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Take your chance and fly away!

Seelenfreunde 08/09 --- Isi goes to America =)

Wieder zu Hause ...

Soooo nun bin ich ja mittlerweile schon seit mehr als 2 Wochen wieder zu Hause und kann mich jetzt erst dazu aufraffen hier wieder etwas rein zu schreiben.
Ich habe vor ein paar Tagen schon mal über meinen Blog nachgedacht, ich weiß gar nicht so recht was jetzt damit passieren wird. Er diente ja dazu den Zurückgebliebenen über mein Austauschjahr zu berichten und auch alle Erinnerungen für mich selbst für später einmal fest zu halten. Aber irgendwie hab ich mich so dran gewöhnt hier immer rein zu schreiben wenn etwas Aufregendes passiert ist. Also ich würde sagen wir warten einfach mal ab, vielleicht werde ich das hier einfach ein bisschen fort führen, vielleicht auch nicht, viele lesen glaube ich sowieso nicht mehr mit.
Naja ok dann will ich euch mal von meinen letzten Stunden auf amerikanischem Boden berichten.

Geschlafen habe ich die letzte Nacht eigentlich ganz gut, wurde dann jedoch unsanft aus dem Schlaf gerissen als Jeff an meine Tür klopfte mit meinem Papa am Telefon.
7 Uhr, eigentlich eine Stunde bevor ich aufstehen wollte aber Papa meinte ja auch "Och 7 Uhr ist doch eigentlich eine gute Zeit zum Aufstehen" also war meine Meinung da also nicht mehr wirklich gefragt.
Trotzdem konnte ich mich nicht wirklich dazu aufraffen aufzustehen also bin ich dann letzten Endes doch bis 8 Uhr liegen geblieben und bin dann aufgestanden nachdem Isabhell in meiner Zimmer kam und nach einem "Heute" wieder in ihr Zimmer ging. Ja heute sollte es also nach Hause gehen. Selbst an dem Tag 0 konnte ich es immer noch nicht so ganz begreifen, ich weiß nicht ob ich es überhaupt begriffen habe bevor ich in Philadelphia auf dem Flughafen landete und alleine war. Naja aber soweit sind wir ja noch nicht. 9.30 waren dann auch alle 4 Koffer in den Kofferraum des Jeeps eingeladen und ich habe mich überall noch ein letztes Mal umgeschaut und bin dann das letzte Mal zur Garagentür raus und ins Auto gestiegen. Von den Hunden konnte ich mich nicht verabschieden, ich wollte einfach noch nicht weinen und ich weiß das das passiert wäre, hätte ich Tschüß gesagt zu meinen zwei kleinen Freunden.
Auch die Autofahrt war noch relativ normal, Isabhell und ich haben uns unterhalten und nach knapp 20 Minuten sind wir auch am Flughafen Syracuse angekommen, haben meine Koffer auf dem Auto geladen und sind nach drinnen zum einchecken gegangen. Meine zwei Koffer sind dann am Ende doch noch ziemlich schwer und ich wusste, dass mindestens einer über dem Limit von 50 Pounds (23kg)war. Die Frau am Schalter sah das meinen Koffern dann anscheinend auch an und hat sie beide auf die Waage gestellt. Der erste Koffer wog 49.5 Pounds und ich wollte schon wieder durchatmen aber da hab ich mich dann wohl zu früh gefreut, der zweite wog sage und schreibe 54.5 Pounds! Die Frau guckte mich ein bisschen komisch an, stellte den Koffer wieder auf den Boden und sagte mir ich kann sie rüber zur Sicherheitskontrolle schaffen. Da hatte ich nochmal wahnsinniges Glück gehabt, ich bin mit dem Übergepäck gerade nochmal so durch gekommen. Das wäre anderweitig auch ein bisschen kritisch geworden da ich überhaupt kein Geld mehr hatte, wirklich gar nichts mehr. Danach ging es dann nach oben wo wir noch mindestens für eine Stunde warten mussten bevor ich durch die Sicherheitskontrolle gehen sollte. Die Zeit verging eigentlich recht schnell, mir kam es vor als dauerte es nicht so lange als wo wir mit Mama gewartet haben. Dann war es aber soweit und ich stellte mich in die Schlange wartender Leute zur Sicherheitskontrolle an. Ich merkte schon wie mir die Tränen in die Augen schossen und als ich dann hoch schaute und Jeff, Brenda und Isabhell ansah konnte ich sie dann auch nicht mehr zurück halten. Ich weiß gar nicht wer wirklich geweint hat aber ich hab definitiv genug für alle geheult. Das war also das Ende meines Austauschjahrs, fühlte sich schon komisch an. Ich war weder wahnsinnig traurig noch wahnsinnig happy. Es war einfach etwas das ich machen musste ob ich wollte oder nicht. Nach der Sicherheitskontrolle musste ich auch nicht lange warten und mein Flugzeug nach Philadelphia wurde zum Boarding aufgerufen. Als ich dann im Flugzeug saß kam dann so ein bisschen die Freude aber auch der Gedanke an meine Lieben, die ich gerade zurück gelassen habe. Den Gedanken habe ich dann aber schnell wieder verdrängt, ich wollte mich einfach auf zu Hause freuen und nicht traurig sein.
Das Flugzeug hob dann mit etwas Verspätung ab und schon eine Stunde später landeten wir schon in Philadelphia. Dort warteten ja mehr als 5 Stunden Aufenthalt auf mich, also ließ ich mir alle Zeit der Welt zu meinem nächsten Gate zu kommen. Naja über das Warten gibts jetzt nicht wirklich etwas Spektakuläres zu berichten, die ersten 4 Stunden habe ich eigentlich so wirklich gar nichts gemacht. Ich hab mir in einem Duty Free Shop etwas zu trinken und was zum Knabbern gekauft und war in einem UPS Geschäft für eine halbe Stunde im Internet und die restliche Zeit saß ich am Gate habe Musik gehört und meine Zeitschrift gelesen. Langsam begann sich dann auch die Wartehalle zu füllen unter anderem wurde auch ein Mann in einem Rollstuhl dorthin gebracht und wurde direkt neben mich gesetzt. Natürlich fing er auch sofort an mit mir zu reden. Zuerst auf Deutsch, er fragte mich ein bisschen aus und als er fest stellte, dass ich zum Englisch lernen in den USA war hat er angefangen Englisch mit mir zu reden. Nachdem ich dann eine ganze Menge aus seinem Leben erfahren hatte war ich wahnsinnig froh als das Boarden endlich begann. Unser Flugzeug kam 40 Minuten zu spät aus Frankfurt an. Das hieß also das wir auch wieder 40 Minuten später losfliegen sollten. Naja aber da wir dann nicht mehr wie geplant geflogen sind mussten wir uns irgendwo zwischen die startenden Flugzeuge schieben und standen dann noch 20 Minuten auf dem Rollfeld bevor wir endlich abhebten und ich Bye Bye USA sagen konnte.
Über den Flug nach Frankfurt gibt es auch nicht viel zu sagen. Es war wahnsinnig langweilig und wahnsinnig unbequem und das obwohl ich eigentlich einen guten Sitzplatz erwischt hatte. Ich saß ganz vorne, dort wo die Flugbegleiter bei Start und Landung sitzen und ich saß am Fenster und neben mir ein farbiger Amerikaner. Das Essen war ok und ich konnte mir auch endlich "Confessions of a Shopaholic" anschauen. Unsere Verspätung konnten wir nicht wieder gut machen da wir bei Frankfurt nochmal ein bisschen länger gebraucht haben weil eine der drei Startbahnen geschlossen wurde wegen zu viel Wind.
Dann hatte ich also nach 8 Stunden Flug wieder deutschen Boden unter den Füßen. Und irgendwie war es schon ziemlich komisch alle Schilder wieder auf deutsch zu sehen und die Menschen um einen rum auch deutsch reden zu hören. Ich musste mich ein bisschen beeilen da ich durch die eine Stunde Verspätung nur 20 Minuten Zeit hatte zu meinem Gate zu kommen. Zum Glück hat aber alles problemlos geklappt und ich war rechtzeitig da. Wir wurden dann mit einem Bus irgendwo raus aufs Rollfeld gefahren und die Maschine die uns dann alle nach Leipzig bringen sollte war dann auch eher eine kleinere.
Auf meinem letzten Flug kam dann auch auf einmal die Nervosität. Ich weiß nicht genau wieso ich nervös war, ich war einfach gespannt wie ich mich auf Anhieb in meinem deutschen Leben zurecht finden würde. In Leipzig landeten wir dann auch wieder irgendwo auf dem Rollfeld und wurden mit dem Bus ins Gebäude gefahren. Dort hieß es dann auf die Koffer warten. Als dann mittlerweile die meisten Passagiere ihre Koffer hatten und von meinem zweien immer noch nichts in Sicht war bekam ich schon so ein ungutes Gefühl. Natürlich, mit einer Stunde Verspätung in Frankfurt werden die es wahrscheinlich nicht mehr rechtzeitig in die Maschine nach Leipzig geschafft haben. Das versetzte meiner Laune dann auch einen kleinen Schlag aber als ich dann hinter der Tür meinen Papa und Susi mit Robert gesehen hab war das ganz schnell wieder vergessen. Wir fielen uns in die Arme und ich war einfach nur glücklich wieder zu Hause zu sein. Die Leute von Lufthansa haben uns dann gesagt das meine Koffer in der nächsten Maschine von Frankfurt sein werden und uns dann nach Hause geliefert werden sollten. Hier will ich dann auch nochmal schnell Danke an Susi und natürlich auch an Robert richten. Da wurde ich ja schön an der Nase rumgeführt aber ich hab mich wahnsinnig gefreut das ihr doch da wart!

Ja wie fühlt es sich an wieder zu Hause zu sein? In aller erster Linie natürlich schön. Ich habe das alles hier für 10 Monate missen müssen und es ist schön einfach wieder Gewöhntes um sich rum zu haben. Endlich habe ich mein großes Zimmer mit meinem Bett und der tollen Aussicht wieder und auch das deutsche Essen möchte ich so schnell nicht mehr wieder hergeben. Nehmt in meiner Gegenwart bloß nicht das Wort "Toast" in den Mund! Im Supermarkt lauf ich schon zielgerichtet daran vorbei, ich kanns einfach nicht mehr sehen, es hängt mir sooo zum Hals raus und ich bin froh wieder deutsches Brot und Brötchen zu haben. Außerdem ist es toll wieder mit meinen Lieben vereint zu sein. Natürlich war es am Anfang ein bisschen komisch und manchmal gibt es immer noch Situationen die "awkward" sind aber das wird sich sicherlich ganz bald geben. Ich hab jetzt noch ein bisschen Zeit mich auszuruhen bevor der Ernst des Lebens weiter geht und ich in meine Zukunft starte. Ich bin ganz zuversichtlich, dass ich in der Schule ganz gut klar komme, immerhin hab ich mich in den USA ja nicht so sehr gehen gelassen.
Nächste Woche werde ich dann auch mit der Fahrschule anfangen also man sieht es geht vorwärts. Still sitzen passt mir irgendwie gar nicht mehr, ich fühle mich immer so schlecht wenn ich abends im Bett liege und weiß das ich den ganzen Tag nichts anderes gemacht habe als Fernsehn geschaut und am PC gesessen. Deswegen hat mich jetzt auch der Putzwahn gepackt was ja ganz untypisch ist für mich. Ich hab unten schon alle Fenster geputzt, die Dusche auf Vordermann gebracht und heute auch mein Bad hier oben geputzt und weitere Dinge sind auch schon geplant!
Jetzt bin ich doch schon wieder von der Fahrschulsache abgekommen obwohl ich dazu doch noch was sagen wollte. Ein gaaaaaanz großes Dankeschön geht an Mama! :love: Danke, dass du das erstmal für mich übernimmst, ich werd mir auch Mühe geben und besser Anfahren als dieses Wochenende auf dem Real-Parkplatz :wink:

Natürlich vermisse ich Liverpool auch wahnsinnig! Ich vermisse einfach das tägliche Leben, aufzustehen und mit Isabhell zusammen nach unten zu gehen und da dann von Summer und Autumn begrüßt zu werden. Ich vermiss die zwei Racker schon ganz schön dolle. Hier ist es einfach immer so still. Wenn ich dort jemanden zum knuddeln brauchte hab ich mir einfach einen der beiden geschnappt und mir ein bisschen Liebe geholt. Natürlich vermisse ich auch meine Schwester wahnsinnig! Ich hätte nie gedacht, dass ich sie wirklich so sehr vermisse. Ich weiß noch wie oft ich von ihr genervt war und wie oft ich mir in einem Streit gewünscht hab, dass ich wieder alleine bin und mich nicht mehr dauernd rumzustreiten brauch. Aber mittlerweile vermisse ich sogar die Streitereien. Wir haben eigentlich so gut wie jede Minute zusammen verbracht und da es ist es jetzt einfach komisch getrennt zu sein. Das ist glaube auch was mir am Meisten zu schaffen macht. In Liverpool war ich eigentlich so gut wie nie alleine. Abends im Bett hatte ich mal meine Ruhe aber sonst war immer irgendjemand da. Und hier bin ich einfach den Großteil des Tages alleine und das bin ich nicht mehr gewohnt und fühl mich schnell einsam.
Außerdem vermiss ich meine zwei Gasteltern! Die beiden sind so liebe Menschen und haben wirklich immer so viel gegeben, ich konnte nie zeigen wie sehr ich das wirklich geschätz habe. Ich hoffe sie wissen trotzdem wir dankbar ich für alles bin! Tief in mir drin vermisse ich alles so wahnsinnig aber nach außern hin kann ich es einfach nicht zeigen. Ich weiß, dass ich nicht zurück kann auch wenn ich in manchen Momenten doch so gerne würde. Naja ich hoffe, dass das alles nach den Ferien besser wird wenn ich wieder ein bisschen Stress habe.

Ich werde meine Zeit und die lieben Menschen die ich kennen lernen durfte nie vergessen. Ich bereue nichts von dem was ich getan habe, ich bin ein besserer Mensch geworden und ich bin stolz auf meine Entwicklung. Ich habe so viel gelernt und gerade jetzt wo ich wieder zu Hause bin merke ich das erst.
Ich kann nur eins sagen: Ich würde es immer wieder tun!

Ich wollte mich nochmal bei allen für die Unterstüzung bedanken, ohne euch alle hätte ich das nicht geschafft! Ich hab euch alle so lieb!

Beenden möchte ich diesen (vielleicht letzten) Blogeintrag mit einer Zeile aus einem (meiner Lieblings-) Michael Jackson Song, der einfach zu meinen Gefühlen im Moment passt.

"Though we're far apart, you're always in my heart"

Eure Isabell

Bye Bye Austauschjahr

So, das wird jetzt wohl mein letzter Blog Eintrag werden, den ich hier in Liverpool, USA schreiben werde.
Es ist Sonntag Abend, ok eigentlich ist es schon Montag Morgen da es nach 12 ist.
Viele von euch wissen ja das ich erst am Dienstag fliege aber da ich weiß, dass ich den ganzen Montag nicht wirklich Zeit haben werde, hab ich mich entschlossen meinen Abschlusseintrag jetzt schon zu schreiben.

Ok erstmal zu meinen Gefühlen im Moment. Eins kann ich sagen: ich habs noch nicht total realisiert. Ich sitze hier auf fast gepackten Koffern und ich sage mir dauernd das es nur noch ganz wenige Tage sind und ich vieles gerade zum letzten Mal hier tue aber so richtig Klick hat es einfach noch nicht gemacht.
So wie ich mich kenne wird das dann wahrscheinlich am Montag Abend passieren. Denn genau das ist mir auch beim Hinflug passiert. Ich war die ganze Woche vorher richtig gelassen weil ichs einfach noch nicht realisiert habe aber als ich dann am Abend davor vor meinem Computer gesessen hab und zum letzten Mal zu Hause gegessen hab ist es mir dann wirklich klar geworden und da kam dann die Panik. Was ein bisschen komisch ist, ist das ich diese Situation im Moment ganz genau vor Augen habe als wäre es gestern gewesen.
Ja, freuen tu ich mich trotzdem wahnsinnig! Ich erwische mich oft in Tagträumen in denen ich mir vorstelle wie es ist alle wieder zu sehen. Und das macht mich dann immer wahnsinnig happy. Es ist ein sehr komisches Gefühl zu wissen das man bald nach Hause geht. Ich habe jetzt für 10 Monate in den USA gelebt und mich total an alles gewöhnt und das wird jetzt alles vorbei sein.
Ich weiß das es richtig ist und das es eigentlich auch das ist was ich wirklich will aber es ist trotzdem ziemlich traurig da man nie weiß was einem die Zukunft bringt. Der Blick in die Zukunft macht mir ein bisschen Angst. Ich habe von vielen Menschen gehört, dass sie mir helfen wollen mich wieder in Deutschland einzugewöhnen und sich schon wahnsinnig auf mich freuen. Ich weiß das es Menschen gibt die zu mir halten werden aber ich weiß einfach nicht wie viel ich mit diesem Jahr aufs Spiel gesetzt habe. Ich weiß das ich zu Hause nicht von null anfangen muss so wie es hier war aber irgendwie macht mir nach Hause kommen mehr Angst als weg gehen. Ich kann nicht sagen wie meine Familie und Freunde auf mich reagieren werden, wie sie meine Veränderungen aufnehmen werden. Ich habe Angst, dass ich wieder komplett in meine alten Muster zurück falle, mein altes Leben weiter lebe. Ich will jetzt nicht sagen das mein altes Leben schlecht war, ich habe es geliebt aber ich habe mich einfach verändert. Und deswegen muss ich auch Veränderungen in meinem alten Leben treffen. Ich hab Angst vor der Zukunft, Angst das ich dieses Jahr vielleicht einmal bereuen werde was ich definitiv nicht will. Ich weiß wie sehr mir dieses Jahr geholfen hat und ich würde es wieder tun, hätte ich die Chance zurück zu gehen. Ich bin stolz, dass ich all das gemeistert habe und das gibt mir mehr Selbstvertrauen. Ich weiß was ich schaffen kann wenn ich will und den Mut dazu habe den ersten Schritt zu wagen. Diese ganze Idee mit dem Austauschjahr ist aus einer spontanen Idee heraus gekommen und bevor ich richtig darüber nachdenken konnte gab es auch schon kein zurück mehr. Ich hatte den Mut alles Vertraute und Gewohnte zu verlassen um in einem fremden Land bei (ziemlich) fremden Menschen ein neues Leben anzufangen. Viele hätten mir das wahrscheinlich nicht zugetraut und wenn ich ehrlich bin hatte ich da auch so meine Zweifel. Aber ich bin so froh das ich einfach mal total spontan war und sich daraus so viel entwickelt hat.
Die Zeit hier war definitiv nicht immer leicht und ich musste oft die Zähne zusammen beißen aber das hat mich so viel stärker gemacht. Ich weiß das ich Dinge alleine auf die Beine stellen kann und auch ohne fremde Hilfe zurecht komme. Ich hab hier so viel gelernt, ich weiß gar nicht wo ich anfangen sollte aufzuzählen.

In ziemlich genau 35 Stunden werde ich am Flughafen in Syracuse ankommen und mich auf den Abschied gefasst machen. Ich bin absolut kein Fan von Abschieden. Ich will eigentlich gar nicht drüber nachdenken, es ist wahnsinnig schwer sich von Menschen zu verabschieden die einem das ganze Jahr so viel Unterstützung gegeben haben. Ich kann gar nicht genug danke dafür sagen, ich hab wirklich die beste Gastfamilie erwischt die man sich wünschen kann. Trotz kleinen Up and Downs hatte ich wahnsinniges Glück die perfekte Familie bekommen zu haben. Jeff und Brenda sind so liebenswürdige Menschen, es ist sicherlich nicht selbstverständlich was die beiden auf sich genommen haben. Ich bin soooo dankbar für alles was die beiden für mich getan haben, ich kann es in Worten gar nicht ausdrücken.
Meine Reise wird mich am Dienstag von Syracuse nach Phildadelphia und Frankfurt bringen wo ich am Dienstag Morgen ankommen werde, dort geht es dann noch in den Flieger nach Leipzig und um 11.10 bin ich wieder zu Hause, ok wohl eher fast. Ich hoffe ich werde nicht zu erschöpft sein damit ich die ersten Stunden zurück in der Heimat auch genießen kann.

Ok da ist noch eine Sache die ich noch schreiben möchte bevor ich Schluss mache.
Ich wollte mich bei allen bedanken! Ich weiß nicht wer hier alles noch liest aber ich werde trotzdem ein paar Worte sagen für zwei spezielle Menschen.
*Mama, danke für Alles! Du warst immer für mich da, egal ob ich Rat brauchte oder einfach nur eine "Schulter zum Anlehnen". Ich weiß das alles sehr zu schätzen auch wenn ich es vielleicht nicht immer so zeige. Ich bin so froh eine Mama zu haben zu der ich immer kommen kann und die einfach immer die richtigen Worte zu finden scheint. Mama, ich hab dich soooo lieb! DANKE!
*Susi, auch dir will ich danken! Ich weiß die Zeit war nicht immer leicht für uns, es ist eben manchmal schwierig über so viele tausend Kilometer hinweg den Kontakt zu halten aber wir haben dafür gesorgt das er nie ganz abbricht. Danke, dass du immer für mich da bist, ich weiß ich kann mit allem zu dir kommen und ich weiß das du immer für mich da bist und das ist ein tolles Gefühl. Ich bin sooo froh eine Freundin wie dich zu haben, ich will dich nie verlieren und ich hab dich so sehr lieb!
Ich hoffe, dass auch ihr anderen wisst wie dankbar ich bin für alles was ihr für mich getan habt! Ich würde am liebsten jeden aufzählen aber wer weiß ob ich dann nicht zu spät zum Flughafen komme. Und ich denke nicht das ihr wollt das ich meinen Flug verpasse :wink:

Ok ich glaube ich habe genug geweint und ich sollte jetzt wirklich langsam ins Bett gehen, es ist schon fast 1 Uhr. Außerdem fehlen mir mittlerweile auch die Worte, ich weiß einfach nicht mehr was ich sagen soll.

Goodbye Liverpool! Goodbye USA! Goodbye Austauschjahr!
Ich hatte ein unvergessliches Jahr und ich kann es einfach nicht glauben das alles schon vorbei ist.
Euch in Deutschland werde ich in ein bisschen mehr als 2 Tagen wieder sehen :smile:
Ich freu mich schon wahnsinnig!
Aber wieder wird es ein Abschied mit einem lachenden und einem weinenden Auge.
Ok jetzt hör ich aber wirklich auf ... machts gut und bis ganz bald!

Es geht so langsam dem Ende zu ...

Ok, also ich glaube es ist mal wieder Zeit mich bei euch zu melden.
Heute habe ich noch genau 17 Tage hier in Liverpool in den USA.
Der Gedanke, der mit seit ein paar Tagen immer wieder durch den Kopf geht ist - wo ist die Zeit nur hin?
17 Tage - das ist ein bisschen mehr als 2 Wochen. 2 Wochen von den 10 Monaten die ich hier verbringen werde. Mir fällt dazu gerade ein guter Vergleich ein. 2 Wochen sind 5% von meiner kompletten Zeit.
Jetzt denkt mal darüber nach wie es ist wenn ihr ein Programm auf eurem Computer installiert und ihr seit schon bei 95% (wie ich gerade) und habt demnach nur noch 5% übrig.
Gehen diese letzten 5 Prozent nicht immer so wahnsinnig schnell vorbei? Ok bei einer Programminstallation mag das vielleicht etwas Gutes sein aber in meiner Situation?
Und genauso fühle ich mich im Moment. Sowieso muss ich sagen das meine komplette "Installation" wahnsinnig schnell ging. Mir kommt es vor als wäre Weihnachten vor einer Woche gewesen.
Als ich vor ein paar Tagen abends im Bett war und meine Nachrichten gecheckt habe kam mir mal wieder diese eine Frage über den Weg die ich in den letzten paar Wochen dauernd höre "Freust du dich schon auf zu Hause oder würdest du lieber noch länger bleiben?".
Und an diesem Donnerstag Abend hat es mich dann auf einmal richtig heftig getroffen. Die Gedanken flogen nur so durch meinen Kopf. Von wahnsinniger Freude bis zu Verzweiflung und Trauer war alles dabei. Ich hab mich dann bei meiner Nachricht an Benny so richtig ausgelassen, sorry nochmal deswegen. Aber ich kann es einfach nicht glauben. In wenigen Tagen werde ich mein gewohntes amerikanisches Leben für immer zurück lassen und es gibt kein zurück. Ich weiß das ich immer wieder hier her zu Besuch kommen kann und meine Freunde und Jeff und Brenda wieder sehen kann aber es wird einfach nie wieder so sein wie es war. Ich weiß ich kann dieses Leben NIE wieder zurück haben. Und das macht mir im Moment einfach am meisten zu schaffen. Und es ist auch ein ganz anderes Gefühl als das als ich Deutschland verlassen habe. Ich wusste, dass ich nach 10 Monaten wieder nach Hause zurück kommen sollte und alle wieder sehen kann und mein mehr oder weniger altes Leben zurück haben werde. Ok es wird wohl nicht mein altes Leben sein weil ich mich verändert hat und sich auch zu Hause alles verändert hat aber trotzdem bin ich wieder in einer gewohnten Umgebung mit den Menschen, die ich mein ganzes Leben lang um mich hatte.

17 Tage bis zum Abflug.
5 Tage Schule.
2 Wochenenden.
17 TAGE!!!

Ich weiß ich werde Liverpool mit gemischten Gefühlen verlassen.
Einerseits weiß ich, dass ich hier nicht hingehöre. Mein Leben ist in Deutschland und da bin ich auch froh drüber. Ich weiß nicht ob ich auf die Dauer hier leben wollen würde. Aber das liegt wahrscheinlich dran, dass ich in Deutschland aufgewachsen bin und dort alles gewohnter ist.
Ich will nach Hause um meine Familie und Freunde wieder zu sehen. Ich musste 10 Monate ohne euch auskommen, jetzt ist es einfach mal genug. Ich freue mich wieder aufs deutsche Essen und die deutsche Mentalität. Endlich mal wieder pünktlich sein und nicht überall zu spät kommen. Ich habe viel vor in Deutschland. Ich will den Führerschein machen, mein Abi machen und versuchen ein bisschen Geld zu verdienen. Ich freue mich auch auf die deutsche Schule. Endlich mal wieder etwas neues und anspruchsvolles lernen. Und auf was ich mich am meisten freue - Freiheit. Endlich mal wieder machen was ich will ohne darüber nach zu denken was meine Gastfamilie von mir denkt. Einfach mal wieder einen drauf machen und nicht dauernd das perfekte, liebe und unschuldige deutsche Mädchen sein. Abends weggehen, bei Freunden übernachten und am nächsten Morgen erst wieder heimkommen und einfach die Möglichkeit haben in den Bus oder den Zug zu steigen und in die Stadt zu fahren und nicht immer jemanden fragen müssen ob man gefahren werden kann.
Andererseits werde ich es hier wahnsinnig vermissen. Mein Leben hier ist anders als das das ich in Deutschland hatte und es ist nicht immer einfach aber gerade das macht es lebenswert. Ich wurde hier so oft auf die Probe gestellt und musste so oft die Zähne zusammen beißen und das hat mich einfach so viel stärker gemacht. Die Zeit hier hat mich verändert, meiner Meinung nach aber im positiven Sinne. Ich werde auch die Lebensweise ein bisschen vermissen. Amerikaner sind manchmal einfach viel gelassener und vorallem auch viel freundlicher. Ich will jetzt nicht sagen das die Deutschen das nicht sind, es ist einfach anders. Außerdem hab ich hier so viele tolle Menschen kennen gelernt. Meine Gastfamilie ist wie eine zweite Familie für mich und ich hab auch eine zweite Schwester hier gefunden. Und die drei aus meinem Leben zu streichen wird definitiv nicht einfach sein. Dann gibt es auch die Menschen, die mir hier in der Schule an der Seite standen - die Menschen die ich meine Freunde nennen kann. Ich weiß das ich viele dieser Menschen sehr vermissen werde und vorallem jetzt wo die Freundschaften fester werden muss ich gehen.

Naja ok, es ist spät ich werd wohl mal schlafen gehen.
Ich melde mich in ein paar Tagen nochmal, vielleicht werd ich ein Resumee ziehen, vielleicht auch erst wenn ich wieder zu Hause bin.
Liebe Grüße an euch alle und bis bald :smile:

Niagara Falls

Also wie versprochen kommt heute der zweite Eintrag von mir über unseren Ausflug und wie der Titel ja schon verrät ging dieser zu den Niagara Fällen.
Am Montag gings morgens gegen 10 Uhr los in Richtung Nordwesten. Die Fahrt dauerte auch nicht wirklich sehr lange, nach 3 Stunden sind wir dann in Niagara Falls, New York angekommen.
Da wir im Hotel erst gegen 4 Uhr nachmittags einchecken konnten und schon eine Weile eher da waren haben wir uns entschieden der örtlichen Outlet Mall einen Besuch abzustatten.
Dort haben wir dann ein paar Stündchen verbracht und tausenden von japanischen Touristen über den Weg gelaufen. Die ganze Stadt war sowieso voll von Asiaten.
Als alle mit einigen Shoppingtüten bepackt waren und uns auch langsam die Füße weh taten gings wieder ab ins Auto und zurück in Richtung Hotel.
Dort haben wir uns erstmal ein bisschen ausgeruht und uns ein bisschen eingerichtet. Dann wurde sich nochmal frisch gemacht und dann sind wir zum Pondarosa Steakhouse gefahren um Dinner zu essen.
Danach gings wieder zurück zum Hotel und ab ins Bett, denn es war schon spät und am nächsten Morgen sollte es auch schon wieder früh raus gehen.

... upps hatte total vergessen das ich hier noch nicht fertig war P:

Der zweite Tag begann dann auch gegen 9:30 morgens als wir uns dann entschieden hatten uns aus dem Bett zu schälen. Zuerst ging es natürlich zum Frühstücksbuffet im Hotel das dann mal wieder eher ein Reinfall war aber das war ja schon voraussehbar. Danach sollte dann auch schon ein sehr erlebnisreicher Tag beginnen. Zu den Niagara Fällen war es gar nicht weit also konnten wir dort hin laufen.
Bei den Falls angekommen haben wir dann erstmal unsere ganzen Tickets gekauft und dann ging es ganz nah ran an die Fälle. Natürlich haben wir auch ganz viele Bilder gemacht. Dann ging es hoch zum Observation Tower von wo man einen tollen Ausblick auf beide Wasserfälle hatte (die Niagara Fälle bestehen aus dem American Falls und den Horseshoe oder Canadian Falls). Dort sind wir dann in einen Aufzug gestiegen der uns ganz nach unten gebracht hat wo wir die Maid of the Mist Boattour machen sollten. Man steigt da in ein Boot ein das einen ganz nah an die Wasserfälle ran fährt. Am Eingang haben wir dann auch gleich eine Art Regencape bekommen das mehr wie ein blauer Müllsack aussah denn die Tour sollte seeehr nass werden. Und das war sie dann auch. Durch den Wind wurde richtig viel Wasser in Richtung Boot geweht und wir sind alle ganz schön nass geworden. Aber das war es wirklich wert. Der Ausblick war einmalig und man hat erstmal die Kraft gespürt hat die Wasser haben kann. Danach haben wir uns dann auf den Weg in Richtung Goat Island gemacht von der man auch die Canadian Falls gut sehen kann. Auf dem Weg dort hin haben wir uns dann entschlossen mit dem Trolley was eine Art Bus oder Bahn oder so ist dort rüber zu fahren und während dessen noch ein bisschen was über die Geschichte zu erfahren. Als wir dann auf Goat Island angekommen sind haben wir uns erst beide Wasserfälle aus einer anderen Perspektive angeschaut, wieder ganz viele Bilder gemacht und uns dann zu Cave of the Winds begeben.
Und das war auch wieder ein unbeschreibliches Erlebnis. Man hat am Rand der American Falls ein paar hölzerne Treppen und Gehwege hingebaut, das heißt man ist also richtig nah dran. Dadurch war das Ganze dann aber auch seeehr nass. Trotzdem war das einfach unglaublich toll. Wir waren direkt wo das Wasser herunter kam, wenn man wollte konnte man sogar das Wasserfall Wasser richtig abbekommen.
Danach sind wir noch ins Aquarium von Niagara Falls gegangen was dann aber auch ein totaler Reinfall war. Dort gab es nur ganz wenige Fische und Tiere und die Seelöwenshow war auch nicht wirklich toll. Nach diesem erlebnisreichen Tag ging es für uns erstmal wieder zurück ins Hotel wo wir uns ein bisschen von dem vielen laufen ausgeruht haben und dann sind wir im Hard Rock Cafe Dinner essen gegangen.

Am nächsten Tag sind wir dann auch schon wieder die Heimreise angetreten. Frühstück gab es dieses mal bei Denny's was dann auch wesentlich besser war.
Danach gings on the road und wieder Richtung Liverpool. Wie es dann der Zufall wollte war auf dem Weg eine weitere Outlet Mall also haben wir uns entschieden dort auch noch einen kleinen Abstecher zu machen und natürlich sind wir auch dort nicht mit leeren Händen wieder ins Auto gestiegen.
Nach weiteren zwei Stunden Autofahrt von dort aus waren wir dann endlich wieder zu Hause. Jeff hat sich sehr gefreut als wir alle endlich wieder heil zu Hause angekommen sind und er endlich wieder was ordentliches zum Essen bekommt.

Ok das war's dann auch schon zu unserem Ausflug zu den Niagara Fällen.
Bis Bald :smile:

Junior Prom May 16th

Halli Hallo nach Deutschland!

Bei mir geht es ja nun auch langsam dem Ende zu und genau wie am Anfang gibt es jetzt wieder ein bisschen mehr zu erzählen weil einfach mehr passiert.

Viele von euch wissen ja schon, dass mich meine Mama im Moment besuchen kommt.
Sie ist Samstag den 9. Mai angekommen und bleibt noch bis diesen Sonntag. Ich hab mich vorher wahnsinnig gefreut aber das Gefühl war dann schon ein bisschen anders als ich gedacht hatte. Es ist einfach komisch meine deutsche Mama in meinem amerikanischen Leben zu haben. Aber trotzdem haben wir ne tolle Zeit und ich bin sehr froh das sie mich hier besuchen kommen ist.
Wir haben seit sie hier ist schon die Shopping Malls unsicher gemacht und ihr ein bisschen was vom amerikanischen Lebensstil gezeigt. Anfang dieser Woche haben wir auch noch einen größeren Ausflug gemacht von dem ich euch aber in meinem zweiten Eintrag berichten werde.

Jetzt erstmal zu dem Event auf das jedes Junior Mädchen schon von Anfang des Jahres hinarbeitet - der Junior Prom.
Erstmal eine kurze Erklärung für die Unwissenden unter euch die nicht wissen was Prom ist.
Eigentlich ist es eine Art Abschlussball und der richtige Prom ist auch für die 12. Klässler nachdem das Schuljahr vorbei ist, eben wie ein Abiball. Nur gibt es eben an den meisten Schulen auch einen Junior Prom, für die Schüler der 11. Klasse.
Und der war eben am Samstag den 16. Mai im Holiday Inn Hotel hier in Liverpool. An einer amerikansichen Schule ist der Prom schon wirklich was sehr besonderes, viele fangen schon im Januar mit den Vorbereitungen an. Ich hatte mein Kleid auch schon relativ früh einfach weil ich auf Nummer sicher gehen wollte, ich hatte euch ja auch schon davon berichtet.
Der Prom-Samstag begann dann auch gegen 9 Uhr, denn Isabhell und ich hatten um 11 einen Termin beim Friseur. Vorher noch schnell duschen und dann saß ich auch schon als erste um kurz nach 11 in Jogginghose und Schlabbershirt auf dem Friseurstuhl.
Eine wirkliche Vorstellung wie ich meine Haare wollte hatte ich nicht also hab ich die Friseurin einfach mal machen lassen. Mit dem Endergebnis war ich dann auch richtig zufrieden.
Nach ein bisschen mehr als einer Stunde waren wir beide dann auch fertig und es ging zum Nagelstudio auf der anderen Straßenseite. Für mich und auch für Isabhell war das eine Premiere, wir beide hatten uns noch nie professionell die Nägel machen lassen.
Naja nach einer weiteren halben Stunde hatte ich dann falsche Nagelspitzen drauf und ein wunderschönes Muster mit blau und silber Glitzer war auch darauf gezaubert (könnt ihr euch unter den Fotos anschauen).
Danach sind wir noch schnell zum Blumenladen gefahren und unsere Handgelenk-Corsagen abgeholt. Das ist ja auch was typisch amerikanisches was eigentlich der Junge für das Mädchen raussucht. Ach stimmt das hab ich euch ja auch noch nicht erzählt. Normalerweise geht man zum Prom mit einem Date, also Junge und Mädchen zusammen. Natürlich machen das nicht alle, viele gehen auch einfach mit einer Gruppe von Freunden hin und genau das haben wir auch gemacht. Es gab irgendwie einfach keinen Jungen mit dem ich hingehen wollte und so konnte ich mir auch meine Blumen selbst aussuchen :wink:
Danach ging es dann nach Hause, gerade als wir uns ins Auto gesetzt hatten fing es auch noch an zu regnen, zum Glück hat es unsere Haare nicht erwischt, das wäre ein Desaster geworden.
Zu Hause angekommen hat Mama erstmal ein paar Fotos geschossen und wir haben noch ne Weile ausgeruht und dann war Jeff auch schon mit der Pizza da die wir zum Abendbrot essen wollten.
Nach dem Essen sind wir dann nach oben gegangen und haben mit dem Schminken angefangen. Und dann hieß es auch schon ins Kleid schlüpfen, Schuhe und Blümchen ans Handgelenk und dann ging das Fotoschießen auch schon los. Nach 10 Minuten ging es dann mit 5 Mann in den Jeep und ab Richtung Holiday Inn.
Als wir dort dann reingebogen sind dort schon die Limousinen vorgefahren und alle sind schnell nach drinnen da es ja immer noch geregnet hat.
Am Eingang mussten wir unser Ticket zeigen und dann sind wir auch schon rein in den großen Saal wo die Feier oder Party steigen sollte.
Dort haben wir uns dann erstmal umgeschaut und mit allen möglichen Leuten Fotos gemacht und gegen halb 8 wurden wir dann aufgefordet uns an die Tische zu setzen da das Dinner serviert werden sollte.
Der Salat hat geschmeckt als hätten sie Gras aus dem Garten einfach so auf den Teller gelegt. Der Hauptgang war dann Hähnchen mit grünen Bohnen und wahnsinnig trockenem Kartoffelbrei. Das Einzige was ich einigermaßen gut fand waren die Bohnen. Dessert gab es auch, man konnte sich Kuchen von einem Buffet holen aber ich hab dankend verzichtet, mir war einfach nicht wirklich nach Essen zumute.
Keine 10 Minuten später ging dann auch das Licht aus und die Tanzfläche wurde eröffnet und da wird dann auch anders als in Deutschland wirklich die ganze Zeit getanzt. Es war wirklich manchmal schwer Platz auf der Fläche zu finden weil einfach alle getanzt haben. Die Musik war so la la aber wenn man sonst das ganze Jahr über keine Parties hat ist einem das auch egal. Zwischendurch sind wir immer mal nach draußen auf den Gang wo die Getränke waren oder auch mal ins Bad um uns ein bisschen frisch zu machen da es in dem Saal echt wahnsinnig heiß war.
Um kurz vor 11 hat der DJ dann auch das letzte Lied angekündigt was traditionsgemäß der "Schulsong" ist. Das Lied der Liverpool High School ist "Don't stop believing" von Journey. Der Song war noch nicht mal ganz zu Ende da gingen die Lichter auch schon wieder an und der 2009 Junior Prom von LHS war offiziell vorbei. Wir haben noch unsere Taschen und Schuhe eingesammelt die wir nach etwa 2 Stunden ausgezogen haben weil uns die Füße so weh taten, haben Jeff & Brenda angerufen und sind nach draußen gelaufen.
Damit ging dann auch ein schöner Abend zu Ende. Wir hatten wirklich ne Menge Spaß und ich werde mich an dieses Erlebnis immer wieder gerne erinnern.

So das war's dann auch schon wieder von mir, zumindestens von meinem ersten Eintrag.
Mittlerweile ist es schon 8 Uhr abends, ich glaube ich werde den Eintrag über unseren kleinen Ausflug morgen dann schreiben.

Euch allen ein schönes Wochenende! :smile:
Ganz liebe Grüße aus den Staaten sendet euch Isabell

Spring Break

Sooo jetzt bin ich also endlich wieder zu Hause nach einer Woche rumreisen. Es tut mir übrigens leid das ich heute erst poste aber ich hatte ne Menge Hausaufgaben diese Woche. Jedenfalls muss ich sagen, ich bin froh wieder zu Hause zu sein auch wenn meine Woche echt toll war. Ich hab ne Menge erlebt, hab viele neue Sachen gesehen und auch nette neue Menschen kennen gelernt.
Ich werd euch einfach mal so detailliert wie möglich von jedem einzelnen Tag berichten.

Die Reise begann am Montagmorgen gegen 7 Uhr bei uns zu Hause in Liverpool. Nach einem Packmarathon am Abend davor hatten Isabhell und ich zusammen ihren großen roten Koffer vollgepackt und hatten auch noch einige kleine Taschen. Man weiß eben nie was man am Ende wirklich braucht oder anzieht also lieber zu viel als zu wenig mitnehmen.
Aufgestanden bin ich um 5:45 Uhr, hab meine Haare geglättet, noch die letzten Sachen eingepackt und gefrühstückt. Dann noch schnell Goodbye zu den Hunden und zu Jeff gesagt und los ging die Reise Richtung Washington. Viel will ich jetzt über die Reise nicht sagen, einfach nur das es nicht wirklich zu toll war. Wir haben bestimmt 5 Mal angehalten um zu tanken, aufs Klo zu gehen oder weil Brenda einfach ne Pause brauchte. Vielleicht sollte ich noch dazu sagen, dass wir mit Brenda alleine gefahren sind weil Jeff arbeiten musste also musste sie die ganze Strecke bis Washington alleine fahren. Jedenfalls muss ich ehrlich sagen, dass Brenda nicht eine zu gute Autofahrerin ist, ich hab ein paar Mal gedacht wir fahren wo rein oder bauen einen Unfall. Aber ich glaube sie war einfach nur müde. Das war dann auch der Grund, dass sie an der einen Raststätte erstmal ein Nickerchen gemacht hat und auch nicht wieder aufwachen wollte. Jedenfalls sind wir dann nach bissel mehr als einer Stunde weiter gefahren. Nach 10 Stunden Autofahrt sind wir dann endlich in Washington D.C angekommen. Dort mussten wir dann erstmal Jeff anrufen weil wir bei dem ganzen Straßenchaos unser Hotel nicht finden konnten. Dort angekommen haben wir uns erstmal ein bisschen frisch gemacht und dann gings ab in Richtung Capitol Building. Das Wetter war so la la … am Anfang wars richtig nett aber dann fing es an zu nieseln und so blieb es dann den ganzen Abend. Deswegen haben wir uns dann entschieden vom Capitol aus ins Hotel zu gehen und nicht zum Washington Memorial zu gehen. Wieder am Holiday Inn angekommen sind wir dort im Restaurant essen gegangen was dann aber eher ein Reinfall war - es war teuer und nicht wirklich gut. Danach gings aufs Zimmer und wir sind alle totmüde ins Bett gefallen.

Der nächste Tag begann gegen 9 Uhr morgens, Brenda hat uns ein bisschen ausschlafen lassen. Jedenfalls hat es eine ganze Weile gedauert bis wir uns alle fertig gemacht hatten und wie konnte es auch anders sein, Frühstück im Hotel war um 10.30 Uhr vorbei und wir waren dort unten um 10.45 Uhr.
Also hierß es wo anders nach Frühstück Ausschau zu halten. Das Einzige was in der Nähe war und auch ganz ok schien war Starbucks. Da hab ich dann nen Frappuchino getrunken und nen Joghurt mit echten Früchten und Crunch-Zeug gegessen. Danach gings auf große Sehenswürdigkeiten-Tour.
Zuerst haben wir uns auf den Weg zum Washington Monument gemacht, das wir ja eigentlich schon am Tag davor besichtigen wollten wo dann aber das Wetter uns einen Strich durch die Rechung gemacht hat. Das Wetter am Dienstag war auch nicht so toll. Es war grau, wolkig und es war die ganze Zeit ein seeehr leichter Nieselregen in der Luft, wenigstens war es nicht kalt.
Innerhalb von 15 Minuten waren wir auch am Monument angekommen, auf dem Weg haben wir Jeff's und Brenda's alte Arbeit gesehen (das Landwirtschaftsministerium in DC) und auch einige der berühmten Museen (Smithsonium).
Das Washington Monument war dann doch schon ein ganz schöner Gigant. Von Weitem sieht es definitiv nicht so groß aus wie es in Wirklichkeit ist. Rund um die "Säule" herum sind genau 50 amerikanische Flaggen, eine für jeden Staat. Wir mussten einen kleinen Hügel zum Monument hochlaufen und als wir oben angekommen waren, hatte ich auf einmal ein ganz komisches Gefühl. Als würde ich hier stehen wo Geschichte passiert ist. Jedenfalls hatte ich dann den Drang, den Stein anzufassen was Brenda ganz lustig fand aber letzten Endes hab ichs trotzdem gemacht. Man hätte auch in das Washington Monument reingehen können und dort Treppen nach oben laufen können aber darauf haben wir dankend verzichtet.
Natürlich hab ich auch ganz viele Fotos gemacht, die ihr euch auch in der Fotogalerie anschauen könnt, wenn ich mit dem hochladen hinterher gekommen bin.
Innerhalb weniger Minuten waren wir auch schon bei der nächsten Sehenswürdigkeit angekommen - dem Lincoln Memorial. Für die unter euch, denen das nichts sagt (was wahrscheinlich die Mehrheit ist), das ist die Figur von dem Mann der da in seinem Stuhl sitzt, riesig groß und aus Stein.
Doch um da hin zu kommen mussten wir erstmal den Weg vom Monument entlang eines kleinen Teichs in Richtung Memorial meistern. Isabhell und ich wollten unbedingt nah am Wasser laufen also sind wir auf einem ziemlich schmalen Weg gelaufen, da wir ja nicht im Matsch landen wollten. Am Lincoln Memorial angekommen hieß es dann erst mal Treppen steigen. Gezählt hab ich sie nicht aber es waren sicherlich nicht viele. Oben bei dem guten President Lincoln haben wir dann nicht zu viel Zeit verbracht und sind schnell wieder runter zu Brenda, die unten gewartet hatte weil sie die Treppen nicht geschafft hätte. Im Anschluss haben wir uns noch das Vietnam War Memorial angeschaut, war ganz interessant, mal was Anderes. Brenda's Onkel ist im Krieg gefallen deswegen war das für die auch ein bisschen emotional vorallem dann, als wir eine Marmormauer gefunden haben, wo die Namen aller gefallenen Soldaten waren und wir den Namen von ihrem Onkel gefunden haben.
Danach stand dann auch unser letztes Ziel der Sight Seeing Tour auf dem Programm - das Weiße Haus. Wir hätten dort auch eine Tour machen können nur da muss man wohl schon ein halbes Jahr im Vorraus bestellen und da waren wir natürlich zu spät. Also haben wir einfach nur von der Straße aus einen Blick auf die Hinterseite des Hauses gehabt was aber auch ganz schön beeindruckend war.
Nach all der Kultur war uns 3 Frauen erstmal nur nach einem zu Mute - Shopping!
Also haben wir uns mit der U-Bahn auf den Weg nach Crystal City gemacht, was nach Brenda's Angabe ein toller Platz zum Einkaufen wäre. Das Einzige was es da dann letzten Endes wirklich gab war eine gute Pizzeria wo wir Lunch gegessen haben und ein Laden der Avon hieß, bei dem es tolles Parfüm recht billig gab. Nach ewigem Rumlaufen auf der Suche nach ein paar guten Läden haben wir uns dann entschlossen wieder zurück nach DC zu fahren weil in Crystal City echt nix los war.
Nach diesem aufregenden, erlebnisreichen Tag gings wieder zurück ins Hotel und nach ewiger Suche nach einem Nicht-Nobelrestaurant in der Nähe haben wir das auch aufgegeben und sind dann bei McDonalds Dinner essen gegangen. Wieder zurück im Hotel sind Isabhell und ich auf Entdeckungstour gegangen. Wir hatten ne ganze Menge Spaß und ich hab auch ein kleines Video gedreht was ich für euch auch hier rein stelle. Danach haben wir noch den Großteil unserer Sachen zusammengepackt und sind ins Bett.
Hier das Video von unserer Hotelerkundungstour:



Der nächste Tag begann dann wieder so gegen 9 Uhr. Als Erstes sind wir erstmal runter gegangen um im Hotel zu frühstücken, nochmal wollten wir das nicht verpassen, da Starbucks nicht wirklich tolles Frühstück hat. Gestärkt haben wir dann den Rest zusammengepackt, ausgecheckt und haben uns auf dem Weg nach Maryland gemacht. Dort wollten wir zuerst in eine Outlet Mall (Markensachen zu nem günstigeren Preis) gehen und dann weiter zu Brenda's Schwester.
Die Mall war dann nicht so der Brüller, trotzdem hab ich mir dort neue Schuhe von addidas gekauft (ist im Album Ocean City ein Bild). Die sind weiß, blau und grau und mir gefallen sie richtig gut. War auch recht billig, nur $40. Danach ging es dann wie gesagt nach Chestertown, wo Brenda's eine Schwester Cheryl wohnt. Dort angekommen haben wir uns alle erstmal ein bisschen ausgeruht, Dinner gegessen und dann gings auch schon wieder ab ins Bett. Isabhell und ich haben im kleinen Gästezimmer geschlafen wo nur ein Einzelbett drin stand. Wir hätten im größeren Bett von Cheryl's Tochter schlafen können aber das hätte mit Isabhell's Kuscheldrang wieder ein Problem gegeben. Also haben wir ein Feldbett ins kleine Zimmer bekommen auf dem Isabhell dann in der ersten Nacht geschlafen hat.

Der nächste Tag war dann mein persönlicher Lieblingstag der ganzen Ferien, denn - es ging nach Ocean City. Und wie der Name schon sagt, liegt das am Meer, genauer gesagt am Atlantischen Ozean ganz unten in der Spitze von Maryland.
Um dort hin zu kommen mussten wir circa 2,5 Stunden mit dem Auto fahren, wir haben aber in Dover eine Lunchpause gemacht und haben im Cracker Barrel gegessen. Das ist eine ziemlich berühmte Restaurantkette, die kochen ziemlich old fashion, das Ganze dort ist ziemlich auf Country Musik getrimmt und die haben dort auch einen kleinen Laden wo man Sachen kaufen kann, die die Erwachsenen heute in ihrer Kindheit hatten. Das war ein Paradis für Brenda also sind wir natürlich nach dem Lunch noch nicht gleich ins Auto und weiter, nein - wir haben noch ne halbe Stunde in dem Laden verbracht und uns Brenda's Jugenderinnerungen angehört. Danach gings dann aber auch endlich weiter in Richtung Meer!
In Ocean City angekommen hat man links und rechts ein Hotel am Anderen gesehen. Mir kam es vor als würde es da außer Hotels, Ferienwohnungen, Restaurants und Minigolf-Anlagen nichts anderes geben. Naja wir haben das Auto dann auf einem Parkplatz abgesellt und sind in Richtung Strand gelaufen. Dort war dann typisch amerikanisch ein Boardwalk mit ganz vielen kleinen Läden. Die meisten davon waren aber geschlossen, da die Saison noch nicht angefangen hatte. Trotzdem habe ich einen Ocean City Pulli ergattert und Isabhell und ich haben Fotos in einem Fotoautomaten gemacht. Das werde ich übrigens ziemlich vermissen wenn ich wieder zurück in Deutschland bin. Wir waren hier schon 3 Mal in so einem Teil und das ist einfach so toll, vorallem eine schöne Erinnerung. Außerdem hab ich mir noch ne Muschelkette gekauft, so eine die ich immer schon haben wollte.
Nachdem wir dann den ganzen Boardwalk abgelaufen haben und es langsam ein bisschen kühler wurde sind wir in Richtung Meer gelaufen. Erst waren wir nur an einer steinigen "Klippe" und Brenda und Isabhell wollten auch wieder zurück in Richtung Auto laufen. Aber für mich sollte der Tag nicht enden ohne das ich am Meer war. Also habe ich die beiden überredet mit zum Ozean zu laufen, was sie dann auch gemacht haben. Als dann der Sand anfing hab ich meine Flip Flops aus der Tasche geholt auch wenns ein bisschen kalt war. Nach ein paar Metern hab ich mich dann aber auch schon wieder entschieden sie wieder auszuziehen weil ich sooo gerne den Sand zwischen meinen Zehen fühlen wollte. Ich bin dann also barfuß runter zum Meer gelaufen während Brenda und Isabhell ihre Kapuzen aufhatten weil es ihnen zu windig war. Das Gefühl durch den Sand zum Meer zu laufen war so toll, ich hab mich einfach richtig frei gefühlt. Als wir dann am Wasser angekommen waren konnte ich dem Drang nicht widerstehen und hab meine Jeans hochgekrempelt und bin mit den Füßen ins Wasser. Wie ihr euch wahrscheinlich schon vorstellen könnt war das um diese Jahreszeit schweinekalt aber das hat mich nicht wirklich gestört. Weil es so windig war waren die Wellen sehr hoch und nach ein paar Wellen waren meine Füße dann auch schon ein bisschen taub weil es so kalt war. Nachdem dann eine Riesenwelle kam und das Wasser bis hoch an meine Hose gespritzt ist hab ich mich entschlossen wieder aus dem Wasser zu kommen. Brenda hat die ganze Zeit nur gelacht und Isabhell hat mich ungläubig angeguckt weil sie schon so gefroren hat.
Mit nassen Füßen bin ich dann den anderen beiden hinterher auf den großen Steg gelaufen. Das war auch meine Idee, ich wollte dort unbedingt rauf um ein Stückchen "ins" Meer zu laufen. Isabhell hat das nicht so gut gefallen, da sie Höhenangst hat aber sie hat sich tapfer geschlagen. Ganz am Ende angekommen hab ich dann noch ein paar Bilder geschossen und mich dann auf eine Bank dort gesetzt und aufs Wasser hinaus geschaut. Die Wellen waren so groß und stark, der ganze Steg hat gewackelt als die Wellen dort reingeprescht sind. Bren & Isabhell wollten nun wirklich los weil ihnen kalt war also musste ich meinem neuen Lieblingsplatz Goodbye sagen und wir sind wieder zurück in Richtung Boardwalk gelaufen. Es war dann auch schon halb 7 also haben wir uns entschlossen uns langsam wieder auf den Nachhauseweg zu machen. Im Auto hab ich dann den ganzen Tag nochmal Revue passieren lassen und selbst wenn ich jetzt wieder daran denke bekomm ich so ein Kribbeln im Bauch. Dieser Tag am Meer war sooo toll, am liebsten würd ich sofort wieder dorthin zurück, ich finde es gibts nichts schöneres als den Wellen zuzuschauen und den salzigen Wind im Gesicht zu spüren. Ich sag euch, wenn ich irgendwann alt bin und nicht mehr arbeite (falls ich mal Rente kriege :lol:) kaufe ich mir ein kleines Häuschen am Meer. An diesem Tag sind wir spät nach Hause gekommen, Isabhell und ich haben Betten getauscht und dann gings auch schlafen.

Am Freitag haben wir dann richtig schön lange geschlafen da wir den ganzen Tag nicht wirklich was zu tun hatten. Wir wollten uns am späten Nachmittag mit Brenda's 3 Schwestern und deren Töchtern zum Essen treffen also hatten wir den ganzen Tag Zeit nichts zu tun. Joa das war wirklich was wir den ganzen Tag gemacht haben - nichts. Wie gesagt wir haben uns dann gegen 5 Uhr mit allen bei Olive Garden (italienisches Restaurant) getroffem und sind essen gegangen. War ganz nett, Brenda's Familie ist echt nett und es war toll die auch mal kennen zu lernen. Das war's dann für den Tag auch schon. Wieder zu Hause haben wir den Großteil unserer Sachen zusammengepackt da wir am nächsten Morgen gegen 10 Uhr losfahren wollten, denn es ging zurück nach Hause.
Letzten Endes sind wir um 10:30 losgefahren und nach 8 Stunden waren wir dann endlich wieder in Liverpool. Ich war echt froh wieder zu Hause zu sein und auch Jeff und die Hunde wieder zu sehen.
Spring Break in Washington D.C., Maryland & Ocean City war toll wenn auch nicht alles so gelaufen ist wie es sollte und es natürlich auch ein bisschen Streit gab.

(By the way es tut mir leid wenn ich im letzten Teil ein bisschen sinnlose Sachen geschrieben hab, es ist 1 Uhr nachts und eigentlich wollte ich schon vor ner Weile schlafen gehen aber ich wollte den Blog endlich fertig schreiben, da wir ja nun schon seit 2 Wochen wieder zu Hause sind.)

Allerliebste Grüße aus den Staaten!
Ich vermiss euch alle sehr und ich zähl die Tage bis ich euch wieder sehe (noch 52 Tage! :smile: )
eure Isabell

Ja, ich lebe auch noch ...

Halli Hallo aus NY!

Nach einer richtig langen Schreibpause gibts von mir mal wieder ein paar Neuigkeiten.
Der Grund wieso ich nicht schon eher geschrieben habe ist, dass ich einfach zu faul war den Blog wieder zurück zu verschieben,
da ich fest gestellt habe, dass ich Wordpress einfach nicht mag.
Es tut mir leid, dass ihr euch jetzt schon wieder umstellen müsst, das ist aber auch das letzte Mal, versprochen! :wink:

Wie ihr euch sicher vorstellen könnt, gibt es eine ganze Menge Neuigkeiten.
Das letzte Mal habe ich ja zwei Tage vor meinem Geburtstag geschrieben deswegen werd ich dort auch mal weiter machen.
Mein amerianischer Birthday oder auch Sweet Seventeen war eigentlich nicht wirklich besonders.
Ich bin mit Larissa und Isabhell bis Mitternacht aufgeblieben, die beiden haben mir gratuliert, wir haben noch ne DVD geguckt und sind ins Bett.
Als ich morgens dann aufgestanden bin, hatte ich schon ein paar SMS von Freunden bekommen und online haben auch schon ein paar Leute gratuliert.
Ich bin dann nach unten wo Jeff und Brenda schon auf mich gewartet haben. Die Beiden haben für mich Happy Birthday gesungen und ich hab auch ein kleines Geschenk bekommen.
Den Tag hab ich dann mit Linda, Aiida, Isabhell und Larissa in der Mall verbracht. Abends sind wir dann mit Jeff und Brenda noch bei Olive Garden,
einem italienischen Restaurant, essen gegangen.
Abends sind wir alle früh ins Bett weil Montag ja schon wieder Schule war.
Sonst ist glaube ich im Februar nicht wirklich was passiert.

Ich schreibe jetzt einfach was mit noch einfällt, chronologisch bekomm ichs jetzt gerade einfach nicht hin.
Mitte März haben wir uns an einem Samstag Vormittag auf den Weg nach Syracuse gemacht um nach Promkleidern zu schauen.
Der Laden war in einem internationalen Stadtteil gelegen, war ziemlich klein, dafür aber vollgestopft mit Kleidern.
Es gab dort sogar ganz spezielle Regeln. Männer waren nur im vorderen Bereich des Ladens erlaubt, genauso wie Handys.
Am Wochenende ist dort die Hölle los, deswegen muss man sich eine Nummer holen um später Kleider anprobieren zu können.
Dann haben wir uns durch den Laden gekämpft und hier und da ein paar Kleider mitgenommen. Am Ende hatte ich bestimmt 10 Stück.
Wir konnten die Kleider aber nicht gleich anprobieren, bis unsere Nummern an der Reihe waren war es noch mindestens eine Stunde.
Also sind wir erstmal nach draußen und über die STraße um Lunch zu essen. Fast genau eine Stunde später sind wir wieder rüber in den Laden gegangen
und dort sagte man uns, dass wir immer noch 30 Minuten warten müssen. Also standen wir dann da und nach gefühlten 45 Minuten wurde dann endlich Nummer 22 aufgerufen.
Dann ging erst der richtige Marathon los. Mit Hilfe (m)einer persönlichen Assistentin kämpfte ich mich durch die Kleider, die ich ausgesucht habe
und die sie mir noch gebracht hatte. Wieder fast 1 Stunde später hatten wir beide das perfekte Kleid gefunden.
Isabhell's ist neon orange und mit Pailetten und Corsage oben. Meins ist hellblau mit ein paat Pailetten und es fällt wellig nach unten.
Ich stell mal ein Bild rein, es ist einfach ein bisschen schwer zu beschreiben.
Jetzt heißt es nur noch Schuhe und Accessoires kaufen und wir sind "all set".

Ein paar Tage später flatterte dann auch ein Brief von EF ins Haus und bevor ich den Brief überhaupt aufgemacht hatte,
wusste ich schon was ich drin finden werde - mein Abflugdatum.
Mein Flug wurde für den 23. Juni gebucht und ich fliege von Syracuse über Philadelphia und Frankfurt nach Leipzig.
Los geht die Reise um 3 Uhr nachmittags, über den Atlantik werde ich über Nacht fliegen und in Frankfurt werde ich gegen 8 Uhr morgens landen (inkl. Zeitverschiebung).
Nach zwei Stunden Wartezeit und einer weiteren Stunde Flugzeit werde ich um 11:20 in Leipzig auf heimischem Boden landen.
Ich habe gemischte Gefühle wenn ich an den Heimflug denke. Einerseits freu ich mich schon wahnsinnig auf euch alle und mein deutsches Leben,
andererseits hab ich mich schon so an das Leben hier gewöhnt und ich will auch meine Freunde und meine zweite Familie nicht verlassen.
Aber ich weiß ja, dass ich so schnell wie möglich wieder her komme, vielleicht schon nächsten Sommer.
Also wie gesagt, streicht euch den 24. Juni rot im Kalender an denn dann kommt Isabell wieder nach Hause! :smile:

Übrigens habe ich jetzt eine Lesebrille. Nicht das meine Augen schlechter geworden sind, nein im Gegenteil, da ist immer noch alles bestens.
Das Ganze fing damit an, dass ich auf einmal ziemlich schlimme Kopfschmerzen bekommen habe und das so gut wie jeden Tag.
Und als das dann schon mehr als 2 Wochen so ging haben wir uns entschieden mal zum Arzt zu gehen.
Dort wurden mir dann gefühlte 100 Fragen gestellt, Blut abgenommen und ein Antibiotikum gegen Nasennebenhöhlenentzündung verschrieben.
Der Grund für die Sache wusste trotzdem keiner, man hat halt einfach ein bisschen rumprobiert.
Als die Blutwerte in Ordnung waren und auch die Medikamente nicht geholfen haben, meinte die Ärztin dann wir sollten meinen Kopf mal durchleuchten.
Also hieß es nach Zusage meiner Versicherung ab in die Röhre. Natürlich war auch da alles in Ordnung, was aber auch hieß, dass wir immer noch im Dunklen tappen.
Die Ärztin wusste auch nicht mehr weiter und meinte, dass Einzige was wir noch probieren könnten ein Sehtest wäre.
Ich persönlich hielt das für ziemlich sinnlos, da ich nie Probleme mit meinen Augen hatte und auch keine Sehprobleme hatte.
Natürlich sind wir trotzdem zum Augenarzt gegangen und nach etlichen Tests bekam ich dann das Ergebnis, dass ich schon erwartet hatte.
Mit meinen Augen ist alles ok, immer noch alles bestens. Der Arzt meinte, das Einzige was ich tun könnte wäre eine einfache billige Lesebrille
um meine Augen ein bisschen zu entlasten. Also hieß es ab zu Walmart, wo ich dann eine Lesebrille mit +1 Dioptrin für $17 gekauft habe.
Ein echtes Schnäppchen wenn ihr mich fragt. Helfen tut sie mir aber nicht wirklich, am 2. Tag in der Schule hab ich dann sogar Kopschmerzen von der Brille bekommen.
Oh well, ich werd einfach mal abwarten.

Übrigens schreib ich diesen Eintrag gerade im Auto auf dem Weg nach Washington D.C.
Wir haben seit Freitag Spring Break und heute morgen ging es um 7.00 Uhr on the road und Richtig Süden. In D.C werden wir bis Mittwoch bleiben,
dann gehts weiter nach Maryland zu Brenda's Schwester und nach Ocean City.
Samstag Vormittag machen wir uns dann wieder auf den Nach-Hause-Weg und Montag geht auch schon die Schule wieder los.

Ich meld mich am Wochenende wieder bei euch mit einem Bericht über unseren D.C Trip.
Ach, ich wünsche euch noch Frohe Ostern! Das wird hier übrigens fast genauso gefeiert wie in Deutschland nur ein bisschen bunter, süßer und größer.
Also dann machts gut und ja, ich bin neidisch auf euer tolles Wetter, hier wird es langsam auch wieder warm nachdem es Ende letzter Woche sogar nochmal geschneit hatte.

Bussi, eure Isabell :smile:

Foreigners at the Mall

Hier hab ich mal noch ein Video für euch ... das ist entstanden als Isabhell, Arthur und ich zusammen in der Mall waren.
Ist ganz lustig auch wenn ihr vielleicht nicht alles versteht ... wenigstens könnt ihr mich auch mal Englisch reden hören :lol:



Have Fun =)

... 20. Februar 2009

Winterferien & das erste Mal Ski fahren

Huhu ihr Lieben!Ich melde mich auch mal wieder bei euch mit den neusten Neuigkeiten aus den USA.
Im Moment habe ich gerade Winterferien wenn auch nicht mehr wirklich lange. Wir haben hier nur eine Woche Ferien und es ist schon Donnerstag Abend.
Aber am Besten fang ich erstmal vor den Ferien an, denn da gibt es glaube ich auch ein paar Sachen die ich euch zu erzählen habe.

Erstmal ist mir aufgefallen das ich ja noch gar nichts von den Regents Exams geschrieben hab, irgendwie hab ich hier langsam den Überblick verloren wann ich aufgehört hab zu schreiben weil irgendwie zwischendurch immer mal ein bisschen was fehlt.
Jedenfalls war vor circa 3 Wochen Regents Week, also die Woche wo hier in der Schule bzw im ganzen Staat New York die Examen geschrieben werden.
Montag hatten wir ganz normal Schule und für mich hieß es dann Dienstag und Mittwoch wieder in die Schule um mein Examen in Englisch zu schreiben. Man schreibt Regents nicht in jedem Fach und die meisten werden sowieso am Ende des Schuljahres geschrieben und nicht im Januar.
Am Dienstag hat sich dann also der komplette Junior-Jahrgang um viertel vor 12 in der Schule eingefunden und bei allen gab es nur ein Thema: der erste Teil des bevorstehendes Examens.
Das English Regents ist in zwei Teile aufgeteilt, man schreibt je 2 Essays (Ausfätze) an zwei Tagen was dann logischerweise 4 Aufsätze für das komplette Examen macht.
Jedes Essay ist ein bisschen anders. Eins was verstehendes Hören, eins verstehendes Lesen, eine Argumentation und eine Interpretation (ich hoffe jetzt das ist nicht dasselbe ich bin mit meinen deutschen Deutschbegriffen nicht mehr so ganz dabei :lol: ).
Um Punkt 12 Uhr am Dienstag ging es dann auch mit dem ersten Teil los. Ich war schon ein bisschen nervös obwohl mein Lehrer mir gesagt hat, dass das Regents für mich sowieso nicht als Note zählt, ich einfach nur mitschreiben soll das wir mal sehen können wie ich mich so schlage.
Nach zwei Stunden und 20 Minuten war ich dann auch fertig (3 Stunden war Maximalzeit) und eigentlich ganz zufrieden mit dem was ich so geleistet habe. Ich hatte zwar nicht wirklich ein Gefühl ob es gut ist oder nicht aber ich glaube ich hab mein Bestes gegeben.
Für Mittwoch war dann richtig viel Schnee angesagt, der zweite Teil der Regents stand also auf der Kippe. Denn wenn zu viel Schnee liegt und die Schule ausfällt werden automatisch auch die Examen gecancelt.
Ich hätte zwar ausschlafen können, trotzdem hab ich meinen Wecker auf 6 Uhr gestellt da um die Zeit meistens die Infos über School Closings reinkommen.
Also hab ich halb verschlafen meinen Fernseher angemacht und für mindestens 10 Minuten verfolgt das immer mehr Schulen geschlossen wurden, Liverpool High School aber immer noch nicht dabei war.
Als es dann 6.15 Uhr war wollte ich schon aufgeben weil die Info sonst immer schon eher da ist, ich hatte meinen Finger schon auf dem Aus-Knopf als plötzlich bei New In stand: "Liverpool High School CLOSED Regents Exams Cancelled". Ich hab mich natürlich riesig gefreut denn das hieß das der zweite Teil des Examens auf Juni verschoben wird und das muss ich ja dann nicht mitschreiben da ich im Juni wenn wieder Regents Week ist schon wieder auf dem Weg nach Deutschland bin.
Für mich war damit also alles gut, nur der Rest meines Jahrgangs hat im Wastensinne des Wortes ins Klo gegriffen. Denn wegen irgendwelchen sinnlosen Regelungen die es hier im Staat New York gibt müssen die Schulen die einen Schneetag hatten im Juni das komplette Examen nochmal schreiben, auch den ersten Teil.
Die Schüler haben sich alle natürlich tierisch aufgeregt, denn alle haben jetzt den ersten Teil quasi um sonst geschrieben. Mir tun alle schon ein bisschen leid auch wenn ich mir ein bisschen Schadenfreude nicht verkneifen kann da für mich nun auch das Englisch Examen nicht statt findet.

Nach der Regents Week waren es nur noch zwei Wochen bis wieder Ferien waren. Doch diese zwei Wochen hatten es ganz schön in sich.
Denn damit hat hier das zweite Halbjahr bzw Semester angefangen und anscheinend auch der richtige Stress.
Noch bevor das zweite Semester angefangen hat bin ich zu meiner Counselor Bev Flynn gegangen denn ich hatte mich dazu entschieden aus Sociology rauszugehen und statt dessen irgendwas anderes zu belegen.
Nach ein paar Gesprächen mit ihr hab ich dann in Public Speaking reingewechselt. Das ist ein Kurs in dem man lernt wie man vor Publikum redet. Der Großteil der Klasse besteht also darin Vorträge und Debatten zu halten. Ich dachte das wäre ganz gut für mich um mein Englisch zu verbessern und ein bisschen sicher im Sprechen zu werden.
Nach 3 Stunden stand für mich dann aber fest das ich in diesem Kurs ganz sicher nicht bleiben werde. Ich hab einfach festgestellt das Public Speaking nichts für mich ist und ich mich einfach richtig unwohl in der Klasse fühle und auch die ganzen Vorträge die ich zu Hause erarbeiten muss einfach zu viel Stress für mich sind. Ich belege für amerikanische und vor allem für Austauschschüler-Verhältnisse ziemlich schwierige Kurse und ich wollte einfach nicht noch einen schweren nehmen sondern einfach auch mal einen leichteren Kurs haben.
Also ging es für mich wieder zu Mrs. Flynn wo ich dann im laufenden Semester von Public Speaking in Cinematography gewechselt habe. Das war dann auch gar nicht so einfach. Ich musste alle möglichen Leute unterschreiben lassen (ich, meine Gasteltern, meine Public Speaking Lehrerin, den neuen Lehrer für Cinema, Counselor Flynn und meinen Direktor). Die meisten davon waren nicht wirklich ein Problem. Der einzige Haken an der Sache war, dass der Cinema Kurs eigentlich schon voll war nur wenn der Lehrer zustimmt und mich nimmt kann ich trotzdem reinwechseln.
Also bin ich dann letzte Woche morgens bei ihm vorbei und hab ihm die ganze Sache erklärt, komischerweise hab ich da aber ausgelassen das ich Austauschschüler bin, was die ganze Sache wahrscheinlich ein bisschen einfacher gemacht hätte. Jedenfalls hat er gesagt er nimmt mich wenn ich gut bin. Also musste ich ihm einen Paragraph über meinen Lieblingsfilm schreiben und wieso der Film mir so gut gefällt.
Ich hatte schon ein richtig blödes Gefühl weil ich dachte das mein Englisch nicht gut genug ist und ich mich einfach nicht gut genug ausdrücken kann weil Mr Murphy meinte das ich gut schreiben können muss um in den Kurs reinkommen zu müssen.
Später am gleichen Tag hab ich den Paragraph dann bei ihm abgegeben und er meinte ich soll nach der Schule nochmal vorbei kommen und er teilt mir seine Entscheidung mit.
Ich war den restlichen Tag richtig nervös und als ich dann nach der letzten Stunde wieder zu ihm hingegangen bin und er mir mitgeteilt hat das er mich nimmt ist mir echt ein Stein vom Herzen gefallen.
In der Klasse gefällt es mir jetzt eigentlich ganz gut, es ist natürlich schon irgendwie komisch da neu dazu zu kommen aber das war es mir definitiv wert.
Auch so ist Schule im Moment ziemlich stressig und ich hab Tonnen an Hausaufgaben. Ich hab jetzt in Englisch und US History jeweils ein riesiges Projekt bekommen.
Für beide steht am Ende ein Essay (4-5 Seiten langer Aufsatz) aber auch ne ganze Menge Zwischenschritte die dann noch zu meinen Mathe und Chemie Hausaufgaben dazu kommen.
In der Woche vor den Ferien ist es mir wirklich bald zu viel geworden und ich war oftmals bis 12 Uhr wach um alle meine Hausaufgaben fertig zu kriegen und demnach war ich am Freitag auch richtig froh das endlich Ferien sind.

Am Dienstag war ich dann zum ersten Mal in meinem Leben Ski fahren.
Meine Gastschwester Isabhell und ich haben uns mit ein paar anderen Austauschschülern im Toggenburg Ski Center getroffen.
Ich war schon ein bisschen nervös da ich noch nicht mal annäherend irgendwelche Erfahrungen mit dem Ski fahren hatte aber ich hab mir vorgenommen es einfach mal zu probieren auch wenn es wahrscheinlich nicht so einfach sein würde.
Wir haben so ein Angebot genutzt wo man mit einem Coupon (typisch Amerika :lol: ) nur $20 bezahlen muss und einen Liftpass, Skier und eine einstündige Skilernstunde (sorry fürs schlechte Deutsch xD) bekommt.
Die Lesson kam mir ganz gelegen weil ich null Ahnung hatte wie ich das Ganze überhaupt anfangen soll. Doch die Probleme haben schon angefangen wo ich noch nicht mal auf der Piste war. Vielleicht könnt ihr es euch ja schon denken, es lag mal wieder an den Schuhen. :lol:
Ich hab ja sowieso ein kleines Problemchen mit meiner amerikanischen Schuhgröße da die um einiges größer zu sein scheint als meine deutsche aber mit den Skischuhen war es dann noch toller.
Ich hab zuerst eine Größe 8 genommen weil ich dachte das es sonst zu groß wird. Die waren dann richtig eng und ich hab die alleine nicht zubekommen. Der junge Mann der die Skier vergeben hat hat wohl meine Verzweiflung gesehen und ist mir zu Hilfe gekommen.
Ich kam mir schon ein bisschen blöd vor mit diesem Typen zu meinen Füßen, der versucht meine Skischuhe zuzumachen. :lol:
Jedenfalls hat er es irgendwann hinbekommen und dann ging es raus auf die Piste und mit unserer Skilehrerin in Richtung Bunny Hill (der kleinste Hügel wo man anfängt fahren zu lernen).
Am Anfang wollte sie uns nur beibringen wie man mit den Skiern läuft aber das war mir schon zu viel.
Mir taten in diesen Schuhen so die Füße weh das ich nicht mal mehr stehen konnte. Also bin ich erstmal umgefallen :lol: weil ich versucht hab das Gleichgewicht zu halten was mir dann aber nicht so gelungen ist.
Jedenfalls hab ich mich dann entschieden wieder rein zu gehen und andere Skischuhe zu holen. Der Typ der mir das erste Mal geholfen hat hat mich schon kommen sehen und hat mir netterweise wieder geholfen. Ich kam mir schon richtig blöd vor. Naja dann bin ich 10 Minuten später mit einer Größe 9 wieder in Richtung Bunny Hill gestiefelt.
Und von da an ging es relativ schnell aufwärts. Wir haben gelernt wie man bremst und wie man am besten den Berg runter fährt und wie man die Richtung ändert.
Nach der Stunde war ich aber erstmal fertig und wir sind rein in die Lodge und haben ne kleine Pause gemacht. Naja dann sind wir noch zwei Mal raus gegangen zum Ski fahren und ich muss sagen es macht echt richtig Spaß auch wenn ich mich noch nicht vom Bunny Hill weggetraut habe.
Mittlerweile fühl ich mich aber mit den Skiern wohl genug das ich mich wenn ich das nächste Mal gehe auch auf die größeren Berge trauen werde.

Jetzt hätte ich doch fast vergessen euch vom Valentinstag zu erzählen. Wahrscheinlich denkt ihr jetzt, ja schön Valentinstag haben wir in Deutschland auch aber hier in den USA wird das alles viiieeel größer gemacht.
Der Tag der Liebenden ist ja dieses Jahr auf einen Samstag gefallen und da ja an dem Tag keine Schule ist aber die Schule natürlich auch Valentinstag feiern will wurde es dort kurzerhand auf den Freitag verlegt.
Man hat also den ganzen Tag lang Mädchen mit Blümchen und Teddybärchen rumlaufen sehen, viele hatten rosa oder rote Klamotten an.
Wir haben ja auch ne Menge AG's in der Schule und eine von denen die sich normalerweise für die Umwelt einsetzt hat sich eine Valentinstagsaktion ausgedacht.
Ok das ganze hört sich jetzt wahrschienlich ein bisschen verwirrend an aber ich werds versuchen euch zu erklären: das ganze nennt sich Candy Gram. Die AG hatten während jedem Lunch Karten mit einem kleinen Beutel Süßigkeiten verkauft. Ok was heißt verkauft, man hat sich eingetragen und die Karte geschrieben und $2 dafür bezahlt. Die Karten wurden dann am Freitag während Academic Support verteilt.
Ich war wie immer nicht in meinem Academic Support Room sondern in der Library weil ich sicher war das ich sowieso nichts bekommen würde, von wem denn auch.
In US History hat Bri mir dann aber berichtet das sie beim Packen der Süßigkeitenbeutel meinen Namen auf einer der Karten gesehen hat. Also bin ich dann nach der Schule zu meinem Academic Support gegangen und hab die Karte abgeholt.
Außen stand nur mein Name (übrigens falsch geschrieben: Isabell Vonbedneck :lol: ) und als Absender stand Admirer also Verehrer. Was innen drin stand schreib ich euch mal hier und übersetz es dann:

"Thou are as beautiful as a mid summer day.
Your beauty keeps amazing me every day and I cant wait to see you. =)
XoXo ... you wish you knew =D"

Das heißt dann auf deutsch in etwa: Du bist so schön wie ein Mittsommertag. Deine Schönheit beeindruckt mich jeden Tag und ich kann es nicht erwarten dich wieder zu sehen.
Ich find es wahnsinnig süß nur leider hab ich keine Ahnung wer mir die Karte geschrieben hat aber dafür hab ich auch schon eine Lösung :lol:
Zach ist in der AG die die Aktion gestartet hat und er hat mir versprochen mal für mich die Listen durchzugucken und rauszufinden wer mir das Candy Gram geschickt hat.
Ich werd euch natürlich einweihen wenn ich weiß wer mein heimlicher Verehrer ist.

Sonst waren/sind meine Ferien nicht wirklich was Besonderes außer das am Sonntag ja mein Geburtstag ist.
Naja obwohl das wird auch nix Besonderes werden, ich hab nicht wirklich was vor. Vielleicht werden wir mit der Familie essen gehen aber das wirds danna uch schon gewesen sein.
Mal ein etwas ruhigerer Geburtstag, ist auch ok.
Ok, ich werd mich dann auch mal langsam ins Bett machen, es ist schon halb 1.
Lasst es euch gut gehen und feiert ein bisschen Fasching für mich mit (ich hoffe nicht das das schon vorbei ist und ich wieder hinterher hänge aber ich hab keine Ahnung wann dieses Jahr Fasching ist :lol:).

xoxo Isabell

... NEUE FOTOS KOMMEN BALD UND ICH HAB EUCH VIDEOS VON DER PEP RALLEY IM ALTEN EINTRAG HOCHGELADEN!

EDIT: Ich hab mittlerweile heraus gefunden, dass die Valentinstagskarte von Isabhell war. Sie wollte mir ne kleine Freude machen.

... 20. Februar 2009

Kulturschock

Ja, da ist er also jetzt (endlich), der berühmt berüchtigte Kulturschock.
Ich dachte ja eigentlich, dass mir das jetzt, nach fast 6 Monaten nicht mehr passieren wird aber da hab ich mich wohl geirrt ...
Sorgen braucht ihr euch aber keine zu machen, ich bin ok und mir geht es gut.

Jetzt mal genauer dazu was im Moment (mit mir) los ist.
Das ganze fing Dienstag Abends damit an das ich auf einmal so richtig müde war und mich total schwach gefühlt habe und am liebsten 3 Tage durch weg geschlafen hätte.
Naja ich dachte erst das der Grund war das ich die Tage davor immer ziemlich spät ins Bett gegangen bin und bin deswegen am Dienstag schon um 9 ins Bett gegangen.
Mittwoch in der Schule war dann auch alles wieder ok und mir ging es gut, keine Zeichen von Müdigkeit oder something like this.
Kaum zu Hause angekommen ist das Ganze dann aber auch schon wieder umgeschlagen. Die Müdigkeit war wieder da und ich hab mich total fertig gefühlt.
Als ich abends dann (wieder ziemlich früh) im Bett lag hab ich darüber nachgedacht was denn mit mir los sein könnte. Mir kam zwar der Gedanke vom Kulturschock aber den hab ich dann auch schnell wieder abgehakt weil ich der Meinung war, das so was am Anfang des Austauschjahrs passiert oder wenigstens in der ersten Hälfte. Ich dachte halt ich bin da "rundrum gekommen".
Heute war wieder alles genauso wie Mittwoch, in der Schule war alles ok und zu Hause fing alles wieder von vorne an.
Dabei muss ich sagen das ich nicht mal wirklich müde im eigentlichen Sinne bin sondern mehr so eine psychische Müdigkeit, ich kanns schlecht beschreiben.
Naja ich hab mich dann mal mit zwei anderen Austauschschülerinnen unterhalten und erzählt wie es mir im Moment so geht, ihre Antwort war eindeutig - Kulturschock.
Also doch. Eigentlich hätte ich mir das total anders vorgestellt, ich dachte ich würde dann auch von den USA total die Nase voll haben aber das ist eigentlich nicht der Fall.
Ich würd jetzt zwar schon am liebsten zu Hause in meinem Bett sein und für eine ganze Woche nur schlafen aber trotzdem spiele ich definitiv nicht mit dem Gedanken mein Austauschjahr abzubrechen.
Ich weiß das es wieder bergauf gehen wird und ich wieder Spaß habe und alles wieder wie vorher ist obwohl ich das im Moment einfach nicht fühlen kann.
(Übrigens kostet es mich ne Menge Energie diesen Eintrag hier zu schreiben, mir fällt es einfach so wahnsinnig schwer mich zu konzentrieren)

Also dann, ich werd mich wohl auf den Weg ins Bett machen, da viel schlafen beim Kulturschock ja ganz gut sein soll. Ich hoffe ich werde am Wochenende ein bisschen abgelenkt sein damit mit nicht zu viel Zeit bleibt nachzudenken und mich ausgelaugt zu fühlen.
Wie gesagt, macht euch keine Sorgen, mir geht es gut, ich bin halt im Moment in einer Phase, durch die jeder Austauschschüler geht, früher oder später. Es ist nichts Tolles aber da muss ich jetzt wohl durch.
Bleibt dran, ich melde mich bald wieder um dann nochmal mit klarem Kopf über diese Zeit zu schreiben.

Viele Grüße aus dem verschneiten, kalten Central New York nach Deutschland!
Ich denk an euch und vermiss euch alle sehr! =]

... 5. Februar 2009
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