Monday, 11. August 2008, 10:34:00
It's been quite some time since my last entry but I've been a little busy during the last couple of weeks and I wanted to pile up some news before I post them here. So first of all, I have finally decided to write in English since I figured that most of you will be familiar with it while others might not know any German at all! This decision was also motivated by the notion that I should "internationalize" my blog now that I live in Norway and might do so for a little while longer... So what's the happy haps already? Well, let's try to give it a certain shape of chronology:
After the totally awesome snowboard roadtrip in June I went back to Austria for a month. I started off living at Katrin's and Gregor's in Graz for two weeks, which I especially enjoyed! It was really good to see everybody again! Yet again, Stefan celebrated his birthday in the notorious 10er WG ("guys, this time it's gonna be the last time...") and Manu had his farewell party. He's now in Eastern Australia studying at the University of Sunshine Coast and no, that's not a joke! On top of that I had to give a presentation about my diploma thesis, which I am pretty sure nobody could quite follow, and take an exam. Straight after I went to Salzburg where I spend a couple of days with my family. They took me to the Chiemsee in Bavaria and to Southern Styria. In middle of July I had to go back to Graz for another exam which I was able to pass as well as the previous one. I stayed at Harald's and even though it was only two days I think I made the most of it!
Right after the exam, I had to go back to Trondheim to start my work as a "summer student" at the Department of Physics. Now that didn't prove to be as easy as I thought because both my supervisors were on vacation (not entirely unlike most of the staff at the university and whole of Norway in general, as it turned out) and I was left alone without any instructions whatsoever. So I started to finalize my diploma thesis and extend the research related to it which happened to be fine in the end. I am still doing some more research on it and I hope we are getting somewhere. Maybe we're even able to finish a paper my supervisor wrote a long time ago and publish it - who knows...
In the end of July Chri came to Trondheim to take on his Intensive Norwegian Summer Course at NTNU. He's attending classes every day and there always some sort of social activities going on as well (he just came back from a weekend trip to Oppdal). It's really nice having him here - don't think I've ever played as much beach volleyball in my life before!
Last but not least, the most recent and most important (on a personal level that is) news: Just an hour or so ago, I returned an answer form to the Faculty of Natural Science and Technology so now there's no turning back - I am a Ph.D. student at NTNU starting from November 1st! It's official! The position is financed by The Research Council of Norway and the project title is "Magnetodynamics of nanostructured Metal Oxides". The appointment is for a period of four years and includes 25% teaching duties. So only thing left to do is taking the last two exams in Graz in autumn! The first - oh joy - will be business economics (Wondering why I need to take that one? Me too!) and in the end of October I will finally take my diploma exam and be done with it 
Friday, 20. June 2008, 16:35:02
Events, Natur, Snowboarden
Acht Tage voll Schnee, nassen Boots, Gletschern, Fjorden, Wasserfällen, Lagerfeuern, kurzen Nächten, Muffins, Kaffee, Schlafmangel, Schafen und endlosen Autofahrten:Am Freitag, dem 13.6., war es endlich soweit: Schlaftrunken wälzte ich mich in aller Herrgottsfrühe aus dem Bett, versuchte während meiner vermutlich für längere Zeit letzten Dusche die Augen offen und mich selbst motiviert zu halten. Nach hektischer Suche mehrerer Kleinutensilien und einem schnellen Frühstück machte ich mich mit unserem Leihauto, einem VW Caravelle, und dem Gefühl ohnehin wieder etwas vergessen zu haben auf, um Pascal und Luka abzuholen. Natürlich regnete es. Nach zwei Wochen sommerlichem Prachtwetter war nun erstmal Regen angesagt, das versuchte auch kein einziger Meteorologe in Norwegen schönzureden. Egal, war ja ein weiter Weg bis zum ersten Ziel Folgefonna.
Halbwegs planmäßig ließen wir dann auch Trondheim hinter uns. Heftige Regengüsse wechselten sich mit niederschlagsfreien Perioden ab und als wir nach gut zwei Stunden am Dovrefjell (Gebirgsplateu und Nationalpark zwischen Oppdal und Dombås) waren mischten sich auch Sonnenstrahlen und Schneeschauer dazu. Das Ganze war eigentlich ziemlich beeindruckend: Erstens weil es dort oben zu dieser Jahreszeit wirklich sehr schön ist, vor allem im Wechselspiel von Sonne und dunklen Wolken und zweitens weil ich Mitte Juni auf 900m Seehöhe eigentlich nicht mit Schnee gerechnet hatte. Aber gut, wir waren ja zum Snowboarden unterwegs!
Bei Otta verließen wir schließlich die E6 und machten uns in Richtung Sognefjell, mit knapp über 1400m dem höchsten Gebirgspass Nordeuropas auf. Ich frag mich übrigens wie bei solchen Angaben Regionen wie "Nordeuropa" definiert sind? "Alles südlich dieses Passes bis zum nächsthöheren"? Wie auch immer, zunächst gab es noch eine Kaffeepause im Elvesæter Hotel (übrigens die wohl vierte an diesem Tag). Das Hotel ist echt sehenswert. Es handelt sich um einen gut erhaltenen, großen und alten Hof der als Hotel umfunktioniert wurde. Im Inneren findet man eine ganze Reihe an Antiquitäten und Kuriosem.
Etwas später kamen wir dann endlich mit dem ersten Stück norwegischem Hochgebirge in Kontakt. Leider war es bewölkt, ansonsten hätte man die höchsten Berge Skandinaviens im links von uns liegenden Jontunheimen gesehen, so war die Sicht leider auf die nähere Umgebung beschränkt. Doch auch die hatte es ziemlich in sich: Türkise Seen, tosende Wasserfälle, und bald auch die ersten Schneeflecken, die sich kurze Zeit später am Pass selbst bis zu vier Meter hoch direkt neben der Straße auftürmten. Dort oben gibt es übrigens auch ein Sommerzentrum zum Langlaufen am Gletscher. So richtig gemütlich war es bei Wind, Schneefall und schlechter Sicht dann aber doch nicht und nachdem das unmittelbare Terrain dort oben kaum Spots zum Snowboarden bot machten wir uns weiter in Richtung Sogndal auf.
War die Auffahrt zum Gebirgspass schon beeindruckend gewesen, so war es die Abfahrt noch umso mehr. Eine enge steile Straße bahnte sich fast schon verzweifelt ihren Weg an steilen Bergflanken entlang ins Tal. Kurz darauf bekamen wir auch den ersten Fjord unseres Trips zu sehen: den Lustrafjord. Auch das Wetter präsentierte sich nun von einer wesentlich freundlicheren Seite. Bei einem Spar deckten wir uns dann euphorisch mit Grillutensilien ein und etwas später fanden wir ein nettes Plätzchen an einem See. Mittlerweile war es auch schon sieben und wir mussten einsehen, dass wir keine Chance hatten die ganze Strecke an einem Tag zu meistern. Also machten wir uns wieder auf den Weg. Wir kamen nach Sogndal wo wir vergeblich nach Isomatten suchten um die bevorstehende Übernachtung im Bus "abzurunden". Das nächste Stück legten wir am Sognefjord, dem größten Fjord Europas und dem tiefsten der Welt, zurück. Bei Hella war dann erst einmal Schluss und wir mussten mit der Fähre ans Südufer des Fjords übersetzen. Hella ist ein interessanter Ort: Erstens gibt es dort neben der Fähranlage vielleicht ein, zwei Höfe und zweitens liegt er genau an der Gabelung von drei Fjorden. Die Berge dort können ruhigen Gewissens als komplett irre beschrieben werden. Aus mir nun unersichtlichen Gründen war ich aber zu müde/faul/dumm Photos davon zu machen...
Nach einem kurzen Photoshooting am Hafen auf der anderen Seite des Fjords ging es hinauf zu einem weiteren Bergpass, dem Vikafjell. Bei der Auffahrt bekamen wir einen total kitschigen orange-lilanen Sonneuntergang zu sehen nur um kurz darauf von der bisher beeindruckensten Schneewand überrascht zu werden. Am Vikafjell lag auf ca. 900m Seehöhe ganz allgemein noch eine ganze Menge Schnee und die Seen waren noch gefroren. Was sich aber gleich neben der Hauptstraße auftürmte hatte ich so bisher noch nie gesehen: Eine riesige Schneefläche hatte sich an der Flanke eines Hügels niedergelassen und quer durch führte ein Feldweg der auf zwei Meter Breite aus dem Schnee gefräst worden war. Man möge sich einfach das Photo neben dem Text anschaun. Es war einfach beeindruckend! Auf der anderen Seite des Bergpasses trafen wir unerwarted auf eine eher heterogen verteilte Schafherde, einige davon aneinandergekuschelt und wie aufgereiht an der Seite einer Brücke liegend. Natürlich ein gefundenes Motiv für mich (siehe Album). Plötzlich kamen die Schafe aber auf die Idee, dass wir etwas Interessantes bei uns haben könnten. Was folgte war eine Mischung aus Verfolgung, Photo- und Filmshooting und verzweifelten Versuchen den Lämmern klar zu machen, dass ihre Anwesenheit im Auto nicht unbedingt erwünscht war. Der Rest der Fahrt war ehrlich gesagt eher anstregend. Es war schon nach Mitternacht, wir waren müde und wollten nur noch unseren "Schlafplatz" erreichen. Als jener sollte dann eine verlassene Tankstelle gleich neben der Anlegestelle dienen, von der wir am nächsten Morgen auf die Halbinsel Folgefonn übersetzen sollten.
Nach einer - zumindest für mich - eher ungemütlichen Nacht im Auto (zu hell, zu eng, zu viele Sitzunterteilungen im Rücken) und einer Muffin-Kaffe-Frühstückskombo, die sich noch als für den Trip obligatorisch herausstellen sollte, setzten wir bei Sonnenschein nach Utne über. Wir folgten der engen Straße an der Ostseite des Hardangerfjords, was wirklich sehenswerst war. Hier befindet sich eines der Gebiete Norwegens, indem sich dank Golfstrom so norwegenuntypische Dinge wie Walnüsse, Marillen, Erdbeeren und diverse andere Obstbaumsorten die Ehre geben. Wohlgemerkt gleich unterhalb Norwegens drittgrößtem Gletscher Folgefonna, der teils bis 500m Seehöhe herunterreicht. Dank der allen Winkeln des Fjords folgenden Straße hatten wir auch reichlich Zeit die Landschaft zu bewundern. Das dürfte überhaupt einer der Hauptgründe dafür sein, dass eine Autoreise in Norwegen immer wesentlich länger dauert als es einschlägige Routenplaner zunächst suggerieren wollen. Im kleinen Fischort Herand legten wir einen Zwischenstopp ein um Notwendiges für das bevorstehende Wocheende zu erwerben und ein vernünftiges Frühstück nachzuholen: Natürlich direkt im Hafen bei Sonnenschein, nice!
Erst nach Mittag erreichten wir dann letztendlich das Gletscherskigebeit Folgefonna. Schon die Auffahrt vom Ort Jondal tief ins Tal hinein und der darauf folgende Aufstieg zum Skigebiet über eine sich windende, mautpflichtige Straße waren recht beeindruckend. Zunächst gab es noch dichte Wälder, Seen, Wasserfälle und saftige Wiesen, die etwas später von dicken Schneeschichten, gefrorenen Seen und einer kargen Felsenlandschaft abgelöst wurden. Dass man hier auf gerade einmal 1400m Seehöhe überhaupt im Sommer Skifahren kann liegt an den Unmengen an Schnee, die über die Saison verteilt in dieser Gegend fallen. Heuer lagen Anfang Mai beispielsweise unglaubliche acht bis zwölf Meter Schnee am Gletscher und letztes Jahr waren sogar die Liftstützen eingeschneit und teils von der Last des Schnees eingedrückt!
Da es mittlerweile jedenfalls schon relativ spät war entschieden wir uns für eine Einzelfahrt am einzigen Lift (einem Schlepper) und hikten dann ein wenig den Park. Noch immer schien die Sonne und es war erstaunlich warm dort oben. Bald musste ich eine Pause einlegen und mein T-Shirt erwies sich als vollkommen ausreichende Bekleidung, die Sonne brannte mir nur so auf den Rücken. Folglich entschieden wir uns noch nach Liftschluss um 16 Uhr oben zu bleiben und ein kleines Obstacle zu shapen um ein paar Photos zu machen. Ich musste also wieder abfahren und Kamerequipement samt Wasser und Schaufeln holen. Natürlich verpasste ich um 15 Sekunden die letzte Liftfahrt! War aber auch kein Problem weil die freundlichen Pistenraupenfahrer mich einfach mit hoch nahmen - ein erster Eindruck der Freundlichkeit und Hilfbereitschaft der Norweger, der sich für den Rest des Trips nur verstärken sollte.Kaum hatten wir jedenfalls den kleinen Kicker fertig geschaufelt fing es plötzlich stark zu schneien an und in kürzester Zeit entwickelte sich daraus ein regelrechter Schneesturm! Um das nochmal zu verdeutlich: Erst vom Himmel brennende Sonne und T-Shirt-Stimmung, kurze Zeit später in voller Montur frierend im Schneesturm stehen - eigenartige Gegend... Wir fuhren also nach 15 Minuten Warten ab, setzten uns verfroren und mit triefender Kleidung ins Auto, fuhren fünf Minuten Richtung Tal und waren mindestens sehr erstaunt von dem Anblick in unserem Rückspiegel: strahlender Sonnenschein über dem Gletscher! Naja... Den Rest des Tages verbrachten wir mit Kleidung trocknen, Grillen und Chillen an einem sehr schön gelegenen See auf dem Weg zurück ins Tal und einem Lagerfeuer an einem weiteren, tiefer gelegenen See. Dort liegt auch Folgefonna Camping, in dem die meisten Skifahrer und Snowboard wohnen. Wir blieben am See und schliefen auch dort. Wieder sollte es eine harte Nacht werden weil es erstaunlich kalt wurde in dem Tal!
Am nächsten Tag wurden wir von Sonnenstrahlen wachgeküsst. Wir genehmigten uns ein feines Frühstück direkt am See und die Hartgesottenen machten sich im geschätzten -136,3° kalten Seewasser ein wenig frisch. Das ging's relativ bald auf den Gletscher weil wir heute unseren Tagespass mal ausnutzen wollten. Die Bedingungen waren auch recht okay. Allerdings wurde bald klar, dass dieser Tag doch eher noch zum Einfahren herhalten musste. Gegen Ende mischten sich außerdem ein paar Regen- und Schneeschauer unter das Sonnenscheinwetter und so kam ein abermaliges BBQ an unserem Spot vom Vortag gerade Recht! Den Rest des Tages verbrachten wir damit vergeblich nach einer Bar in Jondal zu suchen. Doch keine Chance an einem Sonntag Nachmittag. In Jondal gibt's überhaupt nur ein Gasthaus und das hatte um acht schon zu.
Dafür fanden wir den wohl stylischten Schlafplatz aller Zeiten: Hinter einem kleinen Hügel versteckte sich ein alten kleines Stück Kai an dem wir unseren Bus parkten. In Norwegen darf man ja dank Jedermannsrecht im prinzip überall Campen, ausgenommen stark besiedelte Gebiete und eine Mindestdistanz von 150m zum nächsten Haus vorausgesetzt. Das haben wir leider unterschritten, dem nächstgelegenen Anrainer war unser Plan aber mehr als recht (er war grad am Fussballschauen und hätte uns um ein Haar zu sich nach Hause eingeladen). Wir verbrachten also einen ungemein angenehmen Abend mit Lagerfeuer, Schnaps, sinnieren, kitschigem Sonnenuntergang und (für Kenner) der zweiten CD des Foo Fighter Albums In Your Honor - alles direkt am Fjord wohlgemerkt!
So schön der vorige Tag sein Ende fand, so schön begann der neue. Die Sonne küsste uns wach, es war sonnig und warm und die Motivation through the roof! Zunächst stärkten wir uns mit einem feinen Frühstück vom Spar und dann ging's mit Snowboardvideomusik im Ohr rauf auf den Gletscher. Das Wetter und der Schnee waren den ganzen Tag über einfach nur genial und es war (da Montag) ziemlich wenig los. Es war der mit Abstand beste Snowboardtag bisher und definitiv einer der besten der ganzen Saison. Sommersnowboarden hat einfach einen ganz eigenen Flair! Überaus glücklich und zufrieden machten wir uns danach auf nach Lærdal, an dessem Campingplaty Rémy schon den ganzen Tag über wartete. Direkt von Jondal aus nahmen wir die Fähre über den Hardangerfjord und fuhren die Küste entlang bis wir geraume Zeit später an unserem Schlafplatz der ersten Nacht vorbeifuhren und unsere Reise bis nach Voss fortsetzten. Leider ließ die Wolkendecke über Folgefonn keinen Blick auf den großen Eisschild dort zu, dafür hatten wir die Sonne auf unserer Seite! Kurz nach Voss verließen wir die schon von der Anreise bekannte Strecke und folgten nunmehr der E16. Der darauf folgende Abschnitt dieser Route war mir von dem Roadtrip nach Bergen noch als wunderschön in Erinnerung. Ziemlich schnell stellte sich heraus dass das damals keine verzehrte Wahrnehmung gewesen war: Die E16 beginnt bei Oppheim in einem relativ breiten Tal in einem relativ hügeligen Terrain nur um sich kurz darauf durch das von steil in dem Himmel ragenden, schneebedeckten Berflanken eng begrenzte Næroydal zu winden welches etwas später in Norwegens engsten Fjord, den Næroyfjord überzugeht. Nach einer relativ langen Fahrt durch Tunneln kommt man schließlich bei Flåm zum Aurdalsfjord.
In Aurdal entschieden wir uns dann - trotz massivster Verspätung - nicht den längsten Strassentunnel der Welt zu befahren, sondern lieber den entsprechenden Gebirsgpass, das Aurlandsfjell, zu überqueren. Eine nicht weniger als absolut geniale Entscheidung, wie sich schon sehr bald herausstellen sollte: Die Straße beginnt damit sich eng und sehr steil eine Bergflanke hochzuwinden. Den Ausblick den man dabei die ganze Zeit vor den Augen hat kann getrost als einer der eindrucksvollsten Norwegens beschrieben werden (zumindest was ich bisher so gesehen habe). Man hat einen grandiosen Blick auf den Aurdalsfjord, nicht zuletzt auf einer ganz frisch errichteten Aussichtsplattform, die einfach mal so gute 30m über das Tal hinaus ragt! Wenig später geht dann das ungemein steile Bergflankenterrain über in ein Hochplateau, vorbei an einsamen Hütten, die wenig später einer dicken Schneeschicht weichen. Angeblich bleibt der Schnee dort oben so gut wie das ganze Jahr liegen. Leider blieb nicht allzu viel Zeit für Pausen und Photoshootings denn Rémy mussten wir im Laufe des Tages dank mehrfacher Fehleinschätzungen der Fahrzeit schon des öfteren vertrösten und langsam neigten sich die Uhrzeiger gen 22:30 (und der Tripkilometerstand gegen 1000)! Wir folgten also der Passstrasse die nun langsam wieder bergab und durch das sehr einsame und grüne Erdal führte.
Um 22:45 trafen wir in Lærdal dann endlich auf Rémy, der uns voll Motivation und einer Menge an Gepäck empfing, von der eine durchschnittliche, sechszehnköpfige, nicht-französische Familie vermutlich ihr ganzes Bestehen lang zehren könnte. Jedenfalls hatte dann doch alles halbwegs in unserem Caravelle Platz und wir kamen gerade rechtzeitig zur Fähre über den Sognefjord. Die nächsten zwei Stunden wurden dann mit catching up, schlafen, mit angezogener Handbremse Losfahren und vor allem dem Bestaunen der Landschaft verbracht. Um vom Sognefjord nach Stryn zu gelangen muss man nämlich mitten durch Breheimen, dem Reich der Gletscher. Nichts könnte wohl treffender als diese Bezeichnung sein: Dort liegt der größte Gletscher Festlandeuropas, der Jostedalsbreen. Jener ist mit knapp 490km² größer als Wien und Salzburg Stadt zusammen und erreicht eine Dicke von bis zu 600m! Der Jostedalsbreen bedeckt zahlreiche Berge, Gifpel und sogar Täler und mündet in unzähligen Seitenarmen, die sich in die angrenzenden Täler hinunterwälzen, teilweise bis auf 100m über dem Meer. Überall in dieser Region ist man von steilen Bergen umgeben von denen Gletscher weißlich und bläulich glitzern. Wirklich beeindruckend! Nicht nur optisch sondern auch vom Gefühl der Nichtigkeit das einem die ganze Szenerie unweigerlich aufdrückt! Als mich selbst das nicht mehr wach halten konnte schlief ich endlich mal eine Runde im Auto und erst nach 03:00 Uhr erreichten wir endlich unseren Campingplatz bei Oppstryn. Draußen wurde es bereits wieder hell und überglücklich endlich wieder ein richtiges Bett zu haben waren die Strapazen der insgesamt elf Stunden dauernden Fahrt schnell vergessen. Der Routenplaner hätte übrigens unter sieben Stunden vorgeschlagen für die Strecke. Ha ha!Rest folgt in Kürze...
Thursday, 12. June 2008, 18:24:24
Trondheim, Studium
Die meisten Blogleser dürften es mittlerweile ohnehin schon vernommen haben, aber nachdem nun eine gewisse Grenze der "Offizialität" überschritten wurde und alles mehr oder weniger konkrete Ausmaße angenommen hat will es nun schwarz auf weiß verlautbaren:
Mit 1. November trete ich eine vierjährige Ph.D.-Stelle an der NTNU in Trondheim an. Ich werde dabei in der gleichen Gruppe sein in der ich auch jetzt meine Diplomarbeit verfasse. Das Gebiet der Theoretischen Festkörperphysik wird mir also vorerst treu bleiben müssen!
Zwischen 21. Juli und 12. September werde ich als "Sommerstudent" in der Gruppe in Trondheim arbeiten. Nach sieben größtenteils schönen Festspielsommern werd ich damit hoffentlich auch mal eine Spur mehr Freizeit und damit Sommer haben und vor allem auch mal was halbwegs "Anständiges" arbeiten 
Tja, das wär's auch schon wieder! Danke für's Zulesen und bis zum nächsten Mal!
Saturday, 7. June 2008, 16:13:25
Anekdoten, Trondheim
Und immer noch hält das geniale Sommerwetter an. Gestern war's bei strahlend blauem Himmel und angenehmen 24° Höchstwerten besonders schön.
Emily und ich sind erst eine Runde durch die Stadt gebikt, haben uns später mit Bente und Ryan auf der Campuswiese zu einem Spontan-BBQ getroffen, sind ein wenig in der Sonne gelegen und im Anschluss noch für zwei Stunden eine Rundreise zum Jonsvatnet, einem großen See in der Nähe, gefahren. Und weil's bei der Rückkehr um 22:00 immer noch so schön war sind wir mit Bier und Decken nochmal zur Campuswiese bis über Mitternacht.
Ich muss sagen: Sommer in Skandinavien macht echt Spaß!
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