Wanderer ueberm Nebelmeer
Friday, October 26, 2007 8:10:52 AM
Es tut mir schrecklich leid dass das mit dem Blog immer so lang dauert, aber was soll ich sagen, ich muss hier ja SO viel arbeiten...
Also diese Woche hatten wir unsern ersten Ausflug aus Sydney raus. Am Sonntag ist Benni von seiner Ostkuestentour hier angekommen (Marlenes Exfreund, fuer alle die ihn nicht kennen), der zufaellig schon im selben Flugzeug mit uns hergeflogen war und sich fuer ein paar Tage in unserm Zimmer auf dem Boden einquartiert hat. An eben diesem Sonntag haben wir auch unsern ersten "Goon" gekauft (welcher ein 5 Litersack Wein ist) und sind zum ersten Mal (seit der Pubcrawl) ausgegangen (was sehr lustig geendet hat, allerdings eher zur Belustigung aller Anwesenden, die mit mir diesen Abend verbringen durften
.
Am Montag haben wir uns -mal wieder- frei genommen und sind mit Benni ein bisschen durch die Stadt gezogen: Tagsueber haben wir noch mal beim Bondibeach vorbeigeschaut, wo wir uns diesmal sage und schreibe fast 2 Stunden aufgehalten haben, obwohl leider immer noch kein Schwimmwetter war
Benni musste seine knappe Zeit in Sydeny nutzen und wenigstens aus Prinzip mal ins Wasser gehn, da bin ich echt froh, dass wir noch die waermeren Tage abwarten koennen.
Abends dann eine kleine Entdeckungs- und Fototour durch Chinatown, wo wir nach dem Motto "Probieren geht ueber Studieren" einen wahren Heldenmut gezeigt haben... Dabei war "marinated duck's tongue" (Bennis und mein Einkauf in einem Moment der geistigen Umnachtung) noch eine der Sachen, bei denen wir wussten, in was wir grade reinbeissen... War interessant, kann man sagen, aber mir wird immer noch bei dem Gedanken daran ein bisschen schlecht... siehe Fotos
Tja und am Dienstag morgen gings ab in die Blue Mountains! Quasi unser zweiter Schritt auf der Reise durch Australien - und es hat sich echt gelohnt. Ausgeruestet mit nem kleinen Rucksack und (bei mir riesigen) Schlafsack sind wir in ein Dorf namens Katoomba gefahren, wo wir ein paar Sachen in der Jugendherberge gelassen und dann unsere erste Wanderung gestartet haben. Es waere eine gute Frage, warum wir hier Wandern gehn, aber zum Beispiel nie Lust haetten daheim in den Odenwald zu fahren...
Unsere Route hiess Prince Henry's Cliff walk - und die ersten 3 Stunden hats auch echt Spass gemacht... Total krasse Ausblicke in ein riesiges bewaldetes Tal zwischen den Bergen, dann in den Canyon runter, wo man sich wie im tropischen Regenwald vorkam und sich schon fast durchschlagen musste. Zu dieser Zeit hatten wir auch noch grosse Motivation und viel Lust staendig Fotos zu machen.
Irgendwann spaeter, so zwischen der 4. und 5. Stunde wurde der Fotoapparat schon seltener ausgepackt und die Rucksaecke trotz leerer Wasserflaschen immer schwerer... Das letzte Stueck haben wir uns dann nur noch mit zusammengebissenen Zaehnen vorwaerts gekaempft, die 1040 Stufen + Dschungelpfad aus dem Canyon an die Oberflaeche waren schon echt hart... An diesem Abend konnten wir nur noch von der Dusche ins Bett fallen mit kurzem Tankstopp in der Kueche.
Trotzdem gings am naechsten Tag weiter, in ein anderes Dorf, von wo aus man eine Canyontour machen konnte, die sehr beliebt zu sein scheint. Das Wetter sah leider nicht gut aus, es hatte schn ein bisschen geregnet aber wir dachten uns, naja, wo wir schon mal da sind... Wir waren dann auch die einzigen Leute im Bus dorthin...
Die Fahrt ging erst mal in den dicksten Nebel rein, man konnte kaum 50 Meter weit sehen, das sah schon echt krass aus. Aber da der Pfad ja sowieso groesstenteils durch den Wald ging und wir kaum Aussicht verpasst haetten, haben wir uns trotzdem auf den Weg gemacht (und zwar mit dem groessten Muskelkater und noch groesseren Rucksaecken, weil wir unser ganzes Zeug und Schlafsack und so mitnehmen mussten!!)
Die Wanderung hat sogar noch laenger gedauert als die vom Vortag, und auch wenn ich gestern vor Muskelkater kaum noch laufen oder sonst irgendwas tun konnte bereue ich das absolut nicht - es war einfach der Hammer! Die Route war noch viel schoener als die erste und jedes Mal, wenn man ein Foto gemacht hatte, ist man drei Meter weiter gelaufen und dachte "Wow, das sieht ja noch toller aus!"
Der Weg war viel verschlungener und weniger konstruiert als der vom Tag davor, ab und zu musste man durch eine Hoehle oder kam an einem Wasserfall vorbei...Man war richtig im tropischen Regenwald, es hat nur gedaempftes gruenes Licht durch die dichten Baeume geschimmert und um einen herum war das einzige Geraeusch das Tropfen von Wasser (es hat die ganze Zeit ein bisschen geregnet), das Rauschen der Baeume und ab zu ein Schrei von einem Vogel. Ansonsten totale Stille, teilweise haben wir uns nur fluesternd unterhalten, weil das alles einfach so ein Ehrfurcht gebietend war - ich kanns gar nicht richtig in Worte fassen.
Spaeter, als es wieder nach oben ging, war der Nebel sogar noch dichter geworden, und der Wald sah total krass aus, so halb vom Nebel verschlungen...
Im Nachhinein bin ich sogar froh drueber dass wir so "schlechtes" Wetter erwischt haben, ich kann mir nicht vorstellen, dass es anders schoener gewesen waere...
Also diese Woche hatten wir unsern ersten Ausflug aus Sydney raus. Am Sonntag ist Benni von seiner Ostkuestentour hier angekommen (Marlenes Exfreund, fuer alle die ihn nicht kennen), der zufaellig schon im selben Flugzeug mit uns hergeflogen war und sich fuer ein paar Tage in unserm Zimmer auf dem Boden einquartiert hat. An eben diesem Sonntag haben wir auch unsern ersten "Goon" gekauft (welcher ein 5 Litersack Wein ist) und sind zum ersten Mal (seit der Pubcrawl) ausgegangen (was sehr lustig geendet hat, allerdings eher zur Belustigung aller Anwesenden, die mit mir diesen Abend verbringen durften
.Am Montag haben wir uns -mal wieder- frei genommen und sind mit Benni ein bisschen durch die Stadt gezogen: Tagsueber haben wir noch mal beim Bondibeach vorbeigeschaut, wo wir uns diesmal sage und schreibe fast 2 Stunden aufgehalten haben, obwohl leider immer noch kein Schwimmwetter war
Benni musste seine knappe Zeit in Sydeny nutzen und wenigstens aus Prinzip mal ins Wasser gehn, da bin ich echt froh, dass wir noch die waermeren Tage abwarten koennen.Abends dann eine kleine Entdeckungs- und Fototour durch Chinatown, wo wir nach dem Motto "Probieren geht ueber Studieren" einen wahren Heldenmut gezeigt haben... Dabei war "marinated duck's tongue" (Bennis und mein Einkauf in einem Moment der geistigen Umnachtung) noch eine der Sachen, bei denen wir wussten, in was wir grade reinbeissen... War interessant, kann man sagen, aber mir wird immer noch bei dem Gedanken daran ein bisschen schlecht... siehe Fotos

Tja und am Dienstag morgen gings ab in die Blue Mountains! Quasi unser zweiter Schritt auf der Reise durch Australien - und es hat sich echt gelohnt. Ausgeruestet mit nem kleinen Rucksack und (bei mir riesigen) Schlafsack sind wir in ein Dorf namens Katoomba gefahren, wo wir ein paar Sachen in der Jugendherberge gelassen und dann unsere erste Wanderung gestartet haben. Es waere eine gute Frage, warum wir hier Wandern gehn, aber zum Beispiel nie Lust haetten daheim in den Odenwald zu fahren...
Unsere Route hiess Prince Henry's Cliff walk - und die ersten 3 Stunden hats auch echt Spass gemacht... Total krasse Ausblicke in ein riesiges bewaldetes Tal zwischen den Bergen, dann in den Canyon runter, wo man sich wie im tropischen Regenwald vorkam und sich schon fast durchschlagen musste. Zu dieser Zeit hatten wir auch noch grosse Motivation und viel Lust staendig Fotos zu machen.
Irgendwann spaeter, so zwischen der 4. und 5. Stunde wurde der Fotoapparat schon seltener ausgepackt und die Rucksaecke trotz leerer Wasserflaschen immer schwerer... Das letzte Stueck haben wir uns dann nur noch mit zusammengebissenen Zaehnen vorwaerts gekaempft, die 1040 Stufen + Dschungelpfad aus dem Canyon an die Oberflaeche waren schon echt hart... An diesem Abend konnten wir nur noch von der Dusche ins Bett fallen mit kurzem Tankstopp in der Kueche.
Trotzdem gings am naechsten Tag weiter, in ein anderes Dorf, von wo aus man eine Canyontour machen konnte, die sehr beliebt zu sein scheint. Das Wetter sah leider nicht gut aus, es hatte schn ein bisschen geregnet aber wir dachten uns, naja, wo wir schon mal da sind... Wir waren dann auch die einzigen Leute im Bus dorthin...
Die Fahrt ging erst mal in den dicksten Nebel rein, man konnte kaum 50 Meter weit sehen, das sah schon echt krass aus. Aber da der Pfad ja sowieso groesstenteils durch den Wald ging und wir kaum Aussicht verpasst haetten, haben wir uns trotzdem auf den Weg gemacht (und zwar mit dem groessten Muskelkater und noch groesseren Rucksaecken, weil wir unser ganzes Zeug und Schlafsack und so mitnehmen mussten!!)
Die Wanderung hat sogar noch laenger gedauert als die vom Vortag, und auch wenn ich gestern vor Muskelkater kaum noch laufen oder sonst irgendwas tun konnte bereue ich das absolut nicht - es war einfach der Hammer! Die Route war noch viel schoener als die erste und jedes Mal, wenn man ein Foto gemacht hatte, ist man drei Meter weiter gelaufen und dachte "Wow, das sieht ja noch toller aus!"
Der Weg war viel verschlungener und weniger konstruiert als der vom Tag davor, ab und zu musste man durch eine Hoehle oder kam an einem Wasserfall vorbei...Man war richtig im tropischen Regenwald, es hat nur gedaempftes gruenes Licht durch die dichten Baeume geschimmert und um einen herum war das einzige Geraeusch das Tropfen von Wasser (es hat die ganze Zeit ein bisschen geregnet), das Rauschen der Baeume und ab zu ein Schrei von einem Vogel. Ansonsten totale Stille, teilweise haben wir uns nur fluesternd unterhalten, weil das alles einfach so ein Ehrfurcht gebietend war - ich kanns gar nicht richtig in Worte fassen.
Spaeter, als es wieder nach oben ging, war der Nebel sogar noch dichter geworden, und der Wald sah total krass aus, so halb vom Nebel verschlungen...
Im Nachhinein bin ich sogar froh drueber dass wir so "schlechtes" Wetter erwischt haben, ich kann mir nicht vorstellen, dass es anders schoener gewesen waere...








Unregistered user # Friday, October 26, 2007 7:43:07 PM