Glück ist...
Sunday, 15. November 2009, 22:07:55
für umsonst. Manuelle Arbeit kann so derart viel befriedigender sein, als alles, was man
an einem Computer tut. Und wenn es sich ergibt, dass, wenn man gerade die Werkzeuge
weggeräumt hat und einen Schritt zurücktritt, um sein Werk zu bewundern, die ersten
Regentropfen fallen, macht es geradezu diebische Freude. Ich konnte das Erlebnis am
Sonntag sogar wiederholen, mit zwei Säcken geharktem Laub und einer neu eingestellten
Fahrradbremse, wieder gerade rechtzeitig vor dem Regen. Der Nachbar tat seinen Teil
mit dem heulenden Laubbläser. Eine von Crowleys besseren Ideen.
Obwohl ich mich besser dran gewöhne. Ich muss endlich durch den Regen radeln, das
Wintermuster von Regen täglich ab 16:30 hat eingesetzt, und ich wurde klatschnass, als
ich zum ersten Mal meine Regenhosen _nicht_ mitgenommen hatte. Sogar mit ihnen
waren Schuhe, Socken und der Rand der Hosenbeine durchweicht bis ich daheim war. bei
dem Strßenzustand bedeutet nämlich jeder ernsthafte Regen, dass ich größtenteils
durch Pfützen fahre und Wasser meine Hosenbeine raufschießt. Kann jemand eine
elegantere Alternative zu Plastiktüten um die Füße empfehlen? Davon abgesehen bleibe
ich warm und trocken und könnte dem Wetter ins 's Gesicht lachen.
An solchen Wochenenden, wenn man seine Arbeit gemacht hat, und es is keine
Aufregung für den Abend zu erwarten, und man ist froh damit, einfach mit einer Tasse
Tee dazusitzen und der Welt zuzuzschauen, sollte jeder ein Eichhörnchen zur
Unterhaltung haben. Der kleine Kerl ist umwerfend in seinen Verrenkungen, um an das
Zeug im Erdnussspender ranzukommen. Ich werde Hindernisse anbauen, denn es ist zum
Brüllen, wenn ein Eichhörnchen alles gibt, um an einem wackligen Stück Pappe
vorbeizuklettern, das zwischen uhm und einer Röhre Erdnüsse hängt. Das Mistvieh hat
auch angefangen sich durch den Vogelfutterspender zu nagen, und damit das ganze
endgültig in einen Eichhörnchenfütterplatz verwandelt.
All das zum Klang von Thomas Zehetmairs Interpretation von Paganinis 24 Capricci im
Radio. Ich dachte ich kenne sie, diese Platte beweist, das war ein Irrtum. So wie er
spielt, möchte man rufen: Genau! So hätte es von Anfang an sein sollen. Und er spielt
diese quälend anspruchsvollen Sücke mit einer Leichtigkeit, die unmöglich sein sollte.
Man erschauert innerlich bei dem Gedanken, wieviel er in diesem Leben geübt haben
muss, um an diesem Punkt anzukommen.














