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My side of the camera

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Posts tagged with "IMPORTANT"

Wie füllt man den Wahlzettel aus

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Nachdem ich bisher einen alten Blogpost dafür missbraucht habe, ist es denk ich an der Zeit, einen eigenen Post für dieses Thema zu starten.

Die Frage, wie man den Wahlzettel oder Stimmzettel richtig ausfüllt, scheint mir sehr berechtigt zu sein, es sieht so aus, als ob die Regierung durch ihre Stümperei und ihre Angriffe auf unsere Freiheit es geschafft hat, viele Menschen politisch zu mobilisieren, die bisher noch nicht, oder nicht so bewußt gewählt haben.

Die offensichtlichste Frage ist sicher: Wie wird der Wahlzettel aussehen?

Klar, wer nicht weiß, was ihn erwartet, der stellt sich - Natur des Menschen - das schlimmst mögliche vor, vermutlich ein Formular auf dem Level der Einkommenssteuererklärung.
Das ist mitnichten so, die Sache ist sehr einfach gehalten. Hier die Liste der bisher veröffentlichten Musterstimmzettel zur Bundestagswahl 2009:
http://www.bundestagswahl-2009.de/stimmzettel/

Wenn der Zettel für Euren Wahlkreis hier nicht vorhanden ist, seht Euch einfach ein paar andere an. Ihr seht sicher schnell, die Unterschiede sind marginal, für das, was ihr wissen wollt.

Wie und wann bekomme ich den Wahlzettel?

Inzwischen sollte jeder Wahlberechtigte eine Wahlbenachrichtigung im Postkartenformat erhalten haben. Das ist Eure "Eintrittskarte" zu der Veranstaltung. Dort drauf seht ihr, wo die Wahl für Euch genau stattfindet. Die Wahlbenachrichtigung zeigt ihr dann am 27. September im genannten Zeitraum dort vor, incl Eurem Personalausweis, und erhaltet dafür die Wahlunterlagen, das sind der Stimmzettel wie oben beschrieben, und ein Umschlag. Damit geht ihr dann in eine der Wahlkabinen, die dort vorhanden sind. Ihr habt solange Zeit, wie ihr wollt, und wenn ihr Fragen habt, könnt ihr jederzeit einen Wahlhelfer rufen, der Euch unterstützt (außer bei der Entscheidung, wen ihr wählen wollt).

Die nächste Frage: Was muß ich tun?

Euer Zettel hat zwei Spalten, die linke für die sogenannte Erststimme, und die rechte für die Zweitstimme. Für jede Spalte habt ihr genau eine Stimme, es läuft also am Ende auf ein Kreuz links und ein Kreuz rechts raus. Das ist alles, was ihr tun müßt. Dann das Ganze in den Umschlag, wieder aus der Kabine und zur Urne, einer Box mit abgedecktem Schlitz, die von eine Wahlhelfer bewacht wird. Dieser hebt die Abdeckung kurz auf, damit ihr Eure Stimme einwerfen könnt. Dann könnt ihr gehen.

Moment, langsam! Was genau bewirkt die Erst- und Zweitstimme dann?

Wenn ihr was bewegen wollt, müßt ihr natürlich die Bedeutung der beiden Hebel kennen.
Mit der Erststimme bestimmen die Wähler ihren Wahlkreisbewerber. Das sind diejenigen, die sich in Eurem Wahlkreis direkt zur Wahl stellen, es sind also lokale Politiker aus Eurer Umgebung. Sie bewerben sich um das Direktmandat, mit dem sie ohne weitere Umwege direkt in den Bundestag kommen. Dieses Direktmandat bekommt derjenige Kandidat, der in seinem Wahlkreis die meisten Erststimmen erhalten hat. Da es 299 Wahlkreise gibt, heißt das, daß 299 Bundestagsabgeordnete auf diese Weise gewählt werden. 598 Sitze gibt es im Bundestag insgesamt, das ist also genau die Hälfte.

Mit der Zweitstimme entscheidet ihr über das Kräfteverhältnis der Parteien im Bundestag. Die Zweitstimmen aller Wahlkreise werden also für jede Partei zusammengezählt und die prozentuale Aufteilung errechnet. Da kommt dann das Ergebnis raus, was ihr zur Zeit immer in den Nachrichten seht, wenn Wahlumfragen stattgefunden haben.

Konkretes Fallbeispiel mit einfach zu rechnenden Zahlen: Wenn eine Million Menschen wählen würden (wir hoffen natürlich, es werden VIEL mehr), und davon 200.000 Menschen ihre Zweitstimme der Deutschen Beispiel Partei DBP geben würden, bekäme die DBP das Ergebnis von 20%. Damit würde sie 20% der Sitze im Bundestag zugeteilt bekommen, das sind 120 Sitze. Diese Sitze würde die DBP dann zuerst mit denjenigen DBP Kandidaten besetzen, die ein Direktmandat erhalten haben. Sind dann noch Sitze frei, kommt die Liste dieser Partei zum Zug. Das ist einfach eine Namensliste, auf der die Wunschkandidaten der DBP stehen. Die wird abgearbeitet, bis alle zugeteilten Sitze besetzt sind.

Hat eine Partei mehr Direktmandate erhalten, als ihnen laut den Zweitstimmen Sitze im Bundestag zustehen, dann muß kein Direktkandidat draußen bleiben. Die kommen alle rein, die Partei erhält dadurch zusätzliche Sitze. Die nennt man "Überhangmandate". Die Kandidaten der Liste kommen dann natürlich nicht mehr zum Zuge :wink:

Ich kann meine Erststimme nicht meiner Partei geben! Was jetzt?

Die Erststimme gibt man eigentlich eh keiner Partei, sondern direkt dem Kandidaten. Wenn dieser Kandidat allerdings einer Partei angehört, kann man davon ausgehen, daß er das Programm dieser Partei auch unterstützt und sich den Entscheidungen der Partei meist anschließt. Das nennt man Fraktionszwang und ist das größte Übel unserer Parteiendemokratie. Praktisch alle Direktkandidaten gehören Parteien an, aber ganz selten gibt es auch parteilose Direktkandidaten, die stehen dann unten alleine in der linken Spalte, ohne einen zugehörigen Parteieintrag daneben in der rechten Spalte.

Viele kleinere Parteien haben leider keine Direktkandidaten. Soweit ich weiß, passiert das, wenn sich in Eurem Wahlkreis von dieser Partei kein Politiker für ein Bundestagsmandat bewirbt. Bei diesen Parteien ist nur ein Eintrag in der rechten Spalte, die linke Spalte in derselben Zeile ist dann leer. Wenn das bei der Partei der Fall ist, die ihr wählen wollt, dann sucht stattdessen einen Direktkandidaten einer anderen Partei, dem ihr noch am ehesten vertrauen würdet. Wenn ihr die anderen Kandidaten selbst nicht kennt und beurteilen könnt, dann wählt den Direktkandidaten einer Partei, deren Programm noch am ehesten Eure Interessen vertritt. Da ihr die Zweitstimme dann ja Eurer Wunschpartei gebt, schadet ihr dieser dadurch nicht. Im schlimmsten Fall gebt ihr der anderen Partei einen Direktkandidaten mehr, falls der, den ihr gewählt habt, das Direktmandat Eures Wahlkreises bekommt UND diese Partei damit mehr Direktmandate bekommt als ihr Plätze zustehen und sie dadurch ein Überhangmandat erhält. Ihr seht, die Wahrscheinlichkeit, hier was falsch zu machen, ist gering.

Mehr Hintergründe über den Wahlvorgang findet ihr hier:
http://www.bundestag.de/bundestag/plenum/wahlen/index.html

Denkt dran: Das Schlimmste, das ihr machen könnt, ist gar nicht zu wählen!

Am Ende noch zwei gute Erklärungen, warum ich denke, daß ihr die Piratenpartei wählen solltet:

http://www.dubistterrorist.de/
http://www.rettedeinefreiheit.de/

Hier das Wahlprogramm der Piraten.

ZOMFG RUUUUUN!!!!!!!!!!!!!

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EU-Politiker planen den Überwachungsstaat
http://www.golem.de/0809/62367.html

Ich habe keine Ahnung, wie man sowas kommentieren sollte...
Kann man sowas kommentieren?
Kommentiert einer von Euch bitte um mir zu sagen, ob man sowas kommentieren kann?
Wer's kann, kann auch gleich kommentieren.
Bis dahin: Kein Kommentar.

Ich hab das Datum eben zum 18. Mal gecheckt.. Kein erster April...
Dem Horrorfaktor nach würde es auch zu Halloween passen.. Aber auch nicht...

Ich bin ja immer sehr vorsichtig, was exakte politische Meinungen angeht, aber ganz ehrlich:
WER DAS JETZT WEISS UND NOCH SCHWARZ WÄHLT, DER IST GEISTESKRANK!!!!!!!!!!!

F*ck, mir gehen die Ausrufezeichen aus!

Twister... bitte hilf uns gegen den Tsunami....
*Telepolis aufmach und ein Gewicht auf F5 leg*

Vorratsdatenspeicherung: Die Stimmung nach dem Eilentscheidung

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Die Zeit nach der Eilentscheidung in Karlsruhe ist von vielen Seiten rege genutzt worden, um zu diskutieren, zu interpretieren und zu reagieren.

Ganz klar zeigen die Nachrichten der letzten Tage und Wochen bzgl BKA Gesetz, Bundestrojaner und Co, daß die Regierung noch lange keine Lehre aus dieser Karlsruher Klatsche gezogen hat und sich nach wie vor völlig informations- und lernresistent zeigt und meint, sie könne die Verfassung einfach durch ihre höchstpersönlichen Auslegungen verbiegen, wie sie möchte.

Beispielsweise wird versucht, die lokale Installation des Bundestrojaners durch einen Einbruch in die Wohnung zu ermöglichen, mit der Begründung, daß wenn man nur etwas dort "ablegt" und nichts durchsucht, ist es keine Wohnungsdurchsuchung und somit auch ohne richterliche Verfügung gesetzmäßig und kein Verstoß gegen das Grundrecht auf die Unverletzlichkeit der Wohnung.
Wenn es Euch beim Lesen solcher Argumentationen kotzübel wird, dann habt keine Sorge, das ist nicht krankheitsbedingt, sondern eine natürliche Schutzreaktion.
Auf der anderen Seite existieren natürlich keine sauber ausgearbeiteten Expertisen, welche Ermittlungserfolge durch so eine Möglichkeit zu erwarten sind. Das einzige taxierbare Argument, das ich bisher gehört habe, war, daß es "unabdingbar" sei. Wofür wirklich, wissen wohl nur eine handvoll Menschen, und die werden einen Dreck tun, das zu verlautbaren.

Man sollte hierzu mal die Geldverschwendung bedenken, die das verursacht. So ein Gesetzesentwurf wird nicht gerade von einem Praktikanten in 5 Minuten gemacht (auch wenn es so zu sein scheint, wenn man das Ergebnis betrachtet), sondern da sitzen hoch-, wenn nicht eh massiv überbezahlte Köpfe Wochen und aber Wochen dran und arbeiten einen Entwurf aus, der so eindeutig verfassungswidrig ist, daß allen klar ist, daß das vor Gericht gehen wird und dort weiterhin die Zeit von hoch-, jedoch ganz und garnicht überbezahlten Verfassungsrichtern kostet, damit diese der Regierung sagen kann: "Ja, das, was für alle anderen Menschen verfassungswidrig klingt, ist tatsächlich auch verfassungswidrig."

Im gleichen Atemzug, in dem vor Terror gewarnt und dafür die Freiheit zertreten wird und Steuergelder in Millionenhöhe verbrannt werden, wird an allen Ecken und Enden an Polizeikräften gespart. Es werden Stellen abgebaut und Polizisten machen Dienst in ihrer Freizeit, weil sie es mit ihrem Gewissen nicht vereinbaren können, daß der Bürger schutzlos ist.

Ich finde dazu nur eine Beschreibung:

Die größte Bedrohung für Frieden, Sicherheit und Demokratie geht meiner Ansicht nach ausschließlich von der Regierung aus. Hier werden die demokratischen Grundsätze mit Füßen getreten, bepinkelt und geschleift. Der Schaden, den die westliche Welt dadurch nimmt ist um Potenzen größer, als das, was alle Terroristen zusammen jemals hätten anrichten können.

Die deutschen Politiker sind in meinen Augen die Handlanger und die Exekutive der al-Qaida. Terroristenführer wie Osama Bin Laden, wenn es ihn überhaupt noch gibt, sitzen eher daheim in ihrem Versteck in ihren Couchsesseln, mampfen Popcorn und gucken uns zu, wie wir uns selbst zerstören...

Es bleibt wohl weiter so, daß wir Bürger jedes offensichtlich verfassungswidrige und verfassungsfeindliche Gesetz, das wie üblich in Bundesrat und Bundestag mit Gähnen durchgewunken wird, selbst vor das Verfassungsgericht bringen müssen, welches das letzte Bollwerk zwischen den letzten Resten einer Demokratie und der puren Agonie darstellt.

Möge diese Instanz noch lange genug durchhalten, um den Wahnsinn abzuwenden....

/yours
Daniel

Vorratsdatenspeicherung: Datenabruf on the rocks

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... geschüttelt, nicht gerührt.

Karlsruhe hat über den Eilantrag gegen die Vorratsdatenspeicherung entschieden und den Abruf der Daten größtenteils auf Eis gelegt.

Traditionell war Karlsruhe bei dem Eilantrag sehr zurückhaltend. Ein Eilantrag kann nur eine Gefahr abwenden, die irreparablen Schaden verursacht. Damit konnten die Verfassungsrichter die Speicherung selbst nicht stoppen. Dafür wurden für das Schürfen in dieser Datenhalde bis zur Hauptverhandlung große Hürden gelegt. Denn die roten Roben meinen, der Abruf und die Verwendung der Daten seien ein besonders gefährlicher und irreparabler Eingriff in die Freiheit der Bürger.

Der Abruf von Daten bei "mittels Telekommunikation begangener Straftaten" (dies dürften fast alle Straftaten sein, denn fast überall kommt wohl in einer Tatvorbereitung oder -ausführung ein Telefonanruf, eine Email oder ähnliches vor, oder der Täter recherchiert über das Opfer oder den Tatort im Internet) wurde komplett runtergespült.
Weiterhin ist ein Abruf nur noch bei schweren Straftaten möglich. Zudem muss der Verdacht durch bestimmte Tatsachen begründet und die Erforschung des Sachverhalts auf andere Weise wesentlich erschwert oder aussichtslos sein.

Zuvor hatten die Verfassungsrichter in anderen Entscheidungen immer wieder betont, dass schon das Datensammeln an sich die Bürgerrechte einschränke und einen Einschnitt in das informationelle Selbstbestimmungsrecht darstelle. Über die Verfassungsmäßigkeit der Speicherung an sich will Karlsruhe nach eigenen Angaben aber erst im noch ausstehenden Hauptverfahren ein Urteil fällen. Man kann hier also legitim Hoffnung hegen.

Der Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung hat die Entscheidung in einer ersten Stellungnahme begrüßt und verteilt jetzt gemäß seiner Position natürlich kräftig Ohrfeigen ringsum. Zypries solle zurücktreten, weil sie als Justizministerin das offensichtlich verfassungswidrige Gesetz gegen die Widerstände von Rechtsexperten, Datenschützern und den eigenen Bürgern gewaltsam eingeführt hat, sogar noch über das Mindestmaß der EU Vorgabe (die selbst auch ohne Rechtsgrundlage sei) hinausgegangen ist und die Datenspeicherung unter Verstoß gegen die klare Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts in Deutschland durchzudrücken versucht.

Ebenso müsse Deutschland die geplante staatliche Registrierung aller Flugreisen, mit welcher die nächste verfassungswidrige Vorratsspeicherung drohe, ebenso wie das Vorhaben zum millionenfachen Bruch des Postgeheimnisses durch die Erfassung und Auswertung von Brief- und Paketsendungen sofort stoppen.

Erfreuen wir uns also an dem Silberstreif am Horizont und harren der Dinge, die da kommen.

/yours
Daniel

Vorratsdatenspeicherung: Schnick, Schnack, Schnuck -- Papier schlägt Stein

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Das Bundesverfassungsgericht hat sich endlich ausgerangelt und hat entschieden, daß der erste Senat für die Verfassungsklagen gegen die Vorratsdatenspeicherung zuständig ist.

Damit hat den Vorsitz der Gerichtspräsident Hans-Jürgen Papier.

Um etwas auszuholen:
Papier hatte vor kurzem durchblicken lassen, dass jede Neufassung des von Karlsruhe gestoppten Luftsicherheitsgesetzes mit Bestimmungen über den Abschuss von Passagierflugzeugen am Bundesverfassungsgericht scheitern würde. Schäuble verbat sich daraufhin in einem Interview am Wochenende jede Einmischung und betonte zugleich, dass alle grundrechtlich geschützten Bereiche endlich seien.

Auch, wenn es sich bei dieser Auseinandersetzung nicht um die Vorratsdatenspeicherung handelt, scheinen wir hier einen Verfassungsrichter zu haben, der generell nicht der Auffassung ist, daß die Verfassung und die Grundgesetze nur ein Hindernis für die Exekutive ist, das es zu beseitigen gilt.

Ist das Licht dort hinten im Tunnel der Ausgang oder ein entgegenkommender Zug?

/yours
Daniel

Vorratsdatenspeicherung vs. Meinungsfreiheit: Ein Traumbeispiel

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Und weil es eh nur Deutschland betrifft, blogge ich gleich in deutsch.

Es gibt ein aktuelles Traumbeispiel, warum die Vorratsdatenspeicherung die Meinungsfreiheit in Deutschland vom Tisch fegen WIRD.

Vor wenigen Wochen beging eine verzweifelte erwerbslose 46-jährige eine Straftat. Sie bedrohte Mitarbeiter eines Jobcenters mit einer Waffe und nahm sie 2 Stunden lang als Geisel. Die Geiselnahme konnte schnell und unblutig beendet werden.
Als daraufhin Forumsteilnehmer des Erwerbslosenforums diese Verzweiflungstat diskutierten und einige davon die Reaktion der Täterin verstehen konnten, begann die Aachener Staatsanwaltschaft umgehend gegen diese Teilnehmer wegen Volksverhetzung zu ermitteln und der Betreiber des Forums wurde im Rahmen der Ermittlungen zur Herausgabe der IP Informationen aufgefordert.

Nachdem der Betreiber Einspruch gegen die Aufforderung eingelegt hat, hat nun das Landgericht Aachen die Herausgabe der Daten verfügt!

Der einzige Grund, warum der Betreiber diese Daten nicht herausgeben wird, ist, daß er diese Daten nicht besitzt. Das Erwerbslosenforum loggt keine IP Daten seiner Besucher und es gibt zur Zeit dafür keine rechtliche Verpflichtung.

Ab nächstes Jahr existiert jedoch diese Verpflichtung! Und würde sie jetzt schon bestehen anstatt erst in ein paar Wochen, so würden diese Forumsteilnehmer mit ihren Meinungsäußerungen gnadenlos verfolgt, ermittelt und angeklagt werden!
Denn das Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung erlaubt explizit den Zugriff auf diese Daten bei "mittels Telekommunikation begangener Straftaten", egal wie schwer die Straftat ist. Und auch wenn ich mir nicht vorstellen kann, daß die auslösenden Beiträge der betroffenen Forumsteilnehmer tatsächlich strafrechtlich relevant sind, reicht eine Ermittlung wegen dieser vorgeworfenen Straftat ja völlig aus, damit auf die Daten zugegriffen werden kann und die Beitragsersteller wegen Volksverhetzung angeklagt werden können.

Somit kann die Meinungsfreiheit ab nächstem Jahr mit derartigen fiktiven Vorwürfen und mit Hilfe der Datenhalden der Provider problemlos vom Erdboden getilgt werden. Denn eines ist klar: Selbst die Anklage zu einer solchen Straftat ist ein einschneidendes Erlebnis, das oftmals das Leben ganzer Familien ruiniert, auch wenn das Verfahren in einem Freispruch endet! Ein derart Angeklagter verliert oft genug seinen Job, schon lange, bevor eine Entscheidung gefallen ist, und damit sein Einkommen und seinen Lebensstandard. Der Schock und Frust, der dadurch ausgelöst wird, läßt Ehen und Familien im Nu zerbrechen.

Mit dieser Gefahr im Nacken wird sich niemand mehr trauen, kritische Beiträge im Internet zu verfassen und die Meinungsfreiheit wird der Vergangenheit angehören.

Schließt Euch schnell den Verfassungsklagen gegen die Vorratsdatenspeicherung an, helft mit, daß das, was hier versucht wurde, niemals möglich werden kann!

LEGT NICHT DIE HÄNDE IN DEN SCHOSS

Wer mehr über den o.g. Fall wissen möchte, klickt hier:
Telepolis: Wenn Verständnis zu Volksverhetzung wird

Telecommunication secret will cease to exist.

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As we all feared, it has happened.

It has been decided that telecommunication secret in germany should die end of this year.
Our basic right of informational self-determination will not exist anymore from 1st of January 2008.

I am really shocked about the senselessness of this action... Just face the facts: There is the fear that terrorists will dismantle our freedom. So the solution is to dismantle our freedom ourselves before they can do that??

In my eyes, the coalition and on top of them Wolfgang Schäuble are a way greater threat to freedom and peace as any terrorist can be, because they are in position to really harm us. And now they prove that they are willing to harm us. Combined with this absolute ignorance to facts and common sense, our politicans are a fire-and-forget weapon in the hands of all terrorists world wide. Terrorists now just need to lean back, have some popcorn and watch us devastating our freedom, our rights, our democracy...
The don't have to lift a single finger...

God, it will not take very long until people will be imposed to pressure because writing things like that. How long will I be able to tell when I don't like any of the government desicions? Or even worse: Will I cease to write such opinions because of being afraid of any pressure?

My only hope now is that all the class action suit against data retention will rescue our freedom.
Constitutional Court: Please don't let us down...

The Internet grieve for telecommunication secrets in germany

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CLICK HERE FOR GERMAN VERSION



5-minute information: Data retention

According to plans of the German parties CDU, CSU and SPD, from 2008 onwards it will be possible to trace who has contacted whom via telephone, mobile phone or e-mail for a period of six months. In the case of mobile calls or text messages via mobile phone, the user's location will also be logged. Anonymising services will be prohibited.

The data that will be collected about the entire population will allow our movements to be traced, any calls or communications with business contacts to be monitored and will remove privacy in our personal relationships. It also allows the content of communications to be analyzed, content such as personal interests and the individual life circumstances of the person communicating. Access to the data is to be granted to the police, public prosecutors, secret services and foreign states which hope for better prosecution of crimes.

At present, telecommunications providers may retain only data required for billing purposes. This is not the case with location data and information regarding e-mails, for example. Customers can request the deletion of billing data as soon as the monthly invoice has been sent out. By using a flat rate, one can prevent the collection of traffic data altogether, which can be important for journalists, counselors and others.
What is the problem?

The current plans regarding the collection of information about citizens' communication, movements and use of media constitute the greatest threat yet to our right to an independent and private life.

We would all suffer from data retention:

* Data retention constitutes an excessive invasion into our personal privacy.
* Data retention disrupts professional activities (e.g. in the fields of medicine, law, clergy, journalism) as well as political and business activities that rely on discretion. It ultimately harms our free society itself.
* Data retention doesn't prevent terrorism or crime. It is unnecessary and can easily be circumvented by criminals.
* Data retention violates the human right to privacy and informational self-determination.
* Data retention puts a financial strain both on businesses and consumers.
* Data retention discriminates against users of telephone, mobile phone and internet services in comparison to other means of communication. Data retention constitutes an excessive invasion into our personal privacy.

Current situation

The German Federal Minister of Justice, Brigitte Zypries, is currently pushing a draft bill concerning the introduction of data retention in Germany. The Bundestag (German parliament) is to vote on the bill in autumn. The plans are supported by the governing parties CDU, CSU and SPD, but there is an increasing tendency, also in politics, to at least delay data retention until the European Court has ruled on its legality.

Whether or not data retention can be averted greatly depends on public pressure.

Act now!
Werde aktiv!

(Source: vorratsdatenspeicherung.de)