stolz darauf (und auf meine ganzen mitschüler, die es freundlicherweise gesungen haben).

mal sehen, was wir in eineinhalb wochen singen, aber meine maturanten sind auch nicht reif. gut, das ist am ende der 8. klasse offenbar so üblich, aber wir waren wenigstens bis auf einige wenige ausnahmen ganz gut auf die matura vorbereitet. ich kann vermutlich nicht für alle sprechen, aber ich habe all meine spezialgebiete tatsächlich vor weihnachten abgegeben. von meinen maturanten hat es gerade mal einer vor ostern geschafft, wenn ich mich recht erinnere, und von einem hab ich bis heute nicht wirklich was schriftliches bekommen (was an sich kein problem ist, muß ja nicht sein, aber wenn ich nicht weiß, was er gelernt hat, kann ich ihn irgendwas fragen, und das wiederum kann ein problem sein).

bei uns damals war es auch nicht üblich, literweise durch die matura zu rasseln, und die zwei, denen es damals doch passiert ist, haben es im herbst beim zweiten anlauf geschafft. wir haben am montag einen, der jetzt den vierten termin hat, wobei er einen nicht wahrgenommen hat. und vor ein paar monaten war er beim dritten termin auch nicht allein. hmm, sag ich nur.

ich habe meine eigene matura bzw. die meines jahrganges als sehr angenehm und positiv im kopf, auch wenn einige sicher zu kämpfen hatten. ich weiß aber noch, daß sehr viele von uns nach ihrer eigenen noch tagelang ausgeharrt haben, um den anderen mut einzuflößen, sie seelisch zu unterstützen, bei interessanten themen zuzuhören oder árons leider verlorengegangenen trickfilm "the snack" (ach, war das ein nachmittag damals, als wir ihn geschnitten haben... einer der coolsten tage ever) zu sehen.

vermutlich verkläre ich das jetzt ein bißchen, und ich bin sehr gespannt, wie die stimmung am montag sein wird. ich bin ein wenig nervös, ist ja mein erstes mal, seit ich zum feind übergelaufen bin, und ich hoffe, meine beiden montagsmaturanten enttäuschen nicht die hoffnungen, die ich in sie setze. sie sind ganz gut vorbereitet, und theoretisch können sie sich auch beide ganz gut ausdrücken (was am mittwoch nicht unbedingt so sein wird, wie ich fürchte). aber man weiß es ja nie.

außerdem muß ich mich festlich kleiden, was nach aussage meiner kolleginnen eindeutig einen anzug bedeutet, nach aussage der kollegen aber (schwarze) jeans mit sakko und eventuell, falls ich sowas zur hand habe, eine krawatte. ich hasse krawatten. und ich habe leider welche zur hand. ich glaube, ich werde eine art zwischenlösung anstreben, auch wenn mir noch nicht klar ist, wie sie aussehen könnte. blöd ist nur, daß ich am montag den ganzen vormittag unterrichten muß, also sollte ich bekleidungstechnisch eher modular konzipieren. und heiß wird es sicher auch...

außerdem, auch wieder ein grund zur nervosität, muß ich trompete spielen, weil nämlich eine meiner maturantinnen selbige als spezialgebietthema gewählt und ein stück für zwei selbige zum vorspielen vorgeschlagen hat. vorspielen ist ja grundsätzlich gut, lockert die stimmung und zählt nicht zur prüfung, kann also nix kaputtmachen, aber sehr viel zu einer wohlwollenden kommission beitragen. wäre da nicht der haken, daß ich auch spielen muß. ich hab das stück schon strategisch zusammengeschnitten, indem ich alle teile, die mir zu hoch/anstrengend/schwer waren, ihr zugeschanzt und mir stattdessen die einfachen parts geschnappt habe, aber das ist noch bei weitem keine garantie. und zu zweit auf zwei trompeten können wir erst am montag kurz vor der matura proben. doof.

eigentlich solle ich ja trompete üben statt zu bloggen. und dann muß ich mir nochmal meine fragen genau anschauen und überlegen, welche antworten ich hören will. und dann die fragen für mittwoch vorbereiten, was einigermaßen anstrengend sein wird. da soll noch einer sagen, die matura ist einfach...

hüdlihü und die uncoolnessblase

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vor einer weile, schätzungsweise in den 70ern, gab es in salzburg einen offizier namens wutschnik (-ig, -igg, whatever). so lautet zumindest die legende, die ich von der ex meines zaubernden schwagers (nix mehr mit in spe) gehört habe. und aus irgendeinem grund, der mir mitsamt des rests der legende entfallen ist, soll man, wenn jemand niest, statt "gesundheit" eben "wutschnik" sagen. so ohne pointe ist das nicht sehr lustig, aber man kann es ja trotzdem tun. was meine nunmehr offiziell besser hälfte (nicht offiziell besser, aber offiziell hälfte) und ich seit jahren praktizieren, leider ohne besondere ansteckungsergebnisse.

so ist es mit memen. sie können sich verbreiten, müssen aber nicht. besonders wenn ich an der sache beteiligt bin, sind meme eher lahm. was wir schon daran sehen können, daß nicht nur niemand außer uns in absehbarer zeit wutschnik sagen wird, sondern auch daß hüdlihü trotz dieses posts keine besondere verbreitung erfahren wird.

gestern auf der heimfahrt von podersdorf durfte ich einer jungen dame im zug zuhören, die ihren freundinnen ziemlich laut erklärt hat, daß hüdlihü ein von ihr erfundenes wort für die runde schachtel von eckerlkäse ist. für mich war eckerlkäse auch ein neues wort, aber es ist eigentlich ein sehr gutes wort für etwas, wofür ich sonst keinen namen kannte ["Gehandelt wird Schmelzkäse häufig in Form kleiner dreieckiger Scheibensegmente (streichfähig) in Alufolie", so wikipedia deutlich weniger effizient]. jedenfalls sagte sie, sie hätte hüdlihü schon allen erasmus-studenten in schweden eingetrichtert, und daß es jetzt die heilige pflicht ihrer freundinnen sei, das mem auch hierzulande zu verbreiten.

meine heilige pflicht ist es nicht, aber mein vergnügen (wird eh nix helfen). jedenfalls gibt es zur zeit zu hüdlihü nur einen google-treffer, bei dem es um alles andere als eckerlkäse geht, und nicht mal eine studivz-gruppe, was man von erasmus-studenten durchaus erwarten könnte. das heißt, ab morgen bin ich der erste google-treffer. yeah!

was leider an der coolness des mems nichts ändern wird. wie schon oben ausgeführt, bin ich ein absoluter coolness-killer. nicht nur was meme angeht, leider. zum beispiel ist studivz uncool geworden, nachdem ich mich angemeldet habe, und facebook steht (leider, denn es ist im gegensatz zu anderen networking-sites eine wirklich elegante, durchdachte, funktionierende und praktische sache) in kürze das gleiche bevor. ich bin sicher, sogar pflichttermin würde sofort einen drummer und einen bassisten finden, wenn ich aufhören würde (wir suchen schon seit einem guten jahr, ganz nebenbei).

coolness killen funktioniert sogar live. neulich in podersdorf (15 € eintritt, damit man 5,50 für ein "hühnerkebab", sprich fladenbrot mit gebratenen hendlstücken, die noch nie einen spieß gesehen haben, und currysauce, die am nächsten tag durchfall erzeugt, zahlen darf) ging so eine schöne uncoolnessblase mit mir durch die menge. wobei sich mir die coolness von so einer veranstaltung auch nicht ganz erschließt, besonders wenn die wuzzeltische absolut unter jeder kritik sind.

das schöne an der uncoolnessblase ist, daß man selbst sowie jeder, der sich darin befindet, die geschehnisse um einen herum total uncool finden darf. so fanden wir zb. thomas d. ein bißchen uncool (oder einfach nur nicht cool genug), und aloha from hell sogar so uncool, daß bodi und ich die ganze zeit das gleiche nirvana-lied zu ihren eher mäßig unterschiedlichen songs singen mußten. wir fanden es auch uncool, daß sabine bauchweh hatte. und im nachhinein finde ich äußerst uncool, daß ich julchen dort nicht gesehen habe und daß bei ihr zur selben zeit eingebrochen wurde.

eigentlich wäre hüdlihü ja ein schönes wort für die uncoolnessblase, wenn es nicht schon eine andere bedeutung hätte. und runde eckerlkäseschachteln haben bis auf die form wenig mit der uncoolnessblase gemein. zumindest bisher... wer weiß, vielleicht wird eckerlkäse ja jetzt uncool...?

kommunikationsproblem

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langsam nervt mich die ganze lehrerdebatte. nicht nur weil fast jeden tag darüber berichtet wird, daß noch immer nix weitergegangen ist, sondern weil es in meinen augen absolut billig wäre, daß was weitergeht. ich halte das ganze für ein großes und ziemlich ungeschicktes kommunikationsproblem von beiden seiten.

die frau ministerin hats vermasselt, als sie damals noch im februar so mir nichts dir nichts verlautbart hat, daß wir lehrer ab nun zwei stunden länger in der klasse stehen sollen. keine frage, in dieser form ist das schwachsinn. seither macht sie lauter zugeständnisankündigungen, die aber am ausgangsproblem scheinbar nicht wirklich was ändern.

gleichzeitig bin ich der meinung, daß das, was sie will, in wirklichkeit eine super sache ist. im wesentlichen geht es ja darum: flächendeckend kleinere klassen, zum teil durch zwei lehrer betreut, das bedeutet weniger vor- und nachbereitungsaufwand (zumindest in der theorie, in der praxis ist es vermutlich wesentlich aufwendiger, erst mal zwei lehrer zu koordinieren und abzustimmen, als allein eine stunde vorzubereiten), weniger korrekturen, weniger disziplinierung und so weiter, also all das, was wir uns wünschen. gleichzeitig haben wir dann zeit, zwei stunden mehr in der klasse zu stehen. so gesehen wird ohne weiteres ein schuh daraus.

wie gesagt, sie hat es einfach wahnsinig schlecht verkauft, daran braucht man gar nicht zu rütteln. doof. hätte sie ihr make-up-budget einem coach oder kommunikationsprofi zukommen lassen, würde sie jetzt auch ohne schminke wesentlich besser aussehen.

die lehrergewerkschaft hingegen nimmt mir die lust an der ganzen debatte, indem sie jede aussage der frau ministerin äußerst polemisch in der luft zerreißt. bei uns im lehrerzimmer hängen immer wieder gewerkschaftsinformationen, die zum teil schon in ihrer aufmachung wenig niveau versprechen. soll nicht bedeuten, daß die gewerkschaft keine gute arbeit macht, im gegenteil, gerade der kleine lehrer von der straße wird ganz gut vertreten, aber diese art der manipulation führt dann genau dazu, daß die fronten total verhärtet sind und wir auf einen streik, einen öffentlichen aufschrei und erst recht auf die ungewollte mehrarbeit (in dieser form wäre sie ja definitiv mehr arbeit) zusteuern. über die rolle der ÖVP, die nach meinung mancher im hintergrund die fäden zieht, will ich hier gar nicht erst spekulieren.

ich verstehe nicht, wieso in politischen diskussionen kein mediator oder verhandlungsfachmann hinzugezogen wird. das allseits bekannte und beliebte harvard-konzept (eine verhandlungsmethode, die auf win-win-situationen abzielt) besagt ja, man solle keine positionen, sondern interessen vertreten. im moment werden positionen diskutiert, von denen keine partei auch nur einen millimeter abrücken will, und dabei bin ich sicher, daß die interessen aller akteure (ministerium, lehrer, eltern, schüler) in wesentlichen punkten absolut deckungsgleich sein könnten. jetzt sitzen also nur leute, die von der materie selbst nur jeweils einseitig, wenn überhaupt eine ahnung haben (wann hat die frau ministerin mal auch nur eine woche in einem lehrerzimmer gearbeitet? und wann haben die damen und herren gewerkschafter ein unternehmen geleitet?), am verhandlungstisch, aber niemand, der sich mit verhandlungen oder entscheidungsprozessen auskennt. eigentlich würde ja wahrscheinlich schon ein drittklassiger workshopmoderator mit einem kleinen koffer voller gelber kärtchen reichen. und klebepunkten, ganz wichtig.

dabei liegt die lösung, wie oben beschrieben, auf der hand. wenn jemand sagen würde, ab september gäbe es aufgrund struktureller veränderungen weniger verwaltungsaufwand, und man könnte die frei gewordene zeit als zweitlehrer nutzen oder neue, kleinere gruppen übernehmen, hätte sich jeder mit handkuß bedankt. es würde nicht mal wirklich was kosten. das einzige problem wäre dann ein räumliches, und dem kann man auch recht einfach begegnen. es wäre ja nicht ganz aus der luft gegriffen, wenn zb. oberstufen nicht ab 8 uhr, sondern erst ab 10 unterricht hätten, dafür aber am nachmittag länger. das raumproblem wäre wesentlich geringer, und die schulen würden nicht den halben tag weitgehend leerstehen. und durch geschickte fächeraufteilung und stundenplanung müßte auch nicht unbedingt jeder lehrer durchgehend in der schule sitzen (was manche so auch schon tun müssen).

die lehrerzimmerproblematik bleibt zugegeben erhalten, wobei es da auch diverse lösungsmöglichkeiten gäbe. wir haben letztes jahr vorgeschlagen, ablage- und arbeitsplatz voneinander zu trennen, was im wesentlichen auch dem modell entspricht, das die frau ministerin ins spiel gebracht hat. im moment kann sowieso niemand auf seinem tisch arbeiten, weil dort lauter sachen liegen (meine liebe kollegin und lehrerzimmernachbarin frau prof. a. legt zb. ihre halben sachen auf meinen tisch, weil ich dort meistens nicht viel rumliegen hab... meistens...). würden die sachen in einem regal liegen, und hätte nicht jeder lehrer einen fixen tisch, könnte jeder, der gerade möchte oder muß, an größeren arbeitsinseln arbeiten, ohne irgendwem in die quere zu kommen. im gegensatz zu büroarbeitsplätzen sitzen wir nämlich nicht den ganzen tag am schreibtisch, das will sicher auch keiner, somit hinken ja alle vergleiche in diese richtung.

man sieht, es bräuchte nicht viel geld, nur ein bißchen kreativität und flexibilität, um strukturell einiges zu bewegen und alle betroffenen zufriedenzustellen. verhärtete positionen führen aber zu konflikten und entweder zu politischem stillstand, was auf dem bildungssektor leider tödlich wäre, oder zu kleinen, erzwungenen kosmetischen reförmchen, was nicht unbedingt besser ist.

so oder so, ich sehe ein wesentlich größeres problem auf uns zukommen, als dies irgendwelche strukturellen fragen je sein könnten. die eltern nämlich. es gibt einige tolle eltern, ich kenne selbst ein paar, nur sind das meist diejenigen, deren kinder auch in ordnung sind. es gibt aber auch die anderen, die aus welchen gründen auch immer ihre kinder auf die welt gebracht haben und sie nun zur erziehung bei uns abgeben. selbst ohne ganztagsschule wird diese einstellung immer stärker, und ich bin mir fast sicher, daß die lustigen 15-jährigen, die bei ihrem ersten sex schwanger werden, es in zehn jahren auch nicht viel anders machen können.

wir haben also plötzlich eine partei in der schule, die forderungen stellt und selbst kaum bereit ist, irgendwas zu leisten. wir haben immer mehr eltern, die ungefragt und unerlaubt in der klasse auftauchen, ihrem kind am gang auflauern oder lehrer weit außerhalb ihrer sprechstunden, zum teil sogar privat, belästigen, gleichzeitig aber nicht schaffen, täglich eine halbe stunde mit dem kind zu verbringen, mal nach der schule zu fragen oder gar hausübungen kurz durchzuschauen. und das sind die selben, die die klappe am weitesten aufreißen, über die schule und die lehrer schimpfen und sie bei höheren instanzen grundlos anschwärzen.

ich habe das glück, daß meine qualifikationen es erlauben, ja sogar nahelegen, der schule irgendwann, wenn es mir reicht, ganz den rücken zu kehren, und für gutes geld den menschen all das beizubringen, was sie eigentlich in einer halbwegs brauchbaren schule bzw. in einem halbwegs brauchbaren elternhaus gratis und ohne aufwand lernen hätten können. der einzige nachteil daran ist, daß ich dabei eine krawatte tragen sollte, um seriös zu wirken. aber nachdem ich in ein paar jahren auch kinder in die schule schicken möchte, liegt es doppelt in meinem interesse, daß da was weitergeht, und zwar in die richtige richtung. und eigentlich sollte das im interesse aller sein.

willkommen am freien markt

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2009 soll ja ein wirtschafskrisengebeuteltes jahr werden. eigentlich ein guter anlaß, um mal ein paar gedanken loszuwerden, die mich schon eine weile beschäftigen. mag sein, daß ich total daneben liege, aber zumindest bin ich in dieser causa nicht der einzige.

so wie ich es sehe, ist die ganze wirtschaftskrise in erster linie ein großes kommunikationsproblem. es geht ja nicht darum, daß irgendwer jetzt plötzlich weniger geld zur verfügung hätte (gut, die leute mit fremdwährungskrediten, immofinanz-aktien und dergleichen schon, aber die hätten wissen können [oder sollen], daß sowas risikobehaftet ist), aber darum gehts ja in der wirtschaft auch gar nicht. der wirtschaft geht es gut, wenn das geld hin- und herfließt, und schlecht, wenn es das nicht tut. und eine wirtschaftskrise zeichnet sich eben dadurch aus, daß keiner sich traut, sein geld zu investieren, weil er angst davor hat, daß er das, was er sich üblicherweise von solchen investitionen verspricht (und damit sind bei weitem nicht nur, und schon gar nicht in erster linie wertpapiere oder dergleichen gemeint), nicht zurückbekommen wird.

als die wirtschaftskrise noch eine finanzkrise war, hat es schon geheißen, daß das problem darin liegt, daß die banken sich nicht mehr trauen, einander oder irgendwem geld zu borgen. das vertrauen in den kreditnehmer ist also verschwunden. und wie wird aus einer solchen finanzkrise eine wirtschaftskrise? auch das wurde schon im spätsommer, aber auch schon in den jahren und jahrhunderten davor festgestellt: indem man schlechte stimmung verbreitet und damit das vertrauen aller menschen ins wirtschaftssystem ins wanken bringt. man hätte sich also durchaus erwarten können, auch mal etwas positives zu hören.

leider, und das ist meines erachtens das größte problem, hört man kaum etwas positives. ja, das weihnachtsgeschäft ist so gut gelaufen wie noch nie, ABER das wird sich sicher rächen... ja, der euro ist mal wieder total stark, ABER das ist wiederum schlecht für die exporte... blablabla. es wäre auch ein wunder, wenn es der wirtschaft nicht schlechter ginge, wenn man täglich mit sowas bombardiert wird.

ok, ich hab leicht reden, ich hab einen krisensicheren job, eine schöne wohnung, keine kredite laufen, keine wahnsinnig riskanten wertpapiergeschäfte und kein auto. aber ich bin offenbar nicht der einzige, der sich leisten kann, das weihnachtsgeschäft zu beleben - und damit auch nicht der einzige, der der meinung ist, uns gehe es doch recht gut und wir könnten die sache wieder ins positive kehren. wieso spricht das nur niemand laut genug aus?

wenn ich so zurückdenke, waren die wirtschaftsnachrichten eigentlich schon lange eher negativ. das platzen der dot-com-blase ist jetzt schon ein gutes jahrzehnt her, und auch 9/11 war nicht erst gestern, und ich habe immer erwartet, daß es der wirtschaft auch mal besser geht. heute heißt es, wir hätten eine phase der hochkonjunktur durchlebt, und ich frage mich, wieso ich das wort hochkonjunktur in den letzten zehn jahren (zumindest in den medien, die ich konsumiere) nicht wahrgenommen habe. was hat man stattdessen wahrgenommen? massenentlassungen, zurückgeschraubte investitionen, sparmaßnahmen und sowas. hat irgendwer hier irgendwann in den letzten jahren das gefühl gehabt, wir hätten gerade hochkonjunktur? ja, uns ging es gut, aber in den nachrichten hat man immer das gegenteil gehört.

es stimmt, es gibt viele firmen, denen es nicht mehr so gut geht wie vor einem jahr, das hängt aber meines erachtens nur zum teil mit banken und aktien zusammen. ich glaube, viele probleme sind hausgemacht, und jetzt, in vermeintlichen krisenzeiten, werden sie erst sichtbar und führen dazu, daß die krise wirklich eine wird.

allein in den vergangenen paar jahren sind einige wirklich gute haushaltsprodukte, die wir regelmäßig konsumiert haben, durch minderwertigere ersetzt worden. was mache ich zum beispiel mit müllsäcken des selben fabrikats, die seit neuestem halb so dünn sind und damit eine normale portion haushaltsmüll nicht mehr zusammenhalten können? was mache ich mit dermatologisch getesteten hygieneartikeln, wenn meine haut auf die neue, verbesserte formel mit reizungen reagiert? oder einer zahnpasta, die einen würgereiz erzeugt?

man kann nicht ohne ende sparen, indem man das produkt immer billiger macht. irgendwann ist es zu billig und kann nix mehr, und der kunde wandert zur konkurrenz ab - und dann hat man umsonst gespart, weil man noch mehr daran verdient. das gleiche macht zb. auch die post, die auf die wachsende konkurrenz damit reagiert, ihren einzigen echten strategischen vorteil, die flächendeckend vorhandene infrastruktur, aufzugeben. schlau.

das ist übrigens das gleiche, wie wenn firmen die weihnachtsfeier streichen. ja, auf den ersten blick kommt es billiger, auf den zweiten ist das aber eine jährliche investition, die wesentlich weniger kostet als vieles nur marginal notwendige im laufenden betrieb, den angestellten aber sehr viel gibt. wie reagiert ein angestellter, wenn ihm alles, was spaß macht, genommen wird? nun ja, er wird nicht unbedingt härter arbeiten.

man kann also sowohl am konsumenten als auch am mitarbeiter vorbeimanagen. sehr schön sieht man es auch an der autobranche, der es im moment wirklich schlecht geht. ich behaupte, daß das nur teilweise mit der finanzkrise zusammenhängt. klar, es wollen plötzlich weniger leute autos kaufen. aber warum? vielleicht nicht nur wegen den fremdwährungskrediten, nein. ich glaube, das könnte auch damit zusammenhängen, daß die autoindustrie in den letzten jahren sehr viele wichtige ausfahrten verpaßt hat. gibt es denn billige, umweltfreundliche, flexible und hippe familienautos für die stadt? es will halt nicht jeder ein SUV oder einen hummer, und auch das viel gehypte KTM-auto ist eher was für männermagazine als für menschen. es war nur eine frage der zeit, bis der markt irgendwann ablehnend reagiert. die finanzkrise war wohl eine willkommene ausrede, und jetzt gibt es zum glück die politik, die die autobranche retten darf... und damit den steuerzahler, der dafür blechen darf, daß etwas, was er nicht wollte, weiter bestehen bleibt.

und damit wären wir schon beim nächsten stichwort. wie es hier schon einige male nachzulesen war, bin ich kein großer freund von staatlichen eingriffen. der allgemeine tenor geht aber gerade jetzt eher dahin, daß der freie markt an allem schuld ist und wir mehr staatliche eingriffe brauchen und bekommen werden. nun ja, schöne theorie, nur mit einem kleinen schönheitsfehler: es gibt und gab niemals einen freien markt.

die fiesen neoliberalisten haben uns gleich zwei eier gelegt. erstens haben sie jetzt mehr möglichkeiten zum eingriff, und wer sitzt in der politik, wenn nicht die fiesen, reichen und damit auch politisch mächtigen neoliberalisten, die die spielregeln jetzt noch mehr nach ihren vorstellungen gestalten können, und zweitens haben sie uns für jahrzehnte den freien markt ausgeredet. dabei war der markt nie frei, denn es gab schon immer zölle, steuern, regulative eingriffe, höchstgrenzen und andere regelungen, und schon immer haben die sie gestalten dürfen, die das nötige kleingeld dazu hatten.

ich bin mehr als überzeugt, daß ein freier markt, der diesen namen verdient (vorzugsweise in einer demokratie, die diesen namen verdient), sich tatsächlich selbst reguliert. ein wirklich freier markt hat unserem pseudo-fm nämlich einiges voraus: natürliche regelkreise, die die dinge ohne eingriffe von außen regeln, und mündige konsumenten.

es gibt eine menge sehr einfacher mechanismen, die im jeweiligen kontext sehr deutlich zeigen, wie simpel es ist, ein laufendes system stabil zu halten. den fliehkraftregler, der aufgrund seiner trägheit die geschwindigkeit von windmühlen und dampfmaschinen auf konstantem niveau hält, oder ein seil, mit dessen gewicht man die flughöhe (ich weiß, man sagt ballonfahren, nicht -fliegen, aber heißt es dann auch fahrhöhe?) eines heißluftballons stabilisieren kann, kennt man seit jahrhunderten. und genauso gibt es auch regelsysteme am freien markt, die aber nur greifen können, wenn nicht irgendwer daherkommt und von außen drüberregelt.

es gibt einige probleme mit eingriffen von außen, besonders seitens der politik. erstens sind sie immer langsam. jeder, der mit leicht kippenden dingen arbeitet oder spielt, wird bestätigen, daß es schon zu spät ist, wenn man das kippen wahrnimmt - eingreifen müßte man viel früher, wenn höchstens mal ein leichtes trudeln zu spüren ist, oder vielleicht noch früher, indem man das kippen voraussieht. das wird eine regulierende behörde niemals leisten können. zweitens sind komplexe systeme nicht trivial zu durchschauen, was man ja auch daran sieht, daß es viele voneinander deutlich abweichende blicke auf die wirtschaft und dementsprechend auch viele voneinander deutlich abweichende vorschläge gibt, was nun zu tun wäre. die entscheidung darüber wird immer eine interpretation der beobachtungen erfordern, die potentiell falsch ist, und dann womöglich noch mühsame diskussionen und faule kompromisse, die jede mögliche positive auswirkung noch abschwächen werden.

wir erinnern uns an die bösen leerverkäufe. sie sind ja ganz schnell zum sündenbock ernannt und zum glück ganz schnell eingeschränkt oder gar verboten worden. daß sie aber eigentlich ein wichtiges korrektiv an der börse darstellen und dem allgemeinen trend entgegenwirken könnten, wenn man sie ließe, wird offenbar ignoriert. und der freie markt hat noch ganz andere solche regelmechanismen eingebaut. wir haben also auf der einen seite ein system, das sich auf natürliche weise selbst stabilistert, und auf der einen seite mächtige männer mit viel geld und einfluß, die es besser wissen. das ganze erinnert frappant an george w. bush auf dem segway... und wie das ausgegangen ist, wissen wir ja.

wenn es so weitergeht, wird die krise also durchaus noch tiefer gehen. wie jede krise hat sie aber auch ein paar gute seiten, zb. ist man definitiv in einigen dingen zum umdenken gezwungen (es lebe das müllsackerl vom spar!). wenn man schon etwas aufgeben muß, und das wird man in einigen punkten sicher müssen, kann man sich ja gleich nach sinnvollen und nachhaltigen alternativen umsehen. das wiederum bedeutet, daß es sicher nicht ohne massenentlassungen und dergleichen gehen wird, denn auf lange sicht wird eben die autoindustrie nicht mehr so viele leute in den gleichen positionen wie bisher beschäftigen können, aber wenn man es klug angeht, findet man neue nischen.

der große vorteil gegenüber 1929 ist die tatsache, daß wir sehr stark vernetzt sind und daß information eine mächtige waffe darstellt, die jeder zuhause hat oder bei sich trägt. mag sein, daß die mächtigen größere waffen haben, aber wir sind mehr. und wenn wir die panikmache ignorieren, weiterhin, wenn auch mit bedacht, unser geld investieren, die richtigen leute und firmen unterstützen und unser schicksal selbst in die hand nehmen, anstatt auf den gelben brief zu warten, könnte es durchaus sein, daß es uns in absehbarer zeit noch besser geht als davor.

in diesem sinne: fuck wirtschaftskrise!

der kleine bruder und die nasendusche

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aus dem sommerloch ist ein ausgewachsenes herbstloch geworden, teils weil ich keine lust/zeit zum schreiben hatte, teils weil mir manche themen an einem tag sehr, am nächsten aber nur noch mäßig schreibwürdig erschienen sind (und das schreiben immer auf diesen nächsten tag gefallen ist). rechtzeitig zum jahresende melde ich mich aber zurück, und zwar ganz ohne silvesterbezug1.

theoretisch habe ich mir vorgenommen, die ersten paar tage des neuen jahres, in denen ich eine sturmfreie bude gehabt hätte (gefühlsmäßig ist diese konstruktion genau verkehrt, ich würde zuerst die hypothetische zukunft und dann erst die vergangenheit, in der selbige geplant war, ausdrücken wollen, aber das funktioniert nicht), mit fleißigem blogschreiben zu verbringen, aber das ist jetzt ins wasser gefallen, denn erstens bin ich zeitweise selbst nicht da und zweitens die restliche zeit nicht sturmfrei, was ja durchaus auch gewisse vorteile hat (die ohne zweifel überwiegen, nur wenn man sich schon mal auf eine sturmfreie woche gefreut hat und so, aber das ist eine andere geschichte).

weihnachten haben wir jedenfalls in berlin verbracht, und das hat zwar auf den ersten blick nix mit der überschrift zu tun, wird aber nach dem lesen dieses eintrages ganz fest und untrennbar damit verbunden sein, wie auch alles andere, worum es hier gehen wird, bis auf die sturmfreie bude, die SMS-flut und solche randerscheinungen. also berlin. wir haben anna und arnold besucht, die jetzt dort wohnen, haben aber im gegensatz zu unseren bisherigen, deutlich kürzeren und aktiveren berlin-aufenthalten quasi nicht viel gemacht außer scrubs geschaut, diverse bilderbuchcafés und ethnisch geprägte lokale zwecks nahrungsmittelkonsumation besucht, gekocht, gegessen und das nach einigen partien gar nicht so nicht lustige nicht-lustig-spiel gespielt.

berlin ist ja irgendwie tückisch, einerseits kann man so gut wie alles geschriebene verstehen (es sieht aus wie deutsch), andererseits versteht man dann fast nix gesprochenes (es klingt nicht wie deutsch). und so zum essen gehen und so ist es eine echt coole stadt, aber zum leben, na ich weiß nicht. wäre nix für mich. andererseits habe ich vermutlich einfach ein bißchen schiß vor einer richtigen großstadt.

na jedenfalls haben wir dort auch die weihnachtsgeschenke überreicht und ausgepackt, und nebst anderen schönen dingen (ich freue mich schon auf den casual friday! wobei das jetzt nur die insider checken werden) habe ich von meiner besseren hälfte den dritten teil der herr-lehmann-trilogie (eigentlich den zweiten, denn der dritte ist sozusagen der erste. oder so. prequels sind sowieso eine eigenartige sache, weil man nicht mehr unvoreingenommen an einen charakter herangehen kann, den man von später kennt, aber ihre zählung ist noch um einiges verwirrender.) bekommen.

ohne jetzt auf das buch besonders einzugehen (es ist genauso toll wie die anderen teile, und läßt durchaus noch raum für weitere teile zwischen diesem dritten/zweiten und dem ersten/dritten, soweit ich dies von der mitte des buches aus beurteilen kann), muß man festhalten, daß es sehr unwahrscheinlich ist, daß in einer eventuellen verfilmung wieder christian ulmen die hauptrolle spielt. schade, denn er war, soweit ich das ungesehen beurteilen kann, eine gute besetzung für den herrn lehmann in der verfilmung des ersten/dritten teils der trilogie. ich hab ihn schon lang nicht mehr gesehen, aber ich vermute, er sieht nicht mehr aus wie der herr lehmann mit 19, damit ist es also hinfällig. dabei wäre es durchaus interessant, den dritten/zweiten teil verfilmt zu sehen, er ist im wesentlichen ein wahnsinnig witziges und geniales kammerspiel (im gegensatz zur epischen weite des zweiten/ersten).

was wir in berlin noch gemacht haben, hat wiederum mit dem christian ulmen zu tun. da sehen wir schon, alles ist mit allem untrennbar verbunden, man muß diese verbindungen nur sehen. vor jahren, als der ulmen damals beim harald schmidt war (ich nehme an, er war durchaus öfter bei ihm, aber das wird mit an sicherheit grenzender wahrscheinlichkeit jene gelegenheit gewesen sein, bei der er den herrn lehmann promotet hat. harald schmidt hab ich auch schon lang nicht gesehen, aber das nur am rande, das hat jetzt mit nix wirklich was zu tun.), hat er ihm seine nasendusche vorgeführt.

wir nasenduschen auch seit einer weile, nicht wegen dem ulmen, sondern wegen der nase (und regelmäßig erst angeregt durch die amira, die keinen berlinbezug vorweisen kann, außer daß sie dort noch nie war, was für eine deutsche ja durchaus schon ein bißchen außergewöhnlich ist, aber einen silvesterbezug, weil sie den jahreswechsel gerade bei uns verbracht und bei dieser gelegenheit meinen blogeintrag wohlwollend zur kenntnis genommen und um diese ergänzung hier gebeten hat), ist aber echt gut. wenn das warme, salzige wasser durch ein nasenloch eindringt, die nebenhöhlen flutet, den dreck rausspült und dann durch das andere nasenloch wieder herauskommt, dann ist das ein eigenartiges, aber durchaus positives gefühl (man könnte es ohne weiteres mit anderen eigenartigen, aber durchaus positiven körpergefühlen vergleichen, dann müßte man allerdings das werk einer anderen aus dem deutschen musikfernsehen bekannten persönlichkeit bemühen). wer es nicht glaubt, soll es selbst mal probieren. ich weiß nicht, ob der harald schmidt es damals geglaubt hat, der ulmen schien jedenfalls sehr begeistert zu sein, und das nicht ohne grund.

zum nasenduschen braucht man neben warmem wasser eine nasendusche (einmalinvestition) und salz. früher haben wir bei bedarf, zb. bei schnupfen (eigentlich nur bei schnupfen, aber egal), die salzlösung, die wir vorher zum inhalieren verwendet haben, nachher durch eine definitiv originelle konstruktion meiner besseren hälfte aus einem trichter und einem aquariumputzschlauch durch unsere nasen rinnen lassen (das klingt jetzt so nach gemeinschaftsprojekt, tatsächlich haben wir das abwechselnd gemacht, je nach bedarf eben). dann haben wir eine professionelle nasendusche in der apotheke erstanden und kiloweise nasenspülsalz bei einer nicht näher genannten drogeriemarktkette gekauft.

nasenspülsalz ist laut verpackung je nach marke koch- oder meersalz, ist aber hygienisch verpackt und auf das volumen gängiger nasenduschen abgestimmt (außerdem vermutlich irgendwie speziell gemahlen oder so, damit es sich besser auflöst, was es aber gar nicht so tut), also durchaus nicht ganz trivial selbst herstellbar. es ist, ebenfalls laut verpackung, besonders in der schnupfen- und pollenflugzeit zu empfehlen. leider hat besagte nicht näher genannte drogeriemarktkette selbiges mitten in der schnupfenzeit kommentarlos aus dem sortiment gestrichen. zwar gibt es natürlich auch einige andere möglichkeiten, zum beispiel in der apotheke oder, wie wir in berlin beim schlecker entdeckt haben (ja, schlecker gibt es in wien auch, aber da waren wir noch nie, ihr schon? na eben.), beim schlecker, aber viel teurer und in viel kleineren packungsgrößen.

zum glück hat die nicht näher genannte drogeriemarktkette in deutschland das produkt nicht mitten in der schnupfenzeit aus dem sortiment gestrichen, also konnten wir uns mit einem großeinkauf für die nächsten wochen eindecken. das darf hier durchaus als appell verstanden werden, einen eventuellen deutschlandaufenthalt mit einem einkauf bei der nicht näher genannten drogeriemarktkette zu verbinden und uns was schönes mitzubringen. es sei denn, jemand kennt eine in wien verfügbare und kostengünstige alternative (sollte jemand koch- oder meersalz abwiegen und portionsweise zu je 2,25 gramm in hygienisch vertretbare säckchen abfüllen wollen, sind wir auch nicht abgeneigt).

berlin ist also immer für etwas gut, auch wenn die stadt, wie oben ausgeführt, von meinem persönlichen standpunkt aus irgendwie tückisch ist. und der herr lehmann ist auch für einiges gut. und nasenduschen auch. und wie angekündigt, ist alles mit allem fest und untrennbar verbunden, und das wäre auch schon ein gutes schlußwort, wenn nicht noch die fußnoten kämen, es sei denn, man hat sie schon vorher gelesen.




1 na gut, ganz ohne gehts nicht: die mobilfunkindustrie muß2 sich angesichts der SMS-flut zu weihnachten, silvester usw. nicht vor der wirtschaftskrise3 fürchten. mich nervt das, euch auch? wenigstens hab ich einen richtig coolen sms-ton4.

2 eigentlich stand hier zuerst "braucht", aber dann war ich mir doch unsicher, ob brauchen mit oder ohne "zu" zu gebrauchen ist.

3 kommt in einem blogeintrag in den nächsten tagen zu wort.

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patriotismus, córdoba und falsche fälle (alles was der fußball braucht)

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das wirklich verwunderliche ist, daß die meisten tatsächlich daran glauben. ich meine, natürlich, die chancen, daß österreich heute abend deutschland schlägt, sind potentiell vorhanden, der ball ist rund und die schiedsrichter nicht immer ganz auf der höhe. aber darum soll es hier auch nicht unbedingt gehen.

ich habs ja leicht, weil ich kein österreicher bin. ich sehe mich nicht mal wirklich als wahlösterreicher, ich hatte nie so richtig die wahl, ich lebe einfach hier, und es paßt ganz gut. jedenfalls wird sogar mir immer wieder mangelnder patriotismus vorgeworfen. anlaß genug, meine gedanken zu diesen unsäglichen begriff zu verewigen.

ich gebe offen zu, daß sich der sinn des konzepts "patriotismus" mir nicht wirklich ganz entschließt. angeblich geht es ja darum, stolz auf sein land zu sein. ja gut, klingt irgendwie logisch, aber wenn man das ein wenig hinterfragt, bleibt nicht viel über.

ich bin gern stolz. ich bin stolz auf dinge, die ich selbst erreicht, getan oder ermöglicht habe. ich bin stolz auf menschen, die ich zumindest einen teil ihres lebensweges begleiten durfte und die leistungen vollbracht haben, mit denen ich zumindest in einen indirekten bezug stehe. aber kann ich auf dinge oder menschen stolz sein, mit denen ich nix zu tun habe? wenn ja, dann kann ich beliebig auf alles stolz sein - oder eben auch nicht.

warum ist man stolz auf ein land? ein nicht unerheblicher teil der patrioten ist es, weil sie rein zufällig da geboren worden sind. wären sie also in ghana oder auf den falkland-inseln geboren, wären sie eben auf ghana oder die falkland-inseln stolz. diesen leuten fallen dann so tolle begründungen ein wie "österreich ist doch ein schönes land. wir haben berge und seen." (nachzulesen in aktuellen falter). na wenn das die basis des patriotismus ist, hut ab. kaum ein land hat berge und seen.

anders sieht es natürlich bei all jenen aus, die sich freiwillig für ein land entschieden haben. klar, wenn jemand nach österreich kommt und hier bleiben will, weil es ihn hier so gut gefällt (so viele berge und seen!), dann hat er eine bewußte wahl getroffen. diese leute dürfen auch in meinen weltbild das land ihrer wahl gut finden (von mir aus auch stolz darauf sein). witzigerweise werden gerade einwanderer von den oben erwähnten geburtspatrioten selten als einheimische akzeptiert. wer ist jetzt der echte patriot? der, der grundlos auf sein geburtsland stolz ist, oder der andere, der es sich ausgesucht hat? und wenn der einwanderer zusätzlich auch noch stolz auf sein geburtsland ist? ist er dann doppelpatriot? gilt das überhaupt?

das gefährliche am patriotismus ist, daß er in einen auf den ersten blick unschuldigen gewand daherkommt ("ich bin ja nur stolz auf mein land, weil berge und seen und so"), tatsächlich aber nur vor den hintergrund einer einstellung "wir sind besser als die anderen" einen sinn ergibt. als wären wir nicht alle menschen, die - natürlich nicht alle gleich, wie es fälschlicherweise immer wieder behauptet wird - alle das gleiche recht auf unterschiedlichkeit haben und in größeren ansammlungen durchaus die gleiche oder zumindest eine vergleichbare mittelmäßige mischung ergeben wie andere menschen in ähnlich großen ansammlungen. das bevorzugen einer beliebigen gruppe bedarf also einer gewissen begründung, die tiefer geht als berge und seen.

tatsächlich ist diese unterschwellig vorhandene annahme aber der grund für vieles, was in der welt schief läuft. es müssen ja nicht mal immer kriege oder ausländerhetze sein, es geht auch viel subtiler. es ist ja so, daß die weltbevökerung immer größer wird, was eine nicht unerhebliche rolle in all den umwelt- und ressourcenproblemen spielt. österreichs bevölkerung wächst übrigens auch, obwohl die geburtenrate ja bekanntlich sooo niedrig liegt, weil es eben auch die zuwanderung gibt. ganz abgesehen davon, daß bevölkerungswachstum offenbar auch nicht unbedingt aus jeder perspektive wünschenswert ist (klar, aus der der kurzsichtigen politik schon, denn mehr steuerzahler bedeuten mehr einnahmen), wird diese entwicklung nicht einfach hingenommen, sondern auch noch in die falsche richtung beschleunigt, indem man die österreicher auch noch ermutigt, mehr kinder zu bekommen. das ergibt nur dann einen sinn, wenn man stillschweigend davon ausgeht, die österreicher müßten ihre mehrheit im land bewahren, weil sie schließlich besser seien als die zuwanderer.

ich frage mich also ernsthaft, ob jemand ohne diese unterschwellige annahme patriot sein kann. wenn ja, gut. muß ich trotzdem nicht haben oder gut finden, aber ich könnte es akzeptieren. wer aber zum gleichen schluß kommt wie ich, daß nämlich patriotismus nur eine oberflächlich entschärfte erscheinungsform des nationalismus ist und nicht von ihn getrennt werden kann, sollte seinen patriotismus ganz schnell wieder überdenken.

aber gut, selbst wenn man auf sein land stolz ist, was genau hat das mit den leistungen eines nationalteams zu tun? haben die auch berge und seen? ist man an der leistung irgendwie beteiligt? ganz abgesehen davon, daß die besten "österreicher" ein kroate, ein türke, ein albaner und ein ungar und die besten "deutschen" zwei polen, ein spanier, ein schweizer und ein ungarischstämmiger brasilianer sind. wie national ist denn so eine nationalmannschaft? aber stimmt ja, merlene ottey ist auch slowenin... nationalitäten sind inzwischen genauso willkürlich wie sonst was, und gerade deshalb sollten sie eigentlich keine rolle spielen. dennoch nehmen viele sie zum anlaß, um über andere menschen zu urteilen, wen gut und wen anderen weniger gut zu finden und "stolz" zu empfinden, ohne irgendeinen persönlichen bezug zu haben.

gehen wir trotz allem mal einen moment vom unwahrscheinlichen aus, und nehmen wir an, österreich würde heute abend tatsächlich gewinnen. es hat in vorfeld geheißen, córdoba sei schon zu lang her, wir bräuchten ein neues wunder (autsch! allein das impliziert schon, daß österreich sich nicht zutraut, aus eigener kraft die deutschen zu schlagen. kann man eigentlich auf wunder stolz sein? oder auf fehlentscheidungen des schiris, siehe schweiz gegen portugal?). das problem ist, daß "córdoba" eine perfekte synekdoche (oder was auch immer, die experten waren sich nicht ganz einig) ist, "wien" hingegen würde nicht so eindeutig funktionieren. und außerdem, was qualifiziert denn einen angenommenen knappen sieg über deutschland zum wunder von wien, was das 4:1 in jahre 1986 oder auch das 3:0 1989 gegen die DDR nicht vorweisen konnten?

das blöde wäre also, daß man das wunder von wien vermutlich eine zeitlang "zweites córdoba" nennen und dann relativ schnell wieder vergessen würde, denn wofür es keinen namen gibt, das streicht man aus dem kollektiven gedächtnis. patriotismus hin oder her, stolz auf die nationalmannschaft sowieso, córdoba ist und bleibt córdoba und kann nicht so einfach überschrieben werden. und natürlich würde niemandem einfallen, auf eine leistung, die irgendwelche leute irgendwo auf der welt irgendwann, als wir noch nicht mal auf der welt waren (ähm, hust... die meisten von uns jedenfalls noch nicht), erbracht haben, nicht stolz sein zu dürfen.

feminismus, chorgesang und sammelbilder

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gestern abend war ich bei einem konzert, wo meine wesentlich bessere hälfte mit ihrem chor lauter kompositionen von frauen aufgeführt hat. das machen sie immer wieder mal, jedenfalls gabs schon mal vor ein paar jahren ein ähnliches programm fast ausschließlich von komponistinnen (damals hat sich irgendwie der herr von webern hineingeschmuggelt, wenn mich nicht alles täuscht), und diesmal so richtig mit konsequent und ausschließlich und so, und das ganze gleich im radiokulturhaus mit einer moderatorin, die mit radiosprecherstimme durchs programm geleitet hat.

ich finde es natürlich interessant, wenn man sowas macht, schließlich sind komponierende frauen nicht nur in der unterzahl, sondern in der regel auch unterrepräsentiert. andererseits geht es nicht nur ums was, sondern auch ums wie, und da muß man schon ein bißchen aufpassen, daß man sich dabei nicht zu sehr verkrampft.

die dargebotene musik hatte durchaus das niveau, das man sich bei einem mehr oder weniger zusammengewürfelten programm erwartet (außer dem geschlecht der komponistinnen gab es für mich keinen erkennbaren roten faden), zur ausführung kommen wir später, und die fragen, die das ganze und im speziellen auch die moderation aufwarfen, sind zumindest interessant.

es ist schon richtig, daß man frauen, die auf der bühne der kulturgeschichte bestenfalls zweite geige spielen, ins rampenlicht rückt, aber muß das immer mit einem nicht offen ausgesprochenen, unterschwelligen feminismus einhergehen? der ist nicht nur überholt, sondern besonders dann einigermaßen peinlich, wenn die betreffenden frauen gleichzeitig immer wieder (bewußt? unbewußt?) an männern gemessen, mit männern verglichen oder sonstwie an ihr geschlecht (im sozialen sinn, gender hätte also besser gepaßt, mir ist aber trotz mehrerer verschiedener düden und -pedias nicht gelungen, das grammatikalische geschlecht von "gender" zu eruieren [germanistin? hilfe!]. soviel zum thema geschlechterproblematik.) erinnert werden. will sagen: wer mit steinen wirft, sollte drumherum kein glashaus bauen.

die moderatorin hat zb. alle erwähnten frauen in ein großes soziokulturelles umfeld eingebettet, indem sie ihre überwiegend männlichen lehrer, förderer, verwandte usw. erwähnt hat. das könnte zwar in manchen punkten durchaus interessant sein, zb. ob felix m.-b. seine schwester fanny viel gehenselt hat, spätestens bei einer langen liste an lehrern, die eh keiner kennt (ok, mir als studiertem musikerzieher sagt der name franz schmidt etwas. die anderen haben selbst mir als studiertem musikerzieher nix gesagt. und wem außer mir sagt der name franz schmidt etwas? eben.), hört es aber auf, interessant zu sein, und man beginnt zu überlegen, inwiefern es wohl von belang ist, eine fast zweistellige anzahl von männern anzuführen, um die reputation einer frau zu unterstreichen. interessanterweise hat die dame auch selbst einmal festgestellt, daß sie sich eigentlich genau das verkneifen wollte, hat aber dann genauso weitergemacht.

man kann aber auch vom regen in die traufe kommen (auf ungarisch könnte man jetzt das mit der anderen seite vom pferd anführen, das trifft es eigentlich viel besser), indem frau sich dann bemüht, einer der beiden persönlich anwesenden komponistinnen unbedingt die nennung einer frau, die sie stark geprägt hat, zu entlocken. ich meine, mich persönlich haben viele menschen geprägt, frauen wie männer, und wenn jemand darauf bestünde, unbedingt nur über die frauen was zu erfahren, würde er ihnen damit unrecht tun, denn das unterstellt, daß ich sie sonst (wenn das geschlecht egal wäre) nicht erwähnt hätte. entweder es gab eine frau, die ich auch so nennen würde (und die gab es, mehrere sogar), oder eben nicht. also ich weiß nicht.

die angesprochene komponistin, und das erwähne ich nur, weil es genau dem entspricht, was die fachliteratur sagt, nämlich daß frauen dann anders behandelt werden als männer, wenn sie sich anders verhalten (ganz ohne die wertung, ob das gut oder schlecht ist, einfach als feststellung), gab einmal eine bemerkung von sich, die man leicht in die kategorie "typisch frau" stecken könnte, wenn man gern irgendwelche dinge irgendwohin steckt. die moderatorin las einen kurzen, von besagter komponistin verfaßten text vor, in dem jene nicht nur wahnsinnig gscheite sachen festgestellt (so, daß ich mir sogar überlegt habe, diesen text meinen siebenten vorzulegen, weil genau das, worum es ging, bei uns im moment ein thema ist), sondern auch noch die perfekte balance zwischen eingängigen gemeinplätzen und vielsagenden, sehr interessanten überlegungen gefunden hat, und schickte ein lob hinterher, das im allgemeinen applaus fast unterging. die komponistin bedankte sich daraufhin und fügte hinzu: "das hab ich nur schnell mal im zug geschrieben...". und das ist dann genau der punkt, wo man denken darf: dieses sich-kleiner-machen-als-man-ist (und das ist nicht gleichzusetzen mit durchaus sympatischer demut, selbst wenn dieses wort für manche vielleicht etwas anachronistisch klingt, sondern geht weit darüber hinaus) könnte genau der punkt sein, wo man sich erst bewußtmacht, daß die wirklich klugen worte zuvor von einer frau geschrieben worden sind.

die grundidee des feminismus, frauen die gleichen rechte und möglichkeiten einzuräumen wie männern, ist sehr gut (und ist nur eine teilmenge der absolut wichtigsten humanistischen forderung, allen menschen die gleichen rechte und möglichkeiten einzuräumen), das kann aber nur dann funktionieren, wenn frauen eben in erster linie als menschen und nur in zweiter als menschen mit einem bestimmten gender gesehen werden. frauen sind toll, und zwar in jeder hinsicht, und was täten wir ohne sie? aber in manchen punkten ist es kontraproduktiv, sie durch ihr soziales geschlecht zu definieren, insbesondere dann, wenn das eigentlich vorrangig durch den vergleich mit dem anderen sozialen geschlecht geschieht. so wirds nix, mädels.

die ausführung des konzerts war durchaus ok, wenngleich ich sagen muß, daß die männer mich nicht überzeugt haben (das ist jetzt nicht als gender, sondern als musikalischer fachausdruck gemeint). irgendwie zu weich und schwammig und zu oft unsicher, was besonders bei prägnanten einsätzen sehr stark durchkam. allerdings gab mir dies gelegenheit dazu, ein bißchen über chorgesang nachzusinnen.

ich weiß nicht ob ihr es wußtet, aber in meiner späteren schulzeit war ich recht aktiv als chorsänger unterwegs. ich war natürlich im schulchor, daneben in einem evangelischen kirchenchor, einem gospel- und jazzchor, habe aus mitgliedern des schulchors ein quartett rekrutiert (nur ein auftritt mit mäßigem erfolg) und dann in der siebenten dem schwächelnden schulchor meinen eigenen, zum teil aus bis dahin absolut schulchorignoranten mitschülern zusammengewürfelten chor entgegengesetzt (mehrere auftritte, verhältnismäßig großer erfolg, wir durften neben schulmessen auch bei der hochzeit einer lehrerin und einer messe einer anderen schule singen). eigentlich arg.

ich kann mich auch noch an zwei schlüsselerlebnisse erinnern, also eigentlich ein schlüsselerlebnis mit zwei werken. es muß '95 gewesen sein, als ich in dem kleinen kammeln in alterlaa, wo wir unseren PC (man beachte den singular!) stehen hatten, auf der encarta-CD jeweils kurze ausschnitte aus zwei renaissance-messen gehört habe. schon das erste mal war eine intensive erfahrung, aber ich habe mir die paar takte immer wieder angehört und mir sogar die entsprechenden CDs gekauft, um auch den rest genießen zu können. es handelt sich um das den anfang des sanctus aus der missa pange lingua und das "gloria patri" aus der missa in tempore paschali. sowohl der zweistimmige kontrapunkt von josquin als auch die komplexe, im betreffenden abschnitt aus der homophonie gerade nur stellenweise ein bißchen ausbrechende klangfülle von byrd haben es mir wirklich wirklich wirklich angetan. ich denke seit gestern darüber nach, aber unter all meinen vielen passiven musikalischen schlüsselerlebnissen würde ich wohl eindeutig diese beiden hervorheben.

gleichzeitig muß ich feststellen, daß mir chorgesang inzwischen nicht mehr wahnsinnig viel gibt. mag daran liegen, daß ich viele mittelmäßige chorproduktionen gehört habe, oder auch an anderen dingen, wer weiß das schon. interessanterweise finde ich den chorklang im vergleich zu gemischter oder rein instrumentaler musik auch wesentlich weniger substanziell. das geht so weit, daß ich chorgesang weit weniger analytisch höre und mir sogar schwer tu, klänge zu erkennen, besonders wenn sie rein akkordisch ablaufen (etwaige kontrapunktische floskeln bieten dann schon eine gewisse orientierung). und typisch für diese empfindung ist auch, daß ich mir lange nicht wirklich vorstellen konnte, wie die engelsgleiche (ebenfalls ein schlüsselerlebnis um '95, eigentlich sogar ein metaschlüsselerlebnis, schiller beschreibt in maria stuart genau diesen eindruck: "Wie wurde mir, als ich ins Innre nun / Der Kirchen trat und die Musik der Himmel / Herunterstieg und der Gestalten Fülle / Verschwenderisch aus Wand und Decke quoll", nur daß ich im gegensatz zu mortimer dadurch nicht katholisch wurde) musik von byrd in sowas profanem wie notendruck existieren könnte (diese illusion habe ich mir dann in der bibliothek der musikuni selbst zerstört).

allerdings bin ich dabei, meine wertschätzung für den chor schön behutsam von unten wieder aufzubauen, z.b. mit hilfe der 6B, die gefallen an archaischem chorklang gefunden zu haben scheint und sich langsam mit mir in die spannende welt der frühen mehrstimmigkeit vorwagt. ein bißchen an der basis zementieren, dann nochmal renaissance, barock und klassik drüber festigen, und wer weiß, vielleicht fange ich bald auch was mit romantischer chormusik an. mal sehen.

damit die lange rede auch einen kurzen sinn bekommt, muß ich noch eine idee präsentieren. als ich heute beim mäci einem bedürftigen mann mein gratis panini-sammelbild geschenkt habe, hatte ich nämlich eine. ist jetzt nichts, wo alle vor lauter coolheit in jubel ausbrechen, aber vielleicht witzig. musiktheorie auf sammelbild- bzw. sammelalbumbasis.

natürlich ist es pädagogisch wertvoll, wenn schüler selbst schreiben, denn immerhin aktivieren sie dabei bestimmte gehirnregionen. nur macht man allzu oft die erfahrung, daß sie das gar nicht wollen und dann eben doch nicht mitschreiben, auch nicht wenn sie sollten. ich habe schon hefte abgesammelt, in denen interessante kartoffelförmige gebilde die in den seltensten fällen genau fünf linien bevölkern, und zwar selbst bei näherem hinsehen komplett ohne system. wer also nicht schreiben will, schreibt entweder wirklich nicht oder eben einen kas.

gut, sammelbilder sind auch keine garantie für komplette unterlagen, sind aber vermutlich ein bißchen witziger als fade hefte. es könnte so laufen: ich drucke einen haufen noten auf selbstklebendes etikettenpapier aus und bringe sie in der gewünschten anzahl, aber vermischt unter die leute. die bekommen gleichzeitig arbeitsblätter mit freien feldern, in die sie die jeweils richtigen noten einkleben sollen. dann müssen sie überlegen, tauschen und einpicken. nebst all dem wirbel, den das verursacht (wirbel kann ja auch gut sein), fördert das die kommunikation und die teamarbeit, und die ergebnisse sind auch sauberer und leichter zu kontrollieren (wieviele fehler sind es eigentlich, wenn jemand in einer tonleiter zwei töne zu wenig hat? und wenn die fehlenden töne auch noch fehlende versetzungszeichen aufweisen? ist nicht immer ganz einfach).

ist doch eine gute idee.

das wunder der schwerkraft

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eigentlich wollte ich schon vor gut einem monat einen post mit dem titel "das wunder des lebens" schreiben, in dem es um selbiges ging, speziell um biologische entitäten, die in manchen situationen besonders augenscheinlich aus komplexen klumpen toter materie bestehen und dennoch das odem des lebens in sich tragen, sowie um die babys, die überall um uns herum nur so sprießen, als wäre es frühling. gut, es ist frühling, und wir sind in einem alter, wo andere eben babys bekommen, so gesehen. jedenfalls habe ich diesen post, wie man ganz leicht erkennen kann, dann doch nicht geschrieben. punkt.

die letzte woche war allerdings so voll mit erlebnissen powered by gravitation, daß ich meine schreibfaulheit nun doch überwinde und wie gewohnt ein paar bissige und philosophische bemerkungen dazuzumengen gedenke.

sehr einprägsam waren die ersten probedurchgänge mit unserem schulkatapult, nicht ganz so groß wie die oagen dinger bei youtube, aber durchaus imposant. wenn hundertfünzig kilo gewicht durch ein meterhohes gestell aus holz sausen, hat das schon einen gewissen erwachsenenspielzeugfaktor, und wenn dann auch noch ein medizinball quer über den ganzen sportplatz fliegt, feiern adrenalin und endorphine fröhliche urständ. besonders, wenn man noch minuten davor eigenhändig die letzten schrauben festgezogen hat.

überhaupt haben wir in der letzten woche einiges geleistet, da wir am freitag einen mittelaltertag hatten. und zu einem mittelaltertag gehört ein lehmofen zum brotbacken, einige festmeter brennholz, natürlich ein katapult, eine mittelalterband um viel geld, ein schmied aus vorarlberg, ein kräuterexperte aus langenzersdorf, ungefähr eine million kostüme aus jutesäcken und stoff bzw. von diversen einschlägigen kostümverleihfirmen und sonst auch noch einiges. und bis auf die musik, den schmied und den kräuterexperten haben wir alles selbst hergestellt oder -karrt.

das event selbst ist dann leider ziemlich ins wasser gefallen, bzw. eigentlich genau umgekehrt, das wasser ist in das event gefallen, und zwar ordentlich. das wunder der schwerkraft betrifft ja auch das athmosphärische wasser, das an kondensationskeimen kondensiert. interessanterweise ist aber die abstimmung der schwerkraft so exakt, daß das wasser in kleinen, extrem nassen tröpfchen zwar zu boden fällt, die von der schulverwaltung zur verfügung gestellten partyzelte allerdings von einer leichten brise in die luft gehoben und umgedreht werden, was unter uns gesagt einer party wenig zuträglich ist.

das bringt uns gleich zum nächsten punkt. jeder mensch weiß (zumindest unterbewußt, und gibt es einfach nicht zu), daß das wunder der schwerkraft viel zu komplex ist, um einfach so per evolutionem entstanden zu sein. experience-fans ist seit langem bekannt, daß ich vertreter der sogenannten intelligent-falling-theorie bin, die besagt, daß ein intelligenter hinunterdrücker alles intelligent hinunterdrückt. ist eine ziemlich schöne theorie, vor allem weil sie erklärt, wieso der intelligente hinunterdrücker nicht selbst runterfällt (vgl. auch das sprichwort: "es ist noch kein intelligenter hinunterdrücker vom himmel gefallen.").

besonders intelligent und hinterlistig geht der intelligente hinunterdrücker bei den leistungen meiner lieblingsklasse vor. die fallen nämlich seit dem erfolgversprechenden elternabend konsequent in den keller, und zwar nicht nur in musik. und alles, was ich ihnen in den weg zu stellen versuche, um ihren fall zu bremsen (aktuell sind es referate zu vorgegebenen, theoretisch längst erarbeiteten themen), umgeht der intelligente hinunterdrücker sehr geschickt. dafür kann man genauso niemandem die schuld geben wie für den regen am freitag. das ist eben das wunder der schwerkraft.