Arbeit im Altersheim

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Arbeiten im Altenheim

Die Arbeit als Altenpfleger im Altenheim ist nicht einfach. Es wird in Schichten gearbeitet und man ist ständig damit beschäftigt sich um die Heimbewohner zu kümmern. In jeglicher Hinsicht. Da ist das Essen vorzubereiten, darauf zu achten das die richtigen Arzneimittel aus der Apotheke eingenommen werden, die Hygiene des Bewohners stimmt usw.. Und zu guter Letzt muss auch noch ein Haufen Schreibkram gemacht werden.
Seit nunmehr fast 3 Wochen arbeite ich in einem Altersheim in der Nähe meiner Heimatstadt Dresden. Zunächst auf Probe, aber ich habe mich schon jetzt ganz gut eingelebt und komme sowohl mit den Heimbewohnern als auch mit meinen Kollegen ganz gut klar.

Womit ich zuerst nicht so gut klar kam war die Tatsache, dass die Emotionen klein gehalten werden müssen. Man kann sich nicht für jeden Bewohner die Zeit nehmen und sich jeder Kleinigkeit annehmen. Manchmal gehe ich nur hin, bringe dem Bewohner eine Antistax Kapsel und man fängt an mir Geschichten von früher zu erzählen. Wie schön doch die alte Heimat in Ostbrandenburg war und welche schöne Kindheit man hatte. Leider muss ich die Bewohner oft unterbrechen weil ich einfach keine Zeit mehr für sie habe. Meist sind sie dann enttäuscht, aber wenn ich ihnen erkläre weshalb das so ist dann sind sie meist verständnisvoll. Und schon bin ich wieder beim nächsten im Zimmer und teile Gingium oder ein anderes Medikament aus.

Mir macht die Arbeit mit Menschen Spaß und ich genieße es sogar mit älteren Menschen zu tun zu haben. Wenn man auf sie zugeht dann bekommt man in der Regel auch etwas zurück. Meist in Form von Vertrauen und Aufgeschlossenheit. Da ich besonders an der deutschen Geschichte interessiert bin kann man so auch oft Dinge aus erster Hand erfahren, die man als junger Mensch nicht mit erlebt hat. Einige meiner Heimbewohner haben z.B. die Bombardierung von Dresden miterlebt, bei der die berühmte Frauenkirche von Dresden damals zerstört wurde. In wenigen Jahren wird es nicht mehr viele Menschen geben, die noch aus erster Hand darüber berichten können. Ihnen sollte also besonderer Respekt gezollt werden.

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