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My side of the camera

How world looks through my personal viewfinder.

Posts tagged with "politics"

Von der Leyens Hintermänner?

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Heute bin ich zu früh aufgewacht, habe schlechte Laune und Nackenschmerzen. Ein perfekter Tag, um etwas über die Fakten des Zugangserschwerungs-Gesetzes zu sinnieren und frei von moralischen Zwängen und Höflichkeiten ein paar gefühlsmäßig logische Schlüsse zu ziehen.

Dabei nehme ich mal die Theorie, daß es gar nicht um KiPo gehe, sondern nur eine Zensur infrastruktur aufbauen soll, mal ganz außen vor.

Mit dem genannten Gesetz erreicht von der Leyen:

  • daß Straftäter im pädophilen Umfeld durch die Stopseiten frühzeitig gewarnt werden, daß sie entdeckt wurden
  • daß KiPo Dienstbetreiber durch diese Warnung alle Zeit der Welt haben, sämtliche Spuren zu beseitigen und an neuer Stelle alles wieder online bringen können, bis der von-der-Leyen'sche Warnapparat sie wieder informiert.
  • daß normale Bürger, die bisher innerhalb 24 Stunden fast 60 KiPo Seiten schließen lassen konnten, jetzt nicht mehr sehen, was hinter dem Stoppschild ist, und sowas dadurch nicht mehr selbst bekämpfen können, wenn die Strafverfolger versagen. Würden sie es versuchen, machen sie sich strafbar, und da sie ja selbst nicht eh schon kriminell sind, wie die Pädophilen, schreckt sie das ab.
  • daß Pädophile hinter dem Stopschild ein eigenes Separé bekommen, in das wegen o.g. Grund nur andere pädophile Straftäter kommen. Ein geschütztes Pädophilen-Biotop sozusagen, in dem diese gedeihen können.
  • daß die Strafverfolgungsbehörden keine finanziellen Mittel mehr haben, selbst gegen KiPo vorzugehen
  • daß die Strafverfolger nicht den selben kleinen Dienstweg gehen können, auf dem die Bürger die o.g. 60 KiPo seiten stillegen konnten
  • daß Menschen, die sich aktiv gegen KiPo einsetzen, daher sich in dem Umfeld informieren, leicht ermittelt und _diese_ dann wegen KiPo Besitzes angeklagt werden können (z.B. Tauss und jeder, der eine Stopseite zu Gesicht bekommt und daher gelogged wurde) was wiederum Käfte der Strafverfolger bindet, und somit die echten Anbieter von KiPo nicht ermittelt werden können
  • daß Opfer nicht mehr so gut als solche wahrgenommen werden, weil vor dem ganzen Schandfleck ein schöner Vorhang hängt

Darüberhinaus zeigt von der Leyen bei Presseterminen schlimmste Kinderpornographie, also besitzt sie diese und führt diese auch anderen ungefragt vor, also verbreitet sie. Obwohl sie dafür ein vielfaches des Materials besitzen muß, als Tauss es in seinen eseligen Eigenermittlungen benutzt hat, geht sie völlig ohne Strafe oder auch nur Anklage aus.

Sie umgibt sich in der Öffentlichkeit am liebsten mit Kindern, an denen sie kaum einmal vorbeigehen kann, ohne ein paar davon zu berühren und anzüglich anzugrinsen. Sie zerrt ihre zahlreichen eigenen Kinder regelmäßig vor die Kamera.

Das läßt für mich nur einen Schluß zu:

Von der Leyen ist meiner Meinung nach selbst bis über beide Ohren in pädophilen Kreisen aktiv und benutzt ihre politische Macht, um Kinderpornoringe in Deutschland und weit über diese Grenzen hinaus zu schützen, zu verstecken und deren Verfolgung zu vereiteln.

Ich habe die Meinung, daß es aus oben genannten Gründen sehr wahrscheinlich ist, daß sie selbst schwer pädophil ist.

Ja, diese Hypothesen sind sehr provokant, aber solange Politiker sich hinstellen und sagen "Man wird ja in der Öffentlichkeit noch frei über Theorien sinnieren dürfen" wenn sie öffentlich den Verfassungsbruch propagieren, denke ich, darf ich auch frei über sowas sinnieren.

Jetzt fängt die Arbeit an - Auf zum Weiterändern

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Hallo liebe Freunde und Mitpiraten!

Nachdem die Wahl jetzt vorbei ist, haben ein paar Piraten zwar einen ganz schönen Hangover, aber laßt den Kopf nicht hängen, der Kater vergeht :smile:

Unser Wahlergebnis von 2% ist an sich ein sehr gutes, das Problem waren eher unsere Erwartungen. Die wurden jetzt in die Realität gerückt, aber da sehen sie ziemlich gut aus.

- Die Grünen hatten bei ihrem ersten Wahlgang 1980, als die Wahlbeteiligung und das Politikinteresse noch nicht so niedrig und der Politikverdruß noch nicht so hoch war, eine gute Startvoraussetzung, haben da aber nur 1,5% geschafft. Die haben wir also gegen alle Widrigkeiten um 0,5% überholt. Die Grünen sind heute fester Bestandteil der Politiklandschaft und dort nicht mehr wegzudenken. Das schaffen wir weitaus früher!

- Auch müssen wir gedanklich aus dem Wahlkampf rauskommen. Wir haben agiert, als wäre das Kreuz alle 4 Jahre die einzige Möglichkeit, steuernd in die Demokratie einzugreifen. Das ist mitnichten so, die Arbeit fängt jetzt erst an!

- Wir haben die Organisation aufgebaut, während wir praktisch ohne Finanzmittel (außer freiwilligen Spenden, danke an alle Spender!) auch noch einen Bundestagswahlkampf gestemmt haben. Wir haben jetzt bessere Positionen, wir bekommen Finanzierungshilfen durch unser gutes Wahlergebnis und können jetzt aufbauen, ohne unter Zeitdruck an einer anderen Front kämpfen zu müssen. Wir können die Basis festigen und stabil erweitern!

- Seht uns mal im Vergleich zu anderen Parteien. Während die SPD ihr schlechtestes Ergebnis EVAR eingefahren hat, haben wir das beste Ergebnis eingefahren. Zum Beispiel bekamen wir in Karlsruhe zur Europawahl noch 2,1% der Stimmen, gestern dann schon 3,5%. Der Trend ist also riesig, kein Grund, die Augenklappe nass zu machen :smile:

- Darüberhinaus haben sich diesmal viele Leute übers Internet über die Wahl informiert, Die Leute kommen also zwangsläufig in die Lebensbereiche, in denen wir für sie interessant sind. Seht Euch zum Beispiel meinen Artikel "Wie füllt man den Wahlzettel aus" an. Die Pageviews sind beachtlich für so einen kleinen unwichtigen Blog wie meinen, allein Sonntag bekam ich 3200 Views:



Also, den Kater mit Hering vertreiben und dann die Ärmel hochkrempeln, es geht weiter!

Auf zum Weiterändern!

Euer Daniel

Brief an die Nichtwähler

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Liebe Freunde, da ich jetzt offiziell Pirat bin, soll meine erste Handlung als offizieller Pirat sein, unseren Öffentlichen Brief an die Nichtwähler zu multiplizieren. :smile:
Und wie das geht mit dem Wahlzettel ausfüllen, erfährt man dann hier



Liebe Nichtwähler,

wir schreiben euch diesen Brief, weil ihr die stärkste politische Kraft in diesem Land seid. Bei der Europawahl habt ihr mit 46,7% alle Parteien weit hinter euch gelassen. Bei der kommenden Bundestagswahl werdet ihr voraussichtlich zum ersten Mal stärker als CDU und SPD sein. Herzlichen Glückwunsch!

Wir können es sehr gut verstehen, dass ihr nicht zur Wahl geht. Wir haben von der Politik in diesem Land auch die Nase voll. Alle vier Jahre dürfen wir Bürger unser Kreuzchen für Kandidaten und Landeslisten machen, die von Parteifunktionären in Hinterzimmern aufgestellt werden. Dafür wird uns vor der Wahl in professionell gestalteten Werbekampagnen das Blaue vom Himmel versprochen. Nach der Wahl werden diese leeren Versprechen dann eiskalt wieder einkassiert. Die Sachzwänge sind dann schuld, oder die leeren Kassen.

Zwischen den Wahlen haben wir Bürger ruhig zu sein. Die Politiker wollen bei ihrer wichtigen Arbeit nicht gestört werden. Sie bekommen schließlich von den Lobbyverbänden eine Menge Geld dafür, deren Entwürfe zu Gesetzen zu machen. Von den knappen Diäten kann man ja kaum leben, und es ist auch viel bequemer, die Vorlagen der Lobbyisten zu verwenden, als selbst nachdenken zu müssen.

Kein Wunder, dass dabei oft Gesetze herauskommen, die nichts als Schaden anrichten. Nach dem elften September 2001 wurden zum Beispiel viele Gesetze beschlossen, die uns angeblich vor dem Terrorismus schützen sollen. In Wirklichkeit beschneiden sie unsere bürgerlichen Freiheitsrechte immer mehr. Unsere Daten werden gespeichert, unsere E-Mails gelesen, unsere Computer heimlich durchsucht. Die Politiker behaupten, sie hätten nicht die Absicht, einen Überwachungsstaat zu errichten. Dennoch bauen sie so fleißig daran, dass George Orwell oder die STASI ihre Freude hätten.

Liebe Nichtwähler, wir respektieren es, wenn ihr diesmal wieder nicht zur Wahl geht. Aber wisst ihr eigentlich, dass jede Nichtwählerstimme vor allem den großen Parteien zugute kommt? Wer nicht wählen geht, stärkt die Große Koalition. Wollt ihr das wirklich? Die gute Nachricht: Es gibt bei dieser Wahl eine echte Alternative für Nichtwähler – die Piraten. Wenn ihr eure Stimme nicht an die Altparteien verschenken wollt und ein deutliches Zeichen setzen möchtet, dass sich in diesem Land etwas grundlegend ändern muss, solltet ihr am 27. September Piratenpartei wählen. Wir versprechen euch, dass wir nie etwas versprechen werden, das wir nicht halten können.

Unser Programm ist absichtlich so schlank gehalten, dass ihr genau wisst, wofür wir stehen:

● für die Stärkung der Bürgerrechte und gegen den Überwachungsstaat
● für einen transparenten Staat und gegen den „gläsernen Bürger“
● für eine bessere Demokratie, bei der die Bürger die Politik aktiv mitgestalten können
● für freien Zugang zu Kultur und Bildung

Für diese Ziele werden wir kämpfen. Einen Gemischtwarenladen aus leeren Versprechungen wie die Altparteien bieten wir bewusst nicht an.

Dienstwagen und Pensionen aus der Staatskasse interessieren uns nicht. Wir können unser Geld woanders besser verdienen. Wir gehen nur deswegen in die Politik, weil wir es uns nicht mehr leisten können, sie Menschen zu überlassen, die außer Parteipolitik nichts gelernt haben. Die Lobbyisten werden natürlich versuchen, uns genauso zu bearbeiten wie die Altparteien. Doch wir sind Piraten – wir sind unbestechlich.

Liebe Nichtwähler, ihr habt es in der Hand, etwas in der deutschen Geschichte noch nie Dagewesenes zu schaffen. Wenn ihr bei dieser Wahl ausnahmsweise nicht zu Hause bleibt, sondern die Piratenpartei wählt, wird ein Ruck durch dieses Land gehen.

Wir stehen bei euch im Wort. Wenn wir uns korrumpieren lassen sollten wie die Altparteien, dürft ihr uns abwählen und beim nächsten Mal wieder zu Hause bleiben. Gebt uns dieses Mal eure Stimme und wir werden euch nicht enttäuschen!

Wir sehen uns am 27. September in der Wahlkabine!

Eure Piraten

Quellennachweis: http://wiki.piratenpartei.de/Brief_an_die_Nichtwaehler

Doch sie sehen mich einfach nicht

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Da fragt die Welt am Sonntag den Schäuble:

Welt am Sonntag: Was ist reizvoll daran, als Innenminister als Feindbild der Internet-Generation und linker Politiker herhalten zu müssen?

Schäuble: Von Anfeindung kann doch nicht die Rede sein. Im Gegensatz zu den emotionalen bis aggressiven Debatten früherer Jahrzehnte erlebe ich den Wahlkampf als sehr gemäßigt. Die jungen Leute twittern ein bisschen oder posten auf Facebook. Und auch die paar Kollegen aus der Fraktion der SPD, die manchmal die Grundregeln von Anstand und Fairness verletzt haben, vermag ich auszuhalten.


http://www.welt.de/politik/deutschland/article4520413/In-anderen-Laendern-nennt-man-das-Krieg.html

Er nimmt die gesamte Freiheit-Statt-Angst Demo entweder nicht wahr oder zumindest nicht als Gegenaktion seiner direkten Politik. "Die meinen sicher jemand ganz anderen..."

Wenn das mal keine Aufforderung ist, schwerere Geschütze aufzufahren? :wink:

Oh in dem selben Interview sagt Schäuble auch:

Schäuble: In Bayern, wo die FDP Koalitionspartner der CSU ist, hat man genau die Regelung zur Online-Durchsuchung verabschiedet, die wir auf Bundesebene im BKA-Gesetz haben. Das hat die bayerische FDP-Chefin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger unterschrieben. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit.



Tja, liebe FDP Wähler, da weiß man, was man hat.

Oder, in Pixel als Foto *g* ausgedrückt: Ihr habt Euch wohl verlaufen, was?

Wie füllt man den Wahlzettel aus

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Nachdem ich bisher einen alten Blogpost dafür missbraucht habe, ist es denk ich an der Zeit, einen eigenen Post für dieses Thema zu starten.

Die Frage, wie man den Wahlzettel oder Stimmzettel richtig ausfüllt, scheint mir sehr berechtigt zu sein, es sieht so aus, als ob die Regierung durch ihre Stümperei und ihre Angriffe auf unsere Freiheit es geschafft hat, viele Menschen politisch zu mobilisieren, die bisher noch nicht, oder nicht so bewußt gewählt haben.

Die offensichtlichste Frage ist sicher: Wie wird der Wahlzettel aussehen?

Klar, wer nicht weiß, was ihn erwartet, der stellt sich - Natur des Menschen - das schlimmst mögliche vor, vermutlich ein Formular auf dem Level der Einkommenssteuererklärung.
Das ist mitnichten so, die Sache ist sehr einfach gehalten. Hier die Liste der bisher veröffentlichten Musterstimmzettel zur Bundestagswahl 2009:
http://www.bundestagswahl-2009.de/stimmzettel/

Wenn der Zettel für Euren Wahlkreis hier nicht vorhanden ist, seht Euch einfach ein paar andere an. Ihr seht sicher schnell, die Unterschiede sind marginal, für das, was ihr wissen wollt.

Wie und wann bekomme ich den Wahlzettel?

Inzwischen sollte jeder Wahlberechtigte eine Wahlbenachrichtigung im Postkartenformat erhalten haben. Das ist Eure "Eintrittskarte" zu der Veranstaltung. Dort drauf seht ihr, wo die Wahl für Euch genau stattfindet. Die Wahlbenachrichtigung zeigt ihr dann am 27. September im genannten Zeitraum dort vor, incl Eurem Personalausweis, und erhaltet dafür die Wahlunterlagen, das sind der Stimmzettel wie oben beschrieben, und ein Umschlag. Damit geht ihr dann in eine der Wahlkabinen, die dort vorhanden sind. Ihr habt solange Zeit, wie ihr wollt, und wenn ihr Fragen habt, könnt ihr jederzeit einen Wahlhelfer rufen, der Euch unterstützt (außer bei der Entscheidung, wen ihr wählen wollt).

Die nächste Frage: Was muß ich tun?

Euer Zettel hat zwei Spalten, die linke für die sogenannte Erststimme, und die rechte für die Zweitstimme. Für jede Spalte habt ihr genau eine Stimme, es läuft also am Ende auf ein Kreuz links und ein Kreuz rechts raus. Das ist alles, was ihr tun müßt. Dann das Ganze in den Umschlag, wieder aus der Kabine und zur Urne, einer Box mit abgedecktem Schlitz, die von eine Wahlhelfer bewacht wird. Dieser hebt die Abdeckung kurz auf, damit ihr Eure Stimme einwerfen könnt. Dann könnt ihr gehen.

Moment, langsam! Was genau bewirkt die Erst- und Zweitstimme dann?

Wenn ihr was bewegen wollt, müßt ihr natürlich die Bedeutung der beiden Hebel kennen.
Mit der Erststimme bestimmen die Wähler ihren Wahlkreisbewerber. Das sind diejenigen, die sich in Eurem Wahlkreis direkt zur Wahl stellen, es sind also lokale Politiker aus Eurer Umgebung. Sie bewerben sich um das Direktmandat, mit dem sie ohne weitere Umwege direkt in den Bundestag kommen. Dieses Direktmandat bekommt derjenige Kandidat, der in seinem Wahlkreis die meisten Erststimmen erhalten hat. Da es 299 Wahlkreise gibt, heißt das, daß 299 Bundestagsabgeordnete auf diese Weise gewählt werden. 598 Sitze gibt es im Bundestag insgesamt, das ist also genau die Hälfte.

Mit der Zweitstimme entscheidet ihr über das Kräfteverhältnis der Parteien im Bundestag. Die Zweitstimmen aller Wahlkreise werden also für jede Partei zusammengezählt und die prozentuale Aufteilung errechnet. Da kommt dann das Ergebnis raus, was ihr zur Zeit immer in den Nachrichten seht, wenn Wahlumfragen stattgefunden haben.

Konkretes Fallbeispiel mit einfach zu rechnenden Zahlen: Wenn eine Million Menschen wählen würden (wir hoffen natürlich, es werden VIEL mehr), und davon 200.000 Menschen ihre Zweitstimme der Deutschen Beispiel Partei DBP geben würden, bekäme die DBP das Ergebnis von 20%. Damit würde sie 20% der Sitze im Bundestag zugeteilt bekommen, das sind 120 Sitze. Diese Sitze würde die DBP dann zuerst mit denjenigen DBP Kandidaten besetzen, die ein Direktmandat erhalten haben. Sind dann noch Sitze frei, kommt die Liste dieser Partei zum Zug. Das ist einfach eine Namensliste, auf der die Wunschkandidaten der DBP stehen. Die wird abgearbeitet, bis alle zugeteilten Sitze besetzt sind.

Hat eine Partei mehr Direktmandate erhalten, als ihnen laut den Zweitstimmen Sitze im Bundestag zustehen, dann muß kein Direktkandidat draußen bleiben. Die kommen alle rein, die Partei erhält dadurch zusätzliche Sitze. Die nennt man "Überhangmandate". Die Kandidaten der Liste kommen dann natürlich nicht mehr zum Zuge :wink:

Ich kann meine Erststimme nicht meiner Partei geben! Was jetzt?

Die Erststimme gibt man eigentlich eh keiner Partei, sondern direkt dem Kandidaten. Wenn dieser Kandidat allerdings einer Partei angehört, kann man davon ausgehen, daß er das Programm dieser Partei auch unterstützt und sich den Entscheidungen der Partei meist anschließt. Das nennt man Fraktionszwang und ist das größte Übel unserer Parteiendemokratie. Praktisch alle Direktkandidaten gehören Parteien an, aber ganz selten gibt es auch parteilose Direktkandidaten, die stehen dann unten alleine in der linken Spalte, ohne einen zugehörigen Parteieintrag daneben in der rechten Spalte.

Viele kleinere Parteien haben leider keine Direktkandidaten. Soweit ich weiß, passiert das, wenn sich in Eurem Wahlkreis von dieser Partei kein Politiker für ein Bundestagsmandat bewirbt. Bei diesen Parteien ist nur ein Eintrag in der rechten Spalte, die linke Spalte in derselben Zeile ist dann leer. Wenn das bei der Partei der Fall ist, die ihr wählen wollt, dann sucht stattdessen einen Direktkandidaten einer anderen Partei, dem ihr noch am ehesten vertrauen würdet. Wenn ihr die anderen Kandidaten selbst nicht kennt und beurteilen könnt, dann wählt den Direktkandidaten einer Partei, deren Programm noch am ehesten Eure Interessen vertritt. Da ihr die Zweitstimme dann ja Eurer Wunschpartei gebt, schadet ihr dieser dadurch nicht. Im schlimmsten Fall gebt ihr der anderen Partei einen Direktkandidaten mehr, falls der, den ihr gewählt habt, das Direktmandat Eures Wahlkreises bekommt UND diese Partei damit mehr Direktmandate bekommt als ihr Plätze zustehen und sie dadurch ein Überhangmandat erhält. Ihr seht, die Wahrscheinlichkeit, hier was falsch zu machen, ist gering.

Mehr Hintergründe über den Wahlvorgang findet ihr hier:
http://www.bundestag.de/bundestag/plenum/wahlen/index.html

Denkt dran: Das Schlimmste, das ihr machen könnt, ist gar nicht zu wählen!

Am Ende noch zwei gute Erklärungen, warum ich denke, daß ihr die Piratenpartei wählen solltet:

http://www.dubistterrorist.de/
http://www.rettedeinefreiheit.de/

Hier das Wahlprogramm der Piraten.

Lobo, Du armes Opfer der new economy

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Als erstes dachte ich noch: "Du kleines gelecktes Würstchen mit Vodaphone-Hahnenkamm, was denkst Du eigentlich wer Du bist?", als ich Sascha Lobos ReTweet las:

RT @furukama Die #Piraten- publizieren auch in der Jungen Freiheit? Damit unwählbar. http://bit.ly/eckgg
http://twitter.com/saschalobo/status/3983804619/

Der Typ galoppiert auf einem Größenwahntrip vor sich hin, der Erfolg im Web 2.0 hat sich anscheinend im Kopf in Extacy verwandelt.

Dann eine kurze Pause der Nachdenklichkeit....

Lobo, Du warst einer von uns. Deine Leser haben Dich groß gemacht. Deine Leser haben Deine Stimme multipliziert. Deine Stimme wurde auf einmal gehört. Auch von denen, über die Du was berichtet hast. Was passierte dann? Werbeverträge. Eine Vodaphone sagt ihm: "Sag ab jetzt unsere Meinung. Wenn Du Glück hast ist es manchmal auch Deine, wer weiß." Und Sascha wedelt freudig mit dem Schwanz - und verkauft sich.

Das hier ist jetzt wohl der Höhepunkt des Höhenfluges. Ohne wirklich zu wissen, was los war, benutzt er seine Stimme, die wir so laut gemacht haben, um eine Partei zu diffamieren. Einfach so im Vorbeigehen, weil er grad nix besseres zu tun hat.

Ja, Andreas Popp hat der nach eigenen Angaben "rechtskonservativen" Zeitschrift "Junge Freiheit" ein Interview gegeben. Wie man es von den Rechten erwarten kann, haben sie versucht, ihm rechte Statements unterzuschieben. Andy hat das trotz fehlender Erfahrung gut gemeistert, er sagt deutlich, daß die Piraten niemals mit rechten Parteien zusammenarbeiten.

Was genau hat Lobo also gegen dieses Interview? Die Piraten sagen ihre Meinung jedem. Den liberalen, den konservativen, den sozialen, den rechten, den linken. Wir haben doch immer noch unsere Meinung, egal wem wir sie sagen! Hätte Andy mit einer Vereinigung griechenland-stämmiger Mitbürger gesprochen, hätte Lobo die Piraten jetzt für eine griechische Volkspartei gehalten? Warum sollte die gesamte Piratenpartei jetzt auf einmal rechts sein, wenn sie den Rechten direkt sagt, daß sie nicht mit Rechten zusammenarbeiten wird?

Aus welchem Grund hätte Andy das Interview verweigern sollen? Aus Feigheit vor einem Feind? Weil "man das so macht"?

Warum sollte ein Sascha Lobo, ein Kind des Internets, kommunikativen Mut und ein daraus resultierendes einwandfreies Ergebnis so in den Dreck ziehen? Die sinnvollen Erklärungen sind recht rar:

- Lobo hat das Interview garnicht gelesen und meinte beim Headlines zappen, was gefunden zu haben, wo man jemandem weh tun kann. Anderen weh tun macht Spaß und man fühlt sich selbst so viel besser, denn es überdeckt das Wissen, daß man selber nur ein gekauftes Würstchen ist.

- Lobo hat die Pressestrategie der etablierten Parteien völlig verinnerlicht, die nur mit Presse redet, bei der sicher ist, daß diese positiv berichtet. Jemand, der den Mut hat, auch mit Presse zu reden, die einen benutzen oder zerreißen will, ist das schlimmste, was solche Leute sich vorstellen können.

Aber was ich persönlich am wahrscheinlichsten halte:

- Weil Lobo weiß, daß von der SPD niemand die Cojones hätte, sich einem politisch gefährlich eingestellten Journalisten auch nur auf 30m zu nähern, muß er seine gekaufte Web 2.0 Stimme benutzen, um zu versuchen, diese Courage der Piratenpartei als Minuspunkt zu markieren.

Dazu kommt noch der böseste Rückschluss aller Zeiten: Wenn die Piraten den Rechten sagen, daß sie mit ihnen nicht zusammenarbeiten wollen, hält Lobo sie für "unwählbar". Heißt das, die SPD würde mit den Rechten zusammenarbeiten?

Ja, Lobo ist in jedem Falle ein Opfer, einer, der ganz nach oben kam, dort vom eigenen Erfolg überfahren wurde, dessen Überreste von den Konzernen gekauft wurden, ein Nerd, der von der Partei hirngewaschen wurde, um vor den Coolness Karren gespannt zu werden - kurzum, einer, der für alle nur noch eine Marionette ist.

Sascha, irgendwie glaube ich, unter dem Ekelgefühl ein wenig Mitleid zu spüren. Du kommst aus Deiner Schiene nie mehr ungeschoren raus, egal wie es ausgeht. Du hast Dich aus dem Fenster gelehnt und Übergewicht bekommen. Mal sehen, ob Du in ein paar Jahren den Hahnenkamm nicht dunkel färbst und den Scheitel auf West stellst, um in der Masse besser untertauchen zu können.

Botany Bay - Old Men With Ballpoint Pens

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Danke Laura und Stephan, daß ihr der Piratenpartei Euer Gesicht und Eure Stimme (in jedem Wortsinn) gebt.

=> botanybay.cc
=> Download Video als MP4
=> Artikel auf musik.klarmachen-zum-aendern.de (incl Lyrics)

Hey Kumpels, alles cool?

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Der Spiegel schreibt in Aufstand der Netzbürger:

"Nicht nur im Willy-Brandt-Haus der SPD, wo sie massiv Facebook und Twitter für den Wahlkampf nutzen wollten, nun aber erschrocken feststellen, dass ihnen mindestens Häme, wenn nicht offene Ablehnung und blanker Hass aus dem Netz entgegenschlagen."

Jeez-us, das überrascht Euch Politiker? Ihr habt die letzten Jahre damit verbracht, unsere Wohngemeinschaft namens "Internet" mit Panzern zu umstellen und systematisch niederzubomben, uns auszuhungern und zu zermürben versucht. Dann stellt ihr für 15 Minuten das Feuer ein, kommt zu uns rein, nehmt Euch ein Bier aus dem Kühlschrank, flätst Euch auf unsere Couch und meint "Hey Kumpels, alles cool?" und WUNDERT EUCH?

Und jetzt heult hier nicht rum von wegen, das wären doch die anderen in der Partei, die haben ja keine Ahnung, aber wir jungen, wir sind doch welche von Euch!

NEIN

Ihr, die ihr Politiker in den großen "Volks"parteien seid, habt alle Gesetze - die Bomben, die ihr auf uns geworfen habt - mitgetragen und abgenickt! Ihr habt Euch dem Fraktionszwang unterworfen, dem nachgegeben und nicht zu wenig diesem sogar gefröhnt und ihn im besten Fall als Ausrede benutzt! Mit der aktiven Politikarbeit in einer dieser Parteien habt ihr die Dereliktion Eurer Individualität kundgetan, ihr seid alle grau geworden. Euch gibt es nicht mehr als eigenständige Personen. So, wie ihr Euch hinter dem Fraktionszwang, den ihr freiwillig gewählt habt, versteckt habt, werdet ihr alle von uns über einen Kamm geschert!

Wenn ihr wirklich so tolle Individualisten seid und nicht mehr zu dem stehen wollt, was Eure Parteien in den letzten Monaten und Jahren getan haben, dann habt verdammt noch mal die Cojones und tretet aus Euren Parteien aus und kommt zur Piratenpartei! Erst dann habt ihr wieder ein Recht auf Individualismus!

Am Rande davon: Hallo Spiegel! Der Artikel war wohl zu gut und korrekt, um ihn einfach so stehen zu lassen. Beim Korrekturlesen ist Euch wohl aufgefallen, daß der Pflichtteil "gotteslästerlicher Blödsinn" fehlt und habt ihn kurz nachgeschoben?
"Beckedahl ist dabei kein Vertreter der radikalen Internetfraktion. Von den Positionen des Chaos Computer Clubs, der möglichst eine totale staatliche Abstinenz in Digitalien fordert, ist er weit entfernt."
So einen Schwachfug hat der CCC nie gefordert und wird ihn sicher nicht fordern. Denn ich habe News für Euch: Das Internet IST kein rechtsfreier Raum und keiner von uns will das ändern, so schön dies auch in Euer aller Bild passen würde!

Die Meinung des SPD Parteivorstandes

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Hallo Freunde!

Hier mal was für Euer Amusement.

Anfrage von mir an den Parteivorstand der SPD:

Ich habe die letzten Jahre der SPD immer die Treue gehalten, jedoch bin ich gerade sehr schockiert, wie ein der SPD zugehöriges Mitglied des deutschen Bundestages sich über die Sorgen und Ängste der Wähler lustig macht, sie veräppelt und damit indirekt für debil erklärt.

Ich würde mich freuen, wenn Sie mir erklären könnten, auf welche Weise ich mich von der SPD und damit meinen Vertretern noch ernst genommen fühlen kann.

Bitte sehen Sie selbst, wovon ich rede:
http://www.abgeordnetenwatch.de/index.php?cmd=223&q=gaga

Mit freundlichen Grüßen


Antwort am selben Tag:

Herr Dr. Dieter Wiefelspütz ist Bundestagsabgeordneter und als solcher steht es ihm zu politische Initiativen zu ergreifen oder seine Meinung zu äußern. Sie können ihn in seinem Berliner-Büro erreichen. Bitte wenden Sie sich deshalb wegen seiner jüngsten Äußerungen direkt an sein Büro:
[...]


Rückfrage:

Daß Herr Wiefelspütz die Wähler nicht ernst nimmt und nur noch sich selbst im Mittelpunkt sieht, ist ein Fakt, dazu habe ich keine weiteren Fragen. Mich interessiert, wie die Partei, die Herr Wiefelspütz ja wesentlich repräsentiert, dazu steht, und was die Partei generell von solchen Aussagen dieses MdB hält, und was Sie machen wollen und können, um meine Verunsicherung, verursacht durch so ein hohes Parteimitglied, das mich auf Bundesebene vertreten will, zu beseitigen.

Ich hoffe, ich habe meine Frage diesmal eindeutiger formuliert.


Antwort
....... Seit einer Woche Stille auf dem Äther. Keine Antwort.


Da sitzt also der gesamte Parteivorstand der SPD im Eck und zittert und versucht, sich hinter dem Wiefelspütz zu verstecken. Und das heißt was, wir reden hier von einem kleinen Hutzelmännchen mit Mausgesicht.
Für Leute, die ein runderes Bild von Wiefelspütz lesen wollen:
http://www.politplatschquatsch.com/2009/05/der-doktor-und-das-liebe-vieh.html

Kein Rückgrat, keine Haltung, kein Profil.

Und nimmt man die aktuelle Wahlwerbung mit dazu ("Finanzhaie würde FDP wählen" oder genauso auch gegen den Koalitionspartner: "Dumping-löhne würden CDU wählen." etc.pp.) dann wird klar:
Argumentationslos, sinnlos, hilflos. Wadenbeißermodus. "Ihr seit alle Feinde! Alle! Die ganze Welt! *schnapp* *grrr*"
Ab-so-lut unwählbar. Wer andere schlecht macht, wird selbst nicht besser. Man beleidigt genau die Klientel, die man eigentlich gewinnen will.

Langsam wird die Luft echt dünn... Was bleibt noch übrig? Union? Brauch ich wohl nix mehr zu sagen, scrollt meinen Blog durch :wink:. Grüne? Über die kann man nix sagen. Die sagen ja selbst nix mehr. Die Linke? Dazu fällt mir aus dem Stand nicht mal was ein, so graut es mir. FDP? Liegen zu großen Teilen auf meiner Linie. Stetigkeit ist aber was anderes. Wie zuverlässig bleiben sie bei dieser Linie?

Piraten? Ja, die liegen fast komplett auf meiner Linie, aber ich weiß nicht.... Die sind halt nicht groß genug. Vergeude ich damit nicht meine Stimme, wenn ich sie denen gebe, aber das zu nix führt? Oder ist das nicht so? Kann da jemand bissl Know-How hier reinpumpen?

/Yours
Daniel