ST. Petersburg, II
Tuesday, May 2, 2006 9:24:24 PM
Alleine die U-Bahn ist ein Erlebnis für sich: 100 Meter under dem Boden tun sich große, hohe Hallen auf, deren Gewölbe von verzierten Säulen getragen wird. And der decke findet man alte Leuchter, die genausogut in einem Schloss einen platz finden würden. Aber nachdem man einen Zug betreten hat kommt einem wieder in den Sinn das die Glanzvolle Zeit der Stadt längst vorrüber ist: Die Züge der Metro scheinen genau so alt zu sein wie die Gewölbe. Es hätte mich nicht gewundert wenn sie auf der Stelle auseinandergefallen wären.
Aber irgendwie haben sie gehalten. Und auh überirdisch sieht man, wie ich schon das letzte mal geschrieben hab, das lange nichts an den Gebäuden getan worden ist. Die meisten Gebäude etwas abseits von den großen Straßen voller touristen verfallen langsam aber sicher. Man sieht zwar viele Baustellen wo Häuser renoviert werden, aber bei der Größe der Stadt sieht das eher wie ein tropfen auf den heißen Stein aus. Es sind unsummen erforderlich um der Stadt wieder zu neuem Glanz zu verhelfen. Hoffentlich werden sie aufgebracht.
Die Stadt ist voller Gegensätze: die Renovierten, schönen Gebäude direkt neben alten, die fast zusammenfallen. Aber auch viele arme Menschen auf den Straßen, neben eingen Reichen, rausgeputzten Geschäftsleuten. Dazwischen die Menschen, die vom Tourismus zu leben scheinen, und einem wirklich einfach alles zu jedem Preis verkaufen. Auf der Sraße sieht man einige witklich alte russische Autos (so auch die der Polizei), viele nicht ganz so alte Kleinwagen, und vor den noblen Hotels eine ganze Reihe neuer 7er BMW's. So krass ist mir die Lücke zwischen Arm und Reich noch nirgenwo aufgefallen.
Dann haben wir natürlich zwei wichtige Museen besucht: Den St. Kathrin's Palast, in Puschkin. Dort ist die Nachbildung des berühmten Bernsteinzimmers ausgestellt. Diesen Raum fand ich aber am langweiligsten: Einfach ein kleiner Raum mit zwei Tonnen Bernstein ausgekleidet, aber man findet nur ganz wenige Verzierungen oder gewollte Muster. Glatte Wände in allen möglihen Brauntönen, das findet man. Dagegen ist der Rest des Schlosses beeindruckend: hohe Räume, jeder einzigartig. Säulen, Gold, Relieffe, kleine Figuren, beeindruckende Holzböden. Wirklich Impossant! Vor dem Palast ist ein Park angelegt, von dem wir aber nur das gesehen haben was aus dem Schnee herausschaut. Kann im Sommer aber richtig schön sein.
Und dann haben wir einen Ausflug zur Hermitage gemacht:
Die Austellungen sind interessant: Viele Gemälde, Statuen und viel Malachit in Form von Wasen, Tischen und Wandverzeirungen. Aber auch hier war das imposannteste die Gebäude slebst: Wieder Prunk ohne Ende. Kein Zimmer gleicht dem nächten, auch wenn sie sich mehr ähneln als im Palast der Katharina. Das lohnt sich auf jedenfall zu sehen! Und der Eintritt ist für Studenten frei!
Das ist übrigens eine seltenheit: normalerweise muss man für Alles bezahlen was man von innen sehen will, und fürs Bilder machen gleich nochmal ...
Die letzten beiden Tage hatten wir dann fantastisches Wetter: Sonnenschein pur. Dementsprechend sind fast alle Bilder (die demnächst hier sein werden) von diesen Tagen

Alles in allem war diese Fahrt ein schönes Erlebnis! St. Petersburg ist auf jedenfall eine Reise Wert. Und in zehn Jahren oder so sicher noch einmal, um zu sehen wie sich die Stadt entwickelt hat.









Anonymous # Wednesday, May 3, 2006 10:51:13 PM