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>> i book revisited

das blog von lucina | le blog de lucina

>> the fast and the furious

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Opera 10 ist erschienen - schön schnell, innovativ, und die Konkurrenz sieht mal wieder alt aus. Mehr dazu unter http://kikmedia.de/news-lesen/items/browser-opera-10-erschienen.html.

Den Download gibt's auf http://www.opera.com/browser/.

>> shuffeling bits'n'bytes

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Eigentlich bin ich ganz zufrieden mit meinem Arbeitscomputer - ich lass die anderen immer lästern, wenn sie von den Widrigkeiten eines Windows-PCs schwadronieren, erinnere mich an meinen Zweitrechner und wie sehr mich der iMac mit OSX manchmal schon geärgert hat, und dann lächle ich in mich hinein und finde, das auch XP sich durchaus gut zum arbeiten eignet.

Na gut - wenn das immer so wäre, dann bräuchte es keinen Blogeintrag, ich geb's ja zu. Und ich schreibe sicher mehr über die Macken von XP, weil ich unter diesem System auch den größeren Teil meiner Arbeitszeit verbringe.

Und schließlich gibt es Tage, an denen der Fehlerteufel so richtig zuschlägt. So geschehen im letzten Jahr, als mich ein fehlerhaftes Kaspersky-Update dazu brachte, in der Endphase eines Printprojektes den größeren Teil meiner Hardware auszutauschen (Kulanz des AV-Herstellers? Mitnichten, soll ich doch dann die Businessprodukte kaufen ...). Und so auch in den vergangenen 14 Tagen. Nein, Microsoft war's nicht, wohl aber die Herstellerfirma der Grafikchips.

Von einem auf den nächsten Tag zeigte mein Arbeitscomputer seltsame Symptome: Alle meine Schriftarten schienen defekt, wann immer ich eine von ihnen installieren wollte. Irgendwann kennt man die Fehlermeldung auswendig: "Die Schriftart konnte nicht installiert werden, weil sie beschädigt ist. Wenden Sie sich an den Hersteller der Schriftart." - die Wirklichkeit war Lichtjahre entfernt.

Nach Beginn der Installationsprobleme (ich nenne das mal Phase 1) passierte ein paar Tage nichts auffälliges: Ich arbeite gerade an Webprojekten, da hat es eh nicht wirklich viele Schriften - Notepad ist das also genauso egal wie UltraEdit, und die Umsetzung von Schriftdateien in Bilder und Texte besorgte ja weiterhin GDlib auf dem Webserver. Wozu arbeite ich mit Content-Management-Systemen?

Bis zu dem Tag (Phase 2), an dem ich dann mal eine Rechnung schreiben wollte - was ich gewöhnlich mit einem Programm des Herstellers tue der mit "A" anfängt und kreative Suiten im Angebot hat. Hmm, neue Schriften installieren ging nicht, ärgerlich genug. Noch ärgerlicher, dass die installierten Zeichensätze scheinbar nur aus Großbuchstaben zu bestehen schienen. Copy & Paste hilft, macht aber keinen Spaß. Also Projekt abgeliefert & zur Fehlersuche geschritten.

Vorweg: die Recherche dauerte etwas länger (Phase 3). Die Ratschläge reichten vom Neukauf meiner Schriften über Registrierungsakrobatik mit der Manipulation von Dezimalwerten in vergrabenen Schlüsseln bis hin zum Neuaufsetzen des Systems.

Nichts davon machte Lust auf mehr, und von sowas lasse ich die Finger, wenn es nicht unbedingt nötig ist. Mein System (also das Betriebssystem meines Arbeitsrechners - so sehr möchte ich denn doch nicht sprachschlunzen) läuft im Wesentlichen seit 2005 in derselben Konstellation, und es gefällt mir wie es ist - gewissermaßen habe ich mich eingelebt. Nein, tapeziert habe ich nicht, aber ansonsten so einiges komfortabler gemacht. Sollte also so bleiben.

Eine letzte Recherche mit diversen Suchmaschinen fördert schließlich eine handvoll Forenthemen zu Tage, bei denen es immer wieder um den Grafikkartentreiber von Nvidia ging - deinstallieren, neu installieren, zwischendrin meine (selbstverständlich!) intakten Zeichensätze checken - und alles funktionierte wieder wie gewünscht.

Fazit 1: Der Nvidia-Treiber mit der Nummer 180.irgendwas macht Mist, ebenso wie der 185er. In Version 186 geht's wieder.

Fazit 2: Es ist unglaublich, was Hersteller so ihren Kundinnen und Kunden zumuten. Da werden über Programmgenerationen hinweg Fixes veröffentlicht, die sich damit beschäftigen, für seltsame Spiele die Grafik zu beschleunigen, aber die elementaren Funktionen (und da bin ich hart: die Installation von OpenType-Fonts _ist_ eine elementare Funktion) bekommen sie nicht hin.

Fazit 3: Haben die denn gar keine Qualitätssicherung? Merkt das denn keiner? Ich finde das unglaublich.

Für heute beruhigt sich jetzt wieder:
die moderne Internautin.

;-)

>> education sans frontieres

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>> verwirrung stiften

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Dass sich Bundesregierung und einige Provider darauf geeinigt haben, Sperren auf DNS-Basis gegen die Verbreitung von Kinderpornografie einzusetzen haben ja inzwischen die meisten mitbekommen. Dass es nichts nützt sollte eigentlich auch bekannt sein.

Dass es schadet, hmm, nunja, dazu gibt es verschiedene Standpunkte - genauso wie dazu, das alles durch Nutzung eines alternativen DNS-Servers hinter sich zu lassen. Ich persönlich finde das ja legitim, Frau von der Leyen sicher nicht (aber sie gibt ja auch immer die heilige Ursula), und die Frau Zypries, die ist sich da wohl irgendwie nicht sicher. Brigitte denkt nach, so scheint es,

Vor ein paar Tagen, da sagte sie auf der Pressekonferenz anlässlich der flächendeckenden Einführung der Sperren, dass es den

Strafverfolgern möglich sei, "in Echtzeit" direkt beim Provider auf die IP-Adressen der "Nutzer" des virtuellen Warnschilds zuzugreifen. Eine Strafbarkeit liege (…) vor, wenn nicht nachgewiesen werden könne, dass es sich um ein Versehen oder eine automatische Weiterleitung gehandelt habe. Generell mache sich strafbar (…) sich kinderpornografische Bilder und Schriften zu beschaffen. Die Strafandrohung liege dabei bei zwei Jahren.



Bedeutet soviel wie: Wer sich auf eine Seite klicken möchte, die auf dem Index steht und dabei mit der "Stopp"-Seite des BKA verbunden wird (übrigens eine typografische Zumutung, aber das nur am Rande), der kann sich schonmal ein wenig Zeit für den Hausbesuch der Beamten und Beamtinnen einplanen. "Der Versuch ist strafbar" - ich persönlich finde das erstmal gut, aber in diesem Zusammenhang führt das zu manch Nebeneffekt.

Wer kontrolliert eigentlich diese Listen? Die Frage steht ja schon seit geraumer Zeit im Raum. Und wer kontrolliert die Kontrolleure? Wird das irgendwie gerichtlich festgesetzt, was auf der Liste zu stehen hat? Wie kann geprüft werden, ob es dabei mit rechten Dingen zugeht? Eigentlich ist das ja praktisch - ein subalterner BKA-Beamter (oder eben auch eine Beamtin) pustet eine geheime Liste zu den Providern, die daraufhin die Sperrliste aktualisieren, woraufhin Jede und Jeder automatisch bei der Polizei verpetzt wird.

Heute legte Frau Zypries übrigens noch eins drauf:

Ich gehe davon aus, dass dadurch Begehrlichkeiten geweckt werden, auch Inhalte ausländischer Anbieter zu reglementieren, die keinen Bezug zu Kinderpornografie aufweisen.



Hmmm. Regelementieren. Schönes Wort - klingt genauso wie damals, als es nicht mehr 'Müllkippe' sondern 'Entsorgungspark' hieß. 'Reglementieren' ist Neusprech für 'zensieren'.

Ja, und jetzt kann sich die moderne Internautin gut vorstellen, wie der besorgte Herr Schäuble zu seiner netten Kollegin, der heiligen Ursula, hinrollt und sich bedankt für das tapfere Engagement beim Thema Kinderpornografie. Und dann rollt er ein Zimmerchen weiter und schreibt an einer eigenen Presseerklärung, in der er gleiches auch für den Kampf gegen den Terror fordert. Oder haben wir schon vergessen, dass die sauberen Jungs aus dem Sauerland nur dank der Online-Durchsuchung jetzt ihren Prozess erleben?

Ja, da kann er sich zurücklehnen, der Herr Schäuble, und ein wenig ausruhen von all dem Tun. Bevor dann nämlich Besuch vor seiner Tür steht, den die Musik- und Filmindustrie geschickt hat, gleich nach dem Besuch der netten Verfassungsschützer, die gerne der NPD den parteilichen Garaus machen würden.

Und dann ist man so richtig gespannt, was denen als nächstes einfällt.

>> das leben ist schön

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Sie haben unterschrieben: Gestern schlossen das Bundesfamilienministerium und eine Gruppe von fünf Internetprovidern einen Vertrag, in dem die Sperrung kinderpornografischer Angebote über so genannte 'Schwarze Listen' geregelt ist.

Für die moderne Internautin sieht das ganze wie blanker, werbewirksamer Aktionismus aus - der Einstieg in Zensurmaßnahmen ist es ohnehin, und vollkommen wirkungslos obendrein. Erschütternd ist dabei, dass wirkliche Maßnahmen gegen die Anbieter unterbleiben. Anstatt in konzertierten, multinationalen Aktionen gegen Provider vorzugehen, die auf ihren Servern Platz für Bilder und Videos bieten, in denen (nicht nur) Kinder sexuell ausgebeutet werden, lullt die Bundesregierung die breite Masse der Bevölkerung mit einer Maßnahme ein, die über ein plakatives 'Wir tun was' nicht hinausgeht.

Internetsperren sind Zensur - nichts anderes. Die genauen Hintergründe sind auf der Seite des ChaosComputerClubs nachzulesen. Dort findet sich auch ein Hinweis, wie einfach solche Sperren zu umgehen sind.

Die Sperren werden nämlich durch spezielle Einträge auf den DNS-Servern der Provider realisiert. Man kann sich das wie eine Art Telefonbuch vorstellen, in dem für die Domain www.beispiel.com die Serveradresse 123.456.789.012 hinterlegt ist: Tippe ich in die Adressleiste des Browsers eine www-Adresse ein, wird diese vom DNS-Server in die reale IP-Adresse des Servers übersetzt und die Verbindung hergestellt.

Ein anderes Telefonbuch schafft Abhilfe: DNS-Server gibt es viele, und die meisten von denen sind unzensiert. Eingetragen in die Netzwerkkonfiguration des eigenen Computers nutzt dieser von Stund an nicht mehr die gefilterten DNS-Einträge der Zugangsprovider sondern die freien 'Telefonbücher'.

Der CCC hat Kurzanleitungen dafür für verschiedene Betriebssysteme zur Verfügung gestellt.

>> wie dumm muss man sein ...

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... um sich als Richter am Landgericht zu qualifizieren? Reichlich dumm - diesen Verdacht legt jedenfalls eine Entscheidung des Landgerichts Karlsruhe nahe. Im Grunde genommen darf man danach nämlich gar nichts mehr verlinken. Ein klarer Fall von "das Medium nicht verstanden".

Read more...

>> IE 6 must die

So langsam reicht es: Ausgehend von einigen norwegischen KollegInnen wünschen sich WebentwicklerInnen, nicht mehr auf ein Fossil wie den IE 6 Rücksicht nehmen zu müssen. Ich persönlich werde den IE6 ab März 2009 nicht mehr supporten.

Um BesucherInnen darauf aufmerksam zu machen schlage ich vor, den folgenden Codeschnipseln in den HEAD von Internetseiten einzubauen:
<!--[if lte IE 6]>
<style type="text/css">
#ie6msg{border:3px solid #090; margin:8px 0; background:#cfc; color:#000;}
#ie6msg h4{margin:8px; padding:0;}
#ie6msg p{margin:8px; padding:0;}
#ie6msg p a.getie7{font-weight:bold; color:#006;}
#ie6msg p a.ie6expl{font-weight:normal; color:#006;}
</style>
<div id="ie6msg">
<h4>Weißt Du, dass Dein Browser veraltet ist?</h4>
<p>
Um unsere Internetseiten zuverl&aul;ssig, sch&ouml;n und sicher anzusurfen, empfehlen wir Dir, Deinen Browser auf eine neuere Version zu aktualisieren. Die aktuelle Version ist <a href="http://www.microsoft.com/windows/downloads/ie/getitnow.mspx">Internet Explorer 7</a> und <a href="http://www.microsoft.com/windows/Internet-explorer/beta/default.aspx">Internet Explorer 8</a> ist als Betaversion erh&auml;ltlich. Das Upgrade ist kostenlos. Wenn Du einen PC im B&uuml;ro benutzt, solltest Du Deine/n Systemadmin/a informieren.</p>
<p>Vielleicht m&ouml;chtest Du auch einen der alternativen Internetbrowser wie <a href="http://www.opera.com">Opera</a>, <a href="http://mozilla.com">FireFox</a> or <a href="http://www.apple.com/safari/download/">Safari</a> ausprobieren?</p>
</div>
<![endif]-->


Nach einer Idee von:
http://labs.finn.no/blog/finn-anbefaler-ie6-brukere-a-oppgradere-sin-nettleser
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