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regstop - Se Big Tschörni

Die Wahrheit und nichts als die Wahrheit

Resumee

Als Abschluss unserer Reise moechten wir gerne noch unsere Erfahrungen mit den vielen Touristen, die wir getroffen haben, schildern.
Deshalb hier eine Rangliste der unbeliebtesten Touristen inkl. ihren Erkennungsmerkmalen und Eigenheiten:

1 Frankreich
- Herdentiere oder Familien
- unhoeflich und unanstaendig (z.B. nehmen Broetchen vom Buffet und sobald sie merken, dass sie die Brotsorte nicht moegen, legen sie es wieder zurueck; legen oder werfen ihren Abfall ueberall hin; halten sich nicht an Bestimmungen)
- sprechen nur franzoesisch (weder spanisch noch englisch)

2 Israel
- tragen immer Jesuslatschen
- stinken, da ihr Reisebudget nicht mehr für die Dusche reicht
- sind sehr laut und besitzen keine Manieren
- reisen eigentlich alleine, treffen sich aber immer wieder und man trifft sie deshalb nur als Gruppen an

3 USA
- Standarduniform: Kurze Hosen und Turnschuhe
- merken nicht, dass nicht die ganze Welt aus den USA besteht
- sprechen zum Teil ein unverstaendliches Englisch (Slang) und wenn sie versuchen spanisch zu sprechen hoert es sich immer noch wie englisch an
- erfuellen auch sonst noch jedes Klischee
- Standardausdruck "you know man"

4 England
- immer, aber wirklich immer tragen die Frauen Flip-Flops und Traeger-T-shirt (und wir haben auch sehr kalte Regionen bereist)
- sind immer stolzer Besitzer eines Sonnenbrandes
- besitzen einen starken britischen Akzent der schwer zu verstehen ist und sprechen mit jedermann wie wenn sie in England waeren (was viele fragende Gesichter verursacht)
- Bei der Frage "wie Bitte?", wiederholen sie ihren Satz mit den genau gleichen Worten und genau so unverstaendlich/schnell wie beim ersten Mal

5 Deutschland
- Altersheimausfluege
- Handeln ohne zu ueberlegen

Ausser Konkurenz
Holland
- besitzen nur Wanderschuhe und tragen sie deshalb immer und ueberall
- sehen meistens komisch aus, sind aber sehr nett

Italien
- merken nicht, dass italienisch zwar aehnlich toent wie spanisch, aber es doch ganz viele unterschiede gibt (z.B. hoerten wir wie ein Italiener ein Glas Bier bestellte: "una birra alla spina", was auf spanisch "un shop" ist; ein anderes Mal hat sich ein Italiener beklagt, dass er durch die Lautsprecheranlage des Busses nichts hoert: "non si sente", was auf spanisch so viel heisst, wie "man fuehlt sich nicht"

Hier noch die schoensten Erinnuerungen an Suedamerika:
- Der Ausdruck, der uns am besten gefaellt: triple doble we (www.)
- Die WCs kann man prinzipiell nicht abschliessen. Geschlossene Tuere heisst besetzt, was man sehr schnell merkt, wenn man eine Person bei ihrem persoenlichen Geschaeft gestoert hat.
- Die Suedamerikaner koennen v und b nicht unterscheiden, auch wenn ein Suedamerikaner das Wort buchstabiert. Beispiel: Vedrucccio wird hier als Bedruccio ausgesprochen. Wenn sie den Namen Vedruccio also buchstabieren, kommt am Schluss immer ein Bedruccio raus. Wir fragen uns, wieso sie den Buchstaben V ueberhaupt im Alphabet haben, wenn sie den Unterschied zwischen b und v gar nicht kennen.
- in Peru muss man auf dem Markt immer um den Preis feilschen und auch wenn man meint ein gutes Geschaeft gemacht zu haben, wird man am naechsten Tag eines besseren belehrt und man fuehlt sich staendig verarscht, was aber nicht so tragisch ist, da es sich fuer uns immer nur um kleine Betraege handelt, welche sich unter einem Franken befinden, und deshalb gar nicht wert ist zu handeln, da wir recht sozial sind und den Leuten das Geld goennen, sie lachen dann nachher ja auch immer, was auch uns sehr freut, endlich naht das Satzende...

Peru und La Paz

Am Ende unserer Weltreise sind wir jetzt noch in Peru und La Paz. Peru ist ein wunderbares Land. Die Leute sind sehr nett und viele Frauen ziehen immer noch jeden Tag ihre Tracht an (nicht nur fuer die Touristen). Die Trachten und Tuecher, mit denen sie ihre Ware herumtragen sind sehr farbenfroh. Die Strassen sind viel lebendiger als in den anderen Laendern, die wir bereist haben. Bereits um sieben am morgen sind die Strassen voll von Einheimischen. Leider gibt es auch viele aufdringliche Strassenhaendler, Souvenirverkaeufer, Bettler und Restaurantbesitzer, die es alle immer auf die Touristen mit dem Geld abgesehen haben. Und eigentlich haben sie ja recht.
Eine besondere Eigenheit von Peru ist, dass in einem Strassenzug ein Geschaeft nach dem anderen das gleiche anbietet. Zum Beispiel reiht sich neben dem Krankenhaus ein Leichenbestatter nach dem anderen (wer zweifelt da noch am Gesundheitswesen von Peru...?) oder entlang der Strasse reiht sich eine Freiluftautowerkstatt neben der anderen. Marco hat dann gleich die Chance genutzt und sich in der Friseurstrasse einen peruanischen Einheitsschnitt (die Frisur wurde von einer fernsehschauenden Coiffeuse mit einer stumpfen Haushalts-/Papierschere geschnitten...) verpasst. Die stumpfe Rasierklinge, die am Schluss fuer den Feinschliff gesorgt hat, hat dann auch nur EINE blutige Wunde verursacht. Wir hoffen jetzt alle, dass Marco nicht Hepatitis als Abschiedsgeschenk bekommen hat...

Eigntlich wollten wir in Bolivien Copacabana und La Paz besuchen. Wir haben unseren Besuch in Copacabana dann aber gestrichen, da die Busgesellschaft wegen politischen Unruhen nicht nach Copacabana gefahren war. Wir wollten nicht riskieren, dass wir dann in Copacabana fuer zwei Wochen steckenbleiben. In La Paz war die Situation ruhiger. Hier haben unzaehlige, mit schutzsicherer Weste ausgeruesteter Polizisten fuer Ruhe und Ordnung gesorgt. Am Busbahnhof hat sogar die Touristenpolizei beim Gepaeckeinladen zugesehen und kontrolliert, bis der Bus abgefahren war. Wegen Strassenblockaden in El Alto (Gebiet von La Paz) musste der Bus dann noch einen Umweg ueber eine sehr schlechte Schotterpiste, die sogar durch einen Bach gefuehrt hatte, fahren. Wir haben uns aber sehr sicher gefuehlt in La Paz, obwohl wir vorher von verschiedenen Leuten einige Raeubergeschichten gehoert haben.

Kulinarisch sind wir in Peru wieder meistens bestens bedient und da das Land sehr guenstig ist fuer uns, koennen wir uns das gute Essen auch wieder leisten. Alpaca (oh, die armen, suessen Tiere) sind sehr delikat (wenn dann wirklich Alpaca serviert wird, aber uns als alte Alpacakenner, kann man nicht mehr alles vor die Nase setzen). Allgemein ist die einheimische Kueche sehr gut. Quinua, der Hochlandreis, verarbeiten die Peruaner zu koestlichen Speisen. Auch sind die Forellen hier sehr gut. Wir haben es aber noch nicht uebers Herz gebracht, ein Meerschweinchen zu essen (hab ichs dir doch versprochen, Andrea).

Spaetestens in einer Woche folgt hier noch eine Liste mit unseren Lieblingstouristen und ihren Merkmalen. Natuerlich kommen auch noch die letzten Fotos, aber jetzt muessen wir auf den Zug zurueck nach Cusco.

Franzoesische Invasion in Chile

Die Franzosen haben den englischen Touristen den ersten Rang der unangenehmen und vielzaehligen Touristen abgenommen. Angefangen hat es in Puerto Natales, als wir in verschiedenen Lokalen nur noch franzoesische Bestellungen gehoert haben. Weiter ging es auf dem Navimag-Schiff, als wir alle franzoesisch bestellenden Leute wieder gesehen haben. Wir dachten, dass wir mit unserem Flug in die Atacama Wueste den Franzosen entkommen sind, aber Pech gehabt. Hier wimmelt es nur so von Franzosen. Natuerlich sprechen sie kein Spanisch und erwarten, dass die Leute hier franzoesisch sprechen. Und sie reisen immer gerade mit der ganzen Familie (Kleinkinder).

Aber nun zu unseren Erlebnissen. Nach der Kaelte im Sueden von Chile sind wir nun in der Hitze. Sozusagen direkt von den Pinguinen zu den Flamingos.
Die Schifffahrt im Sueden von Chile war am Anfang von schlechtem Wetter begleitet, so dass wir zuerst nicht sehr viel gesehen haben. Unsere Hauptbeschaeftigung war dann jeweils essen und schlafen, was unserer (also eigentlich nur Regula's, also meine) Figur auch ein wenig geschadet hat. Wir mussten erst den Golfo de Penas ueberqueren, bis wir endlich schoenes Wetter hatten und dann gleich am Morgen frueh Wale gesehen haben. Die Ueberquerung des Golfos war sehr wild. Unser Boot, das ja nicht gerade klein war, ist von einer Welle auf die andere geschleudert worden und da unsere Luxuskabine im vorderen Teil des Schiffes gewesen war, konnten wir das Aufklatschen auf die Wellen umso besser spueren. Das ganze dauerte 8 Stunden und war in der Nacht, so dass wir kein Auge zugetan haben. Wir wurden aber gluecklicherweise nicht seekrank, so wie andere Passagiere. Die Schiffscrew ist sehr um das Wohl der Gaeste bemueht und macht sogar eine Durchsage, wann der Zeitpunkt der Einnahme der Seekrankpille ist. Wir dachten zuerst, dass das eine Panikmache sei, aber wie wir dann festgestellt haben, war das gar nicht so. Wir hatten normalen Seegang mit 6 Beaufort. Im Winter sind die Ueberfahrten schlimmer....

Mittlerweile sind wir in der Atacama Wueste, wo es den Tag durch sehr warm ist (ausser man ist auf 4200 muM und muss die Kappe, die wir gluecklicherweise in Patagonien noch gekauft haben, wieder auspacken) und in der Nacht sehr kalt. Das Wetter ist auch konstant schoen und wolkenlos.
Bis jetzt wurden wir auf unseren kurzen Ausfluegen in die Hoehe noch nicht hoehenkrank, ausser ein Bisschen kopfschmerzen. Wir hoffen nun, dass das auch so bleibt, so dass wir Peru und Bolivien geniessen koennen. Wir freuen uns natuerlich auch auf die niedrigeren Preise, da Patagonien und die Atacama Wueste schweineteuer sind. Das koennen sich nur die franzoesischen Familien mit Kleinkindern leisten.
Bis gestern waren wir noch in San Pedro, ein Touristenmekka wo die Chilenen entweder im Reisebuero oder im Restaurant arbeiten und ansonsten nicht anzutreffen sind und wie schon gesagt sehr teuer. Heute sind wir in Calama angekommen nur 1,5 Stunden Busfahrt von San Pedro entfernt (immer noch mitten in der Wueste) und schon ist alles wieder etwas "heimliger", wir werden auf der Strasse mit grossem Interesse von den Chilenen beobachtet und alles ist wieder bloss halb so teuer.

Aaahhh - rgentinien

Leider haben wir das wunderbare Land Argentinien bereits wieder verlassen muessen und sind jetzt wieder im regnerischen und teuren Chile...;-)

Argentinien war wunderbar. Das Essen, die Leute, die Landschaft und natuerlich die wilden Tiere. Das Land ist fuer schweizerische Verhaeltnisse ziemlich guenstig und darum konnten wir es uns kulinarisch richtig gut gehen lassen. Marco hatte sehr Freude am guten Fleisch... (siehe Photo).

Natuerlich hatten wir auch wieder ein paar lustige und interessante Erlebnisse:

- Geplatzter Reifen unseres Busses zwischen Neuquen und San Martin de los Andes: Mitten in der Pampa ist ein Reifen des Busses geplatzt. Die Passagiere wurden natuerlich nicht informiert, dass der Bus eine Panne hatte. Wir wussten nicht mal, ob wir aussteigen duerfen oder nicht. Nachdem aber einige Argentinier vorgegangen sind, sind wir braven Schweizer dann auch ausgestiegen. Und wir muessen zugeben, es war sehr interessant. Wir haben eine ganz neue Technik des Reifenflickens kennengelernt. Nach einer halben Stunde hatten sie es geschafft, den alten zerfetzten Reifen von der Radhalterung zu entfernen, dann haben sie versucht, den neuen Reifen aufzusetzen. Anstatt den Bus mit dem Wagenheber mehr anzuheben, haben sie stattdessen ein Loch in den Boden gegraben (etwa 20 Minuten lang) bis sie dann den neuen Reifen endlich an die Radhalterung anbringen konnten. Wir hatten schlussendlich auch nur eine Stunde Verspaetung.

- Touristenausflug auf einem Schiff im Nationalpark Lanin (Wir als einzige auslaendische Touristen auf einem Boot mit 50 weiteren argentinischen Touristen): Die Argentinier sind scheinbar nicht sehr selbstaendig in Sachen Fotos machen. Der Touristenfuehrer auf dem Schiff hat immer bekannt gegeben, wann ein guter Zeitpunkt ist, um eines der eindruecklichsten und schoensten Bilder von Argentinien zu machen. Natuerlich haben dann alle Argentinier gleichzeitig ein Foto vom selben Standpunkt aus gemacht. Das Schiff bekam dann immer ein Bisschen Schraeglage, da sich alle Touristen natuerlich auf einer Seite des SChiffes herumtummelten.

Argentinien hat uns vorallem wegen seiner unendlichen Pampa fasziniert. Die Landschaft unserer langen Busfahrten hat sich von Mendoza bis El Calafate nicht gross geaendert. Weit und breit nur oede Pampalandschaft zu sehen. Fuer uns Schweizer mit dem kleinen Laendle war dies natuerlich sehr eindruecklich. In Patagonien haben wir dann auch in der Pampa uebernachten auf sogenannten Estancias. Dies war ein wunderbares Erlebnis. Von einer Estancia bis zur naechsten lagen hundert Kilometer ungeteerte Strasse, was soviel heisst wie 2 Stunden Autofahrt.

Uebrigens ist hier sowieso alles laenger. Die Busfahrten wegen den grossen Distanzen und schlechten Strassen, die Wartezeit in den Restaurants auf das Fleisch (dafuer gibts gratis Aperetif), der Kaffee obwohl sie richtige Kaffeemaschinen haben und sogar die Tickets, welche zusaetzlich auch breiter sind und somit A5-Groesse erreichen.

Ausserdem spanisch ist nicht gleich spanisch. Gerne moechte ich dies am Bespiel Llaima erlaeutern.
Castellano - Spanisch sagt man "Yaima"
Chile - Spanisch sagt man "Tschaima"
Argentisch - Spanisch sagt man "Schaima"
Mendoza - Spanisch sagt man "Saima"
Peru und Bolivien haben wir leider noch nicht bereist, aber die besitzen mit Sicherheit noch weitere Ausdruecke.

Chile Teil 1

Nun sind wir schon fast vier Wochen in Chile und koennen doch auch schon ein Bisschen spanisch. Wir muessen sagen, dass man hier mit Englisch fast nirgends durchkommt. Daher war die erste Woche hier in Chile ziemlich anstrengend. Mittlerweile geniessen wir das Land aber mit all seinen Vor- und Nachteilen (sehr teuer!!!)

Wir hatten einige interessante Erlesbnisse, die wir euch natuerlich nicht vorenthalten moechten:

Valparaiso ist eine wunderschoene, alte Kuenstlerstadt, die auf verschiedenen Huegeln gebaut ist. Unser Hostel lag auf einem der schoensten Huegel. Wir haben dann auf anraten der Hostelbesitzer einen Minibus genommen, um an den richtigen Busterminal zu fahren. Und die Fahrt hat sich gelohnt. Sie war sehr abenteuerlich. Die Strassen von Valpariso sind zum Teil noch aus Pflastersteinen und sind sehr steil. Auf diesen Strassen mit vollem Tempo herunterzufahren ist ein richtiges Erlebnis. Zum Gleuck musste unser noch mitten im Huegel anhalten, um Leute reinzulassen. Ich moechte nicht wissen, welche Hoechstgeschwindigkeit wir ohne diesen Halt erreicht haetten. Auf alle Faelle war mir nach der Fahrt (10 Minuten) halb schlecht. Und das heisst was, denn die wilde Ueberfahrt auf den Fijis habe ich ohne Seekrankheit ueberstanden...

Ein anderes Abenteuer war unser Ausritt in Pucon. Hier reiten die Leute auf Mapuche Art: Der Sattel ist mit einer "Schnur" um das Pferd gebunden und zwischen dem Sattel und dem Pferd sind noch ein paar Wolldecken, damit der Sattel nicht allzu sehr drueckt. Einen Knauf, um sich zu halten gibt es nicht und die Zuegel werden in nur einer Hand gehalten. Schliesslich sollen ja die Kuehe mit der anderen HAnd noch gefangen werden koennen. Eigentlich mussten wir nicht sehr viel koennen, denn die Pferde sind einfach der Fuehrerin gefolgt. Wir mussten uns einfach festhalten, wenn sie davongalopiert ist, da natuerlich unsere Pferde gleich hinterher galopiert sind. Das ist gar nicht so einfach ohne Knauf... Wir hatten aber sehr grossen Spass und waren sehr stolz, dass wir bei unserem ersten Ausritt im Leben bereits galoppiert sind.

Die Sprachschule haben wir erfolgreich hinter uns gebracht. Hablamos un poco español ahora. Es war gar nicht so einfach vom vielen Nichtstun sich wieder an das lernen zu gewoehnen. Unsere drei Stunden Privatunterricht (Hausaufgaben nicht eingerechnet) am Tag waren fuer uns schon eine ziemliche Leistung. Nachher mussten wir uns meistens ein Bisschen hinlegen und ruhen.

Ausserdem:
Nestle hat die Kaffeekultur in Chile zerstoert! Anscheinend gab es bis in die 50er Jahre noch den allerbesten Kaffee, beeinflusst durch die spanischen und italienischen Immigranten. Doch dann ueberflutete Nestle Chile mit billigeren loeslichen Kaffeepulverersaty, die Chilenen stiegen um (denn Geiz ist geil) und heute ist der Nescafe gleich teuer wie die geroesteten Bohnen, aber niemand wechselt mehr die Kaffeeart nach dem Motto: was der Bauer nicht kennt, frisst er nicht.
An dieser Stelle bietet sich die Gelegenheit um sich zu bedanken.
Danke schoen.
Danke schoen liebe Kaffeemaschine (siehe erster Bericht Australien) fuer deine treuen Dienste, fuer deine Geduld und die unaufhoerliche Lust immer wieder von frischem gutduftenden und wohlschmeckenden Kaffee zu kochen. Danke schoen.
Leider muessen wir dich schweren Herzens zuruecklassen. Wir wuenschen dir alles Gute auf deinem weiteren Lebensweg unbd hoffen, dass dich dein neuer Besitzer auch so gut hegt und pflegt wie wir und du noch viele Jahre die Menschen gluecklich machst.
Danke schoen und auf Wiedersehn.

Chile; Erste Eindruecke

1. Man koennte meinen man ist in Italien.
2. Besinnliche Weihnachten gibt es doch auch ausserhalb von Europa. Die erste Kirche die wir besichtigten war mit einer schoenen Krippe weihnachtlich geschmueckt.
3. Der Besinnlichkeit macht, dann aber sehr schnell dem Kitsch platz, als der Pfarrer die Beleuchtung einschaltete, die ganze Krippe leuchtete und blinkte in allen Farben.
4. Das Essen wird besser, dafuer der Kaffee schlechter.
5. Rauchen ist chic.
6. Hunde sind wieder erlaubt, denn Spuren nach anscheinend ueberall.
7. Es ist moeglich das spanische zu verstehen, wenn man etwas italienisch kann. Leider sprechen hier alle chilenisch.
8. Der Fussgaenger hat wieder Vortritt.
9. Der wichtigste Satz: "un baso de bino tinto"
10. Es gibt 1 Peso Muentzen (Gegenwert etwa 0.2 Rappen)

Australien war besser (Rain, rain go away, come back another day !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!)

Zuerst einmal moechten wir unseren Dank an all jene richten, die uns die Suedinsel waermstens empfohlen haben und uns gesagt haben, dass wir etwas verpassen, wenn wir die Suedinsel nicht besuchen wuerden. Und in der Tat, wir haetten etwas verpasst. Wir haetten naemlich das Klischee nicht bestaetigen koennen, dass es in Neuseeland sehr, sehr oft regnet. Aber brav wie wir ja sind, haben wir auf unsere Freunde gehoert und haben die Suedinsel besucht, so dass wir den Regen und Nebel doch noch gesehen haben. Und das ganze neun Tage lang (bis wir wieder auf der Nordinsel waren...). Leider koennen wir nicht viel gutes von der Suedinsel berichten. Zum Glueck gibt es aber Postkarten auf denen zu sehen ist, was es bei Sonnenschein zu bestaunen gaebe.

Die wilden Tiere in Neuseeland beschraenken sich auf wilde Huehner und Haehne, die sich mit Vorliebe auf Parkplaetzen herumtreiben, Schafe, Kuehe und toten Possums auf der Strasse. Die Wasservogelvielfalt ist zwar sehr gross, nur sagen uns die englischen Vogelnamen nicht sehr viel. Die einzigen wirklich interessanten Tiere hier sind Fur Seals, Pinguine und Delphine. Nur muss man leider viel Geld in die Hand nehmen, um Delphine und Pinguine zu sehen.

Was hier in Neuseeland hingegen sehr interessant ist, ist die Maori Kultur. Neuseeland gehoert zu den pazifischen Inseln und die Braeuche und Sprachen zwischen den Inseln sind sehr aehnlich. Wie auf den Fiji's sind Gesang, Tanz und das Leben mit der Natur sehr wichtig und essentiell. Die Maori Kultur ist zum Glueck immer noch sehr praesent und wird immer noch zelebriert und gelebt.

Weihnachten in Neuseeland ist eher lustig als besinnlich. Viele Leute tragen laecherliche Klauskappen und Rentiergeweihe ohne sich zu schaemen (siehe Bilder im Photoalbum). Wir haben uns natuerlich angepasst und uns auch solche Huete aufgesetzt (im Gegensatz zu den Neuseelaendern haben wir uns aber geschaemt...). Sorry Dani, aber aus dem Bild am Strand im Bikini wurde leider nichts, da es immer zu kalt war...

Das schwere Erdbeben hier haben wir nur sehr schwach erlebt. Zufaelligerweise waren wir an diesem Tag in Wellington in einem Museum, das die verschiedenen Naturgewalten, die auf Neuseeland wirken, zeigt. Eines der Themen waren Erdbeben. Sie hatten sogar ein Haus, in dem ein Erdbeben imitiert wurde. Am Abend spuerten wir dann das richtige Erdbeben. Und am naechsten Tag sind wir, wie wir im Nachhinein erfahren haben in die Gegend des Epizentrums gefahren. Da hatten wir nochmals Glueck, dass wir nich ein Tag frueher losgefahren sind.

In Australien und Neuseeland haben wir zudem unseren kulinarischen Tiefpunkt unserer Reise erreicht (hoffentlich):
Die Verlockung war gross wieder einmal eine gute Pizza zu essen, obwohl wir bisher eher schlechte Erfahrungen gemacht haben. Alos sind wir guten Mutes in eine Pizzeria mit Holzofen (gross angeschrieben) gegangen. Erste Zweifel kamen als wir sahen, dass das Personal nur aus Chinesen und sehr jungen Neuseelaendern bestand. Die naechste Unsicherheit war die Speisekarte in der ein original italienisches Knoblauchbrot und eine Pizza ala Polo angeboten wurden. Das Essen war, dann auch so.
Ein anderes Mal wurde an der Bartheke ein Gebaeck als 'pane di cioccolata' angepriesen. Wir bestellten es natuerlich, wie es geschrieben war und zwar auf italienisch. Die Frau hinter der Bar hat natuerlich kein Wort verstanden und als wir auf das Gebaeck gezeigt haben fragte sie uns, ob wir ein 'chocolate braed' wollten.

Nun wuenschen wir allen schoene Festtage und einen guten Rutsch ins neue Jahr.

Auckland bis Rotorua

Zuerst sind wir in den Norden der Nordinsel gefahren und haben uns ein Bisschen in den Bay of Islands vergnuegt. Wir haben einen Segeltripp gebucht, wobei wir natuerlich nicht selber segeln mussten. Darum sind wir auch noch am leben. Waehrend dem Segeltripp haben wir dann auch noch unsere langersehnten Delfine gesehen, nach denen wir die ganze Zeit in Australien gesucht und nie gefunden haben (immer waren sie gerade nicht anwesend, wenn wir dort waren, obwohl sie sonst immer zu sehen sind...)

Natuerlich haben wir auch die riesigen und eindruecklichen Kauribaeume von Neuseeland besucht. Wir haben ja schon grosse Baeume in Australien gesehen, aber die unterscheiden sich betraechtlich zu denen von Neuseeland.

Nachdem wir das Northland dann hinter uns gelassen haben, sind wir auf die Coromandel Halbinsel gefahren. Nachdem Marco sich durch den Stadtverkehr von Auckland schlagen musste (was sich dann als Kinderspiel herausgestellt hat), war ich dann an der Reihe mit Autofahren. Natuerlich musste ich (Regula) dann die kurvigen und engen Kuestenstrassen der Coromandel Halbinsel erwischen. Ich hatte mehrmals das Herz in den Hosen, als die Strasse so eng wurde, dass sie beinahe einspurig war, und mir dann drei Jeeps mit Bootsanhaenger mit grossem Tempo entgegenkamen. Aber natuerlich haben wir auch das gemeistert (mit der mentalen Unterstuetzung von Marco) und sind immer noch am leben.

Die naechste Station war Rotorua. Und wir haben die geothermisch aktive Vulkanlandschaft schon gerochen, als wir in die Naehe der Stadt kamen. Wie man dort permanent mit dem Gestank von faulen Eiern (Schwefel) leben kann ist mir ein Raetsel. Natuerlich ist es nicht ueberall in der Stadt so, aber an den meisten Orten. Dieses Uebel macht aber die Region sehr interessant. Immer wieder steigt Rauch aus dem boden oder aus den Gullideckeln auf, weil dort wieder eine heisse Quelle ist. Natuerlich kann man auch in den Thermen baden, was wir dann auch gemacht haben. Aber 42 Grad war dann doch ein Bisschen zu heiss und wir haben es nur fuenf Minuten in diesem Bad ausgehalten (natuerlich hat der Gestank auch ein Bisschen dazu beigetragen, dass wir es nicht sehr lange ausgehalten haben).

Nun sind wir uns bei den Gluehwuermchen am auslueften...

Fiji

Wir waren anfangs ein Bisschen skeptisch, ob unsere Ferien auf den Fijis wirklich schoen werden. Die Organisation war ein ziemliches Durcheinander. Als wir dann aber das grosse Boot bestiegen haben und somit die Ueberfahrt auf die kleineren Inseln gestartet haben, waren wir dann wieder ein Bisschen zuversichtlicher. Und es stellte sich heraus, dass alles ganz gut geklappt hat und wir uns ueberhaupt keine Sorgen mehr machen muessen und einfach nur noch unsere Ferien geniessen koennen.

Die erste Unterkunft war nicht soooo der Hammer. Wir haben uns eher wie in einem Pfadilager gefuehlt. Fuer das Essen wurden wir mit einer richtigen Trommel zusammengetrommelt und dann mussten wir uns im "Speisesaal" besammeln und nach 15 Minuten warten haben wir dann auch unser Essen bekommen.

Nach drei Naechten haben wir dann die Insel gewechselt. Wir hatten zwar keinen Strand mehr, aber dafuer war das Resort in den Mangrovenwaeldern eingebettet. Wir hatten ein kleines, sehr sauberes Huettchen auf einem Huegel mit Aussicht auf die Mangroven. Dort haben wir wirklich authentisches Fiji Leben erlebt. Die Leute waren sehr natuerlich. So schliefen sie einfach auf dem Tisch oder Boden, wenn sie nach einer wilden Kavanacht (Nationalgetraenk) zu muede waren, um sich aufrecht zu halten. Wir durften eine Schule besuchen und haben erfahren, dass Mangos nur im November und Dezember wachsen, was erklaerte, dass jeder Fijijaner an einer Mango knabberte. Wir haben natuerlich auch reichlich Mangos verspeist. War herrlich. Weniger herrlich ist, die Mangofasern wieder zwischen den Zaehnen raus zu bekommen.
Das beste Erlebnis war, als sie uns mit dem Schiffchen an einen Picknickplatz gefahren haben und fuer uns wunderschoene Fische mit dem Speer fuer unser Mittagessen gefangen haben (siehe Fotos).
Wir haben die Fische natuerlich beim Schnorcheln live gesehen, aber tot kann man sie naeher und besser betrachten und sie schmecken auch gut.

Nach 4 Naechten in unserer wunderschoenen Bay of Plenty Lodge haben wir die Insel wieder gewechselt und sind abermals in ein wunderschoenes Resort gelangt. Dort haben wir dann noch den Standard Bulatanz gelernt... Jeden Abend. Marco hat das natuerlich schon gedacht und daher hat er gleich am ersten Tag eine schlimme Magen-Darm Grippe eingefangen und so musste er nicht mehr mittanzen... Ihm geht es jetzt aber zum Glueck (natuerlich nur dank meiner guten Pflege...) wieder gut.

Leider sind unsere Fijiferien auch schon wieder zu Ende und unsere Neuseeland Ferien beginnen. Auckland haben wir schon erreicht und freuen uns schon auf unsere Abenteuer in diesem Land.



"Fiji-Time"
Die Erkenntnis/Loesung/Antwort/Erklaerung fuer alles kuriose auf den Fijis.

Merke:
Wenn man am Mittag einen Termin auf halb fuenf am gleichen Nachmittag abmacht, ist das nur eine Momentanaufnahme der aktuellen Lage der Situation, welche sich je nach Wetter, Gezeiten, Befindlichkeiten oder sonstigen unzaehligen Gegebenheiten jederzeit und kurzfristig aendern kann.

Ein Beispiel:
An einem Nachmittag gingen wir zusammen mit einem "Hotelangestellten" zu einem Rugby-Spiel im angrenzenden Dorf. Auf dem Weg dorthin (theoretisch 10-15 min) trafen wir einen Freund von ihm, welcher auf dem Weg zu seinem Garten war. Sie wechselten ein paar belanglose Worte, standen etwas rum, assen eine Mango, sahen sich die Gegend etwas an, wir spielten waehrenddessen etwas mit den anwesenden Hunden. Es war eine relaxte Stimmung jeder etwas fuer sich. Nach etwa einer Viertelstunde fragte Regula auf wen oder was wir noch warten. Antwort: "Auf Nichts". "Wieso gehen wir dann nicht weiter?" "Keine Hetze, ist Fiji-Time" (Denn Zeit ist ja genuegend da).

Bilanz:
Fuer einmal musste Regula nicht sagen: Marco schlendere nicht so rum!

Von Melbourne nach Adelaide

Leider war wieder einmal ein Internetcafe in der Naehe und Regula meinte wir muessten wieder mal was schreiben, daher ein paar kurze Worte.

Wir fuhren mit sehr vielen Umwegen von Melbourne nach Adelaide via Ballarat, Great Ocean Road, Grampians, Mt. Gambier, Mildura, Clare Valley, Flinders Ranges und Victor Harbour. Fuer den, welcher versucht auf der Landkarte die Route nachzuzeichnen, es gibt keine versteckte Zeichnung und wahrscheinlich auch keinen Sinn in der Routenwahl. Wir waren einfach so hin und hergerissen von den vielen schoenen Orten, dass wir uns nicht entscheiden konnten.

Fuer alle die an Regulas Fahrkuensten gezweifelt haben, Sie hat kein Tier angefahren nur fast. Auf ihr Konto gehen zwei gekonnte Vollbremsungen um das Leben eines Kaengurus und eines Emus zu retten, zudem hat Sie mit viel Koennen eine Echse ueberfahren (zwischen den Raedern, also nicht totgefahren). Da bleibt nur eins zu sagen: Herzliche Gratulation.

Dafuer musste ein ausgewachsenes Rind das Leben fuer uns lassen. Mitten im Nirgendwo assen wir in einem Pub zu Mittag. Etwas Salat mit Rumpsteaks pro Portion etwa 500g (Fleisch nicht Gruenzeugs). Der Teller war schlicht nicht mehr zu sehen.

Das Steimandli (siehe Fotos) verdankt sein Leben einer nicht selten vorkommenden Pause auf einer unseren vielen Wanderungen. Waehrend sich die eine Haelfte unserer Gruppe der Flora und Fauna widmete (fotographieren von Tieren und Blumen) arrangierte sich die andere Haelfte mit den vor Ort vorkommenden Gegebenheiten.

Wir haben auch was gelernt.
Big Lizzie: Einzigartig auf der Welt, erstellt in Melbourne fuer den Transport von Schafwolle in Broken Hill (etwa 400 km noerdlich von Melbourne). Eigengewicht 45 Tonnen, Nutzlast 80 Tonnen. Auslieferungszeit etwa 1 Jahr. Auf der Hoehe von Mildura merkten die Ingenieure, dass keine Bruecke ueber den Murray River das Gewicht des Fahrzeuges aushaelt (Lieber zu spaet als nie). Deshalb wurde das Gefaehrt vor Ort eingesetzt um Weideland und Acker zu gewinnen, d.h. Entfernung von Wurzelstoecken.
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