Hmm... lang lang ist's her. Im Sommer war ich endlich mal wieder richtig im Urlaub - kam aber danach nicht dazu, meinen Bericht zu schreiben. Und da ich vor ein paar Tagen wieder unterwegs war und dazu einen Bericht online stellen will, muss ich wohl oder übel erst den alten abarbeiten. =;-) Also los:
Los ging es von Frankfurt aus über Oslo nach Molde. Da ich wusste (bzw. dachte *g*), dass es in Molde eng werden könnte mit dem Bus, hatte ich beschlossen, mich schon in Oslo mit Bargeld einzudecken. Schließlich sollte das an so 'nem großen Flughafen ja kein Problem sein! Ein Geldautomat war auch schnell gefunden, allerdings war der außer Betrieb. Aber nach kurzem Suchen fand ich eine ganze Ecke voll mit Automaten... aber alle außer Betrieb... Auf Nachfrage ("Gibt es hier auch irgendwo einen Automaten, der nicht außer Betrieb ist???" - "Nein, in ganz Norwegen nicht.") erfuhr ich dann, dass das ein Computerfehler war und nee, sie wissen nicht, wann das wieder geht.
Also ohne Geld (bzw. mit den 300 Kronen, die ich noch vom letzten Norwegenaufenthalt übrig hatte) weiter nach Molde. Das Flugzeug musste erst nochmal gecheckt werden und wir starteten mit 'ner Stunde Verspätung, und ich sah mich schon stundenlang in Molde rumsitzen, weil ich den Bus verpasst haben würde. Aber nein - angekommen und direkt in den Bus, den ich zum Glück noch bezahlen konnte, auch ohne Bargeld-Nachschub. =;-) In Molde selbst gab es dann aber zum Glück wieder funktionierende Automaten, so dass ich dann auch wieder flüssig war, bevor ich in den Bus nach Åndalsnes stieg.
Dort angekommen nahm mich der Busfahrer netterweise noch den halben Weg mit bis zur Jugendherberge, so dass ich mein Gepäck nicht durch den ganzen Ort schleppen musste. Angekommen, ein bisschen ausgepackt und mich eingerichtet, und dann ging es erstmal auf Entdeckungstour.
So sah es direkt vor der JH aus - direkt am Fjord gelegen, im Grünen (und ca. 20 Minuten Fußmarsch bis zum Bahnhof, also absolut ok).
Und so überall drumherum - überall Berge und Hügel, eine wunderschöne Landschaft.
Am nächsten Morgen ging's dann ganz früh los: Mit dem Bus zum Trollstigen und weiter nach Geiranger, dann mit der Autofähre nach Hellesylt und mit dem Bus nach Ålesund, und von dort dann wieder mit dem Bus zurück. Eigentlich zwei Ausflüge in einem - aber warum soll ich zwei Strecken doppelt fahren, wenn das auch alles an einem Tag machbar ist? *gg*
Der erste Bus war eine sehr interessante Mischung aus Touri- und Linienbus. Der Fahrer erklärte unterwegs alles, was es zu sehen gab, und immer wieder gab es Fotostops. Perfekt!

Erste Station war der Trollsteig. Eine Straße, die sich in Haarnadelkurven den Berg hochschlängelt, durch wunderschöne Landschaft.

Das Bild von oben ist leider aus dem fahrenden Bus geknipst und daher unscharf - aber ein toller Anblick.

Mittendrin wurde dann auch mal am Gudbrandsjuvet angehalten. Ein Wasserfall - weder der erste noch der letzte an diesem Tag! =;-) Aber doch immer wieder toll.
über die Adlerstraße ging es dann Richtung Geiranger. Und oben gab es natürlich auch wieder einen ausgiebigen Fotostop, der sich mehr als gelohnt hat. Zumal zu diesem Zeitpunkt das Wetter auch noch recht schön war - zwar kühl und bedeckt, aber die Sonne kam immer wieder durch, und es wirkte einfach "freundlich". In Geiranger kam die Sonne dann sogar wirklich raus, aber zehn Minuten später fing es an zu nieseln. Aber es hielt doch noch erstaunlich gut!
Der Geirangerfjord - und die Stadt da unten ist logischerweise Geiranger.
Die Sju Søstre (Sieben Schwestern) von oben.
Geiranger war dann... nein, "eine Enttäuschung" wäre falsch, denn es entsprach genau dem, was ich erwartet hatte. Ein winziges Dörfchen und haufenweise Touristen. Und lecker Eis und wundervolle Natur! =:-)
Bild von Geiranger Richtung Fjord, hinten ist auch die Adlerstraße zu sehen, wo wir langgefahren sind.
Wasserfälle, wohin das Auge blickt.
Weiter ging es dann mit der Autofähre. Eigentlich war es viel zu kalt und windig, um draußen an Deck zu stehen - aber die Aussicht war so toll, dass es einfach sein MUSSTE. Und interessanterweise fror ich in meiner Skambankt-Jacke überhaupt nicht, während die anderen Touris in dicken Windjacken zitterten. *gg*
Blick zurück auf Geiranger.
Die Adlerstraße.
Möwen verfolgten die Fähre den ganzen Weg.
Zwar gab es auf der Fähre auch Touristenansagen, sogar dreisprachig, nur leider waren die viel zu leise und beim Wind an Deck leider sehr schlecht zu verstehen.

Aber dass das hier die sieben Schwestern und ihr Freier sind, hab ich dann doch verstanden. =;-)
In Hellesylt angekommen hieß es dann erstmal eine Stunde auf den Bus warten - klang nach einer schwierigen Aufgabe, da Hellesylt nicht größer als Geiranger war, aber OHNE Touristen...
Aber bei der Aussicht wartet man doch gern, oder?
Dann ging es also weiter nach Ålesund, und unterwegs fing es dann langsam aber sicher an zu schütten. Und aufgehört hat es auch nicht mehr. =:-( Dementsprechen hat Ålesund mich so überhaupt gar nicht beeindruckt - ein graues Städtchen. Ich kann mir zwar vorstellen, dass es im Sonnenschein sehr hübsch ist (und meine Fotos sehen eigentlich auch ganz nett aus *g*), aber im Regen war es einfach doof. Schade!

Zurück nach Åndalsnes und nur noch ins Bett - ein sehr anstrengender Tag, aber wunderschön. Die Landschaft ist absolut beeindruckend, schneebedeckte Berge direkt nebem dem Fjord, Hochplateaus, Flüsse, die so klar sind, dass man die Maserung des Flussbetts erkennen kann... wahnsinn.
Am nächsten Morgen war dann erstmal ausschlafen angesagt, bevor ich mich auf den "Hausberg" wagte. Das _sollten_ ungefähr 750 Höhenmeter sein. "Steady climb" - okay, kein Problem. Allerdings stellte sich heraus, dass dieser "Weg" simpel und einfach nur geradeaus den Berg hochführte. über Stock und Stein, quasi. Und sowas hasse ich ja... aber nachdem ständig um mich rum irgendwelche Norweger den Berg rauf- und runterrannten (und ja, ich MEINE rannten - einer sogar in Joggingklamotten!), bin ich dann doch mal weitergekraxelt. Und irgendwann kam ich dann bei diesem Schild raus:
Sprich, entweder die Höhenangabe stimmte nicht, oder ich bin am Aussichtspunkt vorbeigelaufen. *gg*
Aber die Aussicht war auch so wunderbar:

Der rote Punkt am anderen Flussufer ist übrigens die Jugendherberge.

Danach hab ich dann beschlossen, dass ich ja auch wieder runtermuss und runterkraxeln noch schlimmer ist als hoch - ich weiß also nicht, ob da noch irgendwo ein Aussichtspunkt gekommen wäre.
Unten angekommen ging es dann kurz zurück in die Jugendherberge und dann los zum Festival. Über
Raumarock habe ich ja
hier schon berichtet, das muss dann auch reichen.
Nur noch dieses Foto von einem Regenbogen, der mittendrin plötzlich für alle spektakulärer war als das Geschehen auf der Bühne.
Am Sonntagmorgen, nach den zwei Festivaltagen, ging es dann weiter nach Trondheim. Keine Konzerte diesmal, nur Urlaub.
Aus dem Zug raus habe ich versucht, die "Trollwand" zu fotografieren - ob sie das da ist, weiß ich allerdings nicht so genau. =;-) Wahrscheinlich eher nicht.
In Trondheim angekommen verschaffte ich mir dann erstmal einen ersten überblick über die Stadt (die mir sehr gut gefallen hat!) und lief eher ziellos durch die Gegend.
Die Bryggen (alten Speicherhäuser) entlang des Flusses
Die alte Brücke
Der Nidaros-Dom. Die Kränze werden am Nationalfeiertag aufgehängt und bleiben dann einfach hängen
Eigentlich nichts zu sehen auf dem Bild, aber mir gefiel die Spiegelung =;-)
Am nächsten Tag ging es dann mit der Fähre raus zu Munkholmen, einer kleinen Insel mit Festung, die mal Kloster, mal Gefängnis war. Und mittlerweile ist sie offenbar das Ausflugsziel der Trondheimer, da waren jedenfalls jede Menge "Eingeborener" auf der Fähre... =;-)
Die legten sich dann dort an den Strand - bei Temperaturen um die 25 Grad gar nicht mal so verrückt, wie es aussieht. Und ich hab mir doch tatsächlich einen Sonnenbrand geholt, als ich auf die Fähre zurück gewartet hab!
Und dabei hab ich natürlich mal wieder Kunstbilder geschossen - so sieht also trockener Tang aus. =;-)
Aber bevor ich zurückgefahren bin, hab ich mir die Festung natürlich noch angeschaut und war frustriert, weil ich von den norwegischen Erklärungen so gerade mal gar nix verstanden hab. =:-( Keine Ahnung, was für einen Dialekt der Typ gesprochen hat...
Blick von Munkholmen auf Trondheim
Und so sah der Hafen aus
Der letzte seiner Art... =;-)
über die alte Brücke...
... und vorbei am Fahrradlift (Ja! Und das Ding war offenbar echt schwierig zu benutzen) ging es dann hoch zur Festung Kristiansten. Eventuell hab ich mir meinen Sonnenbrand auch dort geholt, man weiß es nicht, man weiß es nicht...
Die Aussicht auf die Stadt und auf Munkholmen war von da oben jedenfalls absolut klasse.
Abends (so gegen halb zehn) saß ich dann noch in der Stadt und habe gelesen... und aus reinen Dokuzwecken natürlich auch noch ein paar Fotos geschossen, denen man nicht ansieht, dass es schon so spät war.

Am nächsten Tag musste ich dann wieder früh los - schade, denn im Hotel gab's Waffeln zum Selberbacken zum Frühstück, und ich konnte nur eine halbfertige mitnehmen, statt sie in Ruhe zu genießen. =;-) Aber dann ging's in den Zug und auf nach Oslo! Denn da fand an dem Abend die Club-Nacht vom Øya-Festival statt, und da spielten u.a. Disco Ensemble. Das war genialst, darauf brauch ich hier aber auch nicht weiter einzugehen, denn das steht ja alles
hier schon.
Spät ins Bett, früh wieder auf, und tschüß Norwegen!

Denn jetzt ging es zum Flughafen und direkt weiter nach Ungarn zum Sziget Festival! Und da ich wusste, dass es eigentlich keine andere brauchbare Verbindung zwischen Oslo und Budapest gab als genau diesen Flug, war ich nicht sehr überrascht, als Kaizers am Flughafen auftauchten... Aber wer mich und meine "aber sie denken doch, ich wäre nur wegen ihnen hier!!!!1"-Phobie kennt, weiß, dass das nicht so unbedingt das allerangenehmste für mich war. Nun ja, ich hab's überlebt. =;-) Und keine Paparazzi-Fotos gemacht. *g* Recht lustig (also, im Nachhinein *g*) fand ich es dann, als es ans Aussteigen ging und ich mich freute, dass auch hinten die Tür aufgemacht wurde, das hieß nämlich (da ich ziemlich in der Mitte saß), dass ich weder an ihnen vorbei- noch vor ihnen herlaufen musste. Puuh, Erleichterung. Also, bis ich dann aus dem Flugzeug raus war und verstand, dass ich jetzt natürlich im Bus genau neben ihnen stehen würde. ähem. Aber ich hab auch das überlebt. Und ja, ich weiß, das ist alles überhaupt nicht schlimm und sowieso, aber siehe oben, Rockstar-Phobie. So ist das halt. =;-)
Auf jeden Fall hab ich's dann heroisch mit öffentlichen Verkehrsmitteln ins Zentrum geschafft, dort Ruth getroffen, und weiter ging's zum Hotel. Da wussten wir leider nur so grob, wo es ist, aber zuguterletzt kamen wir an. War auch ganz brauchbar, wenn auch nicht vergleichbar mit Trondheim. =;-) Danach sind wir dann gleich weiter zum Festival, und auch darauf werde ich hier nicht weiter eingehen, denn den Bericht
gibt es ja schon. Hier also nur Fotos und Kommentare zum Sightseeing - wofür noch genug Zeit übrig blieb.
Wir warten auf Kaizers.
Oder doch auf die Bahn?
Oder auf Nine Inch Nails!
Hier jetzt erstmal gesammelte Fotos unserer Besichtigungstouren - die Fotos der Sehenswürdigkeiten sind alle recht ähnlich, aber halt alle toll. Dazu hab ich jetzt nicht wirklich viel zu schreiben, wer mehr wissen will, befrage einen Budapest-Stadtführer. =;-)
Der Schlossberg
Die Fischerbastei
Die
BaustelleKirche an der Fischerbastei
Das Parlament von oben
Das Parlament von unten
Das Parlament von hinten
'Ne Kirche von oben
Zwei Reiterstandbilder - und nein, beide nicht Bela! =;-)
Selber Foto!
Blick über die Stadt
Ruth über der Stadt
Ein Brunnen mit viel Rost.
Nein, kein Rost, Grünspan!
Fluss und Brücke
Die Kettenbrücke
Schuhe am Flussufer...
Die Zitadelle
Der Heldenplatz
BELA!!!!1
Der Dom
Im Dom
Die Markthalle
Das Wetter hat leider nicht so ganz mitgespielt, wie man auf den Fotos sieht. Solange Kaizers in der Stadt waren, war es nämlich ständig bedeckt und regnerisch - und "Regen" bedeutete im Allgemeinen "Wasserfall". Ungefähr so:

Ruth kugelt sich. Oder so. =;-)
Aber natürlich kann man sich nicht immer nur die größten Sehenswürdigkeiten angucken, sondern man braucht auch mal Natur. Und Tiere. Und so. Alles zu finden auf der Margitinsel.
Man beachte die Angorahühner!
Wie man an den Bildern unschwer erkennen kann, waren Kaizers zu dem Zeitpunkt bereits abgereist, denn die Sonne schien...
Hier noch eine der belebten Straßen in der Innenstadt - unsere ständige Anlaufstelle für Eis. Und Kuchen. Und Kakao. =;-)
Am letzten Tag mussten wir dann noch ein paar Stunden totschlagen, bevor wir uns auf den Weg zum Flughafen machten. Und was sollte man da anderes tun, als an der Donau zu sitzen und Fotos voneinander zu machen, auf denen man irgendwie doof aussieht? Genau. *g*

Tja, und das war's dann auch - ein wirklich toller Urlaub. Ungarn ist jetzt in der Berichterstattung etwas knapp ausgefallen, aber das heißt nicht, dass es weniger schön gewesen wäre als in Norwegen. Absolut nicht! Beides war klasse. Nur Ungarn war ein bisschen mehr "echter" Urlaub, weil viel relaxter und mit weniger Druck von wegen "ich will aber jetzt auch alles sehen". Nur die Sonnenverteilung war irgendwie seltsam... Regen in Ungarn und Sonnenbrand in Norwegen. Aber egal. Schööööön war's!