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Opera, Fußball und der ganze Rest

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Review des Reviews V – „IE7 vs Firefox 2.0 vs Opera 9.20“ von Softpedia

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Es ist zwar schon vier Monate her, seit es das letzte Review des Reviews gab, aber bei den Browsern hat sich ja zwischenzeitlich nicht viel getan, daher sind neue Reviews eher selten anzutreffen. Ich habe allerdings mal wieder eins gefunden, diesmal von Softpedia. Das ganze Review gibt’s hier.

Vorweg muss ich sagen, dass das Review im Grunde genommen sehr gut gelungen ist. Doch insbesondere ein Testkriterium hat der Autor offensichtlich nicht so richtig verstanden. Obwohl er es zu Beginn durchaus richtig beschreibt:

Looking for a better, free browser has been restricted for many years. The market did not offer too many choices and Internet Explorer was by far the easiest way to go. However, its mischiefs soon echoed on our computers and we were compelled to strap it with a myriad of applications designed to reject the nasties and alert us upon intrusion.

(Alle Hervorhebungen von mir)

Genau, es geht um die Sicherheit. Doch dazu später mehr. Beginnen wir am Anfang des Reviews:

After year 2000, the viable alternatives for the average user were either the faulty Internet Explorer from Microsoft or the ad-ware filled Opera from Opera Software.


Formulierungen sind natürlich immer Ansichtssache, aber unter „ad-ware filled“ verstehe ich offensichtlich etwas anderes als der Autor des Reviews. „Ad-ware filled“ sind für mich Anwendungen, wo man vor lauter Werbung das eigentliche Programm nicht mehr sieht und die noch durch lästiges Geblinke auf sich aufmerksam macht. Das war bei Opera ganz bestimmt nicht der Fall, später gab es sogar die absolut unanimierten Google-Anzeigen, die nur aus Text bestanden. Ein „ad-sponsored“ hätte ich hier sinnvoller gefunden.

Im nächsten Satz wirft der Autor die Geschichtsschreibung allerdings etwas durcheinander:

And, as the attacks towards the market share "owner" at the time (IE6) intensified, Mozilla Foundation was created and gave us hope again. The start was timid and from one year to another people did not know what to call the new browser from Mozilla: Phoenix or Firebird? The issue settled once the publishers of the application decided to register a trademark for the name Firefox.


Welche Attacken denn bitte gegen den Platzhirsch IE6? Es gab überhaupt keine. Hätte es welche gegeben, hätte man sich bei Mozilla doch nicht die Mühe machen müssen, einen Browser mit drei Namen zu kreieren. Überhaupt: Mozilla wurde weit vor Phoenix/Firebird/Firefox gegründet, mit dem Namensgeber „Mozilla Suite“ war man nur nicht so richtig erfolgreich. Man hätte also schon frühzeitig umsteigen könenn (auch auf Opera, aber im Internet muss ja alles kostenlos sein), wenn man in Firefox einen „Hoffnungsschimmer“ sah... oder ist das wieder das alte „ich will mich aber nicht umgewöhnen“-Problem?

Am Teil über die Installation stört mich nur eines:

Installing them was piece of cake, especially for IE7 which came packed in Vista. Everybody knows the sizes of the Windows installers, but I am going to tell you once more: IE7 – 14.7MB, Firefox – 5.72MB (English version) and Opera with a little under 5MB, that is 4.68MB. This round is clearly won by the Norwegians.


Ja, deswegen finde ich die Entscheidung von Opera für die Nutzung des MSI-Installers ja auch schlecht – was ist jetzt der Punkt? Ach ja, 4,7MB sind nicht „ein bisschen unter 5MB“, dann sind 5,7 nämlich „ein bisschen unter 6MB“ und 14,7 „ein bisschen unter 15MB“.

Der nächste Satz ist dann schon schlimmer:

Regarding the installation folder, Internet Explorer 7 leads by far as Firefox will take no more than 20MB and Opera limits to 13.8MB. IE7 makes a very good first impression as the installed files take only 1.4MB.


Klar, der IE braucht nur 1,4MB... Guter Witz. Der Punkt ist, dass dieser Vergleich absolut bescheuert ist. Der IE ist immer auf dem System, den bekommt man gar nicht runter. Also ist es auch Quatsch, zu schauen, wieviel Platz er auf der Festplatte benötigt. Es geht nicht ohne.

Doch nun zum ganz dicken Bock in diesem Test: Der gesamte Teil über die Sicherheit. Den zitiere ich hier nicht, das wäre ein bisschen zu viel. Zumal meine Probleme mit diesem Teil des Reviews auch nicht auf irgendwelchen Sätzen beruhen. Es ist die gesamte Art, das zu testen.
Wer käme bitte auf die Idee, die Sicherheit der Browser an einem Feature zu messen, dass die User, die auf alles klicken, was nicht bei drei im Datennirvana ist, vor allzu schlimmen Folgen ihrer Unbedachtheit im Internet schützen soll? Es mag ja gut getarnte Phishing-Seiten geben, aber wer nicht spätestens dann aufmerkt, wenn von einem Kreditkartennummern oder TANs verlangt werden, dem geschieht das dann irgendwie auch recht. Diese Leute sind doch auch im echten Leben nicht so blauäugig, oder etwa doch?
Aber zurück zum Thema: Ist es nicht viel sinnvoller, auf die Sicherheitslücken zu schauen, gegen die man nämlich im Zweifel nichts unternehmen kann? Warum meckert der Autor eigentlich erst über die vielen, großen Sicherheitslücken im IE, die uns ja schlaflose Nächte bereiteten (bis dann der Erlöser in Form eines roten Pandas erschien, naja... man war ja auch gezwungen, den IE zu benutzen), aber beim Thema Sicherheit sind ihm die immer noch eklatanten und irgendwie vom Vorgänger bekannten Sicherheitslücken (die es ja gar nicht geben dürfte, weil der IE7 doch angeblich ganz neu geschrieben wurde...) völlig egal? Anders kann ich mir das völlig abstruse Ergebnis nicht erklären:

The browser that did the worst at this test was Opera. Next in line came Firefox. IE7, on the other hand, proved that security is no issue for it is rock solid from this point of view.


Das ist ein Witz. Und zwar kein guter. Umgekehrt könnte man natürlich sagen, dass Sicherheit für die MS-Entwickler wirklich kein Thema ist...

Ein Witz ist dementsprechend auf das Fazit:

Based on my testing, IE7 has the best anti-phishing protection but fails in blocking some pop-ups. However, ActiveX is great and prompts you whenever there is some ActiveX component to download. Microsoft's browser proved in many cases that it is the slowest of the three.


Ja, dieser Satz könnte von kriminellen Hackern stammen, die sich schon auf die tollen neuen Sicherheitslücken in ActiveX freuen. Juhuu, man fragt mich, ob ich den Keylogger installieren will. Oh wie nett... Wie kommt man bitte auf so einen Satz? Mir fehlen die Worte...

Wie auch zu diesem Stück Realsatire:

So, if you want security over speed, go with IE7.


Nein, wirklich. Dazu kann ich nix mehr sagen. Das ist... nee, sorry. Da fällt mir kein Vergleich zu ein.

Review des Reviews IV - T-Online und Opera

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T-Online und Opera... ok, das passt schon so nicht zusammen, aber interessanterweise gibt es Opera jetzt auch in einer gebrandmarkten Version von T-Online. Ehrlich gesagt hätte mich eine Anpassung von T-Onlines HTML-Müll hin zu einer Webseite mehr gefreut (ein Provider, der mit Webseiten nicht zurecht kommt. Jaja...). Aber gut, so habe ich mehr Stoff für Polemik auf niedrigstem Niveau ein faires Review des Reviews von T-Online, das hier zu finden ist. Die „Foto-Show“ beziehe ich da mit ein.

Schon der erste Satz zeigt, dass T-Online sich ganz genau mit Opera und seinen Funktionen beschäftigt hat:

Opera ist ein "schlanker" Web-Browser, der auf ausufernde Zusatzfunktionen verzichtet.


Bedarf das eines weiteren Kommentars? Ein „trotzdem nicht“ an der richtigen Stelle würde hier Wunder wirken. Es sei denn, man bezeichnet den E-Mail- und den Chat-Client beispielsweise nicht als „ausufernd“.

Zumal der Autor das wohl später selbst bemerkt hat:

Der Web-Browser enthält außerdem einen soliden Mail-Client.


Damit liege ich mit meiner Vermutung, dass diese Funktionen keinesfalls „ausufernd“, sondern wahrscheinlich Standard bei Webbrowsern ist, wohl richtig.

Später vergleicht der Autor Opera noch mit anderen Browsern. Doch halt, er vergleicht eigentlich nicht, er nennt nur wahl- und sinnlos Alternativen. Als da wäre zum Beispiel Firefox:

Mozilla Firefox bietet eine große Anzahl an Plug-ins, die den Web-Browser an Ihren persönlichen Geschmack anpassen.


Nach meiner Erfahrung ist die Anzahl der Firefox- und der Opera-Plugins ziemlich gleich. Opera bietet nur keine Erweiterungen, nur das ist ein Unterschied. Aber Erweiterung klingt wahrscheinlich zu deutsch, Extension versteht keiner und Plugins ist der moderne Web-Nutzer (ja, T-Online schreibt Web tatsächlich immer getrennt, so auch bei Web-Seiten) schon gewohnt. Die Firefox-Gemeinschaft freut sich schon seit Jahren über die Vermischung von Erweiterungen und Plugins, aber das ist wohl ein Thema, das auch einen eigenen Beitrag bekommen könnte.

Wie jeder Artikel beinhaltet auch dieser ein Fazit, was bei der enormen Länge von fünf kümmerlichen Absätzen mit jeweils zwei bis drei Sätzen ja auch zwingend notwendig ist. Im Fazit steht u.a. Folgendes:

Alle Standard-Funktionen eines Web-Browsers sind vorhanden - vom Tabbed-Browsing und RSS-Feeds bis hin zum Lesezeichen-Manager und PopUp-Blocker.


Und das macht Opera zum guten Browser? Wenn alle Standard-Funktionen enthalten sind, wieso erwähnt man das? Sollte man es nicht viel eher erwähnen, wenn sie nicht vorhanden sind, wie bei der Vorversion eines Browsers, der gerne für den HTML-Müll von T-Online verwendet wurde ((Ex-)Monopolisten scheinen sich zu mögen)?

Allgemein fällt noch der sehr schlechte Stil des Artikels auf, wobei Sätze einfach wahllos aneinander gereiht werden, wie etwa bei diesem Prachtexemplar von Absatz:

Seit Version 9 bietet Opera unter anderem einen BitTorrent-Client und Desktop-Widgets. Mit den Tabs wechseln Sie zwischen mehreren geöffneten Browser-Fenstern hin und her.


Was haben diese Sätze bitte miteinader zu tun? Warum stehen sie direkt hintereinander am Anfang eines Absatzes, dessen Überschrift den ersten Satz zusammenfasst?

Die Krönung erfolgt dann aber in der „Foto-Show“ (welchen Narren hat T-Online eigentlich an Bindestrichen gefressen?), wo dieses Bild hier verlinkt ist:

Wer sich die Bildadresse anschaut: Ja, die Endung ist wirklich „.jpg.jpg“. Hat wahrscheinlich irgendeinen tieferen Sinn.
Was das Bild zeigt, dürfte dem geneigten Opera-Nutzer klar sein: Der Erscheinungsbild-Dialog, genauer gesagt eine Liste von Schaltflächen für verschiedene (Schnell-)Einstellungen.
Falsch gedacht.
Laut T-Online zeigt dieses Bild nämlich Folgendes:

Hier entscheiden Sie, ob Java, JavaScript, Cookies etc. in Opera zugelassen sind.


Wie gut, dass es T-Online gibt.

Opera mit Phishingschutz

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(ENGLISH VERSION FOLLOWS SOON)

So besonders toll finde ich den Phishingschutz ja nicht. Die Gründe habe ich ja schon erläutert. Nun ist der „Betrugsversuchschutz“, wie es auf Gutdeutsch heißen würde, aber da und darum „muss“ man mit ihm leben. Klar, man kann ihn auch ausschalten. Aber zumindest diejenigen, die ihre Privatsphäre gefährdet sehen, kann ich beruhigen: Opera übeträgt keinerlei persönliche Daten; spätestens nach einem IP-Adresswechsel weiß Opera nicht mehr, welche Webseiten man angesteuert hat.

Konkret bedeutet das Folgendes (ich kopiere hier einfach mal meinen heise-Foren-Beitrag):

Ich habe gerade mal Wireshark angeschmissen und zum Testen "www.epizenter.net" angesurft, eine Seite, die nicht verifiziert werden kann.

Von Opera wird 6/100 Sekunden vor der DNS-Anfrage an www.epizenter.net eine an sitecheck.opera.com gestartet. Die IP-Adresse des letzteren Servers ist 213.236.208.100.

Gesendet wird dann 0,04 Sekunden nach der DNS-Abfrage dies per HTTP:

HTTP GET
/?host=www.epizenter.net&ph=tjOfvn1fXuHVeVa4TXfmaA==&hdn=P%2Bb7oYdrjA4FcPxy8hXuZQ==

...sowie natürlich der ganze Firlefanz, der bei so einem GET mit dabei ist :wink: Interessant ist hier, das Opera einerseits die Domain übeträgt (und NUR die Domain) und andererseits den Hash-Wert. Opera weiß also (wenn die das denn überhaupt wissen wollen), wo man
"ungefähr" gesurft hat, aber nicht, wo genau.

Zurück kommt dann 0,06 Sekunden später ein HTTP mit angehängtem XML, das 199 bytes groß ist, bzw. 301 bytes unkomprimiert.

<?xml
version="1.0"
encoding=UTF-8
?>
<trustwatch version="1.0">
<package>
<action type="searchresponse">
<trustlevel>NV</trustlevel>
<host>www.epizenter.net</host>
<partner>0</partner>
<serverexpiretime>86400</serverexpiretime>
<clientexpiretime>172800</clientexpiretime>
</action>
</package>
</trustwatch>

Interessant hierbei ist natürlich erstmal das Trustlevel, was hier mit "NV", also "not verified" angegeben ist. Was "Partner" heißt, weiß ich nicht, vielleicht ist das abhängig davon, welcher Dienst befragt wird.
"serverexpiretime" und "clientexpretime" dürften etwas damit zu tun haben, wann Opera wieder anfragt. Warum man da zwei Zeiten braucht, weiß ich allerdings nicht.

Da eben keine Cookies o.Ä. übertragen werden, kann eine eventuelle Zuordnung der besuchten Seiten nur per IP-Adresse erfolgen. Das heißt aber auch, dass nach einem IP-Adresswechsel keinerlei Zuordnung mehr erfolgen kann. Opera Software ist also gar nicht in der Lage, ein „Surfverhalten“ der einzelnen Nutzer aufzuzeichnen. Dahingehende Befürchtungen sind also unbegründet.

So sollte das aussehen...

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Gerade habe ich bei Secunia eine Umfrage gefunden, welchem Browser der Nutzer am meisten vertraut.
Dass sowohl der Internet Explorer als auch Firefox gleich zweimal auftauchen, ist zwar etwas seltsam. Ansonsten aber wäre das doch ein wünschenswertes Bild für eine ganz andere Umfrage:
„Welchen Browser nutzen Sie?“

(Ratet mal, für was ich gestimmt habe :wink:)

Merlin zaubert Acid2 fast richtig

Wie die meisten Leser meines Blogs wohl schon wissen, ist vor kurzem die erste Preview von Opera 9, Codename Merlin, erschienen.
Als bekennender Opera-Fan habe ich mir diese neue Version natürlich gleich installiert. Und siehe da: kaum Änderungen an der Oberfläche und der GUI. Warum auch, mögen jetzt einige fragen, Opera war doch bis jetzt schon gut. Aber andererseits gibt es ja auch Leute, die von anderen Browsern migirieren, und diejenigen haben es jetzt leichter: Strg+T ist ab sofort die neue Tastenkombination für neue Tabs.
Davon halte ich persönlich nicht so viel bis gar nichts. Klar, neue Tabs öffnet man mit Strg+T. Aber Opera hat eigentlich keine Tabs. Es sind Seiten. Opera ist schließlich ein MDI-Browser, der mehrere Seiten in einem Fenster vereint. Und von daher ist es eigentlich nur logisch, wenn man mit Strg+N eine neue Seite - natürlich im selben Fenster - öffnet. Finde ich zumindest.
Aber gut, so werden vielleicht diejenigen bedient, die es nicht schaffen, mit ein paar Klicks schon bei früheren Versionen Strg+T als Shortcut für "Neue Seite öffnen" einzustellen. Nun ja.

Auch eine Neuerung der GUI ist opera:config bzw. about:config. Diese Seite erinnert schon ein bisschen an die about:config von Firefox, auch wenn mir opera:config persönlich besser gefällt :wink: Was jetzt noch fehlt, ist eine GUI für zwei Dinge:

1. die search.ini
2. ein weiteres neues Feature: Seitenspezifische Befehle! Ja, richtig gehört, Opera kann endlich seitenspezifische Befehle. Und zwar nicht nur beim Popup-Blocker, sondern auch für alle Plugins, Javascript, Java, die User-CSS-Dateien und das User-Javascript. Das ist meiner Ansicht nach einer der besten neuen Features, schade, dass es dafür noch keine GUI gibt.

Unter der Oberfläche hat sich auch einiges getan: So unterstützt Opera unter anderem XSLT, CSS 3 (ein bisschen), Webforms 2 und Canvas. Und natürlich - wie in der Überschrift zu sehen, ist auch Acid2 unter den unterstützten Seiten :wink: Naja, ganz richtig sieht der Smiley noch nicht aus, aber immerhin.

Als Fazit kann ich nur sagen: Merlin lebe hoch!

PS: Dieser Post wurde mit Opera 9 Preview 1 erstellt :cool:
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