... und zweitens als man denkt. Vielleicht bin ich gerade zu euphorisch, aber jedenfalls ist mein Kopf aufgeräumt. Die Aussprache kam. Und ich bin so froh, dass er sie vorgeschlagen hat.
Nach langen Stunden voll Vorwürfen, Missverständnissen, Wieder-Gerade-Rückungen, Liebesbekenntnissen, Lachen und Weinen geht es uns beiden wieder besser. Wer hätte das gedacht, dass es ihm genauso ging wie mir?
Wir werden jetzt beide etwas beruhigter in den Tag starten und auch wieder ruhig schlafen. Und wir wissen, was der Grund dafür ist bzw. war, dass wir beide in den letzten Tagen einfach nur durch den Wind waren.
Wir sind so verblieben, dass ich eine schreckliche Pinz und er ein furchtbarer Stoffel ist. Und ich bin sehr froh darüber.
Ok. Es gibt keinen bestimmten Grund jetzt zu schreiben. Nagut, den gibt es doch. Langsam hab ich versucht, mich vorzutasten. Das Thema anzusprechen. Jetzt, nachdem ich meine Meinung gesagt habe, bin ich der Depp. Habe wilde Theorien und so. Klar. Hat noch jemand Arschkarten? Ich sammel die nämlich.
Folgende Situation. Du, ich. Immer da. Jederzeit. Seit langer Zeit. Zu jeder Uhrzeit.
Neue Situation: Du, ich, Sie. Immer da. Jederzeit. Seit langer Zeit. Zu jeder Uhrzeit.
Sie kann nichts dafür. Bin ich mir ziemlich sicher. Aber du. Sagst ihr, dass ich da bin. Halt nein, besser nicht. Besser du sagst ihr nur, dass du Besuch hast. Und am Wochenende nach gemeinsamen Weggehen mal bei dir schlafen. Erm. Nee, lieber nicht, weil. Vielleicht will sie (neben dir schlafend) das nicht, dass ich auf dem Sofa im 3 Zimmer entfernten Wohnzimmer schlafe. Und damit mein Gesicht nicht mehr auf Freundeslisten von anderen, sozialen Netzwerken lacht, hast mich gleich mal nach hinten gerutscht. Die Verbindung zu mir muss scheinbar um jeden Preis abgebrochen werden. Oder vertuscht. Hat mich stark gewundert, dass du mich am Freitag sehen wolltest. Hattest mal wieder Zeit, denn sie lag krank zu Hause.
Es hat mich nicht gewundert, dass du mich versetzt hast. Das erste mal in unserer Zeit.
gerade auf meine Frage (kannst du dich an dieses Lied erinnern, kennst du das?) am Telefon: Klar Conny, passt ja irgendwie zu dir. /ironie off
(7 Minuten später) Edit: Gerade fällt mir doch wirklich was auf... Während ich so durch meine letzten Einträge scrolle, stelle ich fest, dass ich die About-Seite mal wieder auffrischen, einige Fotos von mir löschen und vielleicht mal das Design ändern sollte... Und merke, dass heute wirklich Montag ist. Montags sind doch eigentlich die Rede-Tage. Ok, ich machs kurz.
Ich wollte über Freunde und andere potenzielle Heiratskandidaten schreiben. Mach ich jetzt auch. Bei mir ist das so: verletz mich, tritt mir zu nahe, egal ob du mich hintergehst oder vielleicht nur ein blödes Wort aussprichst: sobald ich mich entferne, bin ich weg. Ich starte jedem Menschen gegenüber mit 100% Vertrauen. Bei jedem Missgeschick, was passiert, entferne ich mich. Und es ist nicht mehr möglich, die Anzeige wieder auf 100% hochschnellen zu lassen. Jaja, ich weiß, das ist nicht ganz sauber, normalerweise macht man das andersrum, fängt bei 0 an. Aber so bin ich nunmal nicht.
Die 100 stand bei einem Menschen ganz groß. Seit Jahren schon. Dann, das alte Problem - die Frauen. Ich gebe gerne zu, ich habe mich daran gewöhnt, die 1. Geige zu spielen, der wichtigste Mensch in seinem Leben und umgekehrt zu sein. Teilweise war das sogar auch mit Trennungsgrund, denn wer meine Freunde nicht respektiert, der hat auf lange Sicht einfach mal verloren.
Dann kam sie. Und plötzlich war alles anders. Es ist nicht mehr möglich, ein Bett zu teilen. Versteh ich auch. Es ist aber auch nicht mehr möglich, sich zu treffen, weil ich dann verleugnet werde und als stinknormaler "Besuch" durchgehe. Dabei kennen wir uns noch nicht mal.
Im Moment weiß ich nicht, ob ich mehr Angst davor habe, dass die 100 trotzdem stehenbleiben, oder ob ich das alte Schema anwende und mich abwende. Ich merke, dass ich mich distanziere, ich merke auch, dass es mir dadurch besser geht. Ja ich hatte sogar das Gefühl, dass ich bei unserem letzten Treffen nicht mal wusste, was ich sagen sollte. Aber in mir drin steckt auch die andere Seite, die bereit ist, die aufgebaute Distanz wieder einzureißen.
Ein ganz neues Lebensgefühl also irgendwie. Jedenfalls traue ich mich zu sagen, dass es mir so gut geht, dass ich im Moment keine Montage mehr brauche. Weiß auch nicht, ich glaube fast, dass ich so krank war, weil mich alles so belastet hat und jetzt in Form von Rotz und Schleim aus mir raus musste. Ein bisschen abergläubisch war ich schon immer. Ich wollte das kurz machen, also verabschiede ich mich mit einem ganz ernsten (!!!!) Lächeln.
Erm... Irgendwie. Hab ich das Bedürfnis, die Situation mehr zu klären, zu sagen, dass wir z.B. nicht aus sexuellen Gründen ein Bett geteilt haben. Aber irgendwie hab ich auch keine Lust das zu erklären. Weils sowieso eine Beziehung ist, was bis heute niemand so richtig verstehen konnte. Vielleicht wäre ich deshalb wieder bereit, die Distanz abzubauen.
Aaaach. Ich glaube, Los Wochos kommen. /Insider off
Wers noch nicht weiß: ich bin krank. So richtig mit Fieber und so. Bei jedem Mal husten habe ich das Gefühl, dass mein Kopf gleich explodiert. Das Kranksein kann 3 Gründe haben:
zuviel Wein am Freitag Abend. Der Wein ist schon 15 Jahre alt, selbergemacht, schmeckt gut und ist höchstwahrscheinlich aber eher ein Likör. Am Samstag Morgen ging es mir dann auch etwas schwierig.
Als zu den Kopfschmerzen aber noch Schnupfen, Husten und Fieber dazukamen, war ich mir sicher, dass es nicht am Wein liegt.
die ganze letzte Woche war ich aufm Sportplatz mit meinen Kindern. Habe ja nach wie vor keine Schlüssel für das Schulhaus, so dass ich immer raus muss, egal welches Wetter wir haben. Da es letzte Woche schneite und ich natürlich anfangs nur ein dünnes Jäckchen dabei hatte, war es dann doch etwas kalt.
Allerdings glaubte ich noch nicht mal als Kind an das Märchen: zieh dich warm an/Hausschuhe an, sonst wirst krank. Bullshit, sowas machen Bakterien oder Viren oder sowas. Jedenfalls trag ich selten Hausschuhe und schlaf auch den halben Winter mit gekippten Fenster und werd äußerst selten krank.
ein Schüler hatte am Freitag einen Beutel dabei. Den schleppte er die ganze Zeit mit sich rum. Beim gemeinsamen Essen putzt er sich die Nase. Stolz wie er war zog er das Taschentuch auseinander und zeigte jedem ganz stolz seinen Rotz. Ich sollte derweil seinen Beutel halten. Hab ich gemacht. Nachdem er seinen Rotz gezeigt und dafür von mir einen Anschiss kassiert hatte, stopfte er das Taschentuch in den Beutel. Ungläubig fragte ich nach. Kommen alle in den Beutel, damit er die daheim alle in den Kachelofen schmeißen und somit die gesammelten Bakterien und Viren, die in ca. 78 vollgerotzten Taschentüchern eingeschlossen sind, abtöten kann.
Ansich sehr klug. Allerdings schleuderte er den Beutel auch schön durch die Gegend und ich musste ihn auch noch f e s t h a l t e n und noch schlimmer mir seinen Rotz a n s e h e n.
Für mich ist klar, wer Schuld dran hat, dass ich krank im Bett liege. Hoffentlich ists bald vorbei.
Neuer Tag, neues Lied. Uuuund. Es schneit. Aber das ist wohl nichts Neues mehr. Ich habe mir überlegt, am Wochenende endlich mal ein Video von der Katze einzustellen. Und natürlich ein Foto vom Kratzbaum, der schon seit mindestens einer Woche fertig ist.
Ich hoffe, dass heute auf der Arbeit mal alle Kinder vollzählig sind, das keiner mit Essen wirft und dass uns nicht wieder ein Kind einen Haufen in die Küche setzt.
Richtig gelesen. Letzte Woche hat ein Kind in die Mittagsbetreuung gemacht. So zwischen Schreibtisch und Küchenzeile. Riechen konnte man es bis zur Sitzecke der Kinder.
Hauptsache, die können in der ersten Klasse schon schön auf Englisch bis 100 zählen... Aber das Zubinden von den eigenen Schuhen, Finden des richtigen Busses (es gibt nur zwei), Anziehen der eigenen Jacke, die Benutzung von Taschentüchern oder Toiletten gehört wohl nicht in das Reportoir der kleinen Hochbegabten.
kann ich perfekt in die Rolle der überaus eifrigen, zuvorkommenden und fähigen Lehrerin schlüpfen. Zu dumm nur, dass es niemanden interessiert, weil ich ja nicht mehr als solche angestellt bin.
In Nächten wie diesen hilft mir diese Rolle nichts. Ich will doch einfach nur schlafen. Kann ich nicht. Zuviele Gedanken in meinem Kopf. Abschalten. Zum Abschalten schalte ich den Fernseher an. 3 Stunden später merke ich, dass ein Verrückter im Fernsehen ist, der mir seine Taschen verkaufen will. Zum Abschalten also doch abschalten. Wieder zuviel nachgedacht.
Ich will nicht behaupten, dass es mir schlecht geht. Keineswegs. Sachen passieren einfach. Genauso, wie sie passieren, könnten sie aber einfach aus meinem Kopf verschwinden. Zumindest nachts. Ich will garnicht nachdenken. Nur sobald ich mich hinlege, rattert mein Gehirn auf Hochtouren.
Dann denke ich, dass bald wieder Montag ist, und ich schon weiß, worüber ich schreibe: Freunde und andere potenzielle Heiratskandidaten. Vielleicht warte ich nicht mal bis Montag. Sachen passieren einfach.
Ich stehe mir selbst im Weg. Ich und meine ausgeprägte, emotionale Seite. Vielleicht sollte ich mich mal etwas aufmöbeln. Wie wäre es mit einem neuen Duft?
Gehe ich nur mit dem Duft in die Schule. Und lege eine Spur, die meine Schüler erschnüffeln müssen. Oder nehme ich das Shirt, das schmust und faucht?
Das ganze Haus ist ruhig, denn es ist noch sehr früh am morgen. Der Sohn muss aufstehen, denn er muss als erster zur Arbeit. Im Bad stellt er fest, dass die Heizung nicht funktioniert. Er rennt am Zimmer seiner Schwester vorbei, direkt ins Wohnzimmer. Die Heizung ist auch kalt. Er knallt die Türe und fängt das Schimpfen an. Das ganze Haus wacht auf, die Schwester macht ihrem Ärger Luft.
ich bin mir nicht sicher... Ich weiß nur, dass mir danach ist, ein Wodka-Mixgetränk zum Frühstück zu mir zu nehmen.
Heute ist Montag. Gefühle und Gedanken mit Wodka-Mixgetränken zu betäuben klappt am Wochenende noch ganz gut. Aber Montags?
Montags muss ich reden. Auch wenn ich nicht möchte. Auch wenn ich nicht weiß, mit wem. Auch, wenn ich nicht genau weiß, worüber. Wodka-Mixgetränke stellen keine Fragen. Und: sie können die Informationen, die ich ihnen mitgeteilt habe, niemals gegen mich verwenden.
Es geht um Männer. Sie lassen sich eigentlich gut in Kategorien einteilen. Eine beschreibe ich. Der Rest wird sich entweder wieder beruhigen. Oder ich red nächsten Montag drüber.
Kategorie: Exfreunde und andere Katastrophen Du hast mein vollstes Vertrauen genossen. Wir nannten es Liebe. Sprachen über Heirat und Kinder. Verbrachten 6 Jahre zusammen. Ich wurde nicht müde, positiv zu denken, zu hoffen und zu kämpfen. Zurückgeworfen wurde ich durch ___. Durch was eigentlich? Wie nennt man das? Gegenwehr? Lügen? Gewalt? Oder einfach nur durch meine eigene Naivität? Ich weiß es nicht. Jedenfalls weiß ich seit einigen Tagen, dass es einfach nur dumm von mir war. Silbermond singt so schön: ich bereue nichts. Ich bereue alles. Das leidige Thema, ob man zusammen etwas macht. Ob man weggeht. Ob man Leute kennenlernt. Ob man vielleicht endlich mal eine gemeinsame Wohnung ohne elterliche Unterstützung hat. Ob du vielleicht endlich meine Freunde akzeptierst.
Wir haben immer seltener etwas gemeinsam gemacht. Ja, ich habe sogar meinen Geburtstag alleine gefeiert, weil du noch vom Abend (den du ohne mich verbracht hast) vorher zu betrunken warst. Wir sind fast nie weggegangen. Und wenn wir das getan haben, dann nur mit deinen Freunden und mit ellenlangen Diskussionen und Überredungsversuchen vorher. Wir haben nie neue Leute kennengelernt, ja du warst noch nicht einmal bereit, meine Freunde kennenzulernen. Und auf die Wohnung war dann auch geschissen, denn deine Mutter hätte dir überall hin deinen Arsch hinterhergetragen.
Alle erzählen mir, wie schlecht du die Trennung verarbeitest. Ich merke lediglich, dass es dir so schlecht geht, dass du jedes Wochenende weggehst, in meine Kneipen, zu Orten, die ich so gerne mochte. Ich merke auch, dass du dich sehr gut mit den Leuten verstehst, die du früher immer abgelehnt hast. Neuerdings stehst du sogar auf meine Freunde, jene, welche du immer so verachtet hast. Und, das Tollste ist doch, dass du seit der Trennung nicht nur 1 Frau hattest. Gut, ist ja auch möglich, seitdem du deine eigene Wohnung hast.
Ich könnt so kotzen. Wie konnte ich nur so blind sein? Wieso beschäftigt mich das alles immernoch? Es kratzt mich nur bedingt, die Sache mit den Frauen. Mich fuckt dein ganzer Lebenswandel an. Das, wofür ich so lange gekämpft habe, all das ist auf einmal möglich. Und zwar in einem Ausmaß, von dem ich nie zu träumen gewagt habe.
Aber wehe, das Gespräch kommt auf unsere Beziehung. Bzw. ehemalige Beziehung. Dann drückst du bei allen schön auf die Tränendrüse und stellst mich als die Böse hin. Und ich muss es mir dann wieder anhören. Wenn ich ehrlich bin, dann stört es mich noch nicht mal, dass du in "meine" Kneipen gehst, dass du mit meinen Freunden rumhängst (scheinbar waren sies nicht wert) oder die ganzen anderen Sachen. Das tut dir scheinbar gut und das ist auch in Ordnung so.
Mich stört lediglich, dass jeder dir glaubt. Dass du es verstehst, dich so in Szene zu setzen, dass jeder dich bemitleidet. Du bist wie eine Fahne im Wind. Hauptsache, alle sind für dich da. Und wenn sie es nicht sind, drückst du eben noch ein Tränchen mehr raus, während du zeitgleich daran denkst, was du heute Abend machst. Du armer, armer Mensch, was dir alles schon passiert ist. Und die böse Conny, die sich nach allem von dir trennen konnte. Na klar laden wir sie nicht mehr ein, wenn dir das lieber ist.
Scheinbar vergisst du dabei, dass es mir auch nicht leicht fällt. Keineswegs. Und ich stehe jeden Tag auf und versuche nach vorne zu blicken. Nur an Tagen wie letzten Donnerstag, an denen alles zusammenkommt, gebe ich mich kurzzeitig auf.
Heute ist Montag. Gefühle und Gedanken mit Wodka-Mixgetränken zu betäuben klappt am Wochenende ganz gut. Montags habe ich keinen Durst.
Heute redete ich. Ein Blog stellt auch keine Fragen, sammelt lediglich meine Gedanken. Und wird sie behalten, damit ich gewisse Themen als "abhakt" betrachten kann. Wenigstens der Versuch zählt. Es werden weitere Donnerstage kommen. So ehrlich muss ich zu mir selbst sein. Denn wenn ich mir dich und dein Elend so anschaue, weiß ich, dass ich keine Lüge leben kann.
Im Moment lautet das Projekt: Kratzbaum für die Mitzi. Weil die Mitzi mich aufregt. Mitzi kann mittlerweile so hoch springen, dass sie den Zipfel meines Bademantels (der nicht ohne Grund so zusammengeschnürt, weit oben am Schrank hängt) erreicht und sich dann an jenem hochhangelt, bis sie auf dem 2 Meter hohen Schrank sitzt. Dort wird sie regelmäßig von ihrem Mut und ihrer Kühnheit verlassen und schreit, bis ich sie runterhole. Das passiert natürlich nachts. Immer und ausnahmslos.
Nachts ist sowieso die beste Zeit, durch das Zimmer zu rasen, gegen Glasvitrinen zu donnern, die Krallen am Teppich zu wetzen, den Schreibtisch abzuräumen, die Bonbonschüssel auszuleeren, die Bonbons anschließend quer durchs Zimmer zu jagen, Kabel (Drucker und Laptop sind ganz hoch im Kurs) anzufressen und sich laut, scheppernd, kratzend und vor allen Dingen miauend fortzubewegen. Leise geht nur dann, wenn man sich an Körperteile, wie etwa Nase, Finger oder ganze Füße heranpirscht, um sie (den Feind!!) mit einem Krallenhieb zu erledigen.