Unfug
Wednesday, September 17, 2008 12:04:01 PM
Kern seines Beitrags ist:
Die Herstellung und Verbreitung von Alkohol mit dem Herstellen und Verbreiten von "Killerspielen" generell gleichzusetzen, halte ich jedoch für sachlich verfehlt, denn hier geht es um etwas völlig anderes. Die bayerische Initiative gegen "Killerspiele" richtet sich gegen Machwerke von abstoßender Brutalität und Grausamkeit, bei denen es darum geht, am Bildschirm grausame oder die Menschenwürde verletzende Gewalttätigkeiten zu begehen. Gegen solch moralisch und ethisch abstoßende Werke nicht vorzugehen und damit zu rechtfertigen, dass man dies nicht auch gleichermaßen gegen die Herstellung und Verbreitung von Alkohol tue, wäre so, als ob man Äpfel mit Birnen verwechselt und wäre Unfug.
Wenn ich das richtig verstehe, sagt Herr Herrmann, dass er ja gegen die Killerspiele doch nicht deswegen vorgeht, weil sie vielleicht die Jugendgewalt erhöhen, sondern eigentlich, weil es "moralisch und ethisch abstoßende Werke" seien.
Ich will jetzt nicht die moralischen und ethischen Implikationen von Alkoholkonsum erörtern.
Ich finde Gewalt in Computerspielen auch nicht toll. Aber ich sehe akut keinen Anlass für einen §131a StGB. Ich halte die existierenden Regelungen für ausreichend. Moral kann man nicht durch Sondergesetze erzwingen.
Und erst recht sollte ein Innenminister nicht Argumente an den Haaren herbeiziehen um seinen Steckenpferdparagraphen zu promoten.
Ach, ist ja eh wurscht.
Full Disclosure: Ich konsumiere sowohl Alkohol als auch Egoshooter. Beides in Maßen.






