Morgen ist alles wieder anders

- oder aber auch nicht -

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Deutsches Hochschulsystem

Leute, heute ist wieder einer dieser Tage, wo ich einfach nur böse über die Uni schimpfen muss.
1. Ich war letzte Woche Mittwoch beim Prüfungsamt und da wurde mir mitgeteilt, dass man sich noch bis Freitag für Diplomprüfungen anmelden kann. Ich also am Freitag hin, stehe aber vor verschlossenen Türen. Na super denke ich mir. Am Montag habe ich dann dort noch mal angerufen, um zu fragen, ob es noch möglich sei, sich jetzt noch anzumelden und darauf hingewiesen, dass ich Falschinformation erhalten habe. Und was kriege ich zu hören? „Sie wissen doch, dass das Prüfungsamt freitags immer geschlossen hat!“ Aber warum wird dann gesagt, dass die Frist bis Freitag, den 22. gilt, wenn das Büro sowieso zu hat???
2. Es geht darum, dass ich mich für den Zweitversuch anmelden möchte. Ergebnisse der Klausuren sind am Freitag rausgekommen, jedoch nur als Pdf-Datei auf der Seite des politischen Seminars einsehbar und nicht in der Kontrollliste auf der WiSo Prüfungsamtseite. Und weil die Ergebnisse nicht auf dieser Seite stehen, gelten die Noten nicht als offiziell und so soll mir eine Anmeldung zum Zweitversuch verwehrt werden. Da könne man ja jetzt nichts mehr machen. Das sind feste Regelungen die man unter den Ämtern hat. Am Telefon gestern musste ich mich von der guten Frau abwimmeln lassen. Sie könne ja jetzt nicht so lange am Telefon mit mir sprechen, weil sie gleichzeitig noch die Studienberatung am laufen hätte, ich solle doch morgen noch mal vorbeikommen. Leute, da frage ich nur, warum steht auf der Internetseite „telefonisch erreichbar zwischen 10-12 Uhr“, wenn man da sowieso nicht anrufen kann bzw. keine vernünftigen Antworten zu seinen Fragen erhält, weil dazu parallel zwischen 10-12 die Studienberatung stattfindet?
3. Heute im Prüfungsamt musste ich mich in eine Diskussion einlassen: Warum müssen Studenten immer auf den letzten Drücker kommen? Abgesehen davon, dass es vollkommen legitim ist, sich am letzten Tag anzumelden, dafür gibt es ja Fristen, was geht es die Prüfungsfrau das an, wann ich mich anmelde?????
Wenigstens konnte ich mich für eine andere Klausur anmelden, weil man jetzt für mich eine Ausnahme gemacht hat, was natürlich normalerweise nicht ginge. Alles nur weil sie jetzt ein Augen zudrücken….jaja…
Jetzt weiß ich wieder warum ich vor zwei Monaten unbedingt die Uni wechseln wollte, wobei der Versuch kläglich gescheitert ist aufgrund unseres neuen Bachelor / Mastersystems! Danke Bologna! Und noch mal zu erwähnen die fast 700 Euro, die wir jedes Semester zahlen müssen, lohnen sich alle Male. Ich darf nur an meine viereinhalbstündige Wartezeit für die Diplomsprüfungen erinnern!

Der Sommer zieht vorbei

Es ist doch unglaublich wie die Zeit wieder vergeht. Wir haben schon fast Ende August! Manchmal habe ich das Gefühl ich befinde mich in einem Film, bei der ich die Hauptrolle spiele. So viele Dinge passieren, aber alles ist doch irgendwie auch so Irreal! Als wäre es nicht mein Leben, welches sich da gerade abspielt.

Ich bin überrascht, was für Empfindungen und Wahrnehmungen man in kürzester Zeit durchlaufen kann. Im April in Köln wieder angekommen schien alles wieder so aufregend und auch vertraut. Dann ein Tief und der Drang wieder weiter ziehen zu wollen und das Gefühl zu haben, dass die Zeit hier stehen geblieben ist. Von auf „keine Lust großartig Verabredungen einzugehen“ plötzlich in eine Ausgehphase zu verfallen, sich unter Leute zu tummeln, Parties zu gehen und neue Kontakte zu knüpfen. Von während des Semesters nichts gemacht außer einige Veranstaltung besucht, auf einmal drei Wochen lang täglich in die Bibliothek gehen und sich mit Büchern auseinander setzen. Und trotz allem Stress eine wunderbare dynamische Lerngruppe gefunden und sich selbst dann eingestehen müssen, dass das Lernen doch irgendwie Spaß macht. Am letzten Klausurtag die Befreiung! Ein schönes Gefühl zu wissen man hat seine Zeit sinnvoll genutzt und vor allem, dass man etwas gelernt hat. Vor zwei Monaten noch den Plan gehabt, dass Hauptstudium weniger als in 2 Jahren durchzuziehen und nun der Gedanke, Student zu sein ist doch toll! Lernen macht Spaß und für eine Arbeitswelt von 8 Stunden täglich bin ich einfach noch nicht gewappnet!
Unerwartet ist jemand neues in mein Leben getreten, doch die Wege haben sich nach kurzer Zeit wieder getrennt. Da fallen mir nur die Worte meiner Freundin ein: Scheiß Globalisierung! Aber man sollte schöne Augenblicke, auch wenn sie kurz sind, zu schätzen wissen.
So sitze ich nun an meine Hausarbeit. Diese Woche Endspurt und ich hoffe dann endlich eine kleine Auszeit für mich! Der Sommer scheint an mir vorbeigegangen zu sein, wenn es einen richtigen Sommer gegeben haben soll. Oder war der Sommer schon immer so wie er war? Ich weiß es nicht...Und wieder denke ich, ich bin in einem Film und ich spiele die Hauptrolle.

Tibet Debatte

Der Tibet-Konflikt in aller Munde, seit Wochen Schlagzeilen und heiße Diskussionen in den Foren. Alle Blicke richten sich derzeit auf China und ein geschlossenes westliches Meinungsbild gibt es natürlich auch.
Ich habe hier einen interessanten Artikel (F.A.Z.)gefunden, der mal eine etwas andere Seite des Konflikts darstellt

Wie man einen Feind erzeugt
27.März 2008
Von Mark Siemons, Peking

Aus der Tibet-Krise ist ein Kommunikationszusammenbruch zwischen chinesischer und westlicher Öffentlichkeit entstanden, den man fast schon einen Kulturkampf nennen muss. Im Westen herrscht die Meinung vor, bei den unkorrekten, zum Teil manipulativen Darstellungen der tibetischen Ereignisse durch einige Medien handele es sich bloß um handwerkliche Fehler, die aber an der Gesamteinschätzung nichts ändern könnten. Die Chinesen, die sich in Medienkritik üben, werden in Internetdiskussionen, auch in Deutschland, als „Regierungsclaqueure“ oder gar als „gehirngewaschen“ beschimpft, da sie nicht zugleich auf die chinesische Zensur und Medienabschottung hinwiesen und auch über die Unterdrückung der Tibeter kein Wort verlören.
In China dagegen sind nicht nur Regierungskreise, sondern auch weite Teile der Bevölkerung, soweit sie sich in Alltagsgesprächen und Internetforen äußern, von Grund auf über die westliche Behandlung des Themas empört. Wo Chinesen auf offener Straße erstochen oder erschlagen wurden und in ihren angezündeten Häusern verbrannten, gebe der Westen das als chinesische Gewalt aus und solidarisiere sich mit den Mördern; ja, er verwehre es den Behörden dann auch noch, die Täter zur Verantwortung zu ziehen. Könne es einen schlagenderen Beweis geben für die Voreingenommenheit nicht bloß gegen den chinesischen Staat, sondern gegen die Chinesen selbst, und den Willen, ihnen übelzuwollen? Viele Blogger wundern sich über die Geschlossenheit des westlichen Meinungsbilds und scheuen ihrerseits nicht vor dem Etikett „Gehirnwäsche“ zurück.

Widerstand gegen den hegemonialen Diskurs des Westens

Eine Website von Studenten namens www.anti-cnn.com (siehe auch www.anti-cnn.com) , die es inzwischen schon auf die Titelseite der Staatszeitung „China Daily“ gebracht hat, ruft Chinesen in der ganzen Welt dazu auf, von nun an Beispiele für die Manipulationen westlicher Medien zu sammeln. „Das ist ein Widerstandskampf gegen den hegemonialen Diskurs des Westens“, heißt es dort gut postkolonialistisch, um dann fast auf die Diktion von Bushs „Krieg gegen den Terror“ umzuschwenken: „Wir müssen uns darüber im Klaren sein, dass es ein langer, schwieriger und komplexer Kampf werden wird.“
Wenn sich beide Seiten der Gehirnwäsche bezichtigen, also verdächtigen, fremdgesteuert zu sein, scheint es für eine Verständigung gar keinen Boden mehr zu geben. Eine Website präsentierte unter der Überschrift „Dummköpfe gibt es jedes Jahr, aber dieses Jahr besonders viele“ Fotos von westlichen Protestaktionen, Zettel mit der Aufschrift „China Stop killing Tibetans“, die an Terrakotta-Figuren im Museum heften, oder eine blonde Frau vor dem Brandenburger Tor mit dem Schild: „China – would you shoot me too?“ In einem nachdenklichen chinesischen Blog namens „Vergangene Kleinigkeiten an einer Tränke“ heißt es dazu: „Ich glaube nicht, dass diese deutsche Frau dem Dalai Lama hilft. Sie und ihre Freunde schaden ihm nur, weil sie dafür sorgen, dass eine Tür geschlossen wird, ohne eine Möglichkeit, sie wieder zu öffnen.“ Das einzige Ergebnis sei, dass sich die Chinesen so schnell wie nie zuvor unter der nationalen Fahne sammelten, bereiter denn je, auf Rechte und Freiheiten zu verzichten, um weitere Verletzungen und Beleidigungen von außen zu vermeiden. Die Schlussfolgerung des Bloggers: „Diese Westler helfen nicht ihren Freunden. Sie helfen nur dabei, einen Feind entstehen zu lassen und ein asiatisches Waisenkind.“

Nationale Souveränität als Schutzschild

Dass es sich bei dieser Stimme keineswegs um einen „Regierungsclaqueur“ handelt, zeigt sich schon daran, dass sie im Absatz zuvor ausführlich ein Verständigungshindernis der chinesischen Seite benannte: die historisch tiefverwurzelte Idee der „großen Einheit“ von allem unter dem Himmel (tianxia), einer alten Umschreibung von China. „Alle Gedanken, die man dieser Einheit nicht zuordnen kann, werden als Gedanken einer anderen Gattung angesehen. Entweder werden sie verachtet oder mit Gewalt auf Linie gebracht.“ Das Verlangen nach Einheit, von der man Stabilität erwarte, sei eine Konstante der chinesischen Geschichte.
Ohne dass der Blogger das ausdrücklich sagt, mag dieses Grundmuster in der Tat dazu beitragen, dass sich viele Chinesen so schwer damit tun, sich in die Perspektive etwa von Tibetern zu versetzen oder überhaupt von Leuten, die um universeller Prinzipien willen diese Perspektive einnehmen. Im neunzehnten und zwanzigsten Jahrhundert verschärfte sich dieses Grundmuster noch einmal, als China von den westlichen Mächten, die es überwältigten, die Kategorie der „Nation“ übernahm. Seither sieht es in der „nationalen Souveränität“ einen eifersüchtig gehüteten Schutzschild seines Selbstseins. Die Empfindlichkeit gegen jegliche „Einmischung in die eigenen Angelegenheiten“ und die Neigung, Gründe für diese Einmischung als pure Ideologie anzusehen, sind nicht erst mit der Kommunistischen Partei entstanden, sondern waren schon die entscheidende Antriebskraft der demokratischen „4.-Mai-Bewegung“ von 1919.

Manipulierte Westler

Aus chinesischer Warte gibt es indessen auch im Westen ein Problem mit „dem anderen“. Im Blog „Vergangene Kleinigkeiten an einer Tränke“ heißt es von Westlern, die Chinesen für grundsätzlich unaufgeklärt und manipuliert halten: „Sie beugen sich voller Selbstbewusstsein zu diesen armseligen gelben Wesen herab und wollen ihnen eine helfende Hand reichen. Sie wollen die Chinesen beraten und erziehen. Diese Westler verkennen dabei, dass die Chinesen lebendige Menschen mit Gedanken und Gefühlen sind. Wie könnte man ohne Gleichberechtigung und Respekt von gegenseitigem Verständnis sprechen?“
Damit deutet der Blogger ein Paradox des Menschenrechts-Universalismus an, das auch im Westen bisweilen diskutiert wurde und das nun mit voller Wucht aufzubrechen scheint: Auf der einen Seite will dieser Universalismus die Rechte jedes anderen als anderen (in einer Formulierung von Richard Rorty) schützen, wer auch immer und wo auch immer er sei; auf der anderen Seite ist er mit dem Anspruch konfrontiert, dass die Anerkennung des anderen auch die Anerkennung unterschiedlicher Interpretationen bedeuten soll, worin diese Rechte überhaupt bestehen.

Ein Gegner wir konstruiert

Und noch eine Tücke steckt in der gegenwärtigen China-Kritik. Zum einen setzt sie die Existenz eines immer enger verflochtenen globalen Diskursraums voraus, in dem man sich über die allen gemeinsamen Grundprinzipien verständigen kann. Zum anderen aber sendet sie vermehrt die Botschaft aus: Wir wollen euch ausstoßen. Im Verlangen nach einem Olympiaboykott steckt ja der kaum verhüllte Wunsch nach einer Isolierung des Landes, nach der Konstruktion eines klar umrissenen Gegners. Im chinesischen Internet mehren sich zurzeit die Stimmen, die das begrüßen: Wenn ihr nicht kommen wollt, dann bleibt doch weg!
Es bedarf keiner umständlichen geopolitischen Erörterung, um zu erkennen, wie fatal eine solche Entwicklung wäre. Nicht von ungefähr hat ausgerechnet der Dalai Lama, der über die chinesische Regierungspolitik kein Blatt vor den Mund nimmt, die Olympischen Spiele in Peking mit dem Argument verteidigt, die Chinesen könnten mit Recht stolz auf sich sein. Die Achtung vor dem Volk ist durch die politische Kritik nicht in Frage gestellt. Durch die Pekinger Medienabschottung ist die Lage nun verfahrener denn je. Wem es mit der Beachtung universeller Prinzipien in der grausam zerrütteten tibetischen Region ernst ist und mit seiner Kritik gehört werden will, sollte bestrebt sein, das kommunikative Desaster zwischen China und dem Westen aufzulösen, statt es noch weiter zu verschärfen.

Hast du Freunde?

Die Zeit bringt Veränderungen mit sich. Ich, du, er, sie verändern sich, das gehört nun mal zum Leben dazu. Beziehungen verschieben sich, sie rücken näher oder gehen weiter auseinander.
Mit jedem neuen Lebensabschnitt begegnest du neuen Menschen, die dich ein Stück in deinem Leben begleiten. Ob schöne oder schlechte Erinnerungen, es sind und bleiben doch Erinnerungen.
Wenn du ein neues Kapitel in deinem Leben aufschlägst, bedeutet es auch, dass du deine alten Beziehungen hinter dich lässt und neue knüpfst? Natürlich nicht.

Aber was Freundschaften ausmacht, ist nicht nur die Zeit, die man miteinander verbringt und Erinnerungen, die man teilt. Gemeinsame Zeiten gehen vorüber und Erinnerungen verblassen.
Das damalige, tägliche Zusammentreffen und Beieinandersein, gerät mehr und mehr in Vergessenheit. Jeder orientiert sich neu und man verliert sich aus den Augen. Bei einem Wiedertreffen merkst du, Dinge haben sich verändert, die Person, dir die gegenüber sitzt, du dich selber, die Beziehung zwischen euch. Einfach alles. Krampfhaft wird auf beiden Seiten versucht etwas aufrecht zu halten, was gar nicht mehr existiert. Beide wissen und spüren es, spielen sich jedoch selber etwas vor, tun so als wäre alles so wie früher, aber so ist es schon lange nicht mehr. Man ist auseinandergedriftet und was ist aus all den Gemeinsamkeiten geworden? In diesem Moment wird tatsächlich die Frage in den Raum geworfen, ob es damals wirklich die Gemeinsamkeiten waren, die einen miteinander verbunden haben.
Die Brücke, die beide Seiten nun trennt, scheint mittlerweile unheimlich lang geworden zu sein und die Unterschiede untereinander gleichen wie Tag und Nacht.

Oftmals werden Freundschaften zu leichtfertig in den Mund genommen. Dabei weiß im Grunde jeder, wie schwer es ist richtige Freundschaften zu finden. Hast du sie einmal gefunden, darfst du dich wirklich glücklich schätzen.

Zurück zur Realität!

China. Rückblickend kann ich nur dazu sagen, es war eine tolle Zeit, die ich nicht missen möchte, vor allem die letzten sechs Monate, in denen ich mehr gelernt habe als in dem Jahr zuvor. Es ist schwer die Erlebisse, Erfahrungen und Gedanken in einigen Sätzen auszudrücken, die mich heute prägen, und mich als mich ausmachen.
Der Abschied war traurig. Ich musste mich von wunderbaren Menschen trennen, von denen ich nicht mal weiß, wann ich sie das nächste Mal wiedersehen werde. Ich bin unendlich dankbar all diese Menschen kennengelernt zu haben, die mir neue Wege und Richtungen gezeigt und mich begleitet haben.
Mein letzter Tag und mein Flug fühlte sich schnell an. Es gab keine Zeit über den Abschied von China nach zu denken und somit auch keine emotionale aufwühlende Gefühle. Nun bin ich daheim und es fühlt sich einfach nur komisch an. Das Wiedersehen mit meiner Familie war natürlich schön und mein erster Eindruck war, dass alles irgendwie beim alten geblieben ist. Keine sonderlich große Veränderungen außer, dass mein kleiner Bruder in meinen Augen einen riesen Wachstumsschub bekommen hat.
Mein altes Zimmer ist wie immer. Nach mehr als einem Monat ist es wirklich schön wieder seine eigenen vier Wände zu haben und ich liebe einfach nur mein Bett! Ich fühle mich wie auf eine Wolke.
Mamas Küche ist doch die beste!! Wie sehr ich das Essen von ihr vermisst habe und es gibt seit Tagen all meine Lieblingsspeisen. Man könnte meinen, dass ich mich nach so langer Zeit an asiatischem Essen sattgegessen hätte, aber ich komme nun mal aus einem asiatischen Haus und vietnamesisch ist und bleibt nun einfach mein favourite!!
Ich freue mich jeden morgen, wenn der Duft von frisch aufgebrühtem Kaffe mir in die Nase steigt. Es ist ein wohlig warmes Gefühl und der erste Schluck gibt mir etwas beruhigendes. Nachdem ich in China unter instant Kaffee leiden musste, ist es für mich wie eine Erlösung und wenn ich morgens meine Zeitung noch lesen kann, beginnt somit für mich der perfekte Tag.
Nun bin ich seit einer Woche wieder zu Hause und die anfängliche Unwirklichkeit, scheint doch zur Realität und Normalität zu werden. In mir schleicht sich so langsam, ja ich will es gar nicht so wirklich sagen, Fernweh hoch. Ist es auch ein Wunder, wenn man wieder in seiner kleinen Heimatstadt sitzt? Es ist wirklich wie Yvon es mir beschrieben hat. Es ist wie ein Film. Bevor du gehst, drückt jemand ganz schnell auf den Pausenknopf. Eineinhalb Jahre vergehen, du kehrst zurück und jemand drückt wieder auf Play. Es ist als seihst du nie fort gewesen. Alles ist genau so wie vorher, nur du selbst nicht mehr.

Unibeginn

Seit heute geht es wieder für mich los. Uni ist wieder angesagt und nach über zwei Monate Ferien, finde ich es eigentlich auch ganz gut. Laut dem offiziellen Aushang bin ich nun in 中级2, was mich sichtlich erstaunt hat, denn statt eine Klasse rauf, bin ich nun zwei weiter hochgestuft. Aber die anderen meinten das wäre normal. So war es heute ganz nett alte und neue Gesicher wiederzusehen. Was mich jedoch ein wenig deprimiert hat, ist dass die Texte auch dementsprechend schwerer sind. Ich brauche Stunden, um die unzähligen, unbekannten Vokabeln nachzuschlagen...und dieses Semester haben wir auch noch 5 Fächer, eins mehr als letztes. Ich muss mich nächste Woche unbedingt auf die Suche nach einem deutsch-chinesisch elektrischen Wörterbuch machen. Mein Wörterbuch fällt hier schon halb auseinander...

Victoria Peak

Der Ausblick vom Victoria Peak (552m) soll abends einfach nur wunderschön sein. Bestätigen kann ich es nicht, aber so sollte es im Normalfall aussehen.

Allerdings wurde mir aber dieser Anblick geboten...sad und nach 20min konnte ich nicht mal die Lichter wirklich erkennen.