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Schweden 2011

Göteborg

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Kiruna – schwedisches Lappland: -28°C, Schlittenhunde, Snowmobiles und Nordlichter

Am Samstag ging es auf die „große“ Reise nach Kiruna, noch nördlich vom nördlichen Wendekreis gelegen. Mit dabei eine Gruppe von insgesamt 18 Austauschstudenten aus aller Welt und Ich wink .

Punkt 17 Uhr fuhr der Zug vom Göteborger Hauptbahnhof Richtung Winterwonderland penguin ab.
Mit einmal Umsteigen standen uns nun knapp 24 Stunden Reisezeit bevor faint … Doch das wussten wir ganz gut mit Karten(- und Trink)spielen zu überbrücken idea . Außerdem hatte ich auch gar keine Probleme mal eben ca. 8 Stunden auf einer Sitzbank durchzuschlummern. Bin ja nicht so groß und nach zwei Jahren pendeln zwischen Hannover und Hagen braucht sich der Zug nur in Bewegung setzten und ich bin schon im Land der Träume zzz .

Sonntagmittag gegen 14 Uhr waren wir dann schließlich da. Der anfängliche Eindruck „och, es ist ja gar nicht sooo kalt“, verflog leider schon nach 2 Minuten. -21°C sind nämlich doch a....kalt yikes !!!!
So zog die Karavane von abenteuerlustigen Studenten durch das hochverschneite Kiruna auf der Suche nach der Jugendherberge. Finger und Zehen dankten zu Hauf als wir nach 15 Minuten endlich das Hostel erreichten. Der Mann draußen schien auch irgendwie Mitleid mit der zähneklappernden Meute zu haben, denn er verriet uns den Code der Haustüre, obwohl die Rezeption noch nicht wieder besetzt war up .
Kurz aufgewärmt und in mindestens drei Lagen Kleidung mehr hineingeschlüpft organisierte sich ein Großteil der Truppe ein Taxi zum besagten ICEHOTEL, da diese einen Tag weniger in Kiruna bleiben würden. Wir restlichen sechs übernahmen die Rolle der Jäger und Sammler und versuchten einen Supermarkt ausfindig zu machen, um das Rudel am Abend mit Essen zu versorgen chef .
Ha, leichter gesagt als getan: bis wir endlich den Supermarkt gefunden hatten sind wir glaube ich fünf mal im Kreis gelaufen und haben einen Umweg von Rund drei Kilometern gemacht knockout brrrrrrrrrrr
Dennoch hat sich die Wanderung gelohnt und es gab von unserem italienischen Freund Michele ein leckeres Pasta Gericht yes
Leider schloss die Küche sonntagsabends schon um 20 Uhr, weswegen wir uns mit allen 19 Leuten in ein sechser Zimmer quetschten.
Nach einem lustigen Abend party und einer erholsamen Nacht – besonders für die die im Zug kaum ein Auge zugetan haben – wurden wir am nächsten Morgen gegen 9:30 Uhr von unserem Abenteuer Organisator Henrik abgeholt.
Mit dem Minivan ging es ca. 20 Minuten stadtauswärts zu einem „Checkpoint“ an dem wir überflüssiges Gepäck lagern konnten und mit WARMER happy Schneekleidung ausgestattet wurden – denn außerhalb der Stadt fiel das Thermometer auf -25° (bei Tag).
Auf Schlitten gezogen von Schlittenhunden und Snowmobiles machten wir uns auf den Weg zum „Camp in der Wildnis“. Jeder durfte mal Hundeschlitten und Snowmobile fahren. Bei so einer großen Gruppe aber leider nur ein sehr kurzes Vergnügen von vielleicht gerade mal fünf Minuten…

Das Camp war ein bisschen nach dem Motto „Survivaltraining“ aufgebaut. Wir mussten unser eigenes Holz hacken, um die Läppischen Hütten zu Heizen und die Sauna. Wasser mit Eimern vom Fluss zum Camp tragen. Es gab keinen Strom und zum Leidwesen der Mädels auch leider keine richtige Toilette (nur einen Zaun mit Sichtschutz) – Survival eben…left
Dennoch hat es sehr viel Spaß gemacht. Nach dem Abendessen gab es einen Saunagang mit anschließendem abkühlen im Freien bei -28°C mittels Schnee.
Nach diesem wohltuenden Saunabesuch gab es dann noch etwas Schönes für die Augen – Nord- bzw. Polarlichter star star . Leider war die Nacht nicht Sternenklar, so konnte man die Lichter nur bei guter Beobachtung erkennen, aber faszinierend war es auf jeden Fall!!!

Die Nacht in der Hütte war leider nicht so gut: zu Anfang hing eine Bullenhitze im Dachgiebel und es war recht rauchig. Während alle schliefen erlosch schließlich das Feuer und es wurde schnell recht kalt. Bei erneuten Anfeuerungsversuchen wurde leider wieder viel Rauch in die Hütte gepustet….naja, aber was will man auch erwarten faint – Komfort auf keinen Fall, „Survival“ eben…
Zu unserer Enttäuschen hatte Henrik am folgenden Tag keine Hundeschlitten für die Rückreise mitgebracht – so mussten wir mit Snowmobiles vorlieb nehmen und leider konnte dann nicht jeder noch einmal fahren worried .

Wieder am „Checkpoint“ angelangt mussten wir schweren Herzens die warme Schneekleidung abgeben no und es ging zurück in Richtung Stadt. Für den Großteil der Gruppe leider schon zum Bahnhof, wir übrigen sechs wurden netterweise von Henrik zum ICEHOTEL gefahren
Ein richtig beeindruckendes Gebäude, welches wirklich jedes Jahr aufs Neue gebaut wird! Die Räume sind nach unterschiedlichen Themen in Schnee und Eis gemeißelt. Man kann dort sogar wirklich übernachten, allerdings ist dies mit angefangen bei 300€ recht teuer. Auch die Bar, wo man wortwörtlich Getränke „on the rocks“ (also in Gefäßen aus Eis) bestellen kann, muss man 15€ für ein Getränk wine locker machen.

Da uns der Supermarkt dort so gut gefallen hat, gab es noch mal eine Vollausstattung für Abendessen, Frühstück und Reiseproviant, bevor wir uns für eine weitere Nacht erneut ins Hostel einquartierten.
Am nächsten und letzten Tag besichtigten wir noch Kiruna‘s Kirche und die Eisen-Mine, die erst der Grund für die Errichtung Kirunas gewesen ist. Leider begann die normale Tpuristenführung zu spät, sodass wir den Zug verpasst hätten. So sind wir von einem Mann geführt worden, der in der Mine Shii-take Pilze anbaut und der hat natürlich auch was über den Eisenabbau berichtet. Vielleicht war diese Tour ja sogar interessanter als die normale Führung happy !?

Schließlich haben wir die restlichen Stunden in einem Cafe totgeschlagen coffee bevor um 17:35Uhr unser Zug Richtung Stockholm der Bahnhof verließ. Die Rückfahrt viel komfortabler, da wir einen Schlafwagen gebucht haben…
Und so sind wir gut ausgeruht am Donnerstagnachmittag wieder in Göteborg angekommen...
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