Aktuell findet in NRW eine Diskussion um die
Karfreitagsruhe statt
Laut Gesetz sind in Baden-Württemberg am Karfreitag und am Totengedenktag
sonstige öffentliche Veranstaltungen, soweit sie nicht der Würdigung des Feiertages oder einem höheren Interesse der Kunst, Wissenschaft oder Volksbildung dienen
(siehe
Landesrecht BW)
verboten.
D.h., daß - unter der Annahme, daß jedes zahlende Mitglied der Amtskirchen auch praktizierender Christ ist - ca. 40% der deutschen Bevölkerung (siehe
Wikipedia) hier in ihrer Freizeitgestaltung eingeschränkt werden.
Natürlich wirft dies zwangsläufig auch die Frage nach der Legitimation der christlichen Feiertage überhaupt auf. Kann eine Gesellschaft die sich nur noch zu knapp der Hälfte zum christlichen Glauben bekennt, sich überhaupt noch christlich motivierte Feiertage leisten?
Und wo ist unter den ganzen heidnischen Symbolen (Osterhase, Osterei, Weihnachtsmann, Tannenbaum, etc.) die gerade in den Konsum
tempeln (sic!) schon lange vor den eigentlichen Feiertagen in den Auslagen zu finden sind, eigentlich der christliche Kern noch zu finden.
Müsste dies nicht eigentlich zu einer neuen - säkularen - Begründung der Feiertage (die meiner Meinung nach auch ohne christlichen Hintergrund sinnvoll sind) führen?