Ubuntu Lucid Lynx 10.04 wie Ubuntu das Gesicht verändert © 2010 Alfons Mair
Saturday, March 6, 2010 12:17:09 PM

Endlich ist es soweit, die ersten Details zu dem neuen Erscheinungsbild von Ubuntu sind bekannt geworden. Leider, muss ich sagen hat es dazu auch sehr viel Kritik gegeben. Viele sehen das neue Theme zu sehr an Mac angelehnt. Was aber soll denn daran schädlich sein, zu versuchen ein Desktop interessant und einfach bedienbar für den User zu machen?
Ich selber setze nun Ubuntu schon seit 3 Jahren ein, und bin von dem Betriebssystem begeistert. Über das Aussehen kann man sich immer streiten, es liegt ganz einfach im Auge des Betrachters. Allerdings muss man sich auch vor Augen führen, dass ein Betriebssystem auch einen coolen Touch hat. Es wird mehr denn je genau in diesem Markt auf das Aussehen und die Darstellung der Themes geschaut. Wenn man die User von Ubuntu heute anschaut, dann sind es meistens Freaks die sich mit diesem System beschäftigen. Der Otto-Normalverbraucher denkt doch über Alternativen aus Redmond nur selten nach.
Ich glaube, den Weg den der Gründer von Canonical (Mark Shuttleworth) gehen will führt "Ubuntu" in die Zukunft. Ich denke es ist verdammt wichtig, dass man dem Otto-Normalverbraucher zeigt dass es ebenbürtige Alternativen zu Windows 7 gibt.
Ich habe allerdings oftmals den Eindruck, dass die Ubuntu Gemeinde etwas zu sehr auf alt hergebrachtes setzt. Klar es gibt sehr viele tolle Innovationen die genau aus diesem Bereich entstanden sind und viele Programme sind absolute Sahne. Aber es ist auch notwendig, dass man innerhalb der Ubuntu Gemeinde versteht was der Anwender denn überhaupt sucht. Gerade auf dem Desktop gibt es noch viel Luft nach oben, viele Features können noch installiert werden, welche das bedienen von Anwendungen einfacher macht.
Habe ich heute zwei Fenster aus 2 unterschiedlichen Anwendungen offen, ist es gar nicht so einfach diese horizontal oder vertikal anzuordnen, eine Möglichkeit die aber das arbeiten auf einem Desktop sehr vereinfachen kann.
Ich sehe letztendlich jeden Arbeitsvorgang als einen logistischen Prozess, den ich natürlich schnell machen will, keinem ist an umständlichen Arbeiten gelegen. Das aber finde ich, übersehen die Programmierer oftmals. Wie kann ich einen Prozess vereinfachen, denn nur so kann ich neue Anwender zu Ubuntu bringen.
Deshalb sehe ich auch den Ansatz anders, ich denke, man sollte erst die Oberfläche definieren und dann die Programmierung dazu durchführen, ich glaube aber, dass der Ansatz heutzutage oftmals genau anders herum läuft.
Mich würde mal ganz ehrlich interessieren, wie viele Otto Normalverbraucher werden denn überhaupt befragt um die Einfachheit von Ubuntu zu prüfen?
Es sind einfach zu wenige, denn sonst wäre man schon einen Schritt weiter. Ich sehe den Anfang gemacht und hoffe das Mark Shuttleworth die Linie durchhält, denn nur so kann man Ubuntu auch zum Erfolg führen. Der Raum dafür ist da, aber man muss das Produkt jetzt auch in den Laden bringen!
Der Laden ist für mich das Internet, und dort muss man Ubuntu stärker vermarkten, denn ganz ehrlich es ist ein echt geiles Tool.
Daher kann ich nur jedem Anwender empfehlen, sich zu trauen, und dann zu erleben wie Software funktionieren kann ohne dass man sich vorher telefonisch oder per Internet registrieren muss.
In der heutigen Zeit, haben wir doch für solche unnötigen Aufgaben keine Zeit mehr, aber viele Anwender wissen es halt nicht besser und deshalb ab zu Ubuntu.
Ich bin mir sicher, Sie werden es genießen.

