|'round here | Bonn|
Thursday, June 28, 2012 9:49:33 AM
|Bonn in 100 Days|
Bonn in 100 Days (& Pictures)
... this is a post that I wanted to put up here already for a long time ... but I never really could find the right (enough) time for this, and the fact that half (now) of the text is in German, wasn't really motivating ... I'm not so good in translating ... I like writing and/or talking naturally without switching between 2 languages, sometimes there are 3 or even more ... and I kind of fell more comfortable with saying/writing things straight away ... not slowing down communication because of translating.
but I always thought this ... I have to admit, very long (or big) blogpost ... is for everyone who might be interested in imagening what kind of city or area I'm working for in my average administration job ... or some might say ... when I'm working as a civil servant. no matter how like to call it ... or what you might imagine ... this blogpost is about a special German town ... special, because of history, special because of the people ... and special, because I really like it in all its diversity and all the cultural and historical background.
the idea of the publishers idea behind this ... all the pictures and the short comments ... I guess some kind of promoting ... not only the City of Bonn, but themselves ... and I think they've done a pretty good job with it. take your time and follow the pictures on trip through the area that I really like and think it's working for ... a year in 100 pictures ... a walk through modern life in Germany.
(the captions are in German ... please use an appropriate translating module).
Tag 1: Im siebten Himmel Der Tower der Deutschen Post AG. 40 Etagen. 162,5 Meter – das höchte deutsche Hochhaus außerhalb von Frankfurt. Der Blick von oben: grandios. Der von unten aber auch. Ein paar Meter weiter geht es ebenso spiegelig zu.
Tag 2: Schöne AussichtIm Zoologischen Forschungsmuseum Alexander Koenig vertreten sich ein paar Giraffen die Beine. Ein flauschiger Spaziergang durch eines der führenden naturgeschichtlichen Forschungsmuseen in Deutschland. Und danach ab ins Grüne? Kein Problem.
Tag 3: Die erste StufeBei all dem Regen da draußen, ein Blick ins Wasser. Die Stufe führt ins Hardtbergbadbecken – in Erinnerung an sonnigere Tage.
Tag 4: TunnelblickBei den Giraffen waren wir schon. Jetzt geht es ein bisschen weiter entlang der B 9. Unser viertes Foto: Der Godesberger Tunnel – achtfach gespiegelt. Aber Blitzer gibt’s weiterhin zwei pro Richtung. Die möchten wir nicht spiegeln.
Tag 5: AusgelöschtAscheflocken kleben in einer Wasserpfütze, als wär’s verbranntes Löschpapier. Eine Schulaula ist abgebrannt. Feuerwehrleute können nur noch verhindern, dass nicht noch mehr zerstört wird. Übrig bleibt die Frage: Warum zündet jemand das Ossietzky-Gymnasium an?
Tag 6: Ein Korallenriff im GrünenDie grüne Insel der Stadt. Von oben aus betrachtet sieht sie aus wie ein Korallenriff. Aufgenommen während einer Ballonfahrt vom Rheinufer aus nach Witterschlick – quer über den 4000 Hektar großen Kottenforst. Die Waldbewohner zeigen wir auch noch. Und jetzt zu den Verkehrsmeldungen.
Tag 7: Abseits der Rush HourDie Reuterbrücke – den meisten von oben bekannt als Blechlawinen-Nadelöhr. In diesem Bild fährt der Blick fast nach rechts unten aus dem Bild – wäre nicht das Verkehrsschild da wo es ist.
Tag 8: Rote Planeten-BühneDie Rheinkultur – umsonst, draußen, einmalig in Deutschland. Ein Planet für Musikfans. Aber: Die Rheinkultur steht vor dem Aus. Die Macher bitten um Support, deswegen verlinken wir auf ihre Seite.
Tag 9: Hüttenverein a.D.Willkommen beim Bonner Bergwerks- und Hütten-Verein – zumindest damals, geführt von Hermann Bleibtreu, dem Erfinder des deutschen Portlandzements. Fabrik inklusive Wasserturm war damals, heute sind es Tourismus, Forschung, Business am Bonner Bogen. So ändern sich die Boom-Zeiten – ob auf der Beueler oder der Bonner Seite.
Tag 10: Beethoven meets WarholEin kleiner Remix auf den großen Sohn der Stadt – passend zum Fest, das gerade läuft. Ludwig van Beethoven, einst geboren in der Bonngasse 24. Die Original-Skulptur steht vor der Beethovenhalle und stammt von Klaus Kammerichs.
Tag 11: Eine Dachlandschaft stochert im NebelStülpt sich der Nebel über die Stadt oder kämpft sich Bonn gerade frei vom Dunst? So richtig scheint es noch nicht entschieden – auch wenn die Sonne energisch ihren Platz behauptet. Rund 1600 Stunden scheint sie bei uns pro Jahr – hat zumindest das meteorologische Institut einmal gemessen. Macht vier Stunden am Tag. Gefühlt sind’s irgendwie weniger. Aber Wolken können ja auch sehr schön sein, oder?
Tag 12: Kalter Krieg am HauptbahnhofDer Kalte Krieg ist vorbei, die Überreste bleiben. Neben den U-Bahn-Gleisen am Hauptbahnhof liegen intakte Luftschutzräume. Bei einem Angriff wäre der U-Bahnhof zum Luftschutzkeller umfunktioniert worden. Wie viel von diesem Anblick wohl übrig geblieben wäre?
Tag 13: Von wegen Grau in GrauVon wegen grauer Klotz – auch wenn das Stadthaus vielleicht von außen so aussieht. Aber es scheint, als müsste man sich die Dinge einmal aus der Nähe betrachten… Ein Blick von unten nach oben lohnt übrigens immer.
Tag 14: Picknick in der UmweltzoneWie ein Verkehrssschild schaut die Rheinaue von oben aus. Eine Umweltzone der anderen Art. Am Verbotsstrich in der Mitte, im Schatten des linken Baumes, haben Picknicker ihren Platz gefunden. Wo wir gerade von Schildern reden: bitte hier entlang.
Tag 15: Er fliegt Sie in den SüdenAb auf die Autobahn 59, 20 Minuten, einchecken, Urlaub. Der Kapitän wartet schon am Flughafen KölnBonn. Vielleicht jettet er noch einmal mit seinen Passagieren über die Stadt und dann Richtung Süden.
Tag 16: Kirchenglocken als KanonenfutterFast wären sie eingeschmolzen worden im letzten Jahr des Zweiten Weltkriegs. Acht Bonner Glocken: Metallreserve für die Rüstungsindustrie. Doch dann war der Krieg vorbei – und die 250 Jahre alten Glocken des Bonner Münsters blieben erhalten. Am Sonntag hört man alle acht läuten – zum Fest der Stadtpatrone Cassius und Florentius.
Tag 17: Froschkönig von der Meckenheimer AlleeSo sehen die Frösche ihre Botanischen Gärten. Scheint ganz gemütlich zu sein, zwischen Teich und Palmen. Das erste Gewächshaus wurde übrigens 1819 errichtet – ein Jahr nach der Uni-Gründung. Mehr tierische Forschung versteckt sich hinter diesem Link.
Tag 18: Deutschlands politischste BergspitzeAuf einem der sieben Berge vor Bonn residiert Deutschlands Nachkriegsgeschichte. Hier tagten einst die Siegermächte. Heute übernachten im Steigenberger Grandhotel zum Beispiel die Gäste der ersten Petersberger Afghanistankonferenz. Ein Ausblick von der anderen Seite? Hier entlang.
Tag 19: WaschtagDas Wasser perlt an der Scheibe herab. Ein Sitz im Trockenen. Kopf abschalten in der Waschstraße. Für einige Minuten zumindest, dann ist das Programm vorbei. Guten Morgen, Montagmorgen. Wer ins Nasse möchte, der gehe bitte hier hin.
Tag 20: Kein KatzenlochDas Katzenlochbachtal. Kein wirkliches Katzenloch, sondern eine kleine Ecke Natur, ein Ort für die Ückesdorfer und Röttgener zum Kraft tanken und Arbeitsärger wegspülen. Eine Nummer größer? Bitte hier entlang.
Tag 21: Eine Abwasserstraße im TrockenenUnter den Gullys von Bad Godesberg: Meter für Meter wird eine neue Abwasserstraße ins Erdreich gedrückt. Noch viel zu buddeln, bis die Röhre einsatzbereit ist. Zum bekannteren Godesberger Tunnel geht es hier entlang. In Bonn gibt es übrigens insgesamt 36 000 Gullys.
Tag 22: Kartenhaus der deutschen DemokratieEin Panoramafoto klappt die Bonner Demokratie auf. Der einstige Plenarsaal im Wasserwerk als Kartenhaus. Unter diesem Adler fällt die wackelige Entscheidung, nach Berlin umzuziehen. Seitdem ist es deutlich ruhiger in unserem Städtchen.
Tag 23: Das 180 Meter-DrehkreuzUnser Bertha in seiner vollen Schönheit. 180 Meter lang, 50 Meter breit. Drehkreuz für alle Bonn-Beuel-Pendler. Der Berufsverkehr wölbt sich über den Platz. Unvergesslich: Die Stadion-Atmosphäre nach jedem gewonnenen WM-Spiel. Sie möchten doch lieber raus in die Bonner Natur? Dann schauen Sie einmal hier vorbei.
Tag 24: Des Kaisers KanonenblickZwei stolze Tower unterm Scheffel einer majästetischen Kanone. Kaiser Wilhelm I. hat die französischen Salutgeschütze einst der Bonner Uni geschenkt. Gefeuert wurde aus ihnen nie – Friede auf dem Alten Zoll.
Tag 25: Im BlätterwaldEin paar Tage länger hätte er ja noch bleiben können, der Herbst, so sonnig wie wir ihn mögen. Aber das Blatt hat sich gewendet. Also wehren wir uns schon mal gegen potenzielle Winterdepressionen – mit farbenfrohen Oktober-Impressionen. Oder doch noch einmal ein bisschen grün sehen?
Tag 26: ErkenntniswelleDer Kopf macht selten das Licht aus. Nachtaktive Wissenschaftler vertiefen sich im Forschungszentrum caesar in ihre Arbeit. Dort erkunden sie die Funktionsweise des menschlichen Gehirns.
Tag 27: BergkuppenSiebengebirgskuppen im Morgennebel. Hinter den Bergen sucht man Grimms Zwerge zwar vergeblich, findet aber dafür den lauschigen Westerwald. Ein einmaliger Blick, nur möglich aus dem Turm der Ippendorfer Kreuzbergkirche. Wobei dieser Ausblick hier auch Spaß macht.
Tag 28: Hier rattert die RotaWie am Schnürchen läuft die neue Rotation des Bonner General-Anzeigers. 80 000 Leser fischen das Ergebnis aus ihren Briefkästen. Der GA gehört zum Morgen wie die Butter zum Frühstücksbrot.
Tag 29: Rauf in die ZukunftBundeshauptstadt war vorgestern. Wissenschaft, Wirtschaft und Weltpolitik ist jetzt. Zeit, sie nach und nach vorzustellen. Und das Foto? Ist am Post Tower entstanden.[/B]
Tag 30: An der Spitze der SkylineDas Bonner Münster trotzt dunklen Zeiten. Am regenverhangenen Horizont übernehmen die Skyline nach und nach: die Bonner Kreuzkirche, das UN-Gebäude „Langer Eugen“, der Post Tower und das Hotel des World Conference Center Bonn.
Tag 31: Zeit zum SchlendernDas Liedchen mit dem Stock und Hut sparen wir uns jetzt – schalten die Ampel aber trotzdem auf wandern. Also: Frisur richten – und los geht’s. Das Schild steht übrigens an einem Wanderparkplatz am Kottenforst.
Tag 32: BilderbuchwetterVorigen Sonntag haben wir uns im Blätterwald umgeschaut. Heute strecken wir einmal den Hals nach oben und schauen uns Bilderbuchwolken an. Deutlich dunklere Wolken ziehen über das Bonner Münster her.
Tag 33: Der Bogen der Bonner UniIm Herzen der Universität. Hinter den Fenstern hat schon Heine über seinen Büchern gebrütet, ebenso Nietzsche, Habermas, Konrad Duden. Die Bonner Uni spannt den Bogen zwischen Tradition und Moderne.
Tag 34: Kommt Zeit, kommt Unrat410 Liter Abwasser pro Sekunde strömen aus der Kanalisation in die Bonner Kläranlage – 35 Millionen Liter am Tag. Wie Chronographen einer Armbanduhr rotieren die drei Klärschlammbecken, um den Schmodder der Bonner auszuputzen.
Tag 35: NachsommerIm goldfarbenen Herbst schimmern selbst U-Bahneingänge wie Wohnzimmerzimmerfenster in der Südstadt. Die Kreuzkirche liegt schon fest im Abendschatten. Noch mehr Bonner Abendstimmung nach dem Klick.
Tag 36: Die Welt ist keine ScheibeZwei Kinder in ihrem eigenen Universum. Weiter, immer weiter – aber gemeinsam, sonst blockiert hier was. Das Spiel des Lebens mal Vierundreißigtausend, so viele Bonner gibt es zwischen sechs und 17 Jahren.
Tag 37: PromenadenmischungEs gibt ja viele Dinge, auf die man verzichten kann. Aber ein Leben ohne Abendspaziergänge am Rhein? Unseren Fluss hatten wir schon, nicht aber die vielen Stege wie der des Bonner Ruderclubs.
Tag 38: 90 Grad am WochenendeWir wollen ja nicht um die Ecke denken – aber heute ist Samstag. Fußball. Wird auch mal wieder Zeit, auf die wichtigen Dinge des Lebens hinzuweisen. Der 90 Grad-Winkel stammt übrigens aus der Sportanlage Pennenfeld. Nach Godesberg geht es hier entlang.
Tag 39: Im HirschgaloppEine Familie zieht über die Waldauwiesen. Viel zu schauen, viel zu staunen für die Menschen auf der anderen Seite des Geheges – vor allem, wenn es Nachwuchs gibt. Und jetzt: Von den Hirschen zu den Giraffen.
Tag 40: Brief ans Palais FürstenbergIm Zentrum unseres Metropölchens. Das Palais der Grafen-Familie Fürstenberg, in den 1750ern erbaut. Auf dem Balkon standen einst König Wilhelm IV. von Preussen und Königin Victoria von England: Sie schauten sich 1845 die Enthüllung des Beethovendenkmals an. Für die kleine Gesangsgruppe haben die Bonner allerdings keinen Blick. Zu viel zu tun an diesem idyllischen Nachmittag.
Tag 41: Im SchneckentempoNächste Station: Tag 41. Heute zeigen wir mal eine Schnecke. Wer weiß, aus welcher Bonner Ecke sie stammt? Kleiner Tipp: Nicht weit enfernt von hier oder dort. Und man muss sicher nicht in den Flieger steigen.
Tag 42: Die Kunst des LernensIn der medizinischen Fakultät verästelt sich das Wissen der Studenten– Jahr für Jahr. Ein langer Gang bis zum Staatsexamen. Mehr Bonner Forschung nach dem Klick.
Tag 43: Blauer PlanetFoliengewächshäuser schlängeln sich über den Boden. Eng aneinander gedrängt als wär’ ihnen kalt in diesen Novembertagen. Unter ihnen wächst junges Gemüse für die Küchen des Rheinlands. Fotografiert vor den Toren Bonns.
Tag 44: Im Rücken des ErzengelsMan kennt ihn eigentlich von vorne. Erzengel Michael. Wie er sein Schwert erhebt gegen den niedergerungenen Teufel in Gestalt eines Drachens. Der Teufel verliert und wird auf die Erde hinabgestoßen. Ein himmlischer Kampf am Koblenzer Tor, während weiter unten der tägliche B9-Verkehr hindurchrollt. Mehr kirchliche Einblicke hier (innen) und hier (außen).
Tag 45: SchattenmusikerHinter dem Vorhang geht ein Konzert über die Bühne. Die Musiker spielen auf dem Marktplatz. Das Stadthaus schimmert durch, der Schatten halblinks. Eine Szene aus wärmeren Tagen, ein Bonner Sommer-Foto im Bonner Winter.
Tag 46: LichtalleeEin Sonntagsspaziergang in eine andere Welt. Hinter dem gleißenden Licht, auf der grünen Wiese, demonstrierten einst Dreihunderttausend gegen den Nato-Doppelbeschluss. Aber heute ist ein friedlicher, einsamer Herbsttag für den Hofgarten und seine Besucher. Ein paar Meter weiter ist dieses Nachsommer-Foto entstanden.
Tag 47: Alles im LotDie Bonner Stadtwerke denken an die Zukunft; sie bauen ihr Heizkraftwerk aus. Das Ziel in vier Worten: Mehr Power, weniger Umweltverschmutzung. Viele Kesselnähte, die dafür verschweißt werden. Mehr harte Arbeit an diesem Montag gibt es hier zu sehen.
Tag 48: Kurfürstliche Chillout-AreaDas Schloss Clemensruh’ – auch bekannt als Poppelsdorfer Schloss. Hier zog sich Clemens August nach städtischen Strapazen zurück. Heute: Uni-Außenstation mit Parkplatzrondell. Auf dem Foto geht es nach rechts zur Poppelsdorfer Allee, nach links und unten zum botanischen Garten.
Tag 49: Produktionstisch für die WeltnachrichtenVon der Computermaus bis zum Fernsehbeitrag: der Weg der Nachrichten. In den Räumen der Deutschen Welle. Und jetzt weiter zur Zeitung.
Tag 50: Rheinisches Dampfschiff Der Fluss will seine gespeicherte Wärme loswerden, an diesem kühlen Wintermorgen. Ein Frachtschiff, das vorüberzieht. Zeiten, in denen man staunend am Ufer steht und nicht aufhören kann, den Rhein anzuschauen.
Tag 51: T-EnsembleVier U-förmige Gebäude mit klarem Profil. Im Office Port der Deutschen Telekom arbeiten unter anderem 1200 T-Home-Angestellte, direkt gegenüber der Konzernzentrale an der Friedrich-Ebert-Allee. Erbaut wurde das Gebäude-Ensemble vom Kölner Architekten Thomas van den Valentyn.
Tag 52: Der Fortschritt legt den Hebel umAbrechnung – damals: Eine Barrett, Modell A, erfunden von Glen J. Barrett. Für 45 Dollar auf den Markt gebracht, 1936. Die Rechenmaschine gehört zur Sammlung des Arithmeums, dem Ausstellungsgebäude des Forschungsinstituts für Diskrete Mathematik.
Tag 53: Festtagsbeleuchtung für die VergangenheitKein Kronleuchter der herkömmlichen Art. 40 syrische Künstler hatten einst an der Bonner Botschaft ihres Landes mitgearbeitet– kurz danach zogen die Diplomaten nach Berlin. Heute steht das Gebäude leer.
Tag 54: Bonner ÄquatorSaunagefühle unterm Glasdach. Hier kommt der Winter niemals an. 3000 tropische Arten werden in den Botanischen Gärten kultiviert. Zur Erinnerung: Die Bewohner haben wir auch schon gezeigt, nämlich hier.
Tag 55: Die Fackelträger zeigen den WegDas Gesicht der Hardthöhe, Sitz des Bundesverteidigungs-ministeriums. Großer Zapfenstreich im Süd-Westen Bonns. Ob die Lichter am Standort ausgehen, ist zurzeit in der politischen Diskussion. Vielleicht gehören solche Bonner Bilder also bald der Vergangenheit an.
Tag 56: Im Kreise der FansPlatz für über 10 000 Besucher – schon klar, kein Vergleich zum FC. Aber macht sich trotzdem gut, die größte Sportanlage Bonns, Heimat für den Bonner SC und den SSF Bonn. Insgesamt 160 000 Quadratmeter Platz für Sport.
Tag 57: Die Ladung ist gelöschtWie stählerne Arme ragen die Ladebrücken in den Rhein hinein. Jederzeit bereit, tausende Kilo schwere Container umzuschlagen. Die Hauptimporte kommen aus China, sagen die Eigentümer. Der Hafen wurde 1920 gebaut – in Zeiten, als an dieser Stelle der Wasserstraße noch niemand lebte. Heute ist der Hafen komplett umschlossen vom Ortsteil Graurheindorf.
Tag 58: Blick ins AllDie Spitze des Wachtberger Weltraum-Radars – vielen von außen bekannt als große, weiße Kugel. 60 Meter hoch, 49 Meter Durchmesser, das größte Radom der Welt. Ganz oben werden die Strahlen gebündelt und ins All geschickt. Mit ihrer Anlage erkennen die Forscher vom Fraunhofer-Institut für Hochfrequenzphysik und Radartechnik FHR Objekte, die bis zu zwei Zentimeter klein sind und in 1000 Kilometer Entfernung durchs All schwirren.
Tag 59: Beethovens HerbstDie Beethovenhalle, benannt nach dem größten Sohn der Stadt. In den Fenstern des Konzerthauses spiegelt sich der Herbst – während die Halle ihren zweiten Frühling erlebt. Eigentlich sollte sie einem Festspielhaus Platz machen, doch viele Bonner haben sich für den Erhalt eingesetzt.
Tag 60: FarbkreisverkehrEin Sonntag zum Auf-die-Bremse-treten. Einen Gang runterschalten – bevor es morgen wieder zur Arbeit geht. Das Foto wurde an einem regennassen Abend aufgenommen, vor einer der 323 städtischen Ampeln in Bonn. Es ist wettertechnisch ein bisschen ungemütlich geworden – aber zugleich auch immer schön da draußen.
Tag 61: Harte Arbeit, klare FormenWahrlich kein Schreibtischjob, den der Mitarbeiter der Ringsdorffwerke zu erledigen hat. Der Traditionsbetrieb in Mehlem gehört zu SGL Carbon und ist seit genau 100 Jahren erfolgreich am Markt. Dort wird Grafit gepresst, verkokt und zu extrem stabilen Werkstücken geformt – so wie in diesem 80 Meter langen Ofen, der vor wenigen Tagen noch tausende Grad heiß war. Mehr harte Arbeit? Wir empfehlen Tag 5 und Tag 47.
Tag 62: Untergeschoss der ModerneEigentlich geht man an den Treppen vorbei in Richtung Eingang. Aber auch vom Untergeschoss aus wirkt die offene, lichtdurchflutete Architektur des Kunstmuseums – hier verstärkt durch eine vierfache Spiegelung. Der Bau stammt vom Architekten und Stadtplaner Axel Schultes, der später auch das Bundeskanzleramt in Berlin gebaut hat. Achtfach-Spiegelungen gab es an unserem Tag 4 zu sehen.
Tag 63: Rohöl aus RotterdamDie Industrielandschaft zwischen Bonn und Köln – hier wird es nie dunkel. Hier kommt das Rohöl aus Rotterdam an, so wie einige Kilometer weiter die Container aus China. Evonik, Shell, Lyondell Basell – nur drei von zahlreichen Konzernen, die am Standort Wesseling sitzen. Keine Stadt im IHK-Kammerbezirk hat mehr Gewerbeflächen als die 35000-Einwohner-Stadt.
Tag 64: Im Strudel des WeltgeschehensDas Treppenhaus der Welthungerhilfe schraubt sich in die Tiefe des Raumes. Die Nicht-Regierungsorganisation kämpft gegen den globalen Abwärtsstrudel aus Hunger und Armut. Sie ist eine von rund hundert NGOs, die in der UN-Stadt Bonn ihren Sitz haben.
Tag 65: So nah und doch so fernStop and watch: Ein Fernglas fürs 380 Meter ferne Beuel – falls die Touristen keine Zeit haben, mit der Rheinnixe rüberzuschippern oder das Siebengebirge zu beklettern. Das Licht, die Wellen, die Ruhe: Es geht nichts über einen Abendspaziergang am Rhein – ob auf der einen oder der anderen Seite.
Tag 66: Adenauer hat SchnupfenGanz schön veschneit-kalte Nase hat unser ehemaliger Herr Bundeskanzler gestern gehabt. Ging irgendwie ein bisschen schnell, der Wechsel vom Herbst zur sibirischen Kälte mit zentimeterdicker Schneeschicht. Aber das Rheinland bleibt sich treu: Lange liegt der Schnee nie.
Tag 67: Bonner WeihnachtstürchenZum ersten Advent machen wir schon einmal ein (Fenster-)Türchen auf. Die warm-wohlige Bonner Weihnachtsstadt. Wer noch ein Geschenk sucht – für andere oder für sich selbst – der kann sich gerne in unserer Kunstdruck-Galerie umschauen.
Tag 68: Das Leuchten der Rush HourDie blauen Stufen führen hinab zur Haltestelle Stadthaus. Der Berufsverkehr strahlt die Rolltreppe an – als wär’s ein Sonnenaufgang. Bonner Rush Hour – gab es da nicht schon mal ein anderes Bild? Hier entlang zu unserem Tag 7.
Tag 69: Weiß, überall weißOhne den rot-schwarzen Spaziergänger würde die Allee wohl vollkommen im weißen Nichts verschwinden. Im Rheinland bleibt Schnee nie länger als einen Tag liegen? Das war wohl ein Trugschluss. Es wird Zeit, die besten Schlittenstrecken zu sammeln. Das Bild: Aufgenommen am Rhein – der vor kurzem noch so aussah.
Tag 70: BrückentanzBonns eleganteste Brücke. Ein begehbarer Link für die T-Mitarbeiter auf beiden Seiten der Friedrich-Ebert-Allee. Über die Medienbänder tanzen magentafarbenene Didgits – Pixel-Choreografien, entworfen von den Bonner Lichtplanern „Licht Kunst Licht“. Das T-Ensemble aus einem anderen Blickwinkel gab es an Tag 51 zu sehen.
Tag 71: Im Wintergarten der UniWenn das so weitergeht versinken die vier Türme des kurfürstlichen Schlosses bald im Schnee – zumindest aus dieser Perspektive. Im Sommer ist auf der Hofgartenwiese definitiv mehr zu sehen von den rund 28000 Studenten. Wie Erzengel Michael von seinem Uni-Logenplatz herabschaut, sieht man an Tag 44.
Tag 72: Auf die Kufen, fertig – losDreh- und Wendepunkt für alle Eislauf-Fans. Bonn on Ice – bis Ende Januar an der Museumsmeile. Rund 100.000 Besucher kommen dort pro Jahr auf die Kufen. Da könnte einem glatt wärmer werden als zu Hause auf dem Sofa, zumindest in diesen Tagen. Es kann ja auch nicht überall so warm sein wie am Bonner Äquator.
Tag 73: Die Kühlkette der NaturEin Acker vor Bonn. Die Schollenlandschaft ist die Bilanz einer zerbrochenen Kühlkette: Ein Eisteppich lag über der Erde. Der Bauer pflügte sie um; die Sonne taute sie an. Und die Nacht fror sie von Neuem ein.
Tag 74: Ippendorfer FensterleuchtenWärme strahlt aus den Fenstern der Kirche St. Barbara. Als würde die Winterkälte an den Backsteinmauern abprallen und der Schnee auf dem Dach wegschmelzen. Die Kirche liegt in Ippendorf und ist unser Bild zum zweiten Advent. Das Motiv zum ersten Advent gibt es hier zu sehen. Über die Dächer Bonns konnte man an Tag 11 schauen.
Tag 75: Rhein in FlammenHinten leuchtet die Stadt, vorne der Rhein. Bei Minus Ein-Grad-Außentemperatur treffen sich Bonner Taucher und lassen sich im – vergleichsweise warmen – Fluss treiben. Es geht stromabwärts vom Steg am Blauen Affen bis zur Kennedybrücke. Weitere Fackelträger, allerdings auf der Hardthöhe, konnte man an Tag 55 sehen.
Tag 76: Rheinisches Fassaden-SchauspielEin Naturschauspiel an der Außenhaut des LVR-Landesmuseums: Bäume und Balkon spiegeln sich in der Glasfassade, während das dazugehörige Haus nur einen Schatten wirft und so die Holzverkleidung durchscheinen lässt. Mehr einzigartige Einblicke im Inneren des Museums – dort dreht sich alles um die Kulturgeschichte des Rheinlandes.
Tag 77: Unter der Sonne RomsDas älteste Museum Bonns in winterlicher Frische. Seit 1819 wird im Akademischen Kunstmuseum griechisch-römische Kunst gesammelt. Über 500 Abgüsse antiker Statuen und Reliefs und über 2000 Originale haben dort ihr Zuhause – einmalig in NRW. Für einen 180-Grad-Schwenk in Richtung Uni-Hauptgebäude, bitte hier entlang.
Tag 78: Auszeit in der EiszeitDer Volleyball nimmt eine Auszeit in der Eiszeit. Die Schwimmbecken verwandeln sich in Frostfächer, die Rutschen harren der Dinge aus. Das Römerbad im Dezember, und nebenan rauscht der Rhein.
Tag 79: Schnee auf dem WipfelWeiße Kronen reihen sich aneinander, auf einem Feld kurz vor Bonn. Der Winter verschluckt die Landschaft. Für Orientierung sorgen die Stämme – als wär’s ein Ski-Slalom. Allerdings nicht so vereist wie unser Tag 73.
Tag 80: Gläserner ZweiklangZwei Nachbarn über den Dächern Bonns. Aus dieser Perspektive liegen Lichtturm der Bundeskunsthalle und Businessturm der Post nur wenige Meter auseinander. Die drei Türme der Bundeskunsthalle symbolisieren den Dreiklang der bildenden Künste – Architektur, Malerei, Skulptur. Wir können den Blick aber auch in eine andere Richtung schweifen lassen.
Tag 81: Kreisrunder AdventEin bisschen Licht in dieser dunklen Jahreszeit. Kreisrunder Adventsblick, aufgenommen im Dachstuhl des Bonner Münsters – das in stürmischen Zeiten von außen so aussieht. Wir wünschen einen schönen dritten Advent.
Tag 82: Der lange Weg der EnergieDampfleitungen am SWB-Heizkraftwerk – auf dem Weg zur Sonne. Im Kraftwerk der Stadtwerke werden Fernwärmeerzeugung und Stromproduktion kombiniert. Das Rohrnetz erstreckt sich über 75 Kilometer unterhalb Bonns. Mehr Power und Kesselnähte sind an unserem Tag 47 zu sehen.
Tag 83: Ins Blaue hineinAus allen Ecken und Winkeln: Bonns Skyscraper reckt sich in die Luft. Rund 2000 Mitarbeiter der Deutschen Post haben im Tower ihre Büros. Die Architektur zieht uns immer wieder an – wie schon an Tag 1.
Tag 84: Das Schöne denkenWas hat Mathematik mit Schönheit zu tun, mit Musik und mit Ästethik? Einen einminütigen Einblick in die Welt der Mathematik gibt es nach diesem Klick (Ton an) – eine Arbeit für das Hausdorff Center for Mathematics, Exzellenzcluster der Uni Bonn. Vor der Tafel steht Matthias Kreck, Direktor des Instituts.
Tag 85: Poppelsdorfer EisgrabenDer Schlossweiher weilt im Winterschlaf, und die Südstadtfenster leuchten zu dieser Jahreszeit noch intensiver. Auch wenn es so kalt ist, irgendwie bleibt man doch immer wieder stehen und schaut staunend auf die Natur. Für einen Blick auf das Poppelsdorfer Schloss aus der Luft, bitte hier entlang.
Tag 86: Sternenzelt im DachstuhlEin verlassener, fast vergessener Ort: Der Dachstuhl der Kreuzkirche, genau über dem Altar gelegen. Wie ein Sternenzelt, das den starken Gewölben der Kirchendecke gegenübersteht. Und ein Anblick, in dem Geschichte steckt: Im Zweiten Weltkrieg wurde die Kirche stark beschädigt; die evangelische Gemeinde zahlte den Wiederaufbau aus eigener Tasche. Da Holz zu teuer war, wurden die Dachstreben aus Eisen gebaut.
Tag 87: Die Jugendstilwohnung der StraßenbahnSo viel Stil können Abstellhallen haben. Bis in die neunziger Jahre hinein fuhren Bonns S-Bahnen jeden Abend unter den stuckverzierten Giebeln ein. Im einstigen Straßenbahndepot an der Graurheindorfer Straße stehen heute Bürotische. 2009 – rund 100 Jahre nach dem Bau – sind dort die Bonner Mitarbeiter der Kultusministerkonfenz eingezogen.
Tag 88: Ein Drahtseilakt über 1290 MeterErinnerungen an laue Sommerabende: mit Freunden grillen, entspannt den Tag ausklingen lassen. Schiffe ziehen vorbei, die Brücke ragt majestätisch über dem Rhein. 1290 Meter ist die Nordbrücke lang – ein Drahtseilakt, der seit 1967 Bonn und Beuel verbindet. Ein Blick von der Brücke hinab auf ein Frachtschiff: unser Tag 50.
Tag 89: Das Ende der Kripper LederfabrikEine Zeit, in der noch keine Telekom, noch keine Post, noch kein Solarworld für Arbeit sorgten. Die Kripper Lederfabrik, wenige Kilometer von Bonn entfernt, war einst eine feste Größe in der Branche. Brockhaus ließ hier seine ledernen Buchdeckel herstellen. Das Ende des Unternehmens haben wir in einer Audio-Slideshow dokumentiert. Ton an und Film ab.
Tag 90: Im Eilrutschtempo durch die StadtMatschmarsch vorbei am Bahnhof Richtung Geschäfte. Kalte Füße und noch viel zu erledigen bis zum Vierundzwanzigsten. Der Schnee weiß im Moment nicht so recht, wohin er will – soll er jetzt schmelzen oder nicht?
Tag 91: Bonner EisäpfelDie Äpfel fallen nicht vom Stamm. Schockgefrostet in der Tiefkühltruhe der Natur. Wir beißen in den sauren – frieren weiter und träumen von Frühlingsgefühlen auf Bonner Obstplantagen.
Tag 92: Von der alten SchuleFranz Müntefering zeigt klare Kante bei einem Grundschulauftritt. Einer, der in Bonn noch Politik gemacht hat. Unser Foto zum letzten Schultag – wir wünschen allen schöne Weihnachtsferien.
Tag 93: Der Esel riecht den BratenDa hat einer von beiden definitiv die Nase vorn im Stall. Aber die Kamera ist nicht besonders schmackhaft. Unser Krippenbild zu Heiligabend – festgehalten im Gut Ostler am Rande des Messdorfer Feldes. Wir wünschen allen frohe Weihnachten und geruhsame Feiertage!
Tag 94: So still ist die InnenstadtIm warm-kalten Innenhof des Bonner Münsters. Rund 900 Jahre alt ist der Kreuzgang alt; der am vollständigsten erhaltene romanische Kreuzgang nördlich der Alpen. Und ein Tipp für alle Bonner, die in der Innenstadt nach einem Ort der Ruhe suchen; ein Ort, an dem keiner rempelt, nichts verkauft wird. Das Bonner Münster von außen ist auch einen Blick wert: unser Tag 30.
Tag 95: Beethovens BotschafterEin Orchester, das auf dem Bild durch die Noten fliegt wie der Dirigentenstab durch die Luft. Das Beethoven-Orchester, vor über 100 Jahren gegründet und seitdem Botschafter des Bonner Kulturlebens.
Tag 96: Brühler RokokoEin Lustschloss zur Falkenjagd. Der Kölner Kurfürst Clemens August ließ es einst in Brühl erbauen; nur einen Spaziergang entfernt von Schloss Augustusburg. Beide gehören heute zum UNESCO-Weltkulturerbe. Das Bonner Pendant aus der Luft: unser Tag 48.
Tag 97: Die Säulen der ErdeDer UN-Tower ragt in die Luft. Sitz der Vereinten Nationen. Trotz internationaler Mitarbeiter bleibt der alteingesessene Name “Langer Eugen” bestehen. Seinen Namen hat das ehemalige Abgeordnetenhaus vom ehemaligen Bundestagspräsidenten Eugen Gerstenmaier; er hatte den Bau des Regierungsviertels in den Sechzigern vorangetrieben. Ein Blick von der anderen Seite? Tag 75.
Tag 98: Am hellichten AltarVon außen die vielleicht charmanteste Kirche Bonns, von innen ein grandioser Blick auf die barocke Vergangenheit. Die Kreuzbergkirche in Ippendorf führt wahrlich kein Schattendasein. Ein ebenso einmaliger Blick von dort aufs Siebengebirge: bitte hier entlang zu unserem Tag 27.
Tag 99: Im FrostwaldEin Frostwald aus dem nächstgelegenen Märchenland, nur wenige Kilometer von unserer Innenstadt entfernt. Was die Natur im Rheinland alles zu bieten hat, erstaunt uns immer wieder. Man denke an den Sommer, den Herbst und die letzten Tage.
Tag 100: Silvester – das Jahr ist vorbeiDas Jahr ist zu Ende, unser 100-tägiges Projekt auch. Vielen Dank für die vielen positiven Kommentare! Es hat uns viel Freude bereitet!
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© & credits: Benjamin O'Daniel und Volker Lannert
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