Tuesday, 13. October 2009, 21:56:08
Um unser Jahr an der Pula Difate PS auf schöne Weise ausklingen zu lassen, den Eltern und Kollegen zu präsentieren, was wir in einem Jahr Förderunterricht und Nachmittagsbetreuung gemacht haben und auch den Kids die Möglichkeit zu geben, ihr Können zu zeigen, hatten Madleen und ich uns vorgenommen, eine Abschluss-Show zu organisieren. Ursprünglich sollte dabei kein Gewinn erzielt werden, aber in Absprache mit dem Kollegium haben wir uns darauf geeinigt, Tickets zu verkaufen und die Einnahmen den Siebtklässlern zu spenden.
Neben den Choreographien der Tanz AG und dem Stück der Theater AG wurden v.a. in den letzten Wochen vorm Konzert fleißig Gedichte, Sketche und Lieder einstudiert. Zwei Kolleginnen probten mit ihren Klassen außerdem traditionelle Tänze ein. Alles in allem umfasste das Programm so 15 Punkte und sollte ungefähr 90 Minuten dauern. Da die Schule leider keine Aula hat, machten wir uns auf die Suche nach einem Veranstaltungsort. Glücklicherweise stellte uns das SOS Kinderdorf das in Mamelodi direkt neben der Schule liegt, ihre Aula für R250 zur Verfügung.
Die Wochen vor dem Konzert wurde dann ordentlich geprobt, gemalt, geklebt und ausgeschnitten.
Madleen und ich waren wirklich ziemlich nervös. Da die Resonanz aus dem Kollegium leider sehr gering war, standen wir schon unter Druck. Wir wollten auf jeden Fall beweisen, dass die Idee gut war und der Tag erfolgreich werden würde – auch ohne Unterstützung. Am 5.9. war es dann soweit. Wir hatten am Vorabend die Halle frühlingshaft geschmückt und alles vorbereitet und konnten somit am Samstag entspannt starten. Die Show startete – für südafrikanische Verhältnisse eher untypisch – pünktlich um 11.00 Uhr mit einer Gruppe 4-Klässlerinnen, die in traditionellen Kleidern einen Sotho-Tanz vorführten. Mm Napo übernahm die Moderation und führte souverän durch das Programm. Erstaunlicherweise verlief wirklich alles glatt. Wir hatten eine unglaublich gute Zeit, viel Spaß und waren am Ende sehr stolz auf die Kinder, die einen perfekten Job gemacht haben. Dank des SOS Kinderdorfes, das insgesamt ca. 100 Karten abgenommen hat, konnten wir am Ende einen Gewinn von fast R2000 verzeichnen. Ein wirklicher Erfolg!
Tuesday, 13. October 2009, 21:45:05
Als unsere Fußballjungs an der DSP zum Freundschaftsspiel eingeladen waren, war das Highlight ihres Tages für viele der Besuch bei Madleen und mir. Danach wurde ich immer wieder von Kids gefragt, wann sie denn mal bei mir vorbeikommen dürften. Gegen Ende meines Jahres hab ich mir dann überlegt, die Kinder einzuladen.
Beschränkt habe ich es auf die Siebtklässler (die Ältesten), die entweder in einer meiner Tanz AG. Am Liebsten hätte ich noch viel mehr Kinder eingeladen, aber auch so waren es schon 15.
Mit Einverständnis der Schulleitung und natürlich der Eltern habe ich die Kinder sonntags morgens abgeholt. Als ich auf den Schulhof fuhr, waren die Kinder schon da und liefen mir entgegen. Aufgeteilt auf mehrere PKWs ging es zur DSP. Ich hatte einige Spiele vorbereitet, die wir dann aber gar nicht brauchten. Sobald die Kinder im Pool waren, verging die Zeit wie im Fluge und schnell war es schon Lunchtime. 
Spaghetti Bolognese und Salat (Kommentar Maria: “You are preparing Sunday food!“) fanden genauso viel Anklang wie das Eis zum Nachtisch.
Nach dem Mittagessen ging es zurück zum Pool, wo wir uns dann bis zur Abfahrt am Nachmittag mit Poolspielen, Volleyball, Chips und Keksen die Zeit vertrieben.
Auch wenn es nicht immer ganz einfach war, 15 pubertierende Jugendliche auf dem Gelände im Auge und unter KJontrolle zu halten, hatte ich einen großartigen Tag. Die Kids waren auch sehr dankbar und haben den Ausflug genossen. Am Liebsten hätten sie alle noch bei mir übernachtet! :-)
Monday, 31. August 2009, 07:06:40
Monday, 31. August 2009, 06:48:08

Mit Hilfe der deutschen Johannesgemeinde in Pretoria haben wir zu beginn des neuen Terms eine Altkleidersammlung durchgefuehrt. Vor allem den Kindern, die in den Squattercamps Mamelodis zu hause sind, wollten wir warme Pullover und Hosen fuer die kalten Winternaechte organisieren! Vielen Dank an die Johanensgemeinde fuer ihre Unterstuetzung!
Monday, 31. August 2009, 06:35:41
Danke schoen Mama und Papa!!
Thursday, 13. August 2009, 19:14:27
Deutsche leben schon seit Generationen in Suedafrika. Viele sind als Missionare hergekommen oder waehrend des Krieges geflohen und dann hiergeblieben. Das Deutsch ihrer Nachkommen hat sich im Laufe der Jahre - sagen wirs mal politisch korrekt - veraendert. Es wird mehr und mehr zu einer Mischung aus deutscher, afrikaanser und englischer Grammatik und hoert sich fuer mich immer noch unglaublich lustig an. Die Springbock-Deutschen merken aber oft gar nicht mehr, dass das, was sie da grad von sich geben kein korrektes Deutsch ist...
Mach dir keinen Zwang. - Tu dir keinen Zwang an.
Das ist irdisch. - Das ist nicht so wichtig.
Du bist eigentlich flippin' alright. - Du bist cool.
Mach dich zu hause. - Fuehl dich zu hause./ Bedien dich.
Komm wieder. - Wie bitte?/ Sag noch mal.
Das Auto ist mause./ Das Auto chopt nicht. - Das Auto ist kaputt.
Ich mach mal nen Dreh. - Ich komm vorbei.
Mir gehts schrecklich lecker. - Mir geht es sehr gut.
Sollen wir dahin posten? - Sollen wir dahin fahren?
Poste die Milch da rein. - Schuette die Milch da rein.
Wie fuehlst du? - Wie gehts dir?
Gruess da. - Schoene Gruesse.
Ich will nur sicher machen, dass... - Ich will nur sicher gehen, dass...
Ich lass dich wissen. - Ich sag dir bescheid.
Du uns join? - Kommst du mit?
Er dachte auch so. - Fand er auch.
Fortsetzung folgt...
Tuesday, 30. June 2009, 14:03:57
Tuesday, 30. June 2009, 12:17:53
USA-Italien
USA-BrasilienBrasilien-Italien
Tuesday, 30. June 2009, 11:56:29
- Die Nachmittagsbetreuung muss um 15.00 beendet werden, weil es danach zu gefährlich wird, sich auf dem Schulgelände aufzuhalten.
- Eine Elternversammlung kann deshalb auch nur am Wochenende stattfinden, denn auch für Eltern gilt, dass man sich nach 15.00 nicht auf dem Schulgelände aufhält (in einer anderen Grundschule in Mamelodi kamen bei einerElternversammlung Tsotsis und haben mit Hilfe von Waffengewalt die Handys der Eltern eingesammelt)
- Selbst die Polizei begruesst dich mit: “Hi Baby!”
- Das Einzige, was von einem Huhn nicht gegessen wird, sind die Federn.
- Bist du weiß, kannst du nicht durch Mamelodi gehen ohne mindestens einen Heiratsantrag zu bekommen.
- Bist du weiß und öfter in Mamelodi, kennen dich die Menschen nach einiger Zeit. Da wird man dann auch auf dem Nachhauseweg gefragt, wie der Tag und die Schule heut waren…
- Ca 70% der Nachnamen beginnen mit Ma (da wird das Sortieren der Klassenliste nach dem Alphabet zu ner richtigen Aufgabe: Malueka, Mametsa, Masemola, Masilela, Matlangwe, Matsemela, …)
- Wird eine Frau von einem Mann im Auto ein Stück mitgenommen und gräbt sie während der Fahrt nicht an, wird sie später ihrer Freundinnen erzählen, was für ein Feigling sie letztens aufgesammelt hat!
- Im Zug werden Tomaten, Zwiebeln, Paprika, Mützen, Socken, Schlüsselanhänger, Eis, Chips und noch viel mehr verkauft
- Bevor man umgerechnet 25 Euro für eine Zahnbehandlung bezahlt, wird einem eher geraten, den Zahn für 10 Euro ziehen zu lassen
- Man benennt seine Kinder nach der Situation, in der sie geboren wurden bzw nach dem Gefühl, das sie in einem auslösen: Nthabiseng = make me happy, Lebogang = be thankful, Goitsemang = who knows (vl wer der Vater ist?!), Mahlatsi = lucky, Boithumelo = satisfaction (nicht zu verwechseln mit boitOmelo = toilet), …
- Schon 10jährige haben die Spitzen ihrer Vorderzähne vergoldet
- Vorurteile bestätigen sich leider zu oft. Zum Beispiel die Sache mit der korrupten Polizei. Ein Freund wurde letzten Monat nachts angehalten und war nicht mehr so richtig nüchtern. Es gab einige Minuten Verhandlung und im Endeffekt hat der Polizist ihm den nächsten Geldautomaten gezeigt, damit er 600Rand abheben kann. Danch war die Sache „vergessen“. Unangeschnallt fahren kostet 100Rand (zumindest für Weiße) und zu schnell fahren je nach Geschwindigkeit ca 200Rand.
- Ein Führerschein kostet 5000Rand (ohne Fahrstunden) – zu teuer für die Taxifahrer. Deshalb fahren sie ohne. Glücklicherweise gibt es die korrupte Polizei auch in Mamelodi, so dass man bei Kontrollen nur 20Rand zahlen muss, um davon zu kommen. Kontrollen in Mamelodi sind eigentlich an der Tagesordnung – „They need money!“, so der Kommentar eines Taxifahrers.
- Eine Professorin bietet ihren Studenten an, zur Vorbereitung der Klausur einen Crashkurs zu machen. Das Ganze kostet schlappe 1000Rand. Der Vorteil, den dieser Crashkurs allerdings bietet, ist, dass er bereits die Fragen der Klausur beinhaltet (meine Mitstudenten werden an dieser Stelle bemerken, dass es leichte Parallelen zu gewissen Kursen an der TU Dortmund gibt- wir mussten allerdings nicht dafür zahlen).
- Für ein Hochzeitsgeschenk werden ganze 10Rand von jedem eingesammelt (soviel, wie das Minibustaxi innerhalb von Pretoria kostet).
- Muss einer der Kollegen eine Beerdingung besuchen, geben die anderem ihm Geld für die Reise (oft sind die Beerdigungen weiter weg, so dass Transportkosten teuer werden können).
- Die Kinder teilen nahezu alles: Beim Fußball werden Schuhe geteilt (10 Minuten ich - 10 Minuten du), das Essen in der Pause, das Radiergummi, usw.
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