Zwischen dem 6. und 9. September verbrachte die "Graz-Crew" ein paar "super-chillige" Tage in
Coarle. Samt Sand, Sonne, Fussball, Volleyball, Spaghetti, Rotwein, Gaming, Musik, Photosessions und geprellten Fussgelenken!

Meine Reise nahm bereits am Dienstag den 4. September ihren Anfang als ich von Salzburg nach Graz fuhr, mit einem Zwischenstop in Weißenbach bei Liezen, wo ich die Ehre hatte mit Chri und seiner Familie zu Mittag zu essen.
Am Abend gingen Chri, Gregor Waltersdorfer, Manu und ich zum
Thomawirt. Einige Bier und "Mownndln" später saßen wir noch ein wenig in Chri's WG beisammen. An der Stelle sei vermerkt, dass es durchaus möglich ist, Weinflaschen statt mit Korkenziehern (selbige glänzten dort nämlich vor allem durch ihre bloße Abwesenheit) mit Schrauben und einem Handtuch zu öffnen - wenn auch nicht unbedingt leicht...

Am nächsten Tag ging's erstmal auf die Uni ein paar Dinge erledigen und allen nicht ins Ausland abwandernden Kollegen einen Besuch abstatten (Gregor, Harald und Nikolaus tüfteln bereits fleißig an ihren Diplomarbeiten). Am Abend trafen sich dann alle auf eine Pizza in der
Unipizzeria in Klagenfurt und am darauffolgenden Morgen war's dann schließlich so weit:
Chri, Gregor, Leo, Manu, Stefan und ich fuhren nach
Caorle. Chillmobile One bestand aus einem Ford Galaxy, in dem Chri, Gregor, Stefan und ich für hervorragende Chill-Bedingungen sorgten. In Chillmobile Two, einem mit Blümchenmuster- und Einschusslöchernstickern auf einem hohen optischen Niveau gehaltenem Renault, waren Leo und Manu am Abchillen. Aller Chilligkeit zum Trotz dauerte die Reise doch nur um die drei Stunden und nach kürzerer Suche war dann auch gleich einmal die Wohnung geortet. Eine halbwegs geräumige Behausung in erster Reihe am Oststrand von
Caorle samt großer Chill-Terrasse.

Lange dauerte es dann allerdings nicht mehr bis die vor allem von der älteren Fraktion vorgelebte, selbstherrliche Relaxtheit vom Spieltrieb der jüngeren Fraktion überrollt wurde und so durfte ich recht schnell feststellen wie extrem anstrengend Beachsoccer (also Fussballspielen im Sand) sein kann! Dummerweise dauerte der Spaß für mich nur eine Stunde, denn nach einer unliebsamen Begegnung zwischen Leos Fuss und meinem war ich erstmal außer Gefecht gesetzt. Wie sich später herausstellen sollte fast für die gesamte Dauer des Urlaubs... Während ich also den Part des Krüppels übernahm (und somit gratis in den Genuss des komfortablen Trageservices von Gregor und Stefan kam) machten sich die anderen ans Einkaufen und Aufkochen: Spaghetti mit Tomatensauce und Rotwein.

Die nächsten zwei Tage gestalteten sich dann im Wesentlich recht ähnlich. Meist lange schlafen, ein gediegenes Frühstück in bester "Sonntag in Graz"-Manier und danach raus zum Strand in der Sonne chillen bzw. Fussball und Volleyball spielen. Nach reiflicher Überlegung kam das Kreativteam "Mobilität für körperlich Minderbemittelte" schließlich dann doch noch auf die Idee wie man mir den abendlichen Ausgang ermöglichen könnte. So wurde kurzerhand ein Fahrrad gemietet und ich konnte vergnügt mitrollen! Das Ortszentrum von
Caorle gestalltete sich erstaunlicherweise doch ziemlich überfüllt und so war ich nach einem mäßigen Abendessen und etwas Action in diversen Spielhallen auch froh, bald wieder zurück zur Wohnung zu kommen.
Der letzte Tag konnte dann noch einmal mit allem aufwarten, was man sich von so einem Kurzurlaub nur irgendwie erhoffen konnte. Gregor, Stefan und ich nahmen das Auto und fuhren ins etwas weiter westlich gelegene
Duna Verde, ein nettes Feriendorf mit einem schönen Strand. Dank Sonne, Meer, feinem Sand, perfekten Temperaturen und einem
Tivoli PAL gestaltete sich der Nachmittag dort wirklich außergewöhnlich erholsam.

Am Abend wurde nocheinmal groß aufgekocht, die restlichen Weinreserven vernichtet, fast bis auf's Blut über die Sprache als solche und ihrer (vermutlich begrenzenden) Rolle im Denkprozess diskutiert und im Anschluss noch am Meer auf den dort reichlich vorhandenen Liegen abgechillt. Was die Diskussion anbelangt muss fast noch festgehalten werden, dass sie zwar in jedem Fall sehr bereichernd war, dummerweise mussten wir aber abermals feststellen, dass uns wieder jemand mit demselben Gedanken zuvorgekommen war - diesmal so ein Typ namens Wittgenstein...
Stefan und ich standen am darauffolgenden Tag schon recht bald auf um noch ein paar gute Photos vom Sonnenaufgang einzufangen. Hat sich - wie meistens - auch gelohnt würde ich mal behaupten! Leider verging dann der Rest des Vormittags viel zu schnell und so mussten wir auch viel zu früh die Heimreise antreten. Und auch erst auf der Heimreise wurde mir so langsam bewusst, dass ich all die Menschen, die mir fünf Jahre lang (mit mehr oder weniger kurzen Unterbrechungen) mein Leben in Graz verschönert und überhaupt geprägt und ausgemacht haben für eine lange Zeit nicht mehr sehen werde. Enstprechend schwermütig gestaltete sich dann auch der Abschied von allen am Bahnhof Klagenfurt.