neuwahl 2008 - wie schlimm wird es?
Tuesday, 8. July 2008, 13:25:43

Italienische Verhältnisse in Wien
Schon wieder ist eine Regierung in Österreich vorzeitig am EndeWenn zwei streiten, freut sich die FPÖ
Chance für die RechtspopulistenItalienische Verhältnisse in Wien
Schon wieder ist eine Regierung in Österreich vorzeitig am Ende"Gewiss hat der scheidende Kanzler Alfred Gusenbauer durch seinen eigentümlichen Führungsstil sein Ende selbst heraufbeschworen. Das Chaos der Sozialdemokraten, das in einem peinlichen Kniefall vor der mächtigen, europafeindlichen Kronen-Zeitung gemündet war, hat den Ausstieg der Volkspartei aus der Großen Koalition provoziert. Zuvor hat diese allerdings alles getan, damit es so weit kommt. (...)
Kaum vorstellbar, dass durch die Herbstwahlen irgendetwas besser wird. Aller Voraussicht nach wird die rechtsradikale Freiheitliche Partei unter dem Mini-Haider Heinz-Christian Strache am meisten vom Regierungsdebakel profitieren. Werner Faymann, der designierte neue SPÖ-Chef und Spitzenkandidat der Sozialdemokraten, wird wohl mit (Links-)Populismus kontern - einerseits den Lafontaine (Chef der deutschen Linkspartei, Anm.) machen, andererseits allen möglichen niederen Instinkten schmeicheln. Am Ende werden wieder zwei - wenn nicht sogar drei - Parteien eine Regierung bilden, die tagtäglich nur an einem arbeitet: am Misserfolg des ungeliebten Koalitionspartners."
Original: taz.de, 2008-07-08

Wenn zwei streiten, freut sich die FPÖ
Chance für die RechtspopulistenBei Neuwahlen in Österreich drohen SPÖ und ÖVP Verluste, während der Rechtsaußen-Partei FPÖ 20 Prozent zugetraut werden.
Original: taz.de, 2008-07-08
Fotos: (c) APA (Robert Jaeger) bzw AP
Ja, wie schlimm kann es werden neu zu wählen? Im Endeffekt tut sich ja nicht viel; ein paar Prozentpunkte hin oder her. Aber was, wenn der Wählerverdruss zur Nichtwahl motiviert? Was wenn der Wählerverdruss zur Protestwahl annimiert?
Im Ergebnis profitieren von solchen Ereignissen die populistischen Parteien und von den zwei, die es in Österreich gibt, beherrscht nur eine dieses Fach wirklich: die FPÖ.
Und so wird uns diese Wahl wohl noch mehr in die Krise stürzen, als wir nicht so schon darin feststecken.
Aber die Hoffnung stirbt zuletzt und evtl steckt doch ein Funken mehr Motivation und Übersicht in den Protest- sowie Nichtwählern, als ihnen aktuell zugetraut wird. Hoffen wir's!















