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Wolfram Alpha

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Irgendwie dachten alle der Suchmaschinenmarkt ist mehr oder weniger aufgeteilt und neue Features beschränken sich auf die Verbesserung bekannter Funktionen. Nun, dem ist seit gestern Nacht nicht mehr so: Wolfram Alpha ist gestartet.

Was ist Wolfram Alpha?

Wolfram Alpha ist weniger eine klassische Suchmaschine denn eine Wissensmaschine. Fragen respektive Suchbegriffe werden nicht mit einer ellenlangen Link-Liste beantwortet. Die so genannte Computational Knowledge Engine versucht viel mehr eine konkrete Antwort zu präsentieren. Das funktioniert in erster Linie natürlich nur bei Fragen, für die es eine rationale/wissenschaftliche Antwort gibt. Schwerpunkte bilden daher u.a. die Bereiche Mathematik, Physik, Chemie und Biologie.

Ein kleiner Test mit dem Zwergplaneten Eris fördert bereits ein vielversprechendes Ergebnis zu Tage - zum Vergleich kann man hier nachlesen: Zwergplanet Eris

Der Fairness halber sollte an dieser Stelle auch erwähnt werden, dass beispielsweise Google schon seit langem auch Rechnen oder Währungen konvertieren kann.

Wolfram Alpha wird wohl kaum etablierte Suchmaschinen wie Google & Co. ersetzen, wohl aber in einzelnen Teilbereichen wie beispielsweise den Naturwissenschaften ergänzen. Um einen verlässlichen Standard zu bieten wird es jedoch notwendig sein, ein hohes Maß an Sorgfalt bei der Auswahl der verwendeten Quellen walten zu lassen. So würde ich beispielsweise Wikipedia bei wirtschaftswissenschaftlichen Themen kaum als Referenz ansehen - dazu sind einfach zu viele Unstimmigkeiten oder einseitige Artikel vorhanden.

Im Moment reagiert die Website noch etwas träge - das wird sich in den kommenden Tagen sicher verbessern. Ansonsten eine spannende Idee!

Das neue Billy-Regal von IKEA

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oder: Wie man eine Legende verschlimmbessern kann

Vor zwei oder drei Jahren habe ich mir bei IKEA ein paar Regale aus dem Regalsystem Billy gekauft. Mal abgesehen vom Preis-Leistungsverhältnis, dass absolut fair ist, habe ich mir folgendes überlegt: Ganze Generationen in Deutschland sind mit dem Billy-Regal von IKEA aufgewachsen. Man kann also von zwei Dingen ausgehen: Es ist von der Qualität ganz ordentlich und man kann später immer mal noch etwas nachkaufen. Bezüglich der Qualität war ich bislang sehr zufrieden. Klar, es ist kein Hülsta-Regal, aber bei pfleglicher Behandlung gibt es keinen Grund zur Beanstandung :-)

Nun surfe ich gerade durch den Online-Shop von IKEA auf der Suche nach einem weiteren Billy-Regal sowie einigen Einlegeböden und werde auch prompt fündig. Mit wenigen Klicks sind die Teile im Warenkorb. Auf dem Weg zur Kasse fiel mir dann noch ein, die Maße der Teile noch einmal zu checken - nur zur Sicherheit. Und da trifft mich doch glatt der Schlag: Sowohl das Billy-Regal selbst als auch die Einlegeböden haben ganz andere Abmessungen wie die Teile, die bei mir zu Hause stehen. Unter dem Strich ist hat das Billy-Regal an Höhe (202 cm anstatt 218 cm) und Tiefe (28 cm anstatt 38 cm) verloren, dafür an Breite (40 cm anstatt 37 cm) gewonnen.

Damit ist das neue Billy-Regal vollkommen inkompatibel zum bisherigen Modell. Mal abgesehen von der Tatsache, dass ich keine passenden Einlegeböden oder gar ein weiteres Regal, welches neben den bisherigen Regalen stehen soll, kaufen kann, so frage ich mich ernsthaft, wo denn genau der Vorteil des neuen Designs liegen soll?

1. Die geringere Höhe von 202 cm anstatt 218 cm ist kein riesiges Problem, da es für das neue Billy-Regal einen Aufsatz gibt. Dumm nur, dass man an der Außenseite keine durchgehende Front mehr hat. Aber egal, man kann nicht alles haben und außerdem kommt es noch besser:

2. Auch wenn ich kein Büro zu Hause habe, so habe ich doch den einen oder anderen Aktenordner für Bank- und Versicherungsunterlagen sowie Schulungsmaterialien. Da Schriftstücke typischerweise auf Papier im Format DIN A4 gedruckt werden, bietet sich ein klassischer Leitz-Ordner zur Ablage an. Dieser ist seit 1908, also seit mehr als 100 Jahren, genau 29 cm tief. In das neue Billy-Regal passt ein klassischer Aktenordner also nicht mehr ganz hinein. Das ist eine großartige Innovation von IKEA.

3. Wo ich schon mal bei Aktenordnern bin: Im alten Billy-Regal passen 4 normale Aktenordner wunderbar nebeneinander - bei 37 cm Außenbreite = 33,5 cm Innenbreite des Regals bleiben genau 1,5 cm Luft bei 4 Ordnern. Nun probieren wir das mal mit 40 cm Außenbreite = 36,5 cm Innenbreite: Mehr als 4 Ordner passen nach wie vor nicht herein, dafür fallen sie nun aber zur Seite, da nun knapp 5 cm Platz ist. Schon wieder eine intelligente Idee.


Also ehrlich: Wem auch immer eingefallen ist die Abmessungen des Billy-Regals zu ändern sei gesagt, dass das eine ganz beschissene Idee war. Außer unbrauchbaren Scheininnovationen, die den echten Nutzwert des Regals absolut verringert haben, kann ich auch mit viel gutem Willen nicht erkennen, warum man den Klassiker verbessern musste.

Ach so: Auch wenn es natürlich keine Garantie dafür gab, dass man auch Jahre später noch passende Teile kaufen kann, so fühle ich mich schon ein wenig veräppelt, wenn man ein quasi standardisiertes Produkt ändert und unter gleichem Namen anbietet. Hätte man nicht einen anderen Namen für das neue Billy-Regal nehmen können? Ich denke da hat jemand in Schweden seine Hausaufgaben denkbar schlecht gemacht ...

Erlebnisse im Restaurant

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Inspiriert durch einen Artikel mit dem Titel Rucola des Grauens sind mir ein paar Erlebnisse in Restaurants wieder eingefallen.

Unter dem Strich kommen mir die im zitierten Artikel beschriebenen skurrilen Ereignisse durchaus seltsam bekannt vor. Am schönsten fand ich jedoch den Abschnitt über das Geschirr ;-)

Ich darf jedem Gast im Restaurant empfehlen, die Gabe von Trinkgeld zu verweigern oder zu vermindern, wenn der Service oder sonst etwas Wesentliches nicht in Ordnung waren. Der Fairness halber sollte man der Bedienung jedoch einen Hinweis auf den Grund geben. Mit dieser Vorgehensweise habe ich durchaus positive Erfahrungen gemacht - kaum eine Bedienung war wirklich sauer, wenn ich höflich auf den Grund aufmerksam gemacht habe.

Beim letzten Mal war ich leider etwas inkonsequent, als die angebotene Mascarpone eindeutig ein sehr viel größere Verwandschaft zu einem Yes-Törtchen hatte.

Übrigens: Das Yes-Törtchen ist tot :-(

Auswahl von Geräten für mobile Datenerfassung

Der Erfassung von Daten aus den Bereichen Logistik, Ver- und Entsorgung sowie Handel direkt vor Ort ist heute kaum mehr aus einem optimal organisierten Betriebsablauf wegzudenken. Dabei hat die Einführung von Barcodes und RFID-Tags einen erheblichen Beitrag geleistet. Allein mit einem Barcode oder ein RFID-Tag an der Ware ist es nicht erledigt. Um die Informationen, die sich in einem Barcode oder einem RFID-Tag befinden, zu nutzen, bedarf es natürlich auch entsprechender Technik zur mobilen Datenerfassung.

Im Rahmen eines Logistikprojektes habe ich bei einem mittelständischen Produktionsunternehmen die Umstellung der Lagerhaltung auf ein vollautomatisches, auf Barcodes basierendes Tracking- und Tracing-System begleitet. Das Warensortiment besteht aus mehreren Dutzend Artikeln. Von den durchschnittlich 3.000 Platten im Lager müssen pro Tag einige Hundert Europaletten bewegt werden.

Bei der Auswahl der Hardware für die mobile Datenerfassung habe ich die Erfahrung gemacht, dass billig allein keine gute Wahl ist. Häufig ist es so, dass Anbieter von mobilen Handgeräten zwar einen guten Preis machen, aber kaum Ahnung von den Geräten selbst haben. Sowohl die Auswahl der Hardware als auch die Einrichtung der Geräte wird dann schnell zum Problem.

Nach einiger Suche habe ich dann einen Anbieter aus dem Bereich Mobile Datenerfassung gefunden: Das Ingenieurbüro Ingo Koch in Krefeld. Es wird neben einer guten Auswahl an mobilen Geräten zur Datenerfassung auch fachkundigen Beratung geboten. Man merkt, dass das Unternehmen im Bereich der mobilen Datenerfassung zu Hause ist und über eine langjährige Erfahrung verfügt. Die Zusammenarbeit war professionell und alle technischen Probleme rund um die Hardware und Software wurden zügig gelöst. Daher kann ich MobData für Projekte aus dem Bereich der mobilen Datenerfassung ohne Einschränkung empfehlen.

Vorhersage des Ifo-Geschäftsklimaindex

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Es sicher schon dem einen oder anderen aufgefallen, dass bei einigen Aussagen bestimmte Worte mit großer Wahrscheinlichkeit in Kombination auftauchen. So sind beispielsweise die Wortpaare Siemens - Korruption, Radsport - Doping und China - Menschenrechtsverletzung häufig anzutreffen. Es gibt aber auch vergleichsweise banale Dinge.

Mit ist schon vor vielen Jahren einmal aufgefallen, dass bei der Erwähnung des so genannten Ifo-Index das Adjektiv unerwartet beinahe automatisch folgt. Da mir das etwas merkwürdig vorkam, habe ich mir mal die Mühe gemacht und die Genauigkeit der Vorhersage des Ifo-Index angesehen.

Ein Wort vorab: Der Ifo-Index heißt eigentlich IFO-Geschäftsklimaindex und ist eine Art Frühindikator für die Entwicklung der Konjunktur in Deutschland.

Ich habe für den Zeitraum vom 01.01.2003 bis 31.03.2008 die Prognosen für den Ifo-Index des für die Erstellung selbigen zuständigen Ifo Institut für Wirtschaftsforschung e.V. angesehen und mit der tatsächlichen Entwicklung des Ifo-Index verglichen. Die Prognosen selbst habe ich Artikeln aus dem Wirtschaftsteil von Spiegel Online entnommen. Um nicht zu kleinlich zu sein, habe ich mir ausschließlich die Prognose zum Trend der Entwicklung des Ifo-Geschäftsklimaindex angesehen - der Index zur Geschäftsbeurteilung sowie der Index für die Geschäftserwartungen wurde nicht betrachtet.

Nachfolgend gibt es paar Übersichten für die Jahre 2003 bis 2008:

Für einen steigenden Trend gibt es "+" und für einen fallenden Trend ein "-"; wenn der Index unverändert bleiben soll, gibt es "o" und wenn keine Prognose zu finden war, dann ist ein "?" vermerkt. Für jede Übereinstimmung zwischen Prognose und tatsächlichem Trend gibt es einen Punkt. Auf der rechten Seite der Übersichten wurden die Übereinstimmungen zusammenaddiert.

    Jahr                      2003
    Monat                     J F M A M J J A S O N D   Summe
   ------------------------- ------------------------- -------
    Prognose                  o - o + + + + + + + + + 
    tatsächlich eingetreten   + + - - + + - + - + + +
   ------------------------- ------------------------- -------
    Übereinstimmungen         0 0 0 0 1 1 0 1 0 1 1 1       6

    Jahr                      2004
    Monat                     J F M A M J J A S O N D   Summe
   ------------------------- ------------------------- -------
    Prognose                  + ? - - ? + + - - - - - 
    tatsächlich eingetreten   + - - + + - + + + + - +
   ------------------------- ------------------------- -------
    Übereinstimmungen         1 0 1 0 0 0 1 0 0 0 1 0       4 

    Jahr                      2005
    Monat                     J F M A M J J A S O N D   Summe
   ------------------------- ------------------------- -------
    Prognose                  + + o - + + + + - o - ? 
    tatsächlich eingetreten   - - - - - o + - + + - +
   ------------------------- ------------------------- -------
    Übereinstimmungen         0 0 0 1 0 0 1 0 0 0 1 0       3

    Jahr                      2006
    Monat                     J F M A M J J A S O N D   Summe
   ------------------------- ------------------------- -------
    Prognose                  + - - - - - - - - ? ? + 
    tatsächlich eingetreten   + + + + + + - + + + + +
   ------------------------- ------------------------- -------
    Übereinstimmungen         1 0 0 0 0 0 1 0 0 0 0 1       3

    Jahr                      2007
    Monat                     J F M A M J J A S O N D   Summe
   ------------------------- ------------------------- -------
    Prognose                  + - - + + - - - - - - - 
    tatsächlich eingetreten   - - + + - - o + - + + -
   ------------------------- ------------------------- -------
    Übereinstimmungen         0 1 0 1 0 1 0 0 1 0 0 1       5

    Jahr                      2008
    Monat                     J F M A M J J A S O N D   Summe
   ------------------------- ------------------------- -------
    Prognose                  - - -
    tatsächlich eingetreten   + + +
   ------------------------- ------------------------- -------
    Übereinstimmungen         0 0 0                         0


Es ist auffallend, dass lediglich einem Drittel (21) der insgesamt 63 Zeiträume der Trend korrekt prognostiziert wurde - in zwei Drittel (42) aller Vorhersagen lag man daneben.


In der nebenstehenden Grafik sind die absoluten Abweichungen im Einzeln dargestellt. Die Übersicht ist wie folgt zu lesen: Für jeden Zeitraum gibt es einen prognostizierten und einen tatsächlichen Wert des Ifo-Index. Der tatsächliche Index ist durch ein horizontalen Strich gekennzeichnet. Am anderen Ende der vertikalen Linie ist demnach die Prognose zu finden. Je größer die vertikale Linie pro Zeitraum ist, desto größer ist die Abweichung zwischen Prognose und Ist-Wert - auch eine recht interessante Betrachtung.

Sofern die Prognose keine exakte Zahl zur Entwicklung des Ifo-Index enthielt oder aber schlicht keine Prognose verfügbar war, wurde für diese Betrachtung eine eigene Prognose erstellt. Dieser Wert wurde in Abhängigkeit des prognostizierten Trends oder aber, sofern gar keine Prognose verfügbar war, des Trends der vorherigen Periode ermittelt. Für steigende Trends wurden 1,1 Zähler und für fallende Trends 0,9 Zähler angenommen - es handelt sich sich hierbei um den arithmetischen Mittelwert der Schwankungsbandbreite der Jahre 2003 bis 2008.

Und nun zum Fazit: Die Prognosen des Ifo-Instituts zur Entwicklung der Konjunktur in Deutschland sind nicht sonderlich zuverlässig. Daher ist es auch keine Einbildung, dass das Adjektiv "unerwartet" vergleichsweise häufig bei der Verkündung des Ifo-Index verwendet wird. Wer also auf den Ifo-Index vertraut, sollte sich lieber überlegen, statt dessen gegen die Prognose zu wetten - die Wahrscheinlichkeit damit richtig zu liegen beträgt mehr als 66% :-)