Riester-Rente – was geht sie uns Olle an? - pits aktueller Kommentar 10-13
Friday, April 19, 2013 7:25:05 PM
Altersvorsorge heute muss uns aber nicht ganz schnuppe sein. Mir ist doch nicht egal, was den Alten von morgen auf dem Weg zur Rente widerfährt!
Und da nehme ich – solidarisch – zuoberst wahr, wie sich die offiziellen, also beschönigenden, von (mehr oder weniger) sachlich-kritischen Einschätzungen, etwa aus der Opposition, unterscheiden.
Dazwischen liegt zum Teil auch, was man aus der innerparteilichen SPD-Rentendebatte hört. Da wird am Ende aber noch immer – entgegen Einwänden aus Kreisen der Parteilinken – auf zusätzliche private Altersvorsorge gesetzt.
Einschätzungen der ersten Kategorie:
„Weiter Aufwuchs bei der Riester-Rente. Die Zahl der Riester-Verträge ist 2012 um 370.000 gestiegen ...“. So tönt eine aktuelle Pressemitteilung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. „Inzwischen ,riestern' 15,7 Mio Menschen in Deutschland“, lehrt eine vorangegangene Mitteilung aus dieser Quelle.
Kritische Einschätzungen
Da sahen sich eben erst (25.2.) die Deutsche Rentenversicherung Bund und die Gesellschaft für Sozialen Fortschritt e.V. veranlasst, Mängel in einer breit angelegten Veranstaltung zu erörtern, zu fragen, wie sich eine verbraucherfreundlichere Gestaltung über mehr „Transparenz der Produktinformationen“ realisieren lässt.
Der DGB und die Verbraucherzentrale Bundesverband forderten vor einem Jahr schon eine einheitliche Finanzaufsicht im Verbraucherinteresse.
Aufschlussreich sind manche Befragungen zu Riester-Anlage-Angeboten, etwa für die Bertelsmann-Stiftung: „Wer hat sie?“ - „Wer will sie?“ … Link
Die Stiftung Warentest gab „Schlechte Noten für Riester-Versicherungen“. Link
Die Kritik an Riester-Renten der Versicherungen reißt nicht ab. Nur fünf von 29 untersuchten Riester-Versicherungen sind „gut“. („Wirtschaftswoche“ 18.9.12)
„ Riester-Rente wieder abschaffen!“ fordert eine Eingabe im „Dialog über Deutschland“ der Bundesregierung und schlägt vor, „ die bestehenden Verträge in normale Sparverträge umzuwandeln und das Geld auf Verlangen wieder auszuzahlen“. Für weitere Einzahlungen sollte es keine Steuerzuschüsse geben. Die Steuergelder sollten für drängende soziale Aufgaben genutzt werden. - mehr ...
Da wären wir bei gewichtigen Gründen für uns Olle, uns mit dem "Riestern" zu befassen – aus schlichtem Eigeninteresse!
„Die Rentenkürzung um 20 % (unter Kanzler Schröder – pit) sollte, so versprachen es SPD und Grüne ... , durch staatlich geförderte private Vorsorge, die Riester-Rente, kompensiert werden", erinnert der LINKE Gregor Gysi in „Klar", dem Infoblatt seiner Fraktion. Die geschaffene Versorgungslücke der Bestandsrentner ist dabei überhaupt nicht im Blick. Aus unserer Sicht können wir nur die Konsequenz unterstützen, die G. aus den Erfahrungen ableitet:
„Die staatlichen Subventionen für die Versicherungskonzerne müssen eingestellt und die vielen Milliarden Euro zur Stärkung der gesetzlichen Rente eingesetzt werden."
Der Umkehrschluss macht klar: Die Verteidiger der Riester-Rente sind für den fortgesetzten Beschnitt der gesetzlichen Rente - zum Schaden von uns Bestandsrentnern, schließlich aber aller, die nicht geriestert haben,
Siehe auch den DWI-Bericht „Zehn Jahre Riester-Rente kein Grund zum Feiern.“
11.4.2013[/ALIGN]







