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Opera, Fußball und der ganze Rest

Ein Blog über alles, was wichtig ist im Leben

Die Geschichte der Videospiele

4. Februar 2007: Microsoft gibt bekannt, Capcom und Konami gekauft zu haben. Als Akt der Güte lässt Bill Gates verlauten, alle geplanten Titel für die PS3 weiterentwickeln zu lassen und auch zu veröffentlichen - drei Jahre nach dem Xbox-360-Launch und grafisch als direkten Wii-Port.

5. Februar 2007: Ken Kutaragi gibt bekannt, Capcom und Konami seien nicht mehr wichtig und man könne die PS3 auch ohne Spiele gut verkaufen.

6. Februar 2007: Ken Kutaragi wacht neben einem Pferdekopf auf. Die Vermutungen verdichten sich, dass dieser von einem Sony-Aktionär stammt. Am selben Tag verkündet Sony, eine Allianz mit Nintendo einzugehen, um gegen das marktschädigende Verhalten Microsofts vorzugehen.

12. April 2007: Microsoft stellt sämtliche Projekte für die PS3 ein. Auf den Hinweis, Wortbruch begangen zu haben, entgegnet Peter Moore, man wolle sich seinen Konkurrenten besser anpassen. Microsoft gibt außerdem bekannt, dass sich Capcom und Konami nun ausschließlich Shooter-Spiele widmen würden.

15. Juli 2007: Sony und Nintendo geben bekannt, dass ab sofort jedes Spiel auf PS3 und Wii gleichzeitig erscheinen wird. Außerdem gibt es die PS3 und die Wii im Bundle für 500$ zu kaufen. Subventioniert wird dieses Bundle zu 80% von Nintendo.

20. September 2007: Microsoft senkt den Xbox-Preis auf 200$.

22. Dezember 2007: Das PS3-Wii-Bundle wird nun auch in Europa verkauft. Auf mehrmalige Anfragen, warum man den lästigen und dem Tod geweihten Blu-Ray-Player denn mitkaufen müsse, antwortet Sony nicht. Das Bundle findet reißenden Absatz.

23. Februar 2008: Microsoft startet eine beispiellose Schmutzkampagne gegen Sony, indem es weltweit Werbezeiten im Fernsehen kauft, um die Präsentation Sonys auf der E3 2006 in voller Länge zu zeigen. Die besten Momente liegen ab sofort als Director's Cut jeder XBox 360 bei. Außerdem wird eine aufblasbare Riesenkrabbe vor der Zentrale von SCEA gefunden, Microsoft streitet jede Verantwortung ab.

1. Juli 2008: Dem PS3-Wii-Bundle werden kostenlos ein HD-Fernseher sowie die Spiele Final Fantasy XIII, Super Mario Galaxy, Metroid Prime 3 und Gran Turismo 5 beigelegt. Finanziert werden die nächsten 3.000.000 verkauften Bundles durch ein Viertel der Tageseinnahmen des DS Lite.

5. März 2008: Microsoft kündigt die Xbox 720 für Oktober 2008 an, zu einem empfohlenen Preis von 150$. Als Prozessor dient eine geschrumpfte Version des Earth Simulator, des ehemals schnellsten Supercomputers der Welt. Der Stromverbrauch wird auf zwanzig Kilowatt geschätzt.

10. Mai 2008: Sony und Nintendo kündigen die PSWii an - die Vorteile beider Systeme in einem Gehäuse vereint - dem der Wii. Der Stromverbrauch soll auf dem der Wii liegen, zudem kann das eingebaute Laufwerk Blu-Ray, HDDVD und Holodiscs lesen, auf denen 20 Terabyte Speicher Platz finden. Der empfohlene Preis samt Quad-HDTV und zehn Spielen beträgt 100$.

12. Juni 2008: Die Times dankt Sony, Nintendo und Microsoft für ihr Lebenswerk: "Endlich kann der Endkunde modernste Technik zu einem fairen Preis genießen".

20. August 2008: Die XBox 720 kommt auf den Markt, "etwas früher als erwartet", wie Bill Gates zugibt. Als Speichermedium kommen holographische Würfel zum Einsatz, die 450 Terabyte Speicher fassen.

30. August 2008: Nachdem die c't sowohl die PSWii als auch die Xbox 720 genauer unter die Lupe genommen hat, folgt das ernüchternde Ergebnis: "Beide Spielekonsolen können zwar erstaunlich viel für ihr Geld, allerdings ist es doch anzunehmen, dass der Einsatz der Speichermedien ein Fehler war - die Transferrate liegt bei einem Gigabyte pro Sekunde, Ladezeiten von zehn Minuten sind keine Seltenheit."

1. Januar 2010: Sonintendo kündigt die PSWii 2 an, die virtuelle Realitäten ohne Zusatzhardware darstellen können soll - vierdimensional, da Zeitreisen auch möglich sein sollen. Der empfohlene Preis soll bei 50$ liegen.

10. Mai 2010: Die XBox 2520 kommt auf den Markt. Sie unterstützt DirectX 25 und somit ebenfalls die Darstellung virtueller Realitäten, allerdings nur dreidimensional. Im Hypernet beginnt ein Flamewar über die Wichtigkeit von Zeitreisen.

24. Dezember 2010: Das 100. Atomkraftwerk wird in Deutschland eröffnet, da der Stromverbrauch durch die weite Verbreitung der Spielekonsolen sprunghaft angestiegen ist.

1. März 2012: Sonintendo veröffentlicht die PSWii 4, mit der die virtuelle Realität endlich auch fünfdimensional und in voller UXHD-Auflsöung bei 2500 fps erlebt werden kann.

15. August 2013: Vor dem Supreme Court sorgt die Klage eines Umweltschützers für Aufsehen, die Microsoft und Sonintendo für die in den letzten Jahren um vier Grad gestiegene Temperatur der Erde veröffentlichen will. Das Verfahren wird für die Summe von 2,5 Billionen Dollar (ein Achtel der Tageseinnahmen des QuadScreenLite) eingestellt.

20. Januar 2015: Die XBox 3600 verspricht den "Real time weather change", mit dessen Hilfe sich das Wetter am Aufenthaltsort der XBox sofort ändern lässt.

22. Januar 2015: Das Feature wird wieder eingestellt, nachdem es Hackern gelungen ist, die Microsoft-Zentrale in Redmond durch gezielte Angriffe mit Tornados zu zerlegen. Eine Klagen Microsofts gegen Sonintendo, die dies angeblich finanziert haben, scheitert.

25. April 2016: Ein Archäologe findet in einem Museum voll funktionstüchtige Versionen des SNES, des Sega Genesis sowie der ersten PlayStation. Da seit Jahren keine wirklichen Spiele, sondern ausschließlich fünfdimensionale, das Wetter verändernde Technikdemos veröffentlicht werden, ist er zunächst von den Spielen verwirrt. Sie scheinen offensichtlich nicht auf das Staunen über die Grafik ausgelegt zu sein. Diese Idee ist revolutionär. Und sie macht ihm Spaß. Er beschließt, diese Konsolen auf einem Holochip von einem Nanometer Kantenlänge unterzubringen - nebst der gesamten Softwarebibliotheken dieser Spielsysteme - und sie zu veröffentlichen.

1. Mai 2016: Die Gewinne von Sonintendo und Microsoft brechen ein. Shigeru Miyamoto stürzt sich begeistert auf das neue System und verspricht viele neue Titel. Zwar besitzt mittlerweile jeder Haushalt einen Flachbildschirm mit drei Metern Bilddiagonale und ein eigenes Fusionskraftwerk, aber plötzlich suchen alle verzweifelt nach Composite-Anschlüssen an den Fernsehern und normalen Steckdosen, statt der nun verbreiteten 2000-Volt-Starkstromleitungen. Der Archäologe wird zum Mann des Jahrzehnts ernannt, und sämtliche Flamewars im Hypernet finden ein Ende. Stattdessen wundert man sich, wie man jahrelang so an einem immer kleiner werdenden Stück Plastik hängen konnte.

:wink:

Opera mit Phishingschutz

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(ENGLISH VERSION FOLLOWS SOON)

So besonders toll finde ich den Phishingschutz ja nicht. Die Gründe habe ich ja schon erläutert. Nun ist der „Betrugsversuchschutz“, wie es auf Gutdeutsch heißen würde, aber da und darum „muss“ man mit ihm leben. Klar, man kann ihn auch ausschalten. Aber zumindest diejenigen, die ihre Privatsphäre gefährdet sehen, kann ich beruhigen: Opera übeträgt keinerlei persönliche Daten; spätestens nach einem IP-Adresswechsel weiß Opera nicht mehr, welche Webseiten man angesteuert hat.

Konkret bedeutet das Folgendes (ich kopiere hier einfach mal meinen heise-Foren-Beitrag):

Ich habe gerade mal Wireshark angeschmissen und zum Testen "www.epizenter.net" angesurft, eine Seite, die nicht verifiziert werden kann.

Von Opera wird 6/100 Sekunden vor der DNS-Anfrage an www.epizenter.net eine an sitecheck.opera.com gestartet. Die IP-Adresse des letzteren Servers ist 213.236.208.100.

Gesendet wird dann 0,04 Sekunden nach der DNS-Abfrage dies per HTTP:

HTTP GET
/?host=www.epizenter.net&ph=tjOfvn1fXuHVeVa4TXfmaA==&hdn=P%2Bb7oYdrjA4FcPxy8hXuZQ==

...sowie natürlich der ganze Firlefanz, der bei so einem GET mit dabei ist :wink: Interessant ist hier, das Opera einerseits die Domain übeträgt (und NUR die Domain) und andererseits den Hash-Wert. Opera weiß also (wenn die das denn überhaupt wissen wollen), wo man
"ungefähr" gesurft hat, aber nicht, wo genau.

Zurück kommt dann 0,06 Sekunden später ein HTTP mit angehängtem XML, das 199 bytes groß ist, bzw. 301 bytes unkomprimiert.

<?xml
version="1.0"
encoding=UTF-8
?>
<trustwatch version="1.0">
<package>
<action type="searchresponse">
<trustlevel>NV</trustlevel>
<host>www.epizenter.net</host>
<partner>0</partner>
<serverexpiretime>86400</serverexpiretime>
<clientexpiretime>172800</clientexpiretime>
</action>
</package>
</trustwatch>

Interessant hierbei ist natürlich erstmal das Trustlevel, was hier mit "NV", also "not verified" angegeben ist. Was "Partner" heißt, weiß ich nicht, vielleicht ist das abhängig davon, welcher Dienst befragt wird.
"serverexpiretime" und "clientexpretime" dürften etwas damit zu tun haben, wann Opera wieder anfragt. Warum man da zwei Zeiten braucht, weiß ich allerdings nicht.

Da eben keine Cookies o.Ä. übertragen werden, kann eine eventuelle Zuordnung der besuchten Seiten nur per IP-Adresse erfolgen. Das heißt aber auch, dass nach einem IP-Adresswechsel keinerlei Zuordnung mehr erfolgen kann. Opera Software ist also gar nicht in der Lage, ein „Surfverhalten“ der einzelnen Nutzer aufzuzeichnen. Dahingehende Befürchtungen sind also unbegründet.

So sollte das aussehen...

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Gerade habe ich bei Secunia eine Umfrage gefunden, welchem Browser der Nutzer am meisten vertraut.
Dass sowohl der Internet Explorer als auch Firefox gleich zweimal auftauchen, ist zwar etwas seltsam. Ansonsten aber wäre das doch ein wünschenswertes Bild für eine ganz andere Umfrage:
„Welchen Browser nutzen Sie?“

(Ratet mal, für was ich gestimmt habe :wink:)

Review des Reviews III: „Testbericht zu Nintendos DS Lite - Browser“

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Unser heutiges Schmuckstück ist im Grunde genommen gar nicht so schlecht – hätte der Verfasser nur einige Details besser recherchiert und das Fazit am besten ganz weggelassen. Aber lest selbst.

Beginnen möchte ich den Reigen mit einem Zitat, das zwar nicht falsch ist, aber an der Formulierung krankt:

Der Hauptunterschied (neben der Darstellung auf dem Cover) ist das enthaltene Expansion Pack: Eins in der Größe eines normalen GBA-Moduls und eines in der Größe des DS Lite GBA Dust Covers.


Es ist nicht nur der Hauptunterschied, es ist der einzige Unterschied. Nicht, dass verunsicherte potenzielle Kunden nachfragen, was denn noch so alles unterschiedlich sein könnte. Weiter oben hat man es ja sogar besser gemacht:

Wir beschäftigen uns in diesem Test überwiegend mit der Nintendo DS lite-Version, welche sich allerdings nur vom Optischen her von der des Nintendo DS unterscheidet.


Allerdings bleibt da die Frage, ob sich das Optische nun auf die Hard- oder die Software bezieht.
Nebenbei bemerkt: Speichererweiterung und Staubschutz sind so schöne deutsche Wörter... Titelbild auch, aber Cover ist ja quasi schon deutsch.

Das nächste Zitat ist aber «immerhin» ganz falsch:

Der Browser basiert auf dem hauptsächlich für Handys und PDAs entwickelte Opera Mini System, allerdings ein klein wenig auf die Funktionen des DS angepasst – später dazu mehr.


Nein. Weder ist Opera Mini ein «System», noch basiert der NDS-Browser darauf. Wenn dem nämlich so wäre, bräuchte der Browser zwingend einen Proxy, der die Daten vorkaut. Außerdem wäre der Übersichtsmodus durch einfachen Knopfdruck nicht möglich, weil eben dieser Proxy kein HTML sendet. Und verschlüsselte Seiten wären ebenso wenig vorstellbar wie das wirklich modulare Laden von AJAX-Programmen.
Vielmehr basiert der NDS-Browser auf Opera Mobile, übrigens ebenfalls hauptsächlich für Handys und PDAs entwickelt. Darauf deutet auch schon die Rückseite der Verpackung des Browsers hin, wo es unter «Browser Engine» heißt: «Opera 8.5». Opera Mini ist gerade mal bei 3.0 beta angekommen.

Beim nächsten Satz nun kann ich mir gar nicht mehr vorstellen, was denn der Verfasser damit gemeint haben könnte:

Sicherlich ist die erste Benutzung der neuen Software mehr als kompliziert, doch auch dafür gibt es mehrere Anlaufstellen.


Sicherlich? Mehr als kompliziert? Da frage ich mich doch ernsthaft, ob der Verfasser schon mal einen Browser benutzt hat. Ja, die Piktogramme sind nicht 1:1 aus dem IE entnommen – aber sie erklären sich auf Wunsch selbst und sind auch mit deutlichen Piktogrammen beschriftet, noch dazu gibt es nicht übermäßig viel davon – was kann man denn bitte mehr erwarten? Und seit wann ist es schwer, auf den URL-Knopf zu drücken und die gewünschte Seite aufzurufen? Oder den Stern-Knopf für Lesezeichen?

Jetzt kommen gleich zwei Zitate, wo mir klar wird, dass der Verfasser den Sinn von Small Screen Rendering absolut nicht verstanden hat:

Der Standard-Mode ist allerdings der Small Screen Rendering-Modus, welcher, wie der Name schon sagt, die Websites in verkleinerter Form darstellt.


Ein Nachteil des SSR-Modus ist definitiv, dass es nur sehr wenige Websites gibt, die bei einer solchen Breite korrekt dargestellt werden können, da die meisten Seiten im heutigen Netz sehr viel breiter ausgelegt sind. Allerdings gibt es ja doch einige angepasste Seiten, wie zum Beispiel die Google Mobile Suche, Google Mail Mobile, etc.


Zum kleineren Fehler im ersten Zitat: Nein, die Seiten werden nicht verkleinert, die einzelnen Elemente werden vertikal angeordnet, sodass kein horizontales Verschieben der Seite mehr nötig ist.
Was mich gleich zum zweiten Zitat verleitet. Wirklich, der Verfasser sollte sich noch mal überlegen, wozu der SSR-Modus gut ist, was er kann, was er nicht kann und was er auch gar nicht können will. Zu letzterem gehört es beispielsweise, die Seite «korrekt» anzuzeigen. Das ursprüngliche Layout der Seite wird stark vereinfacht. Richtig. Und genau das ist auch das Ziel. Wichtig sind an einer Seite nämlich selten die grafischen Spielereien, sondern die Information. Und die stellt der SSR-Modus in einer möglichst bequemen Art dar – so, dass man nur noch vertikal scrollen muss.
Und es ist verdammt noch mal egal, wie breit eine Seite «ausgelegt» ist (was, ganz nebenbei, bei modernen Seiten eh eine relative und keine absolute Angelegenheit sein sollte). Der SSR-Modus will die Seite nicht so darstellen, wie sie vielleicht konzipiert war. Er will sie so darstellen, dass die wichtigen Elemente erhalten bleiben. Und dass die Webseite auf einem kleinen Display einigermaßen benutzbar wird. Angepasste Seiten sind für den SSR-Modus absolut nicht notwendig. Zum Anpassen ist eben genau der SSR-Modus da.

Der nächste Teil ist wohl Geschmackssache, und meine Erfahrung von fünf Benutzern nicht zwingend repräsentativ, aber trotzdem:

Die großen Free-Mail Services wie GMX, Web.de oder Yahoo! haben alle ein Problem: Ihre Seiten sind so voll gestopft mit Inhalten (was für PC-User natürlich nicht zwingend von Nachteil ist), dass es fast unmöglich ist, sich a) einzuloggen und b) danach auch noch die E-Mails einigermaßen angenehm zu lesen.


Genau damit hatte keiner meiner fünf Bekannten, die mein «Spielzeug» auch mal benutzen wollten, ein Problem. Selbstverständlich haben alle im SSR-Modus gesurft. Ja, auch wenn da die Seiten «unkorrekt» angezeigt werden. Alle fünf waren beeindruckt. Und wollten wissen, wo man das Ding bekommt (Über die Tatsache, dass ich an jedem T-Com-Hotspot für lau surfen kann, waren sie dann umso mehr beeindruckt, aber das ist eine andere Geschichte :wink:)

Obwohl: Zu dieser anderen Geschichte gibt es noch ein nettes Zitat:

Mit dem DS kann man an öffentlichen T-Online-Hotspots surfen, mit der PSP ist das nicht möglich.


Ein einziges «umsonst» an der richtigen Stelle (Tipp: zwischen Hotspots und surfen) hätte gereicht, um diesem Satz Wahrheit zu verleihen.

Und wieder ein Zitat aus der Kategorie «Ich will aber nen PC für 150 €»:

Eine wichtige Frage ist sicherlich auch die nach der Geschwindigkeit. Und die Antwort ist leider eine negative, denn wer mit dem DS Browser surft, der muss viel Zeit mitbringen. Der Aufbau einer größeren Seite kann oftmals schon bis zu einer Minute dauern, trotz Breitbandverbindung und mit vollem Speed.


Was auch immer es bedeutet, auf mit vollem Speed zu surfen... Optionen sind da, genutzt zu werden, und wenn einem das alles zu langsam geht, schaltet man halt die Bilder ab. Kann eigentlich nicht so schwer sein. Diese Option wird natürlich nicht erwähnt.

Und nun zum Höhepunkt, dem Fazit, garniert in zwei Häppchen:

Was Nintendo aber nicht bedacht hat: Die eigentlich nicht vorhandene Zielgruppe, denn wer daheim einen PC mit Internetanschluss hat, wird diesen zum Surfen nutzen und wer keinen PC hat, wird auch keinen Breitbandanschluss besitzen. Und wer keinen Breitbandanschluss besitzt, ist wiederum nicht darin interessiert, im Internet zu surfen, denn wer geht schon in die nächstlegende Gaststätte mit T-Com-Hotspot, nur um mit seinem DS zu surfen?
Wohl niemand. Der DS würde sich rein theoretisch für Leute, die viel auf Reisen sind, lohnen, doch diese besitzen dann meist sowieso einen Laptop oder PDA, einziger Vorteil diesen beiden Systemen über ist das kostenlose Surfen an Hotspots. Dabei bleibt es allerdings auch vorerst, denn 40€ für eine Software ausgeben ist im Prinzip gesponnen, so finanziert sich aber gleichzeitig auch die lebenslange Hotspot-Flatrate.


Ah ja. Ein PDA: 300 €. Eine T-Com-Hotspot-Flatrate: 360 €/Jahr. Ein DS lite mit DS-Browser: max. 190 €. Fazit: 40 € für den Browser ist zu viel. Schon klar.
Und der Browser lohnt natürlich nur für Vielreisende. Nicht etwa für Leute, die in der Stadt eventuell nur mal schnell Preise vergleichen wollen und schon dort sind. Oder diejenigen, die sich im Sommer ins Straßencafé setzen und dabei vielleicht auch mal kurz ins Internet wollen.
Und selbstverständlich boote ich meinen PC und warte vier Minuten, bis selbiger inklusive Browser hochgefahren ist (nicht eingerechnet: der Zimmerwechsel), wenn ich die Wettervorhersage morgens überprüfen will, bei Wikipedia etwas nachschlagen will oder ein Wort übersetzen will. Natürlich.

Ach ja, das hier:

Zum kurzen Checken der Mails, wenn man gerade im Wohnzimmer auf der Couch liegt, ist der Browser sicherlich geeignet, aber da laufe ich lieber die Treppe hoch und schalte meinen Rechner ein und spare mir die 40€.


habe ich sogar noch vergessen. Hoch- und runterfahren nebst Zimmerwechsel, wenn ich «mal kurz» die Mails überprüfen will. Alles klar.

Wie gesagt, anundfürsich wäre das Review kein schlechtes, gäbe es nicht diese unerklärlichen Aussetzer. Besonders das Fazit ist merkwürdig, weil mir sofort einige Dinge einfallen, für die der Browser geradezu ideal ist. Und T-Com-Hotspots gibt es auch einige, es werden sogar immer mehr. Da ist eine lebenslange kostenlose Flatrate doch ein verdammt großes Verkaufsargument, auch angesichts des Preises, der unter dem eines PDA und unter dem einer T-Com-Hotspot-Flatrate liegt.

PS: Ach ja, einer geht noch:

Innovationsfaktor:
(4 von 5 Sternen)
Optimale Nutzung der DS-Fähigkeiten.


Wofür gibt’s denn dann fünf Sterne?

Politische Peinlichkeiten (I): Wiefelspütz bedient die Massen

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Und wieder ist eine neue Serie geboren. Diese hält, was ihr Titel verspricht. Und doch etwas mehr: Hier werden Äußerungen aller hohen Tiere und derer, die sich dafür halten, niedergeschrieben, egal, ob sie nun aus der Politik oder der Wirtschaft kommen. Den Anfang macht Dieter Wiefelspütz, innenpolitischer Sprecher der SPD.

Er fordert in der Netzeitung, über ein Verbot von «Killerspielen» «ernsthaft nachzudenken». Und er macht es ganz geschickt: Gleichzeitig warnt er vor Schnellschüssen.
Beides zusammen ergibt ein für Herrn Wiefelspütz sehr postives Gesamtkunstwerk: Auf der einen Seite bedient er die Massen (und wohl auch 95,7% der Bundestagsabgeordneten), die, getreu dem Motto der Inquisition, der Kirche sowie einiger Plattenfirmenbosse vor allem Angst haben, was sie weder kennen noch verstehen, und darin die Wurzel allen Übels der Welt sehen. Dazu gleich mehr. Auf der anderen Seite wendet er sich geschickt an diese nervige Minderheit derer, die tatsächlich nach Ursachen forschen wollen, und das auch noch außerhalb des Stammtischs.

Ich frage mich bei solchen Stammtischparolen immer, was denn eigentlich der Grund für diese Verlautbarungen ist. Inständig hoffe ich ja, dass kein hohes Tier glaubt, was es da zum Besten gibt – wobei mich einige Sätze dann doch verzweifeln lassen.
Oder ist es einfach nur das innere Verlangen von Politikern, in Zeiten der Not schützend ihre Hand über das Stimmvieh zu halten und Große Taten zur Beendigung der Not anzukündigen, selbstverständlich in bester Absicht? Nicht, dass diese Große Taten wirklich dazu dienten, die Probleme zu beseitigen. Aber sie verhelfen den Politikern dazu, sich gemütlich zurücklehnen zu können und sich selbst anerkennend auf die Schulter zu klopfen, in dem Wissen, etwas getan zu haben. In bester Abischt, wie schon gesagt. Und wenn dann die Probleme nicht nachlassen – tja, dann ist eben entweder das Schicksal, das Wetter oder eine andere ungeliebte Minderheit schuld, beispielsweise die Raubkopierer... ups, ich sprach von Minderheit. Dabei ist in Australien bald jeder Bürger ein potenzieller Raubmordkopierer.

Zurück zum aktuellen Fall: Da schießt also ein wildgewordener Schüler in einer Realschule um sich. Was ist der erste logische Gedankenschritt? Genau. Er hat Killerspiele gespielt Er war ein Einzeltäter. Hören Sie, Herr Wiefelspütz? Ein Einzeltäter. Von zig Millionen potenziellen Amokläufern Spielern dieser sogenannten «Killerspiele» ein einziger. Eine ziemlich schlechte Quote, wenn man mich fragt. Perspektivlosigkeit unter Jugendlichen dank fehlender Ausbildungsplätze oder ein schlechtes familiäres Umfeld dürften da effektiver sein.
Aber die Ursache ist natürlich keine der beiden Letztgenannten. Wenn dem so wäre, hätte ja die Politik sich etwas vorzuwerfen. Mit der «Killerspiel»-Keule kann man dagegen wesentlich besser die latente Xenophobie (bezogen auf alles Fremde) in der Bevölkerung für sich nutzen.

Dummerweise hat die Sache mehrere Haken:

  1. Die schon erwähnte schlechte Quote. Counterstrike spielen wohl zig Millionen Menschen weltweit. Und wer dieses Spiel als gewaltverherrlichend anprangert, der dürfte von auch häufig gespielten, weitaus brutaleren Spielen wie Postal 2 oder Gears of War eine weit höhere Quote erwarten. Tatsache ist aber, dass die Quote von Amokläufern / Counterstrike-Spieler so lächerlich gering ist, dass sie als alleinige Ursache für Amokläufe wenig taugt.
  2. Da Deutschland eines der (wenn nicht sogar das) strengsten Jugend«schutz»gesetze weltweit hat, dürfte es in den anderen Ländern weitaus brutaler zugehen. Aber von den europäischen Nachbarn ist nichts dergleichen zu hören. Seltsam eigentlich.
  3. Die völlige Vernachlässigung anderer Ursachen. Soziale Spannungen im Umfeld der Täter, Probleme in der Schule und/oder Perspektivlosigkeit sind viel mehr angetan, Amokläufe zu verursachen.


Letztendlich kann natürlich nicht ausgeschlossen werden, dass Counterstrike vielleicht tatsächlich mit dazu beigetragen hat, die Hemmschwelle zu senken. Die alleinige Ursache kann es aber aus den oben genannten Punkten nicht sein. Andere Probleme werden eine viel größere Rolle spielen. Zumal generell Computerspieler nicht gerade als besonders brutal gelten.

Und abschließend ist das angestrebte Verbot geradezu lächerlich, genau so, wie Kopierschutzmechanismen lächerlich sind: Diejenigen, die als 14-jährige jetzt schon an die Ab-18-Spiele oder gar die indizierten Spiele kommen, werden das auch nach einem «Verbot» der Spiele schaffen.
Nur diejenigen, die sich nicht so gut mit der Materie auskennen, werden darunter zu leiden haben. Die soll das Gesetz aber gar nicht treffen.

Warum Phishingfilter gefährlich sind

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Leider ist ja mittlerweile auch Opera auf den Phishing-Filter-Zug aufgesprungen – auch wenn das bei den Norwegern wesentlich sinnvoller mit „Fraud protection“ umschrieben wird, denn was bitte fängt der gemeine DAU, der ja Zielgruppe des Filters ist, mit dem Begriff „phishing“ an, außer, dass er ihn mit ein paar Englisch-Kenntnissen als Schreibfehler identifiziert?

Nun ja, mal ganz abgesehen von der Streitfrage, wie das Kind denn nun heißen soll, habe ich ganz andere, handfestere Probleme mit dem Phishingfilter an und für sich:

  1. Das größte Problem: Er täuscht Sicherheit vor. Wenn die Endnutzer mit der Option konfrontiert wird, einen Schutz vor Betrugsversuchen zu aktivieren, könnte er ja auf den Gedanken kommen, dass der Phishing-Filter wirklich ganz sicher warnt, wenn man auf eine betrügerische Seite trifft. Eben so, wie der Endnutzer seiner Firewall und seinem Virenschutz vertraut. Das aber kann fatale Folgen haben, nicht nur, aber auch für die Browserhersteller selbst, bzw. die Lieferanten der Daten für den Betrugsschutz. Denn wenn erst mal eine Seite durch den Filter huscht und (vermutlich) großen finanziellen Schaden beim Nutzer entstehen lässt, ist das Gejammer groß und die Reputation des Browserherstellers und des Lieferanten der Daten weg.
  2. Ein Problem, was das obige sowohl verursachen als auch aus diesem entstehen kann: Der Nutzer hört auf, zu denken. Er schaut nicht mehr auf die Adressleise, ob da nicht boeseseite.com/meinebank steht statt meinebank.de, er schaut nicht mehr, ob die Seite irgendwelche Sprachfehler aufweist – der Phishingfilter wird sich ja schon melden, wenn was anliegt.
  3. Zuletzt natürlich auch das Privatsphären-Problem. Während ich Opera glaube, dass die nix Böses mit meinen Daten anfangen (die Tests mit einer eigens dafür angelegten E-Mail-Adresse zeigten nichts anderes), bin ich bei Google und insbesondere bei Microsoft doch etwas misstrauischer. Wenn ich mich schon weigere, meine persönlichen Daten für ein paar läppische Rabatte herzugeben, dann bestimmt nicht, dass mir ein Programm sagt, was gefälligst eine böse Internetseite zu sein hat und was nicht.


Viel sinnvoller wäre dagegen eine gezielte Schulung der Nutzer, worauf sie achten müssen, wie sie eine böswillige Webseite erkennen. Es ist gar nicht so schwierig, insbesondere bei Nutzung eines sicheren Browsers (≠ IE) böswillige Seiten zu erkennen.

Hauptsächlich sollte man zunächst schauen, ob die Seite verschlüsselt ist, wenn sie es bei der vorgegebenen Bank/bei ebay/etc. normalerweise ist. Ist die aufgerufene Seite nicht verschlüsselt, ist wohl anzunehmen, dass sie nichts Nettes will. Ist sie verschlüsselt, lohnt ein Blick darauf, ob das Zertifikat auch für die betreffende Seite ausgestellt wird. Falls nicht, gibt jeder moderne Browser eine Warnung aus.
Danach hilft ein Blick auf die Adressleiste: Ist das die Adressse meiner Bank?
Zum Schluss hilft natürlich noch der gesunde Menschenverstand: Wozu sollte meine Bank TANs von mir brauchen? Warum sollte ich bei eBay mein Passwort verändern sollen?

Und das Wichtigste zum Schluss – so verhindert man nämlich gänzlich, auf diese Betrugsseiten zu kommen: Keine Links in E-Mails anklicken! Bzw. die Adresse des Links überprüfen. Dann kann eigentlich wenig passieren.

Und der gesunde Menschenverstand war bisher immer schlauer als ein Programm.

Spielbericht Bayer – Bayern

Es war 12. Spieltag, es war der Tag, an dem die Bazis uns wieder einmal beehrten. Dieses Mal interessanterweise ganz ohne die halbe Ex-Leverkusener Mannschaft. Da macht das Auspfeifen gar nicht mehr so viel Spaß...

Aber von vorne: Dass das Große Spiel gegen die Bayern anstand, merkte man schon daran, dass das Stadion „schon“ eine halbe Stunde vor Spielbeginn einigermaßen voll war. Warum auch immer, seinen Platz wird man wohl kaum verlieren... und ansonsten gibt es kein Argument, was nicht auch auf die anderen Spiele gemünzt werden könnte. Vielleicht wollte man einfach den Bayern beim Aufwärmen zusehen. Wie auch immer.
Mein Nachbar jedenfalls, sonst immer größter Meckerer vor dem Herrn, war auch vom bevorstehenden Spiel angesteckt. Es fielen reihenweise spöttische Bemerkungen über die Bayern, angefangen von „Siehste, jetzt, wo se unsere Spieler nicht mehr haben wollen, spielnse schlecht“ bis hin zu einem Verweis auf die Bayern-Fans: „Da singen auch nur die, die in München Stadionverbot haben“. Inwieweit das wirklich stimmt, weiß ich allerdings nicht :wink:

Das Spiel begann pünktlich, dummerweise war Markus Merk der Mann in gelb. Wie eigentlich immer lag er bei einer Elfmeterentscheidung falsch, doch dazu später mehr. Die Stimmung war interessanterweise trotz fehlender Leverkusener Abteilung aufseiten der Bayern recht aggressiv; wie üblich gegen die Bayern fehlte weder das „Scheiß Uli Hoeneß“, noch die Pfiffe gegen jeden Bayern-Spieler, der am Ball war, noch die Toten Hosen, gesungen von der Nordkurve.
Dummerweise nahm sich die Mannschaft diese Aggressivität nicht zu Herzen – Torchancen für Bayer gab es eigentlich keine, für Bayern auch wenige, aber gute. Dafür wieder auf den Rängen: Einige Leute hielten ein Transparent mit der Aufschrift „Wir wollen Bayer mit BISS“ hoch, eine Solidarisierung mit den Angestellten des von Arbeitsplatzabbau bedrohten „Bayer Industrial Services“. Das gefiel der Vereinsobrigkeit offensichtlich nicht, denn schon machten sich Ordner daran, das Transparent zu entsorgen. Die Reaktion der Fans war ein Hüpfen und das Weiterreichen des Transparents, sodass die Ordner mehr oder weniger planlos dem Transparent hinterherliefen. Schließlich aber brachten sie es aber doch in ihre Gewalt – dummerweise tauchten im Verlauf des Spiels noch drei weitere Transparente mit dem gleichen Inhalt auf.
Irgendwo dazwischen fiel das 0:1, ein Tor der Kategorie „vorhersehbar“, da Bayer aber auch alles tat, die Münchner zu einem Tor einzuladen.
Danach spielte Bayer keinesfalls schlecht, aber auch nicht wirklich zwingend. Besonders nach vorne tat sich ± gar nichts.

Dann war Halbzeit, interessanterweise direkt, nachdem ein Bayernspieler den Ball über die eigene Torauslinie befördert hatte :irked: Warum Merk es da so eilig hatte, pünktlich abzupfeifen, weiß wohl nur er selbst. Dementsprechend wurden auch nicht die Spieler, sondern der Schiri mit Pfiffen zur Pause verabschiedet.

In der Halbzeit selbst bewunderte ich die Führung der Bochumer... und hoffte darauf, dass sich in Lev noch etwas tat.
Es tat sich etwas, zunächst symbolisiert durch die einzig richtige Maßnahme: Der schwache Rolfes raus, Kießling rein. Blondschopf für Blondschopf. Und gleich der erste Ball, den Kahn halten musste.
Um Kahn diese schwere Arbeit abzunehmen, war der nächste Ball aufs Tor nicht halt- sondern nur abwehrbar. Ein guter Torwart hätte den Ball zur Seite abgewehrt, darum fiel jetzt auch das umjubelte 1:1. Auch mein sonst eher meckerbedürftiger Nachbar (s.o.) war auf einmal wie aufgedreht. Ein Tor gegen die Bayern ist eben ein besonderes Tor.

Danach tat sich auf Münchner Seite deutlicher weniger. Woher gewisse Spielberichte der Medien ihre Meinung haben, die Bayern hätten das Spiel kontrolliert, wissen auch nur sie selbst. :vogel: Bayern hatte kaum noch den Ball, das einzige Problem, was Bayer hatte, war, wie so oft, der Zug zum Tor. So gab es nicht besonders viele Torchancen, aber doch deutlich mehr als auf Münchner Seite.

Zu Beginn des Spiels hatten zwei Leute hinter mir schon ein Transparent mit der Aufschrift „Faire Chance für Athirson“ hochgehalten. Ob Skibbe das gelesen hat, weiß ich nicht. Jedenfalls wechselte Skibbe ihn für den verletzt ausscheidenden :frown: Schneider ein, und dieser bedankte sich wenig später auch gleich mit dem zweiten Jokertor auf Leverkusener Seite. Dieser Treffer wurde erst recht umjubelt. Und unglaublich, aber wahr: Wie auch schon kurz vor dem 2:1 konnte man stehen bleiben, ohne gleich blöd angeblafft zu werden. Ganze drei Minuten lang. Auch das 2:2 war mehr oder weniger vorhersehbar, so, wie das Abwehrverhalten nach dem 2:1 aussah.
Das 2:3 wunderte dann fast nicht mehr, auch wenn Butt einen großen Anteil daran hatte, was aber andererseits in wichtigen Spielen auch nicht mehr wundert.
Der Schock saß tief, und so wunderte es nicht, dass von Leverkusener Seite nach dem 2:3 nichts mehr kam – wohl auch verständlich.
Auch über die lächerliche eine Minute Nachspielzeit (Makaay lag ja nur etwa zwei Minuten auf dem Rasen und musste behandelt werden) konnte man sich nicht mehr wirklich aufregen, und einige gingen schon. Ich nicht, einerseits, weil ich sowas aus Prinzip nicht tue und andererseits, weil es die Mannschaft auch nicht verdient hatte. Sicher, das 2:3 war am Ende total dusselig (und von bajuwarischer Seite auch alles andere als verdient), aber trotzdem – gegen Bayern kann man verlieren (auch wenn nicht unbedingt so) und gekämpft hatte die Mannschaft, keine Frage.
Daher musste ich auch jemanden zurechtweisen, der nach Schlusspfiff den fünf einsamen Figürchen, die sich noch zu den Fans und zur Gegentribüne trauten, den Mittelfinger zeigte. Also bitte... :irked: Die Mannschaft hatte gut gespielt, manchmal hat man eben kein Glück und dann kommt noch Pech dazu.

Große Lust, auf die anderen Ergebnisse zu warten, hatte ich aber nicht mehr. So stapfte ich in Richtung Parkplatz zurück und hörte noch eigentlich alle über das Spiel sprechen – was nicht so selbstverständlich ist.

Zum Abschluss noch – wie immer – die Noten:

Lev-Mannschaft: Note 3+, erste Halbzeit mau, zweite Halbzeit gut, nach dem Führungstor dusselig.

FCB-Mannschaft: Note 3+, erste Halbzeit gut, nach dem 1:1 mau, die Schlussoffensive beeindruckend.

Lev-Fans: Note 2-, insgesamt eine ordentliche Leistung.

FCB-Fans: Note 3+, nach dem 1:1 doch recht still.

Drin-Isser ist tot

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Ein trauriger Tag heute.

drin-isser.de, seit Jahren mein Stammforum, ist seit heute offline. Die Gründe von seiten des Admins sind nachvollziehbar, nichtsdestotrotz ist es einfach nur traurig. Zumal mich die Plötzlichkeit doch überrascht hat, ich dachte zumindest an eine Vorwarnfrist.
Wie es jetzt vor allem mit den interessanten Diskussionen weiter gehen soll, weiß ich nicht. AN ein „Ersatzforum“ ist erst recht nicht zu denken, ich kenne kein Fußballforum, bei dem auf so hohem Niveau diskutiert wurde wie auf drin-isser.de. Wer da ein gutes Fußballforum kennt, möge es mir bitte mitteilen. foros.de ist jedenfalls keine Alternative.

Selbst, wenn ich ein Ersatzforum finden sollte – die alten Diskussionspartner werde ich wohl kaum wiederfinden, schon von daher war es schlecht, keine Vorwarnzeit zu geben. So hätte man sich wenigstens auf einen „Notfallplan“ verständigen können und vor allem E-Mail-Adressen austauschen können.

:frown:

PS: Sollte sich jemand der Ex-Mitglieder von Drin-Isser hier einfinden, bitte melden! Zur Verständigung sollte man sich in einem Chat treffen, ich schlage den „alten“ IRC-Chat #drin-isser auf dem Server irc.euirc.net vor.

Review des Reviews II: „Feuerfuchs auf dem Vormarsch“ von Jörg Schieb

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Nicht viel Zeit ist seit dem letzten Review des Reviews vergangen, und schon wieder stieß ich auf ein Prachtstück der Review-Geschichte, diesmal in deutscher Sprache und vom WDR-Computer-„Experten“ Jörg Schieb geschrieben. Zu finden ist das Review hier.

Allein schon die Überschrift mag zwar witzig gemeint sein, ist sie aber nicht. Insbesondere, da der Übersetzungsfehler von „Firefox“ zu „Feuerfuchs“ schon hunderte Male als lustig empfunden und auch so dargestellt wurde. Das macht die Sache auch nicht besser. Und in dem Stil geht es auch weiter:

Viele Computerbenutzer setzen Firefox nicht nur wegen seiner Funktionen und Vorzüge ein, sondern benutzen den "Feuerfuchs" quasi aus Protest. Um gegen den Strom zu schwimmen, um Microsoft eins auszuwischen, um für mehr Vielfalt am Markt zu sorgen - was zweifellos nicht schaden kann.


Na, die Zeiten sind doch schon länger vorbei. Firefox ein Protest- und Gegen-den-Strom-Browser? Das war vielleicht mal so, als der Browser noch < 10% Marktanteil hatte, aber bei mittlerweile fast 30% in Deutschland kann man wohl kaum noch von einem Protestbrowser sprechen. Firefox ist Mainstream geworden.

Auch weiter unten im Text hängt Herr Schieb noch der guten alten Zeit hinterher:

Und das, obwohl hinter dem Internet Explorer ein Megakonzern steht, während Firefox ein klassisches OpenSource-Projekt ist, entwickelt von Freiwilligen und ohne kommerzielle Interessen.

(Hervorhebungen von mir)
Klar, Google hat überhaupt keine kommerziellen Interessen an Firefox, und der Browser wird auch immer noch feierabends in Heimarbeit zusammengestrickt. Wo lebt Herr Schieb eigentlich? Mozilla ist schon lange eine Firma (merke: Wechsel von .org auf .com), die Geld verdient, ihre Mitarbeiter bezahlt und alles andere als unkommerziell ist.
Das ist natürlich nicht verboten, und Open Source ist Firefox auch immer noch. Nur Nicht-Kommerzialität hat mit „klassischem“ Open Source zu tun wie Google mit einer Wohltätigkeitsveranstaltung. Klassik ist eben ein weites Feld... Und weiter geht’s:

Schon erstaunlich, wie lange es gedauert hat, den - unterm Strich durchaus gelungenen! - Internet Explorer 7 fertig zu bekommen.


Was ist denn „unterm Strich durchaus gelungen“ am IE 7? Das hässliche Menü? Die Trägheit? Die immer noch währende Unfähigkeit, mit XHTML und CSS umzugehen? Ich weiß es nicht, möge sich der geneigte Leser etwas aussuchen.
Nun aber zum Kern der Sache, zum Feuerfuchs Firefox.

Optik, Tempo, Sicherheit - macht alles einen guten Eindruck.


Zum zweiten Punkt könnte ich als Opera-Nutzer etwas sagen, ich lasse es aber und setze stattdessen ein paar Links. Interessanter finde ich den dritten Punkt – wie um alles in der Welt kann man nach geschätzten 15 Minuten verbrachter Zeit dessen Sicherheit beurteilen? Phishing-Schutz? OK, für die Nutzer ohne brain.exe mag das sinnvoll sein, aber die Sicherheit eines Browsers kann ich frühestens nach ein paar Wochen oder Monaten beurteilen.

Auch der nächste Satz befremdet etwas:

Allerdings schmiert mein Firefox öfter mal ab. So was kenne ich gar nicht vom Feuerfuchs. Vielleicht hätten die Entwickler von Firefox doch lieber noch ein, zwei Wochen länger testen sollen.


Tja, woran kann das nur liegen, wenn bei jemandem der Browser „abschmiert“, demgegenüber 2.000 geschätzte andere Nutzer stehen, denen das nicht passiert? Genau, am Browser.

Und nun wieder das leidige Thema Zeit, Herr Schieb bringt da nämlich einiges durcheinander:

Aber der Internet Explorer 7 war früher da und der kann sogar einen eingebauten Schutz vor Phishingseiten vorweisen. Den hat Firefox 2.0 zwar auch. Aber damit wollten die Firefox-Entwickler dann lieber doch nicht erst Wochen nach Microsoft herauskommen.


Ja, war er das? Ich sehe keine deutsche Version. Wir leben hier ja in Deutschland. Aber gut. MS braucht für die Übersetzung der Fehlermeldungen eben einige Wochen.
Trotzdem war Firefox 2 vorher da. Und die letzten beiden Sätze verstehe ich gar nicht: Wieso will Mozilla den Phishing-Schutz gleichzeitig mit MS herausbringen? Weil das das Killerfeature ist? Versteh ich nicht.

Zum Schluss kommt dann noch dieser Kracher:

Niemand muss sich übrigens entscheiden, also für den einen und gegen den anderen Browser. Denn es ist gar kein Problem, mehrere Browser auf einem PC zu installieren und zu benutzen. Mache ich auch so. Das kann sogar praktisch sein, denn manche Webseiten sind für den Internet Explorer, andere für Firefox und Co. optimiert.


Doch. Ich muss mich entscheiden. Für meine Windows-2000-Installtion oder für den IE 7. Für Linux oder für den IE 7. Und es ist ein Problem, IE 6 und IE 7 parallel zu installieren, gar keine Frage.
Und nein, es gibt keine Webseiten, die auf den Firefox optimiert sind. Es gibt nur IE-Schrott und Webseiten, letztere halten sich dann auch weitesgehend an Standards. Das ist ein Unterschied, der, wenn er endlich mal von der gesamten Netzgemeinde begriffen würde, dem IE ganz schnell fast sämtliche Nutzer entziehen würde.

War das wieder schwierig. Einige „Argumente“ für Firefox sprechen doch dafür, dass Herr Schieb hier einfach der Werbung glaubt. Firefox ist nicht besonders schnell, auch nicht in Version 2. Beim Tab-Öffnen ist er schneller als der IE, aber Rendering-mäßig muss da noch einiges geschenen. Und ja, das merkt man, wenn man Browser testet. Das sollte das Review ja sein, ein Test. Der Test des Tests wiederum ist eindeutig: durchgefallen.

Review des Reviews: CNet Prizefight IE7 vs. FF2

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Hier möchte ich ab sofort auch mal Reviews reviewen, um zu zeigen, wie gut oder schlecht ein Review in meinen Augen ist. Zu Anfang geht es um dieses Schmuckstück. Schon zu Beginn bemerkt der geneigte Leser, dass hier etwas nicht in Ordnung ist: Wo sind all’ die schönen Browser hin? CNet reduziert die Vielfalt auf die Zweifaltigkeit, andere Browser scheinen uninteressant zu sein. Vielleicht auch, weil einige davon nicht unter Windows laufen. Zumindet die drei betriebssystemübergreifenden Browser sollte man doch erwarten können.

Weiter geht’s relativ schnell, schon in der Einleitung wird es das nächste Mal interssant:

According to information from NetApplications.com, in October 2004 Internet Explorer had 92 percent of the market; in September 2005 that dropped to 86 percent; and as of September 2006 Internet Explorer's market share dropped to 82 percent, with Firefox's rising to 12.5 percent. In two years Microsoft ceded 10 percent of its audience to its competition.



Aha. Und was genau umfasst jetzt diesen ominösen Markt? Alle Seiten, die irgendeine Software von netapplications.com einsetzen? Die USA? Die Welt? Letzteres bezweifle ich übrigens. Darüber gibt der Artikel keine Auskunft. Also sind diese Statistiken ± nutzlos.

Und weiter geht’s, viel weiter muss man nicht lesen.

Installing IE 7 requires a reboot and takes forever. Plus the download is giant, and you have to turn off your virus scanner.


Interessanterweise habe ich den IE 7 bei mir mit eingeschaltetem Virenscanner installiert, und mein PC ist immer noch nutzbar und ist nicht implodiert. MS empfiehlt zwar, den Virenscanner auszuschalten, aber MS empfiehlt ja auch, mit dem IE 6 keine Links anzuklicken. Kleiner Untscheid zwischen “you have to” und “Microsoft wants you to”

Aber auch zu Firefox wird Nettes gesagt:

It scanned my old version for incompatible extensions, then updated any that were available.



Preisfrage: Welche Frage stellt sich der geneigte Leser in diesem Moment? Genau: Was passiert mit den Erweiterungen, die inkompatibel sind und für die es keine Aktualisierungen gibt? Die werden deaktiviert, aber darüber wird dummerweise nix im Artikel geschrieben. Ist ja auch nicht weiter schlimm, auf meinem Zweitrechner wurden nur alle fünf installierten Erweiterungen deaktiviert. Alle „Preisrichter“ gaben Firefox für die Installation übrigens mindestens vier Punkte, bei mir wären es wegen obigem maximal drei gewesen.

Unter dem Punkt „Look and community“ wird’s aber erst richtig lustig, das Review nimmt langsam Slapstick-Ausmaße an:

The two browsers both look very good. IE 7 is a bit slicker than Firefox, and it takes more chances with the interface, pushing the standard menu items off to the side. It may take users a few moments to learn where everything is, but it is a thoughtful redesign.



Bitte diese Worte zweimal lesen. Mindestens. Und für die, die den IE 7 schon getestet haben: Bitte nicht vor Lachen auf dem Boden wälzen oder mit dem Kopf auf die Tastatur schlagen; Letzteres tut nämlich weh, und das ist der IE 7 nicht wert. Jeder PR-Manager bei Microsoft hätte insbesondere das mit den “chances” kaum besser formulieren können.
Nur mal ein paar kleine Probleme, die ich mit der IE-7-Oberfläche habe:
  • Der erste Tab wird plötzlich kleiner, wenn man einen zweiten öffnet. Was soll das? Sowas erwarte ich vielleicht bei Beta-Software, aber nicht bei einer Final... vergesst, was ich gerade schrieb :wink:
  • Wieso brauche ich eine Tableiste, wenn nur ein Tab offen ist? Ach ja, da sind ja die Favoriten mit drauf :ko: Noch sinnvoller wird das natürlich nur bei abgeschaltetem Tabbed Browsing.
  • Ich suche ständig in dem Winzmenü nach der von mir gewünschten Funktion. Menüs funktionieren super. Seit fast zwanzig Jahren, wenn nicht schon länger. Innovativ sein heißt nicht, alle bewährten Konventionen zu zerstören.
  • Der Reload-Button ist total bescheuert platziert.
  • Der verkrüppelte Tab rechts des letzten offenen Tabs sieht mehr als nur hässlich aus.

Ich hoffe, das reicht erstmal, mehr ist mir in dreißig Sekunden nicht eingefallen. Trotzdem gibt jeder der Richter volle vier von fünf Punkten.

Dann mal was, was sogar stimmt, ich hier aber trotzdem mal erwähnen möchte:

Selecting a new theme now prompts Firefox to ask whether you want to restart the browser to see the effects.



Eigentlich wollte ich mich ja auf das Review konzentrieren, aber hier muss ich einfach mal erwähnen, dass das ändern eines Skins bei Opera mit einem Klick auf den gewünschte Skin klappt, und zwar mit Preview-Funktion und ohne den Browser neu starten zu müssen. Trotzdem 5/5 von allen.

Die Richter sind auch übermenschlich veranlagt, wie das nächste Zitat zeigt:

Is it my imagination, or does Firefox open a new tab about a millisescond faster than IE 7 does?



Wow, da kann einer Millisekunden zählen. Oder eben nicht zählen. Es wäre sehr traurig für Firefox, würde das Öffnen eines neuen Tabs ähnlich lange dauern wie beim IE. Dieser braucht nämlich eine geschlagene Sekunde dafür, während ich bei Firefox auf fast sofort plädieren würde.

Das ist natürlich nicht das Ende, schließlich haben wir noch zwei Punkte und das Fazit vor uns.

RSS feeds: Once you've subscribed to a feed via IE 7, it's easy to see, sort, manage, and read your subscriptions from a two-panel interface.



Au ja. Insbesondere, da ich für jedes RSS-Feed, das ich lesen will, einen ganzen Tab brauche. Nicht zu verschweigen, dass ich nie weiß, wann ich das Feed lesen will, weil es keine Benachrichtigung über Neues in den Feeds gibt. Dann kann ich auch gleich die Seite aufrufen, bei einigen Feeds hab ich so wenigsten auch den vollen Text.

Auf derselben Seite finden wir auch dies:

I'd say the Session Saver feature is the biggest improvement. I know that many people who accidentally quit the browser will love it.



Blöd, dass man eben dieses Verhalten, dass Firefox die Sessions wiederherstellt, auch wenn der Browser normal geschlossen wird, soweit ich weiß zwingend in about:config eingeben muss. Sehr benutzerfreundlich.

Auch das Fazit bleibt nicht von Merkwürdigkeiten verschont.

The most obvious new feature for IE 7 (tabs) has been in Firefox forever



Wenn das in Firefox “[since] forever” sein soll, wie lange ist dann dieses Feature in Opera, von dem übrigens auch Firefox abgeschaut hat, auch wenn das Mozillas CEO (Chief Evangelist Officer) Asa Dotzler gerne anders hätte? forever3?

Alles in allem mal wieder ein typisches CNet-Review, was leider vor allem zeigt, wie wenig sich die Tester tatsächlich mit dem zu testenden Produkt beschäftigt. Dass Opera völlig vernachlässigt wird und nicht mal als Begründer (≠ Erfinder) des Tabbed Browsing genannt wird, ist zwar nicht schön, aber wenigstens irgendwie noch verständlich, da Opera jenseits des großen Teichs wirklich fast keine Rolle spielt – und darum geht es ja wohl, da kann ein europäischer Browser natürlich nicht mitmachen.
Aber die grundsätzlichen Schnitzer, über die man lachen könnte, wäre man sich nicht der großen Leserschaft von CNet bewusst und damit der Leute, die sowas wirklich glauben, sind einmal mehr ein Armutszeugnis für CNet.
Ich verlange von niemandem, dass er sich jahrelang mit den Browsern beschäftigt. Aber selbst ich, der ich nun mal hauptsächlich Opera nutze, weiß mehr über Firefox und den IE als diese angeblichen Experten.
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