Arbeitsplätze noch und noch, sogar für Rentner - pits aktueller Kommentar 06-13
Thursday, February 21, 2013 7:52:42 PM
Das meint das innerhalb seiner Grenzen Tag für Tag hochgepriesene „Jobwunder“ Deutschland, zweifelnd angesehen aber von Deutschlands Freunden im europäischen Umfeld, dort keineswegs nur als großartig beurteilt! Zu Unrecht?
„Sozial ist, was Arbeit schafft“, egal, wie miserabel die ist. Es liegt an den Betroffenen, was Ordentliches daraus zu machen.
Die diese Parolen zum Kennzeichen ihrer Partei gemacht haben, haben dafür wohl unstreitig den verdienten Denkzettel bekommen. Die endgültige Abfuhr steht verdientermaßen im September bevor!
Rund 2,5 Mio deutsche Arbeitnehmer haben sogar einen Zweitjob, schrieb die „Berliner Zeitung“ (6.10.2012) unter Bezug auf eine gerade veröffentlichte Statistik der Bundesagentur für Arbeit. Jeder elfte Arbeitnehmer. Neben der regulären Hauptbeschäftigung!
Welch ein „Jobwunder“! Zehn Jahre davor waren das nur halb so viele.
Die mit einem Drittjob werden (noch) nicht gezählt.
Das ist, was wir früher „amerikanische Verhältnisse“ genannt haben. Ein Kommentator der „Berliner Zeitung“ (6.10.2012) verblüfft nun mit der Aufforderung, darin einen „neuen Lebensstil“ erkennen zu sollen.
Diese Entwicklung „ist ein deutlicher Hinweis darauf, dass die Arbeit nicht mehr existenzsichernd ist“, sagte die arbeitsmarktpolitische Sprecherin der LINKEN (ehemals SPD, Gewerkschaftssekretärin bei ver.di) Sabine Zimmermann der „Saarbrücker Zeitung“ (5.10.2012).
Wen irritiert, dass dem von den Unionsparteien widersprochen wird?
Wie auch die gesetzliche Rente für immer mehr Alte nicht mehr lebensstandardsichernd ist – im Ergebnis der Rentenreform von Schröder/Riester und dessen, was ihr folgte.
Ja, die gesetzliche Rente ist ebenfalls für immer mehr von uns Alten ergänzungsbedürftig. (Das bestätigen ja auch die Rentenreformkonzepte der Parteien zur Bundestagswahl – so oder so.) Wem die betriebliche Altersversorgung – von Schönrednern noch immer als „zweite Säule“ der Altersversorgung etikettiert – versagt blieb, entscheidet sich – leidliches gesundheitliches Befinden vorausgesetzt – nun immer öfter für den „zusätzlichen“ Minijob.
All das gab es immer schon? Mag ja sein. Aber inzwischen machen deutlich mehr Alte Gebrauch davon.
Im Osten etwa auch, weil wir in der sozialistischen Schule zur „Liebe zur Arbeit“ erzogen wurden? Wer versteigt sich, so etwas behaupten?
Welche Rolle spielt bei all dem Schwarzarbeit? Das Thema sei schwer aufzuklären, beklagen Experten. Da diese „im Verborgenen“ stattfinde. „Neues Deutschland“ (7.2.2013) Dass sie durch das Minijob-Angebot zurückgeht, macht der Artikel fraglich.
„Rentner sollen mehr arbeiten“, hatte die „taz“ (15.2.2Link912) einen Artikel zum „Rentenkonzept, mit dem die Bundesregierung der wachsenden Altersarmut begegnen will“, überschrieben. Und erläutert: „Mit der geplanten Kombirente soll es für Frührentner attraktiver werden, weiter in Teilzeit zu arbeiten.“ – Link
In Kommentar 29-12 fragte ich: „Malochen bis zum Tode?“ – Link http://my.opera.com/kurtguenter/blog/2012/10/23/malochen-bis-zum-tode-pits-aktueller-kommentar-29-12
Die Statistik der um einen Zuverdienst arbeitenden Rentner bewegt sich in Richtung auf eine Million.
Aktuelle Informationen weisen nun darauf hin, dass es zu dem hier Beschriebenen auch eine gegenläufige Entwicklung gibt: Es „gehen immer mehr Beschäftigte vor Erreichen des Renteneintrittsalters mit Abschlägen in Rente“, schreibt Judith Kerschbaumer, Leiterin des Bereiches Sozialpolitik beim ver.di-Bundesvorstand, in ver.di-PUBLIK 01/2013. Weshalb? „Weil sie es nicht mehr schaffen.“
21.2.2012
„Sozial ist, was Arbeit schafft“, egal, wie miserabel die ist. Es liegt an den Betroffenen, was Ordentliches daraus zu machen.
Die diese Parolen zum Kennzeichen ihrer Partei gemacht haben, haben dafür wohl unstreitig den verdienten Denkzettel bekommen. Die endgültige Abfuhr steht verdientermaßen im September bevor!
Rund 2,5 Mio deutsche Arbeitnehmer haben sogar einen Zweitjob, schrieb die „Berliner Zeitung“ (6.10.2012) unter Bezug auf eine gerade veröffentlichte Statistik der Bundesagentur für Arbeit. Jeder elfte Arbeitnehmer. Neben der regulären Hauptbeschäftigung!
Welch ein „Jobwunder“! Zehn Jahre davor waren das nur halb so viele.
Die mit einem Drittjob werden (noch) nicht gezählt.
Das ist, was wir früher „amerikanische Verhältnisse“ genannt haben. Ein Kommentator der „Berliner Zeitung“ (6.10.2012) verblüfft nun mit der Aufforderung, darin einen „neuen Lebensstil“ erkennen zu sollen.
Diese Entwicklung „ist ein deutlicher Hinweis darauf, dass die Arbeit nicht mehr existenzsichernd ist“, sagte die arbeitsmarktpolitische Sprecherin der LINKEN (ehemals SPD, Gewerkschaftssekretärin bei ver.di) Sabine Zimmermann der „Saarbrücker Zeitung“ (5.10.2012).
Wen irritiert, dass dem von den Unionsparteien widersprochen wird?
Wie auch die gesetzliche Rente für immer mehr Alte nicht mehr lebensstandardsichernd ist – im Ergebnis der Rentenreform von Schröder/Riester und dessen, was ihr folgte.
Ja, die gesetzliche Rente ist ebenfalls für immer mehr von uns Alten ergänzungsbedürftig. (Das bestätigen ja auch die Rentenreformkonzepte der Parteien zur Bundestagswahl – so oder so.) Wem die betriebliche Altersversorgung – von Schönrednern noch immer als „zweite Säule“ der Altersversorgung etikettiert – versagt blieb, entscheidet sich – leidliches gesundheitliches Befinden vorausgesetzt – nun immer öfter für den „zusätzlichen“ Minijob.
All das gab es immer schon? Mag ja sein. Aber inzwischen machen deutlich mehr Alte Gebrauch davon.
Im Osten etwa auch, weil wir in der sozialistischen Schule zur „Liebe zur Arbeit“ erzogen wurden? Wer versteigt sich, so etwas behaupten?
Welche Rolle spielt bei all dem Schwarzarbeit? Das Thema sei schwer aufzuklären, beklagen Experten. Da diese „im Verborgenen“ stattfinde. „Neues Deutschland“ (7.2.2013) Dass sie durch das Minijob-Angebot zurückgeht, macht der Artikel fraglich.
„Rentner sollen mehr arbeiten“, hatte die „taz“ (15.2.2Link912) einen Artikel zum „Rentenkonzept, mit dem die Bundesregierung der wachsenden Altersarmut begegnen will“, überschrieben. Und erläutert: „Mit der geplanten Kombirente soll es für Frührentner attraktiver werden, weiter in Teilzeit zu arbeiten.“ – Link
In Kommentar 29-12 fragte ich: „Malochen bis zum Tode?“ – Link http://my.opera.com/kurtguenter/blog/2012/10/23/malochen-bis-zum-tode-pits-aktueller-kommentar-29-12
Die Statistik der um einen Zuverdienst arbeitenden Rentner bewegt sich in Richtung auf eine Million.
Aktuelle Informationen weisen nun darauf hin, dass es zu dem hier Beschriebenen auch eine gegenläufige Entwicklung gibt: Es „gehen immer mehr Beschäftigte vor Erreichen des Renteneintrittsalters mit Abschlägen in Rente“, schreibt Judith Kerschbaumer, Leiterin des Bereiches Sozialpolitik beim ver.di-Bundesvorstand, in ver.di-PUBLIK 01/2013. Weshalb? „Weil sie es nicht mehr schaffen.“
21.2.2012







