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WorldTraveller2006

RockingRalf

Update

Hallo zusammen,

es ist nun schon ein Jahr vergangen als ich mich auf die Reise machte und auch schon wieder über ein halbes her, dass ich zurück in Frankfurt bin. Es dauert in der Tat eine ganze Weile bis man die ganzen Eindrücke verarbeitet hat.

Mittlerweile ist der normlae Wahnsinn schon wieder eingekehrt und ich wollte kurz die Gelegenheit nutzen allen die ich noch nicht gesprochen habe ein kleines Update zu geben.

Seit Mitte Mai arbeite ich nun wieder festangestellt und bin als externer (ja teuer!) IT consultant bei einer (richtig) grossen Firma am Bodensee. Ich arbeite dort in einem (auch richtig grossen) Projekt und pendle nun mehr wöchentlich zwischen Bodensee und Frankfurt hin und her.
Ja, es ist schön am Bodensee. Nein, ich bin nicht hier heruntergezogen und habe dies auch vorerst nicht vor. Die Gegend hier ist in der Tat sehr schön (bei gutem Wetter! und da ist in der Regel alles schön...) und von Gegend gibt es hier auch ne Menge! Zuviel wenn Ihr mich fragt.

Nie habe ich mehr gemerkt wie sehr ich wirklich Stadtkind bin.
Wie sehr ich Frankfurt vermisse, den Trubel, die Hektik, die kulturelle und auch kulinarische Quanti- sowie Qualität. Ja klar werde ich versuchen die Natur und Ruhe hier zu geniessen und auch die Nähe der Berge und zur Schweiz werde ich auf jeden Fall noch ausnutzen. (Im See war ich immerhin schon mal baden vor ein paar Wochen).

In unregelmässigen Abständen werde ich weiterhin Fotos hochladen (auch in älteren Ordnern).
Zum Beispiel war ich letzten Sonntag bei einer Turmführung des Frankfurter Doms und habe dort auch Bilder gemacht und einige in den Ordner Frankfurt vom Februar hochgeladen.
Es lohnt sich also weiterhin immer einmal hinein zu schauen.

keep posted...

My World Travel Map






Statistik

Flugkilometer:

FRA (Frankfurt) LHR (London) 653km
LHR (London) BIA (Bangkok) 9540km
BIA (Bangkok) CNX (Chiang Mai) 568km
CNX (Chiang Mai) BIA (Bangkok) 568km
USM (Ko Samui) KUL (Subang) 723km
SIN (Singapur) PER (Perth) 3910km
ADL (Adelaide) ASP (Alice Springs) 1320km
ASP (Alice Springs) CNS (Cairns) 1450km
SYD (Sydney) MEL (Melbourne) 705km
MEL (Melbourne) AKL (Auckland) 2640km
CHC (Christchurch) AKL (Auckland) 745km
AKL (Auckland) NAN (Nadi) 2160km
LEV (Levuka) SUV (Suva) 48km
NAN (Nadi) HNL (Honolulu) 5100km
HNL (Honolulu) SFO (San Francisco) 3850km
SFO (San Francisco) PDX (Portland) 887km
YVR (Vancouver) LHR (London) 7580km
LGW (London) AMS (Amsterdam) 362km
= 42809km

Merry Christmas

so, nun bin ich also doch noch irgendwie in Frankfurt angekommen und habe mich erstmal ein paar Tage mit Weihnachtsessen von der Rueckreise erholt.
Die hat sich aufgrund des Nebels in London folgerndermassen abgespielt:

Schon beim einchecken in Vancouver wurde mir mitgeteilt, dass mein Weiterflug von London Heathrow am selben Tag gecancelled wurde und ich bereits auf einen Flug nach Frankfurt am naechsten Morgen umgebucht wurde. Na gut, dann schauen wir doch mal wer von meinen Bekannten in London Lust hat sich mit mir zu treffen und den Abend in London zu verbringen... In London Heatrow angekommen, muss ich allerdings erstmal an einem Zelt vor dem Flughafengebaeude Schlange stehen eum an einen Hotelgutschein inkl. Essens- und Shuttlegutschein zu kommen. Dann der Transfer zu Hotel um die Ecke und erneutes Schlangestehen um in das Hotel einzuchecken. In England steht man eben gerne an. Fast wie damals in der ehemaligen DDR...?

Den Abend verbringe ich damit Ed Reiselust erneut zu entfachen und ihn daran zu erinnern, dass er blass ist und Ringe unter den Augen hat. Zuviel Arbeit. Ausserdem leeren wir etliche Pints, essen lecker Thai und verpassen die letzte Tube. Ich bezahle also 50 englische Pfund fuer die Rueckfahrt mit dem Taxi zum Hotel und checke frueh morgens die Fluege. Auch gecancelled?

Also, zum Flughafen und erneut Schlange stehen um ein Ticket zu bekommen, damit ich mich mit diesem Ticket dann anstellen darf um meinen Flug umzubuchen... WAS?
Dan stellt sich heraus, dass ich im falschen Terminal bin und somit auch am falschen Zelt anstehe... Also, auf zu Terminal 2 um dort von vorne mit dem anstehen anzufangen. Wenigstens hatte ich mich dazu entschlossen mein Gepaeck nicht direkt weiterleiten zu lassen und kann somit also die ganze Zeit meine monstroes-grosse Tasche mit mir durch die Gegend schleppen.

Nach stundenlangem Anstehen habe ich es mittlerweile sogar bis in das Zelt hingeschafft und mache von dem kostenlosen Kaffe und Sandwiches gebrauch. Wenigstens etwas erfreuliches. Der nette Itlaiener der mit mir schlangesteht hatte sich dafuer entschieden sein Gepaeck weiterleiten zu lassen und steht nun in seinem schicken Anzug (den traegt er seit zwei Tagen) neben mir und friert, waehrend seine sieben Kinder darauf warten, dass er zu Weihnachten nach Hause kommt. Jedenfalls macht er noch Witze darueber, dass ein Mann mit gruener Weste die Schlange ablaeuft und die anstehenden Leute interviewt. Seine Bemerkung in etwa "Wenn der uns wenigstens weiterhelfen koennte...". Als der Westen-Mann dann bei mir ankommt kann dieser mir dann tatseachlich helfen und bucht mich direkt per Handy um. Ich koennte am 24.12. auf einen Flug nach Frankfurt gebucht werden... Na das heisst ja aber nicht, dass die dann am 24. auch wirklich fliegen, oder? Wohin man denn noch so fliegt moechte ich wissen und erklaere mich auch dazu bereit von Gatwick aus weiterzufliegen... So komme ich also zu einem FLug von Gatwick nach Amsterdam noch am selben Tag. Prima. Da suche ich mir n billigen Flug von Amsterdam mit Ryan Air oder fahre mal wieder Zug. Oder auch nicht!? Der Flug ist naemlich ueber zwei Stunden verspeatet und somit komme ich erst gegen 23h in Amsterdam an. Der naechste Zug am andern Morgen.
Unglaublicherweise ist mein Freund (und das sag ich jetzt nicht nur so) Rainer dazu bereit mich in Amsterdam mit dem Auto abzuholen und nach Frankfurt zu fahren. Wie geil is das denn? Auch an dieser Stelle noch mal: DANKE RAINER! Und Claudi! ;o)

Nun bin ich also zurueck in meiner Wohnung. Diese ist quasi leer. War so zu erwarten ist aber trotzdem komisch. Und so richtig hier angekommen bin ich auch nach 3 Tagen noch nicht.
Ich bringe jetzt erst mal das restliche Weihnachtfest hinter mich bis mir die Plaetzchen zu den Ohren herauskommen und versuche in den naechsten Tagen mal endlich eine richtige Bratwurst zu bekommen.

Also Ihr Lieben, Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch auch von hier aus.
Lasst es Euch gut gehen und hoffentlich sehe ich Euch alle bald wieder.
R.

Mal was ganz anderes... so zwischendurch

Meine Reise neigt sich ja nun doch dem Ende entgegen und in ein paar Tagen fliege ich dann wieder zurueck in das von mir doch sehr geliebte Hesselaendsche.

Und zwischedurch sind dann doch ein paar Dinge passiert die mich nachdenklich stimmen.
So bin ich nun gerade in Vancouver und hier hat es gestern ganz gewaltig gestuermt. Und zwar so gewaltig, dass hier teilweise ganze Bezirke und Vororte 24 Stunden ohne Strom auskommen mussten.
Man redet hier von einem Rekord-Sturm...

So schreibt man in der CBC News "Power returning after massive B.C. storm"
lies hier: http://www.cbc.ca/canada/story/2006/12/16/wind-storm.html

Nachtrag: Bei n24.de kann man folgendes dazu lesen:
http://www.n24.de/news_stories/article.php?articleId=88962

Und nur zwei Wochen zuvor hat es in Unmengen geschneit, so dass in der Region Seattle unzaehlige Baeume unter der schweren Last zusammengebrochen sind. (Leider habe ich hierzu keinen Artikel gefunden.)

In Fiji gab es dann tatseachlich noch einen Militaerputsch bloss ein paar Tage nachdem ich diese paradiesische Insel verlassen hatte.
Der Spiegel Online schreibt: http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,452478,00.html

In Neu Seeland wurden 77 Wale an der Kueste angespuelt...
Australien klagte ueber eine Jahrhudertduerre in der das Wasser so knapp war wie noch nie.
Und auch in Thailand gab es einen Militaerputsch...

Boese Zungen behaupten ja ich wuerde Spuren hinterlassen... ich sag Euch eines: "Mich kriegen die nicht!"

;o)

Aloha


Ich wussste ja nicht so genau was ich von Hawaii erwarten sollte. Hula-Girls? Surfer ueberall? Sonne, Strand, Meer,...
Zuerst einmal werde ich daran erinnert, dass ich nun Richtung USA reise, weil am Flughafen in Fiji ein dermassen uebertriebener Sicherheitsaufwand veranstaltet wird. Direkt am Securitycheck muss ich zB. meine kleine Wasserflasche abgeben. An Board sind nur 300 oz Fluessigkeit pro Handgepaeck erlaubt. Wieviel das tatsaechlich ist kann mir allerdings niemand wirklich sagen. (Sind die Amerikaner eigentlich mittlerweile die einzigen die noch in Inches und Onzen und Fahrenheit rumrechnen...?) Naja, war sowieso nur Leitungswasser drin. Da ich allerdings noch knapp zwei Stunden Zeit habe bis zum boarden des Flugzeugs... dann kauf ich mir eben ne neue Flasche Wasser, kostet ja nun nicht wirklich viel. "Do you plan to take this bottle on board of an airplane?" werde ich von dem netten jungen Mann an der Kasse gefragt. Ich versichere ihm das Wasser noch vor betreten des Flugzeuges zu leeren. So ein Bloedsinn. Aber es kommt ja noch besser. Beim boarden des Flugzeuges wird tatsaechlich noch einmal das Handgepaeck aller Passagiere nach eventuellen Behaeltern mit Fluessigkeiten untersucht. Und anscheinend gibt es im Duty Free doch Explosive Fluessigkeiten zu kaufen und ich Ignorant habe das einfach zwischen all den Andenken einfach uebersehen? Aber das noch viel Unglaublichere sind ja die anderen Passagiere, die sicher genauso wie ich auch mehrfach darauf aufmerksam gemacht wurden keine Wasserflaschen an board zu nehmen und trotzdem reihenweise wie bekloppt an ihren Flaschen nuckeln nur um das gerade noch erstandene kostbare Nass nicht verkommen zu lassen. Ein unglaublicher Anblick.

Ich hatte ja auch schon immer die Vermutung, dass, wenn uebehaupt, der groesste terorristische Anschlag auf die Usa von Fiji aus Richtugn Hawaii gestartet wuerde, Ich lag also goldrichtig mit meinet Verschwoerunftheorie und habe den ganzen Flug ueber kein Auge zu gemacht... Quatsch, nach zwei Flaschen (Flugzeuggroesse!) Rotwein habe ich sehr wahrsheinlich alle anderen im Flugzeug durch mein Schnarchen vom schlafen abgehalten.

Am fruehen Morgen dann in Hawaii angekommen muss ich feststellen, dass im Land der unbegrentzen Moeglichkeiten schon die erste Grenze der Transpot in die Stadt ist. Denn einen Geldautomaten aufzutreiben scheint hier nicht so wirklich einfach zu sein. Selbst in Fiji steht man direkt vor einem solchen Glueckspielautomaten bei dem immer die Bank gewinnt direkt nach abholenden des Gepaecks. Direkt nach dem druchschreiten des Zolls. In Hawaii... finde die nach knapp 45 Minuten einen der beiden Geldautomaten nur um festzustellen, dass meine EC-Katre hier (zum aller ersten Mal auf diesen Trip) nicht akzeptiert wird und ich mich leider nicht an die Pin-Nummer meiner VISA-Karte erinnern kann. Dumm gelaufen. Apropos laufen... nach Wakiki?
Zum Glueck habe ich noch ein paar Dollar von meinem letzten Besuch hier uebrig und diese schlauerweise mitgenommen. So kann ich mir dann doch wenigstens den Shuttelbus in die Satdt leisten. Schon auf dem Weg in die Stadt laesst sich erahnen, dass es sich hier um etwas weitaus groesseres als erwartet handelt. Ein Kulturschock steht mir bevor.

Nach dem ich den halbe Tag damit verbringe im Hostel auf mein Zimmer zu warten (das einchecken verzoegert sich, da ein Paaerchen nicht in der Lage ist eifach die Zimmer zu wechseln und erst nach mehrmaligem Erinnern versteht, dass schon die naechsten auf die Betten warten)... wenigstens gibt es kostenloses wlan und ich bin beschaeftigt.
Als ich mich dann spaeter daran mache die Stadt zu erkunden, muss ich feststellen, dass ich mit dem "Kulturschock" ziemlich richtig gelegen habe. Klar hier gibt es tollen Strand, die Leute gehen surfen, Maedchen laufen in Bikins vorbei und endlich gibt es wieder alles was es fuer Geld nur zu erstehen gibt. Allerdings gibt es auch ein Menge Maedchen die man ueberhaupt gar nicht in Bikinis sehen moechte, alte Maenner die nur mit Shorts und Latschen bekleidet in der Strassen schlendern und ihre "Sixpacks" vor sich hertragen. Auch gibt es recht viele Obdachlose, diese laufen zwar nicht gerade zwischen Hilton und Marriot herum, aber sie vestecken sich auch nicht gerade.

Der Strand in Waikiki ist genauso wie alles andere hier voller Touristen. Amerikaner, Asiaten, hier ist wiklich jeder. Ich entschliesse mich direkt am ersten Tag einen Tauchgang zu machen, werde frueh morgens abgeholt und muss feststellen, dass der Highway raus aus Waikiki eigentlich dem in L.A. in nichts nachsteht. Traffic Jam... man steht eher als das man faehrt.
The american dream?

Nun nicht alles hier ist schlecht, aber irgendwie ist auch nicht gerade ein Traum. Die Landschaft ist traumhaft. Die Menschen hier sind durchaus nett, allerdings schenkt man sich hier nicht so wirkich oft ein Laecheln. Menschen hier sind dann doch mehr damit beschaeftigt moeglichst gut auszusehen, so wie in allen grossen Metroplen auch. Schoen, reich und beruehmt.

Ich verbringe dann aber doch noch einen Tag und eine Nacht im Norden von Oahu an der sogenannten Northshore. Hier finden auch die beruehmtberuechtigten Surfwettbewerbe statt. Leider nicht waehrend ich gerade dort bin. ;o)
Hier ist von der Hektik von Waikiki dann auch nicht mehr viel zu spueren. Im Backpackers laufen alle nur in Badehosen und Latschen rum, sogar der nicht mehr so jungendliche Herbergsvater (ich liebe dieses Wort!) empfeangt mit braungebrannten freien Oberkoerper die Neuankoemmlige. Irgendwie fast schon surreal. Nun ja das ist wohl Hawaii.

Dafuer regnet es am naechsten Morgen in Stroemen, so dass ich (auch nur) mit lediglich der Badehose bekleidet beschliesse die Strecke zur Rezeption zurueckzulegen. Und das ist mit sicherheit keine schlechte idee. In Deutschland kann sowa durchaus toedlich enden, mindestens aber mit einer Lungenentzuendung.

Mahalo
R.

Bula Vinaka

Ein Coup? In Fiji? Wie jetzt? In echt, oder wie? Was soll ich denn nun machen?
Das waren ungefaehr meine Gedanken ein paar Tage vor dem Flug von Neu Seeland nach Fiji.
Da sagt doch der nette Fahrer als er uns am Museum absetzt er sei selbst aus Fiji und ich solle mir da "mal keine groesseren Gedanken drueber machen". Immerhin sei ich "bloss" Tourist und solange ich mich nur um meinen Urlaub kuemmere wird mir dort auch nichts weiter auffallen, geschweige denn passieren. "Sega na lega" (no worries) wie ich es die naechsten zwei Wochen noch oefter hoere.

Das tollste an Fiji ist diese Gelassenheit mit der dort quasi alles hingenommen wird. So zB Wesley (aus Australien), dem waehrend unserer kleinen Unterhaltung aufgrund eines kompletten Stromausfalls des ganzen Bueros der Rechner abstuerzt, und er darufhin fragt "You like a cup of tea?". Und das, obwohl der den Artikel an dem er gerade noch was geaendert hat (es ist Freitag nachmittag) schnell noch zur Redaktion schicken wollte, da er die naechsten zwei Wochen auf einer der Inseln eigentlich gar nicht erreichbar ist.

Das schlimmste an Fiji ist diese Gelassenheit mit der dort quasi alles hingenommen wird. So bin ich einige Tage spaeter dann in der ehemaligen Haupststadt Levuka zum tauchen und dort ist dann fuer einen ganzen Tag keine einzige Internetleitung aufzutreiben. Alle sind offline. Sogar der einzige Geldautomat dort kann keine Verbindung zum Rechner in Deutschland aufbauen um meine Kreditwuerdigkeit zu ueberpruefen und verkuendet mir dieses durch ein "Your processor seems to be down. Please try again later." Tja, das Hotel akzeptiert nur Cash, Bargeld lacht eben doch am lautesten. Kein Bier, kein Essen,... lediglich tauchen geht auch mit Kreditkarte. Ach ja, und der Flug zurueck zum Festland. ;o)

Zum Glueck hatte ich noch ein paar US Dollar und auch britische Pfund. Das wird auch immer gerne akzeptiert, vor allem wenn die Betreiber des Hotels britischer Herkunft sind. Zurueck auf der Hauptinsel also erstmal zum Geldautomaten und die Taschen vollgestopft. Was ein herrliches Gefuehl. Also macht Geld anscheinend doch gluecklich...?
Nun zumindest ist es ein beruhigendes Gefuehl welches zu haben. Das steht mal fest.

Die Landschaft ist wahrlich sehenswert, ueber - sowie unter Wasser. Die Korallenlandschaften sind einfach wunderschoen. Waehrend im Great Barrier Reef einfach alles "groß" und zahlreich vohanden ist, gleicht die Unterwasserwelt von Fiji doch eher einer phantastischen Landschaft die man gerne weiter erkunden moechte, die Lust macht auf mehr, anstatt mit Fuelle zu fluten.
Auch die restliche Landschaft ueber dem Wasserspiegel macht Lust auf Erkundungsreise zu gehen. Hier und da sieht es dann doch eher mal sehr karg aus, aber allein die dramatische Kulisse aus Meer, Bergen und Wolken ist spektakulaer.

Die Haupstadt Suva ist eigentlich nicht gerade groß, so klein sogar, dass sie in Europa nicht wirklich einen roten Punkt in der Landkarte verdienen wuerde. Sorry!
Witzig ist, dass sie Fijianer sich ja drueber streiten ob Nadi (im Westen) oder Suva (im Osten) die bessere Alternative ist. In Nadi ist generell besseres Wetter ("in Suva regnet es doch immer"), waehrend in Suva allerdings die Taxi mit Taximeter fahren und man (nicht wie in Nadi) "abgerippt" wird. Ja, alles hat so seine zwei Seiten.

Ich jedenfalls bin noch immer von der Freundlichkeit der Fijianer begeistert. Obwohl die Haelfte der Einwohner ja mittlerweile Inder sind, haben sich doch viele Braeuche bis heute erhalten. So wird zB jeder auf der Strasse nett angelacht und man sagt "hallo, wie gehts?" Bula! Es ist unter anderem Tradition zu teilen. Ist man zB beim Essen und es kommt jemand vorbei, so bietet man mit "Meikana" demjenigen an, das eigene Essen mit ihm zu teilen. Sollte der eingeladene dann tatsaechlich die Einladung annehmen, so muss man sich unter Umstaenden schnell was einfallen lassen, sollte das Essen gerade so die eigenen Beduerfnisse befriedigen.

Wichtig in Fiji und absolut unumgaenglich ist die Kava-Zeremonie. Wobei man heute weniger zeremoniert als eher zelebriert. Gemixt wird eine erdige Mischung aus einer dem Pfeffer verwandten Wurzel zu einer Art kaltem Tee. Diese wird reih um aus der selben Schale genossen... wobei geniessen durchaus der falsche Ausdruck ist. Kava hat neben einer einschlaefernden Wirkung auch einen erdigen, pfefferigen Geschmack. Selbst die Einheimische lutschen zwischendurch Bonbons und aehnliches. Nach dem Genuss fuehlt sich die Zunge sehr taub an und nach mehreren Schaelchen wird man angeblich sehr muede. Nach meiner ersten Kava-Session (mit ca. 20 dieser Schaelchen) war ich allerdings putzmunter, wobei die meisten der Fijianer allerdings mehr als muede wurden. Wie sich spaeter herausstellte baut der regelmaessige Genuss, anders als beim Alkohol, einen gewissen Grundlevel auf, auf dem sich dann einfach aufbauen laesst, waehrend mit regelmaessigem Alkoholgenuss die Grenze des Alkohols einfach immer hoeher gelegt wird.

Beim Biertrinken jedenfalls verfaehrt man aehnlich. Alle trinken aus einem zur Haelfte gefuellten Glas, immer reih um. Ich dachte ja immer ich vertrage mein Bier... dieses "Taki" haut jedenfalls ganz ordentlich rein.

Nun, mein fazit: Fiji rockt! ...allerdings sehr langsam. Und das ist auch gut so. Vinaka.

Kia Ora

Wo soll ich nur anfangen?

Damit vielleicht, dass man mit gemessenen 131km/h eindeutig die Hoechstgeschwindigkeit von 100km/h ueberschritten und somit die Aufnahmepruefung in den erlesenen Kreis der "mit-nur-$300-sind-auch-sie-am-Wohlergehen-Neu-Seelands-beteiligt"-Gesellschaft (vornehmlich aus Europaeern bestehend) bestanden hat.

Oder das es in Neu Seeland anscheinend KEINE gefaehrlichen Tiere (ganz im Gegensatz zu Australien), sondern fast ausschliesslich Schafe und Opossums (die sind sogar zum Abschuss freigegeben) gibt?

Das jeder Sonnenauf- oder untergang einzigartig schoen ist... jeden Tag aufs neue?
Die Temperaturen hier unerwartet tief waren fuer die Jahreszeit und ich mir fast den Popo abgefroren habe (ja ich weiss, aus Europa ist da jetzt kein Mitleid zu erwarten...)

Oder damit, das die Natur hier nicht nur wunderschoen, sondern auch quasi unberuehrt scheint? Das man(n) am Meer spazieren geht und auf schneebedeckte Berge schaut?
Das Pinguine zusammen mit Seeloewen am Strand und Schafen auf der Wiese auskommen (und dem Menschen als Beobachter mittendrin)?

Oder etwa, dass man hier nach nur 5 Minuten Einweisung direkt erstmal 25m Abseiling (ja, das ist ein englisches Wort!) hinter sich bringt (Ich koennte schwoeren ich hab mir in die Hose gemacht! War aber nix drin...)

Oder das die Preise hier generell laecherlich guenstig erscheinen? Und Museen und botanische Gaerten keinen Eintritt kosten und trotzdem sauber und gepflegt sind?

Ok, ich fange einfach mal damit an, dass ich mich nun schon ne ganze Weile darueber wundere, warum es in Deutschland so viele Arbeitslose gibt und Wohnungen in Ballungsgebieten unverschaemt teuer sind.
Es scheint naemlich so als waere jeder dritte Deutsche in Wahrheit in Neu Seeland.
Treiben in Australien noch Hauptsaechlich sehr junge (haben die eigentlich schon Ihr Abitur...?) Maedchen und Jungs beim Obstpfluecken ihr Unwesen, so scheint in Neu Seeland die Bevoelkerung zwar aus Ex-Briten und Maori zu bestehen, doch sieht man hier mehr deutsche als Samstags in Frankfurt auf der Zeil. Und das ist kein Witz. Sogar an den Rezeptionen der Hostels spricht man fliessend deutsch. Als dann auch noch die Bedienung das "typisch neu-seelaendische" Essen in deutsch erklaert, faellt sogar mir kurz die Kauleiste runter. Somit sind also saemtliche Touristen-Attraktionen von deutschen eingenommen und die Strassen wimmeln von Sozialkundelehrern in superschicken Wohnmobilen und Wanderwege (Hiking-Treks) sind uebersaeht von Gore-Tex-Abonennten und Jack-Wolfskin-Fanatikernmitm atmungsktiver Thermounterwaesche.

Nun ja, die paar Kiwis die man dann doch gelegentlich trifft sind (mit einer Ausnahme) tatseachlich ziemlich nett und verfuegen in der Tat ueber einen merkwuerdigen Slang. Vielleicht ist das aber auch der Versuch sich doch irgendwie mehr von Australien abzugrenzen? Jedenfalls ist man hier auf alles recht stolz. Und das ist auch gut so.
Hier wird recycelt was das Zeug haelt, man spart ueberall Wasser und das Benzin ist trotz "hoher Besteuerung" noch immer guenstig.

Ein richtiges Neu Seelaendisches Gericht allerdings habe ich nicht finden koennen. (Genausowenig wie ein Australisches...)
Irgendwie erinnert doch alles sehr an das gute alte Britannien, vereinigt oder nicht.

Auch die Ausgehgewohnheiten der (europaeischen) Eingeborenen aehneln doch denen der Briten zum verwechseln. Auch hier wird (wie ebenso in Australien) freitags direkt nach Feierabend kollektiv der Alkoholpegel vom Mittagessen ordentlich in die Hoehe gejagt. Am besten aber man geht erst nochmal nach Hause und zieht sich ordentlich an bevor man auf die Pfirsch geht. Dazu gehoert bei den Maedels gerne eine Art "Sommerkleid" (welches nicht unbedingt wirklich vorteilhaft sein muss) und Jungs haben (wieder kollektiv) gegeelte Haare (Beckham laesst gruessen) und fesche Hemden mit hochstehenden Kragen...

Ah ja, Rugby. Das ist hier auch noch so ne ganz spezielle Sache. Nun hatte ich ja schon in England das Vergnuegen mir das Ein oder Andere Rugbyspiel anzuschauen (im TV). Richtig verstanden habe ich das Spiel allerdings noch nicht.
Zwar habe ich es diesmal nicht in ein Stadion geschafft, aber so waren doch letzen Samstag die sagenumwobenen und vielgepriesenen "All Blacks" (Neu Seelands Rugby-Team) im Spiel gegen England live im TV zu bestaunen. Und so kam ich in den Genuss des ??? Hake-Gesangs ???, der als Schlachtruf vor dem Spiel obligatrisch ist. Das Spiel ging mit 37:6 dann sehr zu Gunsten der All Blacks aus. Und zu meinem Erstaunen spielten die All Blacks dann direkt am naechsten Morgen gegen Frankreich (IN Frankreich) um diese mit 48:4 zurueck ins Trainigslager zu schicken. Mittlerweile habe ich aber auch herausgefunden, dass es sich hierbei zwar um ein Team handelt, dieses aber mit mehreren Leuten in verschiedenen Ligen (und somit auch Laendern) spielt. Sehr verwirrend das Alles.

Auch heissen alle Strassen und Plaetze und Orte genauso wie die in U.K. (Victorai Square, Queenstreet, Albert sonstwas)
Bloss der Abel Tasman und der James Cook kommen hier eben etwas oefter vor.
Immerhin haben die beiden hier auch ne Menge entdeckt, das muss man denen schon lassen.
Ach so, Maori-Namen gibts hier aber auch immer. So haben quasi die grossen Staedte immer einen europaeischen und einen maorischen Namen. Die kann ich mir aber leider nicht alle merken. SO heisst NZ denn auch ??? Aetoura ???

Die Insel scheint ausserdem uebervoelkert zu sein von Voegeln aller Art. Waehrend hier alles auch von zu Haus bekannte aus dem Baume zwitschert, laufen und fliegen einem aber auch durchaus merkwuerdige Gestalten ueber den Weg. Zuerst mal der Kiwi (den sieht man allerdings nur im Wildpark), dann der tolpatschige Albatros (den sieht man nur im Vogelreservat), schwarze Schwaene, gelbaeugige Pinguine und vor allem Moewen und Enten wohin man auch schaut. Komisch das die Ganze Welt immer vom Kiwi und den Schafen redet...?

Bier brauen koennen sie, die Kiwis. Nicht unbedingt das beste Bier der Welt, aber gut genug um das heimische nicht zu vermissen. Und Kaffe kann man auch ueberall gefahrlos bestellen UND trinken. In der Regel bekommt man einen sehr leckeren frischen Kaffee aus richtig guten Kaffeemaschienen wie es die Italiener kaum besser hinbekommen. Allerdings ist nicht so ganz klar warum es so viele verschiedene Varianten gibt, irgendwie ist am Ende doch alles "Milchkaffee"... oder eben Schwarz. Und was ne ordentliche Latte ist weiss hier leider niemand.

Alles in Allem laesst sich folgendes sagen: Wer gerne wandert, die Natur liebt, Funsportarten jeglicher Coleur ausprobieren oder exessieren moechte, der ist hier goldrichtig. Man sollte allerdings weitaus mehr als 3-4 WOchen einpacken wenn man wirklich beide Inseln erkunden moechte. Selbst mit einer zulaesigen Hoechstgeschwindigkeit von 100km/h kommt man hier nicht wirklich voran, gehen hier die Highways doch gerne auch mitten durch mehrere Ortschaften (hier liegt die Geschwindigkeitsbeschraenkung dann auch wieder bei 50km/h) oder schlaengeln sich in Serpentinen entlag der Berge oder Kuesten und so braucht man fuer 100km doch weitaus mehr als 1,5 Stunden.

hmmm... Immer werde ich nach "Abentuern" gefagt, alle wollen wissen was ich so alles erlebt habe und was denn "das beste" oder "das Aufregenste" war. In Neu Seeland gehoert wohl die Natur an sich dazu. Die Albatrosse, Pinguine, Seeloewen und Kiwis. Auch der Tauchgang in Kaikoura gehoert trotz 13° mit zu den Highlights. Leider gab es dabei keine Robben zu sehen, doch der kleine Octopus der auf dem Tank von Mal mitgetaucht ist war schon ein tolles Erlebnis. Auch der 7mm Wetsuit samt Jacke, Muetze, Handschuhen und Schuhen waren etwas unvergessliches. Der Besuch in der Gluehwuermchenhoehle samt Abseiling und wieder hinaufklettering war ebenfalls spektakulaer.

Den bleibendsten Eindruck hinterliessen jedoch Darryn und Harmony die wir in Marahau kennengelernt und diese uns zum Abendessen und Uebernachtung auf Harmonys Farm eingalden hatten. Der Kerl hat eine Farm im Nirgendwo samt Pferden, Hunden, Katze, Ziege und Tonstudio. Nach der abendlichen Jamsession, angetrieben von zwei Autobatterien und diversem Auto-Hifi-Equipment, ging es dann zum Schlafen ab in den alten ausrangrierten Dodge-Bus (wie auf den Bildern zu sehen).
AM naechsten Morgen wurde dann auch der Name "Harmony" eindeutig klar. Hier laeuft alles kreuz und quer durch die Gegend, allerdings mit einer Ruhe und Gelassenheit, dass man echt Problem hat den Kopf von Sugar (eines der Pferde) wieder aus dem Kofferraum zu bekommen bevor man diesen wieder schliessen kann.
Sollte also jemand von Euch hier das jetzt lesen und evtl nach Neu Seeland fahren, geht und haltet Ausschau nach Harmony (www.Pegasuspark.co.nz) und bestellt ihm einen schoenen Gruss.

So, fuer alle die bis hier durchgehalten haben und noch immer am lesen sind sei gesagt: Ich geh mich jetzt mal in die Sonne legen und melde mich dann wieder aus Fiji.

;o))

R.

On the Greyhound...!?

So so, nun habe ich mich also trotz Besitz eines gueltigen Greyhound Bus-Passes dazu entschlossen die letzte Strecke, von Sydney nach Melbourne, zu fliegen anstatt nochmals ca. 12 Stunden in einem der Busse mit den lustigen Fahrern (hierzu spaeter mehr) zu verbringen und sitze nun hier im Terminal, weil der Flug gecancelt und ich somit auf einen spaetern Flug "verschoben" wurde.

Schon merkwuerdig, man hetzt sich den ganzen Morgen mir diversen Kleinigkeiten rum um rechtzeitig zum Flughafen zu kommen, nur um dann hier in aller Ruhe den ganzen Nachmittag damit zu verbringen teueren Kaffee zu trinken, unnoetige (und ebenfalls teure) Mitbringsel zu kaufen und dem toenenden 8bit-Gedroene eines Gameboys zwei Reihen weiter zu lauschen.

Naja, so komme ich wenigstens mal wieder dazu an meinem Blog zu schreiben.
Wie ich aus den zaghaften Kommentaren und auch den spaerlichen Emails entnehmen konnte, sind doch in der Tat einige "Hardcore"-Leser hier her verirrt die sich an meinem digitalen Output amuesieren. Dann will ich mal.

Die Fahrt von Byron Bay nach Sydney dauert lange. Sehr lange. So lange, dass ich mich entschliesse wieder mal mit dem Nachtbis zu fahren und so die Reisezeit von ca. 13 Stunden mit einem gesunden Nickerchen (oder auch Nachtruhe) zu verbringen. Waehrend der Fahrt gibt es in der Regel soweiso nix interessantes zu sehen. Mit Schrecken muss ich aber feststellen, dass ich weder der einzige mit dieser Idee bin, sondern ausserdem, dass der Bus komplett voll ist. Kein Sitzplatz uebrig. Ich haette wissen sollen, dass morgen die Schulferien zu Ende sind und deshalb auch die Aussies in der Gegend rumreisen. Somit ist der Sitzplatz neben mir, sowie alle anderen Plaetze auch, natuerlich nicht frei. Und ich hatte so auf zwei gemuetliche Plaetze gehofft... doch der nette Mann neben mir gesteht mir schon schnell, dass er nach nur 1,5 Stunden aussteigt und der Platz neben mir somit doch als ausgedehnter Schlafplatz zur Verfuegung steht. Jippi!

Was ich allerdings nicht so ganz verstehe, dass die Greyhound immer dort Pause machen, wo absolut NICHTS anders zu finden ist, ausser fettigen Burgern und den ueberall im Ueberfluss erhaeltlichen Pies (ein wirklich komisches Zeugs mit meist fettigem Inhalt).
Dann sind die Pausen auch meistens schon ne halbe Stunde nach dem die Reise begonnen hat. SUper, grad bequem gemacht schon wieder raus. Bleibt man drinnen im Bus, was man durchaus machen kann, muss man allerdings auch leiden, da bei Motorstillstand auch die Klimaanalage solidarisch stillsteht. Durchaus sinnvoll im oqkonomischen Sinn, unangenehm fuer die Reisegaeste allemal.

Auch sind alle froh, dass nun auch noch ein Film (einer lief wohl schon bevor wir zugestiegen sind) waehrend der Fahrt gezeigt wird. Als sich herausstellt, dass die Abendunterhaltung von keiner geringeren als Hillary Duff in dem Film mit dem schoenen Titel "Raise your voice" bestritten wird, flacht die Begeisterung dann doch jaeh ab.

Wesentlich mehr Unterhaltungswert haben dagegen normalerweise die Busfahrer. Zwar verfuegt jeder der Fahrer ueber die selben Shorts und Kniestruempfe, allerdings auch ueber einen jeweils ganz speziellen Gimick. Fast wie bei Superhelden mit jeweils eigenen uniquen Superkraeften, haben auch die Busfahrer anscheinend aus den Not der EInsamkeit hinter dem Lenkrad eine Tugend des trockenen Humors entwickelt um nicht vor lauter Langweile und Einsamkeit einfach dahin zu raffen. So gibt es den Einen oder Anderen Busfahrer, der durchaus ne Samstagabendshow moderieren koennte. "Before you leave the bus, make shure you checked for all your belongings. Check also under the seat, we don't want to find your undies later..." Und ich frage mich wer wohl seine Unterhose unter den Sitz legt???
Ein anderer Fahrer z.B. murmelt dermassen, dass ich wirklich gar nix verstehe von dem was er zu verkuenden hat und somit auch erst dann verstehe das wir wohl ne laengere Pause machen, nachdem ALLE den Bus verlassen haben. Einer schaffte es sogar mir um sein Wohlergehen ernste Sorgen zu machen, waren seine Pausen IN DER MITTE EINES SATZES so lange, dass ich annehmen musste er habe gerade das zeitliche gesegnet.
Alles in Allem, wie gesagt, durchaus unterhaltsam.

Morgens kurz nach neun in Sydney angekommen, verstaue ich mein Gepaeck bei Karen (wie haben uns in Chiangmai kennengelernt und sie hat spontan ihr Sofa fuer meinen Verbleib in Sydney angeboten) im Buero und ich mache mich mit Younes (sprich: junis) (den wiederum habe ich in Airley Beach kennengelernt und in mehreren anderen anderen Zwischenstationen wieder getroffen) auf nach Manly (Beach). Die Fahrt mit der Faehre ist toll, hat man doch hier den wahrscheinlich besten Blick auf die Sydney Oper und die Harbour Bruecke. In Manly angekommen mache ich eine erstaunliche Entdeckung: ALDI!

Wir machen uns auf den Weg zum "scenic walk" und muessen feststellen, dass der irgendwie ueberhaupt nicht scenic wird. Naja, immerhin hatten wir n tollen work out und ne klasse Bootsfahrt. Am naechsten Tag fahren wir zusammen mit Auke und Jeannette (hollaender auf einjaehriger Weltreise) im Mietwagen in die weltberuehmten Blue Mountains. Schon alles ganz schoen, aber nicht ganz so spektakulaer wie wir uns das alls dachten. Nicht so wirklich blau und vor allem bevoelkert von Reisebussen. Nun ja, am Ende sehen wir dann wenigstens ein paar wilde Kaenguruhs (die hatten wir alle bisher klaeglich vermisst und als blosse Erfindung der Aussies um sich wichtig zu machen abgetan) samt Nachwuchs im Beutel. Das anschliessende Steakessen endet in einer Menge Bier und ist somit ein prima Abschied von Younes.

Es folgen solo Auftritte von mir in den naechsten Tagen: Oper, Harbour Bridge, Botanical Gardens, Circular Quays (sprich "soergullar kies"), Monorail, Darling Harbour, The Rocks,...
Eine Freundin von Karen nimmt mich Samstagmorgens mit zum "Yam Cha", einer Art chinesichem Fruehstueck, nur das man das auch den ganzen Tag essen kann. Hier geht es, um es mit ihrem Worten zu sagen, nur darum "sich moeglichst voll zu stopfen"! Und dafuer das es eigentlich ganz normales warmes Essen in kleinen Portionen gibt, ist der Laben nach ein paar Minuten kurz vorm ueberquillen. Toll. Selten so satt gewesen.

An diesem Samstag ist es uebrigens mal eben 38° und ich kann mich ausser zu einem Mittagschlaefchen zu nichts durchringen. Puh! Die Temperaturen allerdings halten sich nicht und somit kuehlt es die naechsten Tage runter auf knappe 22°. Noch immer waermer als in Deutschland, aber der Unterschied macht sich schon bemerkbar. So ist zB der Strand in Coogee am Sonntag leer. Auch Montag, als ich endlich den beruehmt beruechtigen Bondi Beach sehe, ist dieser quasi Menschleer.

Abends gehts dann rauf auf die Harbour Bridge zum Bridgeclimbing. Der Spass ist zwar mit 160$ nicht mehr so preiswert, aber eine tolle Aussicht von hier oben hat man alle mal. Nun habe ich also schon zwei von drei legal zu besteigenden Bruecken dieser Welt... bestiegen. In Auckland waere dann die dritte und letzte. Schaun mer mal.

Der Abschied von Sydney faellt mir dann doch etwas schwer (wohl auch aufgrund des Verslusts eines ueberaus angenehmen Schlafplatzes) und die Warterei am Flughafen entpuppt sich somit als aeusserst nervtoetned. Vor allem weil der Flug (mit Virgin Blue) dann mal eben gestrichen wurde und uns dies erst beim Versuch das Flugzeug zu boarden mitgeteilt wurde... "Service"? Allerdings entschaedigt die Ankunft in Melbourne die lange Warte- und Reiserei und auch der Tip von Younes ins Greenhouse Backpackers (Was genau macht jemanden eigentlich zum Backpacker? Ein Rucksack?) zu gehen ist Gold wert. Direkt an der Flinders Station gelegen verbringe ich die naechste Woche direkt im Zentrum von Melbourne und kann fast alles zu Fuß erreichen. Mein erster Eindruck direkt am ersten Abend ist voller Sympathie fuer diese Stadt.
Schon ein kurzer Blick in eines der drei kostenlos ausliegenden lokalen Musikmagazine am darauffolgenden Tag macht klar "Melbourne Rocks!" (Anm. d. Red. Zitat mail von Younes). So spielen hier nicht nur alles was Rang und Namen hat, finden im australischen Sommer Megafestivals statt, sondern kannman sich auch vor der Vielfalt der Konzerte lokaler Bands kaum entscheiden was man sehen will... So schaffe ich es doch noch in Australien diverse KOnzerte zu besuchen. Unter anderem sehe ich hier eine schwedische Maedchen-Metalband names Crucified Barbara (die haben vielleicht gerockt!), die deutschen Metaller Caliban, sowie die Presidents of the USA (was eine version von Kick out the Jams inkl Ace of Spades-Ende). Allerdings schaffe ich es nicht in das Kkonzert von Wolfmother, da dieses nur auf 100 geladene Gaeste beschraenkte und von Vodafone veranstaltete Ereignis nicht ueber Karten im freien Handel verfuegt. Wirklich Schade. Schade auch, dass ich nicht mehr im Januar in Melbourne sein kann um auf das Tenacious D Konzert zu gehen. Und im Februar zu Tool....

Nun denn, auch so habe ich in Melbourne eine Menge Spass und es gibt viel zu tun. So findet zurzeit gerade ein Art-Festival statt mit vielen Ausstellungen, Installation und Happennings (?), die meistens sogar kostenfrei sind. So verbringe ich zB fast einen ganzen Tag im ACMI und schaue mir dort voellig entspannt Unmengen genilaer Kurzfilme aller Art, von Animation bis Indipendent-Mini-Spielfilm, an. Trotz der ueberwaeltigen Vielzahl an kulturellem Angebot schaffe ich es trotzdem noch zwei Touri-Touren zu machen. Die erste fuehrt mich zu den kleinen Pinguinen, die man beim allabendlichen Gang vom Meer zu den unterirdisch gelegenen Behausungen beobachten kann, sowie zur legendaeren Great Ocean Road. Bei ersterem darf man nicht fotografieren um die Pinguine nicht zu gefaehrden (haben sie doch sehr empfindsame Augen), bei letzterem macht man dann soviele Fotos, dass man fast daran erstickt. Somit werde ich dann also noch mal an der Auswahl der Fotos arbeiten muessen um meine digitalen Reserven zu schonen. Vor allem weil es doch in Neu Seeland sooooo schoen sein soll!? ;o)

Apropos Neu Seeland, da fuehrt mich ja mein naechster Weg hin...


Ps: Wieso hab ich nicht intensiver Versucht einen Flug zu einer menschlicheren Zeit zu bekommen...?
Also, mein Flug von Melbourne nach Auckland ist um 7:15 Uhr morgens und da ich zwei Stunden vorher am Flughafen einchecken soll und die Fahrt ca. 40 Minuten dauert, muesste ich also um 4:30 Uhr mit dem Shuttlebus losfahren. Der allerdings faehrt um 4 Uhr oder um 5 Uhr. Zwickmuehle: Entweder um 3:30 Uhr schon aufstehen oder sehr knapp am Flughafen ankommen. Ich entschliesse mich fuer erste Variante was ebenso beinhaltet mitten in der Nacht auszuchecken. Das georderte Taxi welches mich zum Shuttlebus bringen soll kommt etwas spaet und der Fahrer weiss auch nicht so genau wo er mich hinbringen muss. Somit verpasse ich also den (bereits im vorraus bezahlten) Bus und stehe nun um 4:05 Uhr am absolut leeren Busbahnhof. Na prima!

Zum Glueck kommt da noch einer mit Koffer... und er ist absolut ueberzeugt davon der Bus gehe um 4:30 Uhr. Schoen waer's. Leider stellt sich heraus, dass der Kollege aus Oestereich den Plan falsch gelesen hat und der Bus um 4:30 Uhr vom Flughafe in die Stadt faehrt. Und dann kommt da noch ein netter Melbournianer japanischer Abstammund der selbigen Ablesefehler begangen hatte. Wenigstens koennen wir uns somit die Kosten fuer ein Taxi zum Flughafen teilen. Dann schnell einchecken und noch ne Stunde am Gate hingelegt und AUgen zugemacht. Daraus wird dann leider nichts, weil man hier am Security-Check erst um 6 Uhr anfaengt zu arbeiten. Tja, Pech gehabt und wach geblieben. Na dann wenigstens im Flieger schlafen!?


Life's a Beach...

Nun bin ich also in Brisbane. Endlich wieder etwas das nach grosser Stadt aussieht. Jedoch
bin ich das groebste wieder an einem Tag abgelaufen. Wenigstens kann man Bidge Climbing
machen. Soll heissen man kann hier ganz oben ueber ... das Gelaender(?) der Bruecke laufen,
wo sonst nur die Arbeiter hinkommen.
Allerdings schliessen auch hier die Geschaefte frueh. Sehr frueh. Zu frueh fuer meinen
Geschmack. Der Australier an sich "don't want to work all day!".
Die Pcs im Hostel hier funktionieren gar nicht und drei Haeuser weiter ist zwar 24/7 access,
aber die dortigen Rechner langsam zu nennen waere noch geschmeichelt. Ausserdem "we don't
print, we don't burn cds, no usb,..."
na super. Willkommen in der Zivilisation.

Dafuer ist die Natur einfach unglaublich. Ich beginne den Tag (es ist mittlerweile fast 12h
als ich ankomme) mit einem Blick auf Brisbane vom Mount Coot-Tah aus. Ein toller Ausblick.
Auch die Aussichtplattform ist toll gemacht, wie so vieles in Australien. Immer gibt es
Schilder die einen ueber Flora und Fauna informieren, oder etwas ueber die noch niocht allzu
alte Vergangenheit berichten. Die botanischen Gaerten am Fusse des Mt. Coot-Tah schaffe ich
zwar nicht mehr komplett, bin aber auch hiervon sehr begeistert. Man wird sogar aufgefordert
an den Pflanzen zu riechen, das habe ich nun wirklich noch nie gesehen.
Den Tag schliesse ich ab mit einem Besuch auf der Story Bridge. Nun ja, nicht so wie andere
das jeden Tag machen, sondern mit einem "climb". Fuer schlappe 120$ darf man nach
bestandenen Alkoholtest (nein, es gibt nix zu trinken, sondern dass heisst man darf nur
nuechtern auf die Tour!), Schuldabtretungesunterschrift, massgeschneidertem Overall und
kurzer Einweiseung in das Equipment knappe 2 Stunden auf der Bruecke rumlaufen. Natuerlich
nicht alle durcheinander und mit Kommentar eines Guides. Viel interessantes ueber den Bau
der Bruecke und gelegentliche Scherze lassen die Zeit schnell vergehen. Der Ausblick ist
sagenhaft. Vor allem weil ich mich fuer die Twillight Tour entschieden habe, d.h. inkl.
Sonnenuntergang. Der war zwar aufgrund der WOlken etwas zaghaft, aber der skyline "Aug in
Aug" gegenueber zu stehen war schon toll. Auch der unter uns fliessende Verkehr sieht aus
der Vogelperspektive ganz anders aus.
Ein kurzer Zwischenstop in Suerfers Paradise bestaetigt die Geruechte einer Betonwueste...
der Strand ist ja eigentlich ganz schoen, allerdings dreht man dem Meer den Ruecken zu,
dreht sich der eigene Magen entsprechend mit. Alles voller riesuger Hochhaeuser und keines
davon sieht auch nur anaehernd gut geschweige denn "zur Umgebung passend" aus.
Bin ich froh, dass die Weiterfahrt noch am selben Tag schon gebucht war.
Abends dann in Byron Bay treffe ich auf Younes den ich schon zuerst in Airlie Beach und
spaeter dann wieder in Hervey Bay getroffen habe und mit dem ich zusammen nach Noosa
gefahren bin. Wir beschliessen am naechsten Tag direkt den Mount Warning zu besteigen.
Nach einer etwas "verpeilten" Autofahrt (die Karte war auf jeden Fall scheisse) folgte
erstmal ein schoener Sparziergang durch den Wald. Allerdings wurde es im weiteren Verlauf
nicht nur steiler sondern auch im voller, also voll Menschen die auch am auf- oder absteigen
des Mt Warnings waren. Dann endlich die schon vielbeschriebene "Kette" um sich das letzte
Stueck zum Gipfel hinaufzuziehen. Und in der Tat hier ist es wirklich steil. Der Abstieg
geht zwar schneller, ist aber erheblich anstrengender.
In Byron Bay wird noch am selben Tag der Leuchtturm inspiziert. Auch hier muss erst mal ein
etwas laengerer Spaziergang bewaeltigt werden. Dafuer ist nicht nur der Leuchtturm sehr
schoen, sondern auch die Aussicht einfach umwerfend.
Tauchen kann man hier auch? Super nix wie rein in die Ausruestung und ab unter Wasser mit
dem Holzschaedel. Julian Rocks heisst die Site und ist gar nicht mal so schlecht. Immerhin
gibts beim ersten Tauchgang ne riesige Lockerhead Schildkroete zu bewundern, waehrend beim
zweiten Tauchgang gleich zwei riesige Schildkroeten am streiten sind. Eine eentschliesst
sich dann wohl etwas mit uns mitzuschwimmen. Einfach traumhaft.

Am naechsten Tag folgt dann noch ein Surfing Unterricht und ich bin tatsaechlich wie
versprochen am ersten Tag in der Lage auf dem Brett zu stehen und die Welle zu reiten!
ok ok, der Instructor stet natuerlich bereit und weiss genau, wann und wie er dich in die
Welle schieben muss. Die Schwierigkeit ist dann naemlich spaeter diesen Zeitpunkt fuer die
perfekte Welle selber herauszufinden.

Abends lerne ich im YHA eine lustige Truppe kennen. Iren, Walsier und Kanadier. Wir
beschliessen noch auszugehen, immerhin ist Samstagnacht.
Nachdem die erste BAr schliesst suchen wir unser Glueck etwas weiter die Strasse runter.
Allerdings wird einer aus der Gruppe vom Bouncer (Tuersteher, was fuer ein lustiges Wort...)
fuer schon zu betrunken eingestuft und ihm somit der Eintritt verweigert.
Wir versuchen es um die Ecke bei einer anderen Bar, doch hier erklaert man uns "man wollte
die Quote 50:50 halten"... Welche? 50% Idioten? Na jedenfalls sind wir zu diesem Zeitpunkt 3
Jungs und ein Maedel. Auch die Jungesellinnen-Abschied-Feiernden Frauen verhelfen uns nicht
zu Eintritt. Daraufhin wird der zuvor schon erfolglos versuchte Club nochmal durch eine
nicht bewchte Seitentuer erfolgreich geentert. Fazit des Abends: "In Byron Bay wird es einem
nicht gerade leicht gemacht sein Geld in Bier oder aehnliche Spiritousen einzutauschen."

und weiter geht's nach... Sydney!

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