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Opera, Fußball und der ganze Rest

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Posts tagged with "browsers"

Benchmarks in Safari sind nutzlos

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Dies schreibt der Autor des bekannten Browser-Geschwindigkeits-Vergleichstest auf seiner Seite:
http://www.howtocreate.co.uk/safaribenchmarks.html

Das erklärt auch meine Beobachtung im letzten Beitrag: In Benchmarks scheint Safari tatsächlich enorm schnell zu sein – beim Testen mit Webseiten per Stoppuhr ist dieser Vorteil aber nicht mehr auszumachen, jedenfalls nicht mehr so stark. Das liegt nun ganz einfach daran, dass diese Stoppuhr wirklich wartet, bis zumindest alle Bilder und sonstigen Objekte der Seite geladen sind. Diese Ergebnisse sind also näher an der Realität als die „verfälschten“ Benchmarks.

Browsertests

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Auf der WWDC als „one more thing...“ von Halbgott Steve Jobs angekündigt, gibt es Safari jetzt auch für Windows. In einer Beta-Version. Sagt jedenfalls Apple. Tatsächlich handelt es sich eher um eine Alpha-Version, besonders auf Nicht-englischen Windows-Systemen klappt nämlich wenig bis gar nicht. Aber dazu will ich nichts schreiben, das dürfte ja allgemein bekannt sein und kann auch bei heise, Golem, Winfuture oder einer anderen beliebigen Quelle nachgelesen werden.

Worum es mir geht, ist eine Behauptung Apples auf ihrer Homepage, Safari sei doppelt so schnell wie andere Browser. Dazu habe ich mal ein paar Tests durchgeführt. Alle Tests wurden zehnmal wiederholt, um statistische Schwankungen mehr oder weniger auszubügeln. Alle getesten Browser waren gleichzeitig neben OpenOffice offen und hatten genau einen offenen Tab, die Testseite. Die Tests wurden nacheinander ausgeführt. Das Ganze lief auf einem PC mit nem AMD Athlon 3500+, unter Win XP MCE; die Webseiten-Tests wurden über eine ADSL-6000er-Leitung durchgeführt.

Getestet wurde das Folgende:

http://www.jeria.net/performance_test/ — alle drei Tests
http://www.howtocreate.co.uk/csstest.html — lokal gespeichert, sowohl die Rendering Zeit als auch die Zeit für „Get All DIV’s“
http://celtickane.com/projects/jsspeed.php

Danach habe ich noch ein paar Webseiten besucht, um die Geschwindigkeit der Browser außerhalb von Benchmarks zu überprüfen. Dazu wurde dieses Tool verwendet. Alle getesten Webseiten wurden fünfmal geladen, jeweils unter Umgehung des Caches.

Test 1: Eine Tabelle der Größe 4×3000 wird durch drei verschiedene Methoden erstellt: „array and push method“, „DOM solution“ und „string concatenation“, wie auf der ersten Testseite zu sehen ist. Hier die Ergebnisse:



Der IE6 ist hierbei deutlich am langsamsten, gefolgt von Firefox. Mit großem Abstand ist Opera zweitschnellster Browser, Safari ist noch einen Tick schneller.



Wie man hier sieht, macht der IE irgendwas falsch... Mit fast neun Sekunden ist der IE mehr als siebenmal langsamer als Firefox. Firefox ist etwa halb so schnell wie Opera, der wiederum etwa halb so schnell wie Safari ist.



Nun, hier macht der IE nun wirklich etwas falsch... oder ich. Ich wundere mich selbst, wie riesig der Abstand zu den anderen Browsern ist. Entweder, der Test mag IE nicht, oder umgekehrt. Jedenfalls ein sehr seltsames Bild. Der IE braucht für diesen Test siebzig(!)-mal so lange wie Firefox. Das kann ich mir nicht erklären.
Ansonsten sieht man das gewohnte Bild, Firefox ist halb so flott wie Opera, der wiederum etwas mehr als halb so flott wie Safari.

Auf dieser Testseite ist Safari also tatsächlich der schnellste Browser – mit weitem Abstand. Was der IE insbesondere im letzten Test veranstaltet, ist mir schleierhaft.

Test 2: Der CSS-Rendering-Test wird von einem lokalen Speicherort aus aufgerufen. Es wird sowohl die rechts oben angezeigte Zeit zum Rendern der Seite als auch die benötigte Zeit für die Funktion „Get all DIV’s“ ausgewertet.



Wie man gut sieht, ist der IE nicht immer Letzer... was natürlich auch daran liegen könnte, dass er kaum CSS kann :wink: Firefox ist am langsamsten, 80 Millisekunden schneller ist der IE, und nochmal 70 Millkunden schneller Opera. Safari spielt hier in einer ganz eigenen Liga...



In diesem Test zeigt sich interessanterweise, dass jeweils zwei Browser sehr nahe beeinander liegen: IE und Firefox mit einem Unterschied von elf Millisekunden sowie Opera und Safari mit einem Unterschied von drei Millisekunden. Der IE ist in diesem Test am langsamsten, dicht gefolgt von Firefox. Opera und Safari sind beide deutlich flotter als die beiden anderen Browser (mehr als Faktor 3!), Opera hat in diesem Test aber ein ganz kleines bisschen die Nase vorn.

Test 3: CelticKane’s JavaScript-Test wird ausgeführt und die Gesamtzeit notiert.



In diesem Test bietet sich beinahe ein ähnliches Bild zum letzten Test: Firefox, diesmal langsamer als der IE, ganz vorn, dicht gefolgt vom IE. Opera und Safari sind beide deutlich schneller, Safari hängt hier aber Opera noch einmal deutlich ab.

Allein aus diesen Benchmarks müsste man schließen, dass Safari bei weitem der schnellste Browser ist. Ob das auch auf die Realität zutrifft, habe ich mit einigen wenigen Webseiten überprüft. Dabei ist zu beachten, dass der IE oft anderen Code bekommt als die drei anderen Browser. Eventuell folgen noch weitere Webseiten. Die folgenden fünf waren aber für mich aus folgenden Gründen wichtig:

Google — mehr aus Spaß, eine sehr einfache Seite
Digg — viel JavaScript
Slashdot — viel besuchte Seite, relativ groß
Google Maps — AJAX
Engadget — keine besonderen Web-Technologien, aber viele Bilder, eine große Seite und viel Werbung

Hier das Ergebnis:



Nun, bei Google tut sich in der Tat nicht viel... wäre auch sehr seltsam. Bei Digg vermute ich, dass der IE anderen Code geliefert bekommt und deswegen flotter fertig ist. Immerhin übertrumpft der IE hier auch Safari. Firefox braucht deutlich länger als die Konkurrenz.
Bei Slashdot zeigt sich ein ähnliches Bild: Der IE ist über eine halbe Sekunde früher fertig als die anderen drei Browser. Safari ist hier sogar der zweitlangsamste, Firefox braucht aber wieder deutlich länger als die anderen drei Browser.
Bei Google Maps sieht die Sache wieder ganz anders aus: Firefox, Opera und Safari sind quasi gleich auf, der IE braucht 1,5 Sekunden länger.
Einzig und allein bei Engadget ist Safari – wie in den meisten Benchmarks – schneller als Opera, der IE und Firefox. Opera ist in etwa gleichschnell wie Safari, der IE braucht vier und Firefox über acht Sekunden länger als Safari.

Schlusswort: All diese Statistiken haben nicht unbedingt viel zu bedeuten – die Ergebnisse können je nach Rechner und Internetanschluss deutlich schwanken. Gerade der Webseitentest zeigt auch, dass man auf Benchmarks nicht unbedingt viel geben sollte. Wobei natürlich auch die Webseitentests Schwankungen unterliegen. Deswegen möchte ich auch kein Fazit ziehen. Das einzige, was diese Tests meiner Meinung nach wirklich aussagen, ist, dass man auf mehr oder minder realitätsfremde Benchmarks nichts geben sollte. Schließlich schaut man sich im Internet nicht ständig Benchmarks an und freut sich, wenn der „eigene“ Browser gut dasteht, sondern man will hauptsächlich surfen. Und allzu riesige Unterschiede offenbaren sich im Test in der „echten Welt“ nicht. Gut, Firefox ist nie besonders flott, und der IE steht auch gar nicht schlecht da – dafür hat der IE6 aber ganz andere Schwächen, die auch im IE7 fortdauern. Von daher sollte die Geschwindigkeit ganz bestimmt nicht das KO-Kriterium für die Browserwahl sein. Auch, wenn manche Firmen damit werben...

PS: Ich frage mich gerade, was der Server mit den Bildern anstellt. Die sehen aus wie JPEGS, ziemlich unscharf und verrauscht. Auf meinem PC ist das definitv nicht der Fall...

So sollte das aussehen...

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Gerade habe ich bei Secunia eine Umfrage gefunden, welchem Browser der Nutzer am meisten vertraut.
Dass sowohl der Internet Explorer als auch Firefox gleich zweimal auftauchen, ist zwar etwas seltsam. Ansonsten aber wäre das doch ein wünschenswertes Bild für eine ganz andere Umfrage:
„Welchen Browser nutzen Sie?“

(Ratet mal, für was ich gestimmt habe :wink:)

Review des Reviews II: „Feuerfuchs auf dem Vormarsch“ von Jörg Schieb

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Nicht viel Zeit ist seit dem letzten Review des Reviews vergangen, und schon wieder stieß ich auf ein Prachtstück der Review-Geschichte, diesmal in deutscher Sprache und vom WDR-Computer-„Experten“ Jörg Schieb geschrieben. Zu finden ist das Review hier.

Allein schon die Überschrift mag zwar witzig gemeint sein, ist sie aber nicht. Insbesondere, da der Übersetzungsfehler von „Firefox“ zu „Feuerfuchs“ schon hunderte Male als lustig empfunden und auch so dargestellt wurde. Das macht die Sache auch nicht besser. Und in dem Stil geht es auch weiter:

Viele Computerbenutzer setzen Firefox nicht nur wegen seiner Funktionen und Vorzüge ein, sondern benutzen den "Feuerfuchs" quasi aus Protest. Um gegen den Strom zu schwimmen, um Microsoft eins auszuwischen, um für mehr Vielfalt am Markt zu sorgen - was zweifellos nicht schaden kann.


Na, die Zeiten sind doch schon länger vorbei. Firefox ein Protest- und Gegen-den-Strom-Browser? Das war vielleicht mal so, als der Browser noch < 10% Marktanteil hatte, aber bei mittlerweile fast 30% in Deutschland kann man wohl kaum noch von einem Protestbrowser sprechen. Firefox ist Mainstream geworden.

Auch weiter unten im Text hängt Herr Schieb noch der guten alten Zeit hinterher:

Und das, obwohl hinter dem Internet Explorer ein Megakonzern steht, während Firefox ein klassisches OpenSource-Projekt ist, entwickelt von Freiwilligen und ohne kommerzielle Interessen.

(Hervorhebungen von mir)
Klar, Google hat überhaupt keine kommerziellen Interessen an Firefox, und der Browser wird auch immer noch feierabends in Heimarbeit zusammengestrickt. Wo lebt Herr Schieb eigentlich? Mozilla ist schon lange eine Firma (merke: Wechsel von .org auf .com), die Geld verdient, ihre Mitarbeiter bezahlt und alles andere als unkommerziell ist.
Das ist natürlich nicht verboten, und Open Source ist Firefox auch immer noch. Nur Nicht-Kommerzialität hat mit „klassischem“ Open Source zu tun wie Google mit einer Wohltätigkeitsveranstaltung. Klassik ist eben ein weites Feld... Und weiter geht’s:

Schon erstaunlich, wie lange es gedauert hat, den - unterm Strich durchaus gelungenen! - Internet Explorer 7 fertig zu bekommen.


Was ist denn „unterm Strich durchaus gelungen“ am IE 7? Das hässliche Menü? Die Trägheit? Die immer noch währende Unfähigkeit, mit XHTML und CSS umzugehen? Ich weiß es nicht, möge sich der geneigte Leser etwas aussuchen.
Nun aber zum Kern der Sache, zum Feuerfuchs Firefox.

Optik, Tempo, Sicherheit - macht alles einen guten Eindruck.


Zum zweiten Punkt könnte ich als Opera-Nutzer etwas sagen, ich lasse es aber und setze stattdessen ein paar Links. Interessanter finde ich den dritten Punkt – wie um alles in der Welt kann man nach geschätzten 15 Minuten verbrachter Zeit dessen Sicherheit beurteilen? Phishing-Schutz? OK, für die Nutzer ohne brain.exe mag das sinnvoll sein, aber die Sicherheit eines Browsers kann ich frühestens nach ein paar Wochen oder Monaten beurteilen.

Auch der nächste Satz befremdet etwas:

Allerdings schmiert mein Firefox öfter mal ab. So was kenne ich gar nicht vom Feuerfuchs. Vielleicht hätten die Entwickler von Firefox doch lieber noch ein, zwei Wochen länger testen sollen.


Tja, woran kann das nur liegen, wenn bei jemandem der Browser „abschmiert“, demgegenüber 2.000 geschätzte andere Nutzer stehen, denen das nicht passiert? Genau, am Browser.

Und nun wieder das leidige Thema Zeit, Herr Schieb bringt da nämlich einiges durcheinander:

Aber der Internet Explorer 7 war früher da und der kann sogar einen eingebauten Schutz vor Phishingseiten vorweisen. Den hat Firefox 2.0 zwar auch. Aber damit wollten die Firefox-Entwickler dann lieber doch nicht erst Wochen nach Microsoft herauskommen.


Ja, war er das? Ich sehe keine deutsche Version. Wir leben hier ja in Deutschland. Aber gut. MS braucht für die Übersetzung der Fehlermeldungen eben einige Wochen.
Trotzdem war Firefox 2 vorher da. Und die letzten beiden Sätze verstehe ich gar nicht: Wieso will Mozilla den Phishing-Schutz gleichzeitig mit MS herausbringen? Weil das das Killerfeature ist? Versteh ich nicht.

Zum Schluss kommt dann noch dieser Kracher:

Niemand muss sich übrigens entscheiden, also für den einen und gegen den anderen Browser. Denn es ist gar kein Problem, mehrere Browser auf einem PC zu installieren und zu benutzen. Mache ich auch so. Das kann sogar praktisch sein, denn manche Webseiten sind für den Internet Explorer, andere für Firefox und Co. optimiert.


Doch. Ich muss mich entscheiden. Für meine Windows-2000-Installtion oder für den IE 7. Für Linux oder für den IE 7. Und es ist ein Problem, IE 6 und IE 7 parallel zu installieren, gar keine Frage.
Und nein, es gibt keine Webseiten, die auf den Firefox optimiert sind. Es gibt nur IE-Schrott und Webseiten, letztere halten sich dann auch weitesgehend an Standards. Das ist ein Unterschied, der, wenn er endlich mal von der gesamten Netzgemeinde begriffen würde, dem IE ganz schnell fast sämtliche Nutzer entziehen würde.

War das wieder schwierig. Einige „Argumente“ für Firefox sprechen doch dafür, dass Herr Schieb hier einfach der Werbung glaubt. Firefox ist nicht besonders schnell, auch nicht in Version 2. Beim Tab-Öffnen ist er schneller als der IE, aber Rendering-mäßig muss da noch einiges geschenen. Und ja, das merkt man, wenn man Browser testet. Das sollte das Review ja sein, ein Test. Der Test des Tests wiederum ist eindeutig: durchgefallen.

Review des Reviews: CNet Prizefight IE7 vs. FF2

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Hier möchte ich ab sofort auch mal Reviews reviewen, um zu zeigen, wie gut oder schlecht ein Review in meinen Augen ist. Zu Anfang geht es um dieses Schmuckstück. Schon zu Beginn bemerkt der geneigte Leser, dass hier etwas nicht in Ordnung ist: Wo sind all’ die schönen Browser hin? CNet reduziert die Vielfalt auf die Zweifaltigkeit, andere Browser scheinen uninteressant zu sein. Vielleicht auch, weil einige davon nicht unter Windows laufen. Zumindet die drei betriebssystemübergreifenden Browser sollte man doch erwarten können.

Weiter geht’s relativ schnell, schon in der Einleitung wird es das nächste Mal interssant:

According to information from NetApplications.com, in October 2004 Internet Explorer had 92 percent of the market; in September 2005 that dropped to 86 percent; and as of September 2006 Internet Explorer's market share dropped to 82 percent, with Firefox's rising to 12.5 percent. In two years Microsoft ceded 10 percent of its audience to its competition.



Aha. Und was genau umfasst jetzt diesen ominösen Markt? Alle Seiten, die irgendeine Software von netapplications.com einsetzen? Die USA? Die Welt? Letzteres bezweifle ich übrigens. Darüber gibt der Artikel keine Auskunft. Also sind diese Statistiken ± nutzlos.

Und weiter geht’s, viel weiter muss man nicht lesen.

Installing IE 7 requires a reboot and takes forever. Plus the download is giant, and you have to turn off your virus scanner.


Interessanterweise habe ich den IE 7 bei mir mit eingeschaltetem Virenscanner installiert, und mein PC ist immer noch nutzbar und ist nicht implodiert. MS empfiehlt zwar, den Virenscanner auszuschalten, aber MS empfiehlt ja auch, mit dem IE 6 keine Links anzuklicken. Kleiner Untscheid zwischen “you have to” und “Microsoft wants you to”

Aber auch zu Firefox wird Nettes gesagt:

It scanned my old version for incompatible extensions, then updated any that were available.



Preisfrage: Welche Frage stellt sich der geneigte Leser in diesem Moment? Genau: Was passiert mit den Erweiterungen, die inkompatibel sind und für die es keine Aktualisierungen gibt? Die werden deaktiviert, aber darüber wird dummerweise nix im Artikel geschrieben. Ist ja auch nicht weiter schlimm, auf meinem Zweitrechner wurden nur alle fünf installierten Erweiterungen deaktiviert. Alle „Preisrichter“ gaben Firefox für die Installation übrigens mindestens vier Punkte, bei mir wären es wegen obigem maximal drei gewesen.

Unter dem Punkt „Look and community“ wird’s aber erst richtig lustig, das Review nimmt langsam Slapstick-Ausmaße an:

The two browsers both look very good. IE 7 is a bit slicker than Firefox, and it takes more chances with the interface, pushing the standard menu items off to the side. It may take users a few moments to learn where everything is, but it is a thoughtful redesign.



Bitte diese Worte zweimal lesen. Mindestens. Und für die, die den IE 7 schon getestet haben: Bitte nicht vor Lachen auf dem Boden wälzen oder mit dem Kopf auf die Tastatur schlagen; Letzteres tut nämlich weh, und das ist der IE 7 nicht wert. Jeder PR-Manager bei Microsoft hätte insbesondere das mit den “chances” kaum besser formulieren können.
Nur mal ein paar kleine Probleme, die ich mit der IE-7-Oberfläche habe:
  • Der erste Tab wird plötzlich kleiner, wenn man einen zweiten öffnet. Was soll das? Sowas erwarte ich vielleicht bei Beta-Software, aber nicht bei einer Final... vergesst, was ich gerade schrieb :wink:
  • Wieso brauche ich eine Tableiste, wenn nur ein Tab offen ist? Ach ja, da sind ja die Favoriten mit drauf :ko: Noch sinnvoller wird das natürlich nur bei abgeschaltetem Tabbed Browsing.
  • Ich suche ständig in dem Winzmenü nach der von mir gewünschten Funktion. Menüs funktionieren super. Seit fast zwanzig Jahren, wenn nicht schon länger. Innovativ sein heißt nicht, alle bewährten Konventionen zu zerstören.
  • Der Reload-Button ist total bescheuert platziert.
  • Der verkrüppelte Tab rechts des letzten offenen Tabs sieht mehr als nur hässlich aus.

Ich hoffe, das reicht erstmal, mehr ist mir in dreißig Sekunden nicht eingefallen. Trotzdem gibt jeder der Richter volle vier von fünf Punkten.

Dann mal was, was sogar stimmt, ich hier aber trotzdem mal erwähnen möchte:

Selecting a new theme now prompts Firefox to ask whether you want to restart the browser to see the effects.



Eigentlich wollte ich mich ja auf das Review konzentrieren, aber hier muss ich einfach mal erwähnen, dass das ändern eines Skins bei Opera mit einem Klick auf den gewünschte Skin klappt, und zwar mit Preview-Funktion und ohne den Browser neu starten zu müssen. Trotzdem 5/5 von allen.

Die Richter sind auch übermenschlich veranlagt, wie das nächste Zitat zeigt:

Is it my imagination, or does Firefox open a new tab about a millisescond faster than IE 7 does?



Wow, da kann einer Millisekunden zählen. Oder eben nicht zählen. Es wäre sehr traurig für Firefox, würde das Öffnen eines neuen Tabs ähnlich lange dauern wie beim IE. Dieser braucht nämlich eine geschlagene Sekunde dafür, während ich bei Firefox auf fast sofort plädieren würde.

Das ist natürlich nicht das Ende, schließlich haben wir noch zwei Punkte und das Fazit vor uns.

RSS feeds: Once you've subscribed to a feed via IE 7, it's easy to see, sort, manage, and read your subscriptions from a two-panel interface.



Au ja. Insbesondere, da ich für jedes RSS-Feed, das ich lesen will, einen ganzen Tab brauche. Nicht zu verschweigen, dass ich nie weiß, wann ich das Feed lesen will, weil es keine Benachrichtigung über Neues in den Feeds gibt. Dann kann ich auch gleich die Seite aufrufen, bei einigen Feeds hab ich so wenigsten auch den vollen Text.

Auf derselben Seite finden wir auch dies:

I'd say the Session Saver feature is the biggest improvement. I know that many people who accidentally quit the browser will love it.



Blöd, dass man eben dieses Verhalten, dass Firefox die Sessions wiederherstellt, auch wenn der Browser normal geschlossen wird, soweit ich weiß zwingend in about:config eingeben muss. Sehr benutzerfreundlich.

Auch das Fazit bleibt nicht von Merkwürdigkeiten verschont.

The most obvious new feature for IE 7 (tabs) has been in Firefox forever



Wenn das in Firefox “[since] forever” sein soll, wie lange ist dann dieses Feature in Opera, von dem übrigens auch Firefox abgeschaut hat, auch wenn das Mozillas CEO (Chief Evangelist Officer) Asa Dotzler gerne anders hätte? forever3?

Alles in allem mal wieder ein typisches CNet-Review, was leider vor allem zeigt, wie wenig sich die Tester tatsächlich mit dem zu testenden Produkt beschäftigt. Dass Opera völlig vernachlässigt wird und nicht mal als Begründer (≠ Erfinder) des Tabbed Browsing genannt wird, ist zwar nicht schön, aber wenigstens irgendwie noch verständlich, da Opera jenseits des großen Teichs wirklich fast keine Rolle spielt – und darum geht es ja wohl, da kann ein europäischer Browser natürlich nicht mitmachen.
Aber die grundsätzlichen Schnitzer, über die man lachen könnte, wäre man sich nicht der großen Leserschaft von CNet bewusst und damit der Leute, die sowas wirklich glauben, sind einmal mehr ein Armutszeugnis für CNet.
Ich verlange von niemandem, dass er sich jahrelang mit den Browsern beschäftigt. Aber selbst ich, der ich nun mal hauptsächlich Opera nutze, weiß mehr über Firefox und den IE als diese angeblichen Experten.
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